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ABBA: I still have Faith in you

Samstag, den 4. September 2021
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FR 03.09.2021 | Youtube

Neues von ABBA.
Ja, echt.
Andererseits: Weg waren die ja eigentlich nie, und in Wirklichkeit haben sie ja 1982 gesagt, dass sie nur eine Pause einlegen. Dass diese Pause fast 40 Jahre dauern würde, konnte da natürlich noch niemand ahnen.
Aber die Rückkehr von ABBA könnte dennoch das Comeback des Jahres 2021 sein.

“ABBA Voyage” ist das Motto, im Herbst soll es ein neues Album geben, aber vor allem aber wird in London eine spezielle Konzerthalle für ABBA gebaut. Die Band selbst wird aber dort auch nicht selbst auftreten, die Leute, die zum Konzert gehen, werden nur Avataren zuschauen können. Und vermutlich viel Geld dafür zahlen werden, dass sie technisch erzeugten Wesen beiwohnen und keinen echten Musikern beim Singen.
Letztlich geht es dann vermutlich doch nur um Geld. Denn angekündigt worden ist dieses Comeback schon 2018 – lange hat man dann davon nichts mehr gehört, und dann kam Corona. Mit Corona keine Leute in einer Konzerthalle – so musste es September 2021 bis zum Comeback werden.

Am Donnerstag gab es live auf Youtube die Verkündungsshow, bei der allerdings auch nur die ABBA-Herren anwesend waren, die ABBA-Damen hatten wohl darauf keine Lust, was natürlich ein wenig enttäuschend war.
Veröffentlicht worden sind aber auch zwei brandneue ABBA-Songs. Einer davon, “I still have Faith in you” hatte am Freitag schon fast 7 Millionen Klicks, allein der Videoclip.
Das Lied klingt nach ABBA, es ist irgendwie rührend, den Song in Verbindung mit den Bildern von früher zu sehen. Und auch wenn das Lied irgendwie nicht knallt, es schleicht sich schließlich doch ins Ohr.
Aber hat es dieses Comeback gebraucht? War es nötig, den alten ABBA-Mythos wieder aufzumachen? Die Frage lässt sich wohl erst in einigen Monaten beantworten.

-> Die Ankündigungsshow auf Youtube
-> Der Videoclip auf Youtube

Hits: 153

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Philipp Mickenbecker ✝ 09.06.2021

Freitag, den 11. Juni 2021
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DO 10.06.2021 | Youtube

Es ist das wohl traurigste Youtube-Video des Jahres. Und dennoch eines, das wahnsinnig viel Kraft ausstrahlt, voller Zuversicht und Freude ist. Und das, obwohl ein paar Stunden zuvor ein Freund, ein Bruder, der Lieblingsmensch gestorben ist.
Philipp Mickenbecker ist gestorben. Mit gerade mal 23 Jahren.

Er hat viel zu kurz gelebt. Aber er hat auch sehr viel länger gelebt, als es ihm seine Ärzte vorhergesagt haben. Er hat noch eine Chance bekommen, die er auch genutzt hat. Um zu leben. Um Freude zu haben. Um Mut zu machen.

Philipps Geschichte ist erstaunlich. Gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Johannes und Freunden betreibt er den Youtube-Kanal “The Real Life Guys”, auf dem sie verrückte Experimente gebaut und ausprobiert haben. Mit Erfolg. Bis heute hat der Kanal mehr als 1,5 Millionen Abonnenten.
Philipp war 16, als er zum ersten Mal die Krebsdiagnose bekam. Bestrahlung, Therapie. Er konnte den Krebs besiegen. Es hat jedoch ein Jahr gedauert. Ein Jahr voller Strapazen.
Drei Jahre später: Der Krebs ist zurück. Eine zweite Chemo lehnt er ab. Zu schlimm war es damals.
Nicht genug: Seine Schwester stirbt in dieser Zeit beim Absturz eines Kleinflugzeuges. Ein Schock. Der Tod kam plötzlich, er kündigte sich nicht an, wie bei Philipp.
Wieso weiß niemand: Aber Philipp wird wieder gesund, zum zweiten Mal.
Im Sommer 2020 aber, da kehrte der Krebs wieder zurück, und diesmal mit voller Wucht. Endstadium. Die Ärzte geben ihm Wochen, vielleicht zwei Monate. Es wird fast ein ganzes Jahr.

Philipp macht weiter. Seine Kraft schöpft er aus dem Glauben, zu dem er gefunden hatte. Er wusste, Gott werde ihm helfen, einen Ausweg zeigen, ihn heilen. Er war sich sicher: Er wird wieder gesund. Er wusste aber auch: Wenn er nicht gesund wird, geht das Leben im Himmel weiter, er würde nach seinem Tod alle wiedertreffen, die er schon verloren hatte. Er ging ohne Angst, er ging voller Freude. Er wusste, was er geschaffen hatte, was er an seinem Leben hatte.

