RTZapper

PyeongChang 2018 live: Snowboard – Halfpipe, Herren

Donnerstag, den 15. Februar 2018
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DI 13.02.2018 | 2.25 Uhr (Mi.) | TLC

Das schlechte Wetter in Südkorea ist für die Sender, die Olympia übertragen, ein echtes Problem. Eigentlich sollte in der Nacht zum Mittwoch das alpine Ski-Slalomrennen stattfinden. Aber der Sturm machte allen einen Strich durch die Rechnung.
Und so zeigten sowohl das ZDF als auch Eurosport 1 einen ziemlich langweiligen Curling-Wettbewerb. Während dort also gemächlich gewischt und gerutscht wurde, stach plötzlich das kleine TLC hervor. Die hatten eine echte Powersportart im Programm.

TLC übertrug einen Snowboard-Wettbewerb. Die Männer zeigten in der Halfpipe, was sie drauf haben. Und das ist mitunter atemberaubend. Mit ihren Schneebrettern rauschen die Männer also rein in die Halfpipe und sausen von einer Seite auf die andere – und am Rand schwingen sie immer wieder in die Luft und vollführen unglaubliche Kunststücke.
Das sieht hart aus, wuchtig, aber dennoch schnell – und ist irgendwie fesselnd.
Eine Nacht zuvor waren auch die Frauen in der Halfpipe, und das Gefühl beim Zusehen war dasselbe.

So sorgt der Ausfall eines der klassischen Wettbewerbe bei Olympia dafür, dass man auch mal den Blick frei hat auf eine noch junge Sportart – und dieser Blick lohnt sich sehr.

Hits: 20

RT im Kino

Eddie the Eagle – Alles ist möglich

Freitag, den 1. April 2016
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Ich war noch ein kleiner Junge, als ich die Olympischen Spiele 1988 in Calgary verfolgte. Zwei Namen haben sich da eingebrannt: der damals sehr erfolgreiche Matti Nykänen aus Finnland – und Eddie the Eagle. Letzterer war ein lustiger, kleiner Typ mit einer starken Brille, der für Großbritannien im Skispringen antrat – und furchtbar schlecht war. Aber von den Leuten und den Medien gefeiert worden ist.
Für viele Menschen ist er heute noch ein Begriff.
Nun ist ein Film über Eddie ins Kino gekommen.

Schon als Kind war Michael (so hieß Eddie eigentlich) sehr auf Olympia fixiert. Einmal zu den Spielen, das war sein großes Ziel. Nachdem es mit Luftanhalten und Skifahren nicht funktioniert hat, will er nun Skispringen. Obwohl er das noch nie gemacht hat.
Aber das hindert Eddie (Taron Egerton) nicht daran, es zu probieren. So lage zu springen, bis er sich nicht bei Stürzen böse weh tut. Er reist nach Garmisch in Deutschland und trifft dort das Ex-Skisprung-As Chuck Berghorn (Hugh Jackman). Er kann ihn dazu überreden, ihn zu trainieren.
Da Großbritannien ansonsten keine Skispringer im Olympiateam hat, reicht Eddie die Teilnahme an einem Wettbewerb – und eine Weite, die nicht sehr anspruchsvoll ist. Also macht sich Eddie an die Arbeit.

Nun gut, wer die Story von damals kennt und weiß, wie sie ausgeht, wird in diesem Film wenig Überraschendes finden. Aber darum geht es auch nicht. Vielmehr zeigt “Eddie the Eagle – Alles ist möglich” genau das: dass alles möglich ist, wenn man seine Sache durchzieht und sich nicht beirren lässt.
Insofern zählt diese englisch-deutsche Produktion (unter Beteiligung des Studios Babelsberg – und Iris Berben darf in einer Nebenrolle mitspielen) zur Sorte der Feelgood-Movies, was aber völlig in Ordnung und gut anzusehen ist.
Eddie Edwards hat der Film gefallen, heißt es. Das ist gut zu wissen, denn manchmal hat man schon das Gefühl, dass der junge Mann ein bisschen lächerlich gemacht werden soll. In der Hinsicht ist die Story in der Tat haarscharf davor. Aber er bekommt die Kurve, und am Ende sehen wir einen mutigen Mann mit einem Traum.
Und ein bisschen hinter die olympischen Kulissen dürfen wir auch schauen. Gleichzeitig wird uns auch mal vor Augen geführt, was Skispringen doch für ein Wahnsinnssport ist…

Eddie the Eagle – Alles ist möglich
GB 2015, Regie: Dexter Fletcher
Fox, 106 Minuten, ab 0
7/10

Hits: 78

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ZDF Sport extra: Ski-alpin-Weltcup – Super G der Damen

Sonntag, den 9. Dezember 2012
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SA 08.12.2012 | 11.25 Uhr | ZDF

Gut, dass es Sportkommentatoren gibt. Sie begleiten ein Event, ordnen Ergebnisse ein, informieren den Zuschauer, was war, was ist, was noch kommt.
Und dann gibt es noch Aris Donzelli. Er kommentierte am Sonnabendvormittag im ZDF das Super-G-Rennen der Damen in St. Moritz, und eigentlich hatte er schon gar keine richtige Lust mehr. Als die Slowenin Tina Maze souverän im Ziel ankam, sah Donzelli die Sache schon als gelaufen. Wer soll da noch kommen, fragte er fast schon gelangweilt.

Zum Beispiel Lindsay Vonn aus den USA. Mit der hat Donzelli ja überhaupt nicht gerechnet. Sie lief nur Sekunden nach dessen Prognose, dass das Rennen ja nun gelaufen sei, ihr Rennen – und gewann.
Donzellis Prognose war also Unsinn, zumal weitere Sportlerinnen danach auch wirklich gut liefen und in den “Treppchenbereich” vordrungen.
Da können wir ja froh sein, dass Aris Donzelli nicht gleich zum Mittagessen abgerauscht ist und freundlicherweise auch noch den weiteren Rennverlauf kommentierte – ohne weitere vorschnelle, blödsinnige Prognosen.

Hits: 27