RTZapper

Das war dann mal weg: Testbild, Sendeschluss & Co.

Sonntag, den 10. Februar 2019
Tags:

DO 07.02.2019 | 22.30 Uhr | zdf info

Noch so eine Sendung, die man sich ansieht und weiß: Man ist alt. Schrecklich alt. Weil in dieser Sendung Dinge gezeigt werden, die es längst nicht mehr gibt, die man aber fast alle noch kennt.
Auf zdf info lief am Donnerstagabend die Doku “Testbild, Sendeschluss und Co.” in der Reihe “Das war dann mal weg”.

Heute ist es ja quasi nicht vorstellbar, dass das Fernsehprogramm oft schon um Mitternacht beendet war. Dass dann eine Programmvorschau lief, ein Testbild erschien und dann der ganze Sender einfach abgeschaltet wurde. Auf allen Sendern. Auf allen dreien, die es damals nur gab (in Berlin hatten wir Glück, weil wir mit den zwei DDR-Sendern fünf Kanäle empfangen konnten). Der Sendeschluss wurde in der ersten Hälfte der 90er abgeschafft.
Oder Fernsehansagerinnen und -ansager. Sie erklärten uns vor jeder Sendung, was uns denn jetzt erwartet oder was wir gerade gesehen haben oder was morgen oder übermorgen zu sehen ist. Die letzten Ansagen gab es Anfang der 2000er.

Interessant auch, was passierte, wenn es eine Störung gab. Dann filmte eine Kamera eine Störungstafel ab. Nix da mit digital. Früher wurden Filme beispielsweise auf Bandmaschinen abgespielt. Da riss dann gern mal der Film, oder der Lichtgeber fiel aus, und es wurde zappenduster. Bis wieder die Störungstafel gefilmt worden ist.

Was die Doku auch zeigte: Abspänne wurden damals auf eine Riolle geschrieben und dann vor der Kamera runtergekurbelt. Programmtafeln wurden ebenfalls abgefilmt und nach und nach ausgetauscht.
Irgendwie hatte das damals ja alles doch ziemlichen Charme. Andererseits: Früher war nicht wirklich alles besser beim Fernsehen. Aber es ist schön, sich das noch mal ansehen zu können, und in der Hinsicht ist Youtube ja inzwischen zu einem wahren Archivschatz geworden, der extrem wertvoll ist.

-> Die Doku in der ZDF-Mediathek (bis 19.2.2019)

Hits: 136

RTZapper

ZDF Sport extra: Tennis-ATP-Turnier – Finale

Freitag, den 29. Juni 2018
Tags: , ,

SO 24.06.2018 | 13.00 Uhr | zdf info

Als der Schweizer Roger Federer vom Kroaten Borna Coric besiegt worden ist, lief das auch im deutschen Fernsehen. Immerhin handelte es sich um das Finale beim ATP-Tennisturnier in Halle in Westfalen.

Nachdem das ZDF am Sonnabend immerhin gute zwei Stunden seines kostbaren Mittagsprogramms freigeräumt hat, sah man sich dazu am Sonntag leider nicht mehr dazu in der Lage. Das Finale lief am Nachmittag stattdessen beim Spartenkanal zdf info.
Im Hauptprogramm gab es keine Möglichkeit dazu. Weder konnte man sich mit dem Veranstalter absprechen, dass das Finale eventuell eine Stunde später beginnen kann. Auch dass der “ZDF-Fernsehgarten” mal eine Stunde früher beginnt, war unmöglich. Die Wiederholung des Films “Zwei mitten im Leben” von 2014 war bedauerlicherweise auch nicht verschiebbar.

Somit war die Abschiebung der Live-Übertragung vom Finale zu zdf info scheinbar unabdingbar.
Sicherlich, wer sich für Tennis interessiert, hat die Sendung auch bei zdf info gefunden. Aber es hat auch ein bisschen was mit Wertschätzung zu tun, ob eine solche Übertragung im großen Hauptprogramm gezeigt wird oder im Minisender.

Hits: 20

RTZapper

Amazon – Gnadenlos erfolgreich

Montag, den 11. Dezember 2017
Tags: , , ,

DO 07.12.2017 | 20.15 Uhr | zdf info

Vier Wochen ohne Amazon.
Eigentlich kann ich mir nicht vorstellen, dass das ein so großes Problem ist. Trotzdem wurde am Donnerstagabend in der Doku “Amazon – Gnadenlos erfolgreich” auf zdf info ein riesiges Ding daraus gemacht. Mehrere Familien mussten vier Wochen ohne Amazon auskommen und darüber berichten.

