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Überraschungsevent (36): Golden Gospel

Dienstag, den 14. Januar 2020
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(35) -> 15.12.2019

Der Startschuss fiel im April 2016. Einmal im Monat wollen wir uns gegenseitig überraschen. Und immer darf der andere nicht wissen, wo genau wir hingehen werden – erst vor Ort wird das Geheimnis gelüftet. Der Termin muss beim anderen natürlich abgefragt werden, alles andere nicht. Die Preisgrenze liegt bei 30 Euro. Diesmal durfte sie das Event planen, im nächsten Monat bin ich dran.

Diesmal ging es in den Berliner Bezirk Tiergarten – in die Philharmonie. Im kleineren Kammermusiksaal fand die Golden-Gospel-Gala mit Donna Brown & Friends statt.
Dazu muss man wissen, dass der Saal rund um die Bühne bestuhlt ist. Deshalb gibt es bei Konzerten, je nachdem wie die Bands sich gruppieren, auch viele Plätze, bei denen man die Leute von hinten sieht.
Bei uns war das so halb der Fall. Alle Singenden sangen von uns weg. Die kleine Band stand seitlich von uns, nur die Pianistin sah mit Blick zu uns.
Das hat auch Folgen für die Akustik. Wer von einem weg singt, klingt natürlich anders, als wenn er zu einem singt. So fühlte man sich ein wenig wie Zaungäste.
Aber natürlich weiß man das vorher, und wegen unserer Preisgrenze war kein anderes Ticket drin.

Das Konzert hatte dennoch sehr schöne Momente. Einer der Sänger hatte einen phantastischen Solopart, der völlig zurecht bejubelt und betanzt worden ist. Auch andere Songs waren toll. Aber es gab auch die Momente, wo der Gospel ein wenig eintönig wirkte, als ob man eine Viertelstunde dasselbe Lied hört.

Interessant war der Abend aber auch, weil wir etwas beobachtet haben. Während der ersten Konzertminuten setzte plötzlich eine Völkerwanderunhg ein. Das Konzert war längst nicht ausverkauft, und nach und nach standen Gruppen plötzlich auf, um auf bessere Plätze zu wandern.
Ich habe in einem klassischen Konzertsaal selten etwas Respektloseres erlebt. Denn es stört, wenn Leute im Saal rumlatschen, während in der Mitte die Musiker ihr Bestes geben. Das wäre was anderes in riesigen Konzerthallen, wo das eh wurscht ist, aber nicht im kleinen Kammermusiksaal.
Manieren sind halt nicht mehr so gefragt.

Hits: 90

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Wahl zum Überraschungsevent 2019

Freitag, den 20. Dezember 2019
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2018 -> 3.12.2018
(35) -> 15.12.2019

Die Überraschungsevent-Szene aus Berlin und Brandenburg traf sich am Donnerstagabend zur großen Wahl des Top-Überraschungsevents 2019. Die Abstimmung fand im Lokal “Thüringer Stuben” im Stadtbezirk Prenzlauer Berg statt und stand unter dem Eindruck von Gänsebrust und Gänsekeule.

Im März 2016 ist die Idee der Überraschungsevents geboren worden. Sie funktioniert so: Bei zwei Teilnehmern ist jeder abwechselnd dran, ein Event zu planen. Der andere bekommt nur den Termin und den Treffpunkt mitgeteilt. Bedingung: Es muss etwas Kulturelles sein. Was genau, ist egal. Bis zu 30 Euro darf es ungefragt kosten.
In der 2019er-Stafel fanden zehn Überraschungsevents statt, der Dezember ist der Monat des Fazits und der Preisverleihung.
Jede Wertung von 1 bis 10 Punkte musste einmal vergeben werden.

