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Doch noch Coronatest-Pflicht in Zeiten des Coronavirus

Dienstag, den 7. Juni 2022
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So was soll es ja auch noch geben: eine Coronatest-Pflicht. Aber für die Veranstaltung, zu der wir in Berlin gingen, gab es tatsächlich noch die Pflicht, sich vorher testen zu lassen. Egal, ob man geimpft, geboostert oder genesen ist – Test war Pflicht.

Also rannten wir kurz vor Toreschluss in Berlin-Friedrichshain noch schnell zu einem Coronatest-Center. Na ja, “Center” ist ein bisschen hochgegriffen. Es war ein Vorraum eines verlassenen, größeren Gebäudes.
Ein junger Mann empfing uns. Weil das Testergebnis über das Handy per Mail mitgeteilt wird, musste man entsprechende Daten angeben. S. war eigentlich schon registriert, dennoch waren ihre Daten irgendwie nicht da. Also mussten wir meine Mail-Adresse angeben.

Also feudelte der junge Mann ein bisschen in unseren Nasen rum. Die Nasenwand hatte er dabei kaum berührt, und ich konnte mir irgendwie nicht vorstellen, dass auf diese Weise überhaupt ein Positiv-Ergebnis ermittelt werden könnte. Zu Hause teste ich sehr viel umfassender.

Wir machten uns auf den Weg nach Charlottenburg – um dort dann festzustellen, dass die Mail mit dem Ergebnis leider nicht angekommen ist – bis heute nicht.
Hat ja super funktioniert.
Zum Glück hatte S. noch Tests in der Tasche – wir mussten uns am Eingang zum Veranstaltungsort noch mal selbst testen.

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Ein Hoch auf die Technik (69): Heißer Hintern

Montag, den 6. Juni 2022
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(68) -> 23.4.2022

Gerade erreiche ich Berlin, rolle über die Prenzlauer Promenade. Ich liege gut in der Zeit, es herrscht kein Stress. Im Radio läuft ein spannender Podcast.
Und ich bekomme irgendwie ein merkwürdiges Gefühl. Untenrum. Auf einer merkwürdige Weise breitet sich ein warmes Gefühl aus. Es fühlt sich an – ohne dass ich das je erlebt habe -, als werde man unten rum plötzlich nass, weil gewisser Flüssigkeiten nicht zu stoppen waren.
Im selben Augenblick denke ich allerdings, dass ich ja unmöglich gepullert haben kann, weil man das ja doch schon irgendwie merken würde – auch vorher schon.
Das warme Gefühl breitet sich dennoch immer weiter aus.

Aber plötzlich habe ich eine Eingebung: die Sitzheizung! Ich hatte vorher zwischen den Sitzen ein paar Krümel weggeräumt muss dabei auf den Knopf für die Sitzheizung gekommen sein. Nun lief die auf Hochtouren, volle Lotte, drei Balken.
Ich schaltete sie aus, und die Hitze ließ auch sofort nach.

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Zahlen mit EC-Karte? Ja/Nein/Vielleicht

Samstag, den 28. Mai 2022
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Beim Netto in Schmachtenhagen steht vor dem Eingang ein Schild. Darauf wird hingewiesen, dass das Zahlen mit der EC-Karte nicht funktioniert. Im Vorraum steht dann eine Tafel, an der ein Zettel klebt mit Hinweis, dass das Zahlen mit der EC-Karte nicht funktioniert. Und damit es auch jeder mitbekommt, klebt direkt darunter noch ein Zettel mit dem Hinweis, dass das Zahlen mit der EC-Karte nicht funktioniert.

Seit Dienstag funktioniert in vielen Geschäften genau dies nicht. Und Freitag ist Tag 4. Irgendeine technische Störung, die man scheinbar in vier Tagen nicht repariert bekommt. Auch nicht in Schmachtenhagen.

