RTelenovela

Hurra, Papiertüten!

Montag, den 31. Juli 2017
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Viele Supermärkte bieten keine Plastiktüten mehr an. Das ist natürlich gut für die Umwelt, denn Plastiktüten sind alles andere als gut für die selbige.
Dafür gibt es jetzt Papiertüten, und natürlich kann man sich ja auch mal die guten, alten Einkaufsbeutel zulegen, die wir ja schon zu DDR-Zeiten hatten und der mir gerne mal, am Fahrradlenker baumelnd, in die Speichen donnerte.

Die Papiertüten sind nämlich, sagen wir mal: suboptimal. Sehr viele Einläufe passen da nicht rein, so vom Gewicht her.
Natürlich in einem Supermarkt in Velten. Der junge Mann vor mir packt seine Papiertüte voll mit Getränken. Als er fertig ist, läuft er los, und plötzlich macht es Ratsch und es poltert.
Die Tüte ist gerissen, der Einkauf liegt auf dem Boden zerstreut. Der junge Mann ist nicht amüsiert und meckert über die Papiertüten, ein anderer sagt: Ja, die seien auch scheiße.

Die Sache mit dem Umweltschutz ist eben nicht immer so einfach. Aber vielleicht legt man sich nach so einem Vorfall ja doch mal einen Beutel zu. Und manchmal denke ich ja sogar an meinen Einkaufskorb…

RTelenovela

Meiner ist 57,5 Zentimeter lang!

Dienstag, den 12. Januar 2016
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Ich war heute mal wieder einkaufen, und es muss wahnsinnig viel gewesen sein. Der Kassenzettel ist unglaubliche 57,5 Zentimeter lang. Weit mehr als einen halben Meter. Früher war das ein Zeichen, den halben Supermarkt leergekauft zu haben.
Heute nicht mehr.

Mein Einkauf umfasst 15 Positionen. Nach 26 Zentimetern wäre das erledigt gewesen. Dan aber beginnt der Reklameteil auf dem Kassenzettel.
Noch keine Payback-Karte? Für diesen Einkauf hätten Sie schon mal zehn Punkte bekommen!
Gleich mal anmelden!
Lust auf Rabatt?
Wer es bis dahin nicht kapiert hat, bekommt einne noch größere Reklameoffensive für Payback, gefolgt von der Frage, ob ich Lust auf einen Rabatt hätte – die dritte Payback-Reklame.

Mehr als die Hälfte meines Kassenzettels ist nervige und umweltschädliche Reklame für etwas, was ich wirklich, wirklich nicht haben will.

RTZapper

BR extra: G7 in Elmau – Der Gipfel-Auftakt

Dienstag, den 9. Juni 2015
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SO 07.06.2015 | 12.40 Uhr | Bayerisches Fernsehen

Der G7-Gipfel auf Schloss Elmau ist so verdammt teuer, da möchte man doch wenigstens irgendein anderes Zeichen setzen. Umweltschutz zum Beispiel. Umweltschutz kommt immer gut an.
Als am Sonntag die G7-Politiker in Elmau ankamen, da war das Fernsehen live dabei. Da macht so ein bisschen Umweltschutz natürlich was her.
Elektrowägelchen kamen deshalb zum Einsatz. Okay, ein wenig posemuckelig sah es schon aus, als EU-Kommissionschef Jucker mit dem Golfwagen vorgefahren kam. Aber immerhin war das für einen irgendwie guten Zweck. Eine Geste.

Einer aber machte es anders: Der Brite James David Cameron findet die pupsigen Golfwagen wohl doof – er kam mit einem BMW angerauscht. Immerhin aber war auch das ein Elektroauto, sah aber cooler aus. Vermutlich war der BMW-Auftritt an dieser Stelle aber auch nur ganz profanes Product Placement, immerhin liegt Elmau in Bayern, da darf der BMW nicht fehlen.
Barack Obama, gerade noch gestärkt von der Brotzeit in Krün, verzichtete ganz auf den Autokram und kam zu Fuß. Mehr Umweltschutz geht nicht.

PS: Die echten total und wirklich umweltfreundlichen Limosinen und Hubschrauber standen etwas abseits davon. Umweltschutz hat eben auch seine Grenzen.