Und nur Stunden später setzen sich sein Bruder und seine Freunde zusammen und drehen ein Video. Erzählen von seinen letzten Stunden, vom Abschied, vom Schmerz und der Trauer – und eben auch von der Freude, der Erlösung. Und vor allem vom Zusammensein.
Selbst wenn man nicht an Gott glaubt, ist es einfach nur rührend und schön zu sehen, wie diese Menschen mit dem Tod und dem Abschied umgehen.
Und Philipp Mickenbecker kann man nur danken. Für seinen Mit und seine Kraft, für seine Freude, den anderen Menschen zu zeigen, wie der Umgang mit dem eigenen Tod funktionieren kann. Er hat es geschafft, vielen Menschen, Ängste zu nehmen, Zuversicht auszustrahlen.
23. Natürlich viel früh. Aber wenn man ihn in Videos reden hört, weiß man: Philipp hatte ein erfülltes Leben.

-> Das Video auf Youtube
-> Doku über Philipp Mickenbecker in der ARD-Mediathek (bis 14. Januar 2022)

Hits: 166

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Eurovision Song Celebration 2021

Dienstag, den 1. Juni 2021
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SA 29.05.2021 | 21.00 Uhr | Youtube

Wäre es nicht möglich gewesen, den Eurovision Song Contest 2021 doch nicht in der Ahoy-Arena in Rotterdam auszutragen, dann wäre das Event trotzdem nicht abgesagt worden. Denn im Vorhinein mussten alle teilnehmenden Länder ein Back-up-Video einreichen. Es musste also vorab schon mal eine Live-Performance aufgezeichnet werden, die dann anstatt der eigentlichen Live-Show eingespielt worden wären.
Das war nun aber – zum Glück – nicht nötig. Nur Australien musste darauf zurückgreifen, weil die Teilnahme in den Niederlanden wegen des Coronavirus dann doch nicht möglich war.

Damit diese Back-Up-Videos nicht vollkommen umsonst produziert worden sind, präsentierte die EBU auch 2021 eine Eurovision Song Celebration – mit eben jenen Clips. Nur Irland und Großbritannien haben sich geweigert, diese Clips ausstrahlen zu lassen.
Am Donnerstagabend liefen auf Youtube die Auftritte der Länder, die im Halbfinale ausgeschieden waren. Am Sonnabend war noch mal das Final-Line-up zu sehen.

Auffallend: Die Auftritte von Litauen und Deutschland waren so ziemlich identisch mit denen in Rotterdam. Kein Wunder, denn erstens nutzten die beiden Länder dieselbe Location. Und zweitens haben die die Rotterdam-Bühne für diesen Dreh nachgebaut.
Ansonsten gab es durchaus Unterschiede. Die Schweiz hatte im Back-up-Video noch eine karge Bühne, der künstlerische Aufbau fehlte. Mit dem Clip wäre die Schweiz nicht dritte geworden. Auch die Ukraine (“Shum”) hat in Rotterdam noch mal umgeplant. Im Back-Up-Video scheint die Projektion hinter der Bühne noch kleiner zu sein, die marschierenden Figuren am Ende wirken erst in der Rotterdam-Show richtig gut und sind erst dort beeindruckend.

Nach der Youtube-Ausstrahlung ist vor allem die Erkenntnis: Gut, dass alles in Rotterdam über die Bühne gegangen ist. Es war toll, dass man mit aller Kraft versucht hat, die Show über die Bühne zu kriegen – und wenn nur diese Clips gelaufen wären. Aber es wäre ein ruhigerer Abend gewesen, die Emotionen hätten gefehlt, die Aufregung, der Thrill.

-> Die Sendung auf Youtube

Hits: 163

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#allesdichtmachen

Dienstag, den 27. April 2021
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DO 22.04.2021 | Youtube

Jan-Josef Liefers findet, dass man in den Medien nicht so richtig informiert worden sei. Unterschiedliche Meinungen zum Coronavirus und zu dessen Eindämmung würden nicht gehört. Diskussionen fänden nicht statt. Oder erst seit Neuestem wieder.
Liefers muss in den vergangenen Monaten extrem beschäftigt gewesen sein. Dass er nicht mitbekommt, dass seit Monaten in den Medien rauf und runter diskutiert, ist mindestens bemerkenswert. Dass es Kritik gegenüber der Regierung hagelt, und das nicht erst seit gestern, bekommt man durchaus mit, wenn man das denn will. Liefers irgendwie nicht so.
Stattdessen setzt sich der Schauspieler vor eine Kamera und faselt davon, wie problematisch das mit den Medien sei.

