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Tagesschau: Sabine

Dienstag, den 11. Februar 2020
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SO 09.02.2020 | 20.00 Uhr | Das Erste

Unwetterlage in Deutschland. Das Sturmtief Sabine kommt von Großbritannien in Richtung Norddeutschland und arbeitet sich in Richtung Süden vor. Aus dem Sturmtief wird ein Orkantief.
Eine durchaus ernste Lage, und da bekommen natürlich aktuelle Informationssendungen eine besondere Bedeutung.
Leider aber hat am Sonntagabend die “Tagesschau” versagt. Sie hat ihre Aufgabe entweder nicht ernst genommen, nicht verstanden, oder man war schlicht zu faul.

Die Sendung begann mit einem Bericht darüber, was Sabine schon angestellt hat. Ein Meteorologe erzählte, dass Flüge gestrichen werden könnten (ah ja) und dass es auch morgen auch gefährlich sein könnte. Dazu noch die üblichen Bilder von Menschen, die vom Sturm weggeweht werden. Und dann ging es mit Politik weiter.
Ganz am Ende der übliche 60-Sekunden-Wetterbericht mit ein paar Achtungszeichen, weil es stürmt, die Rede war von entsprechenden Unwetterwarnungen.

Liebe Tagesschau. Das war gar nix, das war Larifari und einfach unwürdig.
Die Menschen wollen konkreter informiert werden. Die ist jetzt die konkrete Wetterlage. Wohin zieht wann (so weit man das weiß) die Wetterfront? Was passiert innerhalb der Wetterfront?
Nichts davon in der Tagesschau. Dazu hätte man ins Wetterstudio schalten können, der hr liefert doch auch sonst den Wetterbericht dazu. Aber: Wollte man nicht, ging nicht, hat man nicht dran gedacht, was auch immer.
Das wäre ein wichtiger Service gewesen. Ein Service, den man bei besonderen Gefahrenlagen einfach liefern muss – gerade als meistgesehene Nachrichtensendung im Land.

Dass es funktioniert, zeigte später ein “WDR extra”. Dort erzählte ein Meteorologe anhand des Radarbildes genau das: Was ist gerade, was kommt, was könnte passiert. Und das recht präzise. So muss das laufen.

-> Die Tagesschau in der ARD-Mediathek

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Die Schlager des Sommers

Sonntag, den 11. August 2019
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SA 10.08.2019 | 20.15 Uhr | mdr-Fernsehen

Als Ute Freudenberg ihre “Jugendliebe” schmetterte, da schüttete es ordentlich. Man sah es in den Lichtstreifen der Scheinwerfer. “Die Schlager des Sommers” im mdr standen unter keinem so guten Stern. Das Wasserschloss Klaffenbach bei Chemnitz machten seinem Namen alle Ehre – das Wasser kam auch von oben.
Es schüttete so doll, und später kam noch ein ordentliches Gewitter hinzu, dass die Show unterbrochen werden musste. Mehr als eine Stunde muss musste Florian Silbereisen pausieren, das Publikum musste den Schlosshof verlassen.

Im mdr hat man am Sonnabendabend von alldem nichts gesehen. Auffallend war nur, dass es von einer Minute auf die andere plötzlich dunkel war – das lag nicht am Auftritt der Amigos, sondern daran, dass davor die lange Pause war.

Die Show jedoch war eine Aufzeichnung, und der mdr entschied offenbar, den Zuschauer die Wetterkatastrophe nicht zumuten zu wollen.
Als neulich im ZDF der “Fernsehgarten” wegen Gewitters geräumt werden musste, da ging das live über den Sender, beim ZDF musste man improvisieren. In der Aufzeichnung der mdr-Show musste sich keiner die Mühe machen, da irgendwas zu improvisieren. Dabei hätte dieser außergewöhnliche Moment diese Show interessanter gemacht und sicherlich aufgewertet. Zuschauer finden so was aufregend. Dass der mdr diese Pause so komplett unterschlagen hat, ist durchaus merkwürdig.

