RTelenovela

Wann kommt er denn nun, der Weltuntergang?

Freitag, den 21. Dezember 2012
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1.55 Uhr am 21. Dezember 2012.
Ich warte.
Wo ist er denn nun, der viel beschworene Weltuntergang?
Draußen ist’s dunkel, es sind 0 Grad. Sieht aber ganz ruhig aus, da draußen.

Hat sich der Maya-Kalender etwa doch geirrt? Oder ist der Kalender tatsächlich am Ende? Könnte es vielleicht sein, dass heute schlicht die neuen Kalender herausgegeben werden?
Am Wochenende werde ich mich wohl dann doch mal langsam um die Weihnachtsgeschenke kümmern. Konnte ja keiner ahnen, dass wir alle noch leben und Heiligabend nun doch nicht ausfällt.

RT im Kino

Das kreative Universum – Naturwissenschaft und Spiritualität im Dialog

Sonntag, den 21. November 2010
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Da ist es wieder. Dieses Bild, das sich in unsere Hirne eingebrannt hat: Die Zwillingstürme des New Yorker World Trade Centers. Am 11. September 2001. Ein Turm brennt, in den anderen knallt das zweite Flugzeug der Attentäter. Der Kollaps, der Zusammenbruch.
Der Anschlag aber war mehr als ein Angriff auf die Menschen, die Stadt und die Sicherheit. Für den deutschen Philosophen Jürgen Habermas war klar: An diesem Tag war auch der Konflikt zwischen der westlichen Welt und der Religion in die Luft geflogen. Es war die Attacke auf ein Weltbild ohne Glaube. Eines, das auf die Wissenschaft setzt anstatt auf den göttlichen Glaube. Tatsächlich halten die meisten heutigen Naturwissenschaftler Fragen nach einem “Geistigen” oder “Göttlichen” im Universum entweder für überholt oder lassen sie nur als private Glaubensüberzeugungen zu.

Die Dokumentation “Das kreative Universum” von Rüdiger Sünner beschäftigt sich mit den Schnittstellen zwischen Wissenschaft und Spiritualität. Letztere scheint einen immer wichtigeren Stellenwert zu haben: Es gibt Astrosender im Fernsehen, eine ganze Wahrsagerbranche und geradezu einen Run auf Mystik und Mediation.
14 Experten – Biologen, Physiker, Astronomen – sprechen darüber, ob und wie ein Brückenbau zwischen ihren Disziplinen und Fragen nach “Gott” oder “Geist” möglich ist. Es sind Christen darunter, Anthroposophen, Sympathisanten des Buddhismus, aber auch Forscher, die in der Natur selbst die pure Kreativität entdecken.

Das alles ist bei weitem kein einfacher Stoff für eine Kino-Dokumentation, Sünner macht es den Zuschauern nicht einfach, hinzu kommt die recht spröde, strenge – und sicherlich genauso gewollte – Sprechweise des Kommentators Hans-Peter Bögel. “Das kreative Universum” dreht sich an sich um eine spannende Sache – ist aber dennoch keine sehr massentaugliche Kinoware.

4/10

RTZapper

Die Außerirdischen – Mythos und Wahrheit

Mittwoch, den 15. September 2010
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DI 14.09.2010 | 20.15 Uhr | ZDF

Das ZDF versuchte sich mal wieder am Ufo-Mythos. Dafür gibt es zwar keinen aktuellen Anlass, dennoch lässt der Sender zur besten Sendezeit diverse Experten zu Wort kommen, die unter anderem über die „Area 51“ schwadronieren, die Urlegende vom Absturz Außerirdischer bei Roswell in New Mexico (USA) 1947.

In der Dokumentation „Die Außerirdischen – Mythos und Wahrheit“ begab sich Autor Oliver Halmburger auf Spurensuche – weil das ja bislang noch niemand gemacht hat. Erneut durften sich die Zuschauer verwackelte Bilder von blinkenden Lichtern ansehen sowie wichtigen Experten und ihren tiefschürfenden Anmerkungen lauschen. Der Film ging auch der Frage nach, warum in der Welt der Fantastereien und Verschwörungstheorien die Außerirdischen eine so willkommene Projektionsfläche bieten. Dabei ist die Antwort so einfach – weil auch das Fernsehen munter mitmischt. Es gibt sicherlich irgendwo Außerirdische – aber ob die wirklich Lust haben, ausgerechnet uns zu besuchen?

