KeineWochenShow

#245 – Bloß nicht warnen!

Sonntag, den 12. September 2021
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Eigentlich hätte am Donnerstag der Warntag 2021 stattgefunden. Aber irgendwas muss da wieder schiefgelaufen sein. Dabei haben wir uns so darauf gefreut…
Der Wahlkampf dagegen findet statt, und besonders der CDU und Armin Laschet weht ein erstaunlicher harter Wind entgegen.

Wir sprechen aber auch über eine Erntekönigin, die pünktlich zu ihrem großen Event, dem Erntefest, das Coronavirus bekommen hat. Außerdem geht es um die Sperrung einer Autobahn, die es echt nötig hatte. Also, total. Und Bilder vom Festival of Lights in Berlin haben wir auch. Das und mehr in KeineWochenShow #245 auf Youtube.

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RTelenovela

Holperstrecke A111 – endlich gesperrt!

Freitag, den 10. September 2021
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Gut, dass die da endlich mal was machen, denn ich hatte bei meinen Fahrten über diese vollkommen desolate Straße schon echt Angst um mein Auto.
Du weißt natürlich schon, um welche Katastrophenpiste es geht. Natürlich um die A111 zwischen Stolpe und Berlin-Heiligensee.
Schlimm war das! Aus Angst um mein Auto bin ich statt 160 km/h lieber nur 155 km/h gefahren. Du weißt schon, wegen der Stoßdämpfer und so.

Aber jetzt mal im Ernst: Es ist ja richtig, dass Straßen in Ordnung gehalten werden sollen. Aber dass gerade jetzt die A111 in Richtung Berlin vollgesperrt wird, weil da wohl ein paar Risse auf der Fahrbahn sind, das ist blanker Hohn. Die Strecke zwischen Hohen Neuendorf und Stolpe ist dicht, im Norden Berlins ist die B 96 eine Baustelle, die Autobahnauffahrt in Birkenwerder ist auch teilweise nicht befahrbar.
Können sich die Verantwortlichen echt nicht mal absprechen? Ist es wirklich nicht möglich, sich abzustimmen? Echt ärgerlich.

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RTelenovela

Stolpe

Donnerstag, den 8. April 2021
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Eigentlich dachte ich, so ziemlich jeden Winkel im Süden meines Heimat-Landkreises zumindest schon mal gesehen zu haben. Doch da sollte ich mich getäuscht haben.
Durch den Hohen Neuendorfer Ortsteil Stolpe fährt man normalerweise nur durch. Die Landesstraße verbindet dort Hennigsdorf, die A111 und Hohen Neuendorf. Durch Stolpe ist man da recht schnell durch. Es gibt eine Ampelkreuzung, von der links und rechts eine Straße abgeht, dann ist man auch schon wieder raus.
Und scheinbar bin ich in Stolpe entweder schon ewig nicht mehr oder noch nie abgebogen.

Es gibt einen alten und einen neuen Teil von Stolpe. Der alte Teil besteht aus einer Kopfsteinpflasterstraße, rechts und links stehen alte Häuser. Es gibt Gaststätten, einen Spielplatz, ein Bürgerhaus. Ein typisches Ein-Straßen-Dorf, auch wenn ein weitere Abzweigungen gibt.
Völlig im Kontrast dazu die andere Seite von Stolpe. Fährt man über die Landesstraße gelangt man auf die Neue Dorfstraße. Und was man da zu sehen bekommt, ist beeindruckend. Denn das scheint die Villen-Gegend zu sein. Riesige Häuser in Reih und Glied. Einige sind vermutlich Mehrfamilienhäuser, dennoch sieht hier alles relativ protzig aus. Ganz am Ende ist ein Golfplatz, was natürlich auch dazu passt.

Stolpe sind eigentlich zwei Dörfer, die auf den ersten Blick überhaupt nicht zueinander passen. Auf den zweiten vermutlich auch nicht.

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KeineWochenShow

#149 – 30 Jahre grenzenlos

Sonntag, den 10. November 2019
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30 Jahre Mauerfall: Ein besonderes Jubiläum erfordert eine besondere Sendung.
Am 10. November 1989 reiste ich zum ersten Mal nach West-Berlin – nur gut 16 Stunden nach dem Mauerfall. Genau 30 Jahre später gibt es das KeineWochenShow-Special “30 Jahre grenzenlos”.

