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Wahl zum Überraschungsevent 2020

Samstag, den 2. Januar 2021
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2019 -> 20.12.2019
(43) -> 30.11.2020

Die Überraschungsevent-Szene aus Berlin und Brandenburg traf sich am Silvesterabend zur großen Wahl des Top-Überraschungsevents 2020. Die Abstimmung fand aufgrund der aktuellen Regelungen in Bezug auf die Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie im privaten Rahmen statt und stand unter dem Eindruck eines Raclette-Grills.

Im März 2016 ist die Idee der Überraschungsevents geboren worden. Sie funktioniert so: Bei zwei Teilnehmern ist jeder abwechselnd dran, ein Event zu planen. Der andere bekommt nur den Termin und den Treffpunkt mitgeteilt. Bedingung: Es muss etwas Kulturelles sein. Was genau, ist egal. Bis zu 30 Euro darf es ungefragt kosten.
In der 2020er-Stafel fanden acht Überraschungsevents statt, davon gehen aber nur sechs in die Wertung ein. Eines war wegen der Pandemie und fehlender Events ein Best of, ein weiteres war ein spontanes Spiel aufgrund eines kurzfristig ausgefallenen Events. Der Dezember ist der Monat des Fazits und der Preisverleihung.
Jede Wertung von 1 bis 10 Punkte musste einmal vergeben werden.

Und das Top-Überraschungsevent 2020 iiiiiiiiiist: ein Novum! Erstmals gab es bei der Abstimmung ein Patt – und somit gibt es 2020 ZWEI Top-Überraschungsevents! Zum Einen der Kabarett-Abend bei den Stachelschweinen – “Viel Tunnel am Ende des Lichts” -, zum anderen das Konzert mit MAXI in Kremmen.
Beide Events lagen jeweils auf Platz 1 oder 2 in den Bewertungen.
Auch der 3. Platz ist zweimal vergeben worden: die Ausstellung “Like You” im Museum für Kommunikation und der Junior Eurovision Song Contest 2020 im KiKA.

Für 2021 ist eine 6. Staffel der Überraschungsevents vorgesehen – inklusive der Jubiläumsfeierlichkeiten zum fünften Geburtstag der Kultur-Event-Reihe.

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Überraschungsevent (43): Junior Eurovision Song Contest 2020

Montag, den 30. November 2020
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(42) -> 12.10.2020

Der Startschuss fiel im April 2016. Einmal im Monat wollen wir uns gegenseitig überraschen. Und immer darf der andere nicht wissen, wo genau wir hingehen werden – erst vor Ort wird das Geheimnis gelüftet. Der Termin muss beim anderen natürlich abgefragt werden, alles andere nicht. Die Preisgrenze liegt bei 30 Euro. Diesmal durfte ich das Event planen, beim nächsten Mal ist sie dran.

Momentan ist es ja in Sachen Events ein bisschen schwierig. Bis auf ein paar kirchliche Veranstaltungen findet derzeit nichts statt. Also muss improvisiert werden, und Live-Events kann man sich auch per Fernsehen oder Livestream nach Hause holen.
In Warschau fand am Sonntag der Junior Eurovision Song Contest 2020 statt, der KiKA übertrug live. Deshalb musste wir auch nicht fahren, sondern saßen auf dem Sofa und schauten zu – und vergaben Punkte, wie man das ja beim Eurovision Song Contest so macht. Und wir tippten auf die Sieger.
Ich hatte zwar Frankreich richtig als Sieger getippt, verloren habe ich am Ende trotzdem. Und wie die Show war, steht hier.

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Überraschungsevent (42): Voll das Leben!

Montag, den 12. Oktober 2020
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(41) -> 19.9.2020

Der Startschuss fiel im April 2016. Einmal im Monat wollen wir uns gegenseitig überraschen. Und immer darf der andere nicht wissen, wo genau wir hingehen werden – erst vor Ort wird das Geheimnis gelüftet. Der Termin muss beim anderen natürlich abgefragt werden, alles andere nicht. Die Preisgrenze liegt bei 30 Euro. Diesmal durfte sie das Event planen, beim nächsten Mal bin ich dran.

