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Ukraine-Krieg: Rekorde für Oranienburger Benzinpreise

Mittwoch, den 9. März 2022
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Die Preise an den Tankstellen steigen weiter steil an. Am Dienstag wurden an den Tankstellen in Oranienburg weiter Rekordpreise verlangt. Im Vergleich zur Vorwoche stiegen sie um weitere gut 20 Cent an.

Bei Total kostete der Liter Super am Dienstagnachmittag 2,179 Euro, der Liter E10 2,119 Euro. Besonders stark stiegt der Preis für Diesel. Er lag bei 2,179 Euro und damit auf demselben Niveau wie Super.

Im April 2020 – zu Beginn der Coronakrise – lagen die Preise für Super bei 1,139 Euro, für Diesel bei 1,039 Euro.

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Ukraine-Krieg: Super an Oranienburger Tankstelle erstmals über 2 Euro

Freitag, den 4. März 2022
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Die Folgen des Ukraine-Krieges machen sich nun auch an den Oranienburger Tankstellen bemerkbar. Am Donnerstagvormittag kostete der Liter Super erstmals mehr als 2 Euro.
Bei Total an der Saarlandstraße lag der Preis für Super am Mittag bei 2,009 Euro, Super E10 lag bei 1,949 Euro.
Im Laufe des Tages sanken die Preise um gute 4 Cent, allerdings lag der Anstieg innerhalb von drei Tagen bei gut 20 Cent pro Liter.

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Lidl in Oranienburg in Neubau wiedereröffnet

Freitag, den 18. Februar 2022
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In der Berliner Straße in Oranienburg ist am Donnerstagabend die neu gebaute Lidl-Filiale eröffnet worden. Er wurde seit Mai 2021 an der selben Stelle des alten Discounters errichtet.

Er bietet eine Verkaufsfläche auf 1150 Quadratmetern mit etwa 4400 Einzelartikeln. Die Gänge sind breiter als vorher. Der ganze Markt sehe moderner aus, sagen die Betreiber.

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Aus für den Friseur in der Oranienburger Schulstraße

Mittwoch, den 5. Januar 2022
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Der Friseur auf dem Hinterhof der Oranienburger Schulstraße ist geschlossen. Schon am 23. Dezember war er das letzte Mal geöffnet.
Seit 1995 gab es an dieser Stelle einen Friseurladen, die meiste Zeit betrieben als “Schünkes Haarstudio” von Heidi Schünke, in den vergangenen drei Jahren als “Hair-Concept” von Dirk Herzog.

“Dies ist eine rein betriebswirtschaftliche Entscheidung, die aus der aktuellen Corona-Situation heraus entstanden ist“, sagte Dirk Herzog der Märkischen Allgemeinen. Es sei zudem schwierig, Mitarbeitende zu finden.
Gerüchten zufolge wird an der Stelle kein neuer Friseur eröffnen.

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aRTikel

Seit vier Jahrzehnten wird gebohrt

Mittwoch, den 29. Dezember 2021
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Die Firma Brunnenbau Berger in Sommerfeld feiert Neujahr ihr 40. Jubiläum

MAZ Oberhavel, 29.12.2021

Sommerfeld.
Heute ist die Firma so groß wie nie: 28 Leute arbeiten für das Sommerfelder Unternehmen Brunnenbau Berger. Und in diesen Tagen gibt es etwas zu feiern – am 1. Januar wird die Firma 40 Jahre alt. „Wir haben es jahrelang versucht“, erzählt Firmengründer Klaus Berger. Aber in der DDR eine Gewerbegenehmigung zu bekommen, war nicht so einfach. „Sie kam im November 1981, völlig überraschend.“ Klaus Berger hatte damals eine Frau und zwei Kinder, war viel auf Montage. „Und irgendwann willst du ja mal zu Hause sein.“
Schon sein Vater Max war Brunnenbauer, auch schon dessen Vater. Inzwischen führen Klaus und sein Sohn Brian die Firma. „1982 war ich erst mal alleine, dann kam ein Mitarbeiter dazu“, erinnert sich Klaus Berger. Aber dann ging alles recht schnell. „Ich war der erste im Bezirk Potsdam, der Spülbohranlagen eingesetzt hat.“
Mit der Wende kam zunächst die Angst – wie würde alles weitergehen? „Aber eigentlich hatten wir dann doch nie einen richtigen Einbruch gehabt, wir haben die Wende gut überstanden.“ Ein Problem war in den frühen 90ern eher die Zahlungsmoral, da sei die Firma schon mal auf größeren Geldbeträgen sitzengeblieben. Das hält sich bis heute. „Wirtschaftlich können wir nicht klagen“, sagt Brian Berger. „Die Personalsuche ist das Problem.“