RTelenovela

Coca-Cola: Umweltschutz ist teurer

Dienstag, den 2. Juni 2015
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Vom Umweltschutz scheint man entweder bei Coca-Cola oder aber bei Edeka in Altlußheim nicht viel zu halten. Oder wie kommt es, dass man als Kunde dafür bestraft wird, das umweltfreundlichere Mehrwegpfand-Produkt zu kaufen?

Wer in badischen Altlußheim einen Liter Cola in einer Mehrwegpfandflasche kauft, zahlt 1,05 Euro, plus Pfand, das man aber wiederbekommt. Wer aber zum Beispiel eine 1,25-Liter-Flasche Coca-Cola kauft und zur Einwegpfandflasche greift, zahlt nur 89 Cent plus Pfand.
Was ist das für eine seltsame Preispolitik, dass die der Liter Cola dort mehr kostet als 1,25 Liter?

Mich wundert es jedenfalls nicht, dass der Marktanteil der Einwegpfandprodukte nicht zurückgeht, wie es eigentlich gewünscht ist. Wenn man den Mehrweg-Zweig derart teuer hält, kann das ja nichts werden.

RTelenovela

Rolltreppe kaputt – für den Umweltschutz

Mittwoch, den 9. Juli 2014
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Eines muss man den Leuten im Cinestar-Kino in Berlin-Tegel ja lassen: Sie sind lustig.
Wenn bei der Bahn mal eine Rolltreppe im Eimer ist, dann steht da ein Baustellenschild mit dem Hinweis, wann das Ding eventuell wieder funktioniert. Oder nicht funktioniert.
Im Cinestar ist das anders. Auf dem Schild steht: “Wir schonen die Umwelt! Liebe Gäste, machen auch Sie mit! Um weiterhin bequem ins Ober- und Untergeschoss zu gelangen, bitten wir Sie, unseren Aufzug oder die Treppenaufgänge zu benutzen. Wir bitten um Ihr Verständnis. Ihre Theaterleitung!

Realsatire! Es ist also total umweltfreundlich, den Strom statt für die Rolltreppe lieber für den Fahrstuhl zu benutzen? Da muss man auch erst mal drauf kommen.
Könnte es vielleicht sein, dass die Rolltreppe im Cinestar einfach nur kaputt ist? Und dass die beim Cinestar keine Lust, kein Geld oder was auch immer haben, um den Schrott zu reparieren?
Oder kommen etwa so wenige Gäste während der Fußball-WM, dass das Kino immens sparen muss – und wenn es nur der Strom für die doofe Rolltreppe ist?

Da augenscheinlich auch an vielen anderen Stellen im Kino gespart wird, wird es wohl langsam Zeit für eine Spendenbox. Bitte helft dem klammen Kino!

ORA aktuell

Bürger befürchten Abgase von neuer Oranienburger Asphaltmischanlage

Donnerstag, den 6. März 2014
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Demnächst geht in Oranienburg-Süd die neue Asphaltmischanlage in Betrieb. Jährlich sollen dort etwa 100.000 Tonnen Asphalt hergestellt werden. Anwohner befürchten, dass es es öfter mit giftigen Abgasen zu tun bekommen. In der Testphase Anfang Februar sorgten Dämpfe in den anliegenden Wohngebieten für Wirbel.
Einige Anwohner konnten sich die Anlage am Mittwoch ansehen – Ängste sind dort jedoch nicht beseitigt worden. Zu den Schadstoffen sei nichts gesagt worden, so ein Anwohner in der Märkischen Allgemeinen. Die Anlage sei auf dem neuesten Stand, so Stephan Morgenroth, der Geschäftsführer des Betreibers M-Asphalt.

aRTikel

1993: Hennigsdorfer boykottieren Unterricht

Freitag, den 30. August 2013
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Juli 1993 -> 27.7.2013

Vor 20 Jahren: Beliebte Lehrerin soll Diesterwegschule verlassen / Weiße Stadt an Kesting verkauft / Polizeieinsatz in Stolpe

MAZ Oranienburg, 30.8.2013

Was passierte vor 20 Jahren im damaligen Kreis Oranienburg? Diesmal der Juli und August 1993.

