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Zoo vs. Tierpark

Samstag, den 27. April 2019
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Berlin leistet sich zwei Tiergärten. Es gibt den Tierpark in Friedrichsfelde und den Zoologischen Garten in Charlottenburg.
Ob es nun daran liegt, dass ich ein Ossi bin, weiß ich nicht – aber ich finde den Tierpark viel schöner. Und das, obwohl der Zoo sehr viel älter ist und der artenreichste Zoo der Welt ist. Der Tierpark ist flächenmäßig sehr viel größer, hat aber nur die Hälfte der Tiere, die im Zoo zu sehen sind.

Vielleicht hat das aber wirklich damit zu tun, dass der Tierpark wirklich ein Park ist. Man kann dort wunderbar spazieren, es gibt breite Alleewege, riesige Wiesen. Auf vielen Flächen sind die Tiere ohne Zäune zu sehen, nur getrennt durch Wassergräben oder ähnliches.

Neulich waren wir im Zoo, und natürlich sind wir nicht durch jede Ecke des Geländes gelaufen, aber nach nicht mal zwei Stunden war schon völlig die Luft raus.
Wir haben uns die Pandabären angesehen, jedenfalls nachdem wir uns durch die Menschenmassen gedrängelt haben, und irgendwie ist es dann auch nicht sehr schön, wenn man im Gedrängel rumsteht und glotzt. Die Elefanten waren irgendwie in der Ferne, der Eisbär hatte sich verkrochen. Die Affen waren ganz spannend.
Aber die ganze Anlage versprüht irgendwie nur wenig Flair.

1990 stand wohl kurz mal im Raum, den Tierpark in Friedrichsfelde zu schließen, weil Berlin ja schon den alten in Charlottenburg hatte. Gut, dass das damals nicht getan worden ist.

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Überraschungsevent (25): Nachts im Museum

Samstag, den 1. Dezember 2018
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(24) -> 17.11.2018

Der Startschuss fiel im April 2016. Einmal im Monat wollen wir uns gegenseitig überraschen. Und immer darf der andere nicht wissen, wo genau wir hingehen werden – erst vor Ort wird das Geheimnis gelüftet. Der Termin muss beim anderen natürlich abgefragt werden, alles andere nicht. Die Preisgrenze liegt bei 30 Euro. In diesem Monat durfte sie das Event planen, im Januar bin ich dran.

Diesmal waren wir nachts im Museum. Das Naturkundemuseum in Berlin bietet hin und wieder Taschenlampenführungen an. Sie beginnen lang nach Schließung des Hauses – nämlich erst um 22 Uhr.
Man geht zu einem Seiteneingang, wartet eine Weile, und irgendwann öffnet sich die Tür, und eine junge Frau lässt uns rein.
Nur etwa 20 Leute sind zu dieser Führung zugelassen. Das Museum ist weitgehend dunkel, es ist still, die Atmosphäre ist eine ganz andere als sonst.

In der großen Halle stehen die Dinosaurier, und während uns einiges dazu erklärt wird, leuchten wir die Skelette mit den Taschenlampen ab. Von den 8 gezeigten Dinos bestehen fünf aus überwiegend “Originalmaterial”. Da kommt man echt ins Staunen.

Atemberaubend sind aber die Teile des Museums, in die man sonst gar nicht rein kommt. Sie sind der Öffentlichkeit nicht zugänglich, aus sicherungstechnischen Gründen.
Aber dort stehen in einer Halle zum Beispiel in lauter Schrankvitrinen ein paar Vogel-Präparate. Ungefähr 30.000 davon. Der Wahnsinn. Man läuft an den Glasschränken entlang und blickt in zig Vogelaugen. Die Präparate sind mitunter schon mehr als 200 Jahre alt. Man möchte lange und langsam dort langschlendern und sie alles genauer ansehen, aber wir hatten nicht so viel Zeit. Und das alles im dunklen Raum mit Taschenlampen. Eine spannende Atmosphäre.

