RTelenovela

Summt ist immer einen Stau wert

Montag, den 10. August 2015
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Summt hat wirklich schöne Ecken. Besonders entlang der Landesstraße, die durch den Ort führt. Dieser malerische Parkplatz mit den diversen Händlern. Oder die Gaststätte, bei der viele Leute sitzen. Und natürlich der Hofladen mit seinen aktuellen Angeboten.
Ich weiß das, denn ich hatte mal wieder die Gelegenheit, mir Summt ein bisschen genauer anzusehen. Wer am Sonntagnachmittag und -abend durch den Ort fährt, sollte nämlich ein bisschen Zeit mitbringen.

Eigentlich sind ja Ampeln dazu da, den Verkehr zu regeln. Die Ampel aber am Summter Ortsausgang, an der Autobahnauffahrt Mühlenbeck, die ist eher ein Verkehrshindernis. Regelmäßig führt sie zum Stau, der oft durch den ganzen Ort reicht. Kann man so eine Ampel nicht vernünftig einstellen? Oder kann man die nicht einfach mal aus machen, wenn an zwei von drei Seiten kaum verkehr herrscht, dafür es sich an der dritten aber staut?

Motorradfahrer haben es gut, sie rauschen gern mal am kompletten Stau vorbei. Nur ein Berliner Autofahrer hatte irgendwie nicht die richtge Peilung. Kurz vor Stauende an der Ampel drehte er um, kachelte beim Wenden in der Grundstückseinfahrt fast noch einen Radler um, bevor er zurückfuhr. Die paar Minuten hätte er ja nun auch noch warten können…

RTelenovela

Berlin: So nah, und doch so fern

Montag, den 6. Juli 2015
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Sonntagabend, mal schnell nach Berlin ins Kino fahren? Manchmal ist die quasi vor der Tür liegende Hauptstadt ganz schön weit weg.
Am Sonntagabend war Berlins Osten jedenfalls so gut wie unerreichbar, und ich erlebte eine kleine Reise-Odyssee.

Ich wollte von Oranienburg aus über Lehnitz und Summt zur Autobahn. Doch schon vor Summt war Schluss. Stau auf der Landesstraße. Laut Verkehrsfunk reichte er bis Schildow – wie ich zu spät erfahre. Und die komplette A114 nach Berlin rein ist wegen Straßenschäden gesperrt.
Ich drehte um. Mein Plan: Über Zühlsdorf und Basdorf zur B109 und weiter nach Berlin. Doch der Verkehrsfunk machte mir den nächsten Strich durch die Rechnung. Nun hieß es: Auch die B109 ab Schönwalde war dicht. Noch ein Stau. Viele Kilometer. Ähnlich sah es noch weiter östlich auf der B2 aus.

Ich musste meinen Plan, in Prenzlauer Berg ins Kino zu gehen, sausen lassen. Zeitlich nicht zu schaffen. Berlin war von dort aus quasi nicht zu erreichen. Der neue Plan: Berlins Westen, Charlottenburg. Aber wie dort hinkommen? Auch Mühlenbeck erlebte einen Stau, und auf der Autobahn zwischen Birkenwerder und dem Kreuz Oranienburg ebenfalls – noch mehr Straßenschäden.

Ich schlängelte mich also über Schönfließ, Glienicke, Hermsdorf und Wittenau auf die A111 – und irgendwann erreichte ich endlich auch mein Ziel. Wenn auch nicht das ursprüngliche.

ORA aktuell

Marsch der Entschlossenen: Grab am Oranienburger Schloss

Mittwoch, den 24. Juni 2015
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Unbekannte haben vor dem Schloss in Oranienburg eine symbolische Grabstelle errichtet. In der Nacht zum Montag ist Erde aufgeschüttet und bepflanzt worden. Hinzu kamen Kerzenlichter und ein Holzkreuz. Das berichtet die Märkische Allgemeine.

Es handelt sich wohl um die Fortsetzung der Aktion “Marsch der Entschlossenen” vom Wochenende in Berlin. Dort hatten Demonstranten vor dem Reichstag etwa 100 Gräber ausgehoben. Sie wollten damit gegen die Flüchtlingspolitik protestieren.

Der Stadthof entfernte das Grab noch am selben Morgen. Anzeige werde nicht erstattet.
Auch in Summt, unweit von Oranienburg, ist ein solches Symbolgrab entdeckt worden.

RTelenovela

Irgendwann ist Einschulung

Sonntag, den 23. März 2014
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Die Einschulung des eigenen Kindes ist ein sehr wichtiger Termin. Für das Kind, aber natürlich auch für die Eltern und den Rest der Familie. Das muss gefeiert und vor allem jetzt schon vorbereitet werden!

Und so betrat eine Familie ein Lokal in Summt, um für die Einschulungsfeier Tische zu bestellen. Und der Vater war sich sehr sicher: Am 10. August soll es so weit sein. Für diesen Tag brauche man die Tische.
Ich wurde hellhörig, denn zufällig weiß ich, dass die Brandenburger Sommerferien in diesem Jahr später sind als sonst. 10. August? Das kann nicht sein!
Auch der Restaurantbesitzerin ist das aufgefallen, auch sie zweifelte den Termin an. “Da sehen Sie mal, wie schlecht vorbereitet ich bin”, sagte der Vater, und seine Frau meinte: “Da sind wir doch auch noch im Urlaub!”

