RTelenovela

Kalte Platte im Sonderangebot

Mittwoch, den 6. Dezember 2017
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Und ich dachte, die Antipasti-Abzocke in Germendorf wäre nicht zu toppen. Aber es geht noch besser.
Wir hatten neulich eine kleine Feier in Bischofswerder. Wir wussten, die warme Küche wird schon geschlossen haben, wenn wir dort ankommen, also ist wohl eine Kalte Platte bestellt worden. Käse, Wurst, Brot, Butter.

Als die Platte auf den Tisch gestellt wurde – nebst Butterpackungen -, atmete ich erst mal tief durch. Die scheinen da alles draufgeknallt zu haben, was sie hatten. Leider sehr uninspiriert, komplett ohne Pfiff lagen da der Aufschnitt und der Käse rum.
Ich gönnte mir vier Minischeiben Brot, eine mit Aufschnitt, drei mit Camembert.

Als es ans Bezahlen ging: der Schock: Mein Anteil an dieser Kalten Platte betrug 12,50 Euro. Dagegen waren die Antipasti-Häppchen für 8,90 Euro ein Schnäppchen. Insgesamt sollte die Platte 175 Euro kosten. Schnappatmung.
Läuft es in dem Laden so schlecht, dass man diese happigen Preise aufrufen muss? 12,50 Euro pro Person für Aufschnitt und Käse? Das könnte man sich im KaDeWe vielleicht gönnen – in Bischofswerder eher nicht.
Wenn die Leute dort wollten, dass wir nie wieder kommen, dann haben sie das geschafft.

ORA aktuell

Goldene Orangen 2017 vergeben

Freitag, den 1. Dezember 2017
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Wieder sind Oranienburger Geschäfte mit der “Goldenen Orange 2017″ ausgezeichnet worden. Vergeben wird er von der Citygemeinschaft, die IHK und der Stadt Oranienburg. Abstimmen konnte jeder Bürger per Stimmzettel – es gab 600 Teilnehmer.

“Attraktivstes Unternehmen” wurde die Stein-Design raumgestaltung GmbH. “Servicefreundlichstes Unternehmen” ist Shopaholic. “Innovativstes Unternehmen” ist das Oranienwerk.

RTelenovela

Puffer nur im Dreierpack

Mittwoch, den 29. November 2017
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Manchmal wundere ich mich, wie Imbissbetreiber ticken. Anstatt über jede Ware froh zu sein, die sie los werden, beharren sie auf ihre leider ziemlich blödsinnigen Regeln.

Am Montag öffnete der Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche. Ich nutzte die Chance für ein verspätetes Mittagessen. Da so ein Markt ja viel zu bieten hat, wollte ich nicht nur einen Imbissstand beglücken.
Ich liebe Kartoffelpuffer, und an einem der Stände gab es welche. Im heißen Fett lagen einige davon. Problem: Auf dem Preisschild stand, dass es drei Puffer für x Euro gibt (Preis vergessen). Nun sind diese Puffer aber gar nicht so klein, deshalb hätte mir eigentlich ein Puffer gereicht. Also fragte ich nach, ob ich denn einen statt drei Puffer haben könne.
Konnte ich nicht. Man könne nur drei Puffer verkaufen, und sie seien doch total lecker, und ich sei doch ein Mann.
Aha. Das sind doch mal Argumente.
Mir waren drei aber immer noch zu viel, ich wolle ja auch noch was anderes essen, sagte ich.
Ende vom Lied: Ich kaufte nicht drei Puffer, sondern keinen. Gute Verkaufsstrategie.

RTelenovela

Black Friday plus x

Montag, den 27. November 2017
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Freitag war nicht irgendein Freitag, sondern es war Black Friday. Ist es schlimm, wenn man davon noch nie gehört hat und einen die entsprechenden Anzeigen und Werbespots ein wenig ratlos gemacht haben?
Still und heimlich ist wieder ein spezieller Rabatttag eingeführt worden. Angeblich gibt es am Black Friday Rabatte bis zum Abwinken. Das kommt aus den USA, wo das am Freitag nach Thanksgiving so üblich ist, wenn alle am Brückentag in die Läden stürmen.
Blöderweise ist der Black Friday bei uns – einfach mal gar nichts. Eine Brücke ist nicht zu erkennen. Aber irgendwas müssen sie Firmen ja machen, um wieder die Leute dazu zu bewegen, in die Geschäfte zu kommen und zu kaufen, kaufen, kaufen – auch wenn sie eigentlich gar nichts haben wollten.

