RTZapper

Werbung: Lidl

Montag, den 7. September 2020
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FR 04.09.2020 | 21.35 Uhr | Sat.1

Lidl lohnt sich, heißt es ja immer. Am Freitagabend warb Lidl auf Sat.1 mit wahnsinnigen Sonderangeboten. Die sollen dafür sorgen, dass die Menschen in den Discounter rennen und den Laden möglichst leerkaufen.

So kostet die 0,33-Liter-Dose Coca-Cola jetzt nur noch 66 Cent! Der Wahnsinn! Da zieht’s doch einem glatt die Schuhe aus!
Also, eher aus Verwunderung, dass das nun so total billig sein soll. Zumindest wenn man sich an frühere Zeiten erinnert. Anfang der 90er-Jahre hat dieselbe Dose Coca-Cola nämlich gerade mal 39 Pfennig gekostet, also etwa 20 Cent. Wenn die Cola jetzt also mehr als dreimal so viel kostet wie vor 30 Jahren, da sieht man diesen Werbespot gleich mit anderen Augen.

Aber es scheint schon seit einiger Zeit eine Strategie des Brause-Abfüllers zu sein, die kleinen Mengen besonders teuer zu machen. So kostet der halbe Liter Cola gerade mal fünf Cent weniger als der ganze Liter.
Sieht man diese Verhältnisse, und wenn man dann noch bedenkt, dass bei den Discountern die 1,25-Liter-Flaschen oft weniger kosten als kleinere Mengen im Supermarkt, dann wirkt das 66-Cent-Angebot gleich noch lächerlicher.

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ORA aktuell

Aus für die Hypovereinsbank in Oranienburg

Montag, den 7. September 2020
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Die Oranienburger Filiale der Hypovereinsbank ist dauerhaft geschlossen. Das wird den Kunden an der Eingangstür an der Bernauer Straße mitgeteilt. Es wird auf die nächste Filiale in Berlin-Pankow hingewiesen.

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RTelenovela

Havelberg – 22 Jahre danach

Freitag, den 4. September 2020
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Es sieht alles sehr viel moderner aus. Ich stehe vor dem Eingang der Elb-Havel-Kaserne in Havelberg. Es ist Ende August 2020. Vor 22 Jahren, am 1. September 1998, war ich zum ersten Mal hier. Ich trat damals meinen Dienst in dieser Kaserne an. Gut acht Wochen lang dauerte die Grundausbildung, und wir sind dort marschiert, wir haben uns anschreien lassen, wir haben die Stuben geputzt, die Waffen benutzt und gereinigt und “Tsching Tschinging Bajuh” gesungen und so weiter.

Der Schriftzug an der Mauer neben dem Eingang scheint noch der alte zu sein. Ansonsten aber ist vieles anders. Der Parkplatz vorm Eingang ist verschwunden, es gibt auf der anderen Seite des Eingangs einen kleinen Besucherparkplatz, auf dem ich nun als einziger stehe. Auch ein Gebäude parallel zur Straße hat es, so glaube ich, 1998 noch nicht gegeben. Die Kompaniegebäude sehen frischer aus.

Während ich da so rumstehe, werde ich von der Wache beobachtet. Kommt ja sicher nicht so oft vor, dass vor der Kaserne jemand rumlungert und auf das Gelände glotzt. Ich laufe ein Stück entlang des Zaunes, und ich sehe, dass ich immer noch beobachtet werde.
Während ich da so langlaufe und die Gebäude sehe, strömen lauter Erinnerungen auf mich ein. Es ist ein merkwürdiges Gefühl.
Ich laufe um die Ecke, um mir von außen auch den Sportplatz anzusehen. Rechts von mir ist ein Wohnblock, die Bewohner schauen direkt aufs Kasernengelände. Für einen Freitagmittag scheinen erstaunlich viele Leute zu Hause zu sein. In einem Fenster hockt eine Frau und beobachtet mich. In einem anderen Fenster sitzt ein Hund und beobachtet mich. An einem der Hauseingänge steht ein junger Mann und beobachtet mich.
Ich laufe weiter, am Wohnhaus vorbei. Ich sehe links den Sportplatz, auf dem ich auch sehr große Erfolge gefeiert habe. Auf dem schmalen Weg, auf dem ich jetzt stehe, sind wir sicherlich auch mindestens einmal langgejoggt.

Es gibt gerade mal ein Gruppenfoto von meinem Zug. Ansonsten gibt es nur die Erinnerungen in meinem Kopf. Smartphones gab es noch nicht, und Fotos darf man auf dem Gelände eh nicht machen.
Ich laufe wieder zurück. Ich will noch in die Stadt.

