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Waltersdorfer Parkplatzwanderung

Mittwoch, den 6. März 2013
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Mein Auto parkte während meiner Lissabon-Tour in Waltersdorf, unweit vom Flughafen in Schönefeld. Auf der Hintour klappte das auch ganz gut, der Busfahrer zeigte mir, auf welchem Parkplatz er am Airport auf mich warten würde.

Ich warte gerade am Gepäckband in Schönefeld und erblicke mein Doch-nicht-Handgepäck-Köfferchen, als mein Handy klingelt. Eine unbekannte Nummer, die ich erst mal wegdrücke. Später habe ich die Idee, dass es der Mann vom Shutleservice sein könnte. Da ich aber inzwischen sowieso auf dem Weg nach draußen bin, halte ich den Anruf für überflüssig.
Und tatsächlich, auf dem Parkplatz steht bereits ein Shutleservice. “Sind Sie der Mann, der mich nach Waltersdorf fährt?”, frage ich, und der Mann nickt. Er fragt mich noch, woher ich komme. Ich antworte Lissabon, und alles ist klar, wir müssen aber noch auf andere Heimkehrer warten. Doch das geht schnell, und so begeben wir uns auf die Fahrt nach Waltersdorf.

Dann klingelt mein Handy erneut. Es ist der Mann vom Shutleservice. Ich bin irritiert, ich sitze doch schon im Wagen, sage ich. Nein, er stehe noch am Flughafen und wolle wissen, wo ich sei, sagt er.
Und dann ist es klar: Ich sitze im falschen Shutleservice. Dass die Aussage, ob jemand nach Waltersdorf nicht ausreicht, weil es dort gleich mehrere Airport-Parkplätze gibt, war mir nicht bekannt. Der Fahrer, der eigentlich gar nicht zuständig ist, hat allerdings auch nicht näher nachgefragt oder auch nicht feststellt, dass ich gar nicht in seinen Unterlagen vorkomme. Er sagt, das komme ab und zu vor, dass er die Kunden seiner Nachbarfirma mitnehme. Aber er setze mich dort ab, das sei kein Problem.

Nun ja. Es stellt sich raus, dass ich nicht Kunde seiner Nachbarfirma bin. An meinem Parkplatz düsen wir vorbei, und er setzt mich bei der Nachbarfirma ab. Und so kommt es, dass ich eine Waltersdorfer Parkplatzwanderung unternehme – von Parkplatz Nr. 3 nicht zu Parkplatz Nr. 2, sondern zu Parkplatz Nr. 1. Dort angekommen muss ich dennoch warten – bis mein Fahrer kommt, um mir aufzuschließen.

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Den Koffer zahle ich nicht, den Parkplatz aber schon

Samstag, den 2. März 2013
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Oranienburg gehoert eisenbahntechnisch momentan nicht gerade zu den besten Adressen. Es faehrt keine Bahn in die Stadt.
Das ist natuerlich unguenstig, wenn man mit einer Reisetasche zum Flughafen nach Schoenefeld will, aber absolut keine Lust hat, sich in den Schienenersatzverkehr zu setzen. Ich musste mir also einen Parkplatz in der Naehe des Flughafens suchen.

Freunde empfahlen mir, bei ihnen in der Naehe am Regionalbahnhof Berlin-Karlshorst zu parken. Von dort ist es nur noch eine Station bis Schonefeld.
Meine Cousine brachte mich dann aber auf die Idee, im Internet nach Parkplatzen zu suchen, ebi den meisten gibt es sogar einen Shuttleservice – der natuerlich etwas kostet.
Aber ich beschloss, mir meine Faulheit etwas kosten zu lassen. Diverse Firmen bieten kostenpflichtige Parkplaetze rund um den Flughafen an. Von 28 bis 49 Euro fuer drei Tage ist alles dabei gewesen.
Der fuer 28 Euro ist nicht nur der billigste gewesen – er lag auch relativ guenstig gelegen – in Waltersdorf, keine 10 Minuten vom Airport entfernt,

Gesagt, gebucht, getan. Das Ganze verlief ganz problemlos. Und wenn ich wieder in Schoenefeld lande, holt mich der Service auch gleich wieder ab.

Das mit dem Service bei Easyjet ist so eine Sache. Wer einen Koffer in den Flieger mitnehmen will, muss dafuer 40 Euro extra zahlen. Hatte ich – im Gegensatz zum Parkplatz – gar keinen Bock drauf. Also begnuegte ich mich mit Handgepaeck, einem Minikoefferchen.
Am Flugsteig dann aber die Ueberraschung: Man habe zu viel Handgepaeck – ob ich nicht meine Tasche doch lieber als Gepaeck aufgeben moechte, natuerlich kostenlos.
So flog ich dann doch – abgesehen von der Zeitung – ohne Handgepaeck nach Lissabon.

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