(auch MAZ, 14.9.2010)

RTZapper

betrifft: Alles fauler Zauber!? – Das Übersinnliche auf dem Prüfstand

Mittwoch, den 24. März 2010
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DI 23.03.2010 | 21.00 Uhr | EinsPlus

Das Übersinnliche. Ich weiß, dass es das gibt. Seit heute.
Aber das lag eigentlich weniger an der SWR-Dokumentation “Alles fauler Zauber!? – Das Übersinnliche auf dem Prüfstand”, die EinsPlus nun noch einmal ausstrahlte. Die zeigte nämlich, dass die meisten übersinnliche Phänomene entweder eine ganz plausible Erklärung haben oder schlicht nicht existieren.
Wie zum Beispiel die Wünschelrutenläufer, die in diversen Tests kläglich versagten.
Auch wenn jemand genau in dem Moment anruft, wo man an genau die Person dachte – alles Zufall.

Aber genau hier hebe ich den Finger. Nur Minuten nach Ende der Doku erlebte ich das Übersinnliche. Gerade dachte ich an Kollegen von mir und daran, dass wir uns ja mal wieder treffen sollten. Genau da kam eine Mail. Ob wir uns denn alle mal wieder treffen wollen. Unheimlich. Von wegen fauler Zauber…

aRTikel

Pädophil ist der Mann schon vor dem Zölibat

Freitag, den 26. Februar 2010
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Interview: Der Kriminologe Christian Pfeiffer über die Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche

MAZ, 26.2.2010

Christian Pfeiffer ist Direktor des Kriminologischen Forschungsinstitutes in Hannover. RT sprach mit ihm über die aktuellen Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche.

Ist die Zahl der Missbrauchsfälle steigend?
Christian Pfeiffer: Da müssen wir unterscheiden: Die Entwicklung der polizeilich registrierten Fälle ist rückläufig, aber die Zahl der Täter steigt, weil die Aufklärungsquote sich in den vergangenen 20 Jahren deutlich verbessert hat. Früher konnten 60 Prozent der Fälle aufgeklärt werden, jetzt sind es zwischen 80 und 90 Prozent.

Wie kommt das?
Pfeiffer: Einerseits ist die Polizei kompetenter als noch vor Jahrzehnten. Andererseits ist die Bereitschaft der Opfer gewachsen, die Täter anzuzeigen. Das Risiko für den Täter hat sich somit deutlich erhöht, erwischt zu werden.

Sind denn alle gesellschaftlichen Bereiche betroffen?
Pfeiffer: Besonders gefährdet sind Kinder, die zu Hause nicht satt werden an Liebe und Geborgenheit, die zu kurz kommen. Auf der Suche nach Aufmerksamkeit und Zuwendung geraten sie dann manchmal an den Falschen.

Hat die katholische Kirche derzeit ein besonderes Problem?
Pfeiffer: Ein pädophiler Mann ist das meist schon mit 18, 19 oder 20 Jahren. Schon dann merkt er, dass er kein gesteigertes Interesse an Frauen oder Männern hat. Sondern sein Herz schlägt bei Kindern höher. Die Quelle hierfür liegt meist in der eigenen Kindheit. Es ist also falsch zu behaupten, dass das Zölibat schuld ist am sexuellen Missbrauch. Die Ausprägung als Pädophiler haben solche Priester meist schon lange vor dem Zölibat.

Wie kommt es dann zu den gehäuften Fällen in katholischen Internaten?
Pfeiffer: Katholische Internate haben kein weibliches Erziehungspersonal. Männer mit pädophiler Neigung wählen zudem besonders oft Berufe, bei denen sie mit Kindern in Berührung kommen. Zudem leben in Internaten besonders häufig solche Kinder, die aus den oben beschriebenen Problemfamilien kommen. Deshalb gilt das erhöhte Risiko aber auch für jede andere Internatseinrichtung.

Das Zölibat und der Missbrauch von Kindern stehen also in keinem Zusammenhang?
Pfeiffer: Ich finde es falsch, die Priester und die katholische Kirche generell wegen ihres Keuschheitgelöbnises unter Verdacht zu stellen. Missbrauch geschieht ständig. Da können Sportlehrer, Nachbarn oder der liebe Onkel genauso eine Gefahr darstellen. Die katholische Kirche hatte in der Vergangenheit allerdings das Problem, dass sie solche Fälle unter den Teppich gekehrt hat.

