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Ein Stück Ostsee rückt nach Schwante vor

Mittwoch, den 5. Juni 2013
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Spätestens ab Donnerstag gibt es ein bisschen Ostsee in Schwante. Keine Sorge, das hat mit Hochwasser oder dem Klimawandel nichts zu tun. Christian Schulz, der Betreiber des Schwanter Schlosses, lässt in diesen Tagen zehn Sattelschlepper mit Sand vom Ostseestrand herfahren, außerdem kommt noch ein Lkw voller Palmen.
Am Sonnabend, zur Landpartie, öffnet dann am Schwanter See der „Oststrand“. Schließlich solle der wiedergeschaffene See auch zum Baden genutzt werden, erzählte mir Christian Schulz am Dienstag. Recht hat er!

Und so ein bisschen Ostsee- und Urlaubsfeeling kann da nicht schaden, zumal wir in unserer Region nur ein paar „weiße Strände“ haben.
Als Kind war ich oft am Weißen Strand in Oranienburg-Süd – bis er kurz nach der Wende gesperrt wurde, weil das Wasser des oder-Havel-Kanals zu dreckig zum Baden war. Wir wichen dann nach Lehnitz aus, auch dort gab und gibt es einen Weißen Strand. Hin und wieder ging’s an den Veltener Bernsteinsee oder ganz selten an den Grabowsee nach Friedrichsthal. Den Weißen Strand in Stolzenhagen habe ich erst vor einigen Jahren entdeckt – in den 80ern und 90ern fuhren wir immer nur zur Grasbadestelle.

Nun also auch Schwante. Jetzt braucht ja nur noch das Wetter mitzuspielen. Aber jetzt soll der Sommer ja kommen.

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Im Winterwunderland (15): Schneepflug-Eskorte

Montag, den 10. Dezember 2012
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(14) -> 14.2.2012

Wintereinbruch! Jetzt aber richtig. Das Winterwunderland ist wieder eröffnet.
Die B273 war am Nachmittag noch nicht geräumt. Und eigentlich war das fast besser so. Auf dem Schnee ist’s in der Regel noch nicht so glatt, als wenn die Strecke schon geräumt wäre. So bildeten sich Spurrinnen. Überholen unmöglich.
Fand ich zumindest. Kurz hinter Schmachtenhagen-Ost lieferten sich zwei Berliner Autos dennoch ein spannendes Überholduell. Ich hielt mich dezent auf Abstand, falls einer von beiden ins Schleudern geraten wäre, hätte ich noch bremsen können.

Im Barnim war der Räumdienst schon weiter. Ab Stolzenhagen war die B273 bereits geräumt. Angenehmer zu fahren war die Strecke deshalb jedoch nicht.
Auf der A11 reihte sich ab Bernau vor mir der Schneepflug in den Verkehr. Hinter ihm bildete sich eine lange Schlange. Das Fahrzeug räumte die linke Spur, das gut 150 Meter dahinter fahrende die rechte.
So kam es, dass ich auf der Autobahn mit Schneepflug-Eskorte unterwegs war. Ein sehr erhebendes Gefühl…

Halb Schwanebeck schien am Nachmittag auf den Beinen gewesen zu sein, um die zugeschneiten Gehwege zu räumen. Da gab es den alten Herrn, der mit seiner Schneefräse unterwegs war. Die junge Frau, die das weiße Zeug mit einem Spaten wegschippte. Alle möglichen Schneeräumarten waren in dem Panketal-Ortsteil zu beobachten. Es wird nicht das letzte Mal gewesen sein – bis zum Abend kam noch ordentlich was runter…

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Radtour (22): Verflucht!

Donnerstag, den 4. Oktober 2012
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(21) -> 24.9.2012

Es war die längste Radtour seit 21 Jahren – und der Unterschied zu damals ist, dass Hin- und Rücktour innerhalb von vier Stunden geschahen. 1991 lagen ein langer Tag am Liebnitzsee dazwischen.
Und ich muss zugeben: Zwischendurch habe ich diese Radtour verflucht, verflucht, verflucht.

Für einen 3. Oktober war das Wetter mal wieder herrlich. Knappe 20 Grad, dazu Sonne, was will man mehr? Entlang des Lehnitzsees ging es bis zur Brücke an der Lehnitzschleuse. Ich verließ Oranienburg Richtung Schmachtenhagen.
Im Dorf ist schon einige Wochen die Bundesstraße gesperrt. Für die Bewohner müssen die Zeiten, in denen die Bagger ruhen, himmlisch sein. Das eine oder andere Auto rollt dennoch durch die Baustelle – die Sperrschilder scheinen die Fahrer nicht zu interessieren…

Zwischen Schmachtenhagen und Zehlendorf gibt es seit diesem Jahr einen neuen Radweg. Er führt entlang der Straße von Dorf zu Dorf – glatt und fast eben. Da kann man richtig schön Gas geben.
In Zehlendorf jedoch endet das Radlerparadies, ab dort geht es nur noch auf den Straßen vorwärts.

