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Ab jetzt bestimmt der Sohn

Freitag, den 25. Januar 2019
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Generationswechsel in Wolfslake – René Hoffmann hat zum neuen Jahrdie Autowerkstatt von seinem Vater Fred übernommen

MAZ Oberhavel, 25.1.2019

Wolfslake.
In echten Familienbetrieben kommt es irgendwann zum Generationswechsel. Hoffmanns in Wolfslake haben ihn zum neuen Jahr über die Bühne gebracht. Neuer Chef beim „Auto Service Wolfslake“ ist René Hoffmann. Der 24-Jährige hat die Firma von seinem Vater Fred übernommen.
„Ich weiß ja, wie es hier gelaufen ist, ich bin ja kein Fremder. Deshalb bin ich da nicht mit Angst rangegangen“, sagt René Hoffmann. „Ich lasse jetzt alles auf mich zukommen.“ Die Kunden wurden informiert, die Resonanz war groß. „Das hat uns sehr gefreut“, erzählt Fred Hoffmann und lächelt. „Wir waren erstaunt, wie viele uns geschrieben haben, das war richtig überwältigend, da kann man nur Dankeschön sagen.“

Weg ist Fred Hoffmann ja auch nicht. Ein paar Stunden hilft er noch in der Werkstatt neben der Speedwaybahn aus. Mit ihm hat auch alles anfangen, in den späten 80er-Jahren. Warum er an Autos schrauben wolle, habe ihn sein Lehrmeister in Velten damals gefragt: „Ich habe gesagt: Weil mein Vater das so will.“ Fred Hoffmann muss grinsen, wenn er das erzählt. „Der Beginn lief nicht so gut.“ Er habe anfangs überhaupt keine Ahnung gehabt, aber er habe sich reingekämpft. Er schloss seine Lehre ab, machte später seinen Meister, arbeitete in der Werkstatt des Volkseigenen Betriebes Stadt-Gemeinde-Wirtschaft in Velten und dann für den Fuhrpark der Kremmener Milchproduktion.
Die Firma – Vorläufer der Milchviehanlage – war es dann auch, die in Wolfslake 1988 die Werkstatt errichten ließ. Dort sollte Fred Hoffmann die Autos reparieren. Ein Jahr später fiel die Mauer, ein weiteres Jahr danach wurde die Firma in Kremmen liquidiert. Die Zukunft der Wolfslaker Werkstatt war unsicher. „Mach du dich doch selbstständig, hieß es dann“, erinnert sich Fred Hoffmann. „Ich wollte das erst gar nicht.“ Er entschied sich dann doch dafür. Am 1. April 1991 wurde er Chef seiner eigenen Firma.
Der Anfang war schwierig. „Wir waren ein Jahr ohne Telefon. Und wir hatten Glück, dass wir am Anfang noch viele Trabis und Wartburgs reparieren konnten.“ Alles andere hatte er sich nach und nach draufgeschafft. Er kaufte die Werkstatt, um keine Pacht mehr zahlen zu müssen, später auch das Grundstück. Die Firma lief.

René Hoffmann hat sich anfangs gar nicht so sehr für die Autoschrauberei interessiert – eine kleine Parallele zwischen Vater und Sohn. Erst mit dem Führerschein stieg auch das Interesse daran. 2013 machte er sein Abi am Hennigsdorfer Puschkin-Gymnasium und begann gleich danach seine Lehre in der eigenen Familienwerkstatt. „Viele haben uns davon abgeraten, dass er in der eigenen Firma lernt“, erinnert sich Vater Fred. „Aber es hat gut funktioniert.“ Im März 2016 war René sogar Azubi des Monats, ausgezeichnet von der Handwerkskammer.
Zu diesem Zeitpunkt war schon klar, dass er mal die Firma vom Vater übernehmen wird – und zwar schon recht bald. „Sonst wären wir nicht mehr hier“, sagt Fred Hoffmann. „Wenn René nicht gesagt hätte, dass er übernimmt, hätten wir 2018 zugemacht.“ Stattdessen ist noch mal investiert worden.
Am 30. November 2018 hatte der junge Mann seinen Meister geschafft, und nur einen Monat später erfolgte die Geschäftsübernahme. „Er ist intensiv und konzentriert dabei“, sagt Fred Hoffmann. „Seine Ruhe hat er von seiner Mutter geerbt“, sagt er und lächelt. Er selbst sei durchaus aufbrausender, schiebt er nach.