Wir besuchen mehrere Orte, die bedeutend sind für den Mauerfall. Wir sind auf dem Rasthof Stolper Heide an der heutigen A111. Dort befand sich der Grenzübergang zwischen Stolpe und Heiligensee in Berlin. Dort reisten wir damals ein. Davon ist dort heute kaum noch was zu sehen.
Dann sind wir an der B96, an der Grenze zwischen Hohen Neuendorf und Berlin-Frohnau. Dort war kein Grenzübergang, aber dort stand die Mauer genau auf der Straße.
Wir sind im Regierungsviertel, die Grenze verlief direkt hinter dem Reichstag.
Und wir sind am Brandenburger Tor in Berlin – dem Symbol für die deutsche Teilung und für die Vereinigung Berlins.

“30 Jahre grenzenlos – Ein KeineWochenShow Special” gibt es auf Youtube.

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RTelenovela

Ein Ort der Geschichte ist heute ein Parkplatz

Montag, den 4. November 2019
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Der Rasthof Stolper Heide gehört jetzt nicht so zwingend zu den großen Sehenswürdigkeiten in der Region. Man erreicht ihn auf der A111 zwischen Hennigsdorf und der Berliner Stadtgrenze. Dort gibt es eine Tankstelle, dort steht ein nicht sehr hübscher Hotelklotz, gegenüber sind die Bauten des Landesbetriebes Straßenwesen, und einen großen Parkplatz gibt es auch.

Neulich standen wir auf diesem Parkplatz und sahen uns um. Es ist 30 Jahre her, dass ich schon mal dort war, am 10. November 1989. Damals war dieser Rasthof noch ein Grenzübergang. Wir fuhren mit unserem Lada von Oranienburg aus auf die Autobahn, um dort nach West-Berlin zu gelangen. Ich war elf und sehr aufgeregt. Denn in den Westen zu fahren, das ging vorher nicht, und auch, wenn ich erst elf war, habe ich sehr genau mitbekommen, was in dieser politisch aufregenden Zeit passiert ist.

Heute erinnert in Stolpe scheinbar nichts mehr an diesen Grenzübergang, an den Ort, wo wir damals diese Ausweise zeigen mussten und dann weiterfuhren. Zumindest haben wir keine Gedenktafel oder etwas Ähnliches gefunden. Nur direkt an der Grenze zu Berlin gibt es – aber auch nur stadtauswärts – eine Erinnerungstafel. Bisschen wenig, finde ich.

-> Eintrag vom 10.11.1989
-> Eintrag vom 22.11.1989
-> Eintrag vom 10.11.2009

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aRTikel

1993: Hennigsdorfer boykottieren Unterricht

Freitag, den 30. August 2013
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Juli 1993 -> 27.7.2013

Vor 20 Jahren: Beliebte Lehrerin soll Diesterwegschule verlassen / Weiße Stadt an Kesting verkauft / Polizeieinsatz in Stolpe

MAZ Oranienburg, 30.8.2013

Was passierte vor 20 Jahren im damaligen Kreis Oranienburg? Diesmal der Juli und August 1993.

OBERHAVEL
In der Gemeinde Schwante herrscht Klarheit: Das Schloss soll nicht verkauft, sondern nur verpachtet werden. Konsul Ronald Bauermeister ist enttäuscht, er wollte das Grundstück kaufen, das Schloss sanieren und es zur „kulinarischen Residenz“ ausbauen. Ob der Honorarkonsul seine Pläne trotzdem umsetzt, lässt er noch offen.

In Hennigsdorf entsteht am 22. Juli 1993 ein Menschenauflauf. Eine nackte Frau ist auf der Straße unterwegs. Die Polizei kommt vorsorglich mit einer Decke vorbei. Die Frau kann sich aus naheliegenden Gründen nicht ausweisen. Es handelt sich um eine 35-Jährige in psychischer Behandlung.

Ein Unfall auf der Rollbahn des russischen Militärflugplatzes in Oranienburg fordert acht Schwerverletzte. Militärangehörige nutzten die Betonpiste für Testfahrten mit neuerworbenen Autos. Dabei stießen zwei vollbesetzte Wagen frontal zusammen und wurden dabei total zerstört.

