RTelenovela

Ein Hoch auf die Technik (55): Computer. Ein Ansichtsexemplar.

Donnerstag, den 8. August 2019
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(54) -> 11.7.2019

Wenn man zu McDonald’s geht, dann kann man seit einiger Zeit seine Bestellung an modernen Terminals eingeben, mit der Karte bezahlen, und dann wird das Bestellte an den Tisch gebracht.
Auch in Berlin-Pankow, an der Prenzlauer Promenade, stehen solche Terminals. Nur leider sind sie offenbar zu nichts zu gebrauchen.

Ich stelle mich an das Terminal und gebe ein, was ich essen möchte. Das dauert recht lange, weil man das ja in den umfangreichen Menüs und Unterpunkten erst mal alles finden muss. Am Ende gebe ich an, mit Karte zahlen zu wollen und das Essen an den Tisch gebracht haben zu wollen.
Letzteres funktioniert schon mal nicht: Man muss dazu einen dreistelligen Code eingeben, entsprechende Nummern liegen an den Terminal bereit. Also, normalerweise, in Pankow nicht.
Ich frage einen Angestellten, was man denn nun für eine Nummer eingeben müsse. Er kommt heran, drückt an die Stele, wo man sagt, dass man das Essen vom Tresen holen will. Meine Anmerkung, dass ich das aber nicht wollte, ignoriert er.

Ich will nun aber mit der Bankkarte zahlen. Das Gerät sagt mir, dass ich den Anweisungen auf dem Lesegerät folgen solle. Das sagt mir das Gerät ziemlich lange. Nur kommen leider keine Anweisungen. Es passiert einfach nichts.
Ich frage wieder den schon leicht genervten Angestellten, der dann meint, ich müsse einfach am Tresen bestellen.

Tut mir Leid, dass ich da ein bisschen pissig werde. Aber wozu stellen die sich da die Computer hin, preisen den Bringservice an den Tisch an, wenn es eben diesen Service gar nicht gibt. Und dann funktioniert auch der Rest nicht. Das funktioniert in anderen Filialen von McDonald’s aber sehr viel besser. In Pankow scheint es niemanden zu interessieren.

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Kein Problem, hier ist meine PIN!

Donnerstag, den 18. Juli 2019
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Es gibt sie, die Momente, wo man doch mal richtig staunt. Neulich an der Kasse eines Oranienburger Einkaufsmarktes. Vor mir ist eine ältere Frau. Die Kassiererin nennt den zu zahlenden Preis. Die Frau zückt ihren Geldbeutel und zieht eine Bankkarte hervor. Sie reicht sie der Kassiererin. Und noch einen Zettel.
Die Kassiererin nimmt den Zettel schaut drauf, als ob es das Normalste der Welt wäre, schiebt die Karte ins Lesegerät und tippt eine vierstellige Nummer ein. Ganz offenbar die PIN.

Der Bezahlvorgang wird erledigt, die Frau an der Kasse reicht der Kundin Zettel und Karte, und damit ist der Vorgang erledigt.
Ich nehme mal an, die Frau an der Einkaufsmarkt-Kasse ist vertrauenswürdig. Ansonsten könnte man die Bankkarten-PIN ja auch einfach mal laut vorlesen…

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Ein Hoch auf die Technik (54): Plastik und Papier

Donnerstag, den 11. Juli 2019
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(53) -> 20.5.2019

Ich schiebe mein Ticket in den Parkautomaten. Glücklicherweise kann ich günstiger parken, weil ich auf dem Potsdamer Platz in Berlin im Kino war. Ich will – nein, ich muss bezahlen, bevor ich mit dem Auto rausfahren kann.
Lange tut sich nichts – dann sagt mir der Automat, dass er mein Ticket nicht erkennt.
Ich versuche es noch mal – und wieder nichts.

Innerlich brodelt es schon. Haben die etwa im Kino mein Ticket zerstört, als sie es entwertet haben? Ich laufe vorsichtshalber zum anderen Automaten. Dort klebt ein Zettel: Dort könne man nur die Papier-Tickets bezahlen, nicht die Plastik-Tickets.
Tatsächlich habe ich bei der Einfahrt bemerkt, dass dort ein neuer Automat an der Schranke steht. Früher bekam man Plastik-Tickets, die man bei der Ausfahrt auch wieder abgab. Aus Umweltaspekten sicher nicht das Schlechteste. Nun gibt es Papier-Tickets. Man es aber noch Automaten gibt, die die Dinger gar nicht erkennen und warum es eine andere Einfahrt mit anderen Tickets gibt – keine Ahnung… Auch nicht, warum am anderen Automaten kein Zettel klebte.

Der Papier-Automat schluckt jedenfalls mein Ticket und zeigt mir auch einen Preis an. Ich schiebe die Bankkarte in den Schlitz – und nichts passiert. Keine Regung. Gar nichts. Raus – und wieder rein – und wieder nichts. Immerhin nimmt das blöde Ding den 5-Euro-Schein, sonst wäre ich aufgeschmissen gewesen. Hurra, ich konnte bezahlen!
Wie sich am Ende rausstellte, hätte ich mir das alles sparen können. Denn die Ausfahrtsschranke öffnete sich schon bei der bloßen Annäherung. Jeder konnte so rausfahren…

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Ein Hoch auf die Technik (53): Halbe Kraft

Montag, den 20. Mai 2019
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(52) -> 26.10.2018

Es ist gerade mal zwei Tage her, dass ich mein Auto aus der Werkstatt geholt habe und der Motorschaden von Bad Segeberg repariert worden ist.
Ich fahre gerade durch Hohenbruch, und als Motor seltsame Dinge tut. Es wirkt, als ob der Gang rausspringt. Ich schalte einmal, und es läuft wieder, aber kurz danach passiert es wieder, und das Bordsystem gibt einen Laut von sich. Motorleuchte. Sie blinkt.

Ich fluche. Die Reparatur und die ganzen Umstände dieses Motorschadens haben schon genug Nerven gekostet – und nun wieder ein Problem. Ich fluche laut.
Auf dem Radiodisplay steht, dass es ein Problem mit dem Antrieb gebe, ich gemäßigt weiterfahren soll.
Im Gegensatz zur Panne von vor zweieinhalb Wochen spricht mein Auto wenigstens noch mit mir – also fahre ich weiter.

Der Motor ist lauter, wenn ich Gas gebe, klingt das nicht gut. Ich fahre nicht schneller als 60, und so komme ich dann irgendwann in Kremmen an. Ich parke auf dem Marktplatz, ich hoffe, später auch wieder dort wegzukommen.
Nach meinen Erledigungen, springt das Auto wieder an, das Problem ist aber immer noch da. Immer noch blinkt die Motorleuchte, immer noch steht der Hinweis im Display.
Am nächsten Tag ist klar: Eine Zündspule ist kaputt. Zum Glück diesmal nicht das ganz große Desaster.

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Ende der Reise

Donnerstag, den 2. Mai 2019
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Auf unserer Reise nach Oslo sollte Bad Segeberg eine Zwischenstation sein. Eine kleine Wohnung war für eine Nacht schon gebucht, und am Tag danach sollte es mit dem Auto weiter bis Kiel gehen, wo schon die Fähre wartet.
Doch es kam anders.

Bevor wir zur Wohnung fahren wollten, zog es uns noch zum chinesischen Lokal in Bad Segeberg. Wir haben die Autobahn verlassen, waren nun zweieinhalb Stunden unterwegs. Das Ziel hatten wir schon vor Augen.
Aber da war irgendwas. So ein leichtes Nebengeräusch, ein Schnarren. Irgendwas.
Ich höre so was, auch wenn ich in der Hinsicht immer ein bisschen überempfindlich bin.
An einer Ampel will ich gerade wieder Gas geben, als ein einmal laut und sehr kurz schnarrt – und der Motor abstirbt.
Nichts geht mehr. Das Auto springt nicht mehr an. Und ich sage: “Das war’s.”
Damit sollte ich leider Recht behalten.

Meine Freunde schoben mich samt Auto auf den Gehweg, ich rief den ADAC an. Ich ahnte bereits Schlimmes.
Wir standen in Sichtweite zur Bad Segeberger Polizeidienststelle. Es dauerte auch nicht lange, bis ein Streifenwagen neben uns hielt. Eine sehr freundliche Polizistin fragte, ob alles in Ordnung sei, was ich bedauerlicherweise verneinen musste. Aber es sei alles in die Wege geleitet.
Die anderen gingen dann schon mal die letzten Meter zum Chinesen weiter. Ich wartete weiter auf den ADAC. Ich lehnte am Auto, las ein bisschen.
Minuten später hielt ein weiterer Polizeiwagen. Diesmal sprach mich ein ebenfalls freundlicher Beamter an. Ich erklärte die Situation, und er auch fuhr dann weiter.

Es dauerte nicht lange, da war der ADAC-Mann da. Und später ein zweiter. Erste Diagnose: Es muss was Mechanisches sein, weil das Diagnosegerät nichts anzeigte. Vermutung: Steuerkette. Im schlimmsten Fall: Motor im Eimer. Ich wurde samt Auto zur Werkstatt geschleppt, die auch nicht weit entfernt war.
Ende noch offen. Demnächst wird der Wagen erst mal nach Hause geschleppt…

Wir nahmen uns dann ein Taxi zur Wohnung, am Tag danach ging es mit der Bahn von Bad Segeberg nach Kiel. Diese Programmänderung könnte sehr teuer werden…

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(N)DR 2

Sonntag, den 21. April 2019
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Wenn man in der Nacht mit dem Auto unterwegs ist, wenn der Himmel frei und die Luft klar ist, dann hat das Autoradio gern mal einige Überraschungen parat.
Spielt also das Wetter mit, dann kann man Ukw-Sender empfangen, die eigentlich sonst nicht bis in die Region strahlt. Das sind so genannte Überreichweiten.

Am späten Sonnabendabend empfing ich auf diese Weise diverse Sender aus Mecklenburg-Vorpommern wie NDR Kultur, die Ostseewelle, Antenne MV, aber auch polnische Sender waren vertreten.
Aber dann die wirkliche Überraschung. Ich düse gerade durch Schmachtenhagen, da zeigt das Radio-Display “DR 2” an. DR ist das dänische Radio. Radio aus Dänemark, das bis nach Oberhavel strahlt? Es läuft gerade Musik, ob wirklich Dänisch gesprochen wird, weiß ich nicht.
Ich habe mein Erstaunen gerade laut ausgerufen (“Dänisches Radio??!!”), da ploppt auf dem Radio-Display plötzlich noch ein N auf. Aus DR 2 wurde NDR 2.
Das war dann schon weniger spektakulär.

Mit der Ostseewelle rollt ich dann in Oranienburg ein. Der Empfang war glockenklar – bis ich die engen Häuserschluchten des Zentrums erreichte. Da begann es zu rauschen.

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KeineWochenShow

#110 – KzH. Krank zu Hause

Sonntag, den 10. Februar 2019
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Es gibt wieder mal eine Premiere – eine unfreiwillige. Zwar gab es in Folge 74 schon mal eine Trennung – damals war Thommi im Studio und ich in Lissabon -, aber die Sendung ist eine Montage gewesen.
Diesmal aber sind wir getrennt, moderieren aber dennoch gemeinsam. Einer im Studio und einer zu Hause.
Weil mich eine Erkältung dahingerafft hat, hatte ich von Mittwochabend bis Sonnabend weitgehend Stubenarrest. Am Sonnabend war die Erkältung aber immerhin schon so weit, dass wir immerhin trotzdem gemeinsam aufzeichnen konnten.
Wie das ging? Zwei Kameras. Wir sahen uns aber nicht, sondern hörten uns nur über die Ohrstecker und übers Telefon. Auch das ist dann am Ende fürs Bild zusammenmontiert worden.
PS: Die Abkürzung KzH hat natürlich auch einen Ursprung. Weiß es jemand?

Es geht darum, was man so macht, wenn man krank ist. Um den DFB-Pokal und den SuperBowl. Um Merkels Ehrenbürgerwürde in Templin. Um den Grünen Pfeil für Radfahrer. Und um noch einiges mehr – und das alles in Ausgabe 110 von KeineWochenShow auf Youtube.

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