KeineWochenShow

#105 – Bruder muss los!

Sonntag, den 6. Januar 2019
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KeineWochenShow geht ins dritte Jahr. In der ersten Ausgabe 2019 sprechen wir ausführlich über den Jahreswechsel: über die Böller zu Silvester in Oranienburg und Wittenberg. Darüber, ob man die private Böllerei verbieten sollte oder ob es andere Möglichkeiten gibt, es einzuschränken. Wir haben über den Neujahrstag gesprochen, der unter dem Motto stand: Netflix, Traumschiff, Tatort. Wir reden über aktuelle Serien und Filme auf Netflix – und über das Aus von VIVA zu Silvester.

Außerdem geht es um den Katastrophenwinter 1978/79 in Deutschland und eine dazu passende Doku im mdr. Und wir stellen den ersten Hit (nach einzelner Meinung) im Jahr 2019 vor: “Bruder muss los”.
Das und mehr gibt es am Sonntag ab 11.30 Uhr in Ausgabe #105 von KeineWochenShow auf Youtube.

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RTelenovela

Geht am 2. Januar leider gar nicht

Sonntag, den 6. Januar 2019
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Man könnte meinen, dass am 2. Januar der Alltag wieder beginnt. Zumindest dann, wenn man keinen Urlaub hat. Doch da lag ich falsch. Denn am 2. Januar gibt es einige Dinge, die an diesem Tag schlicht weg nicht gehen.

In Wittenberg will ich am 2. Januar ein paar Postkarten in den Briefkasten werfen. Ich laufe durch die Innenstadt, suche und finde endlich einen Briefkasten. Ich will die Karten einwerfen – doch nichts geht. Der Kasten ist verschlossen – vermutlich noch wegen des Jahreswechsels und der (durchaus berechtigten) Angst, dass da jemand einen Böller reinwirft. Irgendwo außerhalb der Innenstadt finde ich dann doch noch einen offenen Kasten.

Beim Fleischer in der Wittenberger Innenstadt wird frische, hausgemacht Bockwurst versprochen. Allerdings nicht am 2. Januar – da ist der Laden zu. Sogar noch ein paar Tage länger.

Beim Buchladen in der Oranienburger Innenstadt stehe ich vor verschlossenen Türen. Zwar sieht man drinnen die Verkäuferinnen – aber es ist Inventur.
Und apropos Inventur: Auch beim Klamottenladen schräg gegenüber ist Inventur und deshalb geschlossen. Auch beim Handyladen in einem Wittenberger Einkaufscenter ist der Vormittag für eine Inventur reserviert.

Sicherlich keine Einzelfälle, hier und da etwas ärgerlich – aber am 3. Januar war dann die Welt ja auch wieder in Ordnung…

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RTelenovela

Zu Besuch bei Herrn Luther

Samstag, den 5. Januar 2019
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Heute gehen wir zu Herrn Luther. Wie erklärt man einem zweieinhalbjährigen Kind, was man im Lutherhaus in Wittenberg zu sehen bekommt?
Dabei handelt handelt es sich um das einstige Wohnhaus von Martin Luther. Gebaut wurde es 1504 als Augustinerkloster. Es hieß “Schwarzes Kloster“, eine Anspielung auf die Kuttenfarbe der Augustinermönche. Ab 1508 lebte dort Martin Luther als Mönch. Mit der Reformation ist das Kloster aufgelöst worden, Luther bekam es 1532 und wohnte dann dort mit seiner Familie.
Und, klar, einem Kleinkind sagt man dann: Wir gehen zu Luthers. Deshalb haben wir auch einmal an das Eingangstor geklopft, schließlich macht man das so, wenn man zu Gästen geht.

Im größten reformationsgeschichtlichen Museum der Welt kann man tatsächlich den Geist von Martin Luther spüren. Wenn man in der Lutherstube steht, in der vor fast 500 Jahren Diskussionen geführt worden sind, man die alten Tische, Bänke und Schränke sieht, da hält man schon mal kurz inne. Außerdem kann man Luthers Mönchskutte ansehen, die 10-Gebote-Tafel von Lucas Cranach, Luthers Bibel sowie Handschriften und Medaillen. Steht man vor Büchern, die aus dem 16. Jahrhundert sind, dann ist das sehr besonders. Oder vor den vielen Zeichnungen und Gemälden von Lucas Cranach.
Interessant ist übrigens auch, dass ja Martin Luther von vielen Malern und Zeichnern dargestellt worden ist. Viele dieser Werke hängen und liegen im Lutherhaus – wo man feststellt, dass er teilweise ziemlich unterschiedlich aussieht – und dass er mit dem Alter ziemlich dick wurde.