Ich kaufe bislang eher Bücher, Musik und Filme sowie ab und zu was Technisches über Amazon. In diesem Fall sind das allerdings keine Familien, die einfach nur ihre paar Einkäufe dort erledigen. Einige erledigen den kompletten Einkauf darüber. Sie haben Amazon-Uhren. Sie haben den Sprachcomputer Alexa, und sie lesen Bücher auf dem Amazon-Reader. Diese Leute leben ein Amazon-Leben.

Was dann zu sehen war, glich einem Katastrophenfilm, und sowohl die dort gezeigten Leute als auch ich waren dem Weinen nah.
Da kommt die Hausfrau morgens in die Küche, und Alexa antwortet nicht, wenn sie “Guten Morgen!” sagt.
Da verzweifelt die Frau, wenn ihr Alexa die Uhrzeit nicht sagen kann – und offenbar Ratlosigkeit darüber herrscht, wo man denn eventuell noch die Uhr ablesen kann.
Da will die Frau des Hauses Klebeband, und kann keins über Amazon bestellen, das Stunden später oder morgen (so spät??) per Päckchen ankommt. Stattdessen muss sie einkaufen gehen! Schock!
Schuhe können nicht mehr bestellt werden, stattdessen muss der Weg in den Laden angetreten werden. Uijuijui!
Die Leute stellten das alles wie eine mittlere Katastrophe dar, und ich weiß nicht, ob ich lachen soll oder in Mitleid zerfließen.

So schön es ist, wenn man sich um nichts mehr kümmern muss: Wir verkümmern. Irgendwann wissen wir nicht mehr, wo man Dinge eventuell bekommen kann. Wenn es irgendwann überhaupt noch Läden außerhalb des Internets gibt. Irgendwann sind wir nicht mehr in der Lage, Dinge selbst zu recherchieren, den Kopf zu benutzen.
Technik hilft uns – aber garantiert verblödet sie uns auch ein Stück.

Hits: 19

RTZapper

Die Subway-Falle – Falsche Versprechen des Sandwich-Giganten

Freitag, den 10. Februar 2017
Tags: , ,

MI 08.02.2017 | 20.15 Uhr | zdf info

Das machen Journalisten in Dokumentationen oder Reportagen ja immer gerne: Sie gehen zu einer Firmenzentrale, rufen da den Boss an und sind sehr ärgerlich, wenn er kein Gespräch will. Das soll dem Zuschauer sagen: Seht her, was für eine böse Firma, was für ein böser Chef. Aber ganz so doof ist der Zuschauer ja (meistens) nicht, und er sieht, dass es ja eigentlich völlig klar ist, dass das so läuft. Ohne Termin einfach mal irgendwohin zu rennen, bringt ja meistens nicht.

Auf zdf info lief am Mittwochabend eine Doku über den Fastfood-Giganten Subway. Da läuft nämlich offenbar einiges falsch, dafür hätte die dort agierende Journalistin auch nicht solche plakativen Aktionen starten müssen.
Der Film deckte auf, dass Subway extrem viel Geld macht – weniger mit den Sandwiches. Die Subway-Läden sind nämlich alles Franchise-Nehmer. Heißt: Subway betreibt sie nirgendwo selbst. Sondern Unternehmer kaufen die Lizenz und legen dann los. Und das lässt sich Subway, so die Doku, teuer bezahlen. Teurer als andere Fastfood-Giganten. Auch, wenn die Unternehmer daran zugrunde gehen. Und in Sachen Steuern – nun ja. Da bekleckert sich Subway auch nicht mit Ruhm.

Und das Image, dass Subway so gesund ist? Ist natürlich auch Unsinn. Der Fastfood-Gigant wirbt mit seinen kalorienarmen Speisen, dabei sind die meisten Sandwiches alles andere als schlankmachend.
Wobei man die Leute auch da für leicht blöd hält. Denn natürlich ist es so, dass nur die vegetarischen Sandwiches gut für die Figur sind. Dass andere Brote, andere Beläge, andere Soßen Kalorienbomben sind – mit ein bisschen Nachdenken kann man da auch alleine drauf kommen.