Ein paar Schritte weiter sind die eingelagerten Säugetiere. Zum Beispiel ein Fuß eines Elefanten. Auch schon fast 200 Jahre alt, von einem Zirkus in Potsdam. Die Geschichte dieses Elefanten ist gerade grotesk dramatisch. Das Tier wurde wild, wurde vergiftet, wurde dann nach Berlin transportiert und ist durch das Gift aufgedunsen und explodiert.
Bevor der Schrank mit dem Elefantenfuß geöffnet wurde, sollten wir alle die Taschenlampen ausschalten, und es war der Moment der absoluten Dunkelheit, in der wir plötzlich standen.

Auf dem Rückweg kamen wir noch am Eisbären Knut vorbei, der seine letzte Heimstatt auch im Naturkundemuseum gefunden hat. Am Ende waren wir beide der Meinung, dass wir einen spannenden Abend erlebt haben. Diese Taschenlampenführung zeigt so ein Museum mal auf eine ganz andere Weise.

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RT im Kino

Wuff

Sonntag, den 28. Oktober 2018
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Wau, äh, Wuff! Detlev Buck hat einen Ensemblefilm über den besten Tierfreund des Menschen ins Kino gebracht. Buck ist auf den Hund gekommen.

Da ist Ella (Emily Cox), die den Chefjob bei einer Zeitschrift nicht bekommt, weil ihr Freund sie ausgebootet hat. Dem Typen gibt sie den Arschtritt, weil der auch noch fremdgeht. Sie schafft sich einen Hund an und streift durch den Wald. Ist der Förster Daniel (Kostja Ullmann) etwa jemand, mit dem sie sich eine Zukunft vorstellen könnte?
Olli (Frederick Lau) muss sich um den Hund seiner kranken Nachbarin (Katharina Thalbach) kümmern. Dadurch lernt er mehr Leute mit mehr Hunden kennen und denkt sich etwas ganz besonderes aus: ein Hunde-Fußballturnier.
Michelle (Johanna Wokalek) führt eine schwierige Ehe, weil ihr Mann (Urs Jucker) den neuen Familienhund nicht ausstehen kann. Dann aber stellt sich raus, welches Problem Mann und Hund wirklich haben.

Momentan scheint sich Filmemacher Detlev Buck in einer leichten Schwächephase zu befinden. Denn auch “Wuff” ist – abgesehen von seinem dämlichen Titel – nur ziemlicher Durchschnitt.
Sehr lange wirken die verschiedenen Geschichten geradezu seltsam banal. Lange fragt man sich als Zuschauer, ob denn noch etwas nennenswertes passieren wird. Die Geschichten sind irgendwie nett, aber eigentlich viel zu nett, zu harmlos, irgendwie nichtig. Das ändert sich erst im letzten Drittel, als die Storys dann langsam seinen Sinn ergeben.
Der Film ist weder besonders witzig, noch kitschig oder romantisch, und auch die Tiere wirken oft arg gekünstelt. “Wuff” ist leider nichts Halbes und nichts Ganzes.

Wuff
D 2018, Regie: Detlev Buck
DCM, 114 Minuten, ab 6
5/10

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Zirkus andersrum

Donnerstag, den 27. September 2018
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Der Oranienburg kommt nach Oranienburg. Welcher, weiß ich aber nicht.
Das könnte eventuell an den vielen Plakaten liegen, die in der Stadt hängen. Fast alle andersrum – die stehen auf dem Kopf. Was einige für einen Werbegag halten, soll angeblich damit zu tun haben, dass es Stunk mit der Firma gegeben haben soll, die die Plakate aufgehängt hat. Rache also?

Oder doch PR? Dann würde die aber nach hinten losgehen. Denn wenn alle Plakate auf dem Kopf stehen, weiß ich weder, welcher Zirkus denn kommt, wann er kommt und wohin genau er kommt.

Was man erkennen kann: einen Tiger. Und damit hat sich das Ganze ja eh schon erledigt. Zirkusse mit Tieren sind für mich sowieso tabu.

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F4

Montag, den 10. September 2018
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Das ist doch Schiebung! Oder so. Am Sonnabend habe ich zum ersten Mal beim “Scheißhuhn” mitgemacht. Das ist kein Schimpfwort. So heißt ein Spiel, das jedes Jahr auf dem Erntefest in Bärenklau gespielt wird.
Ein Huhn wird in ein eingezäuntes Feld gesetzt. Dieses Feld ist noch mal unterteilt in nummerierte Felder. Wer mitmachen will, muss einen Tipp abgeben, wohin denn das Huhn als erstes hinkackt.
Total simpel. Ich investierte 2 Euro, insgesamt gaben wir einen Zehner aus und gaben unsere Tipps ab. Ich entschied mich für H7. Auch, weil das vorher noch keiner getippt hatte.

