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Wontorra – der O₂ Fußball-Talk: Lisa Müller und ihre Instastory

Dienstag, den 6. November 2018
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SO 04.11.2018 | 10.45 Uhr | Sky Sport News

„Mehr als 70 Minuten, bis der mal ’nen Geistesblitz hat.“
Dieser Spruch erschien am Sonnabend auf Instagram. Zu sehen war beim Bundesliga-Spiel zwischen dem FC Bayern München und SC Freiburg der Bayern-Trainer Niko Kovac, der den Spieler Thomas Müller einwechselte.
Nun läuft es ja momentan und grundsätzlich nicht ganz so glänzend für die Bayern, und diese Instastory sorgte für zusätzlichen Wirbel.
Sie kam nämlich von Lisa Müller, der Frau von Thomas, dem Bayern-Spieler.

Bei “Wontorra – der O₂ Fußball-Talk” auf Sky Sport News ist am Sonntagmittag genau darüber diskutiert worden. Spiegel-Journalist Rafael Buschmann war der Meinung, dass Lisa Müller ja sagen und schreiben könne, was sie will. Die anderen dachten anders, sie waren der Meinung, dass Lisa Müller als Spielerfrau eben nicht überall äußern kann, was sie möchte. Und die anderen hatten durchaus recht.
Natürlich kann Lisa Müller sagen, was sie will. Aber als Spielerfrau sollte sie dennoch aufpassen, was sie wo öffentlich mitteilt. Denn aus ihrer Meinungsäußerung lässt sich auch durchaus widerspiegeln, was denn im Hause Müller so erzählt wird. Und grundsätzlich ist es natürlich schwierig, wenn sich ein Angehöriger öffentlich schlecht über den Arbeitgeber des Partners äußert. Das kann kann dann schon mal auf den Angestellten zurückfallen.

Das muss sie offenbar auch selbst festgestellt haben oder gesagt bekommen haben – denn die Instastory war schon bald wieder gelöscht…

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Live: Pressetalk des FC Bayern München

Samstag, den 20. Oktober 2018
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FR 19.10.2018 | 12.00 Uhr | Sky Sport News

Schlimm, schlimm, was gerade mit dem FC Bayern München passiert. Platz 7. Und dann dieses Mobbing. Ganz, ganz übel.
Aber den Leuten vom FC Bayern reicht es jetzt. Sie holen zum Rundumschlag gegen die Medien aus.
Deshalb luden sie am Freitagmittag zu einer Pressekonferenz, der beim FCB Pressetalk heißt. Sky Sport News übertrug live.

Der FCB-Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge teilte mit, dass nun andere Saiten aufgezogen werden. Man werde reagieren. Mit Unterlassungserklärungen, Gegendarstellungen. Man lasse sich die Berichterstattung nicht mehr gefallen. Genannt wurden namentlichen Reporter von Springer (Bild) und ntv. Es herrsche Häme, und Gerüchte würden zu Fakten. Auch Präsident Uli Hoeneß redete sich in Rage.

Also wie gesagt: alles schlimm, schlimm, schlimm.

Grundsätzlich sei mal gesagt: Die Sportberichterstattung ist in der Tat oft eher zweifelhaft. Nachdem sich Robert Enke umgebracht hatte, herrschte Nachdenklichkeit. Da ging es auch darum, ob man Fußballern Noten geben müsse. Gern mal eine 6 wegen absoluten Nichtkönnens. Die Nachdenklichkeit ist längst vorbei, Noten werden wieder fleißig vergeben. Läuft es für Vereine mies, wird Häme ausgeschüttet. Es hagelt Vorwürfe. Jedes kleine Gerücht wird ausgeschlachtet. Jeder, der nicht wichtig ist, muss was sagen.
So ganz grundsätzlich haben die FCB-Herren also durchaus recht.

