RTelenovela

Heul!

Donnerstag, den 31. August 2017
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Wer den Abend auf einer Terrasse in Schmachtenhagen verbringt, erlebt eine Idylle. Ja, okay, und Mücken, aber die lassen wir mal beiseite, an die haben wir uns ja fast schon gewöhnt.
Aber da war noch was anderes: eine Art Sirene. Immer und immer wieder. Aber so lange heult natürlich keine Sirene. Sie stellte sich dann als ein Hund heraus, der ein paar Grundstücke weiter für die herzzerreißenden Töne sorgte. Das Geheule war erbarmungswürdig, und es wurde erzählt, dass er das wohl öfter macht.
Sehr ausdauernd klagte der Hund der ganzen Wohngegend sein Leid.

An einer läufigen Hündin irgendwo in der Nähe kann es nicht liegen. Vielleicht wird das arme Tier ja ewig allein gelassen – aber normalerweise heulen die Hunde dann auch nicht permanent. Und angeblich sei ja auch jemand zu Hause, munkelte man. Wie das so ist in der Nachbarschaft. Man redet. Und vielleicht kümmert man sich ja auch mal.

RT im Kino

Bailey – Ein Freund fürs Leben

Dienstag, den 22. August 2017
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Hunde haben eine Seele, und die überdauert ein Hundeleben – sondern wandert nach dem Tod auf den nächsten Welpen weiter. Und lebt und lebt und lebt.
Ja, ein Märchen. “Bailey – Ein Freund fürs Leben” ist ein Märchen.

Bailey (Stimme: Florian David Fitz) ist ein Golden Retriever. Als Welpe kommt er in die Familie des achtjährigen Ethan (K. J. Apa/Bryce Gheisar). Die beiden sind unzertrennlich, und als Ethan ein Jugendlicher ist, ist der Hund auch noch mit ihm und seiner freundin unterwegs. Ein schönes Hundeleben – bis Bailey stirbt.
Aber die Seele lebt weiter. Und lernt viel. Er ist Polizeihund, und er kommt zu Leuten, die ihn gar nicht wollen. Und eines Tages kommt er in eine Gegend, die ihm bekannt vorkommt. Hat er sein allererstes Zuhause gefunden, seinen Seelenmenschen?

“Bailey” ist ein freundlicher Familienfilm für alle, die Hunde lieben. Der Hund tollt herum. Der Hund baut Mist. der Hund wundert sich über die Menschen. Der Hund ist lustig. Der Hund ist nachdenklich. Und dann stirbt er. Und alles wieder vorn vorn.
Der Film von Lasse Hallström ist eine einzige Emotion. Alles ist süß und putzig.
Das ist erst mal nicht negativ. Aber letztlich dann doch ein bisschen wenig. Zumal der Hund an einigen Stellen als dämlicher dargestellt, als er normalerweise ist. Hunde können Stimmungen sehr viel besser erfassen, als es hier den Eindruck macht.
Dass die Seele immer weiter übertragen wird, ist eine nette Idee, wirkt aber doch irgendwie beliebig und ist nicht erklärbar. Ein Märchen eben, ein sehr harmloses.

Bailey – Ein Freund fürs Leben
USA 2016, Regie: Lasse Hallström
Constantin, 96 Minuten, ab 0
6/10

RTelenovela

Mücken!

Montag, den 24. Juli 2017
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Dieses Jahr eine echte Plage: Mücken! Man muss nur mal eine Minute in der Dämmerung irgendwo rumstehen, schon fallen sie einen an. Und das in einem Ausmaß, den wir bislang selten hatten.
Ende Juni, nach dem Jahrhundertregen in der Oranienburger Region, gab es in Leegebruch noch einige Tage Hochwasser. Das zog natürlich die Mücken an, und aus dem Ort hört man, dass es mückentechnisch extrem schlimm sein soll.

Ob die Mückenplage aber zwingend etwas mit der Leegebruch-Flut zu tun hat, darf aber bezweifelt werden.
Neulich in Sachsenhausen. An einem Schnellimbiss hatte ich die nicht ganz glorreiche Idee, mich in den Außenbereich zu setzen. Nicht gut. Eine Minute, nachdem ich mich gesetzt hatte, war es mit der Ruhe vorbei. Bssss – und patsch!
Reinsetzen hilft übrigens auch nicht – denn die Türen stehen offen. Für die Mücken eine gute Gelegenheit, ins Licht zu fliegen und auch drinnen zu nerven.
Die Plage dort herrschte übrigens auch schon vor Ende Juni.

