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Thomas Nommensen: Wintertod

Donnerstag, den 24. August 2017
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Auf einem alten Friedhof in Berlin-Buch wird eine Leiche gefunden. Ermittlungen werden aufgenommen, aber der Fall gestaltet sich für Hauptkommissar Arne Larsen und seine Kollegin Mayla Aslan schwierig.
Zumal es einen zweiten Fall gibt, der für Aufsehen sorgt. An einer Schule spielen sich seltsame Dinge ab. Lehrerin Lea Zeisberg sorgt sich um zwei Kinder: Ein Mädchen schrieb in ihr Heft das Wort “Hilfe” – was ist da bloß zu Hause los? Zumal das Mädchen und ihr Bruder immer wieder im Unterricht fehlen. Das Ganze spitzt sich immer mehr zu.
Unterdessen führt die Ermittlung des Todesfalls Arne Larsen auch nach Wandlitz, in die ehemalige Waldsiedlung, in der die DDR-Oberen lebten. Was hat es mit einem dort stehenden geheimen Haus auf sich?

Zwar spielt die Geschichte gar nicht im Winter, eher im Herbst, dennoch heißt Thomas Nommensens Roman “Wintertod”. Da der Autor in Panketal wohnt, also vor den Toren Berlins, ist es für ihn ein Heimspiel, die Geschichte u.a. im Ortsteil Buch spielen zu lassen und auch in Wandlitz oder Klosterfelde.
Gerade die Story um die Lehrerin bringt viel Spannung in die Geschichte, sie bleibt lange rätselhaft und strebt einem Höhepunkt entgegen. Da kann der eigentliche Strang nicht ganz mithalten, die Reisen in die alte Krankenhaussiedlung wirken da manchmal etwas konfus, die Spannung ebbt da leider etwas ab – wie überhaupt leider der Spannungsbogen zum Ende hin ungewöhnlicherweise eher abnimmt.

Thomas Nommensen: Wintertod
ro ro ro, 427 Seiten
6/10

RTelenovela

Vor 20 Jahren (15): Das Fernsehen beim Politbüro zu Hause

Mittwoch, den 25. November 2009
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(14) -> 23.11.2009

Freitag, 24. November 1989.
Diese Reportage war die wahrscheinlich berühmteste, die je im Fernsehen der DDR zu sehen war. Als wir den Film am frühen Freitagabend im 2. Programm sahen, war es schon die x-te Wiederholung von “Elf99 spezial”. Es ging um einen Rundgang durch die Waldsiedlung bei Wandlitz. Damals lebten dort die meisten Mitglieder des DDR-Politbüros.
Wir sahen den Film atemlos. Und das, obwohl eigentlich gar nicht so viel zu sehen war. Jan Carpentier vor dem Ortsschild von Wandlitz. Dann wie er mit seinem Team in die Waldsiedlung fährt. Wie sich sich überall umsehen. Küchen abfilmen, einen Swimmingpool, einen Einkaufsmarkt und die leicht verschneite Siedlung. Und Kurt Hager und seine Frau, die zufällig spazieren gehen.

So spannend war Fernsehen wohl nur in der Zeit. “Elf99″ war damals sehr viel mehr als nur ein Jugendmagazin.

Mehr Infos und Ausschnitte gibt’s auf mdr.de.