Liefers ist eine der bekanntesten Personen, die am Donnerstagabend erstmals für Furore sorgt.
Es gibt ja so diese Momente, bei denen man auf den Laptop starrt und es nicht glauben kann. Weil man nicht weiß, was da gerade passiert. Und was das alles soll. Und wie das denn jetzt gemeint ist.
53 Schauspielerinnen und Schauspieler beteiligten sich an einer Aktion namens #allesdichtmachen. Am Donnerstagabend erschienen auf Youtube 53 Videos. Es geht allen um Kritik an den Maßnahmen der Bundesregierung. An den chaotischen Regeln. Am gesellschaftlichen Umgang damit.

Jan-Josef Liefers ist der Meinung, in den Medien seien verschiedene Meinungen nicht erbeten und man werde nicht umfassend informiert. Heike Makatsch findet, man müsse eigentlich niemanden mehr in die Wohnung lassen. Ben Münchow sagt, faul sein reiche nicht aus, sondern er habe jetzt auch aufgehört, zu denken. Dietrich Brüggemann will von der Politik, den Polizeistaat von der Leine zu lassen und den Karren vor die Wand zu fahren, um gute Geschichten erzählen zu können. Jörg Bundschuh will die Ausgangssperre, damit noch mehr Ruhe herrsche. Kostja Ullmann löscht alle Handy-Kontakte, um keine Kontakte mehr haben zu müssen. Maxim Mehmet sieht seine Frau und seine Tochter seit einem Jahr nicht mehr, wegen der Kontaktsperre. Meret Becker liest ab, dass sie nicht verstehen kann, wie sie bisher mit den vielen Viren leben konnte. Nadja Uhl hat gelernt zu schweigen, es sei vorbei, nach Wahrheiten zu suchen. Ricky Müller atmet von einer Mülltüte in die andere. Wotan Wilke Möhring faselt was von positiv und negativ und drinnen und draußen. Volker Bruch sprach von der Angst, die man hochhalten müsse.

Der Shitdown begann bereits in der Nacht zum Freitag. Schauspielkollegen wie Elyas M’Barek und Nora Tschirner drückten ihre Verwunderung über die Filme aus. Mit Zynismus komme man nicht weiter.
Im Kreuzfeuer ist vor allem Jan-Josef Liefers. Dem Schauspieler kann es so schlecht nicht gehen, seine Münster-Tatorte werden weiter gedreht, seine Gage nicht nicht klein. Dass er sich in der Medienszene nicht umhöre, erscheint unwahrscheinlich. Wie kommt er dann aber zu solchen Aussagen?
Einige der 53 Videos gehen ohne Weiteres als Satire als überspitzte Darlegung der Situation durch. Aber vor allem die wirklich prominenten Schauspieler irritieren mit ihren Videos: Dass man gar nicht mehr raus solle, ist schlicht Unsinn. Dass Familien getrennt werden, ist hanebüchen. Dass Richy Müller in Papiertüten atmet, ist atemberaubend dämlich. Menschen, die gerade am Beatmungsgerät hängen, werden das interessiert zur Kenntnis nehmen.
Es sind vor allem diese Videos, die verstören, die verwundern, die auch wütend machen.

Liefers besteht auf Satire und Meinungsfreiheit. Alles gut und schön. Aber Fakten sind natürlich besser. Und wer behauptet, dass in den deutschen Medien keine Regierungskritik stattfindet, der lügt.
Viele Stars haben ihre Videos noch am Freitag zurückgezogen. Weg sind sie natürlich nicht, denn das Internet vergisst nichts. Heike Makatsch hat um Entschuldigung gebeten, Richy Müller ebenfalls – der Vergleich mit dem Atmen sei falsch gewesen, sagte er später.

Zu diesem Zeitpunkt war der Jubel unter den Rechtspopulisten und Rechtsextremen schon riesig. AfD, NPD und Querdenker teilten die Videos eifrig und begeistert. Kein Wunder, werden in vielen der Videos doch deren Narrative bestens bedient. Liefers will das nicht einsehen, er könne nicht steuern, wer ihm applaudiere, sagte er in einem Interview mit dem WDR. Liefers regte sich dort auch über die Frage auf, ob er da naiv gewesen sei. Dabei scheint er genau das zu sein: naiv. Denn erstarkt war nach dem Video vor allem die rechte Meinungsecke.

