RTZapper

Brennpunkt: Der Alpenraum versinkt im Schnee

Freitag, den 11. Januar 2019
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MI 09.01.2019 | 20.15 Uhr | Das Erste

Martin Breitkopf gibt alles für seinen Job. Er ist Reporter für den Bayerischen Rundfunk und muss momentan aus dem Schnee-Krisengebiet in den Alpen berichten. Es ist so schlimm, dass es am Mittwochabend im Ersten einen “Brennpunkt” gab: Denn der Alpenraum versinkt im Schnee – und Martin Breitkopf nahm diesen Sende-Untertitel für die Sondersendung wörtlich und stellte sich in eben jeden tiefen Schnee.

So stand er bei der Schalte da, blickte in die Kamera, und der Schnee stand ihm hüfthoch. Der Mann engagiert, und das ist gut so. Blöd nur, dass die Kamera so stand, dass man sehr gut sehen konnte, dass er direkt neben einem geräumten Weg stand und er extra für seine Schalte zum Ersten in den Schnee geklettert ist.
So sah sein Engagement dann doch eher lächerlich aus, er hätte auch genau so ganz komfortabel auf der Straße stehen können – was natürlich nicht so dramatisch ausgesehen hätte.

Apropos Dramatik: Wenn der “Brennpunkt” ins Programm kommt, muss etwas Dramatisches passiert sein. Am Mittwochabend war der erste Schneechaos-Beitrag die Anlieferung eines Kioskes im, ähm, Krisengebiet. Endlich gibt’s wieder Klopapier, und die Leute sind auch ganz zufrieden. Vielleicht hätte man zu Beginn einen Beitrag zeigen sollen, in dem nicht alle total happy sind.

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RTZapper

Sechs Tage Eiszeit – Der Katastrophenwinter 1978/79

Samstag, den 5. Januar 2019
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MI 02.01.2019 | 20.15 Uhr | mdr-Fernsehen

Am 28. Dezember 1978 begann in Deutschland die Eiszeit. Zunächst im Norden der Bundesrepublik und der DDR, in den Tagen danach zogen die Schneestürme immer weiter nach Süden.
Zum 25. Jahrestag der Ereignisse 2003 zeigte der mdr erstmals die Doku “Als der Osten im Schnee versank – Der Katastrophenwinter 1978/79”. Darin ging es darum, wie die DDR mit diesem heftigen, tagelangen Unwetter umgegangen ist. Wie Rügen abgeschnitten war von der Außenwelt, wie im DDR-Süden es Probleme gab, die Braunkohle zu fördern und das Stromnetz in Gang zu halten.
Seit 2003 ist diese Doku dann immer wieder gezeigt worden, am Ende jedes Jahr auf’s Neue.

Zum 40. Jahrestag wurde es dann wohl mal Zeit für eine Überarbeitung und Neufassung. Am Mittwoch zeigte das mdr-Fernsehen zur Primetime die neue, 90-minütige Doku “Sechs Tage Eiszeit – Der Katastrophenwinter 1978/79”. Der prominente Sendeplatz ist durchaus gerechtfertigt, denn wer 1978 den Winter erlebte, der erinnert sich lebhaft an die Kälte und die Stromausfälle, kann Geschichten dazu erzählen.

Interessanterweise scheint die neue Recherche aus den eigenen Film von 2003 um Neuigkeiten zu ergänzen. So hieß es in der damaligen Doku, dass die DDR an Neujahr 1979 komplett stromfrei war. In der 2018er-Version ist das präzisiert worden: Denn in Wirklichkeit gab es regionale Stromabschaltungen. Tatsächlich lag beispielsweise ganz Thüringen im Dunkeln, weil große Stromknappheit herrschte. Verschiedene Regionen sind immer wieder vom Netz gegangen.
Im Gegensatz zur früheren Doku konzentrierte sich der mdr diesmal auch nicht nur auf die DDR. Sondern man zeigte auch, was rund um Kiel geschah. Wie das Unwetter zuerst auf Polen traf, und überhaupt ist mit interessanten Grafiken und Animationen gezeigt worden, was genau da eigentlich über uns passiert ist.
Diese neue Recherche zum 40. Jubiläum war deshalb gut ausgelegtes Gebührengeld.

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RTelenovela

In den Bergen bei Oranienburg

Freitag, den 2. November 2018
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Was Licht doch alles für Wirkungen haben kann. Manchmal ist es atemberaubend, was die Natur leistet, ohne eigentlich viel zu leisten.

