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Überraschungsevent (49): Cosmic Movie Melodies

Sonntag, den 16. Januar 2022
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(48) -> 12.12.2021

Der Startschuss fiel im April 2016. Einmal im Monat wollen wir uns gegenseitig überraschen. Und immer darf der andere nicht wissen, wo genau wir hingehen werden – erst vor Ort wird das Geheimnis gelüftet. Der Termin muss beim anderen natürlich abgefragt werden, alles andere nicht. Die Preisgrenze liegt bei 30 Euro. Diesmal durfte sie das Event planen, beim nächsten Mal bin ich dran.

Zum zweiten Mal waren wir im Rahmen unserer Überraschungsevents im Zeiss-Großplanetarium in Berlin-Prenzlauer Berg. Während wir aber beim ersten Mal im dortigen Kinosaal waren, ging es diesmal in die Kuppel mit dem Sternenhimmel.
In einem großen Saal befindet sich ein Projektor, mit dem in die Kuppel der Sternenhimmel projiziert wird. Dazu gibt es beispielsweise Hörspiel – oder Hörkonzerte.

Eine Premiere war “Cosmic Movie Melodies”. Während wir in den Sternenhimmel schauten, wurden Hits aus Kinofilmen gespielt, vor allem klassische Musik. So ab es musikalische Ausschnitte aus “Der mit dem Wolf tanzt”, “Harry Potter”, “Der weiße Hai” und viele mehr. Verzichtbar in dem Zusammenhang war allerdings der Ausschnitt aus “Schindlers Liste”, weil das in dem Rahmen irgendwie unpassend schien.
Der Sternenhimmel stand aber nicht starr am Himmel, er bewegte sich. Es ging nahe ran an den Mars, der Mond sauste vorbei, es ging in andere Sphären.

Es ist ein schönes Erlebnis. Denn wenn man so in diesen Sternenhimmel schaut, fällt erstmal auf, wie selten es eigentlich geworden ist, dass man ihn so klar sieht – Stichwort: Lichtverschmutzung. Da hätte ich sehr lange einfach drauf schauen können.
Schade war, dass ich im Laufe des Sternenhimmelfilms den Eindruck hatte, dass alles irgendwie unscharf wurde. Die Sterne waren leicht verschwommen, was nicht an meiner Brille gelegen hat. Auch einige Schnitte in der Projektion fand ich störend sowie im Verlauf auch einige der Motive. Denn plötzlich befanden wir uns mutmaßlich in einer Wüstenlandschaft, was aber nicht so richtig erkennbar war und irgendwie – nun ja, doof.
Aber dennoch: Die Idee ist sehr schön, an der Umsetzung kann noch gearbeitet werden.

Hits: 139

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Wahl zum Überraschungsevent 2021

Freitag, den 24. Dezember 2021
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2020 -> 2.1.2021
(48) -> 12.12.2021

Die Überraschungsevent-Szene aus Berlin und Brandenburg traf sich am Donnerstag zur großen Wahl des Top-Überraschungsevents 2021. Die Abstimmung fand in Oranienburg im privaten Rahmen statt und stand unter dem Eindruck der Muppet-Weihnachtsgeschichte. Erstmals in der Geschichte der ÜE-Jahreswahl gab es zudem ein zweiköpfiges Publikum.

Im März 2016 ist die Idee der Überraschungsevents geboren worden. Sie funktioniert so: Bei zwei Teilnehmern ist jeder abwechselnd dran, ein Event zu planen. Der andere bekommt nur den Termin und den Treffpunkt mitgeteilt. Bedingung: Es muss etwas Kulturelles sein. Was genau, ist egal. Bis zu 30 Euro darf es ungefragt kosten.
In der 2021er-Stafel fanden fünf Überraschungsevents statt. Jede Wertung von 1 bis 5 Punkten musste einmal vergeben werden.

Und das Top-Überraschungsevent 2020 iiiiiiiiiist: nach dem Novum 2020, wo es erstmals ein Patt gab – erneut ein Patt! Somit gibt es auch 2021 ZWEI Top-Überraschungsevents!
Gewonnen hat das Konzert mit Sophie Berner und Band in der Wabe und das Konzert des Boulez-Ensembles XXXVIII im Pierre-Boulez-Saal!
Platz 3 geht an die Ausstellung im Schloss Britz Toulouse-Lautrec und die Plakatkunst Belle Epoque.

Für 2022 ist eine 7. Staffel der Überraschungsevents vorgesehen. Die ÜE-BB-Szene hofft, dass es sich nicht um ein verflixtes siebentes Jahr handelt.

