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Überraschungsevent (45): Let’s get loud!

Samstag, den 4. September 2021
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(44) -> 28.6.2021

Der Startschuss fiel im April 2016. Einmal im Monat wollen wir uns gegenseitig überraschen. Und immer darf der andere nicht wissen, wo genau wir hingehen werden – erst vor Ort wird das Geheimnis gelüftet. Der Termin muss beim anderen natürlich abgefragt werden, alles andere nicht. Die Preisgrenze liegt bei 30 Euro. Diesmal durfte sie das Event planen, beim nächsten Mal bin ich dran.

Es ist in vielerlei Hinsicht ein Neustart. Durch die Coronakrise war es in der vergangenen Zeit, schwierig Überraschungsevents durchzuführen. Außerdem war ich schon ein Jahr lang nicht mehr auf einem Konzert.
Wir waren diesmal in der “Wabe” in Berlin-Prenzlauer Berg, die auch erst seit dem 20. August wieder geöffnet ist. Und die Musiker, die auf der Bühne standen, absolvierten ihren ersten Auftritt seit anderthalb Jahren, wie sie erzählten. Entsprechend war die Stimmung irgendwie besonders.

Diesmal ging es um Frauenpower. Auf der Bühne stand Sophie Berner mit ihrer Band, ihr Programm hieß “Let’s get loud!”, und alles drehte sich an diesem Abend um Pop-Rebellinnen. Es war der Abend der Talente, der leidenschaftlichen Frauen, der tollen Sängerinnen und Songs. Sophie Berner sprach über diese Frauen, was sie ausmachte, warum sie sie toll findet – und sang ihre Lieder. Von Kate Bush über Cher, Donna Summer, Nina Simone, Madonna, Hildegard Knef bis Janis Joplin. Um nur einige zu nennen.

Es waren Lieder, die man allesamt kannte, schon die ersten Takte reichten oft aus, um zu wissen, was jetzt kommt. Sophie Berner hat es auf wunderbare Weise geschafft, die Magic dieser Songs rüberzubringen. Dabei ging es nicht zwingend darum, die Songs eins zu eins so zu singen, die es die große Frauen gemacht haben. Es ging um den Geist dieser Lieder. Locker, lustig und nachdenklich war das, was sie zwischendurch zu sagen hatte.
Ein schöner Kulturabend – und vermutlich wäre er noch mitreißender gewesen, wenn der Konzertraum richtig voll gewesen wäre. Aber so weit sind wir ja leider noch nicht. Die Tische stehen immer noch mit Abstand im Saal, aber die Hauptsache ist: Es gibt wieder solche Konzerte, und sie machen Spaß.

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Überraschungsevent (44): Besser Welt als nie

Montag, den 28. Juni 2021
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2020 -> 2.1.2021
(43) -> 30.11.2020

Der Startschuss fiel im April 2016. Einmal im Monat wollen wir uns gegenseitig überraschen. Und immer darf der andere nicht wissen, wo genau wir hingehen werden – erst vor Ort wird das Geheimnis gelüftet. Der Termin muss beim anderen natürlich abgefragt werden, alles andere nicht. Die Preisgrenze liegt bei 30 Euro. Diesmal durfte ich das Event planen, beim nächsten Mal ist sie dran.

Durch das Coronavirus war es in den vergangenen Monaten schwer bis unmöglich, ein Event zu planen. Weil es keine gab. Und wegen der diversen Regeln.
Deshalb beginnt das 6. Jahr der Überraschungsevents erst im Juni.
Diesmal trafen wir uns in Oranienburg.

Der Bürgerhaushalt macht es möglich: Kino umsonst und draußen.
Jedes Jahr können die Menschen in Oranienburg Ideen einbringen, welche Dinge aus dem Bürgerhaushalt finanziert werden sollen. Ein Vorschlag für 2021: Freiluftkino. Die Idee hatte genügend Stimmen, und so können in diesem Jahr tatsächlich zwei Freiluftkino-Veranstaltungen stattfinden. Am Freitagabend das erste Mal.
Man musste sich nur anmelden, und schon war man dabei.