Ich habe vorsichtshalber nachgeschaut, ob ich genug Bargeld mithatte, und ich hatte.
An der Kasse: Am Plastikgehäuse, das die Kassen seit Corona umgibt, klebt ein Zettel: Bitte mit Karte zahlen.
Ja, was denn nun? Nicht zahlen oder doch zahlen?
Als es ans Bezahlen geht, blicke ich auf das EC-Karten-Lesegerät – es sei betriebsbereit, steht da auf dem Display. Und ich wage mich deshalb tatsächlich die Frage zu stellen: “Geht’s?” Und ich halte die Karte hoch.

Die Frau an der Kasse war, um es mal vorsichtig auszudrücken, nicht amüsiert. Es stünden doch die Tafeln draußen. Dass im Kassenbereich was anderes stehe und am Gerät auch, das lässt sie nicht gelten. Ob sie da Schild abnehmen solle, fragt sie mich. Und irgendwie traue ich mich nicht, “Ja” zu sagen. Oder man könnte einen anderen Zettel drüber kleben.
Ich sei ja nicht der einzige, der fragt, sagte sie dann. Ich kann ihren Groll verstehen, aber wenn an Punkt A und B das eine steht und an Punkt C und D das andere, dann fragt man halt mal nach.
Ich zahlte. Bar.
Und vielleicht funktioniert das Lesegerät ja irgendwann wieder. 2023, oder so.

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Ein Hoch auf die Technik (68): Gut, dass ich nicht aufs Navi gehört habe

Samstag, den 23. April 2022
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(67) -> 20.2.2022

Rückfahrt aus dem Urlaub von Dagebüll nach Hause. Bis zur B5 und weiter zur Autobahn A7 brauche ich technische Hilfe, der Rest sollte noch von der Hinfahrt klar sein.
Auf dem Parkplatz nahe des Hafens schmeiße ich das Navi an und stutze. Die Rückfahrt soll fast sieben Stunden dauern. Das ist, nun ja, etwas viel. Denn die Hinfahrt hat abzüglich aller Pausen gerade mal vier Stunden und 20 Minuten gedauert.
Ich sehe mir die Strecke also mal näher an – wo soll ich denn hin? Oder wo sind die Staus?

Das Navi sagt, dass es auf meiner eigentlichen Strecke eine Sperrung gibt. Ich soll stattdessen irgendwann auf die A20 biegen. Das wäre noch nicht das ganz große Problem. Bei Rostock aber soll ich nicht Richtung Süden abbiegen – stattdessen sagt das Navi, soll ich bis Prenzlau ganz im Osten fahren, um dann über die A11 Richtung Heimat zu düsen. Kein Wunder, dass ich sieben Stunden fahren soll.
Ich bin skeptisch, fahre aber erst mal los – und fahre auch erst mal weiter auf der A7, obwohl das Navi was anderes sagte.

Auf dem Autohof Bordesholm halte ich an, es ist Mittagessenzeit, und das große M lockt auch ein wenig. Noch mal schaue ich, was das Navi so sagt. Ich starte es einfach noch mal neu. Und, taadaaa: Es weist mir eine neue Strecke aus, die allerdings nur eine gute halbe Stunde kürzer ist als die vorherige. Und immer noch über Prenzlau.
Immer noch eine Sperrung, und zusätzlich ein größerer Stau auf der A24 bei Neustadt/Glewe. Gleichzeitig sehe ich aber, dass der Rest der Reisegruppe auf der Strecke unterwegs ist, auf der wir auch angereist waren. Und sie kamen zügig voran.

