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Lokalzeit Bergisches Land

Donnerstag, den 31. Mai 2018
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DI 29.05.2018 | 19.30 Uhr | WDR

Immer diese Fernsehreporter! Ständig müssen sie in der Gegend rumstehen und irgendwas erzählen. Und wenn sie ihr Zeug in die Kamera quatschen, da haben sie dann natürlich auch kein Auge für ihr Umfeld. Und das, obwohl es ja immer heißt: Augen auf im Straßenverkehr!

Am Dienstagabend berichtete in der WDR-“Lokalzeit Bergisches Land” ein Reporter aus Wuppertal vom schweren Unwetter, das über die Stadt gefegt war. Er stand in der Nähe des Bahnhofes, mitten auf einer relativ schmalen Straße. Er erzählte davon, dass der Bahnverkehr zum Erliegen gekommen ist, und dass die Leute jetzt nicht so genau wissen, wie sie von A nach B kommen soll. Er erzählte auch davon, dass die Leute nun teilweise händeringend auf Taxis warten.

Kein Wunder, dass sie warten mussten. Denn der WDR-Reporter stand ja, wie gesagt mitten auf der Straße. Hinter ihm näherte sich ein Taxi und musste stoppen, weil es nicht an ihm vorbei kam. Und natürlich hat er auch nichts von seiner Blockieraktion gemerkt. Vielleicht hat ihm sein Kameramann ein Zeichen gegeben, denn die Schwenks wurden ein bisschen unruhig.
Irgendwann hat er es doch gemerkt, und das Taxi konnte endlich durchfahren. Gibt es denn keine Kurse für Reporter für das richtige Rumstehen im Straßenverkehr?

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aRTikel

Er macht Senioren das Leben leicht

Dienstag, den 18. Dezember 2012
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Bernd Purps aus Orion bietet verschiedene Dienstleistungen an

MAZ Oranienburg, 18.12.2012

Der 63-Jährige begleitet seine Kunden bei Behördengängen, fährt sie zum Arzt oder zum Friseur. Damit wendet er sich besonders an Kremmens Senioren.

ORION
Immer wieder beklagen sich gerade ältere Menschen darüber, dass sie nur noch schwer rauskommen und es nicht so einfach sei, in der Stadt Besorgungen zu erledigen. Bernd Purps will dabei helfen, dass sich das ändert. Der 63-Jährige aus dem Kremmener Ortsteil Orion erledigt ab sofort „Dienstleistungen für Jung und Alt“.
„Das kann alles mögliche sein“, erzählt er. Er hilft bei Behördenangelegenheiten, Umzügen, Fahrten zum Arzt, zum Friedhof, zur Therapie oder zum Einkaufen, zu Konzerten oder anderen Veranstaltungen, wo gerade ältere Leute nicht mehr so einfach selbst hingelangen können.

Purps’ Service ist noch ganz neu, sein Flyer liegt in einigen Arztpraxen oder in der Sommerfelder Rehaklinik aus. Gerade überlegt er, ob er sich beispielsweise an den Seniorenbeirat in Kremmen oder den Seniorentreff in Sommerfeld wenden könnte.
Bis vor kurzem hat er in der Klinik in Sommerfeld gearbeitet, betreute dort das Schwimmbecken und den Spieleabend. „Ich habe dort immer wieder mit Leuten gesprochen“, sagt Bernd Purps. Oft habe er gehört, dass so ein Service in der Kremmener Region fehle.
Der Rentner hat dafür ein Kleingewerbe angemeldet, um sich ein bisschen was dazuzuverdienen. „Ich fahre seit meinem 19. Lebensjahr Auto, da habe ich überhaupt kein Problem“, so Purps. Seine Kunden könnten ganz auf ihn vertrauen, wenn er fährt.

Bernd Purps lebt seit 2000 in Orion, hat sich dort mit seiner Frau ein Haus gebaut. Urspünglich kommt er aus Berlin, ist gelernter Möbeltischler. Viele Jahre arbeitete er im Möbelhaus Höffner. „Wer Hilfe braucht, ein Regal aufzubauen – das kann ich gut“, sagt der 63-Jährige.
Später machte er sich selbstständig. Er zog nach Velten und verkaufte Fenster und Haustüren. Doch das Geschäft funktionierte irgendwann nicht mehr. Familie Purps zog nach Wuppertal in Nordrhein-Westfalen. Ein Großteil der Familie lebt dort, die Frau fand dort einen Job, Bernd Purps jedoch wurde arbeitslos. Als dann der Betrieb der Frau aufgelöst wurde, zog es sie wieder in den Berliner Raum – nach Orion. Purps ging vorzeitig in Rente und bekam einen Minijob in der Sommerfelder Klinik. „Es hat Spaß gemacht, dort mit Menschen zusammen zu sein.“ Das hat ihn auch auf die Idee mit den Dienstleistungen gebracht. Er hofft, dass das Angebot angenommen wird.
Purps steht bereit, montags bis sonnabends zwischen 8 und 18 Uhr bietet er seinen Service an.

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