Am Eingang zum Schlosspark mussten wir uns über die Luca-App einloggen. Die Kinoleinwand stand an der Orangerie. Dafür sorgte das Mobile Kino Uckermark vom Multikulturellen Centrum in Templin.
Die Atmosphäre war schön. Die Wiese neben der Orangerie, halb unter Bäumen, ein paar Liegestühle und normale Stühle. Am Rand Imbiss- und Getränkestände.
Zu sehen gab es die Radreise-Doku “Besser Welt als nie”. Dennis Kailing war auf seinem Rad in mehr als zwei Jahren 43.600 Kilometer in 41 Ländern unterwegs. Eine beeindruckende Doku, die in Oranienburg sehr gut ankam.

Im August gibt es das noch mal mit dem tollen Film “Deutschstunde”. Und ich frage mich, warum es im Oranienburger Schlosspark nicht öfter Freiluftkino-Vorstellungen gibt. Muss ja nicht immer kostenlos im Rahmen des Bürgerhaushaltes sein.

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Wahl zum Überraschungsevent 2020

Samstag, den 2. Januar 2021
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2019 -> 20.12.2019
(43) -> 30.11.2020

Die Überraschungsevent-Szene aus Berlin und Brandenburg traf sich am Silvesterabend zur großen Wahl des Top-Überraschungsevents 2020. Die Abstimmung fand aufgrund der aktuellen Regelungen in Bezug auf die Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie im privaten Rahmen statt und stand unter dem Eindruck eines Raclette-Grills.

Im März 2016 ist die Idee der Überraschungsevents geboren worden. Sie funktioniert so: Bei zwei Teilnehmern ist jeder abwechselnd dran, ein Event zu planen. Der andere bekommt nur den Termin und den Treffpunkt mitgeteilt. Bedingung: Es muss etwas Kulturelles sein. Was genau, ist egal. Bis zu 30 Euro darf es ungefragt kosten.
In der 2020er-Stafel fanden acht Überraschungsevents statt, davon gehen aber nur sechs in die Wertung ein. Eines war wegen der Pandemie und fehlender Events ein Best of, ein weiteres war ein spontanes Spiel aufgrund eines kurzfristig ausgefallenen Events. Der Dezember ist der Monat des Fazits und der Preisverleihung.
Jede Wertung von 1 bis 10 Punkte musste einmal vergeben werden.

Und das Top-Überraschungsevent 2020 iiiiiiiiiist: ein Novum! Erstmals gab es bei der Abstimmung ein Patt – und somit gibt es 2020 ZWEI Top-Überraschungsevents! Zum Einen der Kabarett-Abend bei den Stachelschweinen – “Viel Tunnel am Ende des Lichts” -, zum anderen das Konzert mit MAXI in Kremmen.
Beide Events lagen jeweils auf Platz 1 oder 2 in den Bewertungen.
Auch der 3. Platz ist zweimal vergeben worden: die Ausstellung “Like You” im Museum für Kommunikation und der Junior Eurovision Song Contest 2020 im KiKA.

Für 2021 ist eine 6. Staffel der Überraschungsevents vorgesehen – inklusive der Jubiläumsfeierlichkeiten zum fünften Geburtstag der Kultur-Event-Reihe.

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Überraschungsevent (43): Junior Eurovision Song Contest 2020

Montag, den 30. November 2020
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(42) -> 12.10.2020

Der Startschuss fiel im April 2016. Einmal im Monat wollen wir uns gegenseitig überraschen. Und immer darf der andere nicht wissen, wo genau wir hingehen werden – erst vor Ort wird das Geheimnis gelüftet. Der Termin muss beim anderen natürlich abgefragt werden, alles andere nicht. Die Preisgrenze liegt bei 30 Euro. Diesmal durfte ich das Event planen, beim nächsten Mal ist sie dran.

