RTelenovela

Eingesperrt zwischen den Leitplanken

Donnerstag, den 17. März 2016
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Für Fußgänger und Radfahrer ist die Strecke zwischen Vehlefanz und Wolfslake die Hölle. Es gibt keinen Gehweg an der Landesstraße. Schlimmer noch: Ein großer Teil der Strecke ist eingerahmt von Leitplanken. Es ist schlicht kein Platz für die Leute, die zu Fuß oder auf dem Rad unterwegs sind. Nun könnte man natürlich sagen: Für die zwei Leute, die da pro Woche lang gehen, wäre das ja Geldverschwendung.

Ich bin diesen beiden Leuten gestern begegnet, und es war eine echte Schrecksekunde. Ich kam aus Wolfslake und bereitete mich schon auf eine relativ enge Linkskurve vor, da tauchten plötzlich auf der Fahrbahn zwei Fußgänger auf. Die beiden Frauen liefen – wie es die Straßenverkehrsordnung auch vorschreibt – entgegen der Fahrbahn auf der linken Seite, kamen mir also entgegen. Wegen der Leitplanken konnten sie kaum ausweichen.

Zum Glück hatte ich keinen Gegenverkehr, ansonsten wäre es eng geworden. Ob ich es jemals erleben werde, dass dort ein Weg gebaut wird, steht dennoch in den Sternen. Ich möchte dort jedenfalls kein Fußgänger sein.

aRTikel

Die Zukunft der Werkstatt ist gesichert

Mittwoch, den 16. März 2016
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René Hoffmann, der beim „Auto-Service Wolfslake“ lernt, ist der Azubi des Monats der Potsdamer Handwerkskammer

MAZ Oberhavel, 16.3.2016

Wolfslake.
Das war eine echte Überraschung für René Hoffmann. Der 21-Jährige hat erst am Dienstagmorgen erfahren, dass sich an diesem Tag in Wolfslake alles um ihn drehen wird. Die Potsdamer Handwerkskammer zeichnete ihn als „Azubi des Monats“ aus.

René Hoffmann arbeitet im Familienbetrieb, im „Auto-Service Wolfslake“, direkt neben der Speedwaybahn. Und nicht nur das: Denn schon jetzt steht fest, dass er die Firma übernehmen wird. Dass er Kfz-Mechatroniker wird, stand aber nicht von vornherein fest. „Ich dachte vorher in verschiedene Richtungen“, sagt der 21-Jährige. Aber dann hat er ein zweiwöchiges Schulpraktikum in der Werkstatt absolviert. „Das fand ich faszinierend.“
2013 machte er sein Abi am Hennigsdorfer Puschkin-Gymnasium, danach begann er seine Lehre. Er besucht die Berufsschule am Eduard-Maurer-OSZ in Hennigsdorf , die Lehrgänge in Götz bei Potsdam und macht eine Ausbildung zum technischen Fachwirt in Fürstenwalde. Ende nächsten Jahres will er fertig sein – und den Meisterbrief in die Werkstatt hängen.

Am 1. April 1991 ist der „Auto-Service Wolfslake“ eröffnet worden, bald steht also das 25. Jubiläum ins Haus. Fred Hoffmann, Renés Vater und Ausbilder, freut sich, dass die Zukunft seiner Firma gesichert ist. „Durch ihn verjüngen sich ja auch unsere Kunden“, sagt er. „Und es ist ein schönes Gefühl, wenn man die Gewissheit hat, dass man nicht ganz umsonst hier gearbeitet hat.“ Ganz aufhören will Fred Hoffmann dann aber nicht. „Ohne Autos wird es in meinem Leben nicht gehen“, sagt er.