Hits: 110

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Überraschungsevent (48): West Side Story

Sonntag, den 12. Dezember 2021
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(47) -> 15.11.2021

Der Startschuss fiel im April 2016. Einmal im Monat wollen wir uns gegenseitig überraschen. Und immer darf der andere nicht wissen, wo genau wir hingehen werden – erst vor Ort wird das Geheimnis gelüftet. Der Termin muss beim anderen natürlich abgefragt werden, alles andere nicht. Die Preisgrenze liegt bei 30 Euro. Diesmal durfte ich das Event planen, beim nächsten Mal ist sie dran.

60 Jahre nach der Film-Uraufführung gibt es nun das Remake. Steven Spielberg hat die “West Side Story” neu verfilmt. Und kurz vor Weihnachten passt doch ein Filmmusical ins Überraschungsevent-Programm.

Wir sahen uns den Film im Cinestar-Cubix am Berliner Alexanderplatz in Mitte an. Und eigentlich ist ja jetzt für viele Menschen die beste Zeit, in Ruhe ins Kino zu gehen. Denn die Kino sind momentan nicht besonders voll.
Rein kommt, wer nachweisen kann, dass man geimpft oder genesen ist. So zeigen wir die App und unseren Ausweis, dann können wir rein. Auch an der Kasse ist es nicht voll, das geht alles ganz fix.
Zwischendurch war sogar noch zeit, auf den Weihnachtsmarkt zu gehen – wo die Schlange beim Einlass länger war als im Kino.

Wer aber den Film sehen will, braucht Geduld. Viel Geduld. Denn das Cinestar knallt die Leinwand momentan voll mit Werbung. Weil anfangs das Bild fehlte, musste der ganze Block später noch mal gestartet werden. Um 19 Uhr ging es los, der Werbeblock endete um 19.33 Uhr. Abzüglich der Panne gute 25 Minuten. Nach der mehrminütigen “Eispause” folgten weitere Werbespots. Die Eispause war auch eine Pause der Werbung. Um 19.53 Uhr (!!) begann der eigentliche Film. Das ist krass, und das ist es auch keine Ausrede oder kein Trost, dass die Kinowerbung nicht ganz uninteressant ist. Aber 45 Minuten bis zum Film, ist heftig.
Die Kritik zum Film folgt demnächst im Kinobereich hier im Blog.

Hits: 141

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Überraschungsevent (47): Toulouse-Lautrec und die Plakatkunst der Belle Époque

Montag, den 15. November 2021
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(46) -> 25.10.2021

Der Startschuss fiel im April 2016. Einmal im Monat wollen wir uns gegenseitig überraschen. Und immer darf der andere nicht wissen, wo genau wir hingehen werden – erst vor Ort wird das Geheimnis gelüftet. Der Termin muss beim anderen natürlich abgefragt werden, alles andere nicht. Die Preisgrenze liegt bei 30 Euro. Diesmal durfte sie das Event planen, beim nächsten Mal bin ich dran.

Wieder waren wir an einem Ort, an dem wir beide noch nie waren: im Schloss Britz in Berlin. Es ist das ehemalige Herrenhaus auf dem historischen Rittergut des ehemaligen Dorfes Britz. Ein schöner, ruhiger Ort.
Konkretes Ziel war die Ausstellung “Toulouse-Lautrec und die Plakatkunst der Belle Époque”. Es ging um die Zeit Ende des 19. Jahrhunderts, als durch die Industrialisierung erstmals mehr Massenwaren hergestellt als gebraucht wurden – so kam Werbung ins Spiel, in Form von Plakatwerbung.

Im Schloss Britz sind noch bis 5. Dezember 60 Werke der französischen Plakatkunst aus dieser Zeit zu sehen – nicht nur von Henri de Toulouse-Lautrec, sondern auch von anderen Künstlern.
Interessant sind die Werke allemal: Weil sie zeigen, wie Menschen damals dargestellt wurden, wie Menschen auf andere Dinge aufmerksam gemacht werden sollten und welche Schwerpunkte damals gelegt worden sind. Da geht es um Shows, die die Hausfrauen erschrecken würden, aber von der feinen Gesellschaft gefeiert worden waren.

Allerdings fanden wir ausgerechnet die Werke von Toulouse-Lautrec eher die schlechteren in der Ausstellung. Seine Bilder waren oft einfacher gezeichnet als andere, vieles wirkt schnell dahingezeichnet – wenn das natürlich auch ein Stil ist, den man sich erst mal draufschaffen muss.
Am interessantesten und besten fanden wir ein Plakat von Théophile-Alexandre Steinlen. Es heißt “Chat noir” und zeigt einen übelgelaunten Kater. Ein Bild, das man sich immer wieder ansehen kann.

