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Und plötzlich Frühling

Mittwoch, den 4. April 2018
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Es ist gerade mal zwei Tage her – da erlebten wir in Binz auf Rügen noch 0 Grad und heftigen Schneefall. Wir kletterten über den schneebedeckten Klünderberg. In Göhren standen wir im Schneesturm auf der Seebrücke.

Nun fahre ich durch Berlin, und die Temperaturanzeige des Autos steht auf 19,5 Grad. Das ist ein gewaltiger Sprung. Die dicke Jacke, die Mütze, der Schal – alles hat ausgedient. Am Dienstag war es sogar zu warm für irgendeine Jacke, der Pullover reichte schon aus.

Auf dem Potsdamer Platz in Berlin saßen die Leute schon wieder draußen vor den Lokalen an den Tischen, und es wirkte nicht, als erlebten wir erst den ersten richtigen Frühlingstag.
Das Winterkapitel ist damit hoffentlich erledigt.

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Rügen 2018 (7): Durch den Winterwunderwald

Montag, den 2. April 2018
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(6) -> 1.4.2018

1. April, und es schneit. Und hört nicht mehr auf. Binz verwandelte sich zu Ostern noch einmal in ein Winterwunderland.
Rechtzeitig zum Beginn unseres Tagesausfluges stellte dann auch die Bäderbahn den Betrieb ein. Auf dem Schneematsch wären die Fahrten wohl zu gefährlich geworden. so mussten wir im Schneetreiben über den Binzer Klünderberg zum Bahnhof des Rasenden Roland laufen.

Überall auf Rügen ist Ostersonntag wohl der Bahnverkehr eingestellt gewesen – nicht so zwischen Lauterbach und Göhren. Der Rasende Roland, die Kleinbahn auf Rügen, fuhr.
Die Frau vom Fahrkartenverkauf musste zwischendurch raus zum Schneeschippen. Schließlich sollte gleich der nächste Zug einrollen, und da musste der Bahnsteig einigermaßen frei sein.

Der Zug rollte dann in die Granitz, in den Winterwunderwald. Es schneite noch immer. Alles war weiß – die Felder, die Hänge, die Bäume und die zugefrorenen Tümpel. Am Bahnhof vom Jagdschloss Granitz standen Leute, auf denen sich auf den Kapuzen Schnee sammelte.
In Sellin schienen wir in eine wärmere Zone gefahren zu sein. Der Schnee stand nicht mehr ganz so hoch, es war mehr Matsch als noch in Binz zu sehen.
Als der Zug Göhren erreichte und wir dann zum Strand liegen, pfiff uns der Schnee um die Ohren. Die Ostsee toste mit riesigen Wellen auf den Strand zu. Der war sehr viel schmaler als sonst, das Beachvolleyballfeld war zu einem Viertel im Wasser verschwunden.
Schneesturm, wilde See – ein Wetter wie im tiefsten Winter. Anfang April! Aber ein tolles Erlebnis. Trotzdem oder gerade deshalb.

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Rügen 2018 (6): Sturm statt Feuer

Sonntag, den 1. April 2018
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(5) -> 31.3.2018

Es ist ein Fluch. Ein Wetterfluch. Am Rosenmontag 2016 war ich in Altlußheim in Baden-Württemberg, um mir den Karnevalsumzug anzusehen. Er fiel aus, weil es stürmte und regnete.
Ostern 2018: Wir sind nach Binz gefahren, weil es dort immer am Ostersonnabend am Stand die Osterfeuermeile gibt – 24 Feuerchen. Soll immer ganz toll sein. Aber stattdessen: Sturm und Schnee. Die Meile wurde abgesagt.
Frustrierend.

Andererseits ist es aber auch schön, die Ostsee mal wieder so richtig tosend zu erleben. Momentan rollen auf den Binzer Strand ordentliche Wellen zu, es rauscht ganz ordentlich. Einige Wellensurfer nutzen die Chance, um sich in die… ähm, auf die Wellen zu stürzen.
Der Schiffsverkehr zu den Seebrücken ist eingestellt.

In Sellin haben sie ein paar Wellenbrecher vor der Seebrücke installiert, so rollen im direkten Umfeld nicht die ganz großen Wellen heran.
In Baabe gibt es diesen Schutz nicht, dafür aber Schilder, die auf den höchsten Wasserstand der Ostsee hinweisen. Mitte der 90er muss die See mal ordentlich gedrückt haben.

In der Nacht zum Ostersonntag schneit oder regnet es in Binz immer abwechselnd. Angeblich sollen bis zum Vormittag ein paar Zentimeter runterkommen. Ich bin gespannt. Frohe Weih…, äh, Ostern!

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Rügen 2018 (4): Zurück in den Winter

Freitag, den 30. März 2018
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-> 7.1.2018

Eigentlich dachten wir, dass ja der Frühling nun langsam mal wirklich begonnen hat. Ganz falsch.
Um so weiter wir nach Norden kamen, desto weißer wurde die Gegend. Schon vorher konnte man auf Facebook sehen: Auf Rügen ist wieder Winter. Mehrere Zentimeter Neuschnee waren gefallen.

Erstmals so richtig gesehen haben wir das in Miltzow bei Greifswald. Dort lag der Schnee zentimeterhoch auf den Wegen.
Immerhin, die Fähre von Stahlbrode nach Glewitz ist in Betrieb – aber auch das später als geplant. Vorher war noch zu viel Eis im Strelasund. Später Winter.