Doch am Dienstag stand René im Mittelpunkt des Geschehens. Ralph Bührig, der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer in Potsdam, übergab am Vormittag die Auszeichnung „Azubis des Monats“. Sie wird seit Juli 2014 vergeben. Vorgeschlagen werden die Kandidaten von den jeweiligen Betrieben – so war das auch in Wolfslake. Fred Hoffmann lobt die handwerklichen Fähigkeiten, die sein Lehrling hat – und vor allem die neuen Techniken, die er mitbringt. Bemerkenswert seien seine Bereitschaft, sich zu perfektionieren und sich den neuen Entwicklungen anpassen zu wollen.
„In einem kleinen Betrieb zu arbeiten, ist toll“, sagt René Hoffmann. Bei großen Firmen arbeite man oft auf Zeit und Masse. Für ihn sei es oft beeindruckend, wenn er sich beispielsweise das Ergebnis bei einer Unfallinstandsetzung ansehe. „Ich mache am liebsten Arbeiten, die besonders sind.“

Dass der Vater gleichzeitig der Ausbilder ist, sei kein Problem, sagen beide. „Viele haben uns vorher davor gewarnt“, sagt Fred Hoffmann. „Aber das geht gut.“ Sohn René stimmt ihm zu: „Eventuelle Meinungsverschiedenheiten sind schnell geklärt, ansonsten haben wir ein normales Meister-Azubi-Verhältnis – außer dass wir natürlich per du sind“, ergänzt er.
Das Wichtigste und Beruhigendste an der Lehre ist: „Die Perspektive ist da, der Kundenstamm ist da, und ich glaube auch, dass die Leute wollen, dass ich hier dann weitermache“, sagt René Hoffmann.

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Festliche Waldidylle

Sonntag, den 26. April 2015
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Das erlebt Neu-Vehlefanz vermutlich nicht so oft: Ein Auto fährt hunderte Meter rückwärts, und erst im Dorf bietet sich eine Wendemöglichkeit. Kein Wunder: Zwischen Neu-Vehlefanz und Wolfslake war die schmale Straße stellenweise auf beiden Seiten zugeparkt. Gegenverkehr? Unmöglich!

Die Menschen strömten in den Wald, um in der Idylle das Krämerwaldfest zu feiern. Wer vom Auto auf das Festgelände läuft, konnte tatsächlich auch noch mal die Ruhe genießen und die Vögel zwitschern hören.
Das Fest in Wolfslake ist ein Besonderes: Mitten im Wald gelegen, können die Leute entspannt spazieren gehen, es gibt keine Autos, keine Abgase.
Die Kinder können klettern oder an den Waldfestspielen teilnehmen, während sich Papi ein Bier gönnt und Mami nach Schmuck Ausschau hält. Auf der Bühne singt ein Chor, ein Falkner erklärt seinen Umgang mit Tieren.

Dazu eine Erbsensuppe aus der Gulaschkanone und zum Nachtisch Erdbeeren mit Vanilleeis. Bei 23 Grad und Sonne. Was will man mehr?

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Dreieck Havelland – ein Sanierungsfall

Samstag, den 14. Februar 2015
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Okay, die Überschrift ist reißerisch, übertrieben und ganz doll böse. Wo doch das Autobahndreieck Havelland, der Knotenpunkt von A10 und A24, gerade erst komplett saniert und umgebaut worden ist.
Das allerdings an vielen Stellen extrem schlampig.

Wer auf der geraden Strecke zwischen Vehlefanz und Staffelde unterwegs ist, wird in beiden Richtungen feststellen: Die Fahrbahn ist Murks. Es sind Wellen drin, schon vor der Eröffnung (!) mussten Stellen ausgebessert werden, die Straße wirkt alles andere als glatt und neu. Ortsfremde könnten denken, das Ding ist schon ein gutes Jahrzehnt alt.
Immerhin gab eine Mitarbeiterin des Landesbetriebes Straßenwesen bei einem Pressetermin, bei dem ich dabei war, zu, dass auch die nicht zufrieden seien mit der Fahrbahnqualität. Heißt: Problem erkannt. Und in Zukunft? Wann wird die Strecke tatsächlich wieder zum Sanierungsfall? Wenn sie noch bodenwelliger und huckliger wird, kann es nicht mehr so lange dauern.
Von wegen deutsche Wertarbeit.

aRTikel

Ab November ist die Straße frei

Mittwoch, den 10. September 2014
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Baustelle am Autobahndreieck Havelland: Restarbeiten laufen. Wolfslake bekommt Lärmschutzwand.