Man einigte sich schließlich auf den 30. August. Der Termin steht im Vorbestellungsbuch, und die Familie soll Bescheid geben, ob das in Ordnung ist.
Ich habe gerade noch mal nachgesehen: Wenn ich nicht ganz falsch liege, ist die Einschulung in Brandenburg dieses Jahr am 23. August. Aber das werden alle Beteiligten in Summt sicher auch noch rechtzeitig mitbekommen.

RTelenovela

Raus aus der Stadt und rein in die Pilze

Samstag, den 5. Oktober 2013
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Jetzt kommen sie wieder. In der großen Stadt gibt es nicht so viele Wälder, aber viele Pilzfans. Und deshalb kommen die Stadtleute raus aufs Land, fahren mit Tempo 65 über die Landstraße und finden die Natur einfach nur schön. Und dann bremsen sie, steuern ihren Wagen ganz umweltfreundlich in den Waldweg und parken vor der Sperre.

Wer in diesen Tagen – und das Wetter war ja noch mal so richtig schön – beispielsweise auf der Strecke von Lehnitz nach Summt unterwegs ist, wird sie scharenweise beobachten können. Der Waldrand steht voller Autos, überall sind die Sammlergruppen zu sehen, die sich ihre Nahrung aus den Wäldern von Briese holen. Plizesammeln ist zum Volkssport geworden.
In Summt selbst steht der Straßenrand voller Autos, oder auch gern mal auf der Straße selbst, so dass es im Dorf zu Staus kommt.

Mit Dörfern kennen sich Großstädter allerdings nicht so aus. Die Leute mit OHV-Kennzeichen verhöhnen sie gern als “Ohne Hirn und Verstand”, aber genauso sind sie außerhalb ihrer Stadt auch gern mal unterwegs. Einfach mal am Straßenrand halten, blinken ist dabei nicht nötig. Und wenn man merkt, dass es doof ist, dort zu parken, einfach wieder losfahren, auch wieder ohne zu blinken und auf den Verkehr zu achten, der schon überholen wollte.

Aber auch die Pilzzeit geht ja bald vorbei, und die Städter kennen sicherlich viele Geschichten, wie beschissen die Provinzler Autofahren…

RTZapper

ZAPPER VOR ORT: Angela Merkel in Oranienburg

Sonntag, den 8. September 2013
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SA 07.09.2013 | Oranienburg, Schlossplatz

Wenn Angela Merkel nach Hause in die Uckermark fährt, dann droht ihr am Autobahndreieck Schwaneback oft ein Stau. Aber Frau Merkel kennt sich ja aus. Dann nimmt sie doch lieber die Strecke über das Dreieck Oranienburg, denn das ist ja schon ganz gut ausgebaut. Oder sie fährt über Summt, das geht auch.
Und Oranienburg kennt Angela Merkel sowieso ganz gut. Immer wenn sie mit dem Zug aus Leipzig kam, musste sie in Oranienburg aussteigen und auf den Zug nach Templin warten.

Hach, und da sage noch einer, die Angie ist nicht menschlich und kennt sich nicht aus im Leben.
Es waren in der Tat diese kleinen Anekdoten, die die interessantesten Momente am Sonnabendmittag auf dem Oranienburger Schlossplatz waren. Bundeskanzlerin Angela Merkel reiste von St. Petersburg nach Hause, guckte ein bisschen Fußball und kam dann mit dem Hubschrauber nach Oranienburg geflogen. Schließlich braucht die CDU in Oberhavel durchaus noch Unterstützung. Es ist knapp zwischen dem Direktkandidaten Uwe Feiler (CDU) und Angelika Krüger-Leißner (SPD).

Schon bevor Merkel in Oranienburg landet, halten die CDU-Anhänger die orangenen Angie-Schilder hoch. Auch einige Kinder wedeln damit herum, vermutlich wählen die aber noch gar nicht CDU. Eine Frau stülpt ihre Lippen gerade über das orangene CDU-Stieleis, um dann anmerken, wie lecker es doch ist. Dummerweise bricht es auseinander, und das Teil landet im Dreck. Kurz überlegt die Frau, ob sie es aufhebt, aber sie entscheidet sich dagegen.

Als Angie dann erscheint, beginnt mit großen Trara ihre Auftrittsmusik. Frau Merkel braucht lange, bis sie endlich auf der Bühne ist, sie nimmt noch das Bad in der CDU-Menge, schüttelt Hände, lächelt und lässt sich fotografieren.
Und dann ist sie da, die Kanzlerin, in Oranienburg. Es folgen die schon beschrieben Anekdoten, die auch zeigen, dass sie mit Oberhavel durchaus einiges verbindet. Schon allen, weil das Gästehaus der Bundesregierung in Meseberg steht – nur eine gute halbe Stunde Autofahrt von der Kreisstadt aus.

