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Überraschungsevent (23): Überraschungsvorführung

Dienstag, den 11. September 2018
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(22) -> 18.8.2018

Der Startschuss fiel im April 2016. Einmal im Monat wollen wir uns gegenseitig überraschen. Und immer darf der andere nicht wissen, wo genau wir hingehen werden – erst vor Ort wird das Geheimnis gelüftet. Der Termin muss beim anderen natürlich abgefragt werden, alles andere nicht. Die Preisgrenze liegt bei 30 Euro. In diesem Monat durfte sie das Event planen, im Oktober bin ich dran.

Diesmal ging es zum Großplanetarium nach Berlin-Prenzlauer Berg. Allerdings nicht in den dortigen Saal, sondern ins Kino. Dort fand das Festival of Animation Berlin statt. Genauer: die Überraschungsvorführung – was natürlich zu unserer Reihe perfekt passt. Bei dem Kurzfilm-Special zeigte die Jury eigene Filme und solche, die die besonders mögen.
Nach einer kurzen Moderation ging es auch schon los – neun kurze Zeichentrickwerke.

Nun gut. Einige Filme, insbesondere die aus Belgien, waren ziemlich wunderlich oder langatmig. Aber es gab drei sehr gute Filme, die auch bei Youtube verfügbar sind:
“Dame mit Hund” (nur Trailer): Da geht es um einen Tag im Park. Eine Frau mit Hund geht spazieren, der Hund büxt aus. Man sieht quasi von unten nach oben und immer nur die Fußtapsen. Mal was anderes und sehr witzig.
“Flamingo Pride”: Ein Flamingo-CSD, bei dem einer ausschert und vom Trubel die Schnautze voll hat. Extrem lustig und auch sehr schön animiert.
“Our Wonderful Nature: Das gewöhnliche Chamäleon”: Es zeigt ein Chamäleon beim Futtern. Erst eine kleine Fliege, dann ein Schmetterling, und seine Gier wird immer größer. Wir haben sehr gelacht!

Schön wäre es gewesen, wenn wir zwischendurch noch etwas zu den Filmen erfahren hätten, sie liefen hintereinander weg. Eine Frage-und-Antwort-Runde (Q&A) kündigte man nuschelig für draußen an. Das war schade, denn so dauerte das Ganze gerade mal eine Stunde.
Na ja, man kann nicht alles haben.

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Überraschungsevent (22): Spontan

Samstag, den 18. August 2018
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(21) -> 5.6.2018

Der Startschuss fiel im April 2016. Einmal im Monat wollen wir uns gegenseitig überraschen. Und immer darf der andere nicht wissen, wo genau wir hingehen werden – erst vor Ort wird das Geheimnis gelüftet. Der Termin muss beim anderen natürlich abgefragt werden, alles andere nicht. Die Preisgrenze liegt bei 30 Euro. In diesem Monat durfte ich das Event planen, im September ist sie dran.

Diesmal waren wir in Barbaras Bar. Also, eigentlich waren wir im Ratibor-Theater mitten in Berlin-Kreuzberg. Wieder mal ein Ort, den ich im Rahmen unserer Überraschungsevent kennenlernen durfte. Und dabei war es mein Event. Ich hatte einen Abend zur Verfügung, und den galt es, zu füllen. Ich wusste selbst nicht genau, was uns erwartet.
Das Ratibor liegt im Wrangelkiez in einem Hinterhof. Der Raum ist relativ klein, aber da ist ja immer ganz reizvoll.

Das Stück war reine Improvisation. In einer Bar treffen sich vier Leute und eine Art Barfrau (oder eher: Moderatorin oder Spielleiterin). Das Publikum kann bestimmen, was sie zusammenführt.
In Runde 1 spielt jeder der seinen zugewiesenen Charakter. Das ist ganz interessant, wobei die Sachen vom Publikum eher so lala waren. Was ich reinrief, nahmen sie nicht.
Nur ein Thema war außergewöhnlich. Eine der Schauspielerinnen sollte spielen, dass sie nur noch ein Ding besitzt. Sie milderte es ab auf: nur noch einen Rucksack. Das war ein bisschen schade, denn auch damit ist sie nicht so richtig klargekommen.
In Runde 2 wurden diese vier Figuren dann zusammengeführt.