Interessant ist, wie diese Aktion überhaupt zustande gekommen ist: Denn offenbar wussten einige der Promis gar nicht so genau, wer das eigentlich initiiert hat, wer alles mitmacht, was da eigentlich gesagt wird.
Ein Schauspieler, der nicht dabei war, erzählte davon, dass er nicht mitgemacht habe, weil er nicht gewusst habe, worauf das eigentlich hinausgelaufen sei. Es habe kaum Infos gegeben. Wurde da einige der Promis etwa auch ein wenig reingelegt? Aber ist genau das nicht auch naiv? Kann so was solchen Promis wirklich passieren?

Die komplette Corona-Debatte ist heikel. Nicht, weil man nichts diskutieren dürfe. Sondern weil die Stimmung allgemein wacklig ist. Alle sind genervt. Alle. Und das zurecht. Denn momentan passiert viel Murks.
Dann aber anzukommen mit einer solchen Aktion, die voller Zynismus ist und voller Ironie, die viele gar nicht verstehen, das ist vielleicht nicht die beste Idee. Wo es doch bei allem Streit um Solidarität gehen sollte. Und nicht um oft privilegierte Schauspieler, die in einer gemütlichen Wohnung sitzen und dann darüber fabulieren, wie schlecht alles sei. Oder sich lustig machen. Von Leuten wie Müller, Liefers oder Makatsch habe ich da wirklich mehr Grips erwartet.

-> Weitere Hintergründe, auch zu einem der Macher der Aktion auf netzpolitik.org.

Hits: 186

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Stadtverordnetenversammlung in Velten live

Samstag, den 13. Februar 2021
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DO 11.02.2021 | 17.30 Uhr | Youtube

Ich hatte am Donnerstag einen interessanten Fernsehabend. Am späten Nachmittag begann auf Youtube die Live-Übertragung der Veltener Stadtverordnetenversammlung. Und ich muss mal ein echtes Kompliment aussprechen! Denn die technische Qualität der Übertragung war – mal abgesehen von kleinen Rucklern – hervorragend.

Youtube ist ein leicht zu bedienendes Medium, das jeder einfach erreichen und drauf zugreifen kann. Jeder hat es auf dem Handy oder sogar per App auf dem Fernseher. Man muss nicht erst irgendeine Webseite aufrufen, wie zum Beispiel in Oranienburg, und sich den Livestream aufwendig raussuchen.

Fast hätte man meinen können, dass es sich um eine Übertragung des Parlamentskanals phoenix handele. Es müssen mehrere Kameras in der Halle gewesen sein, es gab immer Umschnitte auf die Personen, die gerade sprachen, man hat fast alle immer beim Reden gesehen. Davon können sich andere Kommunen einiges abschauen!

In Spitzenzeiten waren mehr als 180 Menschen live dabei. Das ist ein Erfolg – so viele Menschen kommen sonst nicht zu den Sitzungen. Das ist ein wichtiges Zeichen für die Stadt Velten, aber eigentlich für alle Kommunen, dass diese Live-Übertragungen nach Ende der Pandemie fortgeführt werden sollten.

-> Die Übertragung auf Youtube (bis 25. Februar 2021)

Hits: 165

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Kuntergrau

Donnerstag, den 14. Januar 2021
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SO 10.01.2021 | Youtube

Diese Serie ist in verschiedener Hinsicht erstaunlich. Alle, die daran beteiligt sind, machen das ehrenamtlich. Niemand verdient daran, niemand bekommt dafür Honorar. Es gibt nur 15 Folgen – aber andererseits ist das angesichts der ehrenamtlichen Arbeit dann doch viel. Und dafür sieht die Serie aus wie ein Hochglanzprodukt, das auch ganz normal im Fernsehen laufen könnte.
Produziert wird “Kuntergrau” von einem Verein. Der anyway e.V. betreibt aber vor allem in Köln ein LGBT*-Jugendzentrum.

Es geht um die Freunde Jan, Marcel und Leopold. Und um Lukas, der neu nach Köln zieht und dort schnell auf Marcel trifft, der ihn erst mal abschleppt. Später allerdings verlieben sich Leopold und Lukas. Jan hat unterdessen Probleme mit seinem Freund, weil der auch auf SM-Praktiken steht, mit denen Jan nichts anfangen kann. Die Beziehung zerbricht, und Jan gerät in einen ziemlich bedrückenden Strudel aus käuflichem Sex. Und Marcel, der eigentlich eher auf Sex aus ist, lernt Philipp kennen. Sie beginnen eine für Marcel erstaunliche romantische Beziehung – wenn nicht zwischen beiden ein Geheimnis stehen würde.

