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Sexy Beasts

Freitag, den 14. November 2014
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MI 12.11.2014 | 22.15 Uhr | sixx

Mann sucht Frau, Mann trifft Frau. Sie verlieben sich. Oder nicht. Im Fernsehen nennt sich das Datingshow und ist irgendwie schon ziemlich ausgelutscht. Da braucht es schon eine besondere Idee, um den Ganzen die spezielle Note zu geben.
Wie wäre es denn, den Kandidaten dämliche Masken aufzusetzen? Bei sixx müssen sie schwer begeistert darüber gewesen sein, denn am Mittwochabend ging “Sexy Beasts” das erste Mal auf Sendung.

Da trafen sich dann ein Mann mit Maske mit mehreren Frauen mit Masken. Ganz schön hässlich, und gleichzeitig ziemlich, na ja, lustig.
Sie redeten, sie gingen klettern und sie redeten.
Und irgendwie war es mit der lustigen Maskenidee dann auch schon vorbei. Nach dem Überraschungseffekt verpuffte die Idee, und die Datingshow auf sixx war dann doch nur das übliche Sie-ist-ja-ganz-nett-aber…-Blabla.
Muss man keineswegs gesehen haben. Aber “Boring Beasts” kann man die Show ja nicht nennen. Obwohl es besser passt.

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Promi Big Brother Late Night: Trennung LIVE

Freitag, den 22. August 2014
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DO 21.08.2014 | 0.00 Uhr (Fr.) | sixx

Schock, und zwar LIVE: Prinz Mario-Max Schaumburg-Lippe erfährt LIVE, total LIVE, dass seine Freundin Kat Boe mit ihm Schluss gemacht hat – via Bild-Zeitung.
LIVE auf Sat.1 bekam Mario-Max den Ausschnitt des Boulevardblattes vorgelegt, und LIVE war der Mann erstarrt, und LIVE hat er dann eine Rede gehalten, eine Art Plädoyer, wie lieb er seine Freundin hat. Und weil er LIVE so lange gesprochen hat, und das ja dann doch ziemlich langweilig wurde, hat Sat.1 dann LIVE sein Statement abgebrochen und die Sendung beendet.

LIVE auf sixx konnten die Zuschauer dann miterleben, wie die Trennungsnachricht Mario-Max dann wirklich erreicht hat. LIVE auf sixx hat er dann vertraulich ein Gespräch mit Mitinsassin Liz Baffoe geführt, und weil das die Moderatoren LIVE dann auch gelangweilt hat, machten sie sich dann drüber lustig, weil der Mario-Max so lange rumgelabert hat.
Eine Trennung LIVE, Wahnsinn.

Vielleicht aber auch wahnsinnig scheiße. Mal abgesehen davon, dass es durchaus Asi-Züge hat, mit jemandem via Bild-Zeitung Schluss zu machen. Aber eine Privatangelegenheit LIVE auf Sat.1 und sixx zu verkünden und dann LIVE zu beobachten, wie ein Mensch daran zu zehren hat – geht das nicht ein bisschen zu weit? Und sich dann drüber lustig zu machen?
Andererseits: Steckt vielleicht auch PR dahinter? Kat Boe hat gerade Nacktfotos veröffentlicht, da braucht man jede PR. Und überhaupt braucht natürlich auch “Promi Big Brother” Schlagzeilen. Ist die Story vielleicht fingiert? Sie sorgt auf jeden Fall für Aufmerksamkeit, und wer weiß: Vielleicht heißt es dann übernächste Woche schon, dass alles wieder gut ist. Aber eventuell ist ja der Prinz dann doch so schlau, diese Frau sausen zu lassen.
So oder so: Diese Geschichte ist irgendwie unangenehm.