„Vater ist jederzeit für mich da“, sagt der neue Chef. „Das Wissen des Altmeister ist total wertvoll.“ In Notlagen könne er sich auf seinen Vater verlassen. Dennoch will er über kurz oder lang noch jemanden einstellen. Allerdings gilt: „Wenn du eine Arbeitskraft brauchst, musst du sie dir ranziehen.“ Deshalb will er sich bald nach einem Azubi umsehen.

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ORA aktuell

Insolvenz bei Lila-Bäcker trifft auch Oranienburg

Donnerstag, den 17. Januar 2019
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Die Nachricht von der Insolvenz der Bäckereikatte “Lila-Bäcker” trifft auch Oranienburg. Dort gibt es fünf Filialen.
Wie eine Mitarbeiterin eines Oranienburger Ladens der Märkischen Allgemeinen sagte, seien sie vorab nicht über die Insolvenz informiert worden – allerdings sei ihnen der Lohn nicht auf das Konto überwiesen worden.
Derzeit ist völlig offen, wie es mit den Geschäften weiter geht.

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RTelenovela

KFC äußert sich zum Coleslaw-Debakel

Dienstag, den 15. Januar 2019
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Dass es den Coleslaw-Salat bei Kentucky Fried Chicken in Berlin nur noch abgepackt gibt, finde ich schade. Weil das Zeug längst nicht so gut schmeckt, wie zu der Zeit, wo der Salat noch frisch in die Schale gefüllt wurde.
Nun äußert sich KFC-Gästeservice, und zwar so:

“Wir haben zur Wahrung einer konsistenten Qualität in allen Restaurants auf abgepackte Coleslaws umgestellt. Auch haben wir aus Erfahrung bemerkt, dass unsere bisherigen Coleslaws selten ganz aufgegessen wurden. Dadurch, dass wir ihn vorher im Restaurant selbst angesetzt und verpackt haben, waren die Füllmengen nicht immer zu 100% gleich und die Soßenverteilung sehr unterschiedlich, was viele Beschwerden nachvollzog. Wir bedauern, dass wir Sie durch diese Umstellung leider nicht zufriedenstellen konnten.”

Ist natürlich Unsinn. Denn ob die Leute den Salat aufessen oder nicht, ist schließlich egal. Früher und jetzt. Was das überhaupt mit dem Thema zu tun hat, ist völlig unklar. Oder gibt es bald alle Burger aus der Packung, weil viele Leute die nicht aufgegessen haben?
Und das mit der Soßenverteilung – jaaa, da war ich auch immer böööööse, wenn zu viel Soße im Topp war. Meine Güte, war ich da sauer.
Aber danke für die Antwort, auch wenn sie aus dem PR-Fantasiereich kommt.

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RTelenovela

Geht am 2. Januar leider gar nicht

Sonntag, den 6. Januar 2019
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Man könnte meinen, dass am 2. Januar der Alltag wieder beginnt. Zumindest dann, wenn man keinen Urlaub hat. Doch da lag ich falsch. Denn am 2. Januar gibt es einige Dinge, die an diesem Tag schlicht weg nicht gehen.

In Wittenberg will ich am 2. Januar ein paar Postkarten in den Briefkasten werfen. Ich laufe durch die Innenstadt, suche und finde endlich einen Briefkasten. Ich will die Karten einwerfen – doch nichts geht. Der Kasten ist verschlossen – vermutlich noch wegen des Jahreswechsels und der (durchaus berechtigten) Angst, dass da jemand einen Böller reinwirft. Irgendwo außerhalb der Innenstadt finde ich dann doch noch einen offenen Kasten.

Beim Fleischer in der Wittenberger Innenstadt wird frische, hausgemacht Bockwurst versprochen. Allerdings nicht am 2. Januar – da ist der Laden zu. Sogar noch ein paar Tage länger.

