RTelenovela

Sind Frauen auch schlechte Beifahrer?

Montag, den 28. Februar 2011
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Wie sagte Loriot so schön: Männer und Frauen passen einfach nicht zusammen. Offenbar auch nicht beim Autofahren. Da scheinen sich Männer am Steuer mit Frauen als Beifahrer so zu langweilen, dass sie einpennen.
So geschehen neulich auf der A24 in der Nähe von Walsleben. Wobei natürlich über den Grund nichts bekannt ist.
Fakt ist: Der Mann am Steuer schlief ein, die Frau nahm das Steuer, das Auto landete nicht nur in der Böschung, sondern donnerte auch gegen einen Baum.
Die Insassen haben überlebt, zum Glück. Aber manchmal sind diese Männer-Frauen-Geschichten dann doch ziemlich irritierend…

RTZapper

ZAPPER VOR ORT: Alfi Hartkor in Marwitz

Montag, den 26. April 2010
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SA 24.04.2010 (So.) | Marwitz, Beat-Fabrik

Als Alfi Hartkor “Verdammt, ich lieb dich” von Matthias Reim ins Mikro brüllte, drohte die Stimmung in der Marwitzer “Beat-Fabrik” endgültig umzukippen. Das Publikum war ungehalten, der Tanzraum leerte sich.
Bis zum Auftritt des 29-Jährigen war die Welt in Ordnung. Die Disco war voll, alle amüsierten sich. Technobeats schallten auf die Tanzfläche. Aber dann kam er: Alfi Hartkor. Mit grauer Hose und Schlabberpulli stand er auf der kleinen Bühne und machte ungelenke Bewegungen. “People!!”, grölte er ins Mikrofon.
Die Gesichter der Gäste sprachen Bände. Es war alles dabei: Belustigung, Fremdscham und blankes Entsetzen.

Alfi Hartkor? Wer ist das? Der junge Mann nahm im Herbst 2009 am Casting von “Deutschland sucht den Superstar” teil. Im Januar 2010 strahlte RTL die Bilder aus. Vor der Jury sang er einen Song von Scooter. Aber anstatt “I Feel Hardcore” grölte er “Alfi Hartkor” und hatte somit seinen Namen weg. Dazu wedelte er mit den Armen und hüpfte seltsam.
Dieter Bohlen und seine Jurykollegen verweigerten ihm die Teilnahme am Recall.
Dennoch nahmen Produzenten Kontakt mit Alfi auf, der in Wirklichkeit Andreas heißt. Die Single “Schneller – härter – Andy” schaffte es in den Charts bis auf Platz 112. Freitag gastierte er in der Disco in Walsleben, am Tag danach in Marwitz.

“Hey, das geht ab!” grölt Alfi Hartkor in sein Mikro. Die Menge feiert, sie kennt den Song. Alfi springt von der Bühne und läuft in die Massen. Am Ende ruft er: “I love you too much!” Das heißt so viel wie “Ich liebe euch zu sehr!”, aber so genau wird Alfi sowieso nicht wissen, was er da sagt. “Rampensäue!”, ruft er dann noch. Irgendwer ruft tatsächlich noch nach einer Zugabe, und Alfi bringt sie: “Verdammt, ich lieb dich” von Matthias Reim. Als er beim Refrain angekommen ist, ist sein Hintergrundplayback noch lange nicht so weit. Alfi improvisiert.
Die Stimmung im Saal droht zu eskalieren. Einige zeigen Alfi den Stinkefinger, ganz vereinzelt fliegen Gegenstände Richtung Bühne. Schließlich müssen die Ordner Alfi von der Bühne schieben. Er wäre sonst noch länger geblieben.
Die Party geht weiter, und die Stimmung steigt wieder.

Alfi gibt später noch Autogramme, und viele lassen sich mit ihm fotografieren. Ein Pärchen lässt sich den Schriftzug “ALFI” auf ihre nackten Bäuche schreiben.