Als wir das Gelände wieder verließen, haben wir vorsichtshalber noch mal ans Tor geklopft. Man will ja bei Familie Luther in guter Erinnerung bleiben.

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RTelenovela

Wie aufregend: die Thesentür!

Freitag, den 4. Januar 2019
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1517 war es, als Martin Luther seine 95 Thesen zum Zustand der evangelischen Kirche an das Tor der Schlosskirche in Wittenberg anschlug.
2017 wurde deshalb dort groß das 500. Jubiläum dieses Ereignisses gefeiert, und mit ein bisschen Verspätung haben wir uns die Stadt nun auch angesehen. Natürlich wollten wir auch auf den Spuren Martin Luthers wandeln.

Und tatsächlich spielt Luther in Wittenberg eine große Rolle – auch in vielen Läden, in denen man Tassen mit dem Bild Luthers kaufen kann. Wobei ich sagen muss, dass Luther nun nicht gerade der Typ ist, den man ständig auf seiner Kaffeetasse sehen möchte.

Auf unserem Spaziergang durch die Wittenberger Altstadt, die übrigens sehr schön ist, gelangten wir zunächst an die Stadtkirche. Dort hat Luther oft geprädigt. Rein sind wir leider nicht gekommen – dafür war es zu spät, die Kirche war schon geschlossen.

Weiter zur Schlosskirche. Dort befindet sich das Tor der Tore. Immer wieder stellen sich Touristen davor und lassen sich mit der Tür im Hintergrund fotografieren. In diesem Tor sind auch die 95 Luther-Thesen eingraviert. Natürlich machte auch ich Fotos. Allerdings scheinen die Wittenberger durchaus bescheiden zu sein. Denn dieser wohl wirklich historische Ort kommt erstaunlich unscheinbar daher. Davor steht zwar ein kleines Schild, wer aber eher unaufmerksam durch die Stadt läuft, wird gar nicht ahnen, welch wichtige Stätte das ist.

Angeschlossen an die Kirche ist ein Museum, in dem man viel über die Zeit der Reformation um 1517 erfahren kann. In die Kirche kommt man nur über den Museumseingang. Eine Treppe runter führt dann in die Kirche.
Ich mag Kirchen ja sowieso, aber die Schlosskirche in Wittenberg strahlt noch mal echte Historie aus, zumal sie relativ prächtig ist. Während man also andächtig in der Kirchenbank sitzt, denkt man kurz darüber nach, wie das dort wohl alles vor 501 Jahren ausgesehen haben könnte…

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RTelenovela

So schön war Wittenberg noch nie!

Mittwoch, den 2. Januar 2019
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Selbstbewusst sind sie ja, in Wittenberg. 2017 rückte die Stadt in den Fokus, weil 500 Jahre Reformation gefeiert wurden. Vermutlich ist dafür in der Stadt noch einiges aufgehübscht worden.
Wer nach Wittenberg reinfährt, der wird dann auch ein Schild erblicken: “So schön war Wittenberg noch nie!” steht darauf. Und man wundert sich: Denn es steht an einer Stelle, an der sich auf der linken Seite der Straße ein Industriegebiet befindet. Schön ist da wirklich was ganz anderes. Aber sicherlich ist die Innenstadt gemeint, denn auch auf den nächsten Kilometern nach dem Schild wird es nicht besser.
Dann kommt man auf eine Umgehungsstraße und zur Bahnstrecke, die auf merkwürdige Weise, über diverse Brücken, Abbiegungen und Kurven überwunden werden kann. Ohne Navi geht das gar nicht.

Unsere Wohnung ist in Ordnung, sie hat Strom, Betten, eine Küche, Bad und W-Lan. Aber vermutlich war diese Ferienwohnung früher eher die zweite Etage einer anderen Wohnung. Denn das Bad befindet sich zwischen Wohnungstür und Treppenhaus. Vom Bad aus geht es in die 2. Etage, in der sich weitere Schlafzimmer befindet. Ist das Bad besetzt, kommen die Leute von oben also nicht raus. Vergisst jemand nach dem Klogang die Tür aufzuschließen, sind die Leute oben eingeschlossen. Interessant, dass so was genehmigt wird – aber preiswert ist es.

Zehn Minuten laufen wir, dann sind wir in der Wittenberger Altstadt. Bis zum Sonntag gab es dort sogar noch den Weihnachtsmarkt. Und da ist Wittenberg dann aber wirklich schön. Und vermutlich so schön wie nie.

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