Und das Top-Überraschungsevent 2019 iiiiiiiiiist: der Abend beim Magical Festival of Lights Garden in Marzahn!
Es lag allerdings nicht in beiden Einzelbewertungen vorn – aber es kam einmal auf Platz 3 und einmal auf Platz 2. Es ist also immerhin eine ungefähre Einigkeit. Auf den Plätzen lagen das Konzert “Die singende Orgel” in Grunewald und die Comedian Harmonist Today in Marzahn.
Für gegenseitige Empörung sorgte, dass das Theaterstück “Die Hand ist ein einsamer Jäger” bei ihm auf Platz 1, bei ihr auf dem letzten Platz 10 landete. Im Endergebnis dann Platz 5.

Für 2020 ist eine 5. Staffel der Überraschungsevents vorgesehen – mit bis zu elf weiteren Veranstaltungen. Los geht es voraussichtlich am 11. Januar 2020. Womit ist natürlich noch geheim!

Hits: 81

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Überraschungsevent (35): Unerhört

Sonntag, den 15. Dezember 2019
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(34) -> 19.11.2019

Der Startschuss fiel im April 2016. Einmal im Monat wollen wir uns gegenseitig überraschen. Und immer darf der andere nicht wissen, wo genau wir hingehen werden – erst vor Ort wird das Geheimnis gelüftet. Der Termin muss beim anderen natürlich abgefragt werden, alles andere nicht. Die Preisgrenze liegt bei 30 Euro. Diesmal durfte sie das Event planen.

Zum zweiten Mal nach 2016 besuchten wir das Café Tasso im Friedrichshain. Es ist an der Karl-Marx-Alle, die an der Stelle aber nicht mehr Karl-Marx-Allee heißt, sondern Frankfurter Allee – wie wir am Ende des Abends feststellten.
Wir waren diesmal bei einer Art Autorenlesung. “Die Unerhörten” nennt sich eine Gruppe von Menschen, die Texte schreiben und wohl auch Romane. Immer wieder veranstalten sie im “Tasso” Abende zu einem bestimmten Thema.
Weil es die letzte Veranstaltung im Jahr ist, gab es ein Special. Gelesen wurden jeweils Texte von anderen.

So richtig überzeugen konnte mich allerdings keiner der Texte. Weil sie entweder merkwürdige Verläufe hatten und ich an irgendeinem Punkt inhaltlich ausgestiegen bin. Ein Text war gewissermaßen die eigene Grabrede, die mir aber nicht gefallen hat, weil sie so seltsam abgehoben war. Ein Text war ein Radiodialog: Es ging darum, dass sich Thüringen von Deutschland abgespaltet hat, und eine Moderatorin befragte einen Politiker. Die Freie Deutsche Republik entpuppte sich als Nazihölle. Der Text selbst war allerdings ein bisschen abgedroschen, und es fehlt ihm am Ende auch irgendwie der Clou. Als Schlusspunkt so eines vorweihnachtlichen Abends auch irgendwie unpassend.

Sehr schön war dagegen eine Aktion, bei der jeder Gast einen Satz schreiben sollte. Es ging um eine Frau und einen Mann. Die Fraun im “Tasso” schrieben einen Satz für die Frau, die Männer einen für den Mann. Alle diese Sätze sind zu einer Geschichte zusammengefügt worden, und die war sehr lustig.

Merkwürdig ist, dass das “Tasso” trotz abendlicher Veranstaltung um 17 Uhr Küchenschluss hat. Zwar gibt es noch Kuchen und Quiche, aber wir hätten auch gern “richtig” gegessen. In der Pause kommt auch niemand rum, um noch Getränke aufzunehmen. Wir hätten durchaus noch was getrunken. Geschäftstüchtig sind sie da jedenfalls nicht.

Hits: 110

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Überraschungsevent (34): Arndt Bause und die Comedian Harmonists

Dienstag, den 19. November 2019
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(33) -> 28.10.2019

Der Startschuss fiel im April 2016. Einmal im Monat wollen wir uns gegenseitig überraschen. Und immer darf der andere nicht wissen, wo genau wir hingehen werden – erst vor Ort wird das Geheimnis gelüftet. Der Termin muss beim anderen natürlich abgefragt werden, alles andere nicht. Die Preisgrenze liegt bei 30 Euro. Diesmal durfte ich das Event planen, im nächsten Monat ist sie dran.

