KeineWochenShow

#146 – Hinter den Kulissen von Paris

Sonntag, den 20. Oktober 2019
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Bevor KeineWochenShow beginnt gibt es diesmal noch den Schnelldurchlauf der Christian-Bruhn-Hitparade. Der Komponist ist in dieser Woche 85 geworden, und wir singen zehn seiner Hits.

Außerdem sprechen wir über die Gamer, die mitschuld sein sollen an den rechtsextremen Tendenzen und Taten. Der Brexit, der irgendwann kommt, ist auch ein Thema. Auch geht es um Verpackungsmüll – in der Oranienburger Apotheke und im Discounter.
Und: “Ich war noch niemals in New York” – der Satz stimmt nur für einen von uns, der gleichnamige Film ist aber diesmal unser Tipp.

Das und mehr in KeineWochenShow #146 auf Youtube.

Hits: 123

RTelenovela

Angeblich unverpackt

Dienstag, den 15. Oktober 2019
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Immerhin: Wir denken inzwischen öfter mal an die Umwelt. Selbst wenn wir unsere guten Vorsätze nicht immer umsetzen (können) – das Thema ist im Hinterkopf. Und auch in der Wirtschaft.
Bei Netto in Oranienburg stand ich in der kleinen Gemüseabteilung. Ein riesiges Schild wies darauf hin: “Bis zu 100 unverpackte Obst- und Gemüse-Artikel”. Ja, die denken auch an die Umwelt. Das ist sehr löblich. Allerdings: Blick man sich dann in der Abteilung um, stellt man ernüchtert fest: Eigentlich hat sich nichts geändert. Also, außer das große Schild.

Direkt davor liegt Rosenkohl. In großen Plastiktüten verpackt. Links daneben sind die Bohnen. In großen Plastiktüten verpackt. Darunter die Möhren. Unverpackt, immerhin. Die Tomaten: verpackt, mit viel Plastik. Daneben der Rettich, unverpackt. Auf der anderen Seite liegen die Eisbergsalate – in Plastik verpackt. Darüber Weintrauben – in einer Plastikkiste. Links daneben Johannisbeeren, auch in Plastikbehältern. Immerhin: Um die Gurken war keine Plastikhülle, daneben lagen auch lose Tomaten.
Fazit: Einzig bei den Gurken sah ich eine Veränderung, denn auch die waren sonst immer eingepackt.

Im Großen und Ganzen ist die Werbebotschaft aber durchaus eine Blendung der Kunden. Denn in Wirklichkeit scheint sich in der Obst- und Gemüseabteilung kaum was verändert zu haben.

Hits: 114

RTelenovela

21-mal Hustensaft

Sonntag, den 13. Oktober 2019
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Es hat mich mal wieder erwischt: Erst war es ein Kratzen im Hals, dann kam der starke Husten, und erst ganz zum Schluss der Husten und die komplette Erkältung. Ich habe vermutlich den Herbst nicht allzu ernst genommen und bin zu luftig rumgelaufen.
In der Oranienburger Apotheke meines Vertrauens wollte ich mir dementsprechend Hustensaft kaufen. Ich bin ja da eher ahnungslos, und so empfahl mir die Verkäuferin etwas, und ich kaufte das Zeug.

Zu Hause die Überraschung. In der Verpackung war gar keine Flasche. Normalerweise kenne ich Hustensaft in der Flasche, und dazu gibt es immer eine Kappe, in die man den Saft füllt.
Diesmal war alles anders: In der Verpackung befanden sich 21 (!) weitere Verpackungen. Der Hustensaft befand sich in 21 Portionen in ebenso vielen Plastikverpackungen.

Das ist natürlich einerseits gut, weil die Hustensaft-Portionen genau feststehen. Aber andererseits ist es der Wahnsinn. Sobald man das Zeug auspackt und die 21 Packungen steht, meldet sich dann doch das Umweltgewissen. Wenn man so was kauft und unterstützt, muss man sich nicht über den Plastikmüll überall wundern. Nächstes Mal frage ich explizit nach Saft in Flaschen. Gibt es nämlich auch noch.

Hits: 119

ORA aktuell

Klimastreik: 580 Leute bei Demo in Oranienburg

Samstag, den 21. September 2019
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Weltweiter Klimastreik – und auch in Oranienburg. Nach Angaben der Veranstalter nahmen am Freitagmittag 580 Menschen an der Demonstration teil.
Die Bewegung “Fridays for Future” erreichte diesmal Menschen aller Altersklassen, die bei der Demo mitliefen. Sie führte vom Bahnhof über den Louise-Henriette-Steg zum Landratsamt, weiter zum Louise-Henriette-Gymnasium und zum Schloss.

Oranienburgs “Friday for Future”-Sprecher Tobias Fiedler forderte bei der Abschlusskundgebung die Abschaltung von einem Viertel aller Kohlekraftwerke bis Ende des Jahres und den kompletten Ausstieg bis 2030. Er sprach sich zudem für eine CO2-Steuer aus.