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ZDF-Fernsehgarten: Mallorca-Party

Dienstag, den 30. Juli 2019
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SO 28.07.2019 | 11.40 Uhr | ZDF

Das Schöne am echten Live-Fernsehen ist, dass man Dinge nicht immer so ganz beeinflussen kann. Und tritt eine Sondersituation ein, dann macht man das Beste draus – auch wenn es chaotisch wirkt.
Nach 2011 erlebte der “ZDF-Fernsehgarten” sein zweites schweres Gewitter. Aber während man damals die Sendung trotz heftigem Regens und Blitzen weiter durchzog – es herrschtes geordnetes Chaos, weil Andrea Kiewel die Zuschauer von draußen auf die Bühne holte -, kam diesmal alles anders.

Die jährliche Mallorca-Party begann bei gutem Wetter. Aber an diesem Sonntagmittag zog sich über dem Mainzer Lerchenberg der Himmel zu, und bald ging heftiger Regen nieder. Andrea Kiewel wollte gerade den nächsten auftritt ansagen, da meldete sich die Regie. Man müsse die Live-Show wegen einer Gewitterwarnung abbrechen.

Und das live, und das gut 40 Minuten vor Sendungsende. Also blieb man live drauf und zog mit den Gästen in ein Havarie-Studio. Wir waren dabei, wie sie sich dort einrichteten, Kiwi nach einem Espresso fragte und Jürgen Milski wissen wollte, ob das jetzt wirklich alles live zu sehen war.
Plötzlich gab es ein durch spannendes Gespräch wie denn das so ist als Mallorca-Sänger und darüber, dass ja das Image des “ZDF-Fernsehgartens” total falsch sei, dass auch viele Jüngere zusehen würden.
Zwischendurch schmiss man ein Playback an, und die Stars taten, als würden sie singen.

Das war irgendwie peinlich, aber andererseits auch eine Sternstunde des Live-Fernsehens. Niemand wusste genau, was jetzt kommt, hauptsache irgendwas passiert. Und wenn das Playback zu früh beginnt und Jürgens Band noch gar nicht im Raum ist – scheißegal. Ein Hoch auf die Improvisation!

Neulich zeichnete der mdr in Chemnitz “Die Schlager des Sommers” auf. Auch dort gab es ein Unwetter, und die Show musste abgebrochen werden. Allerdings während der Aufzeichnung. Der Zwischenfall wird dann sicher rausgeschnitten, wenn die Show am 10. August zu sehen ist – Impro gibt es nur live!

-> Die Sendung in der ZDF-Mediathek.

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KeineWochenShow

#134 – Erstmals mit Teaser-Teaser!

Sonntag, den 28. Juli 2019
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Es ist ein kleines bisschen eine Urlaubssendung im Hochsommer. Immerhin hatten wir in dieser Woche einen neuen Temperatur-Rekord in Deutschland, und einer von uns beiden hatte Urlaub und ist nach Warnemünde und in den Eberswalder Zoo gereist.

Natürlich geht es auch um die Politik – in einer neuen Folge von KeineBrexitShow, und es geht um die Sondersitzung des Bundestages an einem besonderen Ort.
Wir besprechen aber auch, wie es momentan um das Kremmener Punkfestival “Resist to Exist” bestellt ist, und auch das Wacken Open Air ist ein Thema.

Außerdem geht es um den Plastikwahnsinn bei Amazon, und erstmals haben wir am Ende einen Teaser-Teaser. Das und mehr in KeineWochenShow #134 auf Youtube.

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rbb spezial: Sahara-Hitze in Berlin und Brandenburg

Donnerstag, den 27. Juni 2019
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MI 26.06.2019 | 20.15 Uhr | rbb

Hitze, Kälte, Dunkelheit oder Schneeflocken: Wenn es um das Wetter geht, dann ist ein “rbb spezial” nicht weit. Und vermutlich herrschte große Erleichterung, als am Mittwoch endlich die Nachricht vom Juni-Temperaturrekord eintraf: 38,6 Grad! Herzlichen Glückwunsch, Coschen!