Auch bei Brian Berger (39) war immer klar, „dass ich Brunnenbauer werde“, erzählt er. „Ich bin damit aufgewachsen, als Jugendlicher musste ich auch schon mal helfen“, erklärt er. Im Jahre 2012 machte er seinen Meister, er stieg in die Firma ein. Vor sechs Jahren wurde die GmbH gegründet. Auch Bruder Gil ist Teil der Firma. Brunnenbau Berger ist ein echtes Familienunternehmen. Im Büro arbeitet auch Brian Bergers Ehefrau Wenke. „Ich könnte es ohne meine Frau nicht machen“, sagt er.

Die Firma besitzt momentan mehr als 30 Fahrzeuge, rechnet man die verschiedenen Anhänger mit. „Wir brauchen viel schwere Technik“, sagt Brian Berger. Gearbeitet wird vorwiegend im Raum Berlin-Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern bis runter nach Sachsen-Anhalt und Thüringen. Der Ablaufplan für die einzelnen Maschinen steht teilweise schon bis zum Herbst 2022 fest. „Das wird auch nicht weniger.“ Es gebe immer weniger Brunnenbau-Betriebe. „Im großen Bereich gibt es nicht mehr so viele“, so Brian Berger. Fragt man, wo die Sommerfelder überall Brunnen gebaut haben, ist die Liste sehr lang. In Kyritz wurden vier Brunnen fürs Wasserwerk gebaut, außerdem für die Wasserwerke in Börnicke, Fürstenberg, in Sachsenhausen ist eine Probebohrung schon fertig, im nächsten Jahr steht Liebenwalde auf dem Plan. 2020 wurden drei Glaskugelbrunnen gebohrt. „Das war auch für uns Neuland.“

Der Standort der Firma war immer Sommerfeld. Los ging es mit dem Büro in der Wohnstube, später standen drei Bürocontainer, auch das Grundstück selbst wurde größer. Zum Jubiläum gibt es einen Umzug nach Hohenbruch. „Die Werkstatt bleibt hier, aber das Büro und der Rest ziehen um“, sagt Brian Berger. „Für mich ist es dann nicht mehr so weit zu fahren“, sagt der 39-Jährige, der auch in Hohenbruch wohnt.

Es bleibt viel zu tun für die Brunnenbauer. Firmengründer Klaus Berger (70) will unterdessen im nächsten Jahr ein bisschen weniger arbeiten. Wobei sein Sohn Brian betont: „Ich kann nicht sagen, dass ich unterm Pantoffel stehe. Das war noch nie so. Wir sind auf einer Wellenlänge.“

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Leute, Leute: Unterwegs in schwierigen Zeiten

Mittwoch, den 22. Dezember 2021
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Lucas Fünfhaus (31) aus Lehnitz kämpft als Veranstaltungstechniker mit den Umständen der Pandemie – im Sommer leistet er ein Wochenende Hilfe im Flutkatastrophen-Gebiet

MAZ Oberhavel, 22.12.2021

Lehnitz.
Es sind bewegte Zeiten für Lucas Fünfhaus. Der 31-Jährige aus Lehnitz ist eigentlich freier Veranstaltungstechniker. Aber nun ist das ja in Zeiten des Coronavirus so eine Sache mit den Veranstaltungen. Viele Jobs brachen weg. Stattdessen arbeitete er im Impfzentrum und war im Sommer im Hochwassergebiet.
Bis heute herrschen in der Event-Branche riesige Unsicherheiten. „Die Situation ist unplanbar“, sagt er. „Es weiß niemand, ob die aktuellen Hygienekonzepte etwas bringen und wie man damit umgehen soll.“ Planungen seien normalerweise langfristig. „Und es setzt sich ja niemand hin und plant, um dann drei Tage vorher neue Beschlüsse umsetzen zu müssen.“