Das war ganz amüsant und relativ kurzweilig. Nicht mehr, nicht weniger. Es war alles spontan, aber irgendwie nicht mitreißend. Manchmal kann man das selber gar nicht genau erklären, warum das so ist. Vielleicht war es nicht abgedreht genug oder im Detail dann doch nicht so außergewöhnlich umgesetzt.
Schwierig ist, dass die Klimaanlage so laut ist, dass es manchmal schwer ist, den Schauspielern ohne Mikro zu folgen.

Und eines fällt auf: Die Jugendlichen im Raum wollten immer, wenn es etwas zu bestimmen gab, irgendwelche sexuellen oder erotischen Dinge haben. Ermüdend. Aber so sind Kids wohl nun mal…

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Überraschungsevent (21): LaLeLu

Dienstag, den 5. Juni 2018
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(20) -> 6.5.2018

Der Startschuss fiel im April 2016. Einmal im Monat wollen wir uns gegenseitig überraschen. Und immer darf der andere nicht wissen, wo genau wir hingehen werden – erst vor Ort wird das Geheimnis gelüftet. Der Termin muss beim anderen natürlich abgefragt werden, alles andere nicht. Die Preisgrenze liegt bei 30 Euro. In diesem Monat durfte ich das Event planen, im Juli ist sie dran.

Wieder ging es an einen Ort, wo ich noch nie war. Die Ufa-Fabrik ist in Berlin-Tempelhof, einem Stadtbezirk, mit dem ich eh fast nie etwas zu tun habe. Und diesmal war es ein Event, von dem ich auch nicht genau wusste, was uns erwartet. Die kurze Beschreibung, die ich vorher las, klang aber interessant.
Wir waren beim Konzert von “LaLeLu”, einer A-Cappella-Comedy-Gruppe. In “Muss das sein?! – Das Trendprogramm” ging es – allerdings ohne roten Faden – um Imitationen, um Allergien, “Sing meinen Song” oder um einen Tag im Tierheim.
Das war recht unterhaltsam, hier und da ganz lustig, wobei das gewisse Etwas, das absolute Highlight aber fehlte. Es fehlt beispielsweise an guten selbstgeschrieben Kompositionen. Die nachgesungenen Lieder sind recht gut gemacht, aber auch wenig außergewöhnlich. Ein echter Höhepunkt war, als Tobias Hanf plötzlich eine Stimmimitations-Nummer mit diversen Promis abseits der Musik hinlegte, die richtig toll war und für die er auch großen Applaus bekam.

Die Ufa-Fabrik mit der Open-Air-Bühne in einem Zelt, das bei schlechtem Wetter geschlossen werden kann, ist übrigens ein sehr lauschiges Plätzchen. Seltsam, dass die noch nie in mein Blickfeld geraten ist.

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Überraschungsevent (20): Little Vietnam

Sonntag, den 6. Mai 2018
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(19) -> 23.4.2018

Der Startschuss fiel im April 2016. Einmal im Monat wollen wir uns gegenseitig überraschen. Und immer darf der andere nicht wissen, wo genau wir hingehen werden – erst vor Ort wird das Geheimnis gelüftet. Der Termin muss beim anderen natürlich abgefragt werden, alles andere nicht. Die Preisgrenze liegt bei 30 Euro. In diesem Monat durfte sie das Event planen, im Juni bin ich dran.

Diesmal stand Berlin-Kunde auf dem Programm. Denn es gibt immer noch viele Ecken in der Stadt, die wir nicht kennen. Das Dong-Xuan-Center in Lichtenberg zum Beispiel. Es wird auch “Littler Vietnam” genannt. Dabei handelt es sich um ein Handels- und Einkaufszentrum für vietnamesische Waren und Dienstleistungen. Etwa 450 Geschäftsleute arbeiten dort auf 90.000 Quadratmetern, in mehreren Hallen. Es gibt Lebensmittel, Klamotten, Elektronik, aber auch zig Friseure oder Reisebüros. Und ein Blumenladen, in dem es ausschließlich Plastikblumen gibt.

