KeineWochenShow

#218 – Luca rettet die Welt

Sonntag, den 7. März 2021
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Wir wissen zwar nicht, ob das funktioniert und wie das funktioniert: Aber Luca rettet die Welt. Oder will sie zumindest retten. Die Luca-App, von Smudo vorgestellt, soll die Corona-Warn-App ersetzen. Oder so. Sie ist jedenfalls Thema in der neuen Ausgabe von KeineWochenShow.

In unserer Interview-Reihe zur Coronakrise kommen diesmal Thomas Schenk und Steve Kirschke zu Wort. In Oranienburg kennt man sie aus dem “Kellerkind”, wo wir auch die 100. Ausgabe von “KeineWochenShow” produziert haben. Sie erzählen, wie es ihnen geht, und es geht um ein neues Projekt, bei dem sich alles um Podcasts dreht.

Wir sprechen natürlich auch über die Coronalage, über die aktuellen Regeln, die irgendwie keiner mehr überblicken kann, und über die Schnelltests – und was denn passiert, wenn dabei ein positiver Wert rauskommt.
Außerdem machen wir einen Ausflug nach Neuglobsow zum Stechlinsee, fragen uns, was Demi-Homosexualität ist, kosten wieder wieder ein Bier – und mehr bei KeineWochenShow #218 auf Youtube.

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aRTikel

Unterricht in der Pandemie: ein Kraftakt

Mittwoch, den 13. Januar 2021
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Lehrende der Kremmener Goethe-Grundschule berichten darüber, wie sie derzeit arbeiten

MAZ Oberhavel, 13.1.2021

Kremmen.
Unterricht, so wie wir ihn kennen, ist derzeit hierzulande nicht möglich. Was aber nicht heißt, dass kein Unterricht stattfindet. „Wir versuchen unser Bestes zu geben“, sagt Annette Borchert. Die Leiterin der Kremmener Goethe-Grundschule managt gemeinsam mit ihrem Team den Distanzunterricht. „Alle sind total fleißig, auch wenn es alles sehr anstrengend ist“, sagt sie. Und zeitaufwändig. Das ist eine Erkenntnis aus den Aussagen vieler Lehrenden der Schule.

Eric Haupt kümmert sich in der Schule darum, dass die Cloud funktioniert, über die derzeit in den Klassen vier bis sechs gelernt wird. „Das ist die digitale Lernplattform, auf der Lehrer und Schüler in Kontakt treten“, erzählt der 32-Jährige. Das System sei noch nicht ganz optimiert, „aber ich bin momentan ganz zufrieden.“ Es gebe jedoch immer wieder kleine Probleme. „Es ist das Wunschdenken vieler, dass man mit dem Finger schnippt und alles ist gut.“ Er selbst gibt in der 4. Klasse Englisch. In zwei der drei Wochenstunden werden Aufgaben eingestellt, in der dritten gibt es eine Videostunde. „Die Kinder ziehen erstaunlich gut mit“, sagt Eric Haupt. „Mein Gefühl ist, dass wir auf diese Weise 80 bis 90 Prozent des normalen Unterrichts schaffen.“ Die Aufgaben werden um 7 Uhr freigeschaltet, die Ergebnisse müssen jeden Tag an ihn geschickt werden. „Zeitlich ist das ein großer Mehraufwand“, sagt der Lehrer. Er kommt auf 100 bis 120 Korrekturen. Am Tag. Und um 22 Uhr wird schon mal die letzte Mail verschickt. „Die digitale Vernetzung ist schön, aber auch eine Bürde“, sagt er.

