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Ein Hoch auf die Technik (57): Vermisst – mobiles Internet

Samstag, den 26. Oktober 2019
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(56) -> 27.9.2019

Wiesbaden. Hauptstadt von Hessen. Und falls du jetzt sagst: Nee, Frankfurt/Main ist doch die Hauptstadt von Hessen, dann… solltest du vielleicht mal googeln.
Nun bin ich natürlich nicht in Wiesbaden gewesen, um zu telefonieren. Ein Freund zeigte mir die Stadt. Wir spazierten durch eine schöne Allee, in die Altstadt und besuchten dann ein türkisches Lokal.

Es war Montagmittag, und da muss man ja doch ab und zu mal aufs Handy schauen oder schnell mal eine Nachricht schicken. Doch am Tisch des Lokals, zeigte mir mein Handy nur ein klägliches E – das reicht nicht mehr wirklich für mobiles Internet. Und dabei saßen wir sogar direkt am Fenster zur Straße.
Auf dem Klo war dann gar kein Handyempfang mehr – immerhin hatten wir dann eine handyfreie Stunde. Also, ähm, eigentlich nur ich, denn mein Freund hat einen anderen Mobilfunkanbieter, der offenbar in Wiesbaden ein besseres Netz hat.

Ich bin dann später noch in ein Einkaufszentrum direkt am Hauptbahnhof. Da gab es eine nette Ecke mit vielen Sitzmöglichkeiten. Blick aufs Handy: kein Empfang. Gar nichts. Das Einkaufszentrum scheint jegliche Strahlen für das mobile Netz abzuwehren. Immerhin gab es an der Rolltreppe ein bisschen mehr Empfang, und an der Rolltreppe stand es sich auch ganz gut.

Deutschland und das Handynetz – eine eher unerfreuliche Geschichte. Aber es soll ja alles besser werden. 2040 vielleicht. So lange können wir ja nach … also überall hin außerhalb Deutschlands fahren…

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Ein Hoch auf die Technik (56): Luft! Ich brauche Luft!

Freitag, den 27. September 2019
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(55) -> 8.8.2019

An immer mehr Tankstellen muss man auch schon für Luft bezahlen, auch in Kremmen. Dafür haben sie sich aber einen tollen Automaten angeschafft, der auch ordentlich Rabatz macht.
Allerdings muss man sich erst mal ausführlich die Gebrauchsanweisung durchlesen. Hätte ich es mal am Anfang getan.

Ich parkte seitlich am Automaten, ich schon das 1-Euro-Stück rein, und schon bollerte das Gerät los. Wie eine Diesel-Lok, die auf der Stelle steht. Dann zog ich den Schlauch raus, der aber so am Gerät befestigt ist, dass, wenn man den Schlauch loslässt, er sich fix selbstständig wieder einrollt. Man darf das Ding also keineswegs loslassen.

Das seitliche Parken erwies sich auch als schwierig. Denn der Schlauch ist relativ unelastisch, er droht auf dem Autoblech entlangzuschleifen. Also muss man das Ding biegen. Ich hockte mich hin, damit der Schlauch unterhalb der Motorhaube entlangläuft. Nicht so einfach. Ich erreichte das Ventil auf der automatenabgeneigten Seite und setzte die Pumpe aufs Ventil. Was ich nciht bedacht hatte: Ich hätte schon vorher einstellen müssen, wie viel Bar ich brauche. Also wieder zurück, Schlauch raus – denn wenn die Pumpe auf dem Ventil sitzt, kann man am Automaten keine Werte verstellen.

Irgendwann klappte das alles. Vor dem Auto hockend kriegte ich das Luftpumpen dann doch noch hin, und am Ende war klar, dass man den Euro auch für das abwechslungsreiche Technik-Entertainment bezahlt.

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Mal schnell in den Baumarkt is’ nich’

Sonntag, den 22. September 2019
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Um das mal vorweg zu nehmen: Du kannst stolz auf mich sein. Denn in meinem Flur waren beide Deckenlampen kaputt gegangen – im Abstand von wenigen Tagen. Und ich habe sie komplett selbstständig austauschen können. Hochgeklettert, rausgefummelt, neu gekauft, hochgeklettert, reingefummelt.