Es hätte passieren können, dass wir gar nicht reingekommen wären. Unser Ziel war das “C/O Berlin” im Amerikahaus an der Hardenbergstraße in Berlin-Charlottenburg. Wenn man in die Ausstellungen will, muss man normalerweise vorher ein Onlineticket kaufen, und dann hat man ein bestimmtes Zeitfenster für den Besuch.
Wir hatten kein Ticket, aber zum Glück gab es noch Spontankontingente.
So konnten wir uns die Ausstellung “Voll das Leben!” anschauen. Es ging um den Fotografen Harald Hauswald. Er ist 1954 in Radebeul geboren worden. 1977 geriet er ins Visier der Stasi, die wegen seines “alternativen Aussehens” auf ihn aufmerksam geworden ist. Später auch, weil er auch in westlichen Medien seine Fotos veröffentlichte.

In der Ausstellung sind etwa 250 seiner Fotografien zu sehen. Sie zeigen das Alltagsleben in der DDR, aber auch etwas andere Blinkwinkel auf Demos der damaligen Zeit.
Man sieht Jugendliche, die sich treffen, triste Straßenzüge, leere Schaufenster, Menschen auf den Straßen.
Die Bilder sind durchaus interessant, wenn ich auch zugeben muss, dass sie mir wenig Neues zeigten. Aus eigener Erfahrung ist mir der DDR-Alltag noch bekannt, und in der Hinsicht zeigen die Bilder wenig Außergewöhnliches, was nicht schon bekannt sein dürfte.
Auffallend ist, dass die Menschen auf den Fotos fast ausnahmslos traurig oder teilnahmslos gucken. Das ist etwas, was auch der Stasi aufgefallen war. In der Tat finde ich zwar, dass das Leben in der DDR viele Widrigkeiten hatte, aber dennoch gab es für die Menschen im Alltag ja auch viele gute Momente.
Für mich ist es eine interessante Erfahrung, so eine Art der DDR-Schau zu sehen – Bilder von damals. Es ist wieder der Gedanke, wie alt man doch schon ist, dass das alles zwar 35 Jahre her ist, man es aber selbst schon erlebt hat. Da ist es fast spannender, zu sehen, wie sich jüngere Leute die Schau ansehen, und was sie denn aus diesen Bildern mitnehmen.

Krass sind die dort ausgestellten Stasi-Akten, die zeigen, wie umfassend Hauswald beobachtet worden ist. Seien es die Beobachtungsprotokolle oder die IM-Berichte von seinem Geburtstag. Rund 40 Inoffizielle Mitarbeiter waren auf ihn bis 1989 angesetzt.

Noch bis 23. Januar 2021 ist die Ausstellung im C/O Berlin, direkt am Bahnhof Zoo, zu sehen. Der Eintritt kostet 10 Euro, dafür kann man in alle Ausstellungen des Hauses.

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Überraschungsevent (41): MAXI – Unendlich Zeit

Samstag, den 19. September 2020
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(40) -> 18.6.2020

Der Startschuss fiel im April 2016. Einmal im Monat wollen wir uns gegenseitig überraschen. Und immer darf der andere nicht wissen, wo genau wir hingehen werden – erst vor Ort wird das Geheimnis gelüftet. Der Termin muss beim anderen natürlich abgefragt werden, alles andere nicht. Die Preisgrenze liegt bei 30 Euro. Diesmal durfte ich das Event planen, beim nächsten Mal ist sie dran.

Diesmal ging es raus aus Berlin – nach Kremmen. Im Hof der “Alten Lebkuchenfabrik” trat die Band “MAXI” auf.
Durch die Einfahrt ging es in den Hinterhof – wie er oft in solchen alten Kleinstädten zu finden ist. Einmal durch den Tunnel gelaufen, scheint man in einer eigenen kleinen Welt zu sein. Man kann dort übernachten, und es gibt auch ein schönes Café.

