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Money Express

Mittwoch, den 17. Januar 2007
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DI 16.01.2007, 0.15 Uhr (Mi.), Comedy Central

Na großartig. Meine erste Begegnung mit dem neuen Sender Comedy Central. Und was läuft: eine doofe Anruf-Abzockshow – “Money Express”. Na großartig.
Nach der Beerdigung von VIVA plus läuft der Comedy-Sender auf dessen Sendeplatz – mit einem vielversprechenden Konzept. Aber eben auch mit dem Telefonspielmüll, sinnigerweise zeitgleich auch auf VIVA. Das Programmhighlight könnte ja sonst jemand verpassen.
Und, ach, wieder mal rief niemand an! Die Moderatorin saß minutenlang blöd auf ihrem Stuhl rum und hatte nichts zu tun. Kein Anruf – zwinker, zwinker! Dabei war das Rätsel doch sooo einfach! 4 Tiere aus 3 Buchstaben sollten gebildet werden, das ist doch nun wirklich nicht so schwer.
Anstatt, dass jemand ins Studio gestellt wurde, spielte die Regie an allen ihren Knöpfen rum, um die gelangweilten Zuschauern mit dämlichen Panikmache-Geräuschen auf den Sack zu gehen.
Fallen darauf eigentlich wirklich noch Leute rein? Ja? Dann sind die aber genau doof wie die Macher dieser Sendung!

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Rammstein: “Mein Teil”

Mittwoch, den 21. Juli 2004
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DI 20.07.2004, 2.00 Uhr (Mi.), VIVA plus

Warum immer nur von der Liebe trällern? Rammstein können auch anders, wie der Videoclip in der Nacht zu gestern in „Nightrider“ bei VIVA plus bewies: „Heute treff’ ich einen Herrn, der hat mich zum Fressen gern. Weiche Teile und auch harte stehen auf der Speisekarte. Denn du bist, was du isst und ihr wisst, was es ist! Es ist mein Teil!“ Und mit „mein Teil“ ist tatsächlich des Mannes bestes Stück gemeint. Inspiriert wurde die Gruppe vom Fall des Kannibalen Armin Meiwes, der einen Bekannten umbrachte und verspeiste. Wie lecker! Und um so leckerer, dass Rammstein darüber nun ein Lied macht. Nun gut, letztlich will die Band doch nur erreichen, dass man mal wieder über sie redet, sich empört. Was sie ja hiermit auch geschafft hat. Dabei ist der Song in jeder Hinsicht grottig. Dann lieber doch noch ’nen Liebessong…

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Das war 2002!

Montag, den 30. Dezember 2002
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2002 begann mit guten Vorsätzen: RTLII verzichtete auf Sex. Die Zuschauer dankten es mit sinkenden Quoten. Mit VIVA plus ging das „CNN des Musikfernsehens“ auf Sendung. Neues aus der Musikwelt, SMS-Grüße auf Laufbändern. Das Echo: verhalten. Seit Herbst laufen bei VIVA plus Videoclips pur. Das mit CNN ist vergessen.

Andererseits wollten die Leute eine Sendung gucken – konnten aber nicht. Bei „Wetten, dass…?“ kam es im März im Kabel Berlin-Brandenburg zum Bild- und Tonausfall. 45 Minuten Testbild zur Prime-Time. Und auch Ulrich Wickert staunte nicht schlecht, als bei den „Tagesthemen“ das Bild schwarz war. Sendeausfall. Der Platz bei der Telekom war nicht besetzt. Bis es weiter gehen konnte, vergingen lange Minuten.

Unsere Michelle: Was haben wir dieses Jahr nicht alles erfahren: eine Granate im Bett (Jens Riewa) und ein für die Presse erfundenes Intimtattoo. Weil ihr nichts Besseres für die PR einfiel. Ralph Siegel erlebte mit Corinna May beim Grand Prix eine Pleite. Der 22.Platz. Nie wieder! Schluss! Aus! Ende! Doch zu Weihnachten entschloss er sich (wie immer) dazu, im nächsten Jahr wieder anzutreten.
Susan Stahnke zeigte uns, wie ihr Darm von innen aussieht. Und Joschka Fischer wie es klingt, wenn selbiger scheinbar Töne von sich gibt. Sandra Maischberger (n-tv) guckte nicht schlecht.

Wenn es das Fernsehen nicht gäbe, wäre Edmund Stoiber heute wohl Bundeskanzler. Aber seine beeindruckenden „Ähh’s“ und seine „Frau Merkel“-Anrede bei Sabine Christiansen kamen nicht so gut an. Auseinander klafften die Hochrechnungen am Wahlabend bei ARD und ZDF. Im Ersten lag Edi vorn, im Zweiten der Gerd.

Astrid Lindgren, der Kabarettist Matthias Beltz, die große Hildegard Knef, der „Spiegel“-Gründer Rudolf Augstein: Abschied für immer.

Auf der Liste der Peinlichkeiten ganz vorn lag 2002 Johannes B.Kerner:
Nach dem Amoklauf in Erfurt reiste er dort hin, um einen jungen Schüler auszuquetschen. Eindeutig das ärgerlichste TV-Ereignis des Jahres.
Warten wir auf 2003!

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Freakstars 3000

Montag, den 22. Juli 2002
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VIVA plus

Was ist denn das? Keine Musik bei VIVA Plus? Stattdessen springen, hüpfen und albern da ziemlich merkwürdige Menschen auf dem Bildschirm herum. Es sind geistig und körperlich Behinderte, die für eine Band gecastet werden sollen. „Freakstars 3000“ ist das neue Fernsehprojekt von Christoph Schlingensief. VIVA Plus zeigte Mut und sendete diese ungewöhnliche Comedy-Show auf dem Musiksender (Wiederholungen gab es auch bei VIVA). So soll auf die Belange der Behinderten aufmerksam gemacht werden. Allerdings wurde man als Zuschauer mit dem Geschehen sehr allein gelassen. Zufallszapper werden sicher nicht schlecht gestaunt haben über das neue Jugendprogramm der beiden Musiksender.