Neulich in Vehlefanz, wieder vor einem Schnellimbiss. Wir hatten uns beim Essen schon entschlossen, uns gar nicht erst rauszusetzen. Dann waren wir aber so unvorsichtig, noch an den Autos rumzustehen und zu quatschen. Und wieder: Bssss – und patsch! Zerstochen innerhalb weniger Minuten.

Aber es ist auch kein regionales Problem: Neulich, am Strand von Binz. Während der Dämmerung stand ich reglos am Ostseeufer. Und auch da dauerte es nur wenige Augenblicke, bis sich die Mücken auf mich stürzten.
Da helfen wohl nur lange Klamotten. Kurze Hose und T-Shirt sind in der Dämmerung draußen momentan echt kein Bringer!

KeineWochenShow

#26 – Schätzchen, du darfst jetzt heiraten!

Sonntag, den 2. Juli 2017
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Unser Kellerstudio ist am Donnerstag abgesoffen. Die Oranienburger Regenflut sorgte dafür, dass auch bei uns Wasser eindrang. Zentimetertief stand der Keller voll – und zerstörte auch den Rechner, der dort stand.
Die Sendung für diesen Sonntag haben wir allerdings schon am Mittwochabend aufgezeichnet. Immerhin ist die Aufzeichnung nicht zerstört, sie war auf dem Kamerachip – und konnte mit einem Laptop hochgeladen werden.
Auf dem nun zerstörten Rechner waren aber auch die Bearbeitungsprogramme – so dass wir erst mal nur das Rohmaterial hochladen konnten.
In den nächsten Tagen und Wochen muss erst mal wieder alles repariert werden, und vermutlich werden wir die nächste Sendung woanders aufzeichnen und vermutlich am Mittwoch schon mal auf Facebook live streamen.

Die Oberhavel-Flut kann dementsprechend noch kein Thema der Sendung sein. Aber es gab auch sonst viel zu besprechen. Es geht um die Ankunft von Schätzchen und Träumchen in Berlin – zwei Pandas. Außerdem reden wir über die Ehe für alle und den Schachzug von Angela Merkel. Auch die Diskussion um die Bad Segeberger Partypolizei ist bei uns im Gespräch – immerhin ist ja der Fall nicht so einfach, wie es die Boulevardpresse uns weismacht.

Das und mehr also in der Rohfassung von KeineWochenShow #26 auf Youtube.

RTZapper

Oberhavel TV: Mal wieder Zirkus

Dienstag, den 23. Mai 2017
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MO 22.05.2017 | 22.35 Uhr | Oberhavel TV

Unsere Welt ist im Wandel. Aus Analog wird Digital. Papier wird ebenfalls digital. Erfindungen kommen und gehen, Trends enden und neue kommen. Das gilt auch für den Zirkus.
Der Zirkus, wie wir ihn früher irgendwie gut fanden, wird aussterben. Tiere, die in der Manege lustige Sachen machen, wollen immer mehr Menschen nicht mehr sehen, und das vollkommen zurecht.

In der aktuellen Sendung von Oberhavel TV gibt es einen Beitrag von einem in Hennigsdorf gastierenden Zirkus. Es sind Bilder des Jammers, und das, obwohl sich da alle Mühe geben.
In dem spärlich besetzten Zirkuszelt, in dem aber sowieso nur drei Stuhlreihen stehen, klatschen die paar Leute ab und zu mal, Stimmung kommt da nicht auf. Die Zirkusleute machen harmlose Clownsnummern, es soll ein bisschen lustig sein. dazwischen ein bisschen Akrobatik und auch ein Messerwerfer. Um den Kindern was zu bieten, aber ohne sich selbst was einfallen lassen zu müssen, gibt es dann noch eine Disney-Eisprinzessin-Nummer – und man kann nur hoffen, dass dafür auch Lizenzgebühren gezahlt werden.