Erneut ging es nach Marzahn. In der Mitte des Berliner Hochhausbezirkes befindet sich das Freizeitforum Marzahn. Ich war dort noch nie, brauchte das Navi. Den äußersten Osten Berlins habe ich mir bislang nur sehr vage erschlossen.
Im Freizeitforum gibt eine Schwimmhalle, einen großen Saal und diverse andere Kultureinrichtungen. Auch ein Bäckerei-Café (in dem es wohl hervorragende Backwaren geben soll) ist dort. Es gibt Sportkurse, Lesungen, Konzerte.

Wir waren bei den Comedian Harmonists Today. Die Gruppe trat im Arndt-Bause-Saal auf. Der Saal erinnert interessanterweise ein wenig an den Palast der Republik. Ein bisschen versuchte Opulenz, Lampen wie man sie damals im Palast gesehen hat. Wie überhaupt das Freizeitforum noch recht ostig wirkt. Und vermutlich werden nur Ossis wissen, wie ich das meine. Es ist ein Eindruck, den man gar nicht näher erklären kann.
Meiner reizenden Begleiterin musste ich unterdessen erklären – obwohl auch sie ein Ossi ist -, wer Arndt Bause war. Nämlich der Vater von Inka. Aber vor allem ein erfolgreicher Komponist in der DDR.

Wir hörten Song der Comedian Harmonists, und wir hörten die Geschichte der Gruppe. Denn zwischendurch wurden immer wieder einerseits Zeitungsmeldungen mit Nachrichten der 20er und 30er-Jahre verlesen, auch wurde erzählt, wie sich die Gruppe entwickelte.
Erschreckend sind die Parallelen zu heute. Damals eroberte die NSDAP nach und nach die Länderparlamente, in Anhalt siegten die Nazis erstmals in einem der Länder.
Als Hitler an die Macht kam, dauerte es nur wenige Wochen, fast könnte man sagen: Tage, bis die Demokratie ausgehebelt war, das Land, die Politik gleichgeschaltet worden ist. Das zu hören, ist extrem bedrückend. Auch für die Comedian Harmonists ging es langsam zu Ende, denn der Gruppe gehörten auch Juden an. Die Männer trennten sich zwangsweise, der jüdische Teil machte im Ausland noch weiter Karriere, auch die anderen Männer machten noch weiter.

Das alles erfuhren wir zwischen den Liedern. Es war kein reines Konzert, sondern auch eine ziemlich traurige Geschichtsstunde. Zudem habe ich durchaus viel Neues erfahren, denn die Geschichte der Comedian Harmonists kannte ich wohl doch nicht so gut wie gedacht.

Zur Gruppe selber: Weil sie “Comedian Harmonists Today” heißt, dachte ich eigentlich, dass es sich um ein Konzert im Stil der CH handelt, aber mit überwiegend “neuen” Liedern. Dass es die Songs der damaligen CH waren, ist aber nicht negativ, denn die Lieder sind ja wirklich toll. Dass die Männer stimmlich nicht an die Originale ranreichen, ist sowieso klar.
Leider ist die Akustik des Arndt-Bause-Saals nicht die beste. Alles ist relativ hallig.
Aber ansonsten war es ein überraschend lehrreicher Abend.

Hits: 246

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Überraschungsevent (33): Magical Festival of Lights Garden

Montag, den 28. Oktober 2019
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(32) -> 1.10.2019

Der Startschuss fiel im April 2016. Einmal im Monat wollen wir uns gegenseitig überraschen. Und immer darf der andere nicht wissen, wo genau wir hingehen werden – erst vor Ort wird das Geheimnis gelüftet. Der Termin muss beim anderen natürlich abgefragt werden, alles andere nicht. Die Preisgrenze liegt bei 30 Euro. Diesmal durfte sie das Event planen, im nächsten Monat bin ich dran.