Nach der Mittagspause zurück auf die A7. Spätestens am Dreieck Neumünster-Süd musste ich mich entscheiden: Höre ich aufs Navi und bleibe auf der A7? Oder fahre ich die Strecke, die ich auch auf der Hintour genutzt habe?
Die Entscheidung wurde mir abgenommen: Unweit des Dreieks machte das Navi pling, und es kam die freudige Nachricht: Die Sperrung ist aufgehoben! Und schon wollte mein Navi, dass ich die Strecke fahre, die ich schon kannte…

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Warnung für die Warn-App in Zeiten des Coronavirus

Montag, den 4. April 2022
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In letzter Zeit hatte ich in meiner Corona-Warn-App mehrfach eine rote Kachel, die mir signalisierte, dass ich in jemandes Nähe war, der in dem Moment oder später positiv war.
Nun bin ich derjenige, der positiv ist und das über die App auch anderen mitteilen möchte.

Eigentlich dachte ich, dass wenigstens dieser Vorgang komplett digital ablaufe und irgendwie zusammenhängend abläuft. Dem ist nicht so.
Mit dem erfolgten PCR-Test am Donnerstag bekam ich einen Zettel in die Hand – mit Infos zum Zugang zum Laborergebnis. Die Frau, die mich testete, meinte, es könne sein, dass es dauert, bis das Ergebnis da sei. Mit Glück aber schon am Freitagabend. Auf dem Zettel stand, dass ich mir entweder die App “Mein Laborergebnis” runterladen muss oder die entsprechende Internetseite anklicken kann.
Wer denkt, dass es eine entsprechende Schnittstelle über die Corona-Warn-App gibt – also, wo denkst du hin?!

Am Freitagabend ging ich ins Internet auf die entsprechende Seite gab den 30-stelligen (!) Code ein, den ich bekommen hatte. Das Ergebnis war sogar schon Donnerstagabend da: positiv. Wie nicht anders zu erwarten.
Wie teile ich das nun aber der Warn-App mit, so dass andere die tolle rote Warnkachel zu sehen bekommen?

Dazu muss man wiederum eine Telefonhotline anrufen. Dort meldete sich – dann schon am Sonnabendmittag – eine Frau. Sie wollte meinen Nachnamen, meine Telefonnummer und die Einrichtung wissen, die meinen Test bearbeitet habe. Theoretisch hätte ich auch anrufen können, wenn ich negativ gewesen wäre. Ich bin mir nicht sicher, ob die Frau da wirklich was nachkontrolliert hat. Sie rief mich auf meinem Handy an, und dann bekam ich von ihr einen 10-stelligen Code, den ich wiederum in die Corona-Warn-App eingeben musste. Das klappte dann auch, seitdem weiß meine App, dass ich positiv bin und zeigt mir das auch – statt grüner oder roter Kachel – das auch an.
Aber wie gesagt: Es ist kein Vorgang aus einem Guss – und ich finde, dass es nicht besonders sicher ist, sondern auf Vertrauen beruht. Oder irre ich mich da?

Was ich auch nicht weiß: Meine Zertifikate werden dennoch angezeigt. Ob sie beim Scannen nun auch anzeigen, dass ich positiv bin, weiß ich nicht. Ich werde es nicht ausprobieren. Aber wenn doch: Dann könnte ich trotzdem ins Kino, weil ich natürlich nur das Zertifikat zeigen würde und nicht den Rest.

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Ein Hoch auf die Technik (67): Hättste mal nicht aufs Navi gehört II

Sonntag, den 20. Februar 2022
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(66) -> 10.2.2022

Ich hatte ja neulich schon darüber berichtet, dass man nicht immer auf das Navi hören sollte. Aber neulich musste ich dann doch mal darauf vertrauen. Normalerweise kennt ich mich ja in meinem Heimatlandkreis gut aus. Aber gerade in den nördlichen Gebieten habe ich große Lücken.
Bei meiner Fahrt durch Zehdenick wollte ich einen kleinen Einkaufsstopp einlegen. Also gab ich in mein Navi “Rewe Zehdenick” ein und bekam auch ein Ergebnis.