Oranienburg ist ein Ort direkt am großen Berg. So sah es aus, als ich am Donnerstagabend im Auto unterwegs war. Die Sonne war längst untergangen, letzte Helligkeitsfelder waren aber noch am Himmel zu sehen. Ich fuhr auf der B273 von Oranienburg nach Germendorf. Auf einer Brücke blickt man ein wenig auf Germendorf hinab. Über dem Dorf hingen schwere, dunkle Wolken. Sie hingen so tief, dass darüber noch letzte helle Felder zu sehen waren.
Es sah aus, als ob sich über oder hinter Germendorf riesige Berge befinden. Berge, über denen letzte Sonnenstrahlen scheinen. Ein fantastisches Bild, weil man sich sehr gut vorstellen konnte, dass man gerade in ein Bergdorf reinfährt.

Sofort arbeitete die Fantasie. Es fühlte sich an wie im Urlaub, irgendwo in Bayern oder Österreich. Hinten die Berge, vor mir die Straße ins Tal. Es fühlte sich tatsächlich an wie eine ganz andere Gegend.
Nur erzeugt durch spannende Lichtverhältnisse. Und durch die Fantasie. Ein schöner, kurzer Moment.

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RTelenovela

Staubtrocken

Dienstag, den 16. Oktober 2018
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Ich höre in den letzten Tagen immer wieder: Was das doch für ein phantastischer Oktober ist. Sonne! Wärme!
Ja, das mag sein.
Aber erstens habe ich den Sommer dann doch irgendwie satt. Ich möchte jetzt ein bisschen Herbst erleben, und eigentlich freue ich mich inzwischen auf den Winter. Mit Schnee.
Aber diese nicht enden wollende Hitze hat auch Nachteile, und die konnten wir am Sonntag bei einem Spaziergang sehr gut beobachten.

Wer sich nämlich mal auf den Feldern umsieht, der wird sehen: Die sind staubtrocken. Zwischen Altlußheim und Neulußheim in Baden befinden sich lauter eigentlich bewirtschaftete Felder. Teilweise sind da noch die Spargelhügel zu sehen und die Pflanzen, die darauswachsen. Aber eben auch die leeren Felder. Vielleicht ist die Wintersaat schon in der Erde. Aber oben ist nur noch reiner Zuckersand zu sehen. Wie in einer Wüste, die nach und nach entsteht. Es staubt bei jedem Schritt, den man macht. Der Sand liegt locker obenauf. Es hat seit langem nicht mehr richtig und lange geregnet.
Der für die Landwirtschaft so katastrophale Sommer setzt sich im Herbst, der keiner ist, fort.

Im April fiel Schnee. Mitte April begann der Sommer. Er dauert bis jetzt, mit kleinen Unterbrechungen. Kommt bald ohne Übergang der Winter?

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KeineWochenShow

#84 – Hot hot Summer!

Sonntag, den 12. August 2018
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Die Hitze! Der heiße Sommer 2018! Das beschäftigt uns auch in KeineWochenShow. Wir sprechen über Temperaturrekorde und Sommerlöcher. Es geht um das Wacken-Open-Air, das diesmal nicht schlammig, sondern staubig war. Und um die Kaisermania an der Elbe in Dresden.

Im Sommerloch findet auch der Zirkus um den Ex-Radsport-Star Jan Ullrich statt. Eine RTL-Reporterin verfolgte ihn auf ziemlich entwürdigende Weise, und bei “Bild” heucheln sie Mitleid, nachdem sie auf Ullrich eingetreten hatten.

Außerdem wurde mal wieder Angela Merkel vermisst, und auf dem Trödelmarkt in Sellin bleibt Stephan Kings “Cujo” wohl noch etwas länger liegen. Warum – das erzählen wir in KeineWochenShow #84 auf YouTube.

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RTelenovela

38,0

Samstag, den 11. August 2018
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Wenn ich mit dem Auto unterwegs bin, dann wird mir auch immer die Außentemperatur angezeigt. Bei Extrem-Temperaturen sind das dann natürlich immer Werte, die meine erhöhte Aufmerksamkeit bekommen. Wenn im Herbst das erste Mal die -0,5-Grad-Marke erreicht wird, ist das immer was Besonderes. Oder wenn die Werte mal auf -10 Grad fallen.

Am Donnerstagmittag fuhr ich mit dem Auto durch Oranienburg-Süd, und da zeigte das Thermometer 38,0 Grad. Das sind dann schon Fieberwerte. Da braucht man auch nicht mehr die Fenster beim Fahren öffnen, weil draußen die Demse unerträglich ist.

Selbst am Abend hat sich die Luft in den vergangenen Tagen kaum noch abgekühlt. Am Mittwochabend waren in Berlin noch um 23 Uhr gute 30 Grad. Da möchte man gern mit einem Cabrio durch die Großstadt gondeln.
Aber ehrlich gesagt: So langsam freue ich mich wieder auf den Winter.

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ORA aktuell

Hitzewelle: 38 Grad in Oranienburg

Donnerstag, den 9. August 2018
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Die wochenlange Hitzewelle hat am Mittwoch auch in Oranienburg den Höhepunkt erreicht. Es herrschten am frühen Nachmittag Temperaturen in Höhe von 38 Grad.

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