ORA aktuell

Fridays for Future: Klimademo in Oranienburg

Samstag, den 6. Juli 2019
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Etwa 370 Teilnehmer kamen am Freitagvormittag zur ersten offiziellen “Fridays for Future”-Demonstration in Oranienburg. Neuerdings gibt es eine Ortsgruppe der Bewegung.
Bei der Demo handelt es sich um den Auftakt für den Ferienstreik. Er solls freitags immer in einer anderen Stadt in Brandenburg stattfinden – immer auch unterstützt von anderen Ortsvereinen aus Brandenburg und Berlin.

Tobias Fiedler, der zur „Fridays for future“-Ortsgruppe in Oranienburg gehört, sagte: „Konstruktiv und effektiv, dass niemand drunter leiden muss, so wollen wir die Klimakrise abwenden. Alle Interessengruppen müssen miteinander reden. Wir dürfen uns aber auch nicht alle Kommentare in den sozialen Netzwerken gefallen lassen.“

Der Demonstrationszug führte danach vom Bahnhof durch die Innenstadt zum Schlossplatz. Dort sprach die bundesweit bekannte Aktivistin Luisa Neubauer. „Alle demokratischen Parteien müssen die Veränderungen im Sinne der Menschen gestalten. Statt Ressentiments anzuführen. Denn diese Veränderungen werden kommen, so oder so. Und es ist die Aufgabe aller demokratischen Parteien, die Menschen einzubeziehen.“

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ORA aktuell

Waldbrand bei Lübtheen: Qualm zieht über Oranienburg

Dienstag, den 2. Juli 2019
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Der große Waldbrand bei Lübtheen in Mecklenburg-Vorpommern hat auch Auswirkungen auf Oranienburg. Am Montagmorgen zog über das Gebiet eine Rauchwolke. Der Qualm zog durch den Wind in südöstlicher Richtung über Brandenburg und Berlin hinweg. Auch in der Nacht zum Dienstag war Brandgeruch über der Stadt zu spüren.

Die Feuerwehr-Regionalleitstelle Nordwest warnte vor dem Rauch und bat Anwohner in den betroffenen Gebieten Türen und Fenster geschlossen zu halten. Experten warnen zudem vor einer sehr hohen Feinstaub-Konzentration.

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RTZapper

Die Anstalt: Fertig machen zur Energiewende

Freitag, den 12. April 2019
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DI 09.04.2019 | 22.15 Uhr | ZDF

Regierungsfernsehen? Irgendwas muss ich da am Dienstagabend verpasst haben. Denn wer im ZDF “Die Anstalt” gesehen hat, kann beim besten Willen nicht davon ausgehen, das ZDF sei Regierungsfernsehen.
Denn die Kabarettshow las den Politikern in Deutschland und der Welt gehörig die Leviten. Und wieder sorgte die Show dafür, dass man als Zuschauer hellhörig wurde – und durchaus wütend darüber, was wir erfahren haben. Oder besser: Was wir eigentlich wissen könnten, aber entweder verdrängt haben oder uns so noch nicht gesagt worden ist.

Die Frage ist, was kann eigentlich für die Umwelt getan werden. Natürlich können wir da alle was tun, und natürlich kann man auf den Jugendlichen rumhacken, weil sie demonstrieren und vielleicht selber nicht immer umweltbewusst sind. Dabei geht es doch erst mal darum, dass die Politik Fakten schafft und Politiker den Arsch in der Hose haben, Entscheidungen zu treffen, die vielleicht unpopulär sind, aber die nächsten Generationen ein besseres Leben schenken. Und eventuell der Wirtschaft weh tun.
Entscheidend für die Einhaltung den 1,5-Grad-Ziels sei es, die Treibhausgasemissionen so schnell wie möglich stark zu reduzieren. Und da sind Entscheidungen nötig. Denn 2015 schon haben wir wohl die 1-Grad-Marke schon erreicht.

“Die Anstalt” zeigte am Dienstagabend auf, wie groß der Einfluss der Wirtschaft ist und wie sich Politiker eher nach der Wirtschaft richten. So ging es auch um den Braunkohleausstieg.
Es heißt immer, man könne so schnell nicht raus aus der Kohleproduktion. Wegen der Wirtschaft. Wegen der Arbeitsplätze. Dass aber die großen Stromunternehmen unfassbar viel Geld dafür bekommen, wenn man die Kohlekraftwerke abschaltet, weiß kaum jemand. Dass sie die Kraftwerke extra länger laufen lassen als mal geplant, damit sie das Geld abgreifen können, auch. Dass in zehn Jahren nur noch 6000 Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen sind – wegen der Rente – und nicht mehr im mittleren fünfstelligen Bereich, wird auch gern verschwiegen.
Das macht so unfassbar wütend, wenn man hört, wie Politiker agieren und wie nicht. Wie sie könnten, wenn sie nur wollten. Aber stattdessen geht es um viel Geld für die Wirtschaft.

