RTelenovela

Bei Aral ist alles super. Aber vor allem teuer.

Montag, den 10. Dezember 2018
Tags: , , , ,

Neulich waberte in einigen Facebook-Foren mal wieder der Aufruf eines Tankstreiks herum. Das bedeutete, dass man an einem bestimmten Tag nicht tanken soll. Was natürlich Unsinn ist, weil es den Tankstellen wurscht ist, ob man heute, gestern oder morgen tankt. Irgendwann muss man ja tanken.
Hinzu kam: Zumindest in Brandenburg und Berlin hat sich der Benzinpreis seit vielen Monaten gar nicht besonders verändert. Er pendelt immer zwischen 1,25 Euro und 1,55 Euro. Wobei der höhere Wert eher eine Seltenheit ist oder eine Tagesspitze.

Nun war ich aber wieder mal unterwegs, und auf der A5 in Hessen war es dann so weit, dass ich eine Tankstelle ansteuern musste. Ja, schön blöd, ich fuhr an eine Raststätte – Reinhardshein in Grünberg.
Bei Aral achtete ich erst nicht auf die Preise. Ich stoppte an der Tanksäule, schob den Tankrüssel in den Tank, und das leuchtete der Literpreis auf: 1,769 Euro.
Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie für 1,77 Euro getankt. Noch. Nie. Selbst in Spitzenzeiten 2009 kletterte der Preis nie über 1,75 Euro.
Zumal in Oranienburg der Benzinpreis zur gleichen Zeit bei 1,30 Euro lag. Das sind 47 Cent pro Liter. 47 Cent!!
Eine 50-Liter-Tankfüllung ist also in Grünberg 23,50 Euro teurer gewesen als in Oranienburg.
Wahnsinn. Und, ja: Das ist Abzocke.

Dementsprechend mies war die Stimmung im Verkaufsraum. Denn den Leuten hinter der Kasse schlug der blanke Hass der Kunden entgegen. Eine Frau wetterte, dass sie gerade von der Küste käme, und dass es da 40 Cent billiger sei. Und das könne doch nicht sein. Ein anderer Mann blaffte die Leute ebenfalls voll, und, ja, auch ich konnte mir einen bissigen Kommentar nicht verkneifen. Ich habe wohl Gold getankt, meinte ich.

Der wahnsinnige hohe Benzinpreis war an dem Wochenende aber entweder eine hessische Spezialität, eine Raststättenspezialität oder eine von Aral.
Denn an der Tankestelle im badischen Neulußheim liegen die Benzinpreise von dem in Ostdeutschland gar nicht so weit entfernt. Da kostet er um die 1,40 Euro.
In Grünberg habe ich natürlich nicht voll getankt. In Neulußheim dann natürlich schon.

RTelenovela

Schnäppchen am Telefon

Mittwoch, den 28. November 2018
Tags:

Ab und zu bekomme ich mal einen Anruf von Vodafone. Immer dann, wenn sie mir ein total preiswertes Angebot machen wollen. Beim aktuellen Durchlauf habe ich das Gespräch beim ersten Mal einfach weggedrückt.
Heute aber war ich neugierig, was denn Vodafone mir verticken will. Dazu muss man sagen, dass ich erst im Sommer eine Vertragsverlängerung hatte – im Laden. Schon allein die Tatsache, dass ein offenbar davon unabhängiges Vodafone-Reklameteam auch noch mal versucht, mir was aufzuschwatzen, finde ich dreist.

Wie ich denn das Internet auf dem Smartphone nutze, wollte der Mann wissen. Hatte ich irgendwie keine Lust darauf, darüber zu plaudern, und wenig Zeit hatte ich auch. Also bat ich darum, zum Punkt zu kommen. Das scheint so nicht auf seinem Zettel gestanden haben, denn er fragte noch mal, wie ich denn das Internet so nutze. Und ich so: Kommen Sie doch mal zum Punkt!

Sein Angebot 14 GB im Monat und Flatrate, statt für mehr als 80 Euro für etwas weniger als 80 Euro im Monat. Das ist fast doppelt so viel, wie ich jetzt zahle.
Mir stockte kurz der Atem, und ich beendete das Gespräch sehr kurzfristig.
Die Internetseite auf dem Smartphone sind bei Vodafone sowieso atemraubend und unverschämt teuer, wenn man mal mit anderen Anbietern vergleicht. Dass die sich überhaupt trauen, mit solchen Preisen am Telefon um die Ecke zu kommen, ist mutig. Davon mal abgesehen: 14 GB brauche ich eh nicht.

