KeineWochenShow

#110 – KzH. Krank zu Hause

Sonntag, den 10. Februar 2019
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Es gibt wieder mal eine Premiere – eine unfreiwillige. Zwar gab es in Folge 74 schon mal eine Trennung – damals war Thommi im Studio und ich in Lissabon -, aber die Sendung ist eine Montage gewesen.
Diesmal aber sind wir getrennt, moderieren aber dennoch gemeinsam. Einer im Studio und einer zu Hause.
Weil mich eine Erkältung dahingerafft hat, hatte ich von Mittwochabend bis Sonnabend weitgehend Stubenarrest. Am Sonnabend war die Erkältung aber immerhin schon so weit, dass wir immerhin trotzdem gemeinsam aufzeichnen konnten.
Wie das ging? Zwei Kameras. Wir sahen uns aber nicht, sondern hörten uns nur über die Ohrstecker und übers Telefon. Auch das ist dann am Ende fürs Bild zusammenmontiert worden.
PS: Die Abkürzung KzH hat natürlich auch einen Ursprung. Weiß es jemand?

Es geht darum, was man so macht, wenn man krank ist. Um den DFB-Pokal und den SuperBowl. Um Merkels Ehrenbürgerwürde in Templin. Um den Grünen Pfeil für Radfahrer. Und um noch einiges mehr – und das alles in Ausgabe 110 von KeineWochenShow auf Youtube.

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RTelenovela

Jetzt auch noch Netflix

Montag, den 24. Dezember 2018
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Seit ich vor etwas mehr als einem Jahr das Internet auf dem Fernseher habe, hat sich mein Fernsehkonsum komplett verändert. Ich sehe seitdem kaum noch Live-Fernsehen, hole mir das meiste stattdessen aus den Mediatheken. Und dass ich auch Youtube auf dem Fernseher nutzen kann, ist gerade großartig. Denn dort findet man Musikclips ohne Ende, Dokus, alte Fernsehsendungen und natürlich die Werke der vielen modernen Youtuber.
Hinzu kam im Januar Amazon Prime mit Serien ohne Ende und Filmen.
Man kann sagen, ich habe noch nie so gut ferngesehen wie jetzt. Ich zappe kaum noch, weil ich ja sehe, was ich sehen möchte und nicht zufällig etwas ein- und dann wieder wegschalte.

Und jetzt auch noch Netflix. Ich kann mir nun einen Account mit einem Freund teilen, und seitdem weiß ich noch stärker, in welcher Gefahr das herkömmliche Fernsehen wirklich ist.
Denn das Angebot von Netflix ist gigantisch. Nicht zwingend im Sinne von “immer toll”, aber tatsächlich von der Größe des Angebotes her. Die Zahl der Serien ist riesig, ebenso die der Filme. Es gibt Kinoproduktionen, aber Netflix produziert auch viel selbst. Schafft man alles gar nicht.
Dass viele Leute da kaum noch in die Mediatheken anderer Sender und Anbieter schauen, wundert mich nicht mehr.
Ich habe mich gerade mal eine Stunde eingeloggt und mir eine Liste der Serien und Filme angelegt, die ich mir gern ansehen möchte. Die war nach dieser Stunde schon so lang, dass sie gar nicht abzuarbeiten ist.
Irgendwie überfordert das einen auch, dass das Angebot nun so groß ist, dass man das gar nicht schaffen kann. Andererseits fällt der Satz: “Es kommt ja wieder gar nichts” nie wieder, denn ich muss nur in meine Listen auf Youtube, Amazon oder Netflix schauen.

Schöne neue Fernsehwelt. Und, ja, Fernsehen: Ich bezeichne auch, was ich übers Internet sehe, als Fernsehen. Denn ob ich eine Serie im ZDF oder bei Netflix sehe, ist ja kein Unterschied.