Später treffen wir Alfi Hartkor im Backstage-Bereich. Er ist zufrieden mit seinem Auftritt, in Walsleben sei er aber noch besser drauf gewesen, sagt er. “Ich bin praktisch der zweite H. P. Baxxter von Scooter.” Er ist sein Vorbild. Als Alfi wird er auf der Straße erkannt, Autofahrer stoppen und rufen “Hyper, Hyper!”
Warum er dennoch nicht nur Scooter-Songs singt (wenn man das denn so nennen kann), begründet er damit, weil für jeden Geschmack was dabei sein solle. Der Reim-Song richte sich an die Frauen. “Damit sie dahinschmelzen”, so Alfi Hartkor. Er meint das ernst. Er meint das alles ernst.
Dass er Erfolg habe, merkt er daran, dass die Videoclips bei Clipfish und Co. unzählige Male angeklickt würden. Und immerhin durfte er ja in der Top-15-Show von DSDS auch auftreten – und wurde zum schrägsten Kandidaten der aktuellen Staffel gewählt. Er durfte auf die Live-Bühne, das macht ihn stolz.
Vor ihm liegt sein Textzettel. Die englischen Wörter stehen darauf in Lautschrift: Yez, aim dse man.” So lernt er seinen Text.

Es ist eine seltsame Mischung, die sich breit macht, wenn man mit Alfi zu tun hat. Beobachtet man seinen Auftritt, ist es wirklich bitter. Der Anblick des jungen Mannes, der da auf der Bühne steht und … was genau er da eigentlich macht, bleibt unklar…
macht jedenfalls betroffen. Ein einziges Auweia.
Spricht man dann mit ihm, ist es zwar tatsächlich so, dass er gut findet, was er da macht, realistisch ist er trotzdem: Sein Erfolg werde nur kurz sein, sagt er. Deshalb werde er seinen Beruf nicht aufgeben. Alfi ist Maler, sitzt also fest im Sattel des Alltagslebens.

Der Auftritt in Marwitz wird wahrscheinlich sein Letzter gewesen sein. Immerhin verlangen seine Manager für den Auftritt 1500 Euro – so steht es für alle sichtbar im Internet. Alfi selbst bekommt davon nicht ganz so viel. Sein Ziel aber: einmal bei Oliver Pocher oder Stefan Raab auftreten. Das wird ihm wohl kaum noch gelingen.

Wer Alfi Hartkor kennenlernt, bekommt einen kleinen Einblick in die DSDS-Maschinerie. Es erklärt, warum auch die Untalentierten vor der Bohlen-Jury so selbstbewusst sind. Warum viele von ihnen geschockt sind, wenn sie als schlecht betitelt werden (oder schlimmer in der Wortwahl Bohlens).
Alfi erzählt, dass er vor dem Fernsehcasting bereits bei einem Vorcasting war. Eine ihm unbekannte Jury saß da vor ihnen. Sie entschieden, dass er vor Bohlen und Co. auftreten darf. Dass er quasi eine Runde weiter ist.
Was viele der Kandidaten nicht bedenken: Es geht dabei nicht darum, dass die Guten weiterkommen, sondern der Querschnitt der Kandidaten. Die Guten, die Miesen, die Freaks, die ganz Üblen. Wenn sie also ins RTL-Castingstudio kommen, halten sie sich schon mal für was Besseres.

Auch wenn man es vielleicht anders denkt: Alfi Hartkor scheint sich wohlzufühlen, mit dem was er da macht. Für ihn ist das, was er auf der Bühne macht, gut. Das Publikum macht mit. Dass das nicht nur ein positives Echo ist, bekommt er nicht so genau mit. Er lebt in seiner eigenen Glemmerwelt. Aber das ist in Ordnung. Zumindest für ihn. Er hat seinen Ruhm. Er weiß, dass der vergänglich ist. Und er wird immer mit guten Erinnerungen daran denken. Wenn dann alles vorbei ist, geht er weiter ganz normal arbeiten, und ab und zu sieht er sich in den DSDS-Rückblicken und denkt an seine aufregendste Zeit.
Wir sehen das Spektakel als Zuschauer vielleicht mit Entsetzen, und eigentlich hätte diesen Auftritt niemand gebraucht. Aber Alfi war mal berühmt. Ihm haben alle zugesehen. Er wird noch lange davon sprechen und beseelt sein.