Die kleinen Lampen habe ich aus dem Baumarkt. Ich gehe mal schnell in den Baumarkt, dachte ich mir. Funktioniert nicht wirklich. Ich betrat das Geschäft im Oranienburger Oranienpark, und schnell stellt man fest: Man hat gefälligst den Weg zu laufen, der uns Kunden vorgegeben wird.
An den Wohnzimmereinrichtungen vorbei. An den Sofas. Den Esstischen. Den Schrankwänden. Irgendwann kam ich an den Büroeinrichtungen vorbei, rechts und links und wieder rechts. Abkürzen geht nicht. Bei den Schreibtischen bin ich kurz gestoppt, um festzustellen: Ich brauche keinen, ich habe schon einen.
Aber dann, kurz vor der Kasse: Die Lampenabteilung! Endlich! Dort angekommen stellte ich fest, dass ich offenbar doch eine Abkürzung übersehen habe. Allerdings hätte ich dann ja nicht an den Schreibtischen anhalten können, um feststellen zu können, dass ich schon einen habe.

Zum Glück hatte ich ein Musterexemplar mit, eine meiner kaputten Lampen. Ich fand eine entsprechende LED-Variante, und kurz danach davon auch ein Dreierpack, das so viel kostet wie die einzelne Lampe.
Der Einkauf war erfolgreich, mir geht wieder ein Flurlicht auf – nur die Sache mit dem schnell mal in den Baumarkt – die funktioniert nie.

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Engel fragt: Sind SUVs asozial?

Samstag, den 14. September 2019
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MI 11.09.2019 | 21.45 Uhr | hr fernsehen

Da ist er, der ganz böse Blick. Und die Frage: Sind SUVs asozial? Da weht ein scharfer Wind durchs Wohnzimmer. Und man muss ein bisschen husten. Wegen der Abgase.
Der SUV hat momentan in die Schlagzeilen geraten. In Berlin gab es einen schweren Unfall mit mehreren Toten. Ein SUV. Und jetzt steht die Frage im Raum, ob die Finger noch in die Stadt fahren dürfen sollen. Dass es bei dem Unfall einen gesundheitlichen Hintergrund geben könnte – nun gut, deswegen wollen wir uns ja unsere empörte Diskussion nicht kaputtmachen.
Und der hr hat seine Ethik-Doku sowieso schon längst geplant.

Am Mittwochabend hieß es in der Reihe “Engel fragt” im hr fernsehen also: “Sind SUVs asozial?” Um das vorwegzunehmen: Moderator Philipp Engel sagt am Ende, dass die Frage ein bisschen überspitzt gewesen sei. Gnihihi. Aber gut, dass er das erst am Ende gesagt hat, denn nur wegen dieser ach so überspitzten Frage hatte ich ja den hr überhaupt nur eingeschaltet.
Dabei lautet die Antwort ja eigentlich: Öhm, irgendwie schon.
Der fragende Engel ist in der Sendung selbst mal den – überspitzt gesagt – asozialen SUV gefahren. Um festzustellen, dass der ja viel zu breit fürs Parkhaus ist. Und die fetten Dinger vor der Schule auch irgendwie stören. Und vom Verbrauch gar nicht zu reden. Und dass selbst die Elektro-Variante irgendwie nicht so überragend ist.
Als Engel schließlich meint, dass die Frage, ob denn SUVs asozial seien, überspitzt formuliert worden sei, fragte man sich als Zuschauer: wieso eigentlich? Lieber hr, wenn man schon eine Frage stellt, dann kann man sie auch beantworten. Zur Not halt überspitzt.

-> Die Sendung in der ARD-Mediathek (bis 11. September 2020)

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Mit der Bahn von Funkloch zu Funkloch

Freitag, den 30. August 2019
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Wer mit dem Regionalexpress durch Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern rollt, bekommt ein Gefühl dafür, wie es um die Telekommunikation in Deutschland bestellt ist. Und damit meine ich nicht den freundlicherweise viertelstündigen Aufenthalt mit dem RE5 in Löwenberg, wo man alles schnell noch auf dem Handy erledigen kann, was zu erledigen ist.
Denn spätestens zwischen Dannenwalde und Fürstenberg schwindet der Handyempfang – stellenweise sind die Funklöcher so tief, dass gar nichts mehr gibt und der Hinweis “Nur Notrufe” auf dem Display erscheint. Und vielleicht wird ja sogar das vom Funkloch verschluckt. Da atmet man echt auf, wenn man den Fürstenberger Bahnhof erreicht hat – bevor es im Wald nördlich davon technisch wieder ganz finster wird.
Ist man dann weiter in Richtung Rostock unterwegs, kann man immer wieder zusehen, wie die Balken schwinden. Da wäre W-Lan im Zug ganz schön.

