RTelenovela

Vor 20 Jahren (77): Teeniedisco

Montag, den 30. Januar 2012
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(76) -> 28.1.2012

Donnerstag, 30. Januar 1992.
Der letzte Abend auf unserer Klassenfahrt war ein Kracher, auch wenn es am Anfang noch nicht den Anschein hatte.
Inzwischen hatten wir die Gegend an Rhein und Mosel ausgiebig bereist und hatten Spaß mit unserem Busunternehmer. Wir kannten inzwischen jeden Gag von Fipps Asmussen, den wir uns immer auf der Fahrt per Kassette anhören durften/mussten.
Richtig Freundschaft schlossen wir mit Herrn T., als er uns bat, aus dem Bus zu steigen und wir einen steilen Berg alleine hochgehen mussten. Angeblich kam er mit seinem Bus dort nicht rauf. Umso mehr freuten wir uns, als der Bus dann doch an uns vorbeifuhr, während wir den Hang hochkraxelten.

Aber nun: der letzte Abend in St. Goarshausen. Zum Abschied gab es eine Disco. Ich glaube, ich kann sagen, dass es meine erste Teeniedisco überhaupt war. Mit 13.
Eigentlich wollten wir uns erst verweigern: Wir, das waren in dem Fall meine Kumpels aus meinem Umfeld, das sich seit August 1991 gebildet hatte. Wir saßen alle an einem Tisch im hinteren Teil des Saales. Mein Problem war jedoch: Sie spielten Skat. Sie spielen ständig Skat. Immer spielten sie Skat. Und ich? Ich konnte kein Skat.

Irgendwann setzte ich mich zu den anderen, ich begann, mich mit den Mädels zu unterhalten, und dann ging es los, ganz plötzlich: Wir tanzten.
Zu den großen Songs im Januar 1992 gehörte Chesney Hawkes – “The One and Only”. Wir bildeten alle eine Gasse, und jeder musste sich durch diese Gasse tanzen. Beim Refrain klatschten wir alle mit.
Es war der Beginn einer geilen Party. Inklusive Bauchkribbeln und so.

… die einige von uns mit Kopfschmerzen am nächsten Tag bezahlen. Aber für die Busfahrt hatten wir ja genug Reisetabletten.

RTelenovela

Vor 20 Jahren (76): Ich weiß nicht, was soll es bedeuten

Samstag, den 28. Januar 2012
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(75) -> 24.11.2011

Dienstag, 28. Januar 1992.
“Ich weiß nicht was soll es bedeuten, dass ich so traurig bin…”
Vielleicht hatten wir tatsächlich “Das Loreley-Lied” im Kopf, als wir vor 20 Jahren in St. Goarshausen auf den Loreley-Felsen geklettert sind.
Ende Januar 1992 waren wir ein gutes halbes Jahr Runge-Gymnasiasten. Und zum ersten Mal stand eine Klassenfahrt bei uns auf dem Programm.
Für mich war es meine erste Klassenfahrt überhaupt, denn unsere Lehrerin in der Grundschule weigerte sich, mit uns zu verreisen.

Die Fahrt mit dem Reisebus führte uns ins Rheintal. In St. Goarshausen checkten wir im Hotel ein. Allerdings kann ich heute gar nicht mehr so genau sagen, mit wem ich eigentlich auf einem Zimmer war. Vielleicht weiß das ja noch jemand…

An jenem Vormittag des 28. Januar 1992 bestiegen wir nun also den Loreley-Felsen. Ich kann mich eigentlich nur erinnern, dass wir dort ein Klassenfoto gemacht haben, ansonsten habe ich erstaunlich wenig visuelle Erinnerungen daran. Dass wir uns den Rhein von hoch oben angesehen haben – das weiß ich noch.
Aus meinen schriftlichen Aufzeichnungen von damals kann ich sehen, dass wir danach noch in St. Goar waren und am Nachmittag in einem Schimmbad in St. Goarshausen – die ganze Truppe ging baden.

Am Abend war Disco. Offenbar war das Hotel auf Schülergruppen spezialisiert, vielleicht war es auch eine Art Jugendherberge.
In den Tagen danach saßen wir noch oft im Bus eines Oranienburger Unternehmers, wir sahen Koblenz und Cochem und sahen uns in der “Asbach Uralt”-Brennerei in Rüdesheim um – was eigentlich ein seltsamer Programmpunkt für 13-Jährige ist. So im Nachhinein betrachtet.