Hits: 103

RTZapper

Klimafluch(t)

Mittwoch, den 24. Juli 2019
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MO 22.07.2019 | 22.35 Uhr | Das Erste

Das Klima verändert sich. Wer das leugnet oder nicht einsehen will, der muss sich in Indonesien umsehen. Immer mehr Flächen werden immer öfter überschwemmt. Megacitys wie Jakarta droht der Untergang. Viele Millionen Menschen könnten zu Klimaflüchtlingen werden.
Oder in die Permafrostgebiete in Russland. Die könnte es nämlich bald nicht mehr geben. Wenn die Böden aufweichen, kommt immer mehr uralte Vegetation zutage. Die wiederum sorgt für einen riesigen CO2-Ausstoß. Der Klimawandel könnte sich beschleunigen. Und im Land selbst sacken die Böden ab, wenn er aufweicht.
Oder im Tschad. Dort trocknet der Tschadsee bald aus. Und wenn es dort kein Wasser mehr gibt, können die Leute dort nicht mehr leben.

Die Doku “Klimafluch(t)” am Montagabend im Ersten zeigte, dass der Klimawandel längst in Bewegung ist. Und vermutlich stärker in Bewegung ist, als wir das alle ahnen.
Sie lässt uns aber auch erahnen, dass bis 2050 auf uns sehr viel zukommt. Nicht nur der Klimawandel selbst, der uns auch in Deutschland treffen wird. Sondern auch immer größere Flüchtlingsströme, die ebenfalls für Unruhen sorgen werden.

Dass so eine Doku eigentlich um 20.15 Uhr laufen müsste ist klar. Dass darauf eigentlich eine Diskussion folgen müsste, auch.
Das Problem: die eigene Ohnmacht. Und auch – da kann sich vermutlich kaum jemand ausschließen – die eigene Bequemlichkeit. Denn klar ist, dass Rahmenbedingungen geschaffen werden müssen – für die Industrie, die Wirtschaft, für uns alle.
Ohne Regeln, ohne Einschnitte, die auch weh tun, wird das nicht gehen. Ansonsten geht die Menschheit irgendwann vor die Hunde.

Hits: 128

RTelenovela

Vierfach verpackt

Sonntag, den 21. Juli 2019
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Alle reden über Umweltschutz. Und wir sollten alle über Umweltschutz reden. Über die Vermeidung von Plastikmüll zum Beispiel.
Wenn ich kann, gehe ich mit meinem Korb in den Supermarkt. Dann brauche ich nicht jedes eine neue Tüte kaufen. Ansonsten muss ich zugeben, dass ich durchaus noch viele Anstrengungen unternehmen könnte, Müll zu vermeiden.

Ich habe mir erstmals Klamotten im Internet bestellt. Als das Päckchen am Sonnabend kam und ich es dann zu Hause ausgepackt habe, stockte mir allerdings der Atem.
Ich hatte mir einen neuen Schlafanzug bestellt, aus Baumwolle. Nun hatte ich also den Umschlag aus weichem Plastik-Material in der Hand, wie eine Tüte. Ich riss das Ding auf – und hatte wieder ein Plastiktütenpäckchen in der Hand. Absolut überflüssig. Ich riss also auch das auf und hatte dann Oberteil und Hose in der Hand – beides separat in Plastik verpackt.
Fassen wir zusammen: Die Ware steckte in insgesamt vier Plastikverpackungen.
Geht gar nicht. Schon lange hatte ich nicht so ein schlechtes Gewissen beim Auspacken einer Ware.

Hits: 108

ORA aktuell

Fridays for Future: Klimademo in Oranienburg

Samstag, den 6. Juli 2019
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Etwa 370 Teilnehmer kamen am Freitagvormittag zur ersten offiziellen “Fridays for Future”-Demonstration in Oranienburg. Neuerdings gibt es eine Ortsgruppe der Bewegung.
Bei der Demo handelt es sich um den Auftakt für den Ferienstreik. Er solls freitags immer in einer anderen Stadt in Brandenburg stattfinden – immer auch unterstützt von anderen Ortsvereinen aus Brandenburg und Berlin.

Tobias Fiedler, der zur „Fridays for future“-Ortsgruppe in Oranienburg gehört, sagte: „Konstruktiv und effektiv, dass niemand drunter leiden muss, so wollen wir die Klimakrise abwenden. Alle Interessengruppen müssen miteinander reden. Wir dürfen uns aber auch nicht alle Kommentare in den sozialen Netzwerken gefallen lassen.“

Der Demonstrationszug führte danach vom Bahnhof durch die Innenstadt zum Schlossplatz. Dort sprach die bundesweit bekannte Aktivistin Luisa Neubauer. „Alle demokratischen Parteien müssen die Veränderungen im Sinne der Menschen gestalten. Statt Ressentiments anzuführen. Denn diese Veränderungen werden kommen, so oder so. Und es ist die Aufgabe aller demokratischen Parteien, die Menschen einzubeziehen.“

Hits: 98