Es ist eine schöne Stadt. Die Altstadt von Havelberg liegt auf einer Insel, drumherum fließen Havel und Havelarme. 1998 hatten wir wenig Gelegenheit, und wirklich die Stadt zu erschließen. Wir waren zwar einmal auf dem Pferdemarkt, wir waren ein oder zweimal Pizza essen, und einmal waren wir am Abend in einer Disco, die es sicherlich nicht mehr gibt.

Ich laufe durch die Altstadt, es gibt dort einen kleinen Buchladen. Ich sehe mich dort um, allerdings gibt es ausschließlich alte Bücher. Auf dem Flohmarkt in Sellin hatte ich schon mal Stephen Kings “Cujo” in der Hand, das Buch war aber zu teuer, und die Händlerin ließ nicht mit sich reden. Hier habe ich es nun wieder in der Hand – es ist aus den späten 80ern, aber ich will es haben. “Cujo” war einer der ersten – wenn nicht sogar der erste Roman, den ich von Stephen King gelesen habe.
An der Kasse erfahre ich, dass es sich um einen Verein handelt, der von Spenden lebt. Man spendet, wenn man etwas haben will. Und es gibt viele Leute, die Bücher bringen.

Ansonsten gibt es in der Havelberger Altstadt ein paar Lokale, das Rathaus, diverse Läden – aber es fehlt an einem echten Anziehungspunkt. Da bietet Stendal, wo ich vorher war, mehr. Auch wenn Havelberg architektisch sehr viel spannender ist.

Gute zwei Stunden dauert mein Havelberg-Aufenthalt, ich verlasse die Stadt mit dem Auto – auf dem Weg, den wir damals immer am Freitagmittag in Richtung Heimat gefahren sind.

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RTelenovela

Kleine Zusatzleistungen gefällig?

Montag, den 31. August 2020
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Wenn man verreist und dann die Schuhe im Eimer sind, dann muss man wohl auch unterwegs mal in den Schuhladen. Ich wunderte mich zwar, dass ich bei jeder kleinsten Feuchtigkeit nasse Socken bekomme, aber erst unterwegs im Hotel schaue ich mal nach, was da eigentlich los ist. Kaputte Schuhsohle.
Also mache ich mich in Stendal auf in den Schuhladen.

Deichmann gilt ja als preiswertes Schuhgeschäft, und tatsächlich greife ich mich gleich zwei Paar Schuhe. Aber das Preiswerte im Laden muss ja irgendwo herkommen. Und woher, das erfährt der Kunde an der Kasse.
Die Frau hinterm Tressen nimmt die zwei Paar Schuhe entgegen und fragt, ob ich denn auch eine Einlage haben will. Sie erklärt mir, dass der Boden der Schuhe ja relativ rauh sei, und da mache sich so eine Einlage sehr gut. Klar, die kosten auch was. Ich verzichte.
Aber sie gibt nicht auf. Sie fragt, ob sie die Schuhe für mich beschichten soll, damit vor allen Einflüssen geschützt seien. Sie ist schon dabei, das erste Paar Schuhe in den Automaten zu stellen, und ganz am Ende der Erläuterungen erwähnt sie auch den Preis für diese Beschichtung. Irgendwas um die 3 oder 4 Euro. Beim ersten Paar ist es eigentlich schon zu spät, Nein zu sagen. Beim zweiten Paar sage ich, die würde ich ja erst später brauchen, deshalb brauche ich das da nicht.

Aber sie macht das schon sehr geschickt, und hätte ich allem eingewilligt, was sie mir vorm Kassieren angeboten hat, hätte ich gut und gerne mehr als 15 Euro drauf gezahlt.
So macht man Geschäfte.

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ORA aktuell

Aus für “Die Bahn im Garten” in Oranienburg

Samstag, den 1. August 2020
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Am 29. August schließt in Oranienburg erneut ein Geschäft. Der Laden „Die Bahn im Garten“ (DBIG) in der Berliner Straße im Stadtteil Süd war wurden von Gartenbahn-Fans genutzt. 14 Jahre gab es das Geschäft.

Klaus und Claudia Trültzsch wollen in den Ruhestand gehen. Allerdings wird der Onlineshop aufrecht erhalten.

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Die Reportage: Sex und Party mit Abstand? Hoffnung auf der Reeperbahn

Sonntag, den 26. Juli 2020
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MI 22.07.2020 | 21.00 Uhr | NDR

Die Reeperbahn in Hamburg auf St. Pauli ist auch nicht mehr das, was sie mal war. Kann sie auch gar nicht sein. Das Coronavirus sorgt dafür, dass nur noch sehr wenig geht. Dass wochenlang gar nichts ging. Erst nach und nach wird der Kultur-, Party- und Sexbetrieb wieder hochgefahren.