Dann ging es los. Das Huhn wurde auf ein Feld gesetzt, und wir starrten alle dorthin. Nun kann ich natürlich verstehen, dass man ein bisschen verschüchtert ist, wenn einem alle beim großen Geschäft zugucken.
Das Huhn bewegte sich keinen Zentimeter. Es hockte auf F4 und blieb da auch hocken. Gute zwei Minuten, dann kackte das Huhn. Auf F4. Es hat F4 nie verlassen.
Das riecht nach… ach, ich will hier niemandem etwas unterstellen. Aber vielleicht kann man ja trotzdem das Huhn beim nächsten Mal animieren, sich ein bisschen zu bewegen. Ansonsten könnte “Scheißhuhn” am Ende doch eher ein Kraftausdruck sein!

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Fledermaus-Alarm!

Sonntag, den 26. August 2018
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Plötzlich raschelte es.
Das ist an sich erst mal nicht so dramatisch, denn zum Geburtstage habe ich einen riesigen, mit Helium gefüllten Luftballon geschenkt bekommen. Der macht sich gern mal selbstständig, wenn es einen Luftzug gibt. Und dann raschelt es. Ich habe schon öfter einen Schreck wegen dieses Luftballons bekommen.
Diesmal war es aber ein anderes Rascheln. Denn plötzlich hatte ich Besuch.

Irgendwas war in meine Wohnung geflogen, offenbar durchs angekippte Fenster. Ich verließ fluchtartig meinen Schreibtisch und sondierte vom Flur aus die Lage.
Eine Fledermaus! Sie flog nun im Zimmer ihre Kreise. Immer wieder, ohne Pause.

Was nun? Das war die große Frage. Licht im Flur und Wohnungstür öffnen – das war nicht die Lösung. Die Fledermaus zog weiter ihre Kreise. Eigentlich konnte nur eines helfen: Fenster ganz auf und hoffen.
Dazu musste ich aber einmal durchs Zimmer laufen – wo aber die Fledermaus ihre hektischen Bahnen drehte.
Also schnappte ich mir ein Handtuch und wedelte damit herum, so dass mir das Vieh nie zu nah kommen konnte. So tastete ich mich zum Fenster vor, öffnete es und setzte zum Rückzug an.

Aber es ging dann alles ganz schnell: Die Fledermaus fand das offene Fenster und flog wieder in die Dunkelheit.
Und ich hatte Puls.

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RTZapper

Katzen-Impressionen – mit Andrea Jürgens

Freitag, den 3. August 2018
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DI 31.07.2018 | 2.25 Uhr (Mi.) | Deutsches Musik Fernsehen

Ach, wie süüüß! Ein junges Kätzchen ist total müde, ihm fallen fast die Augen zu. Aber einschlafen ist nicht drin, denn die anderen Kätzchen wollen spielen. Sie wuseln immer weiter herum, lassen sich sogar einmal auf das schlafende Kätzchen fallen, was sich total erschreckt. Allerliebst! Auch weil es sich nicht wirklich stören lässt. Und dann gibt es da noch die andere Katze, die mit einem Spielzeug beschäftigt ist. Wie niedlich!

Katzenvideos gehen immer. Das weiß man in den Zeiten von YouTube. Und 2018 haben sie es auch beim Deutschen Musikfernsehen herausgefunden. Dort laufen jetzt immer mal wieder nachts Katzen-Impressionen. Weil es aber immer noch ein Musikfernsehen ist, laufen dazu im Hintergrund Lieder. In diesem Fall Schlagerhits von Andrea Jürgens. Und während sie trällert “Wir tanzen Lambada” sieht man die Kätzchen zwar nicht Lambada tanzen, aber schon, wie sie fröhlich austicken.

Das alles ist irgendwie bekloppt – aber fürchterlicherweise funktioniert es. Man bleibt hängen, weil es ja wirklich so unfassbar niedlich und süß ist. Na ja, und den Ton kann man ja zur Not ausstellen.

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