Besonders an “Kuntergrau” ist auch, dass es in dieser Serie hauptsächlich um schwule Jugendliche geht – und zwar geht es explizit nicht um das Coming-Out. Das haben sie hinter sich. Es geht um ihre Probleme und Sorgen, um Freundschaft und Beziehungen oder auch um den Rückhalt in der Familie, der manchmal hart zu erkämpfen ist.
Dabei hat “Kuntergrau” fast auch einen Bildungsinhalt. Denn ein Schwerpunkt ist der Umgang mit HIV, das aus dem Bewusstsein vieler Jugendlicher längst verschwunden ist. Es geht dabei aber nicht ums Angstmachen, sondern um einen guten, sorgsamen Umgang damit – und um die Aufklärung darüber, was geht und was eventuell nicht geht.

Ganz bitter wird es zu Beginn der 3. Staffel, wenn ein Mitglied aus der Gruppe brutal zusammengeschlagen wird. Die Serie thematisiert auf extrem bedrückende, schockierende und berührende Art und Weise Gewalt gegen Homosexuelle – und in diesem Fall aus purer Willkür. Damit legt “Kuntergrau” in den Finger in eine klaffende Wunde, denn diese Art der Gewalt ist in Deutschland längst nicht verschwunden – die Übergriffe nehmen stattdessen zu.

Dafür, dass in “Kuntergrau” ganz überwiegend Laien spielen, merkt man der Serie nur sehr selten an. Schauspielerisch gibt es ganz starke Momente – verstärkt durch ein gutes Drehbuch. Die Kamera konzentriert sich zudem sehr auf die Menschen, ihre Bewegungen, ihre Rührungen in den Gesichtern. Das macht es fesselnd.
Nach den 15 Folgen ist nun Schluss. Das ist schade.

-> Die Serie auf Youtube

Hits: 184

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Das war 2020!

Donnerstag, den 31. Dezember 2020
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Weißt du noch, damals? Als Shows in großen Hallen mit tausenden Menschen aufgezeichnet worden sind? Als in der “heute show” noch Menschen im Studio saßen und gelacht und geklatscht haben? Das war alles davor. Vor Corona.
Kein anderes Thema hat die Menschheit und somit auch das Mediengeschehen 2020 so beeinflusst wie das Coronavirus.

Okay, davor gab es noch die Umweltsau. Corona war noch weit weg. 2020 begann mit einem Skandal, der noch von 2019 ins neue Jahr rüberschwappte. Der WDR-Kinderchor und die Oma, die alte Umweltsau. Satire und so. Die führte jedoch zu einem heftigen Streit. Einerseits der Shitstorm, angeführt von rechten Kreisen. Andererseits beim WDR selbst. Dass sich Intendant Tom Buhrow für eine Satire entschuldigte, anstatt sich näher damit zu befassen oder sich vor seine Leute zu stellen, kam nicht gut an.
Apropos Shitstorm: Der rollt auch 2020 wieder zigfach durchs Land. Weil das RTL-Dschungelcamp in Australien live auf Sendung ging, obwohl es im Land riesige Waldbrände gab, sorgte bei denen, die sich schnell empören, für Empörung. Dass die Brände so weit weg waren, dass es für die Show nicht relevant war – egal. RTL rief stattdessen in den Sendungen zu Spenden auf. Ach, und wer hat eigentlich gewonnen? Kann das mal jemand googlen?
Empörung herrschte auch über den vom mdr übertragenen Semperopernball. Zuvor vergaben die Ausrichter des Balls den St.-Georg-Orden an Abd el Fatah al-Sisi, dem Präsidenten von Ägypten. Menschenrechtsverletzungen stehen bei ihm auf der Tagesordnung, und wie es zur Preisvergabe kam, ist unklar. Es heißt, man wollte einen Ball-Ableger in Ägypten etablieren. Die Wellen schlugen hoch, als Moderatorin Judith Rakers beschloss, die Moderation abzugeben. Mareile Höppner wollte einspringen, wurde aber vom Shitstorm weggefegt – am Ende moderierte Roland Kaiser allein, nicht ohne heftige Kritik zu üben.