Hits: 184

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Überraschungsevent (46): Boulez Ensemble XXXVIII

Montag, den 25. Oktober 2021
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(45) -> 4.9.2021

Der Startschuss fiel im April 2016. Einmal im Monat wollen wir uns gegenseitig überraschen. Und immer darf der andere nicht wissen, wo genau wir hingehen werden – erst vor Ort wird das Geheimnis gelüftet. Der Termin muss beim anderen natürlich abgefragt werden, alles andere nicht. Die Preisgrenze liegt bei 30 Euro. Diesmal durfte ich das Event planen, beim nächsten Mal ist sie dran.

Ich wollte schon immer mal in den Pierre-Boulez-Saal. Am Sonntag hat es sich nun ergeben, dass uns unser Überraschungsevent dorthin führt. Der Saal soll eine tolle Akustik haben, und die zeitgenössische Musik von Pierre Boulez soll dort ihre ganze Faszination ausfalten können.
Der Saal befindet sich an der Französischen Straße in Berlin-Mitte.
Wie das jetzt momentan üblich ist, muss man am Eingang erst mal den Impfstatus vorzeigen. Ich bin eigentlich davon ausgegangen, dass es sich um eine 2G-Veranstaltung handelte. Denn alle Plätze werden belegt, ohne Abstände. Erst danach haben ich im Internet gelesen, dass es eine 3G-Veranstaltung war. Getestete durften ebenfalls rein – was mich ehrlich gesagt etwas wundert, weil ich von der Regelung so noch nie gehört haben – also 3G und ohne Sitzabstand. Gibt es im Kino auch nicht, dort muss zumindest der Sitz daneben weiterhin freigehalten werden. Warum ein Konzertsaal da wieder andere Regeln hat – keine Ahnung, wieso das so ist.

Der Saal hat was von einer Arena. In der Mitte sitzt das Orchester, drumherum und von Reihe zu Reihe höher sitzen die Leute. Es gibt zudem zwei weitere Etagen, wo weitere Leute sitzen können. Besonders aber auch: Sechs Solisten haben ihre Spielplätze auch an verschiedenen Punkten im Saal. Eine Harfe war auf Ebene 2, außerdem auf derselben Ebene rechts und links ein Piano, und auf Ebene 3 gab es ein Xylophon und ein Glockenspiel – Solist Nr. 6 haben wir nicht gesehen, der muss über uns gewesen sein.
Der Dirigent führte uns erst mal ausführlich in das Stück ein, das dann komplett gespielt werden sollte. Worauf solle man achten. Was hat sich Pierre Boulez an den Stellen dabei gedacht. Wo werden welche Instrumente eingesetzt. Welche Effekte gab es. Und so weiter.

Es ist ein echtes Klangerlebnis, der volle Surround. Denn die Musik kommt von allen Seiten, gerade durch die Solisten. Wenn der Mann am Klavier in die Tasten haut, dann wandert der Blick dorthin. Oder zum Xylophon nach rechts oben. Wie es überhaupt spannend ist, die Musiker zu beobachten. Wenn sie zum Beispiel gerade nicht spielen, aber jeden Moment wieder dran sind.
Was die Musizierenden leisten, ist stark. Denn wir hören keine eingängigen Melodien. Es sind Klänge, Klangfolgen, Klangteppiche, mal wild, mal sanft. Das spielen zu können, ist eine große Leistung.
Es ist nichts, was man sich ständig anhören könnte oder wollte – aber live im Saal war das mal ein echtes Erlebnis.

-> Im Video: das Pierre-Boulez-Musikstück “Repons” in einer anderen Aufführung auf Youtube

Hits: 168

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Überraschungsevent (45): Let’s get loud!

Samstag, den 4. September 2021
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(44) -> 28.6.2021

Der Startschuss fiel im April 2016. Einmal im Monat wollen wir uns gegenseitig überraschen. Und immer darf der andere nicht wissen, wo genau wir hingehen werden – erst vor Ort wird das Geheimnis gelüftet. Der Termin muss beim anderen natürlich abgefragt werden, alles andere nicht. Die Preisgrenze liegt bei 30 Euro. Diesmal durfte sie das Event planen, beim nächsten Mal bin ich dran.

