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ZDF-Sport extra – Fußball-Relegation 2020 – 2./3.Liga

Mittwoch, den 8. Juli 2020
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DI 07.07.2020 | 18.00 Uhr | ZDF

Inzwischen wird schon wieder fast zwei Monate lang in Deutschland Profifußball gespielt. Mittlerweile haben wir uns fast daran gewöhnt, dass es bei den Live-Übertragungen nicht mehr so laut ist, dass man stattdessen besser mitbekommt, was auf dem Feld so gesprochen wird.

Am Dienstagabend übertrug das ZDF die Relegation der 2. und 3. Liga: das Hinspiel zwischen Nürnberg gegen Ingolstadt. Und wir als Zuschauer sind tatsächlich mittendrin. Wir hören, wenn Spieler meckern. Wenn Spieler schreien, dass man doch den Ball ins Aus geben soll, weil jemand verletzt auf dem Feld liegt. Wir hören Diskussionen, und wir hören auch, wie und auf welche Weise Spieler diskutieren.
Das ist spannend! Es sind Einblicke, die man unter normalen Umständen gar nicht bekommt, weil das alles gnadenlos übertönt wird. Es geht im Lärm sehr viel mehr unter – das merkt man erst jetzt.

Und man konnte am Dienstagabend den Unterschied merken. Denn parallel übertrug auch Amazon Prime Video dasselbe Spiel. Der Unterschied: Im ZDF gab es den Originalton, bei Amazon Prime Video eine künstliche akustische Stadionatmosphäre. Das klang irgendwie vertraut, und man muss den Tonleuten auch zugestehen, dass sie es ziemlich gut hinbekommen, die Emotionen gut der Situation anzupassen. Allerdings sieht man in vielen Kameraeinstellungen aber natürlich trotzdem, dass das Stadion leer ist. Und ein leeres Stadion mit jubelnden Leuten – das passt irgendwie nicht. Man hat sich auch an die Stille schon gewöhnt…

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heute+

Sonntag, den 21. Juni 2020
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FR 19.06.2020 | 0.00 Uhr (Sa.) | ZDF

1994 war es wie so oft RTL, das den Vorreiter machte: Nachdem dort das “Nachtjournal” auf Sendung ging, haben auch ARD und ZDF nachgezogen und ebenfalls nächtliche Nachrichtenmagazine gestartet. Am 4. Oktober 1994 ging “heute nacht” auf Sendung. 2015 wurde die Sendung modernisiert und sollte unter dem Titel “heute+” auch junge Zielgruppen erschließen, in dem auch eine Onlineausgabe produziert worden ist.

Am Freitagabend war Schluss. Nach 26 Jahren dachte man sich beim ZDF, dass man kein Nachrichtenmagazin in der Nacht mehr braucht. Zumindest im Sommer.
Offiziell heißt es, dass es zu aufwendig gewesen wäre, Online- und Fernsehvarianten von “heute+” zu produzieren. Im Internet wolle man das auch weiter machen, im Fernsehen dann doch lieber nicht. Inoffiziell waren die Quoten einfach schlecht, wobei man ja beim ZDF eher nicht auf die Quoten bei Nachrichtensendungen schauen sollte.

Nun spart man also an den Nachrichten. Im Sommer wird es auf dem (täglich wechselnden) Sendeplatz nur kurze “heute Xpress”-Ausgaben geben. Ein neues Magazin soll erst im September an den Start gehen. Warum es nun diese Sommerpause braucht und welches Signal es aussendet, wenn man Nachrichten im Sommer pausieren lässt, sei mal dahin gestellt. Aber das ZDF spart in der Nacht eh schon lange an Nachrichten. Während die “Tagesschau” jede Nacht zwei- bis dreimal auf Sendung geht, gibt es im ZDF eine Newslücke. Am Wochenende gibt es nach dem “heute-journal” gar keine weiteren “heute”-Sendungen. Bisschen armselig.

-> Die Sendung in der ZDF-Mediathek (bis 19. Juni 2021)

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ZDFzeit: Streitfall Rassismus – Wie gleich sind wir?

Samstag, den 20. Juni 2020
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DI 16.06.2020 | 20.15 Uhr | ZDF

Ich bin kein Rassist.
Das sagt sich so leicht. Aber bin ich wirklich kein Rassist? Hatte ich noch nie rassistische Gedanken? Habe ich wirklich noch nie rassistisch gehandelt, selbst wenn es nur unterbewusst war?