Momentan ist es ja in Sachen Events ein bisschen schwierig. Bis auf ein paar kirchliche Veranstaltungen findet derzeit nichts statt. Also muss improvisiert werden, und Live-Events kann man sich auch per Fernsehen oder Livestream nach Hause holen.
In Warschau fand am Sonntag der Junior Eurovision Song Contest 2020 statt, der KiKA übertrug live. Deshalb musste wir auch nicht fahren, sondern saßen auf dem Sofa und schauten zu – und vergaben Punkte, wie man das ja beim Eurovision Song Contest so macht. Und wir tippten auf die Sieger.
Ich hatte zwar Frankreich richtig als Sieger getippt, verloren habe ich am Ende trotzdem. Und wie die Show war, steht hier.

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Überraschungsevent (42): Voll das Leben!

Montag, den 12. Oktober 2020
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(41) -> 19.9.2020

Der Startschuss fiel im April 2016. Einmal im Monat wollen wir uns gegenseitig überraschen. Und immer darf der andere nicht wissen, wo genau wir hingehen werden – erst vor Ort wird das Geheimnis gelüftet. Der Termin muss beim anderen natürlich abgefragt werden, alles andere nicht. Die Preisgrenze liegt bei 30 Euro. Diesmal durfte sie das Event planen, beim nächsten Mal bin ich dran.

Es hätte passieren können, dass wir gar nicht reingekommen wären. Unser Ziel war das “C/O Berlin” im Amerikahaus an der Hardenbergstraße in Berlin-Charlottenburg. Wenn man in die Ausstellungen will, muss man normalerweise vorher ein Onlineticket kaufen, und dann hat man ein bestimmtes Zeitfenster für den Besuch.
Wir hatten kein Ticket, aber zum Glück gab es noch Spontankontingente.
So konnten wir uns die Ausstellung “Voll das Leben!” anschauen. Es ging um den Fotografen Harald Hauswald. Er ist 1954 in Radebeul geboren worden. 1977 geriet er ins Visier der Stasi, die wegen seines “alternativen Aussehens” auf ihn aufmerksam geworden ist. Später auch, weil er auch in westlichen Medien seine Fotos veröffentlichte.

In der Ausstellung sind etwa 250 seiner Fotografien zu sehen. Sie zeigen das Alltagsleben in der DDR, aber auch etwas andere Blinkwinkel auf Demos der damaligen Zeit.
Man sieht Jugendliche, die sich treffen, triste Straßenzüge, leere Schaufenster, Menschen auf den Straßen.
Die Bilder sind durchaus interessant, wenn ich auch zugeben muss, dass sie mir wenig Neues zeigten. Aus eigener Erfahrung ist mir der DDR-Alltag noch bekannt, und in der Hinsicht zeigen die Bilder wenig Außergewöhnliches, was nicht schon bekannt sein dürfte.
Auffallend ist, dass die Menschen auf den Fotos fast ausnahmslos traurig oder teilnahmslos gucken. Das ist etwas, was auch der Stasi aufgefallen war. In der Tat finde ich zwar, dass das Leben in der DDR viele Widrigkeiten hatte, aber dennoch gab es für die Menschen im Alltag ja auch viele gute Momente.
Für mich ist es eine interessante Erfahrung, so eine Art der DDR-Schau zu sehen – Bilder von damals. Es ist wieder der Gedanke, wie alt man doch schon ist, dass das alles zwar 35 Jahre her ist, man es aber selbst schon erlebt hat. Da ist es fast spannender, zu sehen, wie sich jüngere Leute die Schau ansehen, und was sie denn aus diesen Bildern mitnehmen.

Krass sind die dort ausgestellten Stasi-Akten, die zeigen, wie umfassend Hauswald beobachtet worden ist. Seien es die Beobachtungsprotokolle oder die IM-Berichte von seinem Geburtstag. Rund 40 Inoffizielle Mitarbeiter waren auf ihn bis 1989 angesetzt.

Noch bis 23. Januar 2021 ist die Ausstellung im C/O Berlin, direkt am Bahnhof Zoo, zu sehen. Der Eintritt kostet 10 Euro, dafür kann man in alle Ausstellungen des Hauses.