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aRTikel

2000 schnelle Stoßwellen

Freitag, den 14. Dezember 2018
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In der Kremmener Physiotherapie-Praxis behandelt Jonas Wolf seine Patienten mit einem speziellen Gerät – Heilung von chronischen Muskelstörungen möglich

MAZ Oberhavel, 14.12.2018

Kremmen.
2000 Stöße innerhalb von wenigen Minuten. Direkt auf die Haut, direkt in den Körper. Anfangs nicht zwingend angenehm – aber es soll helfen.

„Als Physiotherapeut will man ja immer das Bestmögliche rausholen bei einer Behandlung“, sagt Jonas Wolf. Er arbeitet in der Praxis von Beate Pleger in Kremmen. „Bei chronischen Sehnenreizungen kommt man aber an seine Grenzen.“ Allerdings kann Jonas Wolf seit einigen Wochen mit einem Gerät arbeiten, das es in der Region nur sehr selten in einer Physiotherapie-Praxis gibt. „Wir arbeiten mit der radialen Stoßwelle“, erzählt er.

Eine Stoßwelle sendet kurze Schallimpulse von sehr hoher Energie, sie wirkt immer von außen in den Körper ein“, erklärt er. Zum Beispiel beim so genannten Tennisarm. Jonas Wolf fühlt die erkrankten Muskel. Dann nimmt er das Gerät, schaltet es ein und setzt es direkt an die Stelle, die weh tut. Nach etwa 300 Stößen, die von dem Gerät ausgehen, setzt er kurz ab und legt es an einer danebenliegenden Stelle wieder auf. Bis am Ende 2000 solcher Stöße erreicht werden – auf dem Display wird der Countdown runter gezählt.
„Der Schall dringt ein“, erklärt Jonas Wolf. Dadurch soll der Stoffwechsel verbessert werden, es soll eine Mikrozirkulation auf Zellebene angeregt werden. Oder salopp gesagt: Der Körper bekomme gesagt, dass er das Problem in den Griff kriegen müsse, es werde ein Reiz auf die Struktur ausgeübt, der Körper fange dadurch an, verstärkt zu arbeiten. Die ganze Prozedur dauert nur wenige Minuten – muss aber im Abstand von ein paar Tagen mehrfach wiederholt werden, bis es zur Heilung kommt. Das Ganze hat allerdings einen Haken: Die Krankenkassen bezahlen die Behandlung nicht. „Da wollen sie nicht ran“, sagt Jonas Wolf. Die Patienten müssen selbst in die Tasche greifen.

Heidrun Kattner aus Flatow gehört zu seinen Kundinnen. Die Lehrerin lässt sich in der Praxis ihren Fersensporn mit der radialen Stoßwelle behandeln. „Es ist am Anfang ein sehr unangenehmes Gefühl gewesen, dass muss man schon sagen“, erzählt sie. Aber inzwischen hatte sie fünf Behandlungseinheiten, und sie spüre, dass es inzwischen nicht mehr so schlimm sei und ein Erfolg in Sichtweite sei. „Häufig sind das Patienten mit langen Leidensgeschichten“, sagt Jonas Wolf. „Der Leidensdruck ist da groß.“ Wichtig sei, dass der Patient ganz am Ende wieder schmerzfrei sei.
Heidrun Kattner hatte das Fersensporn-Problem bereits am anderen Fuß, und es war eine langwierige Angelegenheit. „Diesmal wollte ich nicht ewig warten, und dann ist es mir das Geld auch wert“, erzählte sie.

Seit zwölf Jahren ist Jonas Wolf Physiotherapeut, seit zehn Jahren arbeitet er in der Kremmener Praxis, in der insgesamt 20 Leute beschäftigt sind. Die Größe der Firma habe die Anschaffung des Gerätes möglich gemacht, sagt er. Ob sich die Kosten amortisieren, sei nicht klar. Zumal ja längst nicht alle Patienten mit der Stoßwelle behandelt würden. Heidrun Kattner jedenfalls ist zufrieden. „Beim ersten Mal habe ich gesagt, da gehe ich nie wieder hin. Aber es ist definitiv so, dass es von Mal zu Mal besser wird“, erzählt sie.