Sehen Sie eine Besserung der Situation?
Pfeiffer: Die Einsicht ist deutlich zum Ausdruck gekommen. Ich denke, die katholische Kirche wird in Zukunft diese Dinge sehr viel energischer und offensiver angehen.

aRTikel

Auf Tumorsuche

Dienstag, den 16. Juni 2009
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Das Wildauer Unternehmen Medinnovation hat eine neue Krebsdiagnostik entwickelt

MAZ, 16.6.2009

Es ist nur ein kleiner Piks, nur ein wenig Blut, das abgezapft wird. Doch die Erkenntnis, die daraus gewonnen wird, ist für den Patienten bedeutend. Anhand der Probe können die Medizintechniker von der Firma Medinnovation feststellen, ob sich im Körper ein aktiver Tumor befindet oder nicht. Und das oft schon, bevor das Geschwür durch bildgebende Verfahren zu erkennen ist.
„Wir analysieren dafür die Proteine im Blutkreislauf“, erklärt Holger Schäfer, Geschäftsführer von Medinnovation in Wildau (Dahme-Spreewald). Ist der menschliche Körper von Krebs befallen, ist das Protein blockiert und kann weniger Nährstoffe transportieren und Gifte aussondern. „Anhand dieser Funktionseinschränkung lässt sich feststellen, ob im Körper eine magline Aktivität stattfindet“, so Schäfer weiter. Gemeint ist die Bildung eines Tumors. Zwar könne durch das Verfahren noch nicht gesagt werden, um welche Krebsart es sich handele, entsprechende Untersuchungen könnten nach dem Test aber sofort eingeleitet werden.

Das Verfahren, die Elektronenspinresonanzspektroskopie (ESR), ist in den 40er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in Russland erstmals angewendet worden. „Einen Entwicklungssprung gab es aber erst nach dem Reaktorunglück von Tschernobyl“, erklärt Schäfer. Durch die ESR-Technologie konnten Forscher untersuchen, wie sich Proteine durch radioaktive Verseuchung veränderten.
Heute kommt die Technik vor allem in der Krebsdiagnostik sowie bei der Qualitätsanalyse von künstlich hergestellten Proteinen zum Einsatz. „Wir haben Patienten, die direkt zu uns kommen und sich Blut abnehmen lassen“, so Schäfer, „aber auch einige Ärzte bieten diese Untersuchung an.“ Die Krankenkassen haben diese Analyse jedoch noch nicht ins Programm aufgenommen. „Dazu brauchen wir entsprechende Studien mit mindestens 1000 Patienten“, sagt Schäfer. „Und das kostet viel Geld.“ Dennoch arbeitet Medinnovation bereits jetzt mit der Berliner Charité, mit dem Kreiskrankenhaus Beeskow (Oder Spree) sowie mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) zusammen. „Von dort bekommen wir auch Blutproben, die wir bei uns analysieren“, so Schäfer. Anhand dieser Proben wird in Wildau weiter geforscht.

RTelenovela

Saarland-Tournee (2): Die Blogs der Zukunft

Montag, den 4. Mai 2009
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(1) -> 3.5.2009

13 Stunden voller Erkenntnisse und Blicke in die Zukunft. Vorträge, Gespräche und Vorführungen. Ein langer Tag geht zu Ende.
Nanotechnik, Kryobank und das “Internet der Dinge” – wir haben heute viel Neues erfahren und Einblicke in den Stand der Wissenschaft erhalten. Und ich gebe zu: Ich habe nicht alles verstanden und bin hier und da ausgestiegen…

Mit einem Bus reisten wir von Saarbrücken nach Göttelborn, um etwas über Nanotechnik zu erfahren. Und wenn man sich ein bisschen näher damit beschäftigt, dann ist das auch recht interessant.
Nanotechnik wird in vielen Bereichen eingesetzt und könnte als eine Art Lack bezeichnet werden. Innerhalb dieses Lacks werden Materialien aufgetragen, die die Eigenenschaft des Gegenstands verändert.
Auf ein Glas wird eine Haftschicht aufgetragen, darauf folgt die Matrixschicht, in die alle möglichen Komponeneten integriert werden. Darauf kommt die Antihaftschicht. So kann zum Beispiel ein UV-Schutz wirksam werden. Andere Verwendungsmöglichkeiten sind Schichten auf Kunststoffe bei Helmvisiren.