Da muss erst wieder eine Kabarettshow kommen, um Zusammenhänge zu erklären. Da Schlimme ist nur, dass es vermutlich nur wenig ändern wird. Andererseits wird man noch mehr Verständnis für die Jugendlichen haben, die freitags auf die Straße gehen.

-> Die Sendung in der ZDF-Mediathek (bis 16.4.2020)

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RTZapper

Markus Lanz: Klima-Diskussion

Samstag, den 6. April 2019
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DO 04.04.2019 | 23.15 Uhr | ZDF

“Ich finde politisches Engagement von Schülerinnen und Schülern toll. Von Kindern und Jugendlichen kann man aber nicht erwarten, dass sie bereits alle globalen Zusammenhänge, das technisch Sinnvolle und das ökonomisch Machbare sehen. Das ist eine Sache für Profis.”
Christian Lindner, 10. März 2019, Twitter

Eskalation! Zoff! Hasselhoff vs. Lindner. Die Medien kannten am Freitag nur ein Thema: dass sich David Hasselhoff bei “Markus Lanz” mit Christian Lindner angelegt hat. Dass er sich zum Klimawandel äußerte. Dass Politiker nichts tun würden. Das brachte Klicks.
Ein wenig vernachlässigt wurde dabei, dass es am Donnerstagabend im ZDF ganz allgemein eine sehr spannende Diskussion zum Klimawandel gab und zur Frage, was wir denn nun tun können und welche Rolle die Politik spielt und spielen sollte.

Und es war vermutlich nicht der beste Abend von FDP-Chef Christian Lindner. Er traf in der Talkshow auf Luisa Neubauer, eine der wichtigen, jungen Klimaschutzkämpferinnen aus Deutschland. Natürlich musste er sich seinen Twitter-Tweed vorhalten lassen.
Lindner relativierte, was er am 10. März schrieb, aber Neubauer ließ das nicht gelten. Man müsse kein Klimaexperte sein, um demonstrieren zu gehen. Worauf Lindner meinte, er habe das auch so nicht gemeint. Ahja.
Die Politiker müssten weg davon, im Kampf um das Klima parteipolitisch zu agieren. Es reiche den Menschen. Sie wollen die Kämpfe nicht mehr sehen, das Austeilen gegen andere Parteien, die Streitigkeiten, die polemischen Debatten. Handeln sollen sie, die Politiker.
Lindner kam mit seinen Abwiegelungen kaum durch, und das war sehr interessant, zu beobachten. Ein Politiker wurde aus seiner Komfortzone geschubst.

Als dann auch noch David Hasselhoff in die Diskussion einstieg und Lindner die Politiker-Untätigkeit vorwarf und sich in Rage redete, da war Lindner endgültig auf verlorenem Posten.

Sicher, auch solche Diskussion ändern das Klima nicht. Aber sie rütteln vielleicht den einen oder anderen wach. Wobei da bei den allermeisten Politikern wenig Hoffnung besteht.

-> Der Teil der Sendung von “Markus Lanz” auf Youtube.

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RTelenovela

Arme Greta! Armseliger Paul!

Montag, den 11. Februar 2019
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Paul Ziemiak ist ein erwachsener Mann. So sieht er jedenfalls aus. Greta Thunberg eine 16-jährige Schülerin, die für den Umweltschutz kämpft. Und die sich zum geplanten deutschen Kohleausstieg in 19 (!) Jahren äußert. Dass das ja absurd sei.
Das kann man finden, wie man will.
Paul Ziemiak findet das: doof.
“Oh, man”, schreibt er auf Twitter genervt. “Kein Wort von Arbeitsplätzen, Versorgungssicherheit, Bezahlbarkeit. Nur pure Ideologie. Arme Greta.”
Dazu kann man nur sagen: armseliger Paul Ziemiak.

Wenn also eine Jugendliche sich zum Umweltschutz äußert, dann ist das Ideologie? Nichts anderes? Und dann ist das arm?
Ziemiak ziegt ziemlich eindrucksvoll, wie weit weg teilweise die Politik von der Jugend ist. Diese Greta ist ja kein doofes Kind, sie hat sich sehr mit der Thematik befasst und legt den Finger sehr tief in die Wunden.
Das kann man und muss man tun, und wir können doch froh sein, dass die Jugend langsam aufwacht und uns Älteren den Marsch bläst.
Das gefällt uns natürlich nicht, weil wir es ja auch bequem haben. Umweltschutz ist anstrengend, es ist ungemütlich, und ich betreibe viel, viel zu wenig Umweltschutz. Und natürlich hat es Folgen, wenn wir Dinge ändern.

Nicht umsonst gibt es ja Milliarden Euro für den geplanten Kohleausstieg. Wobei ich mich dann schon frage, warum wir dann damit bis 2038 warten. Das könnte dann doch genauso gut schneller gehen. Oder wollen wir in Brandenburg noch weitere Dörfer wegbuddeln?