Aber entweder waren sie mies vorbereitet oder sie hatten schlichtweg keine echten Argumente. Denn die Vorwürfe, die sie ganz konkret hatten, waren irritierend lahm. Da wurde einem Reporter vorgeworfen, dass er dem Trainer eine Frage gemailt habe, in der es um die Klärung eines Gerüchtes ging. Das also ist nicht mehr erlaubt? Das also ist abscheulich? Was ist da los bei FC Bayern?
In einem anderen Fall habe man den Bayern vorgeworfen, man spiele Altherrenfußball. Da musste ich wirklich kurz schlucken, denn dieser Vorwurf ist natürlich, ähm, schlimm. Wie gesagt. Ganz schlimm. Wahrscheinlich lagen sich Rummenigge und Hoeneß weinend in den Armen, als sie dieses böse Wort lesen mussten.
Da wurde von der Unantastbarkeit der Menschenwürde geraunt, die aber offenbar nicht gilt, wenn Rummenigge über einen ehemaligen Spieler poltert, der einen Scheißdreck gespielt habe. So von wegen Menschenwürde.

So macht dieser Pressetalk am Ende eher ratlos. Wenn Springer was Falsches schreibt, dann können die Bayern gern protestieren und Gegendarstellungen fordern. Wenn die Gegendarstellung aber lautet: “Der FC Bayern spielt keinen Altherrenfußball” – dann könnte das eher lächerlich wirken.
Dass sich die Medien hier und da mal am Riemen reißen müssen – das ist ein allgemeines Problem. Was aber in diesem Fall der auslösende Punkt für diesen Pressetalk ist, das konnte der FCB am Freitag nicht so richtig übermitteln.

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Das war 2017!

Sonntag, den 31. Dezember 2017
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I bims, und hier kommt schon wieder der Jahresrückblick, vong Silvester her.
Nein, nein, das Jahr 2017 hat mir nicht das Hirn eingefroren. “I bims” ist aber das Jugendwort des Jahres, und die dazu passenden “vong … her”-Nachsätze gehören auch zur Jugendsprache. Soll wohl den verkürzenden und fehlerhaften Internet-Chat-Sprech darstellen, und es gibt Leute, die das lustig finden.
Ach, überhaupt das Internet. Was in den sozialen Netzwerken abgeht, das ist nicht mehr feierlich. Da kotzen sich die Wutbürger überall da aus, wo es auch nur entfernt um Politik geht. Man könnte meinen, Deutschland ist zur Wuthochburg verkommen, aber es ist wohl eher so, dass alle anderen sich immer mehr zurückziehen und sich gar nicht mehr äußern. Was auch nicht gut ist. Mehr und mehr wird Pöblern der Platz überlassen – immer mehr angefeuert durch die AfD, und die “Bild” macht auch immer gern und fleißig mit.

2017 war geprägt von einem Schwarz-Weiß-Denken. Entweder ist alles gut oder alles schlecht. Zwischentöne? Werden oft vermisst. Donald Trump ist US-Präsident, und alle, die nicht das berichten, was er für die Wahrheit hält, bezeichnet er als Fake-News. Er liefert sich einen Kampf mit den US-Medien, verbreitet seine Weisheiten lieber über Twitter.
Ein anderer Diktator tobt sich in der Türkei aus. Aus fadenscheinigen Gründen werden Journalisten, Menschenrechtler und andere Menschen festgenommen, die aus Sicht von Staatschef Erdogan schlecht für die Türkei seien. Der deutsch-türkische Journalist und Türkei-Korrespondent der WeltN24-Gruppe, Deniz Yücel, sitzt seit weit mehr als 300 Tagen in Haft – #freeDeniz.

