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Traumtagebuch (138): Schulte hat keinen Bock mehr

Donnerstag, den 15. März 2018
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(137) -> 22.10.2017

Es ist der große Abend. Eurovision Song Contest. Aber irgendwie hält sich mein Interesse in Grenzen. Ich schaue die große Show nur nebenbei, vieles bekomme ich gar nicht mit.
Bis Michael Schulte dran ist, der Vertreter für Deutschland. Da werde ich aufmerksam. Er singt “You let me walk alone”. Das heißt, eigentlich sollte er das Lied singen. Stattdessen murmelt er ein bisschen Sprechgesang, und irgendwann bricht er ab und sagt: “Ach, fuck you.” Und geht.

Die Show geht weiter, als ob nichts passiert ist.
Als die Punktevergabe beginnt, bekommen wir vom ersten Land 10 Punkte. Das zweite Land gibt sogar 12 Punkte.
Und dann wache ich auf.

*

Hintergrund: Am Abend davor sah ich einen Auftritt von Michael Schulte bei der “Pierre M. Krause Show” im SWR. Er sang eine langsamere Unplugged-Version seines ESC-Songs, und irgendwie klang der nicht so doll.

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Traumtagebuch (137): Leipzig, und wir mittendrin

Sonntag, den 22. Oktober 2017
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(136) -> 1.5.2017

Leipzig am 9. Oktober. Wir fahren mit dem Auto über eine breite Straße. Vorn sehen wir plötzlich eine Reihe von Panzern. Dahinter wehen diverse China-Fahnen. “Heute ist der 9. Oktober”, sage ich. Das sei der Tag der Demos in Leipzig.
Wir fahren weiter, und immer mehr Menschen laufen auf der Straße herum.

Auf der rechten Seite der Straße wird gerade eine Nazi-Demo von Polizisten eingekesselt. Ich steuere das Auto drumherum, und wird es wird immer schwieriger, den vielen Menschen auszuweichen. Da hinten ist eine Gegendemo.

Wir sind zu Fuß unterwegs, wir sind zu viert – Teile meiner Familie und ich. Der Bahnhof ist schon in Sichtweite. Unsere Schritte werden schneller, als plötzlich kleine Gegenstände durch die Luft fliegen. Offenbar fangen die Demonstranten in den Blöcken an, sich zu bewerfen. Glücklicherweise werden wir nicht getroffen.
Vor uns ist der Bahnhof. Wir stehen vor dem Bahnhofstunnel. “Ist es gut, jetzt in diesen Tunnel zu gehen”, frage ich die anderen.

Eine Antwort gibt es nicht, ich wache auf.

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Traumtagebuch (136): Langeweile auf der 112

Montag, den 1. Mai 2017
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(135) -> 19.12.2016

Ich laufe einen Waldweg entlang, als ich in der Ferne Rauch sehe. Als ich mich der qualmenden Stelle nähere, sehe ich Flammen auf einem Picknickplatz. Auch auf den Flächen dahinter lodern schon Feuer.
Ich renne los, denn das Feuer breitet sich rasant im Wald aus. Rechts und links vom Weg sind schon lauter Brandnester.
Während ich so renne, denke ich: Hoffentlich denkt jetzt keiner, dass ich der Brandstifter bin, nur weil ich hier renne.

Als ich den Wald hinter mir gelassen habe, überlege ich, welche Telefonnummer ich denn nun anrufen muss: 110? 112? 115?
Ich rufe die 112 an, und eine Frau ist am anderen Ende der Leitung. Sie weiß nicht, was ich von ihr will, sie wirkt ein wenig gelangweilt. Schließlich verbindet sie mich weiter, und ich lande in der Warteschleife. Plötzlich meldet sich wieder die gelangweilte Frau und ruft: “Sie müssen die 112 anrufen!” Und ich so: “Ich habe die 112 angerufen!”

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Traumtagebuch (135): Die Biografie

Montag, den 19. Dezember 2016
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(134) -> 13.12.2016

Aufregung in der Familie. Der berühmte Autor Benjamin Grimm hat ein Buch über einen Vorfahren aus unserer Familie geschrieben. Es ist eine Biografie, die große Aufmerksamkeit bekommt, über die in den Medien ziemlich groß berichtet wird. Sogar die Kinorechte sind, wie wir gehört haben, schon verkauft worden.

