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Rhein in Flammen von Konstanz bis Koblenz

Montag, den 14. August 2017
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SA 12.08.2017 | 20.15 Uhr | SWR-Fernsehen

Mehr als dreieinhalb Stunden übertrug der SWR live vom Event “Rhein in Flammen” in Konstanz und Koblenz. Höhepunkt des Abends sind da natürlich die Feuerwerke über dem Rhein.
Und man könnte ja meinen, dass man sich beim SWR Gedanken darüber macht, wie man denn ein Feuerwerk im Fernsehen übertragen könnte. Denn das ist schwer als man denken könnte.

Wer bei einer Veranstaltung ist, kann beeindruckende Feuerwerke erleben. Wenn es knallt und im Himmel tolle Bilder zu sehen sind, dann sorgt das für Emotionen. Mit unseren Augen erfassen wir, was wir sehen möchten oder wo gerade etwas passiert.
Im Fernsehen müssen das für uns Kamera und Regisseur übernehmen. Leider gelingt es in den allerwenigsten Fällen. Auch am Sonnabend im SWR nicht.

Dort zeigte man am späten Sonnabendabend live das Feuerwerk über dem Rhein in Koblenz. Mal abgesehen davon, dass es es lang war und auch nicht sehr originell, weil zwar schmissige Musik gespielt wurde, das Feuerwerk rhythmisch und punktuell darauf nicht eingegangen ist.
Das Problem im SWR: Eine Kamera stand zu weit weg, da war das Feuerwerk zu klein. Eine weitere irrlichterte mitten im Feuerwerk herum. Es wurde wirr hin- und hergeschwenkt und teilweise waren nur Lichter zu sehen, ohne Zusammenhang. Eine dritte Kamera erfasste das Ganze auch nicht vernünftig.

Es ist nicht das erste Mal, dass der SWR das Event überträgt. So langsam sollte man es mal drauf haben. Aber vielleicht ist es auch schlicht so, dass Feuerwerke eh nur vor Ort wirklich funktionieren.

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Gefragt – Gejagt

Donnerstag, den 13. Juli 2017
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MO 10.07.2017 | 16.15 Uhr | rbb

Es ist immer wieder ein Jammer. Hat eine Sendung viele Zuschauer, dann neigen die Senderverantwortlichen in ihrer verzweifelten Einfallslosigkeit dazu, das Format bis zum Letzten auszuquetschen und immer und immer wieder auf diversen Sendeplätzen zu verheizen.

Am Montagnachmittag begrüßte Alexander Bommes im rbb wieder mal seine Kandidaten im Quiz “Gefragt – Gejagt”. Er machte das auch schon vier Stunden zuvor im rbb. Aber nicht nur dort: Gleichzeitig (!) zur Ausstrahlung im rbb zeigte auch Das Erste eine Folge der Show. Und auch im Ersten war es bereits die zweite Sendung, denn um 11.15 Uhr lief schon mal eine.
Und dann immer noch nicht genug: Der NDR zeigte am Montag ab 22 Uhr gleich zwei Folgen. Im BR-Fernsehen war eine um 14.40 Uhr zu sehen. Das SWR-Fernsehen hatte um 23.30 Uhr eine Folge parat. Im hr-Fernsehen musste man immerhin bis 1.40 Uhr warten. Dafür zeigte das mdr-Fernsehen schon um 8.30 Uhr zwei Folgen am Stück.

Wenn man möchte, dass sich die Zuschauer an einem Format sattsehen soll, dann muss man es so machen wie die ARD: “Gefragt – Gejagt” rauf- und runtersenden.

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Sondersendung zum Tode von Helmut Kohl

Dienstag, den 20. Juni 2017
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FR 16.06.2017 | 20.15 Uhr | Das Erste

Woran denkt man beim Fernsehen, wenn ein wichtiger Politiker gestorben ist? Das Erste hat darauf am Freitagabend eine sehr bemerkenswerte Antwort gefunden. Die “Sondersendung zum Tode von Helmut Kohl” zur besten Sendezeit im Ersten und zeitgleich im SWR-Fernsehen, begann mit der wichtigsten Frage, die anlässlich des Ablebens dieses Mannes zu klären ist: Was ist eigentlich auf der Straße von Kohls Haus in Ludwigshafen-Oggersheim los?

Die Sendung begann tatsächlich mit einer Schalte zu einer Reporterin, die nervös herumhaspelte, dass nach der Todesnachricht in der Straße am Kohl-Privathaus ziemlich viel los ist. Schön, dass wir das mal erfahren haben und die ARD das eine herrlich sinnlose Reporter-Schalte wert war.