Martina Bertram ist Klassenlehrerin in der 5b. Morgens um 7.30 Uhr beginnt sie, erste Mails zu bearbeiten. Um 8.30 Uhr beginnt die Videokonferenz mit ihrer Klasse. „Da besprechen wir Fragen, Probleme und Aufgaben.“ Danach arbeiten die Kinder weiter, und auch sie selbst arbeitet ihre To-do-Liste ab. „Es kommen aber auch viele Anfragen von den Kindern per Mail, und auch von Kollegen oder der Schulleitung.“ So ziehen sich Aufgaben, die zwei bis drei Stunden dauern würden, viel länger hin. Es komme vor, dass bis Mitternacht gearbeitet werde. Sie wolle für alle da sein, mit ihrem privaten Handy telefoniert sie mit den Kindern und den Eltern.
„Wenn ich die Kinder morgens in der Videokonferenz sehe, dann merke ich, wie sie mich anstrahlen. Sie brauchen die menschlichen Gesichter, Nähe und Austausch. Den Kindern fehlt was.“ Und sie selbst? „Das macht was mit einem“, sagt Martina Bertram. Auch am Sonnabend und Sonntag werde schon mal neun Stunden durchgearbeitet. Neulich nahm sie sich die Zeit, um 16 Uhr mal eine Stunde spazieren zu gehen. „Das hat sich wie Schwänzen angefühlt, obwohl um die Zeit der Arbeitstag eigentlich vorbei ist.“ Insbesondere vom Bildungsministerium wünscht sie sich mehr Rücksicht – Theorie und Praxis würden da oft nicht übereinstimmen. „Ich glaube, dass man uns mehr vertrauen sollte.“

Katharina Förste unterrichtet die ganz Kleinen – und das geht nicht über die Cloud. Stattdessen schickt sie täglich eine Mail mit Aufgaben. Die Eltern schicken ihr dann die Ergebnisse. Ziel sei es dennoch, jeden Tag einmal mit den Kindern zu kommunizieren. „Ich ziehe den Hut vor den Eltern“, sagt Katharina Förste. In den unteren Klassenstufen seien die noch viel mehr gefragt als bei den älteren Grundschülern, die zur Not auch schon alleine den Distanzunterricht bestreiten können. Für die Buchstabenkunde und die Zahlen eins bis 20 in Mathematik bekommen die Erstklässler-Kinder zur Unterstützung Videos geschickt. „Eltern und Kinder geben ihr Bestes“, sagt die Lehrerin.

Kristin Goliasch unterrichtet die Kinder vor allem im Videostream, zum Beispiel im Mathematik-Unterricht in der 6. Klasse. „Im März habe ich dafür noch Videos aufgenommen“, erzählt sie. „Aber das war sehr zeitintensiv. Mit dem Stream erreiche ich jetzt auch alle Schüler.“ Sie selbst ist für diese Live-Übertragungen in der Schule. „Hier habe ich das Smartboard, kann thematisch hin- und herspringen, kann auch Experimente zeigen.“ Das sei tatsächlich ähnlich wie im Unterricht. Sie selbst ist als einzige zu sehen, die Schüler schalten sich per Ton nur dazu, wenn sie eine Frage stellen wollen. Vorteil bei Aufgaben: „Sonst kann ich im Unterricht nur einen drannehmen, hier können sie im Chat alle die Lösungen reinschreiben.“ Insgesamt laufe es besser als beim ersten Lockdown im Frühjahr. Aber auch sie überlegt, „wo ich zurückschrauben kann“, sagt sie. Das Arbeitspensum sei enorm.

Melanie Kunert kümmert sich um die Kinder in der Notbetreuung vor Ort. „Die arbeiten genauso wie die Kinder zu Hause“, sagt sie. Die Kinder ab Klasse 4 rufen auch in der Betreuung die Schulcloud auf. Es seien Kinder, deren systemrelevante Eltern nicht zu Hause sein können, aber auch die, von denen es eventuell zu wenige Rückmeldungen gegeben habe. Kein Kind soll zurückbleiben. Aber auch Melanie Kunert muss sich zusätzlich zur Notbetreuung um Unterrichtsvorbereitungen und Aufgabenkontrollen kümmern. Hinzu komme: „Die Cloud arbeitet oft nicht gut.“ Oft sitze sie am Nachmittag davor und warte einfach nur.