*
Übrigens: Die “Beat-Fabrik” in Marwitz gibt es noch. Neulich lief auf ProSieben innerhalb von “taff” die Reihe “Sem – Der Clubretter”, und es sah so aus, als ob die Disco auf dem letzten Loch pfeift, niemand mehr kommt und bald Schluss ist. Das ist nicht so. Allerdings: Nach der Fernsehausstrahlung vorletzte Woche kam tatsächlich niemand. Das, was ProSieben gedreht hat und das, was dann ausgestrahlt wurde, war wohl nicht so richtig deckungsgleich. Die Party in der Nacht zu Sonntag war jedenfalls sehr gut besucht.

aRTikel

Räumfahrzeuge im Dauereinsatz

Dienstag, den 22. Dezember 2009
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Wetter: Unfälle auf der Autobahn und den Nebenstrecken / Ärger über Winterdienst / Problem bei der Bahn

MAZ Neuruppin, 22.12.2009

Glatte Straßen und eine schlechte Sicht führten zu mehreren Unfällen und zu einem Zwischenfall beim Prignitzexpress. Ein Zug stoppte erst 100 Meter hinter Wustrau- Radensleben.

NEURUPPIN
Der Schnee hatte Ostprignitz-Ruppin gestern weiter voll im Griff. Glatte Straßen machten Autofahrern und Fußgängern zu schaffen. Bis zum Nachmittag ereigneten sich im Bereich der Autobahnmeisterei Walsleben 14 Unfälle mit drei Verletzten. Einen Schwerpunkt bildete dabei der nördliche Teil der A 24. Immer wieder musste die Strecke an einigen Stellen gesperrt werden, es entstanden Staus.

In der Nähe der Raststätte Linum lag am Vormittag der Lkw eines Paketdienstes im Straßengraben. Der Fahrer hatte die Kontrolle über seinen Laster verloren. Zwischen Linum und Kremmen in Richtung Berlin rutschte ein weiterer Lkw in die Mittelleitplanke.
Auf der eisglatten Landesstraße zwischen Neuruppin und Dammkrug verlor am Sonntagabend ein 48-jähriger Ford-Fahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug. In der Nähe des Autobahnanschlusses Neuruppin Süd stieß der Mann mit seinem Wagen seitlich mit dem von vorn gekommenen Toyota zusammen und landete schließlich in einer Böschung. Bei dem Unfall verletzte sich ein zwölfjähriger Junge. Er musste zur Behandlung ins Krankenhaus. Beim Ford-Fahrer stellte die Polizei einen Atemalkoholwert von 2,28 Promille fest. Der Schaden beträgt 10 000 Euro.

In der Nacht zu gestern schneite es dann erneut. Ab 3 Uhr waren 15 Mitarbeiter des Neuruppiner Bauhofes im Einsatz, teilte Mitarbeiter Uwe Steffen auf MAZ-Nachfrage mit. „Wir haben zweimal geräumt.“ Karl-Heinz Dürr vom Landesbetrieb Straßenwesen in Kyritz bezeichnete den gestrigen Tag als „ganz normalen Winterbetrieb.“ Nördlich des Landkreises sei die Schneesituation sehr viel kritischer gewesen. „Wir arbeiten derzeit in drei Schichten“, so Dürr. Seit Sonntag sind seine Mitarbeiter im Dauereinsatz. Größere Probleme konnte er jedoch nicht benennen.
Dennoch häuften sich gestern bei der MAZ Beschwerden über zu spät geräumte Straßen. Die Neuruppiner Steinstraße sei gegen 9 Uhr noch nicht frei gewesen. Viele Wege in der Innenstadt waren den ganzen Tag rutschig. „Vor allem in den Nebenstraßen ist es noch sehr glatt“, sagte der derzeitige Rathaussprecher Jan-Pieter Rau. „Dort sollte weiterhin sehr vorsichtig gefahren und gelaufen werden.“

Das Winterwetter führte gestern aber auch im Bahnverkehr zu Problemen. Am Vormittag verpasste der Prig-nitzexpress aus Neuruppin in Richtung Berlin den Bahnhof Wustrau-Radensleben. Dort hält der Zug nur nach Bedarf. Wegen der schlechten Sicht hat der Triebwagenfahrer offenbar die wartenden Menschen auf dem Bahnsteig zu spät gesehen, so eine Sprecherin. Der Zug stoppte etwa 100 Meter hinter dem Bahnhof auf freier Strecke und rollte erst nach einigen Minuten zurück.

