RTelenovela

Die zweite Büroschrottwichtelei 2011

Samstag, den 17. Dezember 2011
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(1) -> 6.12.2011

Und noch ‘ne Büroschrottwichtelei. Diesmal mit den Neuruppiner Kollegen in Wuthenow. Bei Wind, Wetter, noch mehr Wind und dem ersten Schnee kamen wir alle zusammen, um zu essen, zu trinken, zu feiern – und zu wichteln.
Unglaubliche 25 Menschen nahmen an dieser rekordverdächtigen Veranstaltung teil.

Anders als in Oranienburg gibt es dort ausführlichere Regeln. Erst würfeln alle um die Geschenke. Wer eine 6 hat, darf sich was aussuchen, darf aber weiter mitwürfeln und sich bei einer weiteren 6 noch was aussuchen. Dann packen alle einzeln aus und präsentieren ihr Geschenk. Dann wird die Uhr gestellt: In unserem Fall 30 Minuten. Wieder wird gewürfelt. Wer eine 6 hat, muss entweder mit jemandem tauschen oder – wenn man selbst kein Geschenk hat – jemandem was klauen.

Ich brachte meinen neulich gewonnenen Kompressor ins Spiel, herrlich und mit Liebe eingepackt in Zeitungspapier.
Die Wichtelhighlights: Engelfiguren aus Porzellan; ein Porzellandingsbums, das zwei Delfine zeigt; eine Holzmaske; ein Glaskopf; ein Geweih; eine kaputte Schüssel; Salz- und Pfefferstreuer (Wiedervorstellung aus 2009); eine DVD “Männer, die auf Ziegen starren”; eine Kunstkerze; ein Blechspielzeugbus; ein Massagedingsbums.

Die heißesten Kämpfe wurden um die Holzmaske und das Geweih ausgetragen. Was übrigens ein interessanter Vorgang ist: Normalerweise will niemand so was. Aber wenn plötzlich so ein Kampf ausgetragen wird, dann wollen plötzlich die meisten da mitmachen und freuen sich diebisch, wenn sie dem anderen das Ding wieder abnehmen können.
Das ist eine abendfüllende Angelegenheit. Die Büroschrottwichtelei dauerte 75 Minuten – samt Gesang des Liedes “In der Weihnachtsbäckerei” zum Anfang.
Ich bin nun kein Besitzer eines Kompressors mehr, sondern eine Massagegerätes. Ist ja auch was Schönes.

RTelenovela

Schrottwichteln ist out? Die von der “Bild” haben keine Ahnung

Samstag, den 5. Dezember 2009
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Gestern erklärte die “Bild” das Schottwichteln für total out. Die haben ja überhaupt keinen blassen Schimmer, denn wir hatten gestern mit genau diesem Schrottwichteln unglaublich viel Spaß.

Bisher kannten ich nur Weihnachtsfeiern, die wir in irgendwelchen Gaststätten gefeiert haben. Das war diesmal anders. Wir trafen uns bei einer unserer Kolleginnen, die einen großen Raum hat. Jeder brachte etwas zu essen mit, etwas zu trinken, einen Dekorationsgegenstand unseres Herzens und – natürlich – das Schrottwichtelgeschenk.
Mein Geschenk: eine DVD mit einem Balaton-Nostalgie-Film aus den 60er-Jahren. Ein Meisterwerk. Ich hatte es von meiner Ungarn-Reise an den Balaton mitgebracht.

Schrottwichteln funktioniert so: Jeder bringt etwas mit, was er schon immer loswerden wollte. Je schrecklicher, umso besser. Hübsch eingepackt sollte es sein. Alle Geschenke liegen auf dem Tisch. Dann wird gewürfelt. Und wer eine 6 würfelt, darf sich etwas aussuchen. Dann wird auspackt. Jeder einzeln. Und die Würfelei geht weiter, für eine vorher festgelegte Zeit. Bei uns waren es 20 Minuten. Wer eine 6 würfelt, muss sein Geschenk mit dem eines anderen tauschen.

Ich packte zunächst ein Tellerchen mit Pfeffer- und Salzstreuer aus. Lustigerweise habe ich vor einem oder zwei Jahren so was ähnliches schon mal bekommen. Weitere schreckliche Geschenke: acht Weinbecher, Kerzen, eine schlimme Stefan-Remmler-CD, seltsame Holzdingsbumsdinger, eine Glasmaus, ein Staubwedel, ein Uli-Stein-Buch, ein beleuchtetes kitschiges Venedigbild – und so weiter.
Klar, ich wollte meine Streuer wieder loswerden – und konnte mich am Ende als absoluter Gewinner bezeichnen. Ich habe nun ein dickes Comicbuch von Uli Stein. Sehr schön, gerade wenn man es gegen eine Trash-DVD eintauschen konnte.

Dass eine Party Spaß macht, merkt man daran, wann sie zu Ende ist. Um 1.30 Uhr war Schluss. Nicht schlecht für eine Weihnachtsfeier unter Kollegen.