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Promi Big Brother Late Night

Donnerstag, den 21. August 2014
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DI 19.08.2014 | 0.00 Uhr (Mi.) | sixx

Dass man bei RTL da noch nicht drauf gekommen ist. Mit einer Live-Late-Night-Ausgabe von “Promi Big Brother” fährt der kleine Sender sixx momentan jede Nacht sehr gute Quoten ein. Nur wenige Minuten, nachdem bei Sat.1 die eigentliche Show zu Ende gegangen ist, gibt es bei sixx die Fortsetzung. Auf sehr erfrischende Weise kommentieren Jochen Bendel (dschungelerfahren) und Melissa Khalaj das Geschehen.

Am Dienstag waren die Eltern von Prinz Mario-Max zu Schaumburg-Lippe im kleinen sixx-Studio zu Gast, und es wirkte, als ob live eine neue Folge von “Switch reloaded” aufgenommen wird. Natürlich ist der Doktortitel von Mario-Max echt, sagten sie und ließen keinen Zweifel zu. Mama-Hoheit versprühte irgendein offenbar schelcht riechendes Duftwässerchen. Die beiden wirkten nicht von dieser Welt, und wie das nun eigentlich mit den Adoptionen in der Familie ist, versteht sowieso keiner. Jochen Bendel hat es offenbar nicht verstanden, sein Gesicht sprach Bände. Aber Hoheiten leben scheinbar sowieso in einer eigenen, fremden Welt.

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Das war 2013!

Dienstag, den 31. Dezember 2013
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Aufschrei! Der Twitter-Hashtag gehört ganz sicher zu den Wörtern des Jahres 2013. Und das nicht nur, weil FDP-Mann (was war noch gleich diese FDP?) Rainer Brüderle einer “stern”-Journalistin verbal etwas zu nahe gekommen ist. Die Medien wittern in diesem Jahr ständig und immer wieder einen Skandal.
Der Stinkefinger des Herrn Steinbrück. Aufschrei!! Der Rundfunkbeitrag für ARD und ZDF. Aufschrei!! Beim NSU-Prozess gibt es nicht für alle Journalisten einen Platz. Aufschrei!! Markus Lanz hat bei “Wetten, dass…?” schon wieder was falsch gemacht. Aufschrei!!
Es folgt eine Hysterie nach der anderen, die eine verpufft schneller, die andere bis heute nicht. Nur beim NSA-Abhörskandal, da dauert es ein bisschen bis zu jenem Aufschrei.
Aber mal ganz von vorn.

Für das ZDF und sein Aushängeschild “Wetten, dass…?” ist es ein schweres Jahr. Die Quoten sinken, die Kritiker mosern, überall gibt es etwas zu meckern. An vielen Stellen zurecht. Hollywoodstars bekommen Eiswürfel in die Hose geschüttet, und plötzlich sitzen Roooobert Geiß und seine Prollfrau auf der Wettcouch. Inzwischen sind alle Innovationen abgeschafft, die Show so pupsig wie früher, nur Gottschalk fehlt noch. Bis heute fehlt der Show eine vernünftige Redaktion im Hintergrund, die sich wirklich mal Gedanken macht, wie diese Sause aus dem Dreck gezogen werden könnte.

Eigentlich können wir ja froh sein, dass es solche Shows noch gibt. Denn ein Großteil des Programms bei den Privaten wird weiterhin mit billigen Dokusoaps bestritten. Der Asifaktor steigt. Bei RTL müssen Paare “7 Tage Sex” haben – und wir dürfen zuschauen. Allerdings wollen die Zuschauer das gar nicht, die Reihe floppt. ProSieben schickt “Reality-Queens auf Safari” und RTL “Wild Girls auf Highheels durch Afrika”. Seltsamerweise sind auch da die Zuschauer bockig und wollen Tussis auf Reisen lieber nicht sehen. Ebenso wenig besoffene Jugendliche in Sölden oder Single-Tierfreunde, die einen Partner suchen.

Billig, aber erfolgreich sind dagegen die pseudoechten Serien “Berlin – Tag & Nacht” sowie das im Januar gestartete “Köln 50667″. Bei der Jugend kommt das doofe Geblöke erstaunlich gut an. Prolls scheinen in zu sein. Als RTL II seinen 20. Geburtstag feiert, ist die Party voll mit Menschen, denen man außerhalb von RTL II lieber nicht begegnen will. Die Prollparty des Jahres.