Mein Navi lenkte mich auf die B109, und dann sollte ich in die Verlängerte Grünstraße abbiegen. Ich setzte den Blinker, bog ein und stutzte. Auf dem Straßenschild stand etwas anderes, nämlich Friedrich-Engels-Straße – und daneben ein Sackgassenschild.
Ich war also falsch. Und da praktisch neben mir kein Verkehr herrschte, konnte ich umdrehen.

Mein Navi führte mich nun zur Grünstraße, und als nächstes wieder zur Verlängerten Grünstraße. Nun war ich gespannt, ob ich vielleicht wieder in einer Sackgasse landen würde. Diesmal ging es dann nach rechts auf einen Parkplatz. Das Rewe-Schild war zu sehen – allerdings kein Eingang. Ich muss man Lagereingang angekommen sein, und eine Zufahrt zum eigentlichen Parkplatz gab es hier nicht.
Ich war also wieder falsch. Ich drehte wieder um und fuhr zurück auf die Verlängerte Grünstraße. Das Navi wollte nun, dass ich nach links in die Grünstraße biegen sollte. Die fuhr ich nun noch ein Stück, dann ging es nach links auf einen großen Parkplatz.

Ziel erreicht. Im dritten Anlauf. Wieso ich immer erst die falschen Punkte anfahren musste, damit mir das Navi am Ende doch den richtigen Weg zeigte, bleibt wohl ein Rätsel.

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Die Aufnahme startet jetzt!

Samstag, den 12. Februar 2022
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Was technische Dinge angeht, bin ich ja relativ konservativ. Neuerungen finde ich oft nicht so toll, wenn ich sie dann habe oder umgesetzt habe, dann aber bin ich begeistert oder merke zumindest, dass diese Neuerung vieles erleichtert.
So auch im Job. Wenn ich auf Terminen auftauche, habe ich immer noch meinen Stift und mein Schreibbuch dabei. Das funktioniert eigentlich ganz gut, aber gerade bei Interviews, die dann auch genau so im Wortlaut erscheinen sollen, ist das Mitschreiben auf Dauer anstrengend.

Deshalb war das Interview mit der Bundespräsidentinkandidatin Stefanie Gebauer in Kremmen nicht nur inhaltlich spannend, sondern auch besonders, weil ich es erstmals komplett mit dem Handy mitgeschnitten und dafür nicht mitgeschrieben habe.
Natürlich muss man vorher ankündigen, dass man ein Gespräch aufzeichnen will, und das Gegenüber muss dem auch zustimmen.

So legten wir also los. Und das war ganz spannend. Denn in dem Moment, in der die Aufnahme startete, änderte sich sowohl mein als auch ihr Tonfall. Redeten wir bisher noch recht locker miteinander, wurde es nun plötzlich sehr offiziell – ähnlich, wie wenn man das Gespräch mit einer Kamera aufzeichnen will, dann spricht man ja in der Regel auch anders, als wenn man locker plaudert. Weil ich nicht mitschreiben musste, konnte ich mich noch mehr auf das Gesagte konzentrieren. Andererseits hatte ich das Gefühl, dass ich viel schneller meine Fragen abarbeiten konnte (wobei ich in dem Fall keine Fragen aufgeschrieben hatte). Nach gut zwölf Minuten waren wir durch, und ich hatte irgendwie das Gefühl: Das ging ja fix. Andererseits hätte das Mitschreiben ja das Gespräch verlangsamt.

Das Aufschreiben des Interviews ging dann auch erstaunlich fix und einfach. Am Ende ist für mich klar: Bei Interviews, die auch als Interview veröffentlicht werden sollen, ist das Mitschneiden besser als das Mitschreiben. Etwas anderes ist es, wenn aus dem Gespräch ein Bericht, eine Reportage, ein Porträt werden soll – weil man das nicht von vorne bis hinten runterschreibt, sondern sich von verschiedenen Gesprächsmomenten leiten lässt und die Inhalte ganz anders zusammenmontiert.

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