Corona trat spätestens am 28. Januar in das Leben der Deutschen. Der erste Fall im Land. In einem “Tagesthemen extra” auf Youtube ist diese Meldung verbreitet worden. Und dann ging alles ganz schnell.
Die Fallzahlen stiegen, Mitte März gab es Einschränkungen und schließlich den ersten Lockdown. Fernsehshows mussten auf Publikum verzichten. Weil Kinos und Theater schließen mussten, zeigte der rbb diverse Aufführungen wie “Carmen”. Musiker gaben Online-Konzerte, viele Theater zeigten Stücke oder Ausschnitte davon live bei Facebook oder Youtube. Die Fußball-Bundesliga pausierte zwei Monate lang, stattdessen liefen am Sonnabend alte Länderspiele. Der Charité-Virologe Christian Drosten stieg zum Star auf, NDR Info bat ihn regelmäßig zum Coronavirus-Update, und Hunderttausende lauschten den Ausführungen. Mangels bewegter Bilder zeigte tagesschau24 den Podcast mit einem Standbild. Die Tagesschau selbst hatte plötzlich jeden Tag fast 20 Millionen Zuschauer. Alle wollten wissen, was los ist in diesem Land. Angela Merkel spricht zu den Deutschen: “Es ist ernst. Nehmen Sie es auch ernst.” Die Ansprache sehen auf verschiedenen Sendern gut 25 Millionen Menschen.

Medien im Ausnahmezustand. Und Fernsehsender, die plötzlich spontan umplanen müssen oder in Windeseile neue Formate schaffen. Bei RTL gehen Pocher, Jauch und Gottschalk zur Primetime live per Schaltkonferenz mit der “Quarantäne-WG” auf Sendung. Leider irgendwie ohne Konzept, und nach drei Sendungen ist Schluss. Auf Sat.1 bekommt Luke Mockridge eine einstündige Show, bei VOX sendet Mark Forster aus seinem Studio und holt sich übers Netz Gäste zu sich. Matze Knop witzelt jeden Tag bei Sky Sport News. Alles sehr kurzlebig. Nur Sebastian Puffpaff ist mit seiner täglichen Coronasendung bei 3sat langlebig. Es gibt Comedy-Konferenzen mit langweiligen oder gelangweilten Komikern, die zu Hause in die Kamera starren. “NDR Talk Show” und Co. wandeln sich ebenfalls zu Konferenzschaltungen – und alle zeigen, wie mies das Internet in Deutschland ist.
Kreativ wird Sido. Er meldet sich freitags zwölf Stunden lang live aus einem Berliner Loft – “Zuhause mit Sido” läuft elfmal auf Youtube. Später meldet er sich mit Knossi und weiteren Freunden live auf Twitch aus dem mehrtägigen Angelcamp. Jan Böhmermann und Olli Schulz senden mit ihrem Spotify-Podcast “Fest & flauschig” im Frühjahr fünfmal pro Woche und sorgen für Zerstreuung im Homeoffice. Klaas Heufer-Umlauf sorgt in “Late Night Berlin” für rührende Augenblicke, als er Supermarkt-Angestellten was Gutes tut und im Innenhof eines Altersheims ein Konzert veranstaltet.
Unterdessen gibt es in den Nachrichten jeden Tag die neuen Coronazahlen – und es gibt die, die alles anzweifeln. Lügenpresse. Mainstreammedien. Und andere Kampfbegriffe.
Ein Verlierer sind die Kinos. Diverse Filme verlieren ihren Leinwandauftritt – “Berlin Berlin” läuft nur auf Netflix, “Mulan” für viel Geld nur auf Disney+, auch auf Amazon Prime Video gibt es Filme zu sehen, die 2020 eigentlich hätten im Kino laufen sollen.

Und sonst? Fußball-EM: ausgefallen. Olympia? Ausgefallen. Viele, viele Events sind: ausgefallen. Es ist ein tristes, trauriges, ruhiges Jahr. Als die Bundesliga wieder läuft, ist es immer noch ruhig – in die Stadien darf weiter kein Publikum. Geisterspiele werden zur Normalität.
Auch der Eurovision Song Contest in Rotterdam: ausgefallen. Aus Versicherungsgründen konnte es offenbar auch keinen Ersatz geben. Stattdessen machte jedes Land einirgendein eigenes Finale. Unser deutscher Teilnehmer Ben Dolic – im deutschen Finale in der Hamburger Elbphilharmonie im Ersten war zu erahnen: Wir wären nicht weit gekommen. Bitte nicht wiederwählen.
Der Junior Eurovision Song Contest 2020 in Warschau: zum Glück nicht ausgefallen. Und erstmals nahm Deutschland teil und wurde: Letzter. Glück auf!

Am besten haben es im ersten Lockdown wohl die Bewohner des “Big Brother”-Hauses auf Sat.1 gehabt. Im Februar ziehen sie ein. Als sie später erfahren, was draußen los ist, ist das eine Live-Sondersendung. Experten erklären den Bewohnern, die Pandemie, die draußen herrscht. Die Show geht es – im Gegensatz zu Kanada, wo “Big Brother” abgebrochen werden muss. Am Ende gewinnt übrigens… kann das bitte auch mal jemand googeln? War übrigens ein Flop – leider. Das Publikum will mehr Zoff, mehr Trash – da war “Big Brother” fast erfreulich normal.