Jenny Elvers fällt 2013 zwar nicht durch Prollgehabe auf, dafür aber mit ihrer Alkoholbeichte. In einem einstündigen RTL-Special entblättert sich die ehemalige Frau Elvers-Elbertzhagen und erzählt der sehr verständnisvollen Frauke Ludowig von ihren Saufeskapaden – und wie ihr Mann ihr da rausgeholfen hat. Später trennt sich ihr liebender Gatte von ihr.
Bei Markus Lanz hat die Schauspielerin Katrin Sass sehr schlechte Laune. Sie ist wütend, weil man ihren Grimmepreis besudelte. Das RTL-Dschungelcamp ist nämlich nominiert, und darüber ist die Sass so erbost, dass sie im ZDF den Dschungelkönig Peer Kusmagk runtermacht – oder eher zusammenblökt.

Den Grimmepreis bekommt das Dschungelcamp später zwar nicht, gutes Fernsehen ist das aber trotzdem – bei aller Häme. Und für einen der rührendsten TV-Augenblicke 2013 sorgt die Show auch noch: In Folge 1 nimmt das Team Abschied von Dirk Bach. “Ta, Dickie!”, heißt es am Ende.
Auch Sat.1 möchte etwas von dem RTL-Erfolg abhaben. Nur A-Promis wollen sie ins “Big Brother”-Haus schicken. “Wir nehmen nur die Besten.” Die scheinen allerdings keine Zeit zu haben. Da gibt es stattdessen die Blondine, die in irgendeiner gefloppten ProSieben Doku-Titten-Soap mitgemacht hat. Einen Sänger, der mal bei “The Voice of Germany” mitgemacht hat. Einen Doku-Soap-Typ und einen, der irgendwas im Internet macht. Und dazu Oliver Pocher und Cindy aus Marzahn, die so gar nicht harmonieren wollen und einen Gag nach dem anderen versemmeln. Selten ist ein Format dermaßen in den Sand gesetzt worden.
Aber damit kennt man sich bei Sat.1 aus. Auch die “Patchwork Family” floppt. Die Zuschauer strafen schlechtes Fernsehen mit Missachtung.

Umso erstaunlicher, dass Marc Bator vom Nachrichten-Flaggschiff “Tagesschau” zu den “Sat.1-Nachrichten” wechselt. Vielleicht bekommt er dort mehr Geld, dafür aber weniger Image.
Sein Vorgänger Peter Limbourg, inzwischen Chef der Deutschen Welle, muss im März geradezu darum betteln, auf Sendung bleiben zu dürfen. Gerade soll in Rom der neue Papst verkündet werden, doch bei Sat.1 will man die Live-Sendung für so eine Nichtigkeit nicht verlängern.
RTL unterbricht für den neuen Papst immerhin die Sendung “Teenies auf Partyurlaub”. Ein wirklich päpstliches Kontrastprogramm.

2013 dreht sich das Personalkarussell auch auf anderen Sendern. Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf wechseln von zdf_neo zu ProSieben und sorgen dort für gute, unverkrampfte, einfallsreiche, gern auch mal sinnfreie Unterhaltung. Joko entert sogar die ProSieben-Newstime, darf dort live die Nachrichten sprechen und wird dort – ja, live – von Klaas angerufen. Bei ProSieben ist man not amüsed.
Tom Buhrow verlässt die “Tagesthemen” und wird WDR-Intendant. Dort muss er einen harten Sparkurs verkünden. Das Nachwuchstalent Thomas Roth ist sein Nachfolger bei den Abendnachrichten.
Christian Rach geht von RTL zum ZDF und will nun dort kochen – oder so.

