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Überraschungsevent (34): Arndt Bause und die Comedian Harmonists

Dienstag, den 19. November 2019
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(33) -> 28.10.2019

Der Startschuss fiel im April 2016. Einmal im Monat wollen wir uns gegenseitig überraschen. Und immer darf der andere nicht wissen, wo genau wir hingehen werden – erst vor Ort wird das Geheimnis gelüftet. Der Termin muss beim anderen natürlich abgefragt werden, alles andere nicht. Die Preisgrenze liegt bei 30 Euro. Diesmal durfte ich das Event planen, im nächsten Monat ist sie dran.

Erneut ging es nach Marzahn. In der Mitte des Berliner Hochhausbezirkes befindet sich das Freizeitforum Marzahn. Ich war dort noch nie, brauchte das Navi. Den äußersten Osten Berlins habe ich mir bislang nur sehr vage erschlossen.
Im Freizeitforum gibt eine Schwimmhalle, einen großen Saal und diverse andere Kultureinrichtungen. Auch ein Bäckerei-Café (in dem es wohl hervorragende Backwaren geben soll) ist dort. Es gibt Sportkurse, Lesungen, Konzerte.

Wir waren bei den Comedian Harmonists Today. Die Gruppe trat im Arndt-Bause-Saal auf. Der Saal erinnert interessanterweise ein wenig an den Palast der Republik. Ein bisschen versuchte Opulenz, Lampen wie man sie damals im Palast gesehen hat. Wie überhaupt das Freizeitforum noch recht ostig wirkt. Und vermutlich werden nur Ossis wissen, wie ich das meine. Es ist ein Eindruck, den man gar nicht näher erklären kann.
Meiner reizenden Begleiterin musste ich unterdessen erklären – obwohl auch sie ein Ossi ist -, wer Arndt Bause war. Nämlich der Vater von Inka. Aber vor allem ein erfolgreicher Komponist in der DDR.

Wir hörten Song der Comedian Harmonists, und wir hörten die Geschichte der Gruppe. Denn zwischendurch wurden immer wieder einerseits Zeitungsmeldungen mit Nachrichten der 20er und 30er-Jahre verlesen, auch wurde erzählt, wie sich die Gruppe entwickelte.
Erschreckend sind die Parallelen zu heute. Damals eroberte die NSDAP nach und nach die Länderparlamente, in Anhalt siegten die Nazis erstmals in einem der Länder.
Als Hitler an die Macht kam, dauerte es nur wenige Wochen, fast könnte man sagen: Tage, bis die Demokratie ausgehebelt war, das Land, die Politik gleichgeschaltet worden ist. Das zu hören, ist extrem bedrückend. Auch für die Comedian Harmonists ging es langsam zu Ende, denn der Gruppe gehörten auch Juden an. Die Männer trennten sich zwangsweise, der jüdische Teil machte im Ausland noch weiter Karriere, auch die anderen Männer machten noch weiter.

Das alles erfuhren wir zwischen den Liedern. Es war kein reines Konzert, sondern auch eine ziemlich traurige Geschichtsstunde. Zudem habe ich durchaus viel Neues erfahren, denn die Geschichte der Comedian Harmonists kannte ich wohl doch nicht so gut wie gedacht.

Zur Gruppe selber: Weil sie “Comedian Harmonists Today” heißt, dachte ich eigentlich, dass es sich um ein Konzert im Stil der CH handelt, aber mit überwiegend “neuen” Liedern. Dass es die Songs der damaligen CH waren, ist aber nicht negativ, denn die Lieder sind ja wirklich toll. Dass die Männer stimmlich nicht an die Originale ranreichen, ist sowieso klar.
Leider ist die Akustik des Arndt-Bause-Saals nicht die beste. Alles ist relativ hallig.
Aber ansonsten war es ein überraschend lehrreicher Abend.