Erstmals ging es nach Berlin-Marzahn. Dort befindet sich das Gelände “Gärten der Welt”. Dort fand kürzlich die Internationale Gartenausstellung (IGA) statt, für viele Berliner ist der große Park immer noch ein Ausflugsziel.
Wir waren am Freitagabend dort – und es war schon dunkel. Aber das war trotzdem genau die richtige Zeit.
Dort fand das “Magical Festival of Lights Garden” statt.

An vielen Stellen im Park wurden Wiesen und Bäume illuminiert. Auf der Freilichtbühne wurde mit Lasern gearbeitet. Auf einer Wiese stand ein Baum, der beleuchtet wurde, und davor sah es aus, als ob da lauter Äpfel liegen – lauter kleine Leuchtkugeln. Es blinkte und funkelte.
Auf einer anderen Wiese standen beleuchtete Pinguine, auf einem Teich schwamm ein leuchtender Schwan. In einem der Gartenräume gab es Wasserspiele mit Licht, an die Wand wurden tolle Bilder geworfen.

Höhepunkt war eine Wiese unter Bäumen, auf der lauter Figuren aus Stahlstäben standen oder hingen. Sie wurden mit Schwarzlicht angeleuchtet. Da standen dann zum Beispiel Figuren, die das Berliner Leben vor 100 Jahren darstellen sollten. An einer anderen Stelle hingen lauter Figuren in der Luft, die sich in Schlafpositionen befanden. In einem Baum waren Tiere zu sehen, dazu Märchenfiguren. Über allem war eine sphärische Musik zu hören, das dass alles sehr mystisch erschienen ließ. Toll!

Am Anfang waren wir ein bisschen skeptisch, ob sich der Besuch gelohnt, aber spätestens beim Schwarzlicht waren wir dann doch begeistert.

Hits: 162

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Überraschungsevent (32): Kontakte 19

Dienstag, den 1. Oktober 2019
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(31) -> 29.7.2019

Der Startschuss fiel im April 2016. Einmal im Monat wollen wir uns gegenseitig überraschen. Und immer darf der andere nicht wissen, wo genau wir hingehen werden – erst vor Ort wird das Geheimnis gelüftet. Der Termin muss beim anderen natürlich abgefragt werden, alles andere nicht. Die Preisgrenze liegt bei 30 Euro. Diesmal durfte ich das Event planen, im nächsten Monat ist sie dran.

Zwar handelte es sich um mein Event, aber dennoch wusste ich auch mal wieder nicht, was uns erwartet. Auf dem Ticket stand “Studio für Elektroakustische Musik der Musikhochschule Shanghai”. Das klang erst mal spannend, und anhand von Youtube-Videos wusste ich, dass das Ensemble KNM Berlin spannende Musik macht. Klangkunst. Aber was genau hinter dem steckte, was uns erwartete, blieb unklar.
Rausgefunden hatte ich vorher, dass unser Konzert Teil der Biennale für Elektroakustische Musik und Klangkunst sein würde. Titel: Kontakte 19.
Rausgefunden hatte ich auch, dass das Ensemble KNM Werke von Xiaojiao Dong, Tiantian Wang, Yuan Zhou, Yin Yang und Changbi An spielen würden. Bei Youtube fand ich von denen nichts.
Wir ließen uns also beide überraschen.

Das Ganze fand in der Akademie der Künste in Charlottenburg statt. Auch eine Premiere für mich, dort war ich bislang nicht. Die Überraschungsevents brachten mich mal wieder an einen für mich unbekannten Ort zu einem außergewöhnlichen Konzert.
Um 20 Uhr, als es längst losgehen sollte, war allerdings gerade mal Zutritt zum Saal. Ansonsten wuselten überall Leute rum, an diversen Stellen in der Akademie gab es Veranstaltungen.
Wir liefen durch einen Konzertsaal, rechts an der Bühne vorbei. Dahinter befand sich ein weiterer, kleinerer Saal. Dort würde unser Konzert stattfinden. Nach und nach nahmen alle Platz.