MAXI gibt es seit 2014, und angefangen haben Maxi, Robert und Olli mit Coversongs im akustischen Stil. Jetzt haben sie ein Album mit eigenen Songs aufgenommen, die sie in Kremmen präsentierten.
Ein wundervolles Konzert an wundervollem Ort. Leichte, schöne Musik an einem leider recht kühlen Spätsommerabend.
In den Songs wie “Unendlich Zeit”, “Nicht gut”, “Stopptaste” oder “Niemandsland” geht es um das Leben, um die Liebe, um Abschiede und Trennungen, um den Tod und darum, das Schöne im Leben zu entdecken.
Maxi hat eine tolle Stimme, und die Instrumentierung ist gelungen, Gitarre, Cachon, Xylophon, abwechslungsreich und interessant arrangiert. Da hört man gern zu.

Sie war übrigens auch begeistert! Und in die “Alte Lebkuchenfabrik” wollen wir auch noch mal, wenn es nächstes Jahr wieder wärmer ist…

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Überraschungsevent (40): Fragen des Lebens

Donnerstag, den 18. Juni 2020
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(39) -> 14.5.2020

Der Startschuss fiel im April 2016. Einmal im Monat wollen wir uns gegenseitig überraschen. Und immer darf der andere nicht wissen, wo genau wir hingehen werden – erst vor Ort wird das Geheimnis gelüftet. Der Termin muss beim anderen natürlich abgefragt werden, alles andere nicht. Die Preisgrenze liegt bei 30 Euro. Diesmal durfte sie das Event planen, beim nächsten Mal bin ich dran.

Und es gibt immer mal was Neues. Denn unser Überraschungsevent fand nicht statt. Wir waren in “The Castle”. Das ist eine Bar am Frankfurter Tor in Berlin-Friedrichshain. Früher befand sich dort ein McDonalds.
Eigentlich hieß es, dass dort am Mittwoch um 19.30 Uhr ein Kneipenquiz stattfinden würde. So stand es auf der Website, und eigentlich kann man ja davon ausgehen, dass die regelmäßig aktualisiert wird.
Wird sie nicht.
Vor Ort haben wir erfahren, dass das Kneipenquiz jetzt immer dienstags online stattfindet.

Wir blieben trotzdem. Dass die junge Frau hinter der Theke allerdings nur Englisch sprach, war zwar irgendwie wunderlich, aber das ist dann wahrscheinlich irgendwie typisch der hippe Friedrichshain. Dass es aber nicht mal antialkoholische Cocktails gibt, fand ich dann doch extrem schwach. Ich nahm somit eine Cola, sie ein Wasser. Da wäre mehr drin gewesen.
Und wir spielten unser Überraschungsevent selbst – mit den Fragen des Lebens. Das sind Fragen zu bestimmten Ansichten, Erlebnissen und Vorstellungen, die man im Leben hat oder erlebt hat. Viel zu intim, um an dieser Stelle ins Detail zu gehen.

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Überraschungsevent (39): Like you

Donnerstag, den 14. Mai 2020
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(38) -> 8.5.2020

Der Startschuss fiel im April 2016. Einmal im Monat wollen wir uns gegenseitig überraschen. Und immer darf der andere nicht wissen, wo genau wir hingehen werden – erst vor Ort wird das Geheimnis gelüftet. Der Termin muss beim anderen natürlich abgefragt werden, alles andere nicht. Die Preisgrenze liegt bei 30 Euro. Diesmal durfte sie das Event planen, im nächsten Monat bin ich dran.