Es folgten viele Rückblicke auf Helmut Kohls Leben, viele Interviews mit Wegbegleitern und noch mehr rückblickende Beiträge. Um 21 Uhr war dann eigentlich alles gesagt. Die Sendung war zu Ende und wurde im Südwest-Dritten dann von einem “SWR spezial” abgelöst, in dem noch einmal Rückblicke und Interviews gesendet worden sind. Im Ersten gab es zeitgleich eine rückblickende Doku, in dem noch einmal vieles von dem erzählt worden ist, was gerade schon in der Sondersendung ein Thema war.

Auch wenn es um Kohl ging, und auch wenn er ein wichtiger Mann war: Manchmal ist dann doch weniger mehr. Oder soll ich an dieser Stelle auch noch mal von vorn anfangen?

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Sag die Wahrheit

Sonntag, den 23. April 2017
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FR 21.04.2017 | 18.50 Uhr | Das Erste

Drei Männer behaupten, dass sie Flirtcoach seien. Ist es der mittelalte Herr, der recht seriös aussieht? Ist es der blonde Schnösel? Oder der sympathisch dreinblickende dunkelhaarige junge Mann?
Ein fünfköpiges Rateteam, darunter Smudo, Pierre M. Krause und Kim Fisher, muss nun rausfinden, wer der echte Flirtcoach ist.
Am Ende ist es ausgerechnet der blonde Schnösel, von dem man es am wenigsten erwartet hat.

“Sag die Wahrheit” heißt die kurzweilige Rateshow, die am Freitagabend erstmals im Ersten lief. Das heißt, eigentlich stimmt das nicht. Denn schon 1959 lief die erste Folge von “Sag die Wahrheit” auf diesem Sender, der sich damals noch schlicht “Deutsches Fernsehen” nannte. Von 1971 bis 1986 war Pause, dann gab es eine Neuauflage, die wiederum bis 1995 lief – und seit 2003 hat sie im SWR-Fernsehen ihre Heimat.

Dass die Quoten am Freitag nicht berauschend waren, liegt keineswegs an der Show. Der Sendeplatz um 18.50 Uhr ist vielleicht nicht der Beste. “Sag die Wahrheit” ist simpel, relativ unaufgeregt, und als Zuschauer kann man wunderbar mitraten, weil man seine Menschenkenntnis testen kann. Keine Hochkultur, aber auch keineswegs ein Deppenformat.

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Boomarama 3000

Freitag, den 24. März 2017
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DO 23.03.2017 | 0.20 Uhr (Fr.) | Tele 5

Ein bisschen bitter ist das ja schon: Am sehr späten Donnerstagabend ging es bei Tele 5 um das Scheitern. Und das in einer Sendung, die gerade selbst gescheitert ist: “Boomarama 3000″. Nachdem die erste Folge der neuen Staffel nur 110.000 Zuschauer hatte, ist sie vom Freitagabend auf die Nacht zum Freitag verbannt worden.
Das ist selbst für Tele 5 tatsächlich nicht so doll. Dass aber die Show nach nur einer Folge den Sendeplatz verliert, ist trotzdem seltsam. Wird doch bei Rele 5 gern damit kokettiert, dass man nicht so auf die Quoten schaue. Was dann ja wohl nicht stimmt.

Für Aurel Mertz ist das schade, denn seine wöchentliche Late-Night-Show ist durchaus sehenswert. Seit zwei Jahren macht er nun schon Fernsehen, und man merkt, dass er in dieser Zeit sehr an sich gearbeitet hat. Wenn die Gags mal gut sind, dann bringt er sie auf den Punkt, er ist locker und lustig.
In einem Einspieler sah man ihn gegen die Ringer-Weltmeisterin scheitern – das war kurzweilig.
Zu Gast war Late-Night-Talker Pierre M. Krause, der seit zig Jahren im SWR auf Sendung ist. Mertz und Krause haben gemeinsam, dass sie beide kaum Zuschauer haben. Und auch im Fall von Krause ist es schade, dass er selbst nach mehr als 500 Shows (!) dermaßen unbeachtet ist. Lustigerweise machten sie aber genau darüber auch Gags.