Beim Buchladen in der Oranienburger Innenstadt stehe ich vor verschlossenen Türen. Zwar sieht man drinnen die Verkäuferinnen – aber es ist Inventur.
Und apropos Inventur: Auch beim Klamottenladen schräg gegenüber ist Inventur und deshalb geschlossen. Auch beim Handyladen in einem Wittenberger Einkaufscenter ist der Vormittag für eine Inventur reserviert.

Sicherlich keine Einzelfälle, hier und da etwas ärgerlich – aber am 3. Januar war dann die Welt ja auch wieder in Ordnung…

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RTZapper

Das war 2018!

Montag, den 31. Dezember 2018
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Ein sonniger Winternachmittag auf dem Kudamm in Berlin. Die Lichter an den Bäumen sehen zum Träumen aus. Johannes B. Kerner und Marcus Lanz plaudern ein wenig, sie wollen auf den Weihnachtsmarkt, und Marcus freut sich schon auf das Mettbrot, das er sich kaufen will. Träumerisch blickt Johannes den Marcus an und greift nach seiner Hand, als… ähm…
Nein, nein, diese ausgedachten Geschichten sollte ich wirklich lassen. Das konnte Claas Relotius vom “Spiegel” sehr viel besser. Allerdings ist er damit im Dezember 2018 dann doch aufgeflogen. Peinliche Sache, auch für den “Spiegel”, der ja angeblich alles nachrecherchiert, was die Reporter so abliefern.

Der Skandal ist Futter für alle, die sowieso sagen, dass die Medien allesamt lügen, wenn es um brisante Themen geht. Dabei sind 2018 einige heikle Dinge aufgedeckt worden. Da ging es um die Football-Leaks und die Frage, wie sehr sich Fußballvereine von den Fans entfernen. Um den Steuer-Raubzug großer Banken bei den CumEx-Enthüllungen. Um nur zwei dieser Storys zu nennen.
Auch wenn es um die Flüchtlingskrise geht, haken die Journalisten inzwischen knallhart nach. Dass dabei andere, vielleicht sogar wichtigere Themen, untergehen, bemerken offenbar nur die Zuschauer. Bei den Sommerinterviews von ARD und ZDF ging es oft 18 Minuten um die Flüchtlingskrise und zwei um den Rest. Nur bei Alexander Gauland von der AfD ging es fast nur um den Rest – und Gauland schien ratlos.

Die AfD sitzt seit 2017 im Bundestag, und immer meinen die Blauen, Unrecht in den Medien aufgedeckt zu haben. Im Brennpunkt steht dabei die Band “Feine Sahne Fischfilet”. Dass sie mal vom Verfassungsschutz beobachtet worden ist, hängt ihr noch ewig nach, und die linke Band ist der rechten AfD ein Dorn im Auge. Andererseits wird aber auch jede Kleinigkeit über “Feine Sahne Fischfilet” in den Medien durchgekaut. Als die Band für das ZDF in Dessau ein Konzert aufzeichnen wollte, sagte der Veranstalter, die Bauhaus-Stiftung, den Veranstaltungsort ab. Eine Diskussion, die für die AfD ein voller Erfolg war.
Ebenso die Diskussion um eine KiKA-Doku über ein junges Mädchen, das einen Moslem liebt, wo die AfD der Meinung war, so etwas könne man nicht unkommentiert lassen. Als Deniz Yücel in der Türkei freigelassen worden ist, wollte die AfD wissen, ob der nicht vielleicht selber schuld war, dass er in Haft war. In den sozialen Netzwerken versuchen viele Parteimitglieder weiterhin, die Gesellschaft zu spalten.

In Cottbus hat das schon gut funktioniert. Die Rechten sind dort der Meinung, dass die Stadt überfremdet sei, dass es zu viele Straftaten von Flüchtlingen gebe. Der Hass bei den Demos, an denen Normalos mit den Rechtsextremen gemeinsam marschieren, richtet sich auch gegen die Medien. Der rbb wird ebenso angefeindet wie die Reporter der Lausitzer Rundschau. Da helfen auch Diskussionssendungen, die der rbb live aus Cottbus sendet, nur wenig. Aber wenigstens bleibt man im Gespräch. Irgendwie.