Nun stehen wir alle im Garten und sind ein wenig ratlos. Denn wir wissen nicht, woher Benjamin Grimm alle diese Infos hat. Schließlich war es immer mein Onkel, der alle über die Stammbäume wusste, aber er ist bereits seit 2015 tot.
Ob Grimm noch mit ihm sprechen konnte?, fragen wir uns.
Eine Verwandte regt sich auf, dass sie nicht in dem Buch vorkommt. “Eine Unverschämtheit”, ruft sie.

An der Stelle dieses Traums wache ich zwar nicht auf, aber er driftet in eine andere Richtung ab. Irgendwas mit einer Hightech-Garage…

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Traumtagebuch (134): Razzia vs. Urlaub

Dienstag, den 13. Dezember 2016
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(133) -> 24.11.2016

Da ist man mal privat unterwegs, und dann das: Ich radele auf einer Landstraße kurz vor Sommerfeld. Da vorn ist allerdings nicht das Ortseingangsschild Sommerfeld, sondern von Kremmen. Und da sehe ich es schon: Blaulicht.
Ich erreiche den Ort, die Altstadt beginnt, die Straße wird schmal – und ist gesperrt.

Ich rufe im Büro an, und da weiß man schon, dass dort eine Razzia stattfindet. Ein Mann, bei dem schon lange von einem Verbrechen die Rede ist, sei nun überführt worden. Ich solle mich doch mal vor Ort umhören, erfahre ich am Handy. Da sei doch sicherlich eine spannende Geschichte zu haben.
Ich antworte: Nein, ich habe doch Urlaub! Ich stecke das Handy weg, schaue mir das geschehen im Ort noch ein Weilchen an und radele wieder zurück auf die Landstraße.

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Traumtagebuch (133): Hol mich hier raus!

Donnerstag, den 24. November 2016
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(132) -> 22.8.2016

“Hol mich hier raus!”
Wo kam diese Stimme her? Ganz leise war sie. Ob sie von einem Jungen oder von einem Mädchen kommt, war nicht zu erkennen. Oder habe ich mich vielleicht verhört?
Ich lausche, aber es ist nichts zu hören.

Also gehe ich in den Sanitärcontainer – ich muss mal.
Draußen sehe ich inzwischen jemanden wilde Zeichen geben, und da höre ich die Stimme wieder: “Hol mich hier raus!” Der junge Mann, vor dem Fenster, gibt eindeutige Zeichen, wo er jemanden vermutet.
Ich laufe raus, und tatsächlich: Hinter einer schmalen Tür ruft jemand. Wir öffnen die Tür, und dahinter erscheint ein junges Mädchen.

Kurz danach laufe ich mit einem Kollegen weiter, und wieder ruft jemand “Lass mich hier raus!”. Wir bleiben stehen. Und wieder: “Lass mich hier raus!” Der Kollege geht ganz langsam zur Eingangstür und öffnet sie.
Dahinter erscheint eine ältere Frau. Sie starrt uns mit einem durchdringenden Blick an.
Sie macht einen Schritt auf uns zu, und wir machen einen Schritt zurück.

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Traumtagebuch (132): Wasser

Montag, den 22. August 2016
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(131) -> 21.7.2016

Draußen herrscht extrem ungemütliches Wetter. Als ich aus dem Fenster schaue, sehe ich einen Schwall Wasser auf’s Haus zubewegen. Wie die Ausläufer einer Tsunamiwelle. Nicht hoch, aber kraftvoll.
Ich renne vom Fenster weg, hoch ins Zimmer meiner Oma. Scheinbar wahllos nehme ich irgendwas, um es vor dem Wasser zu retten. Dabei aber bin ich ganz ruhig. So was wie Panik kommt nicht auf.

Sturm. Wasser. Das Unwetter ist da. Und von oben tropft es. Dringt Wasser von oben ein? Ist das Dach beschädigt?
Ich habe wieder raus, diesmal aus der 1. Etage. Alle Häuser auf der anderen Straßenseite sind oben schwer beschädigt. Kein Dach ist mehr zu sehen, es regnet ungehindert rein.

Die Wassertropfen von oben werden auch in unserem Haus immer stärker, immer dicker. Ich beginne dennoch, wegzuräumen, was gesichert werden muss. Ich überlege, ob ich den Kram auf dem Dachboden verstaue, als mir einfällt, dass ich ja gar nicht weiß, ob wir überhaupt noch ein Dach haben.
Inzwischen ist der komplette Deckenboden feucht, es tropft von überall. Aber immer noch herrscht keine Panik.

Aber ich werde wach.