Und dann ging es auch schon los. Das Ganze funktionierte so: Immer ein Musiker aus dem Ensemble KNM kam auf die Bühne. Erst eine Geige. Zum live gespielten Musik kam noch je eine Klangkomposition hinzu. Unterstützende Geigenklänge, wabernde Töne, Bässe, Klopfen. Das klang toll, zumal im Surround-Ton.
Dann ging es weiter mit einer Trompete, Cello, einer Flöte und einem Flügel.

Es begann toll. Man machte am besten die Augen zu, um diese Klangkunst zu genießen. Die Trompete klang leider ein bisschen nervig, bei der Flöte hatte ich das Gefühl, dasselbe Stück wie bei der Trompete zu hören.
Spannend war der Mann am Flügel, der nicht Klavier spielte, sondern den Flügel als Resonanzraum nutze. Er schlug auf die Saiten, warf den Schwengel auf die Saiten, schlug an die Seiten aufs Holz – und so weiter.

Nach einer Stunde war alles vorbei. Und wir erlebten mal wieder etwas ganz Neues, ziemlich Spannendes. Schade war, dass bei diesem Konzert nicht ein Wort verloren wurde. Ich hätte schon gern was über die Künstler und Komponisten gewusst, die fast alle da waren. Das war durchaus ein Versäumnis – aber vielleicht ja auf solchen Konzerten schlicht nicht üblich. Da sind wir ja keine Experten…

Hits: 152

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Überraschungsevent (31): Sexy Circus

Montag, den 29. Juli 2019
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(30) -> 16.6.2019

Der Startschuss fiel im April 2016. Einmal im Monat wollen wir uns gegenseitig überraschen. Und immer darf der andere nicht wissen, wo genau wir hingehen werden – erst vor Ort wird das Geheimnis gelüftet. Der Termin muss beim anderen natürlich abgefragt werden, alles andere nicht. Die Preisgrenze liegt bei 30 Euro. Diesmal durfte ich das Event planen, im nächsten Monat ist sie dran.

Es war das teuerste Überraschungsevent aller Zeiten! Weil ich einen Geburtstagsgutschein einlösen konnte, konnten wir diesmal auch den 30-Euro-Preis überziehen. Die Erwartungen waren meinerseits also auch recht groß.
Der Pfefferberg in Berlin-Prenzlauer Berg ist mir schon seit mehr als 20 Jahren ein Begriff – dort war ich allerdings noch nie. Heute war die Premiere.
Wir waren dort im sexy Circus “Extasya”. Es handelte sich um eine moderne Show mit Akrobatik, Körperkunst, Zauberei und Entertainment. Das alles mit Erotik und Spaß.

Was man zu sehen bekommt, ist mitunter stark – durchaus wörtlich gemeint. Eine junge Frau zeigt, was sie mit dem Reifen alles kann. Ein Akrobat macht Handstände mit allen möglichen Verrenkungen, später zeigt er seine Kraft in der Luft an den Seilen. Zwischendurch zaubert ein Duo und zeigt irre Sachen und wirft mit Diabolos um sich.
Es gibt viele Momente, in denen man staunt.

Aber das ist die Sache mit der Erotik. Die wird scheinbar unterschiedlich behandelt. Bei den Männern ging es vornehmlich um ihr Können. Zwar waren auch die obenrum nackt in vielen der Nummern, aber an sich ging es um das, was sie da machen.
Die Frauen dagegen wirkten oft seltsam billig. Auch sie hatten oft was drauf, aber ihre Kleider waren so knapp, dass man kaum Vorstellungskraft brauchte, um Hintern und Ritze zu sehen. In ihren Nummern ging es um den Körper, um Sex – und weniger um das Können. Eine Nummer drehte sich ausschließlich um das Ausziehen, gipfelnd darin, dass sich die Frau in ein mit irgendwas gefülltes übergroßes Cocktailglas setzte und sich im Wasser rekelte. Da war dann schon ein bisschen Scham angesagt. So was wirkt nicht wirklich erotisch, das ist billig. Und fiel wegen des Gegensatzes der Männer-Erotik sehr auf.
So fällt das Urteil über den sexy Circus ziemlich uneinheitlich aus.

Hits: 162