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Traumtagebuch (152): Das rbb-Riverboat

Dienstag, den 18. Mai 2021
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(151) -> 16.5.2021

Ich habe ein Job-Angebot, das ich nicht ablehnen kann. Ich soll das “Riverboat” für den rbb moderieren. Also eine Talkshow am Freitagabend mit diversen Gästen. Das Ganze soll auch nicht “Riverboat” heißen, aber die Ähnlichkeit zur mdr-Sendung ist unverkennbar.
Ich rechne mal durch. Auch wenn ich nicht weiß, wie viel ich pro Sendung verdienen werde, gehe ich davon aus, dass die ganz gut zahlen. Und man arbeitet dafür ja auch nicht nur die zwei Sendungsstunden, sondern sicherlich auch drei bis vier Tage zur Vorbereitung. Zumal ich die Gäste selber ranholen muss. Der rbb hat einfach kein Geld für Personal, das sich darum auch noch kümmern müsste.

Also Ausgleich bietet man mir an, an einem Tag pro Woche in der Sportredaktion der Zeitung zu arbeiten. Ich habe zwar mit Sport nichts am Hut, aber da werde ich mich schon reinfuchsen. Man erklärt mir bereits, was ich alles zu tun habe, und mein erster Beitrag soll sich um eine Zehdenicker Fußballmannschaft drehen. Ich bin ja so gespannt…

Und werde wach, und ich weiß: Ein Traum.

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Traumtagebuch (151): Hier haben Sie nicht einzukaufen!

Sonntag, den 16. Mai 2021
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(150) -> 24.1.2021

Ich fahre mit dem Rad durch den Wald hinter Lehnitz. Auf der linken Seite erblicke ich plötzlich einen Friedhof, extrem weit vom eigentlichen Ort entfernt. Ich wundere mich und beschließe, auf der Rückfahrt mal auf diesen Friedhof zu gehen, denn ich erinnere mich, dass dort ja unsere Nachbarin begraben ist. Ich möchte mir das mal ansehen.

Ich bin zurück im Ort und betrete einen Laden. Ich überlege kurz, ob ich vielleicht eine Postkarte kaufen will. Allerdings gibt es keine. Genaugenommen gibt es eigentlich überhaupt sehr wenig im Laden. Viele Regale sind leer. Ich nähere mich einem der Regale, wo noch was drin ist, als mich der Mann hinter der Ladentheke anpampt, ob ich denn etwas was kaufen wolle. Hier gebe es nichts zu kaufen, und eigentlich solle ich doch besser den Laden wieder verlassen.

Ein wenig später: Ich rege mich total auf, denn der Bus bleibt liegen. Die Busfahrerin regt sich auch auf, haut draußen erst auf ihren Bus ein, und dann stampft sie mehrfach auf den Boden. Genau an der Kreuzung blieb der Bus liegen, er blieb einfach stehen, es machte puff, und dann war Ruhe.
Ich stehe auf dem Parkplatz am Lehnitzer Bahnhof und schreie rum, wie ich denn nun nach Hause kommen sollte.

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Traumtagebuch (150): Russisch-Klausur!

Sonntag, den 24. Januar 2021
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(149) -> 28.8.2020

Es steht eine wichtige Klausur an! Wobei ich eigentlich gar nicht weiß, ob die wirklich so wichtig ist. Und ob es überhaupt sinnvoll ist, dort hinzugehen.
Russisch!
Das Blöde ist nämlich: Ich habe keine Vokabeln gelernt. Und wenn ich präziser bin: Ich war schon länger nicht mehr im Unterricht. Man könnte auch sagen: Ich habe keinen blassen Schimmer – abgesehen davon, dass ich einigermaßen Russisch lesen kann.

Kann ich es mir also leisten, die Klausur zu schwänzen? Wenn ich hingehe, muss ich mir ja erstens den Vorwurf machen lassen, dass ich ja schon ewig nicht mehr da war. Und zweitens werde ich da sowieso nur umsitzen, weil ich eh nichts weiß.
Ich überlege also hin und her.
Und am Ende entscheide ich: Ich gehe nicht hin. Aber ich habe kein gutes Gefühl dabei.