Eigentlich handelt es sich um das März-Event. Aber im März konnten wir aus bekannten Gründen leider kein Überraschungsevent durchführen.
Das verspätete März-Event führte uns in das Museum für Kommunikation in Berlin-Mitte. Es ist seit dieser Woche wieder geöffnet. Man braucht eine Gesichtsmaske. Einige Aktionsbereiche sind wegen der Sicherheitsmaßnahmen rund um das Coronavirus momentan gesperrt. Der Vorteil aber: Man hat das Museum momentan so ziemlich für sich. Wir waren fast komplett alleine.

Unser Fokus lag auf der Ausstellung “Like you”. Es ging um Freundschaften im analogen und digitalen Zeitalter. Wie entstehen Freundschaften, wie hält man Freundschaften, was ist den Menschen bei Freundschaften wichtig.
Man konnte auch selbst aktiv werden, in dem man an kleinen Tests und Umfragen teilnahm. Wie lange kennst du deine besten Freunde? Hat du einen? Zwei? Mehr? Oder keinen besten Freund?
In einer Schautafel konnte man sich ansehen, wie Freundschaften über ein ganzes Leben verlaufen können.
In einem Film ging es um sich fremde Menschen, die sich vier Minuten gegenüber saßen und in die Augen schauten – die Reaktion waren sehr interessant, denn man kommt sich so sehr nah.
Es ging um eine Brieffreundschaft, die mehr als 60 Jahre hielt und zu 3500 Briefen führte. Jugendliche erzählten, dass sie auch in Zeiten von Snapchat und WhatsApp den persönlichen Kontakt mit den Freunden nicht missen wollen.
Kinder malten ihre Freunde, an anderer Stelle konnten Besucher ihre Gedanken zur Freundschaft niederschreiben.
Es sind immer wieder Momente, wo man staunt und auch mal selbst reflektiert, wie es denn um die eigenen Freundschaften bestellt ist.

Die Schau zeigte aber auch, dass es noch andere Freundschaften gibt. Die Pioniere in der DDR kommen ebenso vor, wie die Küsse von Politikern, es geht auch um das Vereinsleben, in denen Freundschaften entstehen.
Und das Alter – wenn Freundschaften durch den Tod beendet werden.

“Like you” ist eine sehr spannende Ausstellung, die uns selbst auch betrifft und deshalb an einigen Stellen vielleicht auch so nah geht.
Bis mindestens 5. Juli 2020 ist die Schau im Museum für Kommunikation noch zu sehen. Mehr Infos gibt es hier.

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Überraschungsevent (38): Best of

Freitag, den 8. Mai 2020
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(37) -> 23.2.2020

Der Startschuss fiel im April 2016. Einmal im Monat wollen wir uns gegenseitig überraschen. Und immer darf der andere nicht wissen, wo genau wir hingehen werden – erst vor Ort wird das Geheimnis gelüftet. Der Termin muss beim anderen natürlich abgefragt werden, alles andere nicht. Die Preisgrenze liegt bei 30 Euro. Diesmal durfte ich das Event planen, im nächsten Monat ist sie dran. Also, normalerweise.

Bei unserem Event im Februar wussten wir noch nicht, was da auf uns zurollt. Coronavirus-Krise. Im März und April fand das Überraschungsevent nicht statt. Mangels Event.
Und auch diesmal war alles ein wenig anders. Denn das Überraschungsvents drehte sich um uns selbst. Nach jedem Überraschungsevent drehen wir seit August 2016 ein abschließendes Fazitvideo. Die sind zwar nicht öffentlich, aber wir selbst archivieren sie natürlich.
Wir schauten uns ausgewählte Fazitvideos an, und eigentlich ist es ja ein wenig merkwürdig: Wir schauen uns selbst zu, lachen über uns selbst, wundern uns über uns selbst.

Vielleicht sollten wir mal ein Reaction-Video drehen, wie das ja so viele im Internet tun. Wir kommentieren unsere Kommentar und machen daraus auch wieder ein Video.
Wenn alles klappt, findet aber schon bald wieder ein richtiges Überraschungsevent statt. Das “Best of” läuft außer der Reihe.

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