Die Oranienburger Stadtverordneten protestieren gegen den Verkauf der Weißen Stadt. Die Firma Kesting habe das gesamte Gelände gekauft, so heißt es. Die Vertreter von CDU und FDP kritisieren, dass die Weiße Stadt mit 31.450 Quadratmetern für nur eine Mark verschleudert worden sei. Firmenchef Klaus Kesting merkt jedoch an, dass dazu Sozialbindung, Abrisskosten und Altlastensanierung gehören, die er bezahlen müsse.
Unterdessen verhandeln die Liebenwalder mit Klaus Kesting über einen Verkauf des ehemaligen Krankenhausgeländes. Die Stadt verspricht sich davon Geld für einen Schulerweiterungsbau.

Landrat Karl-Heinz Schröter will offenbar auf eine Kandidatur als Landrat für den künftigen Kreis Oberhavel verzichten. Die Doppelfunktion als Landrat und Bundestagabgeordneter sei kräftemäßig nur für eine Wahlperiode zu schaffen. Auch gibt er zu, gern mal in den Regierungsbänken sitzen zu wollen. Allerdings lässt sich Schröter am 3. August 1993 noch ein Landratshintertürchen offen. „Bislang“ wolle er verzichten.

Einen Tag später hat Christa Balke, die Bürgermeisterin von Hammer, Tränen in den Augen. Helfer räumen die Grundschule aus. Aus Mangel an Kindern ist sie geschlossen worden, die Verbliebenen müssen nach Liebenwalde oder Neuholland.

An der neuen Bötzower Turnhalle ist am 6. August 1993 Richtfest. Zurzeit haben die Kinder keine Möglichkeit, Sport zu treiben.

Ist das geplante Atrium-Einkaufszentrum gegenüber des Oranienburger Schlosses nur ein Windei? Die Mitglieder des städtischen Bauausschusses sind „arg befremdet“, dass immer noch kein Bauantrag dafür vorliegt.

Aus dem Wutzsee in Hammer wird ein Netz mit toten, vor sich hinfaulenden Fischen geholt. Zuvor hatte sich im Wasser bereits ein Fettfilm gebildet. Die Beseitigung durch einen Prendener Fischer zog sich eine gute Woche hin.

Mit einem Warnstreik boykottieren 256 Schüler der Hennigsdorfer Diesterwegschule am 11. August 1993 den Unterricht. Grund: Das Schulamt will eine beliebte Lehrerin an die Kremmener Gesamtschule versetzen. Erst wenige Tage zuvor hatte die Lehrerin erfahren, dass sie nach Kremmen wechseln muss.

Auf dem Dorffest in Stolpe kommt es zu einem massiven Polizeieinsatz. Aus einem Zoff am Bierzelt wird eine ganz große Sache. Etwa 20 Beamte in Vollausrüstung umstellen den Platz, die Gäste werden aufgefordert, das Areal zu räumen. Die Stolper sehen das als unverhältnismäßig an und weigern sich, worauf die Polizei das Gelände gewaltsam räumen lässt. Im Nachhinein gibt es heftige Kritik an den Einsatzkräften, die nicht das Gespräch mit den Menschen gesucht, stattdessen provoziert haben sollen.

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RTelenovela

Gib Gummi!

Mittwoch, den 16. Januar 2013
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Wenn es im Auto plötzlich nach Gummi riecht, ist was faul. Sind’s die Reifen? Ist was am Motor? Brennt’s draußen?
Blöd nur, wenn es draußen dunkel ist, und man erst mal nichts sieht.
Des Rätsels Lösung ließ aber nicht lange auf sich warten. Vor uns, auf der A111 zwischen Stolpe und Hennigsdorf, fuhr ein Sattelschlepper, und der müffelte ordentlich nach Gummi. Nicht nur das: Er dampfte oder qualmte. Unter dem Laster lag heller Rauch. Vermutlich wird seine Reise recht schnell ein Ende gehabt haben, aber ich will mal hoffen, dass die Geschichte gut ausging.

Aber offenbar nehmen es Lkw-Fahrer mit ihren Reifen nicht so genau. Erst am Sonntagvormittag wurde auf der A10 zwischen Oberkrämer und dem Dreieck Havelland ein Sattelschlepper gestoppt. Bei dem voll beladenen Anhänger fehlte einer von sechs Reifen. Reifenwechsel? Der war nicht geplant, schließlich musste der Fahrer doch die Schweden-Fähre noch erreichen. Dafür muss man doch Verständnis haben.
Ich glaub’, es hackt!

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