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RTelenovela

Gesucht: der Autoschlüssel

Mittwoch, den 5. Dezember 2018
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Manchmal ist es wie verhext.
Dann sucht man die versteckte Kamera.
Oder man ruft Mulder und Scully.
Aber eigentlich ist man nur ziemlich verwirrt und verzweifelt.

Neulich am Auto. Im Kofferraum hatte ich noch die Autoreifen zu liegen. Ich öffnete die Klappe, legte noch eine Tüte rein, Klappe zu.
Ich setzte mich ans Steuer und stutzte. Wo ist der Schlüssel?

In der Hose war er nicht.
In der Jacke war er nicht.
Auf dem Sitz lag er nicht.
In der Ablage, wo er sonst liegt, lag er nicht.
Zwischen dem Sitz lag er nicht.
Unterm Sitz lag er nicht.

Ich stieg wieder aus. Ratlos.

Vor dem Rücksitz lag er nicht.
In der Seitentasche lag er nicht.

Ich lief wieder nach hinten, öffnete wieder die Kofferklappe. Irgendwo hier muss dieser doofe Schlüssel doch sein!

Unter den Reifen lag er nicht.
In der Tüte, die ich reingelegt habe, lag er nicht.
Auf den Reifen lag er nicht.
In der Tüte lag er immer noch nicht.
Unterm Auto lag er nicht.
Neben dem Auto lag er nicht.
Auf der Straße lag er nicht.

Ich laufe wieder zur Fahrertür.

In der Hose war er immer noch nicht.
In der Jacke war er immer noch nicht.
Auf dem Sitz lag er immer noch nicht.
In der Ablage, wo er sonst liegt, lag er immer noch nicht.
Zwischen dem Sitz lag er immer noch nicht.
Unterm Sitz lag er immer noch nicht.

Und nun? Ich schaute mich um. Beobachtete mich jemand? Hat vielleicht jemand den Schlüssel geklaut? Aber wo? Und wann? Kann eigentlich nicht sein.
Ich wusste aber, dass ich einen Ersatzschlüssel habe. Den holte ich.
Als ich wieder da war, stand das Auto auch noch da.
Ich guckte noch mal. Jacke. Tasche. Und so weiter.
Weg.

Mein Termin hatte sich schon erledigt, ich hatte schon Bescheid gesagt, dass ich sehr viel später komme. Ich entschloss mich, nun loszufahren.
Was aber, wenn der Schlüssel irgendwo rumliegt? Wenn ihn wirklich jemand geklaut hat? Dann könnte es ja sein, dass der Jemand das Auto mitnimmt, wenn ich wieder da parke.

Zwei Stunden später lade ich die Reifen aus dem Kofferraum. Und schon beim ersten Reifen klackert es. Der Schlüssel. Er lag dann doch irgendwo auf oder zwischen den Reifen.
Puh.

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RTelenovela

Wer klingelt denn da?

Mittwoch, den 7. November 2018
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Gräberweihe. Andacht auf dem Katholischen Friedhof in Oranienburg. Vor der Trauerhalle steht der Pfarrer, alle singen gemeinsam ein Lied.
Ein Handy klingelt. Etwas dumpf, es muss in einer Handtasche liegen. Es bimmelt leise vor sich hin.

Plötzlich löst sich ein Mann aus der Menge. Peinlich berührt läuft er ein paar Meter und hat sein Handy in der Hand.
Allerdings: Es klingelt immer noch. Aber nicht bei dem Mann, sondern genau an derselben Stelle wie vorher auch.
Plötzlich löst sich eine Frau aus der Menge. Peinlich berührt und sich flüsternd entschuldigend läuft sie ein paar Meter und hat ihr Handy in der Hand.
Allerdings: Es klingelt immer noch. Aber auch nicht bei der Frau, sondern immer noch genau an derselben Stelle wie vorher auch.
Ich sehe es genau, wo das Bimmeln herkommt, und mein Hörsinn hat mich nicht getrübt. Zwei Leute haben sich schon irrtümlich entschuldigt und entfernt. Nur die ältere Dame, die die wahre Übeltäterin ist, bemerkt die Klingelei nicht.

Irgendwann dann aber doch. Sie dreht sich um und läuft los. Peinlich berührt und mit rotem Gesicht lächelnd läuft sie ein paar Meter – und geht ans Handy.
Sie beginnt ein Gespräch, und wie Flüstern funktioniert, hat sie vergessen. Sie teilt ihrem Gesprächspartner mit, dass sie gerade auf dem Friedhof sei, sie könne gerade nicht sprechen. Damit fängt sie sich ein paar böse Blicke ein. Nach einer guten halben Minute beendet sie das Telefonat und schleicht in die Masse zurück, die inzwischen der Pfarrerspredigt folgt.

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RTelenovela

Ein Hoch auf die Technik (52): RTiesler ist down!

Freitag, den 26. Oktober 2018
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(51) -> 6.9.2018

Und plötzlich war die eigene Internetseite weg! “Seite funktioniert nicht”. Oder so ähnlich. Das stand statt meines Blogs auf der Seite, wenn man die bekannte Adresse eingab.
Vorübergehend, dachte ich.
Vorübergehend war aber auch am nächsten Vormittag noch nicht zu Ende.

Des Rätsels Lösung: Die Firma, die die Seite und die Technik zur Verfügung stellt, hat einige Einstellungen so verändert, dass die Seite gar nicht mehr lief.

Nun denken ja immer noch ein paar Leute, dass ich ja total internetaffin sei. Bin ich auch, aber nicht, was die Technik angeht. Technik interessiert mich nicht. Ich weiß nicht, wie ganz genau eigentlich so eine Internetseite funktioniert. Ich weiß, wie ich sie bestücken und bearbeiten kann – aber wenn es ans Eigentliche geht, stehe ich doof da.
Eine Mail des Providers habe ich schlicht nicht im Ansatz verstanden, obwohl sie auf Deutsch verfasst worden ist. Ich hatte keinen blassen Schimmer, was die da eigentlich von mir wollen.

Aber glücklicherweise kenne ich ja jemanden, der das für mich übernommen hat. Ein Freund, der sich des Problems sofort angenommen hat, der Seite wieder zum Laufen brachte. Ein paar Sachen werden noch verändert – sie sie funktioniert. Das ist die Hauptsache, und dafür kann ich nur DANKE sagen!

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RTelenovela

Kommt die A5-Bahnstrecke?

Sonntag, den 14. Oktober 2018
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Wer auf der A5 zwischen Frankfurt und Darmstadt unterwegs ist, wird sich wundern. Ab Zeppelinheim steht an beiden Fahrbahnrändern eine Strom-Oberleitung. Fast sieht es so aus, als würde direkt an der Autobahn eine Bahnstrecke entstehen. Fehlt eigentlich nur noch das Gleis. Wer ganz rechts fährt, ist unter der Oberleitung unterwegs.

Aber: Kein Zug. Sondern Elektro-Lkw. Ab Anfang 2019 ist das eine 6 Kilometer lange Teststrecke für Lkw mit Elektroantrieb – der eHighway. Die Wagen sollen an die Leitung “andocken”, wie auch eine Lok, und dann während der Fahrt Strom tanken – zum Beispiel, bevor sie in die Stadt fahren.

Einerseits sieht das Gebilde sehr hässlich aus. Andererseits wird es wohl nicht so sein, dass alle Autobahnen und überall irgendwann mal mit solchen Oberleitungen versehen sind. Und natürlich kann es aber auch nur gut sein, wenn es Ideen gibt, wie man die Innenstädte sauberer bekommt – indem die Lkw vor der Stadteinfahrt eben Strom aufladen können.
Immerhin handelt es sich auf der A5 um die größte derartige Teststrecke der Welt.

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