Irgendwann wache ich auf und stelle fest, dass mir Russisch und eine Russisch-Klausur ziemlich egal sein können. Es ist allerdings nicht das erste Mal, dass ich das oder etwas Ähnliches geträumt habe.

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Traumtagebuch (149): Wer bist du eigentlich?

Freitag, den 28. August 2020
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(148) -> 22.4.2020

Ich moderiere eine Preisverleihung von Youtube-Stars. Es ist eine große Bühne, und ich stehe allein dort. Eigentlich sollte ich eine Co-Moderatorin haben, aber irgendwie ist die wohl nicht erschienen.
Es heißt, eine Kollegin habe die anderen Moderationsteile vorbereitet, aber ich habe eher nicht den Eindruck. Die ganze Gala funktioniert mehr schlecht als recht.

Ich sage den Musikact an, der nach einer kurzen Pause auch kommt. Hinter der Bühne, raunt man mir zu, dass wir schon 25 Minuten hängen, obwohl eigentlich noch gar nicht so viel passiert ist.
Ich rege mich darüber auf, weil ich nicht genau weiß, was jetzt eigentlich kommt. Jetzt sollen drei einzelne Youtuber ausgezeichnet werden, aber ich habe keine Ahnung, wie das jetzt ablaufen soll.
Ich gehe wieder auf die Bühne, bin nervös. “Jetzt kommt ein Künstler”, sage ich, und ich stocke, denn ich merke, dass ich keinen Plan habe, wer denn jetzt kommt. Es steht nicht auf meinen Zetteln. Es ist eine Katastrophe.

Plötzlich steht jemand vor mir. “Wie heißt du?”, frage ich. Und der junge Mann, in Kleine-Mädchen-Klamotten, sagt: “Sebastian.” Mit einer Kleinkinderstimme.
Eine Mitarbeiterin des Bühnenteams sagt so laut, dass ich es hören kann: “Och nee, nicht der!” Ich überspiele die Sutuation und frage: “Und kannst du uns irgendwas über deine Show erzählen und auch mal mit deiner normalen Stimme?” Er oder eher: sie sie stutzt, sagt nichts.

Nach einem Moment des Schweigens geht der Vorhang zu, man sieht keinen mehr aus dem Publikum. Sebastian ruft mit der Kleinmädchenstimme: “Geht weg! Ich kann grad nicht!” Ich folge ihm/ihr, er/sie holt eine Freundin aus dem Publikum, sie lachen über irgendwas. Ich dackele hinterher.
Ich sage zur Regie: “Wie machen wir weiter?” Und leiser: “Nächstes Mal machen wir bitte wieder eine Doppelmoderation.
In der Show passiert gerade nichts, es herrscht Stillstand. Ich stehe unschlüssig mitten im Publikum. Mir entgleitet die ganze Sache. “Ist kein Musikact da?”, frage ich.
Ich bekomme so was wie eine Panikattacke. Ohrensausen, immer lauter.

Davon wache ich auf, mit lautem Ohrensausen. Von dem Traum muss ich mich erst mal erholen.

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Traumtagebuch (148): Shutdown

Mittwoch, den 22. April 2020
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(147) -> 12.4.2020

Ich muss mich beeilen. Gleich fährt die letzte S-Bahn. Die allerletzte S-Bahn, bevor der Nahverkehr komplett eingestellt wird.
Ich laufe die Nauener Straße in Oranienburg entlang, bis zum Bahnhof ist noch eine ziemliche Strecke zu laufen. Ich muss sie aber unbedingt bekommen, diese letzte S-Bahn in Richtung Wannsee und Potsdam. Ansonsten bin ich aufgeschmissen.