Das scheint auch das Ziel von CSU-Innenminister Horst Seehofer zu sein. Als er seinen Rücktritt, nun ja, androht, berichten die Nachrichtensender in Dauerschleife. Tritt er zurück? Oder doch nicht? Oder doch? Seehofer weiß nicht so recht, und ganz Deutschland wartet auf einen eventuellen Bruch der Großen Koalition. Als die Meldung bekannt wird, dass sich gar CSU und CDU trennen, schickt ntv die Breaking News gleich auf Sendung – um dann die nächste Breaking News hinterher zu schicken, dass man einer Ente aufgesessen sei. Aber es musste eben schnell gehen. Keiner hatte 2018 so viele Comebacks wie Seehofer.

Comeback ist sowieso ein gutes Stichwort. Fernsehmacher glauben, dass die Zuschauer darauf abfahren, wenn alte Serien wiederbelebt werden. In Deutschland floppte allerdings die Neuauflage von “Akte X” oder “Will & Grace”. Selbst Shows wie “Dingsda” im Ersten und “Die Montagsmaler” im SWR-Fernsehen laufen eher mau.
Die “Lindenstraße” dagegen wird nicht fortgesetzt. Im März 2020 wird nach fast 35 Jahren die letzte Folge laufen. Begründung: schlechte Quoten und inhaltliche Unzufriedenheit. Von einer Absetzung aus inhaltlichen Gründen von “In aller Freundschaft”, “Rote Rosen”, “Sturm der Liebe” oder “Rentnercops” ist allerdings noch nichts bekannt.
Auch an der Vormittagssendung “live nach neun” hält man im Ersten fest, obwohl die Zuschauerzahlen ein Desaster sind. Ähnlich sieht es am Vorabend in Sat.1 aus. Mit “Endlich Feierabend” versucht man da zum x-ten Mal das Frühstücksfernsehen zu kopieren – und scheitert zum x-ten Mal. In diesem miesen Sog läuft auch die neue Dailysoap “Alles oder nichts” ziemlich mies. Sie hatte nie eine wirkliche Chance.
Auch ProSieben hat Sorgen. Die neuen Folgen der “Simpsons” laufen richtig schlecht. Bei Sat.1 wird die Unternehmershow “Start up” abgesetzt, obwohl doch Jurymitglied Carsten Maschmeyer so doll dafür geworben hat. Aber vermutlich wollten gerade wegen ihm so wenige einschalten.
Bei Sky dachte man sich, es sei eine gute Idee, die Castingshow “X-Factor” aus der Versenkung zurückzuholen. Die Quoten waren kaum messbar, und wer gewonnen hat… ähm… Wer hat da eigentlich gewonnen? Eine weitere Staffel ist ausgeschlossen.

Es wird für das herkömmliche Fernsehen immer schwieriger, Aufmerksamkeit zu erregen. Die Mehrzahl der jungen Zuschauer schaut schon überwiegend online. Und dann eher Netflix oder Amazon Prime, auch Youtube ist ein echter Konkurrent.
Ein Opfer ist der Musiksender VIVA. Nach 25 Jahren wird Silvester der Stecker gezogen, MTV aus dem gleichen Senderkonzern lebt weiter, aber in der Nische. Immerhin noch wacker hält sich Deluxe Music. Musikclips schaut man an sich aber eher bei Youtube.

Immerhin: Man bemüht sich aber noch. Im Ersten läuft im Herbst “Babylon Berlin”, die teure Co-Produktion mit Sky. Auf dem “Tatort”-Sendeplatz werden etwa acht Millionen Zuschauer erreicht. Das Interesse am Berlin der 20er-Jahre schwindet jedoch, am Ende schauen weniger als vier Millionen zu. Allerdings stehen in den diversen Kritiken zur Serie, in denen es hieß, man müsse als Zuschauer drei Folgen durchhalten, bis man es eventuell verdammt gut fände, auch für sich. Allerdings sorgt die Serie auch für einen der magischsten Momente des Fernsehjahres – nämlich mit einer Szene in einem Tanzclub, die für Gänsehaut sorgt.
Im ZDF wird “Bad Banks” von der Kritik gelobt, ist aber dennoch langweilig. Amazon Prime dagegen trumpft mit einer neuen Staffel “Deutschland 86” auf und mit “Pastewka” auf.