Eine harte Debatte wird auch um die Öffentlich-Rechtlichen Sender geführt. Insbesondere zwischen den Zeitungsverlagen und ARD/ZDF gibt es Streit darüber, was die Sender im Internet machen dürfen und was nicht. Der Lobbyist Matthias Döpfner, Vorstandsvorsitzender von Axel Springer und Präsident des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger, schießt gegen ARD und ZDF, nennt sie Staatsfunk, obwohl er es besser wissen müsste. Er sieht die Presse in Gefahr, wenn auch die ARD Texte auf ihren Internetseiten verbreitet. Aber auch der Ton unter den Zuschauern ist rauer geworden. In den sozialen Netzwerken kübeln Pöbler Häme über die Öffentlich-Rechtlichen aus, schimpfen über die angeblichen Lügenmedien, Staatssender und über die angebliche Regierungslinie.
Allerdings geben ARD und ZDF den Kritikern auch immer wieder Futter. Gerade im Umgang mit der AfD tun sich viele Journalisten noch schwer. Statt mit Fakten bloßzustellen, geht es scheinbar oft immer noch um eigene Befindlichkeiten. Da werden Sätze aus dem Zusammenhang gerissen und zu Skandalen aufgeblasen.
Was aber die AfD auch sehr gut kann – und sich zum Opfer zu machen. In einer ZDF-Wahlsendung verließ AfD-Frau Alice Weidel die Arena, als sie kritische Fragen zu hören bekam. Als sie sagte, dass die Zeit der politischen Korrektheit vorbei sei, und sie in der NDR-Satiresendung “extra 3” daraufhin als Nazi-Schlampe betitelt worden ist, da war die Zeit der politischen Unkorrektheit offenbar auch schon wieder vorbei. Weidel klagte. Und bekam kein Recht.
Dennoch und gerade wegen des Hypes und die vielen Skandalisierungen – die AfD schaffte es im September in den Bundestag, und die Medien müssen sich den Vorwurf gefallen lassen, daran zumindest eine Mitschuld zu haben.

Es war ein politisches Medienjahr. Auch wegen der Bundestagswahl. Die hat SPD-Chef Martin Schulz in nicht ganz so guter Erinnerung. Was vielleicht auch daran lag, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel ständig mehr Redezeit bekommen hat als er. Für Inhalte hatte er da nicht immer so viel Zeit – weil er sich darüber ja erst mal mokieren musste.
Bei Sat.1 hat man sich ab eh lieber damit beschäftigt, ob FDP-Chef Christian Lindner scharf ist und ob die Linke Katja Kipping irgendwie auf ihn stehen könnte.

Zeiten ändern sich. Auch im Sport. Als in Dortmund ein Anschlag auf den Bus der Fußballer von Borussia Dortmund verübt wird, wird aus Sky Sport News plötzlich ein Nachrichtensender im Breaking-News-Modus.
In der Pause des DFB-Pokal-Finales wollten die Fußballfunktionäre mal ein bisschen US-Entertainment-Luft schnuppern. Ganz im Sinne der Halbzeitshow beim SuperBowl gab es das beim Fußball erstmals auch. Mit Helene Fischer. Fanden die Fans eher so mittel.
Überhaupt, der Fußball: Die Bundesliga zerbröselt immer mehr. Nun sind nicht nur Sky und die ARD an Bord oder das ZDF und Sport 1. Auch Eurosport hat ein paar Rechte (wenn der Player mal funktioniert) und bei Nitro laufen montags auch noch ein paar (bislang weitgehend unbeachtete) Häppchen.
Niki Lauda hat sich vor laufenden RTL-Kamera und unerwartet als Formel-1-Co-Moderator verabschiedet. Und hinterließ einen verstörten Florian König. Nico Rosberg wird sein Nachfolger.
Ach ja, und da dann war ja noch Handball-WM. Hat aber kaum jemand sehen können, weil sich der Rechteinhaber belN sich mit keinem Sender einigen konnte – weder mit ARD und ZDF, noch mit Sky. So liefen die Spiele auf Youtube im Internet, aber der Seite einer Bank. Auch mal was Neues.