Auch Facebook soll abgeschaltet werden. Um 0 Uhr soll Schluss sein. Ab dann soll man nichts mehr posten können. Ich parke mein Auto in der Straße, in der ich großgeworden bin, vor dem Nachbargrundstück – allerdings 90 Grad zur Straße, so dass das Auto halb auf der Straße steht.
Ich nehme mein Smartphone, ich setze einen letzten Post ab.
Nach 0 Uhr schaue ich noch mal, ob Facebook funktioniert – und die Seite ist noch da. Während ich noch einen weiteren Eintrag hinterlassen will, wird Facebook aber dann doch abgeschaltet – komplett. Wie früher das graue Rauschen, wenn im Fernsehen der Sender abgeschaltet worden ist.

Ich fahre mit meinem Auto los, es ist dunkel draußen. Plötzlich verändert sich die Helligkeit meines Scheinwerfers. Das Halogenlicht fällt aus, und nur eine normale Funzel funktioniert noch. Das Navi ist ausgefallen.
Das Internet ist komplett tot. Abgeschaltet. Das digitale Leben scheint Geschichte zu sein.

Innerlich ziemlich aufgewühlt wache ich auf.

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Traumtagebuch (147): Stasi-Verstrickung

Sonntag, den 12. April 2020
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(146) -> 16.1.2020

Ich musste erst darauf hingewiesen werden, dass der “stern” darüber berichtet hat. Und ich zweifelte an mir, denn normalerweise lese ich die Zeitschrift immer recht gewissenhaft, und dass mir ausgerechnet das durchrutscht, kann ich nicht nachvollziehen.

Der Schulleiter eines Gymnasiums ganz in meiner Nähe soll in einen Skandal verstrickt sein. Es stand im “stern”, in einem Mehrzeiler, eine ganz kleine Nachricht.
Ich bin verwundert. Erst vor kurzem hatte ich mit diesem Schulleiter beruflich ein längeres Gespräch, und dass es da Probleme geben soll, war mir nicht bewusst.
Verwundert bin ich aber auch, dass der “stern” darüber schreibt, und das gleich mehrfach. Man sagte mir, schon in der Vorwoche sei ein kleiner Artikel erschienen, es wirkt fast wie eine Kampagne gegen diesen Mann.

Es soll angeblich mit der Stasi zu tun haben. Der Schulleiter ist noch relativ neu, und eigentlich ist er auch noch relativ jung. Trotzdem – die Verstrickung soll so problematisch sein, dass er als Schulleiter eigentlich zurücktreten muss – als Lehrer könne er aber noch weiterarbeiten, heißt es.
Wenn ich länger drüber nachdenke, dann kann ich mich auch doch noch an die “stern”-Artikel erinnern, und ich beschließe…
…dass ich aufwache.

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Traumtagebuch (146): Tanz!

Donnerstag, den 16. Januar 2020
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(145) -> 8.11.2019

Edvard Griegs Peer Gynt, Suite 1, Ased Tot.
Diese unter die Haut gehende Komposition ist der Soundtrack zu diesem Traum.
Denn ich habe gleich meinen großen Auftritt. Ich stehe am Bühnenrand und beobachte die beiden Tänzer vor mir. Sie machen Tanztheater und sollen eine Choreographie zu Griegs “Peer Gynt” darstellen.
Ich bin fasziniert. Auch deshalb, weil ich mir vorher gar keine großen Gedanken gemacht habe. Ich will mich einfach spontan bewegen, und ganz am Ende sterbe ich. Also, in der Choreografie.
Die anderen bekommen Applaus, und dann bin ich und mein Tanzpartner dran – den ich aber im Traum nicht näher kenne.

Ich sehe im Traum alles aus meiner Perspektive.
Die Musik setzt ein, ich beginne mich zu bewegen. Ich wedele mich den Armen, laufe, nein, tänzele nach links und nach rechts. Aber eigentlich weiß ich nicht genau, was ich machen soll. Ich sehe den anderen tanzen, und der macht das gut.
Die Musik wird lauter, fordernder, die Bewegungen werden kraftvoller.

Aber das Ende des Tanzes erlebe ich nicht, weil ich wach werde.

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