Auch bei Subway glänzt also nicht alles. Das Problem ist nur: Gerade wenn man an die Steuern und die unschönen Umstände der Lizenznehmer denkt – was soll man als Kunde machen? Boykottieren schädigt vor allem die Betreiber der Läden vor Ort. Aber welche Möglichkeiten hat man denn sonst als Kunde. Damit wird man als Zuschauer dann doch ein wenig alleine gelassen.
Aber vermutlich richtete sich die Doku aus Frankreich ja vor allem an potenzielle Interessenten, die einen Subway-Laden eröffnen wollten – mit der Botschaft: tut es nicht.

Hits: 95

RTZapper

Berlin Berlin – Eine Stadt schreibt Geschichte

Sonntag, den 25. Oktober 2015
Tags:

FR 23.10.2015 | 20.15 Uhr | zdf info

In den vergangenen Wochen ist ja wieder viel über deutsche Geschichte berichtet worden. Und auch die sechsteilige Reihe „Berlin Berlin“, die gerade immer freitags auf zdf info läuft, hat damit zu tun.

Aus verschiedenen Blickwinkeln zeigt die Dokureihe, was sich in unserer heutigen Hauptstadt seit dem Zweiten Weltkrieg getan hat. Die Mauer, Agenten und der Alltag.
Kommt zwar manchmal wie ein Unterrichtsfilm daher, bietet oft auch nur wenig wirklich
Neues, für Geschichtsinteressierte sind die sechs Folgen aber ganz sehenswert.
Gibt’s auch schon auf DVD.

Hits: 0

RTZapper

Das war 2014!

Mittwoch, den 31. Dezember 2014
Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Das Vertrauen der Menschen in die Medien schwindet. Viele glauben im Jahr 2014 nicht mehr dem, was im Fernsehen berichtet wird oder in der Zeitung oder im Internet geschrieben steht. In Foren schreiben sie ihren Ärger nieder, attackieren die Verantwortlichen, die sich immer und immer wieder erklären müssen. Sei es die Krise zwischen Russland und der Ukraine. Sei es die Berichterstattung um die neuen Flüchtlingsheime in Deutschland oder um die Pediga-Demonstranten. Oft scheint es, dass sich die Welt in Gut und Böse teilt. Für Falschinformationen in Bezug auf die Ukraine-Krise muss sich die ARD in den “Tagesthemen gar entschuldigen.

ARD und ZDF haben das Misstrauen aber auch selbst befeuert, und das nicht nur innerhalb der Politberichterstattung. In diversen Rankingshows ist geschummelt worden. Das ZDF, der rbb, WDR, hr und der NDR mussten eingestehen, dass sie an ihren Rankings ein bisschen rumgeschraubt haben. In Johannes B. Kerners Show mit Deutschlands Besten waren die Studiogäste ins bessere Licht gerückt, ZDF-Stars vor RTL-Stars geschoben worden. In den ARD-Rankings gab es auch immer seltsame Gründe, warum die Nummer 10 nicht die Nummer 10 sein durfte. Und nebenbei kam auch noch heraus, dass die Votingzahlen bei den Rankings oftmals verschwindend gering waren.

Verschwindend gering war auch das Interesse an der “Millionärswahl” auf ProSieben. Die Castingshow sollte zu Jahresbeginn das ganz große Ding sein, wurde aber ein Megaflop. Ein solcher Flop sogar, dass das Finale nur im Internet lief. Auch mit “Rising Star” hatte RTL kein Glück – so kam das Finale schneller als gedacht. Die Leute scheinen genug von Castings zu haben, auch bei “Das Supertalent” und “Deutschland sucht den Superstar” waren die Quoten schon mal besser.
Für “Wetten, dass…?” sind die Quoten nicht mehr interessant. Die Show, seit fast 34 Jahren auf Sendung, ist Geschichte. Nur noch 5,5 Millionen Menschen schauten zu, das ZDF zog den Stecker. Das Team der Show hat es nicht geschafft, den Klassiker zu modernisieren. Das letzte große Lagerfeuer ist erlischt. Heißt es.

Ist aber nicht so. Denn Sonntag für Sonntag schafft der “Tatort”, mehr als 10 Millionen Leute an sich zu binden. Die Ermittler aus Münster schafften den Rekord mit weit mehr als 13 Millionen Zuschauern. Nur König Fußball ist nicht zu schlagen. Als Deutschland bei der WM gegen Argentinien Weltmeister wurde, saßen mehr als 35 Millionen vor dem Fernseher – Rekord. Kneipen und Festmeilen nicht mal eingerechnet.