Apropos kleines Publikum: Es wird immer schwerer für die Sender, Serienhits zu landen. Selbst hochgelobte Serien wie “This is us” floppen, und es gibt noch viele mehr davon, die als Disaster abgebucht werden müssen. Der hochgelobte “Mr. Robot” hatte bei Nitro quasi keine Zuschauer. Es scheint, dass sich das Seriengeschehen mehr und mehr bei Amazon und Netflix abspielen. Auch deutsche Serien wie “Dark” oder Schweighöfers “You are wanted” laufen nicht im Fernsehen (oder ist im ORFeins in Österreich gefloppt), sondern bei den Streaminganbietern. Ob “Berlin Babylon” ein Hit ist, wissen wir auch erst im Herbst 2018. Die Co-Produktion zwischen Sky und ARD lief bislang nur im Pay-TV. Der Jubel ist groß – aber das muss ja nichts heißen.
Dennoch: Langsam kommt für das Fernsehen die Wende. Angebote wie Amazon Prime, Netflix und das altbekannte Sky haben immer mehr Nutzer.
Die jungen Zuschauer treiben sich eher auf YouTube rum und schauen sich dort ihre Stars an. Oder mobben sie gleich mal. Als rauskommt, dass der YouTube-Star Tanzverbot in Oranienburg wohnt, erlebt er die Aufdringlichkeit und Widerwärtigkeit seiner Fans und Hater. Er muss raus aus seiner Wohnung und zieht um.

Lineares Fernsehen ist unterdessen immer mehr out. Auch weil insbesondere das Privatfernsehen, immer mieser wird. Oder wer möchte wirklich sehen, wie irgendwelche Z-Stars ein Baby bekommen? “Janni & Peer … und ein Baby!” lief bei RTL II eher nicht so gut. Auf demselben Sender zieht man sich bei der Datingshow “Naked Attraction” gleich ganz nackt aus – weil das ja angeblich die ehrlichste Art des Datings ist. Aber auch das ZDF greift ins Klo: “Das Pubertier – Die Serie” ist einfach nur doof-albern, die Show “Flieg mit mir” im Ersten schrecklich betulich. “Das Sommerhaus der Stars” bei RTL ist nur noch Fremdschämen. VOX wollte die Echo-Verleihung aufpolieren und liefert eine Katastrophe ab. Die pure Ödnis.
Aber es gab natürlich auch gutes Fernsehen: der ZDF-Mehrteiler “Der gleiche Himmel” war ebenso ein Hit wie die letzte Staffel vom “Club der roten Bänder” bei VOX.

Schluss war auch für den “Circus Halligalli”. Dabei sorgte die Show noch fix für die deutsche Fernsehpeinlichkeit des Jahres: Bei der “Goldenen Kamera” schmuggelt das Team einen falschen Ryan Gosling ein. Er nimmt in der Live-Show im ZDF den Preis entgegen, und danach kam raus, dass selbst die Kategorie ein Fake war, weil die von der “Goldene Kamera”-Redaktion nur mit der Aussicht auf den Gosling-Besuch eingeführt wurde.
Aber die Amis können mithalten. Bei der Oscar-Verleihung kommt ausgerechnet beim besten Film ein falscher Umschlag in Umlauf. Die Leute von “La La Land” (schon wieder Gosling) stehen schon auf der Bühne, wollen sich bedanken – um dann zu erfahren, dass “Moonlight” der beste Film ist. Ups.

Da möchte man im Boden versinken. Das gilt auch für den Eurovision Song Contest. Vorletzter. Wobei es natürlich nicht an der Qualität des deutschen Songs (wie hieß der noch gleich?) oder an der Dings (wie hieß die noch gleich?) lag, sondern weil uns Deutsche einfach keiner mag. Na klar. Vielleicht gibt es ja 2018 ein Comeback, gerade wird mal wieder am Konzept für den deutschen Vorentscheid gefeilt.