RTelenovela

So was wie ein Gutschein

Mittwoch, den 21. November 2018
Tags: ,

Neulich wären wir fast zum Friseur gegangen. Der hat neu eröffnet und ist natürlich über jeden neuen Kunden erfreut. Deshalb hat er bei uns hat gleich ein paar Gutscheine hinterlegen lassen. Was tut man nicht alles nur Neukunden?!
Wir waren kurz davor, als Team geschlossen zum Friseur zu gehen. Bis wir uns den Gutschein mal genauer angesehen haben.

Mit diesem Gutschein gab es nämlich keinen Schnitt gratis. Es war ein 5-Euro-Gutschein. Was ja erst mal auch nicht so schlecht klingt.
Einlösen kann man den Gutschein allerdings erst, wenn man mindestens 20 Euro ausgegeben hat.
An dieser Stelle endete unser Vorhaben, mal schnell zum Friseur zu gehen. Denn als Mann zahlt man – wenn man sich einfach nur die Haare schneiden lassen will – meist keine 20 Euro.
Dieser Gutschein konnte sich also nur an Frauen richten, die ja meist viel mehr für Waschen, Schneiden, Legen zahlen (müssen).

Ich frage mich nur, wie dieser Friseurladen gerade mehr männliche Kundschaft anlocken will, wenn das Lockangebot für Männer eher nicht so attraktiv ist?

RTelenovela

Unterstützt die Kleinen!

Sonntag, den 18. November 2018
Tags: , , ,

In der Blog-Rubrik “RT liest” sind schon 346 Kritiken von Büchern erschienen. Und weil ich ja will, dass – wenn die Kritik besonders gut ausfällt – man das Buch dann auch kauft, verlinke ich das Buch immer zu einem Buchversandhändler.
Bislang war das immer Amazon. Das ist ab jetzt anders.

Ich selbst kaufe Bücher seit einiger Zeit nicht mehr bei Amazon. Ich gehe dann doch lieber in den Buchladen um die Ecke und schaue, was es da Schönes gibt. Meistens natürlich in Oranienburg. Wenn ich im Urlaub auf Rügen bin, dann aber auch in Binz und Baabe.
Ich habe zwar immer noch meine Wunschliste bei Amazon, aber bei Büchern nutze ich dir nur noch als Gedankenstütze. Die Bücher kaufe ich im Buchladen vor Ort.

Und deshalb verlinke ich ab sofort zu Havelbuch. Das ist der Buchdealer bei mir um die Ecke. Wenn ihr dort bestellt, dann könnt ihr euch die Bücher dort genauso zuliefern lassen wie bei Amazon auch. Ist dann aber eben ein kleiner Händler und nicht der große Player. Unterstützt die Kleinen! Damit sie überleben!

RTelenovela

Hurra! Im Abo teurer!

Mittwoch, den 14. November 2018
Tags: ,

Es ist doch immer wieder schön, wenn einem attraktive Angebote ins Haus flattern.
Ich kaufe immer noch alle zwei Wochen die “TV Spielfilm”. Ja, das ist Oldschool, ich weiß. Aber ich benutzte sie tatsächlich, um nach Sendungen zu suchen, die ich mir meist im Nachhinein in der Mediathek ansehen kann.

1,95 Euro kostet ein Heft.
Aber nun das ganz große Ding. Ein Flyer mit einem Sonderangebot: “6x TV Spielfilm testen für nur 13,50 Euro plus 10 Euro Gutschein gratis sichern!”

Nun rechnete ich natürlich nach – muss ja auch finanziell was bringen, so ein Angebot.
13,50 Euro für sechs Ausgaben bedeuten 2,25 Euro pro Heft. 30 Cent mehr als im Laden.
Da frage ich mich, was man bei der TV Spielfilm unter “nur” versteht. Nur ein bisschen teurer?
Im Grunde besteht das Angebot nur aus dem 10-Euro-Gutschein für Amazon, eine Tankstelle oder einen Einkaufsmarkt nach Wahl. Aber schließe ich dafür ein Abo ab?