Es ist in vielerlei Hinsicht ein Neustart. Durch die Coronakrise war es in der vergangenen Zeit, schwierig Überraschungsevents durchzuführen. Außerdem war ich schon ein Jahr lang nicht mehr auf einem Konzert.
Wir waren diesmal in der “Wabe” in Berlin-Prenzlauer Berg, die auch erst seit dem 20. August wieder geöffnet ist. Und die Musiker, die auf der Bühne standen, absolvierten ihren ersten Auftritt seit anderthalb Jahren, wie sie erzählten. Entsprechend war die Stimmung irgendwie besonders.

Diesmal ging es um Frauenpower. Auf der Bühne stand Sophie Berner mit ihrer Band, ihr Programm hieß “Let’s get loud!”, und alles drehte sich an diesem Abend um Pop-Rebellinnen. Es war der Abend der Talente, der leidenschaftlichen Frauen, der tollen Sängerinnen und Songs. Sophie Berner sprach über diese Frauen, was sie ausmachte, warum sie sie toll findet – und sang ihre Lieder. Von Kate Bush über Cher, Donna Summer, Nina Simone, Madonna, Hildegard Knef bis Janis Joplin. Um nur einige zu nennen.

Es waren Lieder, die man allesamt kannte, schon die ersten Takte reichten oft aus, um zu wissen, was jetzt kommt. Sophie Berner hat es auf wunderbare Weise geschafft, die Magic dieser Songs rüberzubringen. Dabei ging es nicht zwingend darum, die Songs eins zu eins so zu singen, die es die große Frauen gemacht haben. Es ging um den Geist dieser Lieder. Locker, lustig und nachdenklich war das, was sie zwischendurch zu sagen hatte.
Ein schöner Kulturabend – und vermutlich wäre er noch mitreißender gewesen, wenn der Konzertraum richtig voll gewesen wäre. Aber so weit sind wir ja leider noch nicht. Die Tische stehen immer noch mit Abstand im Saal, aber die Hauptsache ist: Es gibt wieder solche Konzerte, und sie machen Spaß.

Hits: 193

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Überraschungsevent (44): Besser Welt als nie

Montag, den 28. Juni 2021
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2020 -> 2.1.2021
(43) -> 30.11.2020

Der Startschuss fiel im April 2016. Einmal im Monat wollen wir uns gegenseitig überraschen. Und immer darf der andere nicht wissen, wo genau wir hingehen werden – erst vor Ort wird das Geheimnis gelüftet. Der Termin muss beim anderen natürlich abgefragt werden, alles andere nicht. Die Preisgrenze liegt bei 30 Euro. Diesmal durfte ich das Event planen, beim nächsten Mal ist sie dran.

Durch das Coronavirus war es in den vergangenen Monaten schwer bis unmöglich, ein Event zu planen. Weil es keine gab. Und wegen der diversen Regeln.
Deshalb beginnt das 6. Jahr der Überraschungsevents erst im Juni.
Diesmal trafen wir uns in Oranienburg.

Der Bürgerhaushalt macht es möglich: Kino umsonst und draußen.
Jedes Jahr können die Menschen in Oranienburg Ideen einbringen, welche Dinge aus dem Bürgerhaushalt finanziert werden sollen. Ein Vorschlag für 2021: Freiluftkino. Die Idee hatte genügend Stimmen, und so können in diesem Jahr tatsächlich zwei Freiluftkino-Veranstaltungen stattfinden. Am Freitagabend das erste Mal.
Man musste sich nur anmelden, und schon war man dabei.

Am Eingang zum Schlosspark mussten wir uns über die Luca-App einloggen. Die Kinoleinwand stand an der Orangerie. Dafür sorgte das Mobile Kino Uckermark vom Multikulturellen Centrum in Templin.
Die Atmosphäre war schön. Die Wiese neben der Orangerie, halb unter Bäumen, ein paar Liegestühle und normale Stühle. Am Rand Imbiss- und Getränkestände.
Zu sehen gab es die Radreise-Doku “Besser Welt als nie”. Dennis Kailing war auf seinem Rad in mehr als zwei Jahren 43.600 Kilometer in 41 Ländern unterwegs. Eine beeindruckende Doku, die in Oranienburg sehr gut ankam.

Im August gibt es das noch mal mit dem tollen Film “Deutschstunde”. Und ich frage mich, warum es im Oranienburger Schlosspark nicht öfter Freiluftkino-Vorstellungen gibt. Muss ja nicht immer kostenlos im Rahmen des Bürgerhaushaltes sein.

Hits: 170