Dabei ist das mit Comebacks so eine Sache: Als Thomas Gottschalk mit der neuen Sat.1-Show “Little Big Stars” um die Ecke kam, war das Interesse gering. Auch dass Christian Rach bei RTL wieder Restauranttester war, ließ viele kalt – was aber auch an den bekloppten Fällen lag, um die sich Rach kümmern musste. Die Wiederkehr von “Der Preis ist heiß” bei RTLplus war dagegen ein voller Erfolg – auch weil sich alle große Mühe gaben, den Klassiker nur behutsam zu modernisieren. Heraus kam netter, guter Trash. Ach, und dann ist ja auch MTV wieder da. Also, eigentlich war MTV nie weg, nur eben im Pay-TV versteckt. Nun gibt es angeblich wieder Interesse an dem Sender, die Rückkehr ins Free-TV war perfekt.

Aber auch Ankünfte sorgten für Wirbel. Der rbb übertrug mit großem Aufwand die Landung von Schätzchen und Träumchen in Schönefeld – zwei Pandabeeren. Sehr wichtig. Und noch eine Flugzeuglandung war dem rbb eine Live-Übertragung wert: die der letzten Air-Berlin-Maschine. Nie gab es vermutlich eine emotionalere Pleite eines Unternehmens. Es hieß Abschied nehmen.

Abschied. Auch 2017 wieder von vielen prominenten Menschen. Helmut Kohl ist gestorben, ebenso die Politiker Heiner Geißler und Roman Herzog. Die Schauspieler Roger Moore, Karin Dor, Christine Kaufmann, Jerry Lewis, Dieter Bellmann, Andreas Schmidt, Mikael Niqvist, Ingeborg Krabbe, Bill Paxton, Margot Hielscher, Martin Lüttge und Klaus Wildbolz. Die Musiker Fats Domino, Chris Roberts, Tom Petty, Chuck Berry, Malcolm Young, Joy Flemming, Chester Bennington, Chris Cornell, Gunter Gabriel, Daliah Lavi, Andrea Jürgens und Robert Miles. Die Comiczeichnerin Lona Rietschel, die Journalisten Ulrike von Möllendorff und Udo Ulfkotte, Playboy-Gründer Hugh Hefner, Joachim Kardinal Meisner, die Tennisspielerin Jana Novotna und die Synchronsprecher Oliver Grimm (“Kimba, der weiße Löwe”, “Hugo”) und Anderas von der Meden (Kermit, David Hasselhoff).

Man hätte außerdem den Eindruck gewinnen können, dass das Fernsehen stirbt – dabei wurde nur das alte DVB-T-Signal abgeschaltet – zugunsten des neuen DVB-T2. Die Kampagne machte den Eindruck, als seien sehr viel mehr Zuseher betroffen. Der Übergang verlief dennoch recht reibungslos. Eher reibungsvoll verläuft es beim Lokalsender Oberhavel TV. Die Qualität der Sendungen ließ immer mehr nach, es gab immer weniger, die Verbreitung via Satellit und im Vodafone-Kabel ist eingestellt – inzwischen gibt es wohl ein Insolvenzverfahren.

Aber was ist denn im Fernsehen 2017 wirklich Wichtiges passiert? Natürlich! Marc Terenzi ist Dschungelkönig geworden, obwohl sich Kader Loth so angestrengt hat, ein neues Image zu bekommen. Als Anne Will über den G20-Ausschreitungen diskutiert, fällt für zehn Minütchen das Bild aus, während im Studio weitergesprochen wird. Als beim selben Thema bei Maischberger sich die Gemüter erhitzen, verlässt Wolfgang Bosbach wütend die Arena, weil er sich von Jutta Ditfurth beleidigt gefühlt hat – nicht ohne auch selbst auszuteilen. Als in Frankfurt/Main eine Bombe entschärft werden muss, überträgt das hr fernsehen 13 Stunden (!) live – weil der Sender selbst evakuiert ist. Aus “Schlag den Raab” und “Schlag den Star” ist “Schlag den Henssler” geworden. Na ja. Birgit Schrowange ist erst ungeschminkt bei RTL aufgetreten (einmalig) und dann mit grauen Haaren (für immer).