Dann ging es gleich weiter zu einem Institut nach Neuweiler. Dort befindet sich eine Kryobank, in der lebende Zellen bei tiefen Temperaturen langzeitkonserviert werden. Die Rede ist von etwa -150 Grad. Das Verfahren könnte unter anderem zur Erhaltung von Flora und Fauna genutzt werden, in dem von gestorbenen Zootieren Blut und Drüsengewebe abgenommen wird. Auch am Aids-Virus wird in Neuweiler geforscht.

An einem Saarbrücker Institut war ich ein wenig abgelenkt. Zwei der Wasserflaschen wiesen ein Mindesthaltbarkeitsdatum vom Nobember 2008 aus. Die anderen hatten noch Zeit bis 2010. Gut, dass ich das rechtzeitig bemerkt habe. Kann Wasser eigentlich schlecht werden?

Das Kind im Manne wurde dann gleich nebenan in einem Institut wachgerufen, das sich mit künstlicher Intelligenz bezeichnet.
Dort stand eine Art interaktives Spiel. Man konnte verschiedene Teile zu einem Auto zusammensetzen. Dieser Vorgang wurde von zwei computergenerierten Menschen auf einem Bildschirm kommentiert. Ich konnte nicht anders und begann damit experimentieren. Ich hatte meinen Spaß.

Treffen mit dem Ministerpräsidenten des Saarlandes, Peter Müller. Als höfliche Volontäre stellten wir natürlich nur höfliche Fragen – das heißt, ich stellte erst gar keine. Zumindest erfuhren wir, dass er die Nanotechnik als die Zukunftstechnologie betrachtet. Dass er trotz der Krise am Ziel der Vollbeschäftigung festhalten will. Dass er es ungerecht findet, dass Physiklehrer in höheren Klassen mehr Geld bekommen, als Lehrer in der Grundschule. Dass er findet, dass es mehr männliche Erzieher in Kindergärten geben müsse, weil die Kleinen nicht nur frauenfixiert sein sollten.
Erst danach ist mir eingefallen, dass ich ihn ja mal hätte fragen können, wozu es ein Bundesland gibt, das gerade mal eine Million Einwohner hat, warum das Saarland nicht mit Rheinland-Pfalz verschmelzen könnte. Oder wie es kommt, dass wir in den verschiedenen Firmen und Instituten kaum Arbeiter und/oder Angestellte angetroffen haben. Kurzarbeit im Saarland?
Na ja, nächstes Mal.

Am Ende des Tages wurde es dann noch mal richtig spannend. Wir erfuhren alles über das “Internet der Dinge”.
Auf einer Pizzapackung lässt sich genau zurückverfolgen, wo die Inhaltsstoffe herkommen. Übers Handy kann man sich alles anzeigen lassen, auch eventuelle Allergiegefahren.
Autos, die miteinander kommunizieren, um vor Staus und anderen Gefahren zu warnen.
Was auch kommen wird: Life-Blogs. Die Tagebücher der Zukunft. Wer denkt, dass in diesem Internettagebuch schon alles steht, der darf sich schon auf die Blogs der Zukunft freuen. Mittels einer Blackbox und eines Chips wird dann unser komplettes Leben aufgezeichnet. In Bild und Ton. Alles wird gespeichert, wenn man das möchte. Man kann selbst entscheiden, was dann davon veröffentlicht wird. Man kann in seine eigene Vergangenheit sehen – in bewegten Bildern.
Bei diesem Thema herrschte große Skepsis, ob das wirklich so kommen wird. Aber ich denke, dass das so kommt. Ich kann es mir jedenfalls vorstellen. 1995 hätte ich mir auch noch nicht vorstellen können, welchen Raum das Internet einnehmen wird, dass es Messenger gibt, Foren, Plattformen, wo man sich mit anderen Leuten virtuell trifft. Und wo Dinge reingestellt werden, die mehr oder weniger privat sind. Youtube, Myspace, MeinVZ und Co. Und Blogs natürlich.
Klingt irgendwie wie Science-Fiction, wie die “Truman Show” – aber auch nicht unglaublich.
Mensch, Mensch, wo soll das alles nur hinführen?