RTelenovela

Rügen 2018 (15): Moritzburg – geschlossen!

Dienstag, den 7. August 2018
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(14) -> 4.8.2018

Ob sich das lohnt, weiß ich nicht. Aber nach wie vor fährt vom Bollwerk in Baabe aus eine kleine Ruderbootfähre über die Having nach Moritzdorf. Wobei es dort nicht nur das Ruderboot gibt, sondern zwischenzeitlich auch ein kleines Mototboot. Vermutlich davon abhängig, wer der Fährmann ist oder wie das Wetter ist. Und bei weit mehr als 30 Grad ist Rudern für den älteren Herrn vermutlich ein bisschen zu anstrengend.
So schippert er uns, mich und ein Paar mit Fahrrädern mit dem Motorboot rüber nach Moritzdorf.

Ich finde nach wir vor, dass Moritzdorf ein verzauberter Ort ist. Eine Straße mit alten Häusern. Kein Verkehrslärm, die pure Stille. Nur vom Hafen in Baabe kommen ein paar unaufdringliche Geräusche rüber, aber auch das nur selten.
Mein Ziel: die Moritzburg. Ich will mal wieder hochkraxeln und dort zur fantastischen Aussicht was essen und trinken.

Ich laufe durch den Ort. Ganz am Ende beginnt der Aufstieg zur Moritzburg. Aber ich komme gar nicht mehr dazu, die Treppen zu besteigen, denn unten steht ein Schild: “Moritzburg geschlossen”. Ohne weiteren Kommentar.
Ich bin enttäuscht und versuche, was auf dem Smartphone rauszufinden. Aber Infos gibt es nicht. Auf der Facebook-Seite ist der letzte Eintrag vom Herbst 2017. Man hat es nicht nötig, über die Schließung – oder die Nichtöffnung – zu informieren.

Ich laufe also zur Fähre zurück. Ich hätte noch im Hotel Moritzdorf essen können, aber auf die pralle Sonne auf der Terrasse habe ich dankend verzichtet.
Auf der Fähre zurück nach Baabe frage ich den Fährmann, was denn mit der Moritzburg los sei. Aber der brubbelt nur, ob ich denn Koch sei. Auf meine Frage, ob es am fehlenden Koch liege, brubbelt er wieder irgendwas. Reizthema?
Ich gehe stattdessen in einem Fischerlokal in Baabe essen – ein Bauernfrühstück.

ORA aktuell

Friseur öffnet im ehemaligen Oranienburger Zigarrenhaus

Donnerstag, den 2. August 2018
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Die Oranienburgerin Eileen Treu eröffnet am Montag im ehemaligen Zigarrenhaus Merz in der Lehnitzstraße einen Friseurladen. In “Lenis Beauty” geht es aber auch um Nägel. Möglich sind auch medizinische Tätowierungen und weitere Angebote rund um die Schönheit, berichtet moz.de.

Das Zigarrenhaus Merz existierte rund 70 Jahre und hat erst kürzlich für immer die Türen geschlossen.

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Umschau

Donnerstag, den 2. August 2018
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DI 31.07.2018 | 20.15 Uhr | mdr-Fernsehen

Ost gegen West. Auch 29 Jahre nach dem Mauerfall scheint dieser Kampf immer noch nicht zu Ende, obwohl eine ganze Generation von Menschen die DDR gar nicht mehr erlebt hat.
Aber das sind vermutlich nicht die Menschen, die regelmäßig den mdr einschalten.

Am Dienstagabend ging es in der “Umschau” um die Hasseröder-Bierbrauerei. Die könnte bald einen neuen Betreiber bekommen, und es wird befürchtet, dass sie aus Wernigerode abgezogen wird.
Die Moderatorin leitete den Beitrag so ein, dass sie befürchtete, dass die Brauerei eventuell in den Westen ziehen könnte. Und dass das für den Osten schlecht sei.
An sich hat sie ja nichts Falsches gesagt, aber dennoch ist diese Ost-West-Schublade im Jahr 2018 irgendwie unangenehm. Denn egal, wohin Hasseröder umzieht, egal, ob in den Westen oder in den Norden, es wäre so oder so ein harter Schlag für Wernigerode.
Allerdings zeigte der nachfolgende Beitrag, dass die “Ossis” gebrannte Kinder in Sachen Bier sind – es wäre nicht das erste Mal, dass eine “West-Brauerei” eine Ostfirma schluckt, die Produktion verlegt und dann die ganze Biermarke einstampft.

Und der mdr spricht ganz offenbar so seine Zuschauer an – und erreicht sie damit auch. Nicht umsonst ist der mdr das erfolgreichste Dritte der ARD. Weil der Sender seine Zuschauer mit der DDR-Vergangenheit nicht allein lässt, immer wieder in den Wunden bohrt. Die einen fühlen sich verstanden, die anderen können mit der Mentalität vermutlich immer wieder anfangen. Auch deshalb wird es interessant sein, wie sich der mdr mal in 20 oder 30 Jahren positioniert.

ORA aktuell

Räumung: Aus für den Ital Snack in Oranienburg

Mittwoch, den 1. August 2018
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Der “Ital Snack” in der Berliner Straße in Oranienburg ist am Dienstag zwangsgeräumt worden. Das wurde zuerst in der Facebook-Gruppe “Die Oranienburger” berichtet. Möbel standen draußen, die Fliesen seien abgeklopft worden.
Mieter Resat Balci war im Urlaub in der Türkei, als er wiederkam, musste er feststellen, dass er gerichtliche Post verpasst hatte.