Wird 2018 alles besser? Werden wir alle immer irrer? Oder ist uns einfach alles wurscht, so lange man sich auf YouTube weiter Schminktipps reinziehen kann? Oder alternativ den Livestream von der Demorandale wie bei G20 in Hamburg?
I bims, vong Spannung her.

PS: Ach, Mensch, Herr Eumann, habe ich Sie doch glatt wieder vergessen! Herzlichen Glückwunsch zur Wahl zum neuen Direktor der rheinland-pfälzischen Landesmedienanstalt. Nicht dass Sie wieder angepisst sind!

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Beachvolleyball live: Smart Beach Cup 2017, Männer-Finale

Mittwoch, den 19. Juli 2017
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SO 16.07.2017 | 14.00 Uhr | Sky Sport News

Das hatten sich die Öffentlichkeitsleute in Binz aber irgendwie anders vorgestellt: Da schaufeln sie extra Hunderte Ladungen Sand auf den Kurplatz, direkt vor das Kurhaus, da überträgt das Fernsehen live – und dann spielt das Wetter nicht mit.

Drei Tage lang wurde in Binz Beachvolleyball gespielt, die Smart Beach Tour gastierte im Ostseebad auf Rügen. Am Sonntagnachmittag fanden dann die Finalspiele statt. Medienpartner war der Pay-TV-Sender Sky, und das Männerfinale gab es dann sogar unverschlüsselt bei Sky Sport News.

Bei gutem Wetter wäre das eine großartige Kulisse: Die Beachvolleyballer spielen, und im Hintergrund rauscht die blaue Ostsee. Dazu die Seebrücke im Hintergrund, und auf der anderen Seite steht das Kurhaus.
Bei schlechtem Wetter ist das alles nur eine graue Suppe.
Es regnete, der Wind pfiff rau um den Center Court. Die Regentropfen prasselten auf die Kameralinsen. Die Zuschauer sahen nicht aus wie leicht gekleidete Models, sondern in ihren Regenklamotten wie begossene Pudel.

So lieferte Sky Sport News am Sonntagnachmittag leider nicht die erhofften Binzer PR-Bilder.
Allerdings: Binz wird’s überleben und weiterhin Touristenmagnet sein – Beachvolleyball hin oder her.

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Breaking News: Anschlag auf BVB-Bus

Donnerstag, den 13. April 2017
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DI 11.04.2017 | 19.45 Uhr | Sky Sport News

Wenn es bei einem Sportnachrichtensender plötzlich kaum noch um Sport geht, sondern eine echte Breaking-News-Situation eintritt, dann ist es ernst. Der Bus mit der Mannschaft von Borussia Dortmund ist am Dienstagabend auf dem Weg ins Stadion – zum Champions-League-Viertelfinale – angegriffen worden. Drei Bomben sind in unmittelbarer Nähe zum Bus explodiert.
Dass es einen terroristischen Hintergrund gibt, scheint relativ sicher – ein linksextremes Bekennerschreiben, wird derzeit als eher unecht eingeschätzt.

Nun lag es also an Sky Sport News die aktuellen Geschehnisse aufzuarbeiten – und da Sky die Live-Rechte an der Champions-League besitzt, war der Kanal an diesem Abend für Zuschauer die erste Adresse.
Im Großen und Ganzen ruhig und professionell ist, nachdem klar war, was passiert ist und dass das Spiel gegen Monaco ausfällt, über die Geschehnisse berichtet worden. Während man bei n-tv immer nur dieselben Bilder der Straße zeigen konnte, in der der Anschlag geschah und nur spekuliert worden ist, und bei ARD und ZDF erst nach 21.45 Uhr relevante Berichte liefen, war man bei Sky Sport News näher dran. Erste Stellungnahmen der Fußball-Verantwortlichen, man war live dabei bei Stadionansagen, und auch die Besonnenheit der Fans am Fußballfeld war dort zu bemerken.

Nun also auch der Fußball, der bedroht ist. Noch immer gilt, man sollte sich von niemandem Angst machen lassen. Aber zugegeben: Es fällt schwerer.

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