Das Fernsehen steht aber immerhin noch für Events. In diesem Land lief es glücklicherweise für Deutschland auch mal gut beim Eurovision Song Contest in Lissabon. Michael Schulte schaffte den 4. Platz. Die Diskussionen darum, dass niemand Deutschland mag und wählt, finden nicht statt.
Bei der Fußball-WM dagegen, ach, lassen wir das. Immerhin sorgte das WM-Spiel von Deutschland gegen Schweden mit 27,48 Millionen Zuschauer für den 2018er-Quotenrekord.
Und auch als in Großbritannien Harry und Meghan heirateten, waren ein paar Millionen dabei – auch Ross Antony, der für RTL vor Ort und ausrastete, nur weil das Prinzenpaar in der Kutsche an ihm vorbeirauschte.

Aber nicht alle haben Glück mit Großereignissen. In letzter Minute hatte Eurosport für die Olympischen Winterspiele in Korea Sublizenzen an ARD und ZDF vergeben. Die Folge: Die meisten Zuschauer waren bei ARD und ZDF dabei, für Eurosport 1 und den Frauensender TLC blieben kaum Zuschauer übrig. Selbst die Abendshow “Zwanzig18” hatte auf zwei Sendern parallel gerade mal 200.000 Zuschauer. Dass man in Korea eventuell einen koreanischen Dolmetscher braucht, konnte man im Ersten allerdings echt nicht ahnen.
Und dann der Echo. Der Musikpreis gerät 2018 zum Debakel. Farid Bang und Kollegah rappten davon, dass sein Körper definierter sei als von Auschwitz-Insassen. Kam nicht überall gut an, Preise gab es dafür trotzdem, und Proteste auch. Selbst in der Show herrschte Unruhe. Danach geben diverse Promis ihre Echos zurück. Ende vom Lied: Der Echo ist tot.

2018 war wieder ein Jahr der Abschiede. Wir mussten uns von vielen Promis verabschieden. Die große Aretha Franklin lebt nicht mehr. Monserrat Caballé ist verstummt. Ebenso die Musiker Holger Biege, Jürgen Marcus, DJ Avicii, Lys Assia, France Gall, Ingo Insterburg, Abi Ofarim, Dolores Edwards (Cranberries) und Charles Aznavour. Auch nicht mehr da: die Schauspieler Rolf Hoppe, Morten Grunwald, Burt Reynolds, Rolf Zacher, Siegfried Rauch, Wolfgang Völz, Jochen Senf und Ulrich Pleitgen. Die Sportler Markus Beyer und Graciano Rocchigiani. Die Fernsehleute Dieter-Thomas Heck, Egon Hoegen, Wilfried Scharnagl, Gunther Witte, Friedrich Moll, Stefanie Tücking, Martin Haas, Thomas Leif und Dagobert Lindlau. Die Entertainer Jens Büchner und Daniel Küblböck, der am Jahresende nach einem Sturz vom Schiff immer noch als vermisst gilt. Die Politiker George Bush, seine Frau Barbara Bush, Philipp Jenninger und Kofi Annan. Wissenschaftler Stephen Hawking, Sternekoch Paul Bocuse, Kirchenmann Karl Kardinal Lehmann, Unternehmerin Käthe Wohlfahrt. Die Autorin Philip Roth und Christine Nöstlinger. Sie werden fehlen.

Auch Nachrichten fehlen. RTL II findet, dass die News zu wenige Zuschauer haben. Deshalb laufen die nun am Nachmittag und sind fünf Minuten kürzer. Und auch der rbb hat seine Spätnachrichten um die Hälfte auf 15 Minuten gekürzt. Damit um 22 Uhr gut abgehangene und preiswerte ARD-Degeto-Schnulzen laufen können. Bei N24 hat sich dagegen wenig geändert – bis auf den Namen: Welt.