Wie die Märkische Allgemeine berichtet, habe es vor einigen Jahren einen Gerichtsstreit gegeben. Danach seien dem Mieter fünf weitere Jahre zugebilligt worden. Die waren nun offenbar zu Ende. Laut Woba schwele der Konflikt schon zwei Jahre.
Unklar ist, was aus den Häusern wird.

Im “Ital Snack” gab es u.a. Pizza und Döner.

RTelenovela

Rügen 2018 (11): Binz, 8 Uhr

Mittwoch, den 1. August 2018
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(10) -> 30.7.2018

Montagmorgen, 8 Uhr. Es scheint, als ob Binz noch nicht wirklich erwacht ist. Läuft man nach 22 Uhr die Hauptstraße entlang, herrscht dagegen noch Hochbetrieb. Am Eisstand ist die Schlange immer noch lang. Die Gaststätten sind voll, an der Waffelstube werden immer noch Crepes und Waffeln rausgegeben. Binz ist also lange wach.

Aber am Morgen? Selbst auf der sonst viel befahrenen Bahnhofstraße ist noch nichts los. Kaum ein Auto fährt dort entlang. Die Läden sind noch geschlossen. Nur wenige Leute sind unterwegs. Auf der anderen Straßenseite grüßt eine ältere Frau eine ihr entgegen kommende ältere Frau. Sie wird nicht zurückgegrüßt.
Die Waffelstube ist bereits wieder geöffnet. Zumindest das Fenster ist geöffnet, ob schon verkauft wird, sieht man nicht. Es steht niemand davor.

Das erste Bäckereicafé ist noch geschlossen, es herrscht aber auch kaum Betrieb auf der zur Seebrücke führenden Hauptstraße. Selbst der Lotto- und Zeitungsladen ist noch zu. Erst um 9 Uhr ist da was los. Merkwürdig, aber vielleicht kauft da keiner morgens Zeitungen.
Die Klamottenläden, die Souvenirgeschäfte – alles sind noch geschlossen.

Aber dann: An der Ecke zur Schillerstraße sind plötzlich Menschen zu sehen. Beim Bäcker reicht die Schlange bis weit nach draußen. Ich laufe zum Edeka, auch dort herrscht schon Hochbetrieb. Selbst das Zeitungkaufen ist zeitaufwendig.
Ich laufe zur Seebrücke, die Tourismusinfo ist auch noch geschlossen. Ich werde mir mein Ticket für die große Schiffstour also erst auf dem Schiff kaufen müssen.
Binz erwacht langsam, aber es dauert eben…

RTelenovela

Mit Karte zahlen? Aber doch nicht hier!

Donnerstag, den 12. Juli 2018
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Schweden ist nicht nur ein schönes Land. Man könnte auch meinen, dass sie dort technisch weiter sind als wir – auch in Sachen Kundenservice.

Ich habe es im Urlaub erlebt. Bargeld spielt in den Läden dort kaum noch eine Rolle. Alles wird mit der Bankkarte bezahlt – selbst die Kugel Eis am kleinen Büdchen. Es gibt dort inzwischen sogar Läden, in denen sie gar kein Bargeld mehr annehmen. Auch gibt es dort überall W-Lan, ist da ganz selbstverständlich.

Zurück in Deutschland: Neulich waren wir bei einem Oranienburger Bäcker, ich gab eine Frühstücksrunde aus und wollte die knapp 20 Euro mit Karte zahlen. Die Verkäuferin teilte mir mit, dass das nicht gehe. Und ich so: Warum nicht? Da war die Frau hinter der Theke perplex, wie ich denn so dreist so etwas fragen konnte. Und dabei habe ich mich noch nicht mal nach dem W-Lan erkundigt.
Hierzulande scheint es vielerorts total selbstverständlich zu sein, auf Kundenservice zu verzichten und zum Bargeldverkehr zu zwingen. Dabei könnte das alles so einfach sein.

ORA aktuell

Bombensuche: Oranienburger Suppenladen öffnet später

Montag, den 9. Juli 2018
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Eigentlich sollte bereits am 3. Juli in der Oranienburger Schulstraße der neue Imbissladen “Cook rein” eröffnet werden. Der Termin ist abgesagt – auf unbestimmte Zeit, wie die Betreiber mitteilten.

Der Landkreis Oberhavel verwehrt die Baugenehmigung – im Nachhinein. Es fehle ein Nutzungsartenänderungsantrag, so heißt es aus dem Landratsamt. Davor befand sich in dem Laden ein Dessousladen – für die Neueröffnung müsse die fehlte. Eine Mitarbeiterin habe mündlich eingeräumt, dies vergessen zu haben, sagt Gudrun Fromm. Ein folgenreiches Versäumnis. Für die neue Nutzung müsse eine aktuelle Kampfmittelfreiheit vorliegen.
Die muss nun nachträglich eingeholt werden, durch eine Bombensuche – auf den ganzen Areal.

Wann das Geschäft nun öffnen kann, steht noch fest – auch nicht, ob dieser Fall existenzgefährdend sein könnte. Vorerst soll “Cook rein” als Imbisswagen nahe des Oranienburger Bahnhofes eröffnet werden.