Hits: 58

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Überraschungsevent (33): Magical Festival of Lights Garden

Montag, den 28. Oktober 2019
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(32) -> 1.10.2019

Der Startschuss fiel im April 2016. Einmal im Monat wollen wir uns gegenseitig überraschen. Und immer darf der andere nicht wissen, wo genau wir hingehen werden – erst vor Ort wird das Geheimnis gelüftet. Der Termin muss beim anderen natürlich abgefragt werden, alles andere nicht. Die Preisgrenze liegt bei 30 Euro. Diesmal durfte sie das Event planen, im nächsten Monat bin ich dran.

Erstmals ging es nach Berlin-Marzahn. Dort befindet sich das Gelände “Gärten der Welt”. Dort fand kürzlich die Internationale Gartenausstellung (IGA) statt, für viele Berliner ist der große Park immer noch ein Ausflugsziel.
Wir waren am Freitagabend dort – und es war schon dunkel. Aber das war trotzdem genau die richtige Zeit.
Dort fand das “Magical Festival of Lights Garden” statt.

An vielen Stellen im Park wurden Wiesen und Bäume illuminiert. Auf der Freilichtbühne wurde mit Lasern gearbeitet. Auf einer Wiese stand ein Baum, der beleuchtet wurde, und davor sah es aus, als ob da lauter Äpfel liegen – lauter kleine Leuchtkugeln. Es blinkte und funkelte.
Auf einer anderen Wiese standen beleuchtete Pinguine, auf einem Teich schwamm ein leuchtender Schwan. In einem der Gartenräume gab es Wasserspiele mit Licht, an die Wand wurden tolle Bilder geworfen.

Höhepunkt war eine Wiese unter Bäumen, auf der lauter Figuren aus Stahlstäben standen oder hingen. Sie wurden mit Schwarzlicht angeleuchtet. Da standen dann zum Beispiel Figuren, die das Berliner Leben vor 100 Jahren darstellen sollten. An einer anderen Stelle hingen lauter Figuren in der Luft, die sich in Schlafpositionen befanden. In einem Baum waren Tiere zu sehen, dazu Märchenfiguren. Über allem war eine sphärische Musik zu hören, das dass alles sehr mystisch erschienen ließ. Toll!

Am Anfang waren wir ein bisschen skeptisch, ob sich der Besuch gelohnt, aber spätestens beim Schwarzlicht waren wir dann doch begeistert.

Hits: 141

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Überraschungsevent (32): Kontakte 19

Dienstag, den 1. Oktober 2019
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(31) -> 29.7.2019

Der Startschuss fiel im April 2016. Einmal im Monat wollen wir uns gegenseitig überraschen. Und immer darf der andere nicht wissen, wo genau wir hingehen werden – erst vor Ort wird das Geheimnis gelüftet. Der Termin muss beim anderen natürlich abgefragt werden, alles andere nicht. Die Preisgrenze liegt bei 30 Euro. Diesmal durfte ich das Event planen, im nächsten Monat ist sie dran.

Zwar handelte es sich um mein Event, aber dennoch wusste ich auch mal wieder nicht, was uns erwartet. Auf dem Ticket stand “Studio für Elektroakustische Musik der Musikhochschule Shanghai”. Das klang erst mal spannend, und anhand von Youtube-Videos wusste ich, dass das Ensemble KNM Berlin spannende Musik macht. Klangkunst. Aber was genau hinter dem steckte, was uns erwartete, blieb unklar.
Rausgefunden hatte ich vorher, dass unser Konzert Teil der Biennale für Elektroakustische Musik und Klangkunst sein würde. Titel: Kontakte 19.
Rausgefunden hatte ich auch, dass das Ensemble KNM Werke von Xiaojiao Dong, Tiantian Wang, Yuan Zhou, Yin Yang und Changbi An spielen würden. Bei Youtube fand ich von denen nichts.
Wir ließen uns also beide überraschen.

