RTelenovela

Ein Hoch auf die Technik (48): Blinker geht. Geht nicht. Geht.

Samstag, den 2. Juni 2018
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(47) -> 25.4.2018

Eigentlich ist das ja ein uralter und schlechter Gag: Geht der Blinker? Geht. Geht nicht. Geht. Und so weiter.
Neulich aber, auf dem Weg nach Berlin, ging der vordere linke Blinker plötzlich gar nicht mehr. Die moderne Technik im Auto macht es möglich, dass mir das im Cockpit auch gleich angezeigt wird.
Am Sonntagnachmittag kann man da natürlich nicht viel machen. Außer vielleicht: nicht so oft nach links fahren. Hinten wurde zwar noch geblinkt, aber wegen des fehlenden vorderen Impulses in doppelter Geschwindigkeit.

Irgendwie war damit klar: Montag geht’s in die Werkstatt.
Bis ich später wieder in Oranienburg war – und der Blinker plötzlich wieder ging. Keine Warnlampe mehr. Dafür regelmäßiges Blinken.
Nanu?

Nächste Fahrt: nach Kremmen. Als ich in Oranienburg losfahre, geht der Blinker. An der zweiten Kreuzung ist aber wieder Schluss, Blinker: geht nicht.
In Kremmen angekommen, steige ich aus und haue einmal mit der Faust gegen den Scheinwerfer mit dem Blinker. Und tatsächlich: Es bringt was. Scheinbar muss irgendwas locker sein an der Stelle, denn seitdem geht das Teil wieder. Oder eher: Geht. Geht nicht. Geht.

RTelenovela

Öl!

Samstag, den 28. April 2018
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Später Abend auf der A111 in Berlin, stadtauswärts. Ich verlasse den Tunnel unter dem Flughafen Tegel, als sich plötzlich ein beißender Ölgeruch im Auto breitmacht. Es stinkt!
Fenster auf! Aber ich habe den Eindruck, dass es nicht besser wird.
Ich fahre die nächste Abfahrt ab, am Holzhauser Damm. Ich steuere den dortigen Parkplatz vom Burger King an.

Dort steige ich aus. Ich hocke mich hin, schaue unters Auto. Nichts.
Ich öffne die Motorhaube. Nichts, was irgendwie anders aussieht oder riecht als sonst.
Aber im Inneren stinkt es noch immer gewaltig.
Ich beschließe, eine Zwangspause einzulegen, und die kann man sich ja schlimmer vorstellen als beim Bulettenkönig. Zwischendurch schaue ich immer mal wieder raus – nicht dass da gerade mein Auto abfackelt.

Macht es aber nicht.
Nochmal überprüfe ich alles. Drinnen stinkt es noch immer. Aber ich steige ein und starte den Motor. Zurück auf die A111.
Die Ölkrise scheint überwunden zu sein, denn der Geruch wird nicht schlimmer.

Ich vermute ja, dass in der Nähe vom Tunnelausgang irgendwelche Asphaltarbeiten stattfanden. Anders kann ich mir diesen plötzlichen beißenden Ölgeruch nicht erklären.

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Ein Hoch auf die Technik (47): Funkloch

Mittwoch, den 25. April 2018
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(46) -> 19.4.2018

Da saß ich doch neulich im Freizeit- und Gästehaus in Neuendorf im Löwenberger Land und wollte eine Chatnachricht per WhatsApp verschicken. Ich wollte nämlich einem Freund Bescheid geben, wann ungefähr ich in Neuendorf aufbrechen werde.
Was ich vorher nicht wusste: Neuendorf und Mobilfunk sind zwei Dinge, die nicht zwingend zusammengehören.

Du musst wissen: Deutschland ist da nicht so modern. Der Nachholbedarf ist groß, und 25 Jahre Mobilfunk sind einfach viel zu kurz, um da mal irgendwas hinzubekommen. Oder ich zahle dafür immer noch viel zu wenig Geld im Monat. Da hat man sich an Funklöcher gefälligst zu gewöhnen. Wenn man auf’s Smartphone schaut und nicht mal mehr Notrufe möglich sind.
Ich musste erst Teschendorf erreichen, um die Nachrichten versenden zu können – da war es aber eigentlich schon egal.

Du möchtest auch mal ins Funkloch? Da kann ich dir auch Sommerswalde empfehlen. Oder in Kremmen die Gegend am Kanal. Oder Sommerfeld, rund um die Klinik. Und so weiter.

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Musik aus dem Rucksack

Freitag, den 20. April 2018
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Ein sonniger Mittag in Schwante. Im Schlosspark zwitschern die Vögel, der Wind rauscht sanft. Bis in der Ferne Musik zu hören ist. Und immer lauter wird. Vom Mühlenweg her nähert sich ein junger Mann. Von der Idylle scheint er nichts zu halten, denn die Musik kommt aus seinem Rucksack. Er hat seine Disco mit dabei. Dass eventuell andere davon gestört sein könnten – egal. Ist aber eine Masche, die man öfter sieht.

Am selben Tag, in der Oranienburger Schulstraße. Ein Pärchen läuft nebenein­ander. Aus seinem Rucksack ertönt laute Musik, und er erzählt seiner Freundin irgendwas. Aber die Musik übertönt alles. Seine Freundin schaut sehr desinteressiert auf ihr Handy. Ob sie überhaupt mitbekommt, dass ihr Typ mit ihr spricht oder sie schlicht kein Interesse am Gesprächsinhalt hat, war leider nicht rauszufinden. Vielleicht fand sie aber einfach auch nur seine Musik doof.
Wer demnächst mit Disco im Rucksack durch die Schulstraße läuft: Ich wünsche mir den Song „Dancing“ von Kylie Minogue. Wenn schon laut, dann wenigstens gute Mucke.

RTelenovela

Ein Hoch auf die Technik (46): Der Auszug der Kassetten

Donnerstag, den 19. April 2018
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(45) -> 7.4.2018

Schon seit gut zwei Jahren ist es in meiner Wohnung technisch nicht mehr möglich, Kassetten abzuspielen. Als ich meine alte Stereoanlage noch hatte, konnte ich dort auch ab und zu mal die Bänder hören – aber selbst da war das nur noch selten der Fall.
Es war 1993, da hielt die CD bei mir Einzug, aber bis Anfang der 2000er stellte ich noch Mixtapes zusammen. Die CD wurde immer wichtiger, und selbst die ist längst abgelöst durch MP3, Streaming oder Youtube.

Kassetten sind also längst out – auch bei mir. Seltsamerweise hatten sie in meiner Wohnung bislang immer noch einen sehr prominenten Platz. Auf einem der Schränke standen sie, dazu noch zwei riesige Fächer voller alter Bänder.
Andererseits herrscht aber auch Platzmangel – und nicht nur wegen CDs und DVDs.
Nun flogen die Kassetten endgültig raus. Ab in den Keller. Vermutlich dauert es nun noch mal zehn Jahre, bis sie wirklich im Müll landen.
Sehr, sehr wenige Kassetten sind in der Wohnung geblieben – seltene Originale, die ich irgendwie mal digitalisieren will.

RTelenovela

Mischen beim König

Mittwoch, den 18. April 2018
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Bei Burger King an der Holzhauser Straße in Berlin gibt es ein neues Wunderding: einen Automaten, mit dem man sich seine Getränke selber mischen kann. Irgendwie total überflüssig, aber ich stehe trotzdem drauf.

Man bekommt einen Becher, und dann kann man zig sein Gesöff aus zig verschiedenen Möglichkeiten zusammenstellen. Man kann sich aussuchen, ob man eine Cola will. Die kann man, wenn man will, mischen. Mit Limette, Orange, Vanille, Traube oder anderen Geschmacksrichtungen. Und weil in dem Automaten auch die entsprechende Luft verströmt, bekommt man beim Einfüllen auch den entsprechenden Duft in die Nase.

So weit, so gut. Aber trinkt man eine Limettencola, hat man was Süßes mit Limette. Nach Cola schmeckt das nicht mehr. Noch seltsamer ist es, wenn man eine Sprite mixt. Sprite ist eigentlich eine Zitronenbrause. Aber wenn man die mit Orange mixt, was soll das dann sein. Ebenso mit Fanta, wenn man die mit Vanille mixt. Von der Fanta ist da nichts mehr übrig.
Vielleicht müsste man mal eine Blindverkostung machen. Ich vermute, dass man nicht wüsste, was man neben dem hinzugefügten Geschmack für ein Getränk im Becher hat.

KeineWochenShow

#66 – Geschichte wird verbannt

Sonntag, den 8. April 2018
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Geschichte wird verbannt! In der neuesten Folge der “KeineWochenShow” sprechen wir darüber, wie wir mit Geschichte und mit der Vergangenheit umgehen. Vor allem mit der sichtbaren Vergangenheit. Ein aktuelles Beispiel dafür ist das Museum für die Geschichte des KdF-Bades, der NVA und der DDR in Prora. Es fällt der Sanierung des Ex-KdF-Gebäudes zum Opfer. Es wird damit wohl keine Stelle mehr dort geben, an der man sehen konnte, wie das Gebäude mal ausgesehen hat.

Außerdem geht es um diverse Krisen: um die bei der Feuerwehr in Berlin, die unter dem Motto #Berlinbrennt momentan für bessere Bedingungen kämpft. Um die Krise rund um den UKW-Radioempfang, der in der kommenden Woche in Gefahr sein könnte. Um die Grippe-Krise und die Entscheidung der Krankenkassen, nun doch den Vierfachimpfschutz zu bezahlen. Um einen Kampfhund in Hannover, der zwei Menschen totgebissen hat.

Das alles und noch mehr in KeineWochenShow #66 auf YouTube.