RTelenovela

Kauft nicht bei Thalia!?

Montag, den 20. Juli 2020
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Die Buchhandelskette Thalia hat es am Sonntag in die Twitter-Trends geschafft. Grund: Thalia verkauft Bücher von Attila Hildmann. Der fiel in den vergangenen Tagen, Wochen und Monaten durch zunehmend wirre, verschwörungstheoretische und (rechts-)extremistische Botschaften auf. Vielleicht hat der Typ auch ein psychisches Problem – ganz in Ordnung scheint er jedenfalls nicht zu sein, um es mal ganz vorsichtig auszudrücken.

Hildmann hat Kochbücher zum Thema Veganismus herausgebracht, die waren vor der Coronakrise vermutlich recht erfolgreich, auch wenn er davor auch schon mit Merkwürdigkeiten aller Art aufgefallen war.
Diese Bücher werden bei Thalia verkauft, aber eben nicht nur dort.

Warum jetzt ausgerechnet Thalia am Twitter-Pranger steht, ist unklar. Die einen sagen, man wolle jetzt Thalia boykottieren, weil die auf eine Anfrage, ob sie die Bücher nicht besser aus dem Sortiment nehmen wollen, geantwortet haben: “Wir sehen aktuell keinen Grund zum Anlass, die Bücher von Herrn Hildmann aus unserem Sortiment zu entfernen. Selbstverständlich steht es unseren Kunden frei zu entscheiden, welche Bücher sie bei uns bestellen und welche nicht.” Sollte es eine strafrechtlich relevante Tätigkeit bei Hildmann geben, solle man sich an die Polizei wenden.

Wenn ich danach entscheiden müsste, wen ich alles boykottiere, weil bestimmten Leuten eine Plattform geboten würde, dann wäre nicht mehr viel los. Gerade im Bereich der Buchläden. Mindestens online lassen sich bei allen Buchhändlern, die ja inzwischen fast alle auch im Internet Bücher verkaufen, Hildmann-Werke kaufen.
Angenommen, in den nächsten fünf Jahren kauft niemand ein Hildmann-Buch, dann wird Thalia – oder wer auch immer – die Dinger eh wieder zurückschicken.
Und wie geht es weiter? Boykottiere ich alle Zeitungskioske, die rechtsextreme Zeitungen verkaufen oder Weltkrieg-verherrlichende Literatur? Viele verstecken stattdessen hin und wieder die Nationalzeitung irgendwo in Zeitungsstapel. Boykottieren wir Youtube und Twitter, die Extremisten eine Plattform bieten oder auch Facebook? Boykottieren wir Verlage? Konzertveranstalter/-hallen, wo mal irgendwer aufgetreten ist (die gehen eher pleite, wenn keiner das angesetzte Konzert besucht)? Es wäre ein langer Rattenschwanz.

Ich halte es dann eher so, im Einzelfall hinzuschauen: Macht ein Restaurant prozentual viel Umsatz mit Versammlungen von Extremisten in ihren Räumen? Werden Extremisten besonders hervorgehoben? In solchen Fällen würde auch ich das anders beurteilen.
Im Fall von Thalia oder den Zeitungen im Laden, halte ich es eher mit dem Ignorieren – oder als Kunde dem Verkaufspersonal mit Nachfragen auf die Ketten zu gehen, warum man denn dieses oder jenes verkaufe.
Aber vielleicht freut’s Thalia ja auch – sie bekommen plötzlich viel Aufmerksamkeit. Denn natürlich trendet das Unternehmen auch, weil sich viele für die Firma aussprechen, weil sie gegen einen Boykott sind.

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ORA aktuell

Oranienburger Schreibwarenladen: Elke Ost ist gestorben

Mittwoch, den 8. Juli 2020
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Sie hatte fast 30 Jahre lang in Oranienburg einen Schreibwaren- und Lottoladen. Elke Ost ist am 3. Juli im Alter von 66 Jahren gestorben. Das gab die Familie in einer Traueranzeige in der Märkischen Allgemeinen bekannt. Sie lebte in Leegebruch.

Anfang der 80er-Jahre begann sie im Schreibwarenladen in der damaligen Leninallee in Oranienburg zu arbeiten. Es war ein Flachbau, der Anfang der 90er abgerissen worden ist. 1989 übernahm sie das Geschäft. 1990 zog sie mit dem Laden in die Breite Straße, 1996 in ein Eckgeschäft an der Havelstraße/Breite Straße. 2017 gab sie das Geschäft auf und in den Ruhestand, heute ist dort die Bäckerei Plentz.