aRTikel

Der Test zum Welttoilettentag

Donnerstag, den 19. November 2009
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Den Gedenktag gibt es seit 2001: Die MAZ testete neun Anlagen

MAZ Neuruppin, 19.11.2009

Heute ist der Welttoilettentag. Deshalb hat sich die MAZ am Dienstag auf eine Reise zu den öffentlichen Toiletten in Neuruppin, Lindow, Rheinsberg und entlang der Autobahn A 24 begeben. Relevant waren jedoch nicht nur die Toilettenbecken an sich, sondern auch das Umfeld. Sind die Anlagen einfach zu finden? Sind sie problemlos zu bedienen? Dabei schnitten die Toiletten auf den Autobahnraststätten und dem Autohof in Herzsprung insgesamt etwas besser ab als die in den drei Städten.

Erstmals ausgerufen wurde der Welttoilettentag übrigens am 19. November 2001 von der Welttoilettenorganisation. Die Vereinten Nationen unterstützen den jährlichen Feiertag. Damit soll vor allem auf fehlende ausreichend hygienische Sanitäreinrichtungen für mehr als 40 Prozent der Menschen auf der Welt hingewiesen werden. Ein Problem, das unterschätzt wird, obwohl es ein wichtiges Hindernis für soziale und wirtschaftliche Entwicklung ist, so ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums.

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Wie im Tierkäfig
Die Toilette an der Neuruppiner Post wirkt gruselig – die Klos am Schulplatz sind alt, aber sauber

NEURUPPIN
Die Toilette am Neuruppiner Schulplatz ist eher ein Insidertipp. Ich habe sie nur zufällig entdeckt. Sie ist nicht ausgeschildert. Hinter dem Bistro am alten Gymnasium führt eine Treppe nach unten. Auf den ersten Blick sieht die gesamte Anlage schon ein bisschen älter aus. Auf den zweiten zwar auch, aber auf die Sauberkeit kommt es schließlich an. Die ist gegeben.
Die Atmosphäre ist locker. Die Toilettenfrau unterhält sich angeregt mit anderen Gästen, grüßt aber freundlich. Es herrscht Leben in der Bude. Auf einem der Klodeckel klebt ein Bild, auf dem sich ein Männchen die Nase zuhält. So schlimm ist es noch nicht. Leider fehlt allerdings ein Handtuch oder ein Trockner – irgendwas, womit ich mir die Hände abtrocknen kann. Die 30 Cent zahle ich dann bei der Toilettenfrau, die sich inzwischen in ihr zigarettenverrauchtes Kabuff gesetzt hat.

Unweit vom Schulplatz, direkt neben der Post, steht ein vollautomatisches Toilettenhaus. Der Zutritt kostet eigentlich 20 Cent, die Tür öffnet sich aber auch so. Doch der erste Eindruck ist gruselig. Die Tür fällt zu, und ich bin gefangen. Mein Eindruck: Ich stehe in einem Tierkäfig – oder einer Gefängniszelle. Licht gibt es nicht, nur von oben dringt ein wenig Helligkeit durchs Gitter. Toilette, Pissoir und das Ding, das entfernt an ein Waschbecken erinnert, sind aus Stahl und glänzen im matten Licht. Das wirkt alles andere als vertraulich.
Ich beschließe: Auf dieses Klo werde ich mich ganz bestimmt nicht setzen. Und ich kenne niemanden, der sich auf so etwas freiwillig setzen würde. Das Häuschen ist nicht wirklich dreckig, aber schön ist was anderes.

Ein besonderer Anblick bietet sich übrigens in der Neuruppiner Regattastraße gegenüber dem Evangelischen Gymnasium: ein verwitterter, abgeschlossener Container, an dem das Schild „Toilette“ klebt. Was mich drinnen erwartet hätte, will ich mir aber lieber gar nicht ausmalen.