Um den “Streitfall Rassismus – Wie gleich sind wir?” ging es am Dienstagabend in der “ZDFzeit”. Für die Doku sind verschiedene Experimente und Umfragen gemacht worden. Sagen wir noch “Negerkuss”? Finden wir den Begriff okay? Und was passiert, wenn ein Schwarzer Fremde anspricht? Ob er sich mal kurz das Handy ausleihen könne, für ein dringendes Telefonat. Und fällt der Test anders aus, wenn ein Weißer fragt?
Die Ergebnisse sind nicht überraschend: Viele Menschen sagen, “Negerkuss” oder “Mohrenkopf” hätten sie doch schon immer gesagt, und deshalb könnten sie das doch immer noch. Und tatsächlich gibt es fast keine Leute, die dem schwarzen Mann das Handy ausleihen, dem Weißen vertrauen sie mehr.

Mal abgesehen davon, dass ich vermutlich absolut niemand Fremdes mein Handy leihen würde – diese Doku war spannend, weil man sich selbst reflektieren konnte. Vermutlich fast jeder hat irgendwelche Vorurteile über Schwarze, und vermutlich haben wir sie lange nicht hinterfragt.
Die aktuelle Diskussion könnte dafür sorgen, dass wir alle mal in uns gehen, und das kann nur gut sein.

-> Die Sendung in der ZDF-Mediathek

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Happy Birthday, Thomas Gottschalk!

Mittwoch, den 20. Mai 2020
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SO 17.05.2020 | 22.15 Uhr | ZDF

Nun isser auch schon 70. Herzlichen Glückwunsch, Thomas Gottschalk!
Das ZDF schenkte ihm eine kleine Live-Show, in der er am Sonntagabend in seinen Geburtstag reinfeiern konnte. Um Mitternacht konnten er und seine Gäste anstoßen.

In Zeiten des Coronavirus konnte zwar kein Publikum an der Sause teilnehmen, aber es kamen viele Gäste. Und eigentlich muss man sich das mal auf der Zunge zergehen lassen: Da saßen also Thomas Gottschalk, Günther Jauch, Barbara Schöneberger, Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umaluf in einer Show. Die ältere Showgeneration mit der jüngeren. Die großen Stars von früher mit denen von heute.

Und Gottschalk hat es noch immer drauf. Zwar ist er tatsächlich auch sichtlich älter geworden, seinen Witz hat er aber noch lange nicht verloren. In seiner eigenen Show wusste er vorher nicht, was passieren wird, und im Improvisieren war er schon immer am besten. Da gibt er ganz nebenbei Joko und Klaas eine Watsche, fragt die Schöneberger, was sie denn da die ganze Zeit isst und gibt den Typen preis, der gerade die Pappe mit der nächsten Moderation hochhält.

Wir warten nun alle auf das Revival von “Wetten, dass…?” Dass es 2020 wegen Corona schwierig wird, war klar, nun soll die Show sogar erst im November 2021 stattfinden. Gottschalk hat versprochen, so lange durchzuhalten.

-> Die Sendung in der ZDF-Mediathek (bis 16. Juni 2020)

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Löwenzahn: Endlos haltbar

Dienstag, den 19. Mai 2020
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SO 17.05.2020 | 8.35 Uhr | ZDF

Und wieder hieß es Abschied nehmen von einer langjährigen Serienfigur: Fritz Fuchs musste sich von seinem Nachbarn Hermann Paschulke trennen.
Am Sonntagmorgen zeigte das ZDF die “Löwenzahn”-Folge “Endlos haltbar”. Vieles war daran besonders.

Seit 1981 spielte Helmut Krauss den grantigen Nachbarn Paschulke. Schon Peter Lustig hatte mit ihm zu tun, und auch sein Nachfolger Fritz Fuchs (Guido Hammesfahr) trug so manche Kämpfe mit ihm aus. 2019 ist Helmut Krauss verstorben, und am Sonntag lief die letzte Folge mit ihm. Paschulke ist auf Tonga und teilt seinem Nachbarn im Videochat mit, dass er nicht wiederkommen werde.
Zwischenzeitlich schien es, als ob ein windiger Immobilienhändler (witzig: Edin Hasanovic) das Grundstück kauft, um ein Shoppingcenter zu bauen. Dann aber ist klar, dass es in Familienhand bleibt Paschules Neffe wird stattdessen nun neben Fitz Fuchs und seinem Bauwagen leben.

Inzwischen gibt es übrigens schon fast genauso viele Fiolgen mit Fritz Fuchs wie einst mit Peter Lustig. Für die heutigen Kinder ist Guido Hammesfahr Alltag, Peter Lustig kennen fast nur noch die Erwachsenen auf der Nostalgieschiene. Immerhin zeigt das ZDF noch regelmäßig seine Classic-Folgen.
Mit einem Special feierte das ZDF am Sonntag zudem 40 Jahre “Löwenzahn”. Zwischen 4 und 9 Uhr liefen alte und heute Folgen. Merkwürdig daran ist allerdings, dass die Serie 2020 gar nicht 40 wird. Stattdessen ist 1979 “Pusteblume” gestartet, unter diesem Titel startete “Löwenzahn” damals. 1981 kam die Umbenennung. Man hätte also 2019 oder 2021 feiern können – man entscheid sich offenbar für das Jahr dazwischen.