Im Herbst 2020 nahm Lucas Fünfhaus an den Demonstrationen der Eventbranche teil, die bis heute kaum als Krisenbranche in der Pandemie wahrgenommen wird. Inzwischen ist er fest angestellt als Fachkraft für Veranstaltungstechnik bei einer Berliner Firma. „Die buchen mich seit langem.“ Ohne die Festanstellung hätte er vermutlich bis April keine Kunden gehabt. Kürzlich wurde erst bekannt, dass auch 2022 die Grüne Woche in Berlin ausfallen wird. Damit wäre er den ganzen Januar beschäftigt gewesen. „Das ist einfach weg und kommt nicht wieder.“
Immer mal wieder hört er dann: „Dann muss man sich eben umorientieren.“ Aber auch das sei nicht so einfach. „Man macht ja nicht irgendeinen Job, sondern etwas, was einen bewegt und die Leidenschaft ist. Und wir sind keine Schwerverdiener. Wir arbeiten oft zu schlechten Uhrzeiten.“ Wenn jemand aus der Branche rausgehe, mache er anderen ebenfalls Konkurrenz. Sei er aber erst mal weg, habe einen geregelten Job und ein besseres Einkommen – dann komme er oft nicht mehr wieder.

Auch beim Lehnitzer Karneval Klub (LKK) kümmert sich Lucas Fünfhaus um die Technik. „Es wird zwar noch geprobt, aber eigentlich ist das Vereinsleben auf Null zurückgefahren.“ Man traue sich noch nicht, alles abzusagen, die Seniorenveranstaltungen seien aufs Frühjahr verschoben. „Bei uns im Saal, wo wir sonst 130 bis 140 Plätze haben, dann auf Abstand zu gehen, klappt nicht.“ Seit 1997 ist er Mitglied im Verein, wie seine ganze Familie. Er tanzte bei den kleinen Funken und rutschte dann in die Techniksparte. Eigentlich beginnt am 1. Januar der Aufbau für die Shows. „Ein Riesenaufwand.“ Ob er damit anfängt, ist noch unklar.

Im Sommer arbeitete der Lehnitzer im Oranienburger Impfzentrum in der Turm-Erlebniscity. Ein Job, der ihm Spaß gemacht hat. Er war bekannt dafür, dass er über der FFP2-Maske noch eine rote Nase trug. „Die meisten Leute haben sich gefreut und meinten, es sei schön, mal was anderes zu sehen – und in der schweren Zeit auch mal ein Lächeln.“

Zur Fluthilfe kam er über eine Freundin, die in der Katastrophenregion wohnt. „Da wollte ich helfen.“ Er konnte sich einfach nicht vorstellen, dass er sich am Wochenende in die Sonne lege, während im Kreis Euskirchen die Not herrsche. An einem Freitag machte er sich los – nachdem er noch bis 21.30 Uhr gearbeitet hatte. Er hatte verschiedene Hilfsmittel und Materialien an Bord, auch ein Stromaggregat. Einen Kühlschrank, für den er bei Ebay 50 Euro bezahlen sollte, bekam er kostenlos – nachdem er gesagt hatte, wohin er das Teil bringen wollte.
Die Eindrücke bleiben: „Man fährt einen Berg runter, und plötzlich sieht man ein Auto auf dem Feld. Man fährt um die nächste Kurve, da liegt ein Auto auf dem Dach oder mehrere übereinander.“ Man kenne die Flutbilder aus dem Fernsehen, aber vor Ort sei es deutlich schlimmer gewesen. Ein Wochenende lang packte er mit an. „Am Abend hat man gemerkt: Die Leute sind so richtig kaputt, weil die seit Tagen gearbeitet haben.“ Dass ihm manche Leute von der Tour abgeraten haben, hat ihn geärgert. „Da wurde jede Hand gebraucht.“

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Oranienburger Kellerkind schließt

Sonntag, den 19. Dezember 2021
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Das kleine Lokal “Kellerkind” im Oranienburger Oranienwerk wird zum Jahresende schließen. Das teilten die Betreiber am Sonnabend auf ihrer Facebookseite mit. “Wir werden unsere Pforten im nächsten Jahr nicht mehr öffnen.”
Dafür gebe es viele Gründe, “und nein, Corona, 2G, 3G und so weiter spielen da keine entscheidende Rolle.”

Am dem 22. Dezember sei noch mal täglich geöffnet, “schließlich wollen wir uns auch von jedem von euch verabschieden können”, so die Betreiber weiter. “Wir danken euch von ganzem Herzen für jeden wunderbaren Abend und die legendären Nächte, die wir hatten.”

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