Und sonst so? Sascha Hehn will nicht mehr Kapitän vom Traumschiff sein. Ist ihm vielleicht zu doof geworden. Kein Wunder.
Spiegel TV ist 30 geworden. Geschenk von RTL: Sendeplatzverschiebung auf den späten Montagabend. Glückwunsch.
Auf Sat.1 durfte im “Promi Big Brother”-Haus eine gewisse Katja Krasavice minutenlang in der Wanne mit dem Duschkopf masturbieren.
Die Chefs vom FC Bayern München teilten den Journalisten mit, dass die ein bisschen genervt von der ewigen Kritik seien. Bitte mal aufhören. Danke.
Dunja Hayali moderiert nun auch das “Aktuelle Sportstudio” im ZDF. Ihren Hatern bleibt aber auch gar nichts erspart.
Das SWR-Mega-Live-Event “Jäger der versunkenen Lok” musste ausfallen. Mangels versunkener Lok. Ist aber erst nach 25 Jahren Suche aufgefallen.
Und dann noch die Helene und der Flori. Es ist so traurig.

Kann man da eigentlich noch das Jahresende feiern? Darf man sich da noch auf 2019 freuen? Mit neuen Diskussionen und Hasskommentaren und den aktuellen Wasserstandsmeldungen von “Feine Sahne Fischfilet?” Und den neuen Schluckaufs der AfD? Wir bleiben dran und freuen uns auf 2019. Und Michelle ist auch dabei.

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RTelenovela

Feuerwerk-Preview

Sonntag, den 30. Dezember 2018
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Gerade wird wieder verstärkt über die privaten Feuerwerke zu Silvester diskutiert. Eigentlich mehr über die Böller, deren Geknalle für Lärm sorgen. Aber eigentlich auch allgemein, weil in der Neujahrsnacht die Feinstaubbelastung durch die Feuerwerke ins Unermessliche steigen.
Ich bin dafür, die Steuer auf solche Böller und Raketen so sehr zu erhöhen, dass man dafür richtig tief in die Tasche greifen muss.
Und es geht hier nicht darum, wenigstens einmal im Jahr Spaß zu haben. Wenn man den nur durch die Böllerei hat, dann ist das eh bedauerlich. Aber wenn man damit andere Menschen und vor allem die Tiere dermaßen belastet, dann geht es eben nicht nur ums eigene Vergnügen. Zumal das Ganze ja bereits Tage vorher vereinzelt beginnt und immer mehr wird.
Aber dahinter steckt natürlich auch wieder eine Industrie, die ordentlich mitverdient an der Knallerei, und da werden die vielen Lobbyisten schon dafür sorgen, dass alles bleibt, wie es ist.

Am Donnerstag konnte man sich im Oranienburger Oranienpark schon mal ansehen, was denn in diesem Jahr an Knall- und Lichtgedöns angeboten wird.
Eine entsprechende Firma präsentierte die diesjährige Kollektion, und eine größere Menschentraube wollte sich das ansehen.
Es machte puff, es zischte, es schwebten Raketen in die Luft. Nett, aber auch mehr nicht. Nicht wirklich aufregend. Und ich frage mich ja immer wieder, wieso manche Leute dafür hunderte Euro ausgeben. Ich bin dafür zu geizig, wenn man das an der Stelle überhaupt so nennen kann, gehe dafür lieber ein paar mal ins Kino oder fahre in den Urlaub.

Dass sich an diesem Jahreswechsel-Wahnsinn aber auf lange Sicht was ändern muss, ist auch klar. Manche reden da von Traditionen. Aber die halten ja auch nie ewig.

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Chronik Kremmen 2018

Donnerstag, den 27. Dezember 2018
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MAZ Oberhavel, 27.12.2018

Januar: ​Die Bäckerei Guse in Flatow begeht das 80.Jubiläum. +++ Erstmals erscheinen der Gemeindebrief der Kirche und das Kremmener Stadtmagazin als gemeinsames Heft. +++ Stefan Lux ist neuer Geschäftsführer im Kremmener Zweckverband. +++ Studenten der FH Potsdam zeigen ihre Ideen für die Klubhaus-Gestaltung. +++ Die Modellbahner in Kremmen bauen ihre alte Platte ab, um eine modernere zu bauen.