Zwischenstopp am Zehlendorfer Bahnhof. Ganz verlassen liegt er da, die Sträucher wachsen in die Höhe. Schon seit Jahren fährt dort kein Zug mehr – und es ist wohl auch nicht mehr damit zu rechnen, dass dort jemals wieder einer fährt.

Woran merkt man auf einer Landstraße, dass man den Landkreis wechselt? Auf Zehlendorfer Seite ist die Straße in einem Top-Zustand – Oberhavel. Auf Stolzenhagener Seite ist die Strecke für Radler ein Graus – Barnim. Die Straße ist uneben, die Ränder abgebrochen.
Von Schmachtenhagen bis Wandlitz fahren wir volle Fahrt voraus. Ich fahre am Limit – mehr Tempo bekomme ich mit meiner Gangschaltung nicht rauf. Deshalb kommt der nächste Zwischenstopp in Wandlitz ganz recht.
Ich gehe mit den Füßen in den Wandlitzsee. Das Wasser ist schön recht kühl geworden.

Im Gegensatz zum Zehlendorfer ist der Wandlitzer Bahnhof noch nicht verwaist. Im Gebäude selbst sind diverse Läden, und Züge fahren dort auch noch.
Von da an ging’s zwar nicht bergab – aber zurück. Die Pause in einem Café war zwar erholsam, aber danach begann der beschwerliche Teil der Tour.
Ich wusste: Von Wandlitz nach Hause sind es gute 30 Autominuten. Und mit dem Rad? Ich wusste: Fahre ich auf der B273 Richtung Oranienburg, gibt es erst hinter Wensickendorf einen Radweg. Die Anbindung zwischen Barnim und Oberhavel ist für Radler eine Katastrophe.
Extrem frustriert radelte ich durch den alten Wandlitzer Ortskern.
Sollte ich eher über Zühlsdorf fahren? Da ist weniger Verkehr, aber die Strecke ist noch länger, und einen Radweg gibt auf der Strecke überhaupt keinen.
Ich entschied mich dennoch für die Strecke über Zühlsdorf.

Im Zühlsdorfer Seefeld kreuzt die Heidekrautbahn die Straße. Am Bahnübergang stoppte ich.
Ich hatte keine Lust mehr. Und der Weg nach Hause war noch so lang.
An den Gleisen stand ein Pärchen mit ihren Rädern, die Frau sah mich an, als ob sie mich kennen würde, irgendwas sagte sie, aber ich hatte nur noch ein Ziel vor Augen: nach Hause!
In Zühlsdorf traf ich auf einen Fahrrad-Wegweiser, der mich in Richtung Oranienburg auf einen unbefestigten Weg wies. Wieder mal ein Stück Oberhavel, das mir völlig unbekannt war. Dass Zühlsdorf einen Campingplatz hat, wusste ich nicht. Auch nicht, dass sich direkt dahinter eine alte Mühle befindet, in der heute aber offenbar Privatleute wohnen.

Ich fuhr immer geradeaus. Durch den Wald. Über die Landstraße zwischen Wensickendorf und Zühlslake hinweg. Wieder durch den Wald.
Offenbar habe ich noch immer nich das Radfahrerdenken. Wenn man überlegt, wie man von A nach B kommt, denkt man immer nur an die Wege, die man als Autofahrer denkt. Ich hatte mich innerlich schon auf die lange Strecke von Zühlsdorf über Zühlslake nach Lehnitz eingestellt. Nun holperte ich über schmale und sehr einsame Waldwege – ohne zu wissen, wo ich denn nun wirklich ankommen würde.

Plötzlich tauchte ein Tempo-30-Zone-Schild auf. Bewohntes Gebiet! Aber welcher Ort könnte das sein? Lehnitz? Schmachtenhagen?
Ich radelte durch eine Waldrandsiedlung mit lauschigen Grundstücken und netten Häusern. Am Ende kam noch ein kleiner Hügel, und schon war der Ort wieder zu Ende. Als ich auf freiem Wald war und rechts den Zehlendorfer Funkturm sah, war klar: Das war Schmachtenhagen-Ost. Ich würde also irgendwo in Schmachtenhagen ankommen.
Der Weg endete an der Kreuzung zur B273, wo am Steinpilzweg die Baustelle und die Absperrung ist. Da, wo ich vor etwas mehr als drei Stunden schon mal war. So war zwar nicht der Plan, und ich bin damit einen seltsamen Umweg gefahren – aber wenigstens war es dann noch noch ein bisschen spannend, ruhig und vor allem neu.

Mit müden Knochen kam ich in Oranienburg an. Mein Bedarf an einer Radtour ist vorerst gedeckt. Puh.