Minh Nguyen Huu bietet Führungen über das Gelände an. Er zeigte uns aber nicht nur die verschiedenen Läden, er erzählte auch etwas über die vietnamesische Community in Berlin. Sie hat ihren Ursprung in den 80ern, als Vertragsarbeiter aus Vietnam in die DDR kamen. Nach der Wende blieben viele von ihnen

Betritt man die Hallen, dann wird einen gleich ein Räucherkerzen-Duft in die Nase steigen. An vielen Geschäftseingängen befindet sich eine Art Altar, an dem an die Verstorbenen Angehörigen erinnert wird – und die an der Stelle Schutz spenden sollen.
Längst sind es aber nicht nur Vietnamesen, die dort einkaufen – man sieht auch viele Menschen anderer Nationen und natürlich Berliner. Immerhin ist dort – außer dienstags – jeden Tag geöffnet.
Es gibt dort Friseure und Nagelstudios, die ihre Dienste anbieten. Geschäftszweige, die die Vietnamesen in den vergangenen Jahren erobert haben. Ihre Preise sind oft unschlagbar, weil sie wenig Personalkosten haben – meistens sind es Familienmitglieder die mitarbeiten.

Wir sind bei der Führung einmal durch die Hallen gelaufen – das nächste Mal wollen wir die Läden ein bisschen genauer unter die Lupe nehmen. Aber ein Mittagessen haben wir uns gegönnt – zum Beispiel mit einer Suppe. Die nennt sich Pho (Fö, wobei das Ö nicht mit spitzem Mund gesprochen wird). In meinem Fall mit Hühnerfleisch, dazu kommt kommt ein Teig, kleine Chilischoten, Knoblauch und Soßen – wie man will. Sättigend.

Das Dong-Xuan-Center soll bald noch ausgebaut werden – zu einer Asiatown mit Kulturcenter. So oder so ist das Gelände eine Sehenswürdigkeit, die viele sicherlich gar nicht auf dem Zettel haben. Und die Führung ist auch zu empfehlen, da es da Infos gibt, die man vermutlich vorher nicht kannte. Einmal nach “Dong Xuan Touren” googlen.

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Überraschungsevent (19): Maybrit Illner

Montag, den 23. April 2018
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(18) -> 19.2.2018

Jubiläum: Der Startschuss fiel im April 2016. Einmal im Monat wollen wir uns gegenseitig überraschen. Und immer darf der andere nicht wissen, wo genau wir hingehen werden – erst vor Ort wird das Geheimnis gelüftet. Der Termin muss beim anderen natürlich abgefragt werden, alles andere nicht. Die Preisgrenze liegt bei 30 Euro. In diesem Monat durfte ich das Event planen, im Mai ist sie dran.

Wer das Event plant, fährt. Das heißt, der/die Unwissende überlegt während der ganzen Fahrt – und während wir uns unterhalten -, wohin die Reise eigentlich geht.
Als wir die Straße Unter den Linden erreichten, begann die Parkplatzsuche, und sie begann nun laut zu überlegen, was denn alles so in der Nähe sein könnte. Ein Theater? Wir parkten in einer Nebenstraße.
Sie hat es nicht im Ansatz erraten können: Diesmal ging es in das ZDF-Hauptstadtstudio, zur Talkshow mit Maybrit Illner.

Wie wir diesen Abend erlebt haben, steht in der Rubrik “ZAPPER VOR ORT”.

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Überraschungsevent (18): Das Missverständnis

Montag, den 19. Februar 2018
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(17) -> 15.1.2018

Der Startschuss fiel im April 2016: Einmal im Monat wollen wir uns gegenseitig überraschen. Und immer darf der andere nicht wissen, wo genau wir hingehen werden – erst vor Ort wird das Geheimnis gelüftet. Der Termin muss beim anderen natürlich abgefragt werden, alles andere nicht. Die Preisgrenze liegt bei 30 Euro. In diesem Monat durfte ich das Event planen, im März ist sie dran.

Das Schöne an diesen Überraschungsevent ist ja, dass man auch, selbst wenn man es selbst organisiert, selbst überrascht werden kann. So war es auch diesmal.
Als wir vor dem Deutschen Theater in Berlin-Mitte standen, fiel mir auf: Ich war dort noch nie. Ich war dort weder jemals drin, noch stand ich jemals auf dem Platz, auf dem das Theater steht. Das war mich sehr erstaunt, weil ich ja eigentlich die meisten Ecken von Berlin kenne – aber die Gegend westlich der Friedrichstraße und nördlich des Schiffbauerdamms ist irgendwie für mich eine tote Gegend. Ich kenne mich dort nicht aus.

Wir sahen in den Kammerspielen des Deutschen Theaters das Stück “Das Missverständnis” von Albert Camus.
Es war ein sehr bemerkenswerter Abend.