Wenn man selbst bislang ganz gut durch die Coronakrise gekommen ist, dann hat man ja vieles nicht so auf dem Schirm. Dabei sind es ganze Branchen, die derzeit am Abnippeln sind. Und ganze Stadtteile – wie eben das Viertel rund um die Reeperbahn.
Das zeigte am Mittwochabend “Die Reportage: Sex und Party mit Abstand? Hoffnung auf der Reeperbahn” im NDR.

Wer schon mal auf der Reeperbahn war, der weiß: Da brennt die Luft. Dort ist es voll, dort ist es laut, es ist ein bisschen dreckig und anrüchig, aber immer aufregend.
Die Reeperbahn im Coronajahr 2020: leer, leise – traurig. Die Herbertstraße ist dunkel, auf der Partymeile sind kaum oder keine Leute.
Die Kneipen durften kürzlich wieder öffnen – aber die Umstände bleiben schwierig. Die kleine Bar darf nur noch vier Leute gleichzeitig bedienen. In der Kiezkneipe nebenan geht es plötzlich um Abstände und Mundschutz. Wie will man da genug Umsätze machen? Zumal auch weiter nicht Party gemacht werden darf, DJs müssen ihre Musik leise drehen – tanzen is’ nich.
Auch das “Schmidt”-Theater ist wieder da, es war wohl das erste in Deutschland, das wieder den Betrieb aufnahm. Allerdings dürfen auch dort weniger als die Hälfte Menschen rein, und man versuchte das mit vielen Pflanzen im Theaterraum zu kaschieren.
Alle nehmen sie die aktuellen Regeln hin. Weil es nicht anders geht, und weil sie sagen, sie wollen ja ihren Gäste auch nicht schaden.

Weiterhin nicht arbeiten dürfen die Prostituierten. Wegen der Abstände, heißt es. Die Sexbranche liegt am Boden, die Frauen können momentan kein Geld verdienen, und langsam wird es für sie alle bitter. Auch weil sich noch nicht abzeichnet, wie es für sie weitergeht. Ob es für sie weitergeht.

Die Hamburger Reeperbahn. St. Pauli. Diese Doku zeigt, wie gerade ein ganzer Stadtteil auf der Kippe steht. Und keiner kann sagen, wer oder was denn noch zu retten ist.

-> Die Sendung in der ARD-Mediathek (bis 21. Juli 2021)

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Urlaubsplanung in Zeiten des Coronavirus

Dienstag, den 21. Juli 2020
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Mein Sommerurlaub war längst geplant, schon seit dem vergangenen Jahr. Es sollte diesmal eine Pauschalreise mit einem Bus sein – einmal durch Skandinavien. Nordkap, Lofoten, Kopenhagen, Stockholm und Helsinki, eine Schiffsübernachtung. Und das zwölf Tage lang.
Und dann kam Corona. Lange war vollkommen unklar, ob die Reise stattfinden konnte, und ich muss zugeben, dass ich in Zeiten des Coronavirus keine besonders große Lust mehr darauf hatte. Tagelang im Bus? Eng an Eng? Immer in der Angst, sich anzustecken – im Bus oder bei den Ausflügen?
Zudem war Schweden bis vor kurzem noch Risikogebiet. Als es aufgehoben worden ist, dachte ich eigentlich, dass die Reise nun doch stattfinden kann. Nun kam aber der Brief mit der Absage.
Natürlich liegt schon das Angebot dabei, dieselbe Reise 2021 zu machen dass ich das Geld wiederbekomme, davon gehen die Reiseveranstalter nicht aus. Aber so wird es kommen, ich habe schon andere Pläne für 2021.

Und der Urlaub? Jetzt beginnt die Ersatzplanung. Irgendwo in Deutschland. Aber die Ostsee wird es wohl nicht. Entweder ist alles ausgebucht oder unfassbar teuer. Wer behauptet, es gäbe keine Preissteigerungen im Vergleich zu den letzten Jahren, hat sich wohl nicht genauer umgesehen. Also kein Rügen-Besuch.
Stattdessen geht es wohl in den Südwesten, einen Freund besuchen. Ein Besuch der Familie in Hannover ist sicher auch drin. Und ich gönne mir einen dreitägigen Ausflug in Richtung Havel und Elbe – nach Stendal, mit einem Ausflug nach Havelberg, wo ich 1998 bei der Bundeswehr war. Natur und Nostalgie und schöne Altstädte.

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