Februar: ​Das Dorv-Projekt in Sommerfeld gilt als gescheitert. Einen Dorfladen wird es dort vorerst nicht geben. +++ Elke Schwabe, Leiterin der Oberschule, beklagt dauerhaften Lehrermangel. +++ Im Wald bei Hohenbruch werden Sondermüll-Abfälle entdeckt. +++ Im Klubhaus öffnet der Krümelklub, dort treffen sich Eltern mit ihren Kleinkindern.

März: ​An der Goetheschule wird die Goethebüste gestohlen. +++ An der Gerhard-Henniger-Straße baut die Woba ein neues Haus. +++ Kämmerin Kathrin Schönrock geht, André Bröker ist ihr Nachfolger.  +++ Die alte Schulsporthalle wird geschlossen – nach einem Gefahrengutachten.

April: ​Die Feuerwehr in Staffelde feiert ihr 90. Jubiläum. +++ Danny See ist neuer Leiter der Jugendclubs.

Mai: ​Die Bushaltestellen am Markt fallen weg, die Busse halten nun am Schlossdamm. +++ Der Zoff bei der Flatower Feuerwehr wird beigelegt – zwischenmenschliche Probleme. +++ An der Wahl zum Bürgerhaushalt im Ortsteil Kremmen beteiligen sich nur 25 Leute.

Juni: ​Die Flatower Kita feierten ihren 30. Geburtstag. +++ In Sommerfeld öffnet im Alten Hof ein italienisches Lokal. +++ Lara Volgnandt ist neue Erntekönigin. +++ Die neue Kitasatzung wird beschlossen.

Juli​: Urteil im Brandstifterprozess. Robert U. bekommt viereinhalb Jahre Haft, Nico B. zwei Jahre auf Bewährung. Es ging um den Brandanschlag auf das Asylbewerberheim. +++ Die Sanierung der Groß-Ziethener Kirche beginnt. +++ Der wochenlange Schienenersatzverkehr beim Prignitzexpress nervt die Pendler. +++ Elke Schwabe geht in den Ruhestand. neue Leiterin der Oberschule wird Beatrix Scheeren. +++ Mehrere Torfbrände am Luchweg halten die Feuerwehr in Atem. +++ Auf dem Hof von Helmut Voigt in Beetz tummeln sich fünf Störche im Horst.

August: ​Die neue Rettungswache an der Gerhard-Henniger-Straße wird eingeweiht. +++ 2000 Menschen kommen zum Festival „Resist to Exist“. +++ Das Drescherfest in Staffelde ist erstmals am Alten Dorfkrug. +++ Rot-Weiß Flatow trauert um Heinrich Tober. +++ Die Geschenkescheune schließt.

September: ​In Ludwigsaue entsteht kein neues Wohngebiet. Entsprechende Gerüchte sorgten für Wirbel. +++ Die Polizei soll in die Räume der Papierwerkstatt ziehen. Das sorgt für Kritik. Später ist klar, dass die Polizei zur Woba zieht.

Oktober: ​Die Sommerfelder Kita ist saniert. +++ In Hohenbruch beginnen die Sanierungsarbeiten am Ruppiner Kanal. +++ Großfeuer: In der Kremmener Altstadt brennt das Dach eines Hauses ab. +++ Die Galeriescheune „Einfach schön“ schließt.

November: ​Diana Bielicke eröffnet im Scheunenviertel einen Friseurladen mit Café. +++ Ute Spiegel aus Sommerfeld nimmt am Casting für „The Voice of Germany“ teil, kommt aber nicht weiter. +++ In Flatow werden neue Meilensteine aufgestellt. +++ Kremmen muss eine Million Euro Gewerbesteuern zurückzahlen.

Dezember: ​Dagmar Kühling eröffnet in der Altstadt einen Friseurladen. +++ Erstmals findet in Flatow ein Weihnachtsmarkt statt.  +++ Zum Jahresende schließen „Meyhöfers Gasthaus“, „Die alte Lebkuchenfabrik“ und der Sportladen der Schönebergs in Kremmen. 

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