Es spricht erst der Landesvorsitzende der CDU, den allerdings kaum jemand kennt und kennenlernen will. Alle wollen Angie hören und nicht den… wie hieß er noch gleich? Es laufe gut in Brandenburg, sagt der CDU-Mann, und das trotz rot-roter Regierung in Potsdam. Eine bemerkenswerte Aussage, die er später auch indirekt zurücknimmt, als er sagt, Rot-rot könne es nicht, und es werde Zeit, dass die CDU in Brandenburg wieder ans Ruder kommt. Aha.
Und dann Angela. Mutti. Erzählt noch ein bisschen vom G-20-Gipfel. Von Steuern. Wirtschaft. Arbeitsplätzen. Bla. Kennen wir alles schon.
Sie erzählt nicht: von der Oranienburger Bombenproblematik, von der auch der Bund betroffen ist. Über die Probleme mit der B96 sagt sie, das Problem kenne sie auch von Rügen, und jetzt sei Rügen erst mal dran. Gut zu wissen.

Die Rede, die Angela Merkel hält, ist nicht weiter erwähnenswert, es ist sowieso immer dieselbe während des Wahlkampfs. Am Ende winkt sie noch mal in die Menge und bekommt von CDU-Oberhavel-Chef Frank Bommert eine Hedwig-Bollhagen-Vase – laut Bommert aus Bötzow, aber in Wirklichkeit aus Marwitz.
Dann steigt Merkel in das Auto, das sie zurück zum Hubschrauber bringt – die Oranienburger winken ihr nach.

Wie viele der Besucher am 22. September wirklich die CDU wählen werden, ist ungewiss. Am Rande des Platzes verteilte ein Vertreter der Linken einen CDU-Flyer mit den “Verdiensten” Merkels. Liest sich irgendwie nicht so gut, aber Merkel können wir ja nicht mehr drauf ansprechen, die ist ja schon weg.

aRTikel

Nachschlag: Speisekarte mit Schleifchen

Mittwoch, den 3. April 2013
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Zwischenstopp an der Landesstraße: Im „Summter Storch“ kommt Falscher Hase auf den Tisch

MAZ Oranienburg, 3.4.2013

Ob Spitzenrestaurant, Café, Kneipe, Imbiss oder Ausflugslokal – Mitarbeiter der MAZ sind als anonyme Tester unterwegs.

SUMMT
Falscher Hase zu Ostern – irgendwie ist das ja schon ein bisschen fies. Wir haben es trotzdem ausprobiert. Der „Summter Storch“ im Mühlenbecker Ortsteil bietet aber nicht nur den Falschen Hasen auf der Speisekarte. Auch Zander oder Gulasch kann sich der hungrige Gast bestellen.

Der „Summter Storch“ liegt direkt an der Landesstraße, die durch den Ort führt. Ein Parkplatz ist nicht direkt ausgeschildert, aber schräg gegenüber sind großzügige Parkmöglichkeiten vorhanden. Der kleine Raum ist durch die großen Fensterfronten sehr hell und freundlich. Hinten gibt es noch einen riesigen Saal, der auch für Feiern angemietet werden kann.
Die Speisekarte kommt zusammengerollt mit Schleifchen an den Tisch. Welche Getränke es im Haus gibt, wird leider nicht verraten. Aber da kann man ja nachfragen – was die Gäste dann auch immer wieder tun.

Wir bestellen eine Tomatensuppe, sie schmeckt fruchtig und würzig. Zum Hauptgang muss der Falsche Hase dran glauben. Das Hacksteak wird mit Kartoffeln und Mischgemüse garniert. An der Soße spart der Storch ein bisschen, das Hacksteak selbst schien ein wenig zerkocht. Lecker war’s trotzdem. Ein bisschen gewundert haben wir uns, dass die Kinderportion mit Kartoffelbrei am Nachbartisch sehr viel üppiger ausfiel als die Erwachsenenvariante.
Zum Zander gab’s Dillkartoffeln und dazu ein kleines Schälchen mit Gurkensalat: ein Hauch von Frühling, auch wenn es draußen vor dem Fenster gerade mal wieder schneite. Trotz ganz kleiner Mäkeleien sind die Speisen doch sehr lecker gewesen.

Das Essen in dem Summter Lokal wird vom Personal recht zügig zum Tisch gebracht – die Vorspeise kam allerdings vor den Getränken, was dann doch ein bisschen ungünstig war. Überhaupt wirkt das Personal ein wenig unkoordiniert. Da sortiert die junge Frau die Tische nebenan, ignoriert aber die Gäste. Beim Rausgehen wird der freundliche Gruß „Auf Wiedersehen!“ schlicht überhört, weil gleich mehrere Leute damit beschäftigt waren, die nachfolgenden Kunden zu begrüßen. Das wird nächstes Mal besser!

Restaurant „Summter Storch“, Liebenwalder Straße 64, Summt, dienstags bis sonntags 12 bis 21 Uhr.