Aber der Black Friday reicht den Läden nicht. Dann gibt es plötzlich auch ein Black Weekend. Oder sogar eine Black Week, die allerdings länger als eine Woche läuft, sondern über gleich zwei Wochenenden, also gute neun Tage.
Wenn man denn schon einen Brauch aus den USA übernimmt, der hier überhaupt keinen Sinn macht (warum nicht Freitag nach Himmelfahrt oder so?), dann muss man den nicht auch noch absurderweise total aufweichen.
Aber man muss ja sowieso an diesem Irrsinn nicht teilnehmen.

aRTikel

Sein Stil: Da sein, viel lesen, alles auf den Tisch bekommen

Freitag, den 24. November 2017
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Kremmens Bürgermeister Sebastian Busse (CDU) über seine Artr zu arbeiten – Pläne für die alte Schulsporthalle, den Radweg nach Ludwigsaue und Forderungen an die Bahn

MAZ Oberhavel, 24.11.2017

Kremmen.
Bis 2. Dezember läuft in der MAZ noch die Reihe „MAZ zu Hause in Kremmen“. Deshalb baten wir auch Bürgermeister Sebastian Busse (CDU) zu einem Gespräch.

Sie sind jetzt acht Monate im Amt. Wie fühlt es sich an?
Sebastian Busse: Es fühlte sich von Anfang an richtig an. Ich fühlte mich nie fremd und bin auch von den Mitarbeitern im Rathaus herzlichst aufgenommen worden. Von Anfang an war es mein Ziel, viel miteinander zu sprechen. Mir ist es wichtig, da zu sein, viel zu lesen, alles auf den Tisch zu bekommen und dass die Menschen meinen Stil verstehen.

Ihr Stil?
Ja. Zielstrebig, organisiert, ergebnisorientiert, zuverlässig.

Aber gibt es auch Punkte, wo Sie sagen, es ist schwieriger als gedacht?
Ja, klar. Mal schnell eine Firma anrufen und sagen „Könnt ihr mal kommen?“, so einfach geht das nicht. Da gibt es das Kommunalvergabegesetz, das hat zum Beispiel der Wirbel um das Sommerfelder Feuerwehrfahrzeug gezeigt. Mit der Bürokratie der Vergaberichtlinien blockieren wir uns in manchen Fällen selbst. Manches dauert länger, bis man damit zu Ende ist. Es ist wichtig, sich in meiner Position mit den Gesetzen auseinanderzusetzen, einiges ist doch nicht so einfach umsetzbar, wie ich vielleicht dachte.

In den vergangenen Monaten gab es Situationen, wo Sie schon getätigte Aussagen zurückgenommen haben.
Man lernt ja aus jeder Situation, egal ob positiv oder negativ. Ich bin dabei Erfahrungen zu sammeln, ich sammele sie jeden Tag und bin gewillt, die auch anzunehmen. Ich weiß, man muss erst mal drüber nachdenken, bevor man eine Antwort gibt. Ich möchte schnell helfen, aber das geht eben nicht immer.

Man sieht Sie oft auch in den Ortsbeiratssitzungen. Welchen Eindruck haben Sie von den Ortsteilen?
Jedes Dorf ist abhängig von seinen Einwohnern. Das Ehrenamt muss sehr groß geschrieben werden. In Sommerfeld gibt es sehr engagierte Bewohner, die den Ortsbeirat sehr unterstützen, da merkt man den Zusammenhalt der Leute – auch bei der 775-Jahr-Feier im Sommer. In Groß-Ziethen haben wir beim Schlaglochgolf gemerkt, dass sich alle Ortsteile gemeinsam für eine Sache einsetzen. Staffelde hat seine Feste und Vereine, und Flatow hat mit Gert Dietrich einen der engagiertesten Ortsvorsteher, da hat es jeder Nachfolger mal sehr schwer. Auch in Hohenbruch gehe ich gern in die Ortsbeiratssitzungen. Ich lade außerdem alle Ortsvorsteher einmal im Quartal zu mir ein, um Probleme anzusprechen. Und Lösungen zu finden.

Eine große Baustelle wird im kommenden Jahr die alte Schulsporthalle in Kremmen.
Wir wollen 2018 den ersten Bauabschnitt vollbringen, mit der kompletten Außenhülle, der Verglasung, dem Dach und der Fassade. Das kostet etwa 400.000 Euro. 2019 folgt der zweite Bauabschnitt mit den Innenarbeiten, da kommen 250.000 Euro hinzu. Ich hoffe, die Halle steht zum Schuljahresbeginn im August 2018 wieder zur Verfügung, und ich bin sehr glücklich, dass wir das so entschieden haben.