OBERHAVEL
In der Gemeinde Schwante herrscht Klarheit: Das Schloss soll nicht verkauft, sondern nur verpachtet werden. Konsul Ronald Bauermeister ist enttäuscht, er wollte das Grundstück kaufen, das Schloss sanieren und es zur „kulinarischen Residenz“ ausbauen. Ob der Honorarkonsul seine Pläne trotzdem umsetzt, lässt er noch offen.

In Hennigsdorf entsteht am 22. Juli 1993 ein Menschenauflauf. Eine nackte Frau ist auf der Straße unterwegs. Die Polizei kommt vorsorglich mit einer Decke vorbei. Die Frau kann sich aus naheliegenden Gründen nicht ausweisen. Es handelt sich um eine 35-Jährige in psychischer Behandlung.

Ein Unfall auf der Rollbahn des russischen Militärflugplatzes in Oranienburg fordert acht Schwerverletzte. Militärangehörige nutzten die Betonpiste für Testfahrten mit neuerworbenen Autos. Dabei stießen zwei vollbesetzte Wagen frontal zusammen und wurden dabei total zerstört.

Die Oranienburger Stadtverordneten protestieren gegen den Verkauf der Weißen Stadt. Die Firma Kesting habe das gesamte Gelände gekauft, so heißt es. Die Vertreter von CDU und FDP kritisieren, dass die Weiße Stadt mit 31.450 Quadratmetern für nur eine Mark verschleudert worden sei. Firmenchef Klaus Kesting merkt jedoch an, dass dazu Sozialbindung, Abrisskosten und Altlastensanierung gehören, die er bezahlen müsse.
Unterdessen verhandeln die Liebenwalder mit Klaus Kesting über einen Verkauf des ehemaligen Krankenhausgeländes. Die Stadt verspricht sich davon Geld für einen Schulerweiterungsbau.

Landrat Karl-Heinz Schröter will offenbar auf eine Kandidatur als Landrat für den künftigen Kreis Oberhavel verzichten. Die Doppelfunktion als Landrat und Bundestagabgeordneter sei kräftemäßig nur für eine Wahlperiode zu schaffen. Auch gibt er zu, gern mal in den Regierungsbänken sitzen zu wollen. Allerdings lässt sich Schröter am 3. August 1993 noch ein Landratshintertürchen offen. „Bislang“ wolle er verzichten.

Einen Tag später hat Christa Balke, die Bürgermeisterin von Hammer, Tränen in den Augen. Helfer räumen die Grundschule aus. Aus Mangel an Kindern ist sie geschlossen worden, die Verbliebenen müssen nach Liebenwalde oder Neuholland.

An der neuen Bötzower Turnhalle ist am 6. August 1993 Richtfest. Zurzeit haben die Kinder keine Möglichkeit, Sport zu treiben.

Ist das geplante Atrium-Einkaufszentrum gegenüber des Oranienburger Schlosses nur ein Windei? Die Mitglieder des städtischen Bauausschusses sind „arg befremdet“, dass immer noch kein Bauantrag dafür vorliegt.

Aus dem Wutzsee in Hammer wird ein Netz mit toten, vor sich hinfaulenden Fischen geholt. Zuvor hatte sich im Wasser bereits ein Fettfilm gebildet. Die Beseitigung durch einen Prendener Fischer zog sich eine gute Woche hin.

Mit einem Warnstreik boykottieren 256 Schüler der Hennigsdorfer Diesterwegschule am 11. August 1993 den Unterricht. Grund: Das Schulamt will eine beliebte Lehrerin an die Kremmener Gesamtschule versetzen. Erst wenige Tage zuvor hatte die Lehrerin erfahren, dass sie nach Kremmen wechseln muss.

Auf dem Dorffest in Stolpe kommt es zu einem massiven Polizeieinsatz. Aus einem Zoff am Bierzelt wird eine ganz große Sache. Etwa 20 Beamte in Vollausrüstung umstellen den Platz, die Gäste werden aufgefordert, das Areal zu räumen. Die Stolper sehen das als unverhältnismäßig an und weigern sich, worauf die Polizei das Gelände gewaltsam räumen lässt. Im Nachhinein gibt es heftige Kritik an den Einsatzkräften, die nicht das Gespräch mit den Menschen gesucht, stattdessen provoziert haben sollen.