Andererseits: Ein bisschen enttäuschend sind diese 38,6 Grad ja schon. Immerhin sind in den vergangenen Jahren immer die 40 Grad herumgeraunt worden. Überall sind diese 40 Grad angekündigt worden, und dann hätte es vermutlich ein zweistündiges “rbb spezial” gegeben.
Selbst die seriöse “Tagesschau” raunte in den vergangenen Tagen immer mal wieder von den 40 Grad, obwohl die anfangs nicht nicht mal auf der Wetterkarte stand. Da stand für den Mittwoch eine 39, aber vorsichtshalber sagte der Sprecher, dass es “vielleicht” auch 40 werden können. Diese 40er-Geilheit griff offenbar überall um sich.

Dass es dann “nur” 38,6 Grad waren, ist dann fast schon ernüchternd. Was den rbb natürlich nicht davon abhält, im “rbb spezial: Sahara-Hitze in Berlin und Brandenburg” noch mal die Beiträge zu zeigen, die vorher schon mal bei “rbb um 6”, “zibb” und “Brandenburg aktuell” liefen. Zur Primetime sind die schon gezeigten Beiträge vielleicht noch heißer.

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RTL aktuell spezial: Hitze extrem

Donnerstag, den 27. Juni 2019
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MI 26.06.2019 | 20.15 Uhr | RTL

Seit Jahrzehnten gibt es im Ersten einen “Brennpunkt” zur Primetime, wenn es eine besondere Nachrichtenlage gibt. Bei RTL – ja eher selten in Sachen Informationsoffensive zur Stelle – sind sie nun auch auf den Geschmack gekommen. Am Mittwoch gab es um 20.15 Uhr bei RTL eine Programmänderung: ein “RTL aktuell spezial” mit dem Titel “Hitze extrem”.

15 Minuten lang ging es um den wohl bislang heißesten Tag in Deutschland. Wie schlimm es war. Wie schlimm es ist. Und wie schlimm es sein wird. Alles schlimm.
Man wolle das jetzt öfter machen, wenn es die Nachrichtenlage erfordere, hieß es. RTL-Brennpunkte gibt es also in Zukunft, wenn es heiß ist, vielleicht auch wenn es kalt ist. Oder wenn es mal schneit. Oder wenn Sylvie Meis mal wieder einen Neuen hat. Oder wenn bei “Let’s Dance” mal jemand gestolpert ist. Alles ganz wichtig, und dafür kann man auch mal die anderen egalen Sendungen, die sonst so zur RTL-Primetime laufen, verschieben.

Übrigens gab es zeitgleich im Ersten einen “Brennpunkt” – zum Thema Politischer Mord – Geständnis im Fall Lübcke”. Ist vielleicht doch ein bisschen brisanter als der RTL-Wetter-Brenndingsbums.

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rbb24: Sommer am Karfreitag

Montag, den 22. April 2019
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FR 19.04.2019 | 21.45 Uhr | rbb

Trockenheit? Brände? Schlimm! Aber Hauptsache, die sagen das Osterfeuer nicht ab. Denn das wäre die schlimmste Katastrophe.
Neues zum Hauptsache-Ich-Gefühl hatte der rbb am Karfreitagabend im Programm. In der Nachrichtensendung “rbb24” ging es um die Trockenheit.
In Berlin-Gatow brannte es auf 2000 Quadratmetern, die Feuerwehr musste zum Löschen anrücken. In Gatow findet allerdings auch eines der größten Berliner Osterfeuer statt. Und absagen – nein, das geht natürlich nicht. Das will man sich doch nicht vermiesen lassen. Da rückt dann eben wieder die Feuerwehr an und hält fix mal 30.000 Leiter Löschwasser bereit. Schließlich kämen ja tausende Menschen, die sollen doch nicht traurig sein.
Falls das Osterfeuer außer Kontrolle geraten sollte, dann will ich mal sehen, wie fix das gelöscht werden kann und den Tausenden der Spaß vergeht.

Im Prinzenbad in Berlin-Kreuzberg ließen es sich die Menschen bei 24 Grad Wassertemperatur gut gehen. Auch darüber berichtete “rbb24”. Ein junge Frau, sagte ins rbb-Mikrofon, während sie im Wasser plantschte, dass sie sich ja mit ihren Freunden schon gefragt habe, ob das das Global Warming sei und ob sie nun weniger Auto fahren würden. Das hätten sie verneint, sagte sie dann noch und lachte.
Ach, diese Hauptsache-Ich-Welt – die ist schon sehr gemütlich.

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