Und dann sind da eben auch Tiere. Pferde, die im Kreis laufen. Die tun, was man ihnen beigebracht hat.
Joa, süß. Aber auch irgendwie doof.
Ich finde, Tiere haben im Zirkus nichts verloren. Zootiere sind ja an sich oft schon grenzwertig. Aber Tiere, die dann auch noch dämliche Spiele machen müssen, um Leute zu belustigen, braucht man heute nicht mehr.
In anderen Zirkussen gibt es Elefanten, die traurig gucken, während sie ihr Programm abspulen. Und gibt es noch Zirkusse mit Löwen?
Klar, anderswo geht es Tieren noch schlechter. So sagen Leute, wenn es über das Thema Diskussionen gibt. Aber ein Argument ist das ja nun wirklich nicht.

Zirkusleute sagen, die Leute kämen doch wegen der Tiere. Aber ist das wirklich so? Ist es nicht so, dass Zirkusse immer mehr Probleme haben, Zuschauer zu bekommen? Ist es nicht eher so, dass immer weniger Leute Tiere im Zirkus sehen wollen?
Kleine Zirkusse werden es immer schwerer haben. Weniger Leute, weniger Geld, weniger Attraktionen. Aber wer tolle Artisten hat, gute Entertainer, eine aufregende Show bietet, der sollte auch auch Tiere auskommen können.
Der Beitrag bei Oberhavel TV hat jedenfalls gezeigt, dass der dort gezeigte Zirkus seinen Zenit längst überschritten hat.

RTelenovela

Ronny – Die Soap

Freitag, den 5. Mai 2017
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Problemstorch. Terrorstorch. Randalestorch.
In Zeiten der politischen Streitigkeiten sorgt momentan ein Storch dafür, dass nicht nur der Boulevard komplett ausrastet.
Ronny heißt der Storch, der 2016 das kleine Dorf Glambeck terrorisiert hat. Der auf Autodächern stand und darauf rumgehackt hat. Oder am Fenster von Häusern stand und dagegen hackte.
Schon im vergangenen Jahr ging die Story rauf und runter – bis hin zu einer albernen N24-Reportage, in der einige Glambecker so tun mussten, als würden sie gerade beobachten, dass Ronny ihr Dorf in Schutt und Asche hackt.

Nun ist Ronny zurück, und alle sind ganz doll aufgeregt. Die Lokalpresse berichtete natürlich zuerst, inzwischen läuft Ronny wieder deutschlandweit. Sogar in den Tagesthemen oder als Gagverwertung im “Neo Magazin Royale”. Kamerateams rennen nach Glambeck, um Ronny zu filmen. Der in diesem Jahr viel friedlicher ist. Der Problemstorch ist kein Problem mehr. Oder doch: für die Presse ist es natürlich ein Problem, wenn ein Problem kein Problem mehr ist.
Aber – Breaking News! – Ronny hat was am Bein. Er muss mit einem anderen Storch gekämpft haben! Aaaaufregend!

Tut mir Leid, aber mich langweilt die Ronny-Soap zutiefst.

RTZapper

Zoo witzig

Dienstag, den 2. Mai 2017
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MO 01.05.2017 | 19.05 Uhr | RTL

Das Konzept ist extrem simpel – aber funktioniert immer wieder. Man zeigt einfach irgendwelche Ausschnitte, in denen Tiere zu sehen sind und denkt sich dazu eine kleine Story oder passende Dialoge aus.
Das funktioniert beispielsweise seit 1988 am Ende jeder “Logo”-Kindernachrichtensendung im ZDF und inzwischen beim KiKA. Schon in en 70ern gab es die Doku “Die lustige Welt der Tiere”, wo Tier- und Naturdoku-Aufnahmen eine Story bekamen.

Das Schlimmste an der RTL-Version dieses Konzeptes, die am Maifeiertagabend erstmals zu sehen war, ist der Titel: “Zoo witzig”. Ich dachte eigentlich, dass solche Schenkelkopfer-Wortspiele längst out sind. Nicht bei RTL.
Aber selbst wenn man diese Sendung nicht mögen will und schon die Kritikmesser gewetzt hat: Irgendwie ist’s dann doch lustig und niedlich. Tiere und vor allem Tierbabys ziehen immer. Auch wenn RTL diese Sendung vermutlich einen nur ein paar Scheine gekostet haben kann.