MAZ Oranienburg, 10.9.2014

OBERHAVEL
Noch ist das Autobahndreieck Havelland eine Großbaustelle. Bis November soll alles fertig und sollen die Fahrbahnen, Rampen und Brücken befahrbar sein. Rechtzeitig vor der Landtagswahl schaute sich Brandenburgs Verkehrsminister Jörg Vogelsänger (SPD) den Stand der Arbeiten am Knotenpunkt von A24 und Berliner Ring an.

“ir haben es mit einer der wichtigsten Verkehrsachsen zu tun“, so Vogelsänger. Es handele sich um den Beginn des sechsstreifigen Ausbaus der Autobahnen A10 und A24 zwischen dem Dreieck Barnim und Neuruppin. Für den Abschnitt rund um das Dreieck Havelland bis zur Anschlussstelle Kremmen belaufen sich die Kosten auf 52 Millionen Euro. Das Land Brandenburg trägt 15 Prozent für Planungskosten, der Rest kommt vom Bund und der Europäischen Union.

Die Bauzeit blieb mit 27 Monaten im Plan. „Für eine Großbaustelle ist das eine geringe Bauzeit“, sagte Catrin Lange vom Landesbetrieb Straßenwesen. Abgesehen von kurzen Sperrungen lief der Verkehr weiter. „Staus und Unfälle haben sich in Grenzen gehalten“, so Lange weiter.
Vier neue Brücken sind gebaut worden. Damit insbesondere Lastkraftwagen vor Unfällen geschützt sind, befinden sich auf den Brücken besonders stabile Leitplanken. Das Dreieck hat nach dem Umbau eine völlig neue Struktur, die Autofahrer mussten sich in den vergangenen Monaten an neue Wege gewöhnen. Nicht ganz zufrieden ist Catrin Lange vom Landesbetrieb mit der Fahrbahnqualität. In einigen Abschnitten weisen die neuen Trassen Bodenwellen auf. Teilweise ist dort schon nachgebessert worden.

Einiges ist bis November noch in Arbeit: Nahe Wolfslake entsteht gerade ein Lärmschutzwall, um die Anwohner zu schützen. Zwischen dem Anschluss Kremmen und dem Dreieck muss noch die Fahrbahn fertiggestellt werden.
Neu an der Strecke ist ein Relief mit dem Berliner Bären. Steinmetze aus Belzig arbeiten derzeit daran. Das kleine Bauwerk entsteht vor der Brücke bei Staffelde, über die die B273 führt. Hintergrund: Die jeweils letzte Brücke vor dem Berliner Ring ist auf den Autobahnen zur Hauptstadt speziell gekennzeichnet – durch eine „Bärenbrücke“ mit dem dort dargestellten Berliner Wappentier. Die A24 ist die letzte Autobahn, bei der es das noch nicht gab.

Wann es im weiteren Autobahnverlauf in Richtung Dreieck Barnim weitergeht, ist noch unklar. Bis Sommer 2015 wird auf dem Berlin zugehörigen Teilstück zwischen Pankow und Barnim gebaut. Für die Abschnitte im Bereich Oberkrämer, Birkenwerder und Mühlenbeck stehen noch keine Termine fest.Dort laufen laut Catrin Lange Klagen gegen das Planfeststellungsverfahren. „Wir haben noch kein Baurecht.“ Anders liegt der Fall bei der A24 zwischen Kremmen und Neuruppin. Dort mangelt es an entsprechenden finanziellen Mitteln.

Pläne gibt es unterdessen auch für die Tankstelle Wolfslake auf dem westlichen Berliner Ring. Zwischen dem Kreuz Berlin-Spandau und Potsdam-Nord ist eine neue Rastanlage geplant, genaue Zeitpläne gibt es auch dort noch nicht. Werden sie umgesetzt, soll die Wolfslaker Anlage jedoch geschlossen werden.