“Boomarama 3000″ ist keine ganz große Kunst, aber gutes, kurzweiliges Fernsehen in der Nische. Hoffentlich gibt Tele 5 Aurel Mertz weiter Zeit, sich zu entwickeln. Oder mal ein größerer Sender…

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Die Pierre M. Krause Show: Pierre M. Krause trifft Harald Schmidt und begleitet ihn ein Stück

Donnerstag, den 16. März 2017
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DI 14.03.2017 | 23.30 Uhr | SWR-Fernsehen

Was macht eigentlich Harald Schmidt?
Er lässt sich von Pierre M. Krause vom Bahnhof unter dem Frankfurter Flughafen zum Gate bringen. Und wir Zuschauer durften am Dienstagabend dabei sein. Der Titel der Sondersendung der “Pierre M. Krause Show” im SWR-Fernsehen war so simpel wie treffend: “Pierre M. Krause trifft Harald Schmidt und begleitet ihn ein Stück”.

Ganz einfache, aber irgendwie auch ganz spannende Unterhaltung am späten Abend. Denn die Sendung bestand tatsächlich nur daraus, dass die beiden sich auf dem Weg von A nach B unterhielten.
Sie wunderten sich über den Dreck am Flughafen. Sie fachsimpelten am Geldautomaten darüber, in welcher Stückelung man die Scheine ziehen kann. Sie verirrten sich auf dem Weg für First Class.

Überhaupt die First Class: Kennt man ja sonst nicht. Durch den SWR sind wir nun schlauer: Scheinbar hat dort jeder Gast seine persönliche Abfertigerin, die ihn persönlich begrüßt, alles erledigt, während der Gast in den Sesseln lümmeln kann – völlig ohne den Pöbel, der draußen überall anstehen muss.
Währenddessen plauderte Harald Schmidt über den “Traumschiff”-Dreh, zu dem er flog. Über seine Katzen, über den Drang, sonst nichts mehr tun zu müssen.

Beide machten sie ihre Witze über Reinhold Beckmann und seine Sendung “#Beckmann”. Man könne doch nun “#Krause” in Serie schicken, und so abwegig ist die Idee vielleicht nicht mal. Denn die 25-minütige Sendung plätscherte zwar gemütlich vor sich hin, aber es war kein langweiliges Plätschern.

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Die Pierre M. Krause Show – SWR3latenight

Mittwoch, den 18. Mai 2016
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DI 17.05.2016 | 23.30 Uhr | SWR-Fernsehen

Eines muss man Pierre M. Krause ja lassen: Er hat einen langen Atem. Seit 2005 moderiert er im SWR-Fernsehen seine eigene Late-Night-Show, ohne dass es besonders aufgefallen wäre – oder ohne dass jemand in der ARD mal gesagt hat, Krause könne seine Show ja mal im Ersten präsentieren.

Seit Harald Schmidt abgetreten ist, gibt es zwar keine tägliche Late Night mehr in Deutschland, aber doch immerhin mehrere wöchentliche. Und dazu gehört “Die Pierre M. Krause Show” im Dritten des SWR. Bald wird die 500. Sendung ausgestrahlt, und Krause hält wacker durch. Dienstagabends um halb zwölf im SWR ist seine Einschaltquote nicht so doll, auch die Wiederholungen zu besseren Sendezeiten auf einsfestival und einsplus bringen kaum Zuschauer.
Das ist schade, ist aber wohl auch ein Problem des ARD-Systems.

Krause wird bald 40, kann also kaum noch zum TV-Nachwuchs gezählt werden. Die Show läuft mehr als zehn Jahre vor sich hin, und doch hat man im Ersten keinen Sendeplatz frei, geschweige denn die Möglichkeit, öfter als einmal pro Woche auf Sendung zu gehen.
Wobei Krause auch ein wenig der Late-Night-Biss fehlt. Der Stand-up am Anfang bietet Schmunzler, aber nicht mehr. Die Einspieler mit Reisen durchs Sendegebiet sind niedlich, aber kaum lustig. Ein bisschen piefig, aber das scheint Absicht zu sein, weil man im SWR-Dritten ja genauso piefig ist. Wirklich abgedrehte Aktionen, von denen Late-Night-Shows leben, sind selten.
Vielleicht ist es diese Nettigkeit, die den Sprung ins Bedeutungsvolle bislang nicht möglich gemacht hat.
Andererseits: Böhmermann hat Biss, ist selten nett, hat bei zdf_neo auch ein wenig mehr Zuschauer – aber so richtig doll läuft’s da ja auch nicht mit den Quoten.
Das Genre hat es leider schwer in Deutschland. Wahre Vertreter dafür zu finden, ist aber noch schwieriger.