Der Fußball beherrschte im Sommer die Schlagzeilen, aber irgendeine Sau ist immer durchs Dorf getrieben. Stichworte gefällig? Ex-Fußballer Hitzelsperger ist schwul! Kreisch! Uli Hoeneß muss in den Knast, und die Medienmeute belagerte das Gemäuer. Michael Schumacher ist im Koma – und auch vor der Klinik harrte die Medienmeute aus. Als die Lokführer streikten, schickte ein Team des RTL-Boulevardmagazins “Explosiv” ein Kamerateam zur Ex-Frau des Gewerkschaftsbosses – um sie sagen zu sagen, wie schlimm er denn war.
Auf dem Boulevard hat sich das ZDF ausgeruht, als es den Sternekoch Nelson Müller McDonald’s und Burger King testen ließ. Es war irgendwie alles dufte, und den Skandal, dass es bei Burger King ganz mies zugeht (okay, überraschend ist das nicht), den hat ausgerechnet RTL aufgedeckt. Günter Wallraff sei Dank.

Alles ist eben im Wandel. Das ZDF-Kulturmagazin “aspekte” macht jetzt auf jung. Die “Tagesschau” gönnte sich ein nigelnagelneues Studio, der Bildungskanal BR-alpha heißt jetzt ARD-alpha, um irgendwie wichtiger zu wirken. Klassiker wie der “Wochenspiegel” im Ersten oder die “ARD-Ratgeber” sind abgesetzt. Wochenrückblicke sind aus der Mode gekommen und Ratgeber heißen heute Checks. “Beckmann” talkt nicht mehr.
Auch “Die Harald Schmidt Show” ist Geschichte, und kaum jemand hat es mitbekommen. Am Ende sendete die Late Night auf Sky, fast ohne Zuschauer. Das selbe Problem hatte “log in” auf zdf info. Die interaktive Talkshow lief ein paarmal auch im ZDF-Hauptprogramm – ohne Erfolg. Es ist aber auch nicht einfach mit der jungen Zielgruppe. Während zdf info nun wieder mehr Hitlerdokus senden kann, sollten sich die jungen Zuschauer bei joiz sammeln. Aber auch der interaktive Sender ist insolvent und will nun nur im Internet weitermachen.
Ins Internet wird auch der künftige Jugendkanal von ARD und ZDF wandern. Irgendwann, bald. Die Politik hat es so beschlossen, dafür werden einsplus und zdf.kultur geopfert.

Auch im Lokalfernsehen läuft es mehr schlecht als recht. Die center.tv-Sender sind alle, bis auf den in Köln, Geschichte. Aus havelland TV, prignitz TV und ruppin TV wurde NBF3 – aber nur kurzzeitig, und irgendwie hat am Ende gar keiner mehr verstanden, welchen Sender man denn nun eingeschaltet hat. Die Kommunikation auf Facebook wurde vorsichtshalber auch eingestellt, nun ist der Sender zumindest aus dem Kabelnetz ganz verschwunden. Oberhavel TV hat unterdessen einen neuen Besitzer – mal sehen, ob es da noch mal bergauf geht.

Auch die gedruckte Presse hat weiter ihre Probleme. Die Panik ist groß. Beim stern haben sie von heute auf morgen ihren Chefredakteur gefeuert, beim “Spiegel” kämpfte der Chef gegen seine Mitarbeiter und umgekehrt. Die Münchner “Abendzeitung” kämpfte ums Überleben – vorerst gerettet. Wer weiß, wie lange es noch gedruckte Zeitungen und Magazine gibt.