Das Ganze fand in der Akademie der Künste in Charlottenburg statt. Auch eine Premiere für mich, dort war ich bislang nicht. Die Überraschungsevents brachten mich mal wieder an einen für mich unbekannten Ort zu einem außergewöhnlichen Konzert.
Um 20 Uhr, als es längst losgehen sollte, war allerdings gerade mal Zutritt zum Saal. Ansonsten wuselten überall Leute rum, an diversen Stellen in der Akademie gab es Veranstaltungen.
Wir liefen durch einen Konzertsaal, rechts an der Bühne vorbei. Dahinter befand sich ein weiterer, kleinerer Saal. Dort würde unser Konzert stattfinden. Nach und nach nahmen alle Platz.

Und dann ging es auch schon los. Das Ganze funktionierte so: Immer ein Musiker aus dem Ensemble KNM kam auf die Bühne. Erst eine Geige. Zum live gespielten Musik kam noch je eine Klangkomposition hinzu. Unterstützende Geigenklänge, wabernde Töne, Bässe, Klopfen. Das klang toll, zumal im Surround-Ton.
Dann ging es weiter mit einer Trompete, Cello, einer Flöte und einem Flügel.

Es begann toll. Man machte am besten die Augen zu, um diese Klangkunst zu genießen. Die Trompete klang leider ein bisschen nervig, bei der Flöte hatte ich das Gefühl, dasselbe Stück wie bei der Trompete zu hören.
Spannend war der Mann am Flügel, der nicht Klavier spielte, sondern den Flügel als Resonanzraum nutze. Er schlug auf die Saiten, warf den Schwengel auf die Saiten, schlug an die Seiten aufs Holz – und so weiter.

Nach einer Stunde war alles vorbei. Und wir erlebten mal wieder etwas ganz Neues, ziemlich Spannendes. Schade war, dass bei diesem Konzert nicht ein Wort verloren wurde. Ich hätte schon gern was über die Künstler und Komponisten gewusst, die fast alle da waren. Das war durchaus ein Versäumnis – aber vielleicht ja auf solchen Konzerten schlicht nicht üblich. Da sind wir ja keine Experten…

Hits: 136

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Überraschungsevent (31): Sexy Circus

Montag, den 29. Juli 2019
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(30) -> 16.6.2019

Der Startschuss fiel im April 2016. Einmal im Monat wollen wir uns gegenseitig überraschen. Und immer darf der andere nicht wissen, wo genau wir hingehen werden – erst vor Ort wird das Geheimnis gelüftet. Der Termin muss beim anderen natürlich abgefragt werden, alles andere nicht. Die Preisgrenze liegt bei 30 Euro. Diesmal durfte ich das Event planen, im nächsten Monat ist sie dran.

Es war das teuerste Überraschungsevent aller Zeiten! Weil ich einen Geburtstagsgutschein einlösen konnte, konnten wir diesmal auch den 30-Euro-Preis überziehen. Die Erwartungen waren meinerseits also auch recht groß.
Der Pfefferberg in Berlin-Prenzlauer Berg ist mir schon seit mehr als 20 Jahren ein Begriff – dort war ich allerdings noch nie. Heute war die Premiere.
Wir waren dort im sexy Circus “Extasya”. Es handelte sich um eine moderne Show mit Akrobatik, Körperkunst, Zauberei und Entertainment. Das alles mit Erotik und Spaß.

Was man zu sehen bekommt, ist mitunter stark – durchaus wörtlich gemeint. Eine junge Frau zeigt, was sie mit dem Reifen alles kann. Ein Akrobat macht Handstände mit allen möglichen Verrenkungen, später zeigt er seine Kraft in der Luft an den Seilen. Zwischendurch zaubert ein Duo und zeigt irre Sachen und wirft mit Diabolos um sich.
Es gibt viele Momente, in denen man staunt.