Putbus ist ein Wintersportort. Der Schlosspark ist ganz in Weiß gehüllt, am Zaun stehen Wildtiere und lassen sich füttern.
Die Landesstraße führt bergauf durch ein Waldstück, und schon überlegt man, ob man eigentlich Skier mit hat.

Am Strand in Binz steht natürlich noch die Glühweinbude, bei der wir schon zum Jahreswechsel “einkaufen” waren. Seit Ewigkeiten sehe ich die Ostsee mal wieder mit höherem und rauschendem Wellengang. Schön, auch im, ähm, Frühling.

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Mutter – Vater – Kind im Restwinter

Montag, den 19. März 2018
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Kurztrip nach Graal-Müritz an der Ostsee. Während Rügen erneut mit Schnee und Eis protzt, hat das Ostseeheilbad bei Rostock nur noch ein bisschen Restwinter abbekommen. Auf dem Weg dorthin sieht man immerhin noch Reste von Schneewehen.
An der Seebrücke in Graal-Müritz ist von Schnee kaum noch was zu sehen. Dafür aber hier uns Eis noch ein paar Eispanzer. An den Pfeilern und den Podesten für Angler und Schiffe ist alles mit Eis überwuchert. Am Tag davor peitschte das Wasser Richtung Strand, wurde kräftig aufgewirbelt und sorgte nun für mitunter bizarre Bilder. Unterhalb der Seebrücke waren viele riesige Tropfstein-Eis-Gebilde zu sehen.

Außerhalb der Saison ist wenig los im Ort. Wie überhaupt alles eine Nummer kleiner ist, wenn man das Sgtrandleben in Binz und der langen Promenade gewöhnt ist. In Graal-Müritz führt eine Straße zum Wasser, dort gibt es ein Mini-Zentrum an der Seebrücke, und das war’s. Bald ist wieder Binz angesagt!

Ein Freund macht dort gerade eine Mutter-Kind-Kur. Offiziell (oder so) heißt die wohl inzwischen Mutter-Vater-Kind-Kur. Angeblich. Auf dem Schild draußen geht man immer noch davon aus, dass nur Mütter mit ihren Kindern zur Kur kommen. In der Mutter-Kind-Klinik machen sie diverse Kurse.
Drei Wochen sind sie dort, und es ist erstaunlich, wie spartanisch die Zimmer in so einer Klinik eingerichtet sind. Soll ja kein Urlaub mit Luxus sein – aber wenn man dort drei Wochen haust, könnte es doch ein Tick wohnlicher sein. Stattdessen: Ein karges Bett, ein Tisch, zwei Stühle, ein Schrank, ein Tisch mit Minifernseher. Karge Wände, wischfreundlicher Fußboden, im Bad riecht es nach Krankenhaus. Ist ja wirklich eine Klinik, aber wirklich einladend wirkt das alles nicht.
Aber man kann ja zum Glück auch raus – an die Ostsee zum Beispiel.

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Eisig!

Sonntag, den 4. März 2018
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Der Sonnabend war vermutlich der einzige Tag im Winter 2017/18 in unserer Region, an dem man auf einige zufrorene Seen laufen konnte. Natürlich immer auf eigene Gefahr, denn die Feuerwehr wird sicherlich niemals Seen freigeben. Augenmaß ist also gefragt.

Der Rahmersee war am Sonnabend fast komplett zugefroren. Wir hatten die Gelegenheit, über einen Privatsteg im Zühlsdorfer Ortsteil Seefeld zum See zu gelangen.
Am selben Tag gab es unweit davon einen Zwischenfall: Jemand fuhr mit einem Quad auf den See – und landete damit in einem Eisloch. Die Feuerwehr musste ran. Irre! Auf so eine bekloppte Idee muss man erst mal kommen.

Aber einzeln und zu Fuß ließ es sich auf dem See ganz gut gehen – ohne Schlittschuhe für mich aber nur am Rand und sehr vorsichtig. Da es keinen Schnee gab, war das Eis eine wirklich glatte Fläche. Wer Schlittschuhe dabei hatte, hatte es da schon leichter.

Wenn ein See in der Kälte zufriert, ist das immer ein faszinierendes Erlebnis, und wer weiß, wie oft wir das in der Zukunft noch erleben dürfen.

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Vermisst: Schnee

Dienstag, den 6. Februar 2018
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Wann wird’s mal endlich wieder Winter? Ich könnte die Frage noch präzisieren: In Oranienburg? Am Sonntag sah ich wunderschöne Schneebilder aus vielen Regionen Deutschlands. Auf Instagram posteten zig Leute, denen ich folge, herrliche Winterfotos. Auch aus Fürstenberg. Der Marktplatz ganz in Weiß. So weit weg ist der Winter also nicht.

Und auch die Schneeräumer scheinen so langsam nervös zu werden.
Am Montagfrüh gegen 4.30 Uhr – der SuperBowl war gerade entschieden – hörte ich von draußen das bekannte Geräusch der Schneemaschinen, dazu die orangenen Rundumleuchten.
Doch der Blick aus dem Fenster war erstens ernüchternd – immer noch kein Schnee – und zweitens merkwürdig: Denn das Räumfahrzeug fuhr langsam durch meine Straße, und irgendwie machte es den Eindruck, als suche der Fahrer nach Schnee, den er wegräumen konnte. Oder nach Eisflächen, die hätten gestreut werden müssen. Doch da war in unserem Wohnviertel leider gar nichts zu holen.
Aber vielleicht lag ja irgendwo anders in Oranienburg ein halber Millimeter Schnee, und das Räumfahrzeug ist nicht ganz umsonst durch die Stadt gerollt.