Sie werden es nicht mehr miterleben – viele echte Größen haben uns 2014 verlassen, und manchmal war es schon ein bisschen unheimlich.
Der große Udo Jürgens ist ganz plötzlich gestorben. Joe Cocker hat den Kampf gegen den Krebs verloren. Die Showmaster Joachim Fuchsberger, Dietmar Schönherr und Heinz Schenk sind nicht mehr da. Auch die Schauspieler Karlheinz Böhm, Robin Williams, Peer Augustinski, Gottfried John, James Garner und Philip Seymour Hoffman, Puppenspieler Heinz Schroeder, der Vater von Herrn Fuchs und Frau Elster, die Journalisten Peter Radszuhn, Peter Scholl-Latour, Andreas Ernst, Frank Schirrmacher, Manfred Bleskin, Dirk Sager, Klaus Bölling und Udo Reiter, Boxtrainer Fritz Sdunek, Sängerin Laureen Bacall, die Politiker Ariel Sharon und Eduard Schewardnadse, Schriftsteller Siegfried Lenz, die Unternehmer Ernst und Karl Albrecht, Stefan Lübbe und Heinz-Horst Deichmann sowie Tierfilmer Richard Attenborough.

Und sonst so? Das Erste hat sich am “Quizduell” verhoben. Ganz Deutschland sollte per App live mitspielen können. Hat leider nicht ganz geklappt. War aber trotzdem lustig.
VIVA ist geschrumpft. Der Musiksender teilt sich nun einen Kanal mit Comedy Central, ist nur noch 11 Stunden am Tag auf Sendung. Musiksender scheinen out zu sein. Auch IM1 ist pleite.
Bei den “RTL II News” wäre eine Absetzung dagegen eine gute Nachricht. Nach einem der Fußball-WM-Spiele waren die, ähm, Journalisten so scheiße geil drauf, dass sie in den Nachrichten sowohl den Sieg als auch die Niederlage der deutschen Fußballer vermeldet haben. Warum auch nicht?
Das dachte sich auch die Redaktion von “Immer wieder sonntags”, als sie Moderator Stefan Mross scharfe Currysoßen kosten ließen. Das ging schief, Mross musste in die Klinik und Guido Cantz musste die Live-Show zu Ende moderieren.
Das mit dem Ende ist bei “Schlag den Raab” dagegen immer so eine Sache. Als im November eines der Spiele gar nicht klappen wollte, ist es nach einer Stunde ergebnislos abgebrochen und durch ein neues Spiel ersetzt worden. Die Show endete nach mehr als sechs Stunden, um 2.23 Uhr. Oder so. Um die Zeit kommt’s auf die Minute eh nicht mehr an. und wie heißt es doch so schön, und Helene Fischer ist ja sowieso gerade total in Mode: “Atemlos durch die Nacht”!

Und das bis ins nächste Jahr! Guten Rutsch!

Hits: 1221

RTZapper

log in: Mehr Rechte für Giraffe und Co.?

Donnerstag, den 20. Februar 2014
Tags: ,

MI 19.02.2014 | 22.25 Uhr | zdf info

Pamela Anderson möchte, dass der Kopenhagener Zoo geschlossen wird. Die, ähm, Tierexpertin hat sich einer Onlinepetition angeschlossen. Im Zoo der dänischen Hauptstadt ist die Giraffe Marius an Raubtiere verfüttert worden – vor den Augen der Zoobesucher, unter ihnen Kinder. Die Empörung war mal wieder groß.

Am Mittwochabend ging es bei “log in” auf zdf info um das Thema “Mehr Rechte für Giraffe und Co.?”. Und das ließ Schlimmes erahnen. Wenn schon hunderttausende angebliche Tierliebhaber hysterisch für die Zooschließung unterschrieben haben, was sollte dann erst bei dieser Sendung rauskommen?

Aber, und das war mal eine positive Überraschung, die Meinungen waren sehr differenziert, das zdf-info-Publikum ist sehr viel schlauer, als ich das befürchtet hatte. Da hieß es dann, dass es normal sei, dass Tiere in Zoos an andere Tiere verfüttert würden. Dass es gut sei, dass das in Kopenhagen nicht versteckt geschieht. Dass es nicht schädlich sein müsse, wenn Kinder das sähen, sie sollten schließlich nicht denken, das Fleisch, das sie essen, käme aus der Tiefkühltruhe.
Aber auch die Studiogäste diskutierten das allgemeine Pro und Contra zum Thema Tierparks sehr anschaulich, sachlich und dennoch kontrovers.

Der Titel der Talkshow sollte durchaus auf die aktuelle Marius-Diskussion abzielen, raus kam aber eine erfreulich produktive Diskussion.
Dass “log in” nach wie vor auf dem merkwürdigen Sendeplatz auf zdf info läuft, ist wirklich schade. Aber immerhin gibt es sie – das ist doch schon mal was.

Hits: 1201