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Überraschungsevent (41): MAXI – Unendlich Zeit

Samstag, den 19. September 2020
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(40) -> 18.6.2020

Der Startschuss fiel im April 2016. Einmal im Monat wollen wir uns gegenseitig überraschen. Und immer darf der andere nicht wissen, wo genau wir hingehen werden – erst vor Ort wird das Geheimnis gelüftet. Der Termin muss beim anderen natürlich abgefragt werden, alles andere nicht. Die Preisgrenze liegt bei 30 Euro. Diesmal durfte ich das Event planen, beim nächsten Mal ist sie dran.

Diesmal ging es raus aus Berlin – nach Kremmen. Im Hof der “Alten Lebkuchenfabrik” trat die Band “MAXI” auf.
Durch die Einfahrt ging es in den Hinterhof – wie er oft in solchen alten Kleinstädten zu finden ist. Einmal durch den Tunnel gelaufen, scheint man in einer eigenen kleinen Welt zu sein. Man kann dort übernachten, und es gibt auch ein schönes Café.

MAXI gibt es seit 2014, und angefangen haben Maxi, Robert und Olli mit Coversongs im akustischen Stil. Jetzt haben sie ein Album mit eigenen Songs aufgenommen, die sie in Kremmen präsentierten.
Ein wundervolles Konzert an wundervollem Ort. Leichte, schöne Musik an einem leider recht kühlen Spätsommerabend.
In den Songs wie “Unendlich Zeit”, “Nicht gut”, “Stopptaste” oder “Niemandsland” geht es um das Leben, um die Liebe, um Abschiede und Trennungen, um den Tod und darum, das Schöne im Leben zu entdecken.
Maxi hat eine tolle Stimme, und die Instrumentierung ist gelungen, Gitarre, Cachon, Xylophon, abwechslungsreich und interessant arrangiert. Da hört man gern zu.

Sie war übrigens auch begeistert! Und in die “Alte Lebkuchenfabrik” wollen wir auch noch mal, wenn es nächstes Jahr wieder wärmer ist…

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Überraschungsevent (40): Fragen des Lebens

Donnerstag, den 18. Juni 2020
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(39) -> 14.5.2020

Der Startschuss fiel im April 2016. Einmal im Monat wollen wir uns gegenseitig überraschen. Und immer darf der andere nicht wissen, wo genau wir hingehen werden – erst vor Ort wird das Geheimnis gelüftet. Der Termin muss beim anderen natürlich abgefragt werden, alles andere nicht. Die Preisgrenze liegt bei 30 Euro. Diesmal durfte sie das Event planen, beim nächsten Mal bin ich dran.

Und es gibt immer mal was Neues. Denn unser Überraschungsevent fand nicht statt. Wir waren in “The Castle”. Das ist eine Bar am Frankfurter Tor in Berlin-Friedrichshain. Früher befand sich dort ein McDonalds.
Eigentlich hieß es, dass dort am Mittwoch um 19.30 Uhr ein Kneipenquiz stattfinden würde. So stand es auf der Website, und eigentlich kann man ja davon ausgehen, dass die regelmäßig aktualisiert wird.
Wird sie nicht.
Vor Ort haben wir erfahren, dass das Kneipenquiz jetzt immer dienstags online stattfindet.

Wir blieben trotzdem. Dass die junge Frau hinter der Theke allerdings nur Englisch sprach, war zwar irgendwie wunderlich, aber das ist dann wahrscheinlich irgendwie typisch der hippe Friedrichshain. Dass es aber nicht mal antialkoholische Cocktails gibt, fand ich dann doch extrem schwach. Ich nahm somit eine Cola, sie ein Wasser. Da wäre mehr drin gewesen.
Und wir spielten unser Überraschungsevent selbst – mit den Fragen des Lebens. Das sind Fragen zu bestimmten Ansichten, Erlebnissen und Vorstellungen, die man im Leben hat oder erlebt hat. Viel zu intim, um an dieser Stelle ins Detail zu gehen.

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