Trash, Zoff – da ragen zwei Formate 2020 heraus. In “Promis unter Palmen” auf Sat.1 und im “Sommerhaus der Stars” bei RTL kommt es zu heftigsten Mobbing-Attacken, die beim Zuschauen weh tun und wütend machen – aber eben auch für Quoten sorgen. Der Streamingdienst TV Now und RTL fluten das Land mit Promi-Trash-Formaten – sinnlos, die hier alle aufzuzählen, so schnell, wie sie vergessen werden. In “Kampf der Realitystars” auf RTL zwei regt sich Jürgen Milski über ein Spiel auf, das unter seinem Niveau sei. Lustig. Vor ein paar Jahren hat er bei 9Live noch ganz niveauvoll Zuschauer verarscht. Aber echt.
Und wenn ein Trash-Format plötzlich nicht mehr so richtig trashig ist, ist’s auch falsch: “Schwiegertochter gesucht” kommt 2020 mit ziemlichen Normalos daher – und schon weht auch deshalb wieder ein Shitstörmchen.

Pech hat RTL auch mit “Deutschland sucht den Superstar”. Wobei: Was heißt Pech? RTL rannte mit offenen Augen ins PR-Desaster. Jurymitglied Xavier Naidoo macht mit Corona-Leugner-Videos und wirren Aussagen von sich Reden. Vor den Live-Shows im Frühjahr wird er gefeuert. Dieter Bohlen macht sich lächerlich, weil er stundenlang rumeiert, anstatt um zu erklären, was Sache ist. Für Naidoo kommt Florian Silbereisen in die Jury, und am Ende gewinnt der Schlager: Ramon Roselly kann sich in der Schlagerbranche schnell etablieren. Im Herbst kommt Michael Wendler ins Spiel. Als Jurymitglied soll er für Quote sorgen, aber auch er gleitet in die irre Welt der sogenannten Querdenker ab. Die Medien seien gelenkt, sagt er, auch RTL – und weiteren Stuss. RTL reagiert. Wendler ist raus. Blöd nur: Die Castings sind im Kasten. Im Januar 2021 ist Wendlerzeit bei RTL – bis zum Recall.
Aber warum eigentlich der Wendler? Es war nämlich auch das Jahr von Oliver Pocher. Auch er hatte Corona, und zu Hause begann er, Instagram und Co. zu durchforsten, um den dortigen Irrsinn freizulegen. Seine Videos finden riesigen Anklang, und dabei stößt er auch auf Wendler-Aktionen. Das schaukelt sich hoch bis zu einer gemeinsamen Battle-Show bei RTL. Wendler bekommt Dokusoaps und weitere Angebote. Bis zum Aus.
Und Pocher ist bei RTL omnipräsent. Moderationen, Auftritte und eine eigene Late Night mit Ehefrau Amira.

Wer immer noch fehlt in der Medienlandschaft: Stefan Raab. Vor fünf Jahren stand er das letzte Mal vor der Kamera. Jetzt produziert er nur noch Shows, sitzt in der Regie und frisst Chips. So wird das dem Zuschauer vor jeder seiner Sendungen mitgeteilt, als ob es ein Qualitätsmerkmal sei, dass Raab irgendwie anwesend ist. Doch es herrscht Götterdämmerung. Sein “Free European Song Contest” ist nett, wirkt aber altbacken, wie seine Shows vor zehn Jahren. “Fame Maker”, wo man die Sänger nicht hören kann, ist eine nette Idee, trägt aber nicht ewig. Und die Möchtegern-Late-Night “Täglich frisch geröstet” bei TV Now ist wohl die Enttäuschung des Jahres: nicht täglich, nicht frisch, nicht geröstet, eigentlich nicht mal eine Late Night.

Der Sender Tele 5 steht vor einer ungewissen Zukunft. 2020 erfolgte die Übernahme durch Discovery, die eigentlich durch Dokuformate bekannt sind. Senderchef Kai Blasberg nimmt den Hut.
2020 mussten wir aber noch weitere Abschiede nehmen. Jan Hofer verlässt nach mehr als 35 Jahren die Tagesschau. Die Moderatorin Sabine Sauer geht nach ebenso vielen Jahren in den Ruhestand, ebenso wie ZDF-Wettermann Gunther Tiersch. Hans-Ulrich Jörges verabschiedet sich vom “stern”. Mit Zee.One hat sich ein ganzer Sender verabschiedet – wobei ihn wohl kaum jemand vermissen wird. Und nach fast 35 Jahren endete die “Lindenstraße”. Mit Helga Beimers 80. Geburtstag mussten die Fans sich von der Dauerserie trennen. Das Fernsehballett wird aufgelöst. Die Formel 1 läuft letztmals bei RTL, wandert zu Sky. Eine Ära endete Ende Dezember bei radioeins: Nach 33 Jahren und 1627 Sendungen lief letztmals die Musiksendung “Roots”. Moderator Wolfgang Doebeling geht mit 70 Jahren in Rente.