“Löwenzahn” hat immer noch Charme. Die Serie richtet sich sowohl an Kinder als auch an Erwachsene. Am Sonntag ging es in “Endlos haltbar” darum, wie Obst und Fleisch konserviert werden können. Wie wird Fleisch gepökelt, wie entstehen Konserven. Da haben alle wieder was gelernt.
Gut, dass es die Serie weiterhin gibt.

-> Die Sendung in der ZDF-Mediathek

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Das Literarische Quartett

Montag, den 4. Mai 2020
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FR 01.05.2020 | 22.55 Uhr | ZDF

Die Buchmesse ist ausgefallen, die Buchläden waren wochenlang weitgehend geschlossen. Verlage haben es in der Zeit des Coronavirus wahnsinnig schwer, ihre Werke unter die Menschen zu bringen.
Da ist man doch wahnsinnig froh, wenn es eine beliebte Literatursendung gibt, die wieder ein paar neue Bücher vorstellt. Gut für die Leser, aber auch gut für die Branche.
Und dann kommt am Freitagabend “Das Literarische Quartett”, um olle Kamellen vorzustellen. Zwei von vier vorgestellten Büchern waren Klassiker. Weil man ja jetzt in dieser Zeit auf bekannte Werke zurückgreifen wolle. Das mag sein, aber vom Quartett erwarte ich Neuigkeiten.

So ging es um Hans Jacob Christoffel von Grimmelshausens “Der abenteuerliche Simplicissimus” aus dem 17. Jahrhundert. Dazu ist eigentlich alles gesagt. Außer dass Matthias Brandt das Buch früher doof fand und heute toll findet. Dazu noch Gabriel García Márquez’ “Hundert Jahre Einsamkeit” von 1967.

Aber immerhin auch zwei Neuvorstellungen. Die waren dann aber mitunter nicht besser. Matthias Brandt stellte Adeline Dieudonnés Roman „Das wirkliche Leben“ vor und schwärmte von diesem Buch. Woraufhin Kritikerin Eva Menasse anmerkte, dass im Buch krasse Folge- und Inhaltsfehler enthalten seien. Ein Umstand, dem die anderen zustimmten und den dann auch Matthias Brandt einräumte. Um dann zu sagen, dass er drüber hinwegschauen konnte, in dem er solche Ungenauigkeiten überlese. Und schon wurde aus dem umschwärmten Buch ein Verriss.

Natürlich geht es im Quartett nicht darum, nur Bücher vorzustellen, die alle toll finden. Aber ein bisschen Kompetenz wäre schon gut, und für lange bekannte Werke kann man ja ganz am Ende eine kleine Empfehlungsecke einrichten.

-> Die Sendung in der ZDF-Mediathek (bis 1. Mai 2021)

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Let’s Dance: Fast ohne Zuschauer wegen Coronavirus

Samstag, den 14. März 2020
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FR 13.03.2020 | 20.15 Uhr | RTL

Nur Freunde und Familie.
Ganz ohne Publikum musste die RTL-Show “Let’s Dance” am Freitagabend dann doch nicht auskommen. Aber der größte Teil des Saales stand dann eben doch leer. Aber die wenigen Zuschauer, die noch dabei sein durften, sorgen auch schon für Stimmung.
Das Coronavirus und die entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen dagegen sorgen auch bei den Fernsehsendern für Veränderung. Für Shows ohne Live-Publikum. Bei “extra 3” am Mittwoch im NDR waren gar keiner. Bei RTL am Freitag immerhin ein paar Leute.
Ein bisschen Atmosphäre braucht so eine Unterhaltungsshow dann eben doch.

Das haben auch die Macher der “heute show” im ZDF festgestellt. Auch das Studio der Satireshow war leer. Fast. Nur eine Handvoll Leute waren da – das Team nämlich. Die sorgten wenigstens stellenweise für (spärlichen) Applaus, was aber auch noch mal lustig war.

Im Studio von “Gute Nacht, Österreich!” am Donnerstagabend im ORF1 war auch Publikum – aber auch dort stark ausgedünnt. Viele Plätze blieben leer, dort durften nicht mehr als 100 Menschen im Studio sein.

Es wird spannend, wie die Fernsehmacher weiterhin Stimmung in ihre Sendungen bekommen. Denn klar ist auch: Wir werden diese Sendungen unbedingt brauchen. Der Mensch braucht Zerstreuung, gerade in der aktuell schwierigen Zeit. Da ist “Let’s Dance” das ziemlich gut gemachte Entertainment, das jetzt nötig ist.

-> Die Sendung bei TV Now

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