Wie geht es weiter an der Alten Dorfstraße in Groß-Ziethen?
Wir haben die Genehmigungsplanung beauftragt, die liegt uns noch nicht vor. Das Geld ist im Haushalt 2018 eingestellt. Ziel ist es, 2018 die Arbeiten an den Seitenstreifen zu vollbringen. Ich habe gedacht, dass wir das noch in diesem Jahr hinbekommen, das ist ein großer Tiefschlag gewesen, dass das doch nicht so schnell umsetzbar ist. Aber wir müssen sehen, was wir machen können, denn wir sind ja danach auch zuständig für dortige Reparaturen, und wir gehen das Risiko ein, dass, wenn doch mal die Straße gemacht wird, wieder alles hin ist.

Wann gibt es Entscheidungen rund um das Klubhaus am Marktplatz?
Wir haben Studenten der Potsdamer Fachhochschule das Klubhaus gezeigt, sie haben ein Konzept in die Hand bekommen. Die 17 Studenten sollen drei Gruppen bilden und Vorschläge einreichen. Am 17. Januar gibt es eine Präsentation in der Schulaula, dann gibt es eine Jury, die entscheidet, welcher Plan der Verwaltung vorgeschlagen wird.

Ein weiteres Großprojekt könnte die neue Feuerwache werden. Klar ist, sie wird nicht auf einer Wiese am Schlossdamm gebaut. Wo stattdessen?
Es gibt schon neue Gespräche, aber ich habe noch nichts in der Hand, um konkret zu werden. Klar ist aber, dass Kremmen das finanziell nicht aus eigener Kraft stemmen kann. Wenn wir Fördermittel bekommen, wäre es möglich oder mit einem dreijährigen Kurzzeitkredit.

Ein aktueller Streitpunkt sind die Baumscheiben in der Berliner Straße.
Ich kann das größtenteils nachempfinden. Aber dennoch werden wir nicht morgen die Baumscheiben zurückbauen, es sind erst mal andere Dinge abzuwarten, vielleicht ist das ja auch mit einem Parkverbot zu händeln. Ich kann keine Unfallgefahr erkennen, nur, dass die Leute oft keine Zeit haben und nicht den entgegenkommenden Verkehr abwarten.

Wann kommt der Radweg von Beetz nach Ludwigsaue?
Ich sehe nur die Möglichkeit, mit Fördermitteln einen Weg über den ländlichen Wegebau zu bekommen. Eine Strecke von circa drei Kilometern ist noch offen, der Rest ist schon ausgebaut. Würden wir einen Radweg entlang der Landesstraße bauen, würden wir dafür keine Fördermittel bekommen. Ohne Fördermittel können wir es uns nicht leisten. So denken wir auch darüber nach, den Weg von Kremmen nach Verlorenort zu erschließen – auch über den ländlichen Wegebau, das sind die Felder, wo die Möglichkeit besteht, Gelder zu bekommen. Aber da ist noch nichts klar.

Im Zuge unserer Serie „MAZ zu Hause in Kremmen“ haben wir auch Leserfragen bekommen. So wird ein neues Tempolimit auf der Landesstraße zwischen Sommerfeld und Beetz gefordert, Tempo 80 sei wegen der Einmündung zur Bahnhofstraße zu schnell.
Wenn der Ortsbeirat das an mich heranträgt, können wir einen Antrag stellen. Ich sehe aber wenig Hoffnung, dass der Landesbetrieb das mitmacht.

Die Sommerfelder wünschen sich Einkaufsmöglichkeiten. Unterstützen Sie das „Dorv“-Projekt mit einer Art Dorfzentrum?
Ich unterstütze das, aber ob es in Sommerfeld machbar ist, muss sich zeigen. Jetzt sagen viele, dass sie diesen Laden wollen, aber das Konzept sagt ja aus, dass es ehrenamtlich betrieben wird. Wir haben in Sommerfeld zum Beispiel die alte Schule, dort könnte man dem Projekt eine Chance geben, aber nicht wenn es ein Fass ohne Boden ist.

Immer wieder wird gefragt, wie es um mögliche Windräder im Wald nördlich von Hohenbruch steht.
Wir haben eine Stellungnahme abgegeben. Wir wollen selbst einen Flächennutzungsplan ausweisen mit der Maßgabe, dass Windräder nicht höher sein dürfen als 150 Meter. Aber wir müssen etwas machen, ansonsten stellt man uns die Anlagen dort hin, wie sie wollen.

Die Bewohner in Neu-Ludwigsaue wünschen sich einen befestigten Weg aus ihrem kleinen Ort direkt zur Landesstraße. Problem: Es geht auch über Flächen, die schon zu Ostprignitz-Ruppin gehören.
Sie können auch die Straße über Ludwigsaue nutzen. Das Problem ist mir noch nicht bekannt. Am besten ist, die Bewohner wenden sich an den Beetzer Ortsbeirat, da kommt es ins Protokoll, und ich fahre dann mal selbst hin.