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Die Straße rauf, die Straße runter

Sonntag, den 7. September 2014
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Schwante erlebte vermutlich den ersten Ernteumzugsstau seiner Geschichte. Auf der Landesstraße kam der Umzug zum Erliegen, alle Räder standen still.
Was für die Leute auf den Erntewagen einige Minuten lang vielleicht nicht so schön war, war für Fußgänger, die daran vorbeispazieren konnten, dagegen wunderbar. Sie konnten sich die Beine vertreten und sich die vielen tollen Wagen ansehen.

In Schwante ist das Kreiserntedankfest gefeiert worden, und der Umzug bestand aus 48 Bildern. Das ist nicht gerade wenig.
Was sich die Teilnehmer für eine riesige Mühe geben, lässt sich an so ziemlich allen Wagen sehr gut ablesen. Schon Tage vorher treffen sich die Leute, um sie zu schmücken. Am besten kam bei der Jury der Wagen des Seniorenclubs aus Bärenklau an. Zufälligerweise war ich zwei Tage zuvor bei ihnen und habe mitbekommen, was für eine unfassbare Arbeit darin steckt, das Gefährt mit vier verschiedenen Getreidearten zu schmücken.

Im Grunde geht es nur darum, mit dem Erntewagen einmal die Straße rauf und wieder runter zu fahren. Aber es ist mehr. Die Leute sind nicht nur stolz auf den Schmuck, den sie da geschaffen haben. Sie möchten sich auch präsentieren. Seht her, was wir machen, wer wir sind. Da ist die Kita aus Schwante ebenso mit dabei wie der Karnevalsverein aus Marwitz, die Heimatvereine aus Vehlefanz und Dollgow, die Treckerfreunde aus Kremmen oder die Speedwayfreaks aus Wolfslake. Sie alle wollen teilhaben an einem Ereignis, über das die Menschen zumindest auch morgen noch sprechen.
Und das zu beobachten, ist immer wieder schön.

Knappe zehn Minuten dauerte es, dann löste sich der Schwantener Ernteumzugsstau langsam wieder auf. Einige der Mitfahrer hatten zuvor schon den Fahrtwind in der September-Sommerwärme vermisst. Den haben sie dann wieder bekommen.

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Auf der Suche nach der Wertarbeit

Mittwoch, den 25. Juni 2014
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Zugegeben: Mit dem Straßenbau kenne ich mich nicht aus. Aber ich bin Autofahrer und kann einschätzen, ob eine Straße gut ist oder nicht.

Seit Monaten ist das Autobahndreieck Havelland eine Großbaustelle. Zu beobachten, wie neue Fahrbahnen und Trassen entstehen und dafür andere komplett abgetragen werden, ist immer wieder spannend. Gerade entsteht zum Beispiel die neue Tangente von der A10 aus falkensee kommend, zur A24 in ichtung Kremmen. Vorher ist die alte Rampe abgetragen worden.
Inzwischen sind einige der neuen Trassen freigegeben. Das Ergebnis aber ist ernüchternd. Wer vom Dreieck in Richtung Oberkrämer unterwegs ist, holpert über viele Bodenwellen. Dafür, dass es sich schon um die neue dreispurige Fahrbahn handeln soll, ist die Qualität überhaupt nicht berauschend. Oder kommt da bald noch mal eine glattere Deckschicht rüber? Ist das momentan nur eine Zwischenlösung? Wir können es nur hoffen!

Beim Brückenbau auf der Landesstraße in Hohenbruch waren die Straßenbauer vor zwei Jahren ja auch eher … sagen wir mal: unkonventionell. Die neue Asphaltdecke ist alles andere als glatt. Der Belag ist sehr rau und huckelig. Gute Qualität sieht anders aus.
Aber vielleicht ist diese Sache mit der Wertarbeit auch einfach aus der Mode gekommen.