Natürlich gab es auch 2013 gutes Programm. “Homeland” auf Sat.1 war extrem spannend, ebenso die “American Horror Story” auf sixx. Leider mit miesen Quoten. Das ZDF zeigte “Unsere Mütter, unsere Väter”, eine Aufarbeitung über den Alltag im Dritten Reich. Für den “Super Bowl” gab sich Sat.1 ausnahmsweise richtig Mühe und konnte so sogar den Stadionstromausfall ordentlich überbrücken. Die ARD zeigte mit “Operation Zucker” einen aufwühlenden Film über Kinderhandel – und musste ihn zensieren, weil die FSK das Ende nicht positiv genug fand. Die ARD traut sich an den Showklassiker “Dalli Dalli” ran. “Das ist spitze!” heißt die Neuauflage, die großen Spaß macht.

Die Medien suchen aber lieber nach Skandalen, als zu loben. Während sich fast ganz Journalistendeutschland aufplustert, weil nicht alle von ihnen beim NSU-Prozess berücksichtigt werden, und es doch ein Skandal sei, weil die ehrwürdige FAZ nicht dabei sei, hält sich das Interesse beim NSA-Abhörskandal erst mal in Grenzen. In der heißen Phase diskutiert selbst Günther Jauch im Ersten lieber über Schlaglöcher. Als aber klar ist, dass auch das merkelsche Kanzlerinnenhandy abgehört wurde – ja, jahaaa, da ist der Aufschrei groß.

Gar keinen Aufschrei gibt es, als das ZDF verkündet, dass zdf.kultur eingestellt wird. Der innovativste und interessanteste Spartenkanal hat miese Quoten. Leider. Eigentlich sollte Silvester Schluss sein. Nun hat der Sender doch noch eine Schonfrist und sendet auch 2014.
Für Das 4. ist dagegen am 31. Dezember Schluss. Mitte Januar 2014 startet auf dem Programmplatz der Disney Channel. Der Micky-Maus-Konzern kauft Das 4. und schafft ihn ab.
Auch ARD und ZDF hätten gern einen Jugendkanal, wofür das Zweite eben auch zdf.kultur opfern will. Die Politik möchte da jedoch mitreden und hat das Konzept abgelehnt. Das Konzept liegt auf Eis, und der SWR macht’s im Alleingang und fragt erst niemanden: einsplus ist inzwischen fast vollständig zum Jugendkanal mutiert.

Mit gedruckten Zeitungen hat die Jugend unterdessen immer weniger am Hut. Die Auflagen sinken, die Verlage sparen. Springer stößt diverse Regionalzeitungen an die Funke-Gruppe ab, darunter die “Berliner Morgenpost”. Dafür weitet Springer die Aktivitäten im Internet aus und kauft N24.
Die “Westfälische Rundschau” erscheint zwar noch, hat aber keine eigenen Inhalte mehr. Der Mantel kommt vom zentralen Desk, der Lokalteil von der Konkurrenz. Ganz dicht machen will man das Blatt nicht – der publizistischen Vielfalt wegen. Aha.
Die Nachrichtenagentur dapd ist nicht mehr zu retten.
Die Mediengruppe Madsack gliedert die Lokalredaktionen der “Märkischen Allgemeinen” aus. Bis 2018 will man außerdem in Hannover einen Großteil der Inhalte für die Regionalzeitungen vorproduzieren. Ressorcen will man sparen, heißt es.

Die wahre Musik spielt im Internet. Und bei Twitter meist nachts, dann sind nämlich Boris Becker und Oliver Pocher noch wach und zoffen sich. Der ehemalige Tennisgott Becker hat ein Buch geschrieben, darin kommt auch seine Ex (und inzwischen auch Pochers Ex) Allessandra vor, und das nicht sehr positiv. Am Ende kommt Becker in Pochers RTL-Show “Alle auf den Kleinen”, um sich endgültig lächerlich zu machen.
Pochers anderer Ex, Harald Schmidt nämlich, sendet unterdessen bei Sky unter Ausschluss der großen Öffentlichkeit. Aber nur noch bis März 2014. Mitte Dezember