Aber vor allem als Erwachsener, als Politiker so zu tun, als sei diese Greta einfach nur ein doofes Kind, weil sie eben noch jugendlich ist und eine Krankheit hat (die damit letztlich aber nichts zu tun hat), das erscheint mir ärmlich. Und deshalb widert mich so eine Aussage von Ziemiak auch ziemlich an. Weil da ein Profi so tut, als sei er über alles erhaben. Dieses “Arme Greta” ist an Arroganz nicht zu übertreffen.
Er könnte sagen: Lass uns treffen, dann können wir unsere Ansichten ausloten. Oder: Bedenke dies oder jenes. Aber sie so abzutun als doofe Göre, geht gar nicht.

Ich finde es gut, dass mehr und mehr Jugendliche aufbegehren. Bemerkenswert ist dabei nämlich nicht, dass es um eine Ideologie oder Partei geht, sondern schlicht um deren Zukunft, um deren Leben. Das kann man ruhig mal ernst nehmen und nicht abtun mit Schulschwänzerei, wie es inzwischen einige Politiker oder Facebook-Besserwisser bemängeln. Wenn sie bei 50 Grad im Jahr 2080 schwitzen, dann nutzt ihnen Bildung auch nichts mehr.
Egal, was bei dieser Greta gerade im Hintergrund passiert und völlug unabhängig davon, wer sich jetzt an sie dranhängt und von ihr profitieren will: Sie selbst, dieses Mädchen betreibt keine Ideologie. Sie will ihre Umwelt schützen. Sie will leben. Sie will gut leben, auch in 60 Jahren noch. Wenn das also Ideologie ist…

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RTelenovela

Feuerwerk-Preview

Sonntag, den 30. Dezember 2018
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Gerade wird wieder verstärkt über die privaten Feuerwerke zu Silvester diskutiert. Eigentlich mehr über die Böller, deren Geknalle für Lärm sorgen. Aber eigentlich auch allgemein, weil in der Neujahrsnacht die Feinstaubbelastung durch die Feuerwerke ins Unermessliche steigen.
Ich bin dafür, die Steuer auf solche Böller und Raketen so sehr zu erhöhen, dass man dafür richtig tief in die Tasche greifen muss.
Und es geht hier nicht darum, wenigstens einmal im Jahr Spaß zu haben. Wenn man den nur durch die Böllerei hat, dann ist das eh bedauerlich. Aber wenn man damit andere Menschen und vor allem die Tiere dermaßen belastet, dann geht es eben nicht nur ums eigene Vergnügen. Zumal das Ganze ja bereits Tage vorher vereinzelt beginnt und immer mehr wird.
Aber dahinter steckt natürlich auch wieder eine Industrie, die ordentlich mitverdient an der Knallerei, und da werden die vielen Lobbyisten schon dafür sorgen, dass alles bleibt, wie es ist.

Am Donnerstag konnte man sich im Oranienburger Oranienpark schon mal ansehen, was denn in diesem Jahr an Knall- und Lichtgedöns angeboten wird.
Eine entsprechende Firma präsentierte die diesjährige Kollektion, und eine größere Menschentraube wollte sich das ansehen.
Es machte puff, es zischte, es schwebten Raketen in die Luft. Nett, aber auch mehr nicht. Nicht wirklich aufregend. Und ich frage mich ja immer wieder, wieso manche Leute dafür hunderte Euro ausgeben. Ich bin dafür zu geizig, wenn man das an der Stelle überhaupt so nennen kann, gehe dafür lieber ein paar mal ins Kino oder fahre in den Urlaub.

Dass sich an diesem Jahreswechsel-Wahnsinn aber auf lange Sicht was ändern muss, ist auch klar. Manche reden da von Traditionen. Aber die halten ja auch nie ewig.

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KeineWochenShow

#103 – Breaking News: Weihnachtsfeier abgesagt!

Sonntag, den 23. Dezember 2018
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Weihnachtsfeier? Wie kann man denn in der aktuellen Situation an eine Weihnachtsfeier denken?! Ihr werdet verstehen, dass an dieser Stellung die Empörung groß ist, und die Weihnachtsfeier natürlich abgesagt wird.

Es ist eine Woche der Skandale und Empörungen:
Skandal! Ein “Spiegel”-Autor hat Artikel oder Teile davon gefälscht.
Skandal! Die Deutsche Umwelthilfe will Tempo 120 auf den Autobahnen!
Skandal! Plastik-Strohhalme werden abgeschafft! Wie, um Gottes Willen, sollen wir bloß weiterleben?

Außerdem geht es um den Klimawandel, um Helikoptereltern, um das sterbende VIVA und um den wiedergekehrten Astro-Alex.
Und damit es doch noch ein bisschen weihnachtlich ist, singen wir! In KeineWochenShow #103 auf YouTube!

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