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Los Angeles

Montag, den 7. Januar 2002
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MO 07.01.2002, VIVA plus

Das CNN des Musikfernsehens ist am Montag mit VIVA PLUS auf Sendung gegangen. Echt phat! In „Los Angeles“ (so der Name der „Show“) saßen zwei Moderationspraktikantinnen vor einem Fenster mit Blick auf Köln. Ja, Köln und nicht L.A. Die durften sagen, wie froh sie sind, dass sie endlich öffentlich herumlabern dürfen. Und sie sagten Simon an. Simon ist in… ja, genau, in L.A. Diese Simon latscht mit einer Handkamera durch die Stadt und filmt sich dabei die ganze Zeit selbst. Und gibt blödes Gequatsche von sich, von dem man nur die Hälfte versteht. Die Steigerung von „Big Brother“. Simon zeigt ihr Leben. Die Bilder sind verwackelt und überhaupt ist das so interessant wie ein Stück Brot. Das Konzept wurde wohl vom Offenen Kanal vorher abgelehnt.
Und warum CNN des Musikfernsehens? Unten, am Bildschirmrand, befinden sich zwei Laufbänder mit Konzert- und Kinoinfos sowie tollen SMS-Grüßen. Sehr innovativ. Und nervig auch. Es ist echt schade um VIVA Zwei.

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Nach dem 11. September: Ausnahmezustand

Donnerstag, den 13. September 2001
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Radio und Fernsehen reagierten auf den Terror-Anschlag auf die USA auf eine noch nie da gewesene Art und Weise.
So gab es am Dienstagabend so gut wie kein Alternativprogramm zur Berichtserstattung aus den USA. Die Nachrichtensender n-tv und N24 waren als Erstes am Ball, während die ARD beispielsweise noch eine Doku über Elefanten sendete.
Für den Laien wurde erstmals wirklich sichtbar, welcher Kanal zu welcher Senderfamilie gehörte. So war auf SAT1, ProSieben, Kabel1, Neun Live, Premiere3 und TV.B das Programm von N24 zu sehen. VOX und RTLII übernahmen die „RTL News“. Überhaupt waren die Nachrichten von RTL überraschend gut und kompetent.
Die Champions-League-Spiele wurden trotz allem ausgetragen. Allerdings verzichtete man auf Premiere Sport auf jeglichen Kommentar.
Neben dem Berliner Lokalsender FAB unterbrachen VIVA und VIVA Zwei ihr Programm für 17 Stunden. In einer „Interaktiv“-Spezial-Ausgabe konnten die Zuschauer ihre Gefühle und Gedanken erzählen. So ernst sah man die VIVA-Moderatoren noch nie.
Fast alle Privatsender verzichteten während den stundenlangen Übertragungen auf ihre kompletten Werbeeinnahmen.
Totale Stille herrschte dann gestern Vormittag um 10Uhr. Es gab nur wenige Sender, die nicht schwiegen, selbst Teleshopping und Sportsender gaben für einen Moment Ruh. Ein Moment des Gedenkens, der Besinnung.

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Musikclips

Dienstag, den 30. November 1999
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Musik an sich ist ja was schönes. Und wenn man sie sich auch noch im Femsehen ansehen und -hören kann, auch. Und wenn es zu diesem Lied auch noch einen schönen Video-Clip gibt, ist es quasi nicht mehr auszuhalten, so toll ist das! Da können sich die geneigten Zuschauer auf VIVA, VIVA Zwei, MTV oder VH-1 dann ansehen, was den Stars zu ihren Liedchen so alles eingefallen ist Bei einigen von denen ist das allerdings erschreckend wenig.
Nehmen wir zum Beispiel den guten alten Guildo Horn. Seine neueste Single trägt den wunderschönen Namen „Berlin”. Hier erzählt der Schlagerbarde, wie schön und nett und super es in unserer Hauptstadt ist. Dazu singt er „Komm wir ziehen nach Berlin … Da kann man was erleben …” In seinem Videoclip ist nur leider nicht sehr viel von Berlin zu sehen. Nur Guildo vor dem Brandenburger Tor. Ansonsten sieht man noch Cildo, wie er Kisten packt, Guildo, wie er seine Musikinstrumente malträtiert, tja, und dann noch Guildo … und in einer weiteren
Einstellung, na, ihr wisst schon. Was ich, sagen will: Man hätte soviel von Berlin zeigen können, aber Horn zeigt lieber nur sich selbst.
Das gilt auch für Alexey. In seinem Clip „Millennium” ist fast ausschließlich nur er selbst zu sehen. Dabei singt er in seinem gar nicht mal schlechten Lied von den Ereignissen, die die Welt in den letzten gut 20 Jahren so bewegten. Da hätte es sich doch wirklich angeboten, diese Sachen, die Alexey dort anspricht (Becker in Wimbledon, Challenger-Explosion, Mauerfall, Kosovo-Krieg usw. ), in Ausschnitten kurz zu zeigen, oder?! Es wäre ein klasse Musikvideo geworden. So aber ist nur der Typ in den verschiedensten Posen zu sehen und eine gute Idee verschenkt worden.
Vielleicht ist ja Whitney Houston ihr großes Vorbild. In ihren Musikclips ist ja meistens auch nur ausschließlich sie zu sehen. Whitney hier, Whitney da und überhaupt.
Aber das sind dann die Clips, wo man so guckt, was auf den anderen Musiksendern so läuft.