Aber das ist die Sache mit der Erotik. Die wird scheinbar unterschiedlich behandelt. Bei den Männern ging es vornehmlich um ihr Können. Zwar waren auch die obenrum nackt in vielen der Nummern, aber an sich ging es um das, was sie da machen.
Die Frauen dagegen wirkten oft seltsam billig. Auch sie hatten oft was drauf, aber ihre Kleider waren so knapp, dass man kaum Vorstellungskraft brauchte, um Hintern und Ritze zu sehen. In ihren Nummern ging es um den Körper, um Sex – und weniger um das Können. Eine Nummer drehte sich ausschließlich um das Ausziehen, gipfelnd darin, dass sich die Frau in ein mit irgendwas gefülltes übergroßes Cocktailglas setzte und sich im Wasser rekelte. Da war dann schon ein bisschen Scham angesagt. So was wirkt nicht wirklich erotisch, das ist billig. Und fiel wegen des Gegensatzes der Männer-Erotik sehr auf.
So fällt das Urteil über den sexy Circus ziemlich uneinheitlich aus.

Hits: 144

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Überraschungsevent (30): Die Hand ist ein einsamer Jäger

Sonntag, den 16. Juni 2019
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(29) -> 15.6.2019

Der Startschuss fiel im April 2016. Einmal im Monat wollen wir uns gegenseitig überraschen. Und immer darf der andere nicht wissen, wo genau wir hingehen werden – erst vor Ort wird das Geheimnis gelüftet. Der Termin muss beim anderen natürlich abgefragt werden, alles andere nicht. Die Preisgrenze liegt bei 30 Euro. Diesmal durfte ich das Event planen, im nächsten Monat ist sie dran.

Wenn man so ein Event plant, weiß man ja auch als Planer nicht immer so genau, was einen erwartet. Ich hatte mich diesmal für ein Theaterstück in der Volksbühne in Berlin-Mitte entschieden: “Die Hand ist ein einsamer Jäger” im “3. Stock”. Ich wusste grob, worum es ging, und ich wusste, dass es in Richtung experimentelles Theater gehen würde.

Schon der Gang in den “3. Stock” ist spannend. So heißt das kleine Theater in eben jener Etage der Volksbühne. Man läuft über eine Treppe und diverse Gänge, die irgendwie an eine alte Schule oder an die alte Uni erinnern – auch vom Geruch her. Wir mussten noch einen Moment bis zum Einlass warten. Dann ging die Tür auf, und wir liefen in einen von Nebel umhüllten Raum. Auf der Bühne saßen schon mehrere Leute in seltsamen Posen. Es ging also mehr oder weniger gleich los.

Im Stück geht es in irgendeiner Art und Weise um die Frau in der Gesellschaft. Darum, wie ihre Körper mitunter begrapscht und begafft werden. Die Hand in der Hose. Um Frauen, die gut und dünn auszusehen haben, die sich auf dem Klo auskotzen. Vom Vaterland und dem Mutterland. Um Mädchen, die was hermachen sollen.
Drei Frauen und zwei Männer stehen da auf der Bühne und spielen das alles in eigentlich nicht zusammenhängenden Szenen. Es ist eine Abfolge von Themen und Momenten. Da wird rezitiert, gesungen, gestampft und gespielt.

Es ist eines dieser Stücke, bei dem man erst im Gespräch danach so richtig darauf kommt, was man da gesehen hat. Nicht jede Szene überzeugt, manche wirken zu lang. Aber jede Szene für sich ist doch interessant, einige sogar fesselnd. Manchmal erleben wie Esoterik oder auch eine rote Schlammorgie. Stummes Fressen oder auch merkwürdiges Tanzen.
Nicht alles versteht man gleich. Aber immer ist es irgendwie gut, dabei zu sein und so was zu erleben. Und auch am Ende überlegt man, ob man das jetzt eigentlich alles gut fand. Aber schon anhand dessen, dass man lange drüber redet, muss es ja irgendeinen Nerv getroffen haben, und das kann nur gut sein.

Hier zeigt sich wie toll die “Überraschungsevent”-Reihe ist. Ich hatte einen vorgegeben Abend und schaute, was alles an diesem Abend los ist. Ich entschied mich für das Volksbühnen-Stück. Und ich würde mal vermuten, dass ich unter normalen Umständen diese Stück nie und nimmer gesehen hätte. Jetzt weiß ich: Das wäre schade gewesen.