Sie werden uns fehlen. Die Schauspieler Sean Connery, Michael Gwisdek, Claude Brasseur, Irm Hermann, Kirk Douglas, Renate Krößner, Otto Mellies, Burkhart Driest, Sonja Ziemann, Thilo Prückner, Michel Piccoli und Birol Ünel. Die Komiker Karl Dall, Herbert Feuerstein und Fips Asmussen. Die Comiczeichner Albert Uderzo und Uli Stein. Künstler Christo. Promifriseur Udo Walz. Die Musikschaffenden Gotthilf Fischer, Little Richard, Ennio Morricone, Werner Böhm (Gottlieb Wendehals), Kenny Rogers, Harry Jeske und Trini Lopez. Die Journalisten Gert Müller-Gerbes, Horst Schättle, Mathias Puddig, Hermann Schreiber, Ulrich Kienzle, Geri Nasarski, Sabine Zimmermann, Volker Panzer und Julitta Münch. “Bummi”-Gründerin Ursula Böhnke-Kuckhoff. Fußballer Diego Maradona. Die Politiker Norbert Blüm, Hans-Jochen Vogel, Thomas Oppermann, Wolfgang Clement, Ingrid Stahmer und Barbara Rütting. Die Unterhalter Roy Horn und Mike Shiva. Der Filmemacher Joseph Vilsmeier. Dramatiker Rolf Hochhuth. Der Autor Carlos Ruiz Zafón.

Immer noch da ist die AfD. Da wird von Ermächtigungsgesetzen gefaselt, es werden rechte Youtuber in den Reichstag eingeschleust, und die Querdenker-Bewegung findet man dort auch irgendwie sehr gut. Nicht gut findet die AfD den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Lieber setzt man auf sogenannte alternative Medien oder sorgt gleich selbst für den Content.
Dass die CDU in Sachsen-Anhalt vorsichtshalber nicht über die Erhöhung des Rundfunkbeitrages abstimmen lässt – im Fall dessen, dass die CDU selbst ablehnt, sitzt man in einem Boot mit der AfD und riskiert einen Koalitionsbruch -, und so die geplante Erhöhung vorerst kippt, gefällt der AfD.
Immerhin gibt es bei ARD und ZDF nicht Sendungen bei wie BILD, wo die Moderatoren aus Sponsoringgründen Milchflaschen ins Bild halten und schütteln müssen. “Reif ist Live” war mehr Milchreklame als Fußball-Analyse.

Überhaupt, die BILD. Nach dem Anschlag von Hanau geht “Bild live” auf Sendung, und es werden krude Theorien on Air geschickt. Fakten prüfen? Ach was. Wozu denn?
Nach einem Familiendrama in Solingen veröffentlicht die BILD einen Chat zwischen einem Jungen, dessen Mutter und Brüder tot sind, und dessen Freund. RTL zerrt den Freund vor die Kamera. Die Sensationsgeilheit kennt keine Grenzen. Die Öffentlich-Rechtlichen machen es nicht immer besser: Nach einem Anschlag im hessischen Volkmarsen wird auch in einer hr-Sondersendung rumorakelt.

Und sonst so? Die Ärzte rocken die Tagesthemen. Joko und Klaas müssen sich für Fake-Beiträge entschuldigen – sorgen aber auch für Begeisterung, als sie ihre 15-Minuten-Live-Sendung auf ProSieben für Hinweise auf Frauenrechte und Flüchtlinge nutzen. Die CSU kann ihren Parteitag nur virtuell abhalten. Mal was anderes live auf phoenix: Angelika Niebler hat echt wenige Bücher in ihrem Regal – hätte man sonst gar nicht erfahren. Rezo hat mal wieder zerstört: diesmal die Presse, vor allem die Lügen der Klatschpresse. Der rbb kuschelte im Sommerinterview mit dem Neonazi Andreas Kalbitz (Ex-AfD) an einem lauschigen See. Blöd: Die Recherchen aus dem eigenen Haus haben die Redaktion irgendwie nicht erreicht. Und dann war da noch der Bachelor bei RTL, der am Ende einfach gar keiner Frau eine Rose schenkte. Single zu sein ist doch auch was Schönes.

2021. Bleiben Sie gesund. Werden Sie gesund. Alles wird gut. Hoffentlich.

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