So wird der Inhalt beschrieben: “In einem abgelegenen Wirtshaus rauben zwei Frauen die Gäste aus und bringen sie um. Ihr Ziel: mit der Beute an einem anderen Ort ein besseres Leben anzufangen. Sohn und Bruder Jan ist seit vielen Jahren in der Welt unterwegs. Als er eines Tages nach Hause zurückkehrt, gibt er sich nicht zu erkennen, sondern will erkannt werden. Zu spät erst wird das Duo entdecken, wen sie dieses Mal ums Leben gebracht haben.”

Am Ende wissen wir nicht genau, ob es uns gefallen hat – aber irgendwie hat es uns gefallen, und irgendwie waren wir am Ende sogar ein bisschen begeistert.
Das Bühnenbild: sehr aufwendig. Das Wirtshaus ist ein unaufgeräumter Ort, überall liegt Stroh, es sind unfassbar viele Requisiten auf der Bühne verstreut.
Die Sprache: anstrengend. Niemand spricht normal, alle sprechen sehr gestelzt. Es scheint, als ob das wortwörtlich eine andere Sprache übersetzt worden. Wenn ich nicht vorher nachgelesen hätte, hätte ich gar nicht gewusst, worum es ging. Aber irgendwann hört man sich rein.
Der Sound: Das Theater hat eine tolle Tontechnik. Wenn sie wollen, können sie echte Suround-Technik einsetzen. Man hört die ganze zeit Meeresrauschen und Möwen und immer wieder Klaviertöne.
Die Musik: Immer zwischendurch gibt es laut Musikstücke, als Unterbrechung des Stückes. Irgendwie gut.
Die Schauspieler: ganz groß.

Das Fazit: Normalerweise hasse ich es, wenn Stücke so aufgebaut sind, dass man sie nicht versteht. Und hier ist es so, dass vieles “in Bildern” dargestellt wird. Man muss das Gesehene irgendwie übersetzen. Stirbt jemand, tut er das nicht, in dem er stirbt. Er geht in eine Ecke und wickelt sich selbst ein. Davon gibt es viele Beispiele, und erst später, wenn man über das Stück redet, fällt einem vieles auf.
Am Ende ist das Stück sehr fesselnd, sehr spannend, und die außergewöhnliche Atmosphäre sorgt sowieso für eine große Faszination.
“Das Missverständnis” ist Hochkultur, man versteht nicht alles. Aber in diesem Fall ist das irgendwie nicht schlimm, im Nachhinein denkt man nach und erzählt man darüber. Und eigentlich ist es das Beste, was einem ja passieren kann. Dass man angeregt wird, nachzudenken, sich auszutauschen.

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Überraschungsevent (17): Funky Beats

Montag, den 15. Januar 2018
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(16) -> 26.11.2017

Der Startschuss fiel im April 2016: Einmal im Monat wollen wir uns gegenseitig überraschen. Und immer darf der andere nicht wissen, wo genau wir hingehen werden – erst vor Ort wird das Geheimnis gelüftet. Der Termin muss beim anderen natürlich abgefragt werden, alles andere nicht. Die Preisgrenze liegt bei 30 Euro. In diesem Monat durfte sie das Event planen, im Februar bin ich dran.

Wir parkten unweit der Deutschen Oper in Berlin-Charlottenburg. Oper? ist eigentlich nicht so meins. Aber die Deutsche oper war gar nicht direkt unser Ziel. Wir liefen zur Tischlerei hinter der Oper. Sie gehört auch zu dieser Einrichtung, und dort gibt es ergänzende oder andere kleine Programme.
Am Sonntagabend war dort die Veranstaltung “Jazz & Lyrics” angekündigt, diesmal aber mit Funky Beats. Denn die Funk-Musik gehört ebenfalls zum Jazz. Eine Live-Band spielte, und das Motto lautete “Be funky, be Berlin!”

Nun ist allerdings Funk ganz und gar nicht meine Musikrichtung. Auf radioeins gibt es am Sonnabend eine Musiksendung mit Funk – die schalte ich immer weg. So war der Abend ganz in Ordnung, traf aber nicht ganz meinen (und unseren) Geschmack. Aber immerhin bestand der zweite Teil des Abends aus Live-Musik mit der Erlaubnis zu Tanzen. Und wir tanzten.