Für Ärger sorgt immer wieder der Prignitzexpress. Wie positioniert sich die Stadt Kremmen?
Ich arbeite mit den Stadtverordneten an einer Stellungnahme zum Nahverkehrsplan. Momentan ist die Situation absolut negativ. Wir wollen definitiv die Direktanbindung nach Berlin-Gesundbrunnen. Dass die Durchbindung über Tegel verwirklicht wird, ist man den Bürgern schuldig, und der Bedarf gibt das her. Wir wollen hier ja auch Zuwachs, und dann müssen die Menschen auch eine Möglichkeit haben, direkt mit der Bahn zu uns zu kommen. Außerdem fordern wir, dass ein zweites Gleis gebaut wird, zumindest zwischen Neuruppin und Kremmen.

KeineWochenShow

#46 – Schon wieder Urlaub!

Montag, den 20. November 2017
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Nur wenige Stunden nach dem Hochladen ist Ausgabe 46 von “KeineWochenShow” schon wieder von der aktuellen Entwicklung überholt. Zu Beginn schwadronieren wir nämlich über die Jamaika-Sondierungsgespräche. Dass die FDP die am späten Sonntagabend platzen lässt, konnten wir da noch nicht ahnen.

Ansonsten wundern wir uns über die Diskussion, ob den am Heiligabend die Geschäfte öffnen sollen. In diesem Jahr fällt er auf einen Sonntag, und warum man da überhaupt diskutiert, wissen wir nicht so genau. Auch das Jugendwort des Jahres, “I bims” (sind das nicht zwei Wörter?), lässt uns ziemlich ratlos zurück.

Wir erfahren diesmal auch akkustisch, wie denn Frischmetal klingt (und wie er richtig geschrieben wird, das müsst ihr selbst rausfinden). Es geht um den Tod des Rappers Lil Peep, um die Frage, ob Italien bei der Fußball-WM 2018 fehlen wird und ob es zu einer Sexismusmus-Debatte passt, bei “Anne Will” die Beine von Verona Pooth abzufilmen.
Und auch um den Urlaub wird es gehen – in “KeineWochenShow #46″ auf YouTube.

RTelenovela

Charlottenburger Geldkrise

Montag, den 20. November 2017
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Ich zahle ja sehr viel bargeldlos. Einen gewissen Betrag braucht man aber dennoch immer in der Brieftasche. Neulich zum Beispiel, als ich ins Kino wollte.
Ich hatte schon in Oranienburg überlegt, dass ich ja noch Geld abheben müsste, ich hatte nur noch ein paar Cent dabei. Ich war dann aber spät dran, und so konnte ich meine Reserven nicht mehr auffüllen. In Kremmen hätte ich beim Abheben Extra-Gebühren zahlen müssen, und erst für 20 Euro im Supermarkt einkaufen – dafür blieb auch keine Zeit. Außerdem wusste ich: Mein Ziel ist Berlin-Charlottenburg, und da gibt es ja am Bahnhof Zoo eine Deutsche Bank.

Ich hatte noch 15 Minuten bis zu meiner Kino-Verabredung, also genug Zeit für einen Umweg zur Bank. Als ich davor stand, der Schock: Die Bank war zu. Anfang Dezember wird die Filiale am Zoo komplett schließen, und schon davor, ist der Selbstbedienungsbereich nicht mehr bis Mitternacht, sondern nur noch bis 20 Uhr geöffnet. Es war 20.05 Uhr.
Ein Zettel informierte darüber, dass es an der Joachimsthaler Straße eine Postbank gibt, die zur Cashgroup gehört.
Die liegt halbwegs auf dem Weg – also nichts wie hin.

Vor der Postbank stellte ich fest, dass auch dort der SB-Bereich schon dicht ist – schon seit 19 Uhr. Ein Zettel informierte darüber, dass man einen 24-Stunden-Service wegen Vandalismus nicht mehr angeboten würde. Und sie danken für das Verständnis. Was die widerlichste Service-Floskel ist, die ich kenne, denn wo kein Verständnis ist, gibt es auch nichts zu danken. Warum wird mein Verständnis immer gleich voraussetzt? Ich habe keins.
Ich war sauer. Gibt es im Dorf Berlin keine Kohle?

Ich lief weiter in Richtung Delphi-Kino. Auf dem Weg dorthin – die Erleuchtung! Ein Geldautomat vor dem Parkhaus. Ich näherte mich dem Teil – und erblickte einen Zettel mit dem Hinweis, dass das Ding defekt sei und “in Kürze” wieder bereit stehe. Ich wartete kurz, aber “in Kürze” passierte gar nichts.
Mein Begleiter musste mich notgedrungen ins Kino einladen – was mir ja immer ein bisschen unangenehm ist. Aber dass es an drei Standorten in Charlottenburg keine Kohle gibt, das hat mich – gelinde gesagt – erbost.