Den hat man dann im ICE. Mit dem war ich dann zwischen Rostock und Stralsund unterwegs. Der Zug kam aus Hamburg und brachte offenbar die Urlauber an die Ostsee.
Schon seit langem kämpft die Brandenburger Landeshauptstadt Potsdam um einen ICE-Anschluss. Die Potsdamer werden vermutlich weinen, wenn sie sehen, wo der ICE zwischen Rostock und Stralsund überall hält.
So stoppt der ICE scheinbar auf einem Acker namens Ribnitz-Damgarten West. Schaut man aus dem Fenster, blickt man aufs Feld. Da ist nichts. Erst bei der Ausfahrt sah ich dann, dass auf der anderen Seite noch ein richtiger Bahnsteig und ein Bahnhofsgebäude kam.
Zweiter Stopp: Velgast. Davon habe ich vorher noch nie gehört, aber wenn ein ICE dort hält, muss es ja ein bedeutsamer Ort sein.
Wie gesagt: Die Potsdamer sollten vielleicht nicht mit diesem ICE fahren – sie würden mit dem Kopf schütteln.
Aber wenigstens war der Handyempfang sehr gut – mit W-Lan.

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Ein Hoch auf die Technik (55): Computer. Ein Ansichtsexemplar.

Donnerstag, den 8. August 2019
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(54) -> 11.7.2019

Wenn man zu McDonald’s geht, dann kann man seit einiger Zeit seine Bestellung an modernen Terminals eingeben, mit der Karte bezahlen, und dann wird das Bestellte an den Tisch gebracht.
Auch in Berlin-Pankow, an der Prenzlauer Promenade, stehen solche Terminals. Nur leider sind sie offenbar zu nichts zu gebrauchen.

Ich stelle mich an das Terminal und gebe ein, was ich essen möchte. Das dauert recht lange, weil man das ja in den umfangreichen Menüs und Unterpunkten erst mal alles finden muss. Am Ende gebe ich an, mit Karte zahlen zu wollen und das Essen an den Tisch gebracht haben zu wollen.
Letzteres funktioniert schon mal nicht: Man muss dazu einen dreistelligen Code eingeben, entsprechende Nummern liegen an den Terminal bereit. Also, normalerweise, in Pankow nicht.
Ich frage einen Angestellten, was man denn nun für eine Nummer eingeben müsse. Er kommt heran, drückt an die Stele, wo man sagt, dass man das Essen vom Tresen holen will. Meine Anmerkung, dass ich das aber nicht wollte, ignoriert er.

Ich will nun aber mit der Bankkarte zahlen. Das Gerät sagt mir, dass ich den Anweisungen auf dem Lesegerät folgen solle. Das sagt mir das Gerät ziemlich lange. Nur kommen leider keine Anweisungen. Es passiert einfach nichts.
Ich frage wieder den schon leicht genervten Angestellten, der dann meint, ich müsse einfach am Tresen bestellen.

Tut mir Leid, dass ich da ein bisschen pissig werde. Aber wozu stellen die sich da die Computer hin, preisen den Bringservice an den Tisch an, wenn es eben diesen Service gar nicht gibt. Und dann funktioniert auch der Rest nicht. Das funktioniert in anderen Filialen von McDonald’s aber sehr viel besser. In Pankow scheint es niemanden zu interessieren.

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Kein Problem, hier ist meine PIN!

Donnerstag, den 18. Juli 2019
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Es gibt sie, die Momente, wo man doch mal richtig staunt. Neulich an der Kasse eines Oranienburger Einkaufsmarktes. Vor mir ist eine ältere Frau. Die Kassiererin nennt den zu zahlenden Preis. Die Frau zückt ihren Geldbeutel und zieht eine Bankkarte hervor. Sie reicht sie der Kassiererin. Und noch einen Zettel.
Die Kassiererin nimmt den Zettel schaut drauf, als ob es das Normalste der Welt wäre, schiebt die Karte ins Lesegerät und tippt eine vierstellige Nummer ein. Ganz offenbar die PIN.

Der Bezahlvorgang wird erledigt, die Frau an der Kasse reicht der Kundin Zettel und Karte, und damit ist der Vorgang erledigt.
Ich nehme mal an, die Frau an der Einkaufsmarkt-Kasse ist vertrauenswürdig. Ansonsten könnte man die Bankkarten-PIN ja auch einfach mal laut vorlesen…

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