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Neu bei RTL II: Kindertausch

Sonntag, den 19. August 2012
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Wahrscheinlich ist es noch ein großes Geheimnis, aber RTL II plant wohl eine neue Dokusoap: “Kindertausch”. Das Konzept ist simpel und von ähnlichen Shows bekannt: Kinder tauschen die Familien und dann: Schaun ma mal.
Auf der Badewiese ist Stolzenhagen ist die neue Serie am Sonnabend schon mal ausprobiert worden.

Da war auf der einen Seite eine Familie. Eine etwas stabilere Mama, eine etwas stabilere Tochter. Dazu zwei Kinder mit dunkler Hautfarbe. Alle waren gut drauf.
Da war auf der anderen Seite eine weitere Familie. Ein Mann und eine Frau mit dunkler Hautfarbe. Um sie herum tollten zwei Kinder mit heller Haut.

Wir haben sie die ganze Zeit gesucht: die versteckte Kamera. Entweder handelte es sich wirklich um den “Kindertausch” von RTL II oder “Verstehen Sie Spaß?” mit Guido Cantz. Aber das Fernsehen ließ sich nicht blicken. Vielleicht haben wir das Ganze ja auch nur fehlinterpretiert…

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Im Winterwunderland (14): Auf dem Rahmer See

Dienstag, den 14. Februar 2012
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(13) -> 8.2.2012

Im Landkreis Oberhavel sind zwar keine Flüsse und Seen zum Betreten freigegeben, aber das muss ja nichts heißen. Die Leute machen sich trotzdem den Spaß, auf dem zugefrorenen Wasser zu laufen.
Auf den Seen ist das meistens auch kein Problem, auf der Havel in Oranienburg ist das eher schwieriger. Denn durch die Eisbrecher, die anfangs noch unterwegs waren, ist die Mitte der Eisflüsse oft sehr uneben.

Herrlich ist es zum Beispiel auf dem Rahmer See zwischen Wensickendorf, Zühlsdorf, Stolzenhagen und Wandlitz. Natürlich ist der See auch komplett zugefroren. Eine leichte Schneeschicht befindet sich darauf.
Von der Wensickendorfer Badestelle aus machten wir uns am Sonntagnachmittag auf den Weg. Ein kühler Wind wehte uns um die Nase und die Hosenbeine.
Ein paar Familien mit ihren Kindern liefen Schlittschuh, Väter zogen ihre Kinder mit dem Schlitten.
Und wer auf dem See den Schriftzug “2012″ findet darf sich freuen – der ist nämlich von mir.

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Vor 20 Jahren (45): Ausgekugelt

Dienstag, den 3. August 2010
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(44) -> 2.8.2010

Freitag, 3. August 1990.
Wieder mal Stolzenhagen. Wieder mal ein Ausflug zum See. Es war ein heißer Sommer in diesem Jahr.
An diesem Freitag war ich mit unseren Nachbarn am Wiesenstrand. Wir schwammen wieder bis zur Mitte des Sees – oder sogar bis zur anderen Seite?

Am Ende kam es jedoch zu einem Zwischenfall. A., der Freund von Nachbarstochter C., kugelte sich in dem Moment, wo er den See verlassen wollte, den Arm aus. Schmerz!
So stand er dann am Ufer, bis zu den Knien im Wasser – und ich sollte seinen Arm halten. Den ausgekugelten. Weil seine Freundin noch schnell etwas von ihrem Handtuch holen musste.

So standen wir also da. Und mir wurde schlecht. Schon der Gedanke daran, dass sein Arm nicht mehr an den Gelenken festsitzt und ich ihn nun halten muss, ließ mich die Sterne sehen. Mir wurde übel. Kurz bevor ich in eine Ohnmacht abgleiten konnte, befreite mich C. von der Arm-festhalt-Aufgabe. Und ich musste mich erst mal erholen, während nebenan der Arm repariert wurde.

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Vor 20 Jahren (44): Der Überfall

Montag, den 2. August 2010
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(43) -> 24.7.2010

Donnerstag, 2. August 1990.
Eigentlich war es ein ganz normaler Sommerferientag. Das Wetter war schön, ich fuhr mit meinen Eltern zum Baden an den Stolzenhagener See. Einmal bis in die Mitte des Sees und zurück.
Im Fernsehen liefen die Trickserien “Alf – Erinnerungen an Melmac” (ein Trick-Ableger der “Alf”-Serie) und “Perrine”. Am Abend die sogenannte Crazyshow “Kaum zu glauben” mit Pit Weyrich sowie “Die Wicherts von nebenan”. Und doch war es kein normaler Tag.

In der Golfregion brodelte es. An diesem 2. August 1990 überfiel der Irak den Iran. Wackelige Bilder von CNN auf allen Kanälen. Am Abend liefen diverse Sondersenungen.
Schon einmal war Krieg im Irak und Iran, und auch diesmal war klar, dass es kritisch werden würde. Dass uns das alles aber noch Monate beschäftigen würde, ahnten wir zu dem Zeitpunkt noch nicht.