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Überraschungsevent (29): Die besten Fotos

Samstag, den 15. Juni 2019
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(28) -> 1.4.2019

Der Startschuss fiel im April 2016. Einmal im Monat wollen wir uns gegenseitig überraschen. Und immer darf der andere nicht wissen, wo genau wir hingehen werden – erst vor Ort wird das Geheimnis gelüftet. Der Termin muss beim anderen natürlich abgefragt werden, alles andere nicht. Die Preisgrenze liegt bei 30 Euro. In diesem Monat durfte sie das Event planen, als nächstes bin ich dran.

Das Willy-Brandt-Haus in Berlin-Kreuzberg ist nicht nur die Zentrale der SPD. Dort finden auch mehrere Ausstellungen statt. Gerade kann man sich dort auch die World-Press-Photos 2018 ansehen. Dabei handelt es sich um von einer Jury ausgezeichneten Fotos aus aller Welt.
Da ist zum Beispiel das Kind, das auf einem Bett liegt, das sich auf einem Müllsee befindet. Eigentlich wäre es ein See mit Wasser, aber das Gewässer ist vor Müll nicht mehr zu sehen.
Oder der verlassene Raum, der zur Hälfte mit Sand bedeckt ist – nach einem Vulkanausbruch führte das in dem Ort zur Katastrophe.
Oder das Foto mit dem französischen Staatschef Emmanuel Macron, der von US-Präsident Trump an der Hand weggezogen wird.
Oder das Foto mit dem Puma, der einen sehr eindringlich in die Augen sieht. Und der so hochauflösend fotografiert ist, dass man sich sehr schön sein Fell betrachten kann.
Und und und.

Der Eintritt kostet nichts, allerdings muss man seinen Ausweis mitbringen und vorzeigen.

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Überraschungsevent (28): Die singende Orgel

Montag, den 1. April 2019
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(27) -> 18.2.2019

Der Startschuss fiel im April 2016. Einmal im Monat wollen wir uns gegenseitig überraschen. Und immer darf der andere nicht wissen, wo genau wir hingehen werden – erst vor Ort wird das Geheimnis gelüftet. Der Termin muss beim anderen natürlich abgefragt werden, alles andere nicht. Die Preisgrenze liegt bei 30 Euro. In diesem Monat durfte ich das Event planen, im April ist sie dran.

Obwohl ich das Event geplant habe, wusste ich selbst nicht, was da eigentlich auf uns zu kommt. Ich wusste nicht mal, wo sich der Ort befindet, wo wir hinfahren. Ich brauchte das Navi, um hinzufinden.
Das Ziel war die katholische Kirche St. Karl Borromäus in der Delbrückstraße in Grunewald. Dort fand ein Konzert mit dem Titel “Die singende Orgel” statt.
Seit 1928 befindet sich an der Stelle eine Kirche, die im Innenraum durch ein schönes, hohes und buntes Fenster besticht.

Zum Konzert selbst kamen nur etwa 30 Leute. Das ist schade, die Kirche hätte für sehr viel mehr Leute Platz gefunden, und kostenlos war es auch noch. Aber diese Art der Kultur hat es im großen Berlin vermutlich schwer.
Gespielt wurde Musik vom französischen Komponisten Jehan Alain. Gespielt der Orgel, mit Querflöte sowie Alt- und Sopran-Gesang.
Im Kirchenraum, in dem es schallte, wirkte die Musik wunderbar. Die Frauen sangen toll, sie sorgten für Gänsehaut. Leider ist das etwas, was ich an dieser Stelle schlecht beschreiben kann.

Bei den meisten Stücken standen die Frauen oben auf einer Art Balkon, dahinter war die Orgel. Den Spieler sah man leider nicht. Das ist immer ein wenig schade, wenn man die Musiker nicht sieht. Ich mag es, Musikern bei der “Arbeit” zuzusehen.

Es war wieder ein ganz besonderes Überraschungsevent, das für beide Seiten überraschend war und etwas bot, was wir in den drei Jahren so noch nie gemacht haben.

Hits: 165