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KeineWochenShow

#182 – Auto-Abi 2020

Sonntag, den 28. Juni 2020
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Das Coronavirus sorgt auch dafür, dass die Menschen kreativ werden müssen. Die Abiturzeugnis-Übergabe am Oranienburger Louise-Henriette-Gymnasium konnte nicht wie üblich stattfinden. Stattdessen traf sich der Abitur-Jahrgang in Lehnitz auf dem Tüv-Gelände zum LHG-Auto-Abi 2020 – die Zeugnisse gab es am Drive-In.
Dazu gibt es in KeineWochenShow #182 einen ausführlichen Beitrag.

Außerdem sprechen wir über die Coronavirus-Hotspots. Der größte ist in Rheda-Wiedenbrück in der Tönnies-Fleischfabrik. Eine vierstellige Infiziertenzahl, und die Frage steht im Raum, ob das alles noch beherrschbar ist oder ob eine zweite Viruswelle droht.
Und wir blicken auch auf die “Night of Light” zurück, bei der die Event- und Veranstaltungsbranche auf ihre Probleme in der Coronakrise aufmerksam machen – mit Bildern aus Oranienburg, Kremmen und Marwitz.

Wir blicken aber auch auf die Krawalle von Stuttgart und die Blicke, warum es so viele Menschen auf die Polizei abgesehen haben. Das und mehr in KeineWochenShow #182 auf Youtube.

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ORA aktuell

Coronavirus: “Night of Light” auch in Oranienburg

Mittwoch, den 24. Juni 2020
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In der “Night of Light” machte am Montagabend die Event- und Veranstaltungsbranche auf sich aufmerksam. Seit März gibt es keine Konzerte, Feste oder sonstigen größeren Events mehr.

Auch in Oranienburg sind ab 22 Uhr drei Stunden lang Gebäude rot angestrahlt worden: das Schloss, die Nicolaikirche und Lux-Augenoptik auf dem Fischerplatz. Dafür zuständig war der Lehnitzer Lucas Fünfhaus. Der Veranstaltungstechnier hat seit Beginn der Coronakrise keine Aufträge mehr.

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ORA aktuell

Wriezener Backstube eröffnet Laden in Oranienburg

Dienstag, den 23. Juni 2020
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Am 1. Juli öffnet in der Oranienburger Havelpassage eine Filiale der Wriezener Backstube. Das Unternehmen übernimmt den Laden vom Lila-Bäcker an der Bernauer/Ecke Sachsenhausener Straße. Wie die Märkische Allgemeine berichtet, ist das Unternehmen in Verhandlung, um zwei weitere Lila-Bäcker-Läden zu übernehmen.

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ORA aktuell

Coronavirus: Oranienburger Turm-Erlebniscity öffnet wieder

Samstag, den 13. Juni 2020
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Die Oranienburger Turm-Erlebniscity ist ab Sonnabend wieder komplett geöffnet. Wegen der Sicherheitsmaßnahmen rund um das Coronavirus war der Besucherbetrieb für 89 Tage unterbrochen worden.

In der Zwischenzeit ist das Bad grundgereinigt worden. Knapp 200 Schilder im Bade- und Saunabereich sind angebracht worden, sie weisen auf die aktuellen Regelungen hin. Im Saunabereich gibt es keine Aufgüsse, die Dampfsauna bleibt geschlossen, ebenso die Saunen unter 80 Grad.
Im Eingangsbereich gilt eine Maskenpflicht – bis zum Betreten der Bade- und Saunalandschaft.

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ORA aktuell

Coronavirus: Sporthallen geöffnet, mehr Kultur

Samstag, den 6. Juni 2020
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Auch wenn die Coronakrise nicht beendet ist – die Fallzahlen sind nur noch klein. Nach und nach werden die Sicherheitsmaßnahmen wieder gelockert.

Am Freitag wurden die städtischen Sporthallen teilweise wieder geöffnet. Wegen der Coronaverordnungen können aber noch nicht alle Sporthallen wieder öffnen. Geschlossen bleibt die Halle am Schloss. Die Nutzung erfolgt nach dem Schutz- und Handlungskonzept auf Grundlage der Eindämmungsverordnung.

In der Nicolaikirche in Oranienburg gibt es wieder kleine Konzerte. Am Freitag gab es wieder die Stadtmusik zum Beginn des Wochenendes. Es findet wieder freitags um 20.30 Uhr statt. Auch die Orgelmusiken dienstags um 12.15 Uhr finden wieder statt.

Die MAZ-Ticketeria in der Mittelstraße öffnet wieder am 15. Juni – allerdings zunächst nur dienstags von 12 bis 18 Uhr und freitags von 10 bis 16 Uhr. Die Zeiten werden ausgeweitet, wenn auch wieder mehr Konzerte stattfinden.

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