Bei meinen angeblichen Vorteilen als Abonnent heißt es dann noch, dass ich eine kostenlose Lieferung bekomme. Das ist merkwürdig: Das Heft ist 30 Cent teurer als im Laden, aber die Belieferung kostenlos? Wollen die uns für dumm verkaufen?
Also wenn die mich schon mit einem Abo locken wollen, dann möchte ich langfristig auch Vorteile davon haben. Schließlich sind Tageszeitungen im Abo ja auch günstiger, als wenn ich sie mir jeden Tag im Laden kaufe. Im Fall der TV Spielfilm nicht – und deshalb kaufe ich mir das Heft dann doch lieber im Laden.

RTelenovela

Rügen 2018 (20): Kino? Pech gehabt!

Montag, den 12. November 2018
Tags: ,

(19) -> 11.11.2018

Und dann stand ich vor der Frau am Kinotresen, sagte ihr, was ich sehen möchte, und sie schüttelte nur den Kopf. “Der ist durch”, sagte sie. Ich war zehn Minuten zu spät, und es sei kein anderer Gast da, und jetzt könne man auch nichts mehr tun.
Großes Kino.

Ähm, nein, kein großes Kino.
In Bergen ist das Gewerbegebiet mit dem großen Einkaufsmarkt und dem Kino derzeit nur schwer zu erreichen. Die Straße, die von der Bergener Innenstadt dorthin führt, ist gesperrt. Der Umweg ist lang, führt einmal um die Stadt rum – bis zur B96, die ebenfalls umgeleitet wird.
Sogar auf der Kino-Webseite wird darauf hingewiesen, was auch darauf schließen lässt, dass wohl weniger Besucher kommen.

Ich hatte meinen ganzen Tag darauf ausgerichtet, um 17.30 Uhr ins Kino zu gehen. Von Binz bis Bergen fährt man inklusive Baustelle und Umleitung gut 25 bis 30 Minuten.
Und, ja, ich war zehn Minuten zu spät. Aber es war nichts mehr zu machen. Ziemlich patzig teilte mir die Frau am Tresen mit, dass der Film ausfällt.
Andere Kinos sind da professioneller, da wird im Saal trotzdem die Vorstellung – meist ja erst mal die Werbung – gestartet, wenn dann im Laufe der ersten Filmminuten keiner kommt, wird der Film gestoppt.Aber immerhin können Nachzügler so doch noch rein.

Nicht so in Bergen, da scheint es, als sei man als Kunde dann doch eher lästig. König jedenfalls nicht. Und das liegt nicht nur an den extrem teuren Eintrittspreisen, die sie verlangen können, weil sie das Inselmonopol haben. Aber vielleicht ist man dort ja trotzdem noch nicht auf jeden Cent angewiesen.

RTZapper

Insel & Meer: Heimlich nach Vorpommern

Sonntag, den 11. November 2018
Tags: , ,

FR 09.11.2018 | 11.05 Uhr | Rügen TV

In Vorpommern haben sie jetzt eine ganz besondere Methode, Touristen anzulocken. Man verrät ihnen einfach vorher nicht, wohin die Reise geht. Vorpommern als Überraschungsei.

Rügen TV berichtete am Freitagvormittag über das Baltic Sea Forum in Stralsund. Ein dort besprochener Aspekt: Insbesondere Touristen aus Dänemark könne man nicht für Reisen in den Nordosten begeistern. Für die sei Vorpommern eher eine Transitregion, wenn sie auf dem Weg nach Berlin oder weiter in den Süden Deutschlands sind.
Aber da gibt es ja diese Idee der heimlichen Reisen. Das sind Angebote, bei denen man vorher nicht weiß, wohin es geht. Und Experten sehen das als Chance für Vorpommern. Weil man ja nicht mit Bildern starten müsse, sondern die Gäste einfach herholen könne.

Aua.
Eigentlich ist es natürlich eine nette Idee, eine Blind-Date-Reise zu unternehmen. Aber wenn eine Region seine Chance neuerdings eher darin sieht, dass man so die Leute dorthin locken könne, und dass das DIE Chance sei, dann sollte das eigentlich eher nachdenklich machen. Ansonsten würde ja der Eindruck entstehen, man könne die Leute nur noch Vorpommern holen, wenn man sie heimlich verschleppt.

-> Der Beitrag in der Mediathek von Rügen TV.