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Das Hinweisschild zeigt auf Kronprinz Friedrich
Die Rheinsberger Toilette ist sauber, aber schwer zu finden

RHEINSBERG
Rheinsberg hat ein ordentliches, sauberes Klo. Da gibt es nichts zu meckern. Nur leider habe ich ewig danach suchen müssen.
Das Hinweisschild für die Toilette habe ich schnell entdeckt. Es steht gegenüber dem Tor zum Schlosspark. Lustigerweise zeigt es direkt auf das Denkmal von Kronprinz Friedrich. Ich vermute jedoch, dass es nicht gemeint sein kann. Mit etwas gutem Willen zeigt das Schild auch in Richtung der Touristeninfo. Also laufe ich dort hin.

Ich ahne, dass ich falsch bin, denn dort fehlt jeder weitere Hinweis auf ein Klo. Ich frage nach. „Da müssen Sie in den Schlosspark zum Marstall“, bekomme ich als Auskunft. Ich laufe also zurück zum Schlossparkeingang. Und wieder bin ich ratlos. Ich sehe mich im Park um. Welches der Gebäude könnte denn nun der Marstall sein? Ich denke erneut an das Hinweisschild vor dem Park. Es zeigt auf das vom Tor aus gelegen rechte Gebäude. Ich mache mich auf den Weg.
Einen weiteren Hinweis auf eine Toilette – oder überhaupt irgendeinen Tipp finde ich nicht. Schließlich stehe ich vor einer verschlossenen Tür mit der Aufschrift „Schlosstheater Rheinsberg“. Ein Klo gibt es hier nicht. Missmutig laufe ich wieder zum Eingang zurück. Unterwegs sprechen mich zwei Frauen an: „Wissen Sie, wo die Toiletten sind?“ Gute Frage. Da sind wir ja nun schon zu dritt. Ich habe keine Antwort, und wir sind schnell per du.

Auf dem Rückweg entdecke ich dann doch noch eine Übersichtstafel. Die muss ich wohl übersehen haben. Auf ihr kann ich ablesen, wo nun genau der Marstall ist. Es ist das linke Gebäude, das eingerüstete. Das Hinweisschild draußen zeigt also in eine völlig falsche Richtung. Direkt vor dem Eingang erwartet mich eine große Hinweistafel: WC. Gut zu wissen.

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Die Tür fällt zu, der Gast steht im Dunkeln
In Lindow sind die Räume beschmiert

LINDOW
Normalerweise kostet der Zutritt zur Toilette an der Lindower Touristeninfo im Ortszentrum 20 Cent und ist eine Wissenschaft. Die kleine Hinweistafel spricht Bände: Tür kräftig innerhalb von drei Sekunden öffnen. Was für ein Stress. Den habe ich glücklicherweise nicht, ein Mitarbeiter der Touristen-info schließt mir auf. Derzeit müssen die 20 Cent für die Männertoilette nicht gezahlt werden, weil der Raum völlig mit Graffiti beschmiert ist. Diverse Krakel von verschiedenen „Künstlern“ zieren Vorraum und Kabine.

Zunächst muss ich allerdings nach dem Lichtschalter suchen. Als die Tür zufällt, stehe ich nämlich völlig im Dunkeln. Nichts für Leute mit Platzangst. Ich taste die Wand ab nach dem Schalter.
Auch ohne Graffiti wirkt der düstere Raum nicht sehr gastlich. Das Pissoir neben dem Miniwaschbecken ist ungepflegt, das darin stehende Wasser gelb. Insgesamt sollten die Lindower darüber nachdenken, das Ding gründlich zu sanieren.

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Toiletten an der Autobahn

Papierreste auf dem Boden
LINUM
In der Toilettenanlage der Raststätte Linumer Bruch – an der Autobahn in Fahrtrichtung Hamburg – empfängt mich zunächst ein eigenwilliger Geruch. Im Toilettenraum selbst ist der Duft glücklicherweise neutraler. In einer der Kabinen liegen noch Reste des Klopapiers vom Vorgänger. In den Urinalen liegen stellenweise noch lauter Haarbüschel, was nun wirklich kein schöner Anblick ist. Aber ansonsten ist die Anlage annehmbar sauber. Clever: Der Toilettenmann am Ausgang hat sein Schild so hingelegt, dass der Besucher die 50 Cent Gebühr als Aufforderung versteht – und nicht als freiwillige Gabe.

Ein paar Minuten Urlaubsflair
WALSLEBEN
Idylle an der Raststätte Walsleben-Ost. Das Toilettenhaus ist ein Extracontainer neben der Gaststätte, dahinter beginnt der Wald. Das Gebäude hat von außen das Flair eines Urlaubsbungalows. Am frischesten riecht es im Vorraum, drinnen duftet es neutral, alles ist sauber. Allerdings beginnen die Klobrillen langsam zu verkeimen. Auf der anderen Seite der Autobahn, in Walsleben-West, wartet die Toilettenfrau vor der Tür rauchend auf ihre Kunden. Dennoch werde ich freundlich begrüßt. Der Toilettenraum ist ähnlich eingerichtet wie in Walsleben-Ost, wirkt jedoch noch viel heller und ausgesprochen freundlich. Die Becken sind sauber. Da lässt sich der Kunde gern nieder und gibt 30Cent oder mehr.

Duschen für die Brummifahrer
HERZSPRUNG
Aus dem Radio beschallen die größten Hits der 80er, 90er und das Beste von heute den Waschraum. Im Sanitärbereich auf dem Autohof in Herzsprung können die Brummifahrer auch duschen. Der Toilettenmann gibt sich Mühe: Überall stehen kleine Töpfe mit Blumen. Ein kleines Problem scheint es in einigen der Kabinen zu geben. Das Wasser läuft permanent. In Sachen Sauberkeit lässt die Anlage aber keine Wünsche offen. Ein Nachteil auf dem riesigen gepflasterten Rastplatz ist jedoch die völlige Orientierungslosigkeit. Der Reisende verirrt sich – sowohl bei der Zu- als auch bei der Abfahrt.

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Im nächsten Jahr kommt der Anbau
Interview: In Flecken Zechlin nachgefragt

Am Toilettentest kann Flecken Zechlin mangels Testobjekt nicht teilnehmen. Robert Tiesler fragte beim Ortsbürgermeister Wilfried Schmidt nach.

Flecken Zechlin hat als Touristenort bislang keine öffentliche Toilette. Warum ist das so?
Wilfried Schmidt:Bisher bestand kein Bedarf. Aber als Tourismusort werden wir eine öffentliche Toilette brauchen.

Und wie weit sind die Überlegungen?
Schmidt: Die Toilette ist in Planung.

Wann und wo soll es denn so weit sein?
Schmidt:Ich gehe davon aus, dass sie im Jahr 2010 gebaut wird. Es ist ein Anbau an die Touristeninformation geplant. Ein Architektenbüro ist schon an der Arbeit.

RTelenovela

Wahl 2009: Na, das ist ja spannend! Oder so.

Mittwoch, den 9. September 2009
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Ja, wir müssen alle wählen gehen. Alles andere wäre unsinnig. Aber dennoch muss ich zugeben: Der Wahlkampf 2009 ödet mich an.
Was war das spannend im Jahr 2002, als der Stoiber-Edi gegen den Gerhard antrat und sich (oft unfreiwillig) komische Duelle lieferten. Und wir alle eine Meinung hatten: Edi muss nicht sein.
Aber 2009? Gähn. Der Steinmeier ist so langweilig, dass ich mir nicht mal die entsprechenden Wahlforen mit ihm ansehe. Es gibt sowieso wenig bis nichts Neues zu erfahren.

Und sogar die Politiker selbst sind politikverdrossen. Heute war ich bei einer Sitzung in Walsleben, wo es unter anderem um die Einführung der Doppik geht, der doppelten Haushaltsführung. Einer der Abgeordnteten rastete irgendwann aus und rief laut, dass das alles Murks sei. Und überhaupt hätten sie ja alle nichts zu sagen, sie müssten nur alles abnicken, und dann käme alles anders. Mit Blick auf die Uhr rief er: Jetzt ist es kurz vor 9 (zwei Stunden nach Sitzungsbeginn), und sie hätten nur zu bestimmen, wie die örtliche Schule ab Oktober heißt.
Der pure Frust.
Und wenn schon die Politiker dermaßen angestunken sind – wie sollen dann die Normalbürger für die Politik zu begeistern sein? Gar nicht.

aRTikel

Neue Optik für das „Crazy“

Donnerstag, den 9. Oktober 2008
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Freizeit: Die Diskothek in Friesack wird derzeit renoviert / Eröffnungsparty am 18. Oktober

MAZ Falkensee, 9.10.2008

Drei Wochen später als geplant feiert die Friesacker Disko bald Wiedereröffnung. Bis dahin werden die Räume an der Hamburger Straße renoviert.

FRIESACK
Derzeit wummern im „Crazy“ keine Bässe, ist keine Musik zu hören. Stattdessen wird in der Friesacker Diskothek geklebt, gehämmert, geräumt und gesäubert: Es ist Renovierungszeit. „In der Branche muss man sich ab und zu erneuern“, sagt Matthias Kroll (31), Geschäftsführer der Go-Event-Limited. „Die Jugend strebt ja immer nach etwas Neuem.“
Etwa alle zwei Jahre werde das „Crazy“ ein wenig umgestaltet. „Wir wollen die Optik der einzelnen Räume ein wenig verändern.“ Einer werde mexikanisch aussehen, ein anderer im Retrostyle. Ursprünglich sollte in Friesack schon Ende September die Wiedereröffnung gefeiert werden. „Aber den Termin konnten wir leider nicht halten“, so Matthias Kroll. Der neue Termin ist Sonnabend, 18. Oktober. Bis dahin soll alles fertig werden, dann können wieder mehrere 100 Jugendliche bis morgens um 6 Uhr feiern. „Für die ländliche Gegend hier können wir auf eine recht erfolgreiche Geschichte zurückblicken“, sagt Matthias Kroll. Die Disko wird im Dezember zwölf Jahre jung. „Und die Konkurrenz ist ja nicht weniger geworden.“ Man müsse sich eben etwas einfallen lassen, meint der Geschäftsführer, sonst gehe das alles nicht mehr. „Wir versuchen, die Leute aktiv zu beschäftigen.“ Tänzer, Karaoke, Showprogramme. Der Gast als Teil des Programms. Auch mit Preisaktionen ziehe die Disko Publikum an. „Flatratepartys haben wir aber nie angeboten“, sagt Matthias Kroll. Verbilligte Preise für Alkohol aber schon. Aber stark Angetrunkene kämen vorn an den Ordnern nicht vorbei.
Im Zwei-Jahresrhythmus finde ein Generationwechsel statt, so der Diskobetreiber. Und auch die Mentalität ändere sich: „Zwischendurch, so vor vier Jahren war es schwierig, die Leute zum Feiern zu bekommen“, sagt Matthias Kroll. „Aber das hat sich gebessert, die Leute sind wieder ungezwungener.“
Am 18. Oktober um 22 Uhr öffnet das „Crazy“ wieder. Geplant ist ein Showhighlight. Was das ist, verrät Kroll jedoch noch nicht.

www www.crazy-friesack.de

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Aus für Nauener Disko
Die „Musicarena“ in Nauen schloss im Sommer ihre Türen. Endgültig. „Da kommt auch nichts mehr“, sagt Jörg Hardorf, Geschäftsführer der Betreiberfirma „Da geht die Post ab“. Drei Jahre habe alles reibungslos funktioniert. Doch mit dem Besitzerwechsel beim „Nauener Karree“ kam auch das Aus für die Disko. Der Mietvertrag wurde nicht verlängert. „Alle waren traurig“, so Jörg Hardorf. Die „Musicarena“ habe sich in drei Jahren zu einer festen Institution entwickelt, doch dann sei Schluss gewesen.
Als Alternative bietet sich voraussichtlich ab dem kommenden Jahr das Musikzelt im Gewerbegebiet in Zeestow. „Wir wollen das Zelt im Frühjahr aufbauen“, sagt Jörg Hardorf. Der Pachtvertrag sei unterschrieben, jetzt stehe nur noch die Baugenehmigung aus. Unklar ist, ob das Zelt ganzjährig, also auch im Winter betrieben werden kann.
Die Diskothek „Crazy“ in Friesack wird von der Firma Go-Event-Limited betrieben. Der vormalige „Crazy“-Chef Michael Post gab das Geschäft vor einiger Zeit an Matthias Kroll ab. Post wolle sich mehr um seine Familie kümmern, sagte er.
Go-Event-Limited betreibt auch die Diskothek „Nightstar“ in Walsleben (Ostprignitz-Ruppin).