„Es ist nicht einfach, eine Schule zu leiten, in denen die Lehrkräfte nicht alle vor Ort sind“, sagt Rektorin Annette Borchert. „Absprachen, Beratungen, Problembearbeitungen und Lösungsfindungen können nicht wie gewohnt stattfinden, einmal wöchentlich finden wir uns zur Videokonferenz zusammen.“ Sie ist auch dankbar, dass viele Horterzieher in der aktuellen Situation helfen. Klar ist: Die schulische Situation ist für alle Beteiligten riesengroßer Kraftakt.

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RTelenovela

Ein Hoch auf die Technik (63): Das Ende der CD

Donnerstag, den 10. Dezember 2020
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(62) -> 24.10.2020

Die Ära der CD geht zu Ende. Nun auch so langsam bei mir. Der Todesstoß besteht in meinem Auto, dass ich nun habe. Dort gibt es nämlich keine Abspielmöglichkeit für CDs mehr. Die Zauberwörter heißen: mp3 und Stream.
Theoretisch könnte ich zu Hause über den Laptop oder den DVD-Player noch CDs abspielen – allerdings mache ich das dort nicht. Ich habe schon vorher zu Hause keine CDs mehr gehört, nur im Auto. Aber das ist jetzt auch vorbei.
Aber was mache ich nun mit den vielen, vielen CDs?
Vermutlich stehen die erstmal in den Regalen in der Wohnung weiter rum – sehen ja teilweise auch ganz schön aus. Alben habe ich schon lange nicht mehr gekauft. Aber ein paar Sachen will ich mir trotzdem sichern.

Und so habe ich angefangen, CDs, die ich immer noch ab und zu höre, in mp3-Dateien umzuwandeln und auf einem USB-Stick zu speichern.
Da ist zum Beispiel die 24-teilige Hörspiel-Reihe “Das Weihnachtsgeheimnis” von Jostein Gaarder. Oder die “Bravo Rock-Christmas” von 1991. Oder “Weihnachten in Familie”. Auch ein paar Casper- und AnnenMayKantereit-Alben sind darunter. Das neue AnnenMayKantereit-Album habe ich mir auch gleich mal als mp3 gekauft (!). Auch ganz alte Greensession-Alben sind darunter.
Jetzt habe ich die wichtigsten Schätze auf dem Stick – so viel Musik auf so einem kleinen Teil.

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RTelenovela

Ein Hoch auf die Technik (62): Um den Strom müssen Sie sich schon selbst kümmern!

Samstag, den 24. Oktober 2020
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(61) -> 25.8.2020

Sich Technik über Amazon zu bestellen, hat seine Tücken. Man weiß nie so genau, was da letztlich zu Hause ankommt, weil man mal wieder das Kleingedruckte nicht gelesen oder nicht richtig verstanden hat.
Für Videoaufnahmen brauchte ich mehr Licht.

Erste Idee: ein Ringlicht. Ich bestellte mir eines über Amazon, doch die böse Überraschung kam beim Auspacken. Erstens fehlte eine Gebrauchsanweisung, wie man die verschiedenen Teile zusammenbaut. Das hat man gefälligst selbst rauszufinden – vielleicht gibt es ja ein Youtube-Tutorial. Zweitens fehlte die Möglichkeit, das Ding an den Strom anzuschließen. Stattdessen gab es ein USB-Kabel, das man ans Handy anschließen kann.
Nur will ich meistens nicht mit dem Handy filmen, sondern mit der Fotokamera. Mir war das alles zu umständlich, zu blöd, zu ärgerlich, ich schickte das Zeug zurück.

Zweite Idee: ein Scheinwerfer. Ich fand bei Amazon auch etwas, was mir gefiel und bestellte es. Zunächst kamen auch tatsächlich die beiden Scheinwerfer, nur das Stativ dazu – das kam nicht an. Erst zwei Tage danach.
Und ich hatte schon beim Auspacken festgestellt: Es gibt zwar Stromkabel, aber keinen Stecker. Ich würde die Scheinwerfer so nicht in Betrieb bekommen. Später las ich, dass das auch so in der Beschreibung steht, aber dennoch frage ich mich, was das soll. Das ist reine Schikane für den Kunden.
Also fuhr ich zum Elektronikhändler in Oranienburg, um dort zu erfahren, dass ich da nicht bekomme, was ich suche. Was mich wundert, dass es im Elektronikmarkt keinen Stecker und keine Kabel geben sollte. Vielleicht war es Lustlosigkeit.
Stattdessen ging es in den Baumarkt nach Germendorf. Am Infoschalter erzählte ich, was ich wollte, und nachdem wir das Missverständnis geklärt haben, dass es nicht um einen Autoscheinwerfer geht, habe ich auch bekommen, was ich brauchte.
Mein Bruder baute mir alles zusammen, ich hätte das nicht hinbekommen.
Aber das muss man sich mal vorstellen: Man bestellt sich unfertige Teile, bezahlt dafür und muss das ganze auch noch – wenn man es nicht selbst kann – zusammenbauen lassen.
Toll, diese schöne Online-Bestellwelt.

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ORA aktuell

Warntag 2020: In Oranienburg versagen Apps und Sirenen

Donnerstag, den 10. September 2020
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Der Warntag 2020 ist in Oranienburg ein Fehlschlag gewesen. Eigentlich sollten testweise am Donnerstag um 11 Uhr alle Sirenen der Stadt heulen und um 11.20 Uhr noch einmal. Die Stadtverwaltung in Oranienburg hatte die Tests kurz zuvor auch noch auf Facebook angekündigt.

In Oranienburg blieben die Sirenen jedoch still. Auch die Warnapps Katwarn und Nina blieben zunächst still, erst gegen 11.32 Uhr warnten die Apps und gaben die Test-Meldungen heraus.

“Auch wir mussten um 11 Uhr verwundert unserem Tinnitus lauschen – kein Sirenensignal”, antwortete die Stadtverwaltung auf Facebook auf entsprechende Kritik. “Dieses sollte ja nicht lokal, nicht mal regional, sondern zentral ausgelöst werden. In jedem Fall wissen wir jetzt, wofür der bundesweite Warntag gut (und ja auch gedacht) ist: Um Mängel im System sichtbar zu machen.” Die Ursachen würden auf den zuständigen Ebenen untersucht. Über Ergebnisse werde der Landkreis Oberhavel berichten. “Neben den Sirenen haben auch andere Warnmittel bei der zentralen Auslösung sehr unterschiedlich funktioniert – reibungslos, stark verzögert oder sogar gar nicht.” Die Gründe würden auch da im Einzelnen untersucht, um die Mängel beheben zu können, so das Verwaltungsstatement.

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RTelenovela

Kulturschatz: Im Rundfunkmuseum in Werben

Donnerstag, den 3. September 2020
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Eigentlich war das so ja nicht geplant. Eigentlich wollte ich über die Fähre Sandau nach Havelberg. Da die aber außer Betrieb ist, fuhr ich über die Hansestadt Werben zur Fähre in Räbel.
Ich hatte nicht vor, in Werben zu halten. Ich war schon auf der Straße, die direkt zur Fähre führt, da fiel mir ein Gebäude auf mit einer Bahnhofsuhr. Ich dachte auch erst an einen Bahnhof, und im Vorbeifahren las ich “Rundfunkmuseum”. Eine Tür stand offen, dennoch sah das Haus etwas verlassen aus.
Ich war schon vorbei gefahren, als ich mich entschloss: Da könnte ich ja mal schauen, was das ist. Immerhin hatte ich ja keinen Zeitdruck.

Ich laufe in das Haus. Schon im Eingangsbereich kann man in den Flur sehen, wo diverse alte Radios stehen. Es ist niemand da. Links in einem Raum stehen weitere Radios, auch ein paar Fernseher.
Irgendwo aus dem hinteren Bereich ist Musik zu hören. Da müsste jemand sein. Ich laufe weiter durch den Flur, rechts geht eine Treppe nach oben, und auf jeder Stufe sind Ausstellungsstücke gelagert. Es sieht aus, als ob das mal eine Schule war.

Ich komme in den großen Hauptraum. Dort wuselt ein älterer Herr herum. Es ist Rüdiger Haase, der Leiter des Hauses. Das Rundfunkmuseum gibt es erst seit 2017. Diese alten Geräte sind sein großes Hobby. Vorher hatte er ein Rundfunkgeschäft, in dem er auch schon Museumsstücke hatte.
Er erzählt mir, dass ihm Leute immer wieder alte Apprate bringen. Wir laufen an den Regalen entlang. Es sind vor allem alte Geräte aus der DDR. Ich erkenne auch noch einiges. Eines der Radios stand auch bei uns im Wohnzimmer, auch der Fernseher. Alte Telefone, die ältesten Geräte sind aus den 30er-Jahren.
Auch Plattenspieler hat er und spezielle Tonträger, und so ziemlich alles funktioniert auch noch, immer läuft bei ihm Musik vom alten Plattenspieler.

Das Gebäude war übrigens, auch das erzählt er mir, keine Schule. Dort befand sich eine Brillenfabrik. Sie ist 1990 geschlossen worden. Das Gebäude stand lange leer.
Rüdiger Haase nimmt keinen Eintritt, aber natürlich kann man eine Spende dalassen, und auch Führungen kann man im Rundfunkmuseum bekommen, wenn man sich vorher anmeldet. Hin und wieder gibt es auch kleinere Veranstaltungen.
Ich habe mich ein bisschen wie auf einer Expedition gefühlt, bei der man überraschende Momente erlebt. Ich verabschiede mich von Rüdiger Haase, er muss zum Mittagessen. Er wohnt nebenan, seine Frau hat schon gerufen.

Das Rundfunkmuseum in der Hansestadt Werben, Räbelsche Straße 20. Interessierte melden sich unter 039393/448.

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RTelenovela

Ein Hoch auf die Technik (61): Parkkarte ist ungültig

Dienstag, den 25. August 2020
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(60) -> 18.7.2020

Direkt neben dem Hauptbahnhof in Wiesbaden befindet sich ein Einkaufscenter. Mit dem Auto hat man in der Tiefgarage auch immer einen Platz.
Mit meinem Ticket laufe ich nach einem Bummel durchs Center zum Parkautomaten, ich bezahle und gehe zum Auto. Durch das Fahrbahnlabyrinth gelange ich dann zur Ausfahrt-Schranke. Ich stecke das Ticket an den Schlitz, es wird reingezogen, es ruckelt, und es ruckelt weiter, und am Ende sagt mir der Automat: Ticket ungültig.
Hm.
Zweiter Versuch. Wieder ruckeln und ruckeln und Ticket ist ungültig.
Na toll.
Ich setze zurück, ein Auto hinter mit muss auch zurücksetzen, es kann schließlich an mir vorbei, und dort funktioniert das Ticket auch.
Ich fahre inzwischen an die zweite Schranke. Aber da passiert dasselbe. Ich drücke den Notknopf. Und noch mal. Aber es meldet sich niemand.
Ich setze wieder zurück und fahre zurück Richtung Parkautomat.

Der Parkautomat, an dem ich vorhin noch bezahlt habe, erkennt das Ticket auch nicht mehr. Gegenüber ist das Hausmeisterbüro, es ist nicht besetzt. Aber auf einem Zettel steht ganz unten und ganz klein eine Handynummer. Ich rufe sie an, und tatsächlich meldet sich jemand. Warum ich denn nicht den Notknopf gedrückt habe. Ich antworte, dass ich das zweimal getan habe, es sich aber niemand gemeldet habe.
Der Hausmeister ist immerhin vor Ort, er hält sich im Hintergrund des Büros auf und kommt nach vorne. Nochmal fragt er, warum ich nicht den Notknopf gedrückt habe, und ich sage…
Er drückt mir schließlich ein neues Parkticket in die Hand, er hatte noch ein ganzes Paket mit Not-Tickets. Er vermutet, dass ich das Ticket ans Handy gehalten habe, dadurch könnten die Daten gelöscht worden sein. Darauf muss man ja auch erst mal kommen.
Mit dem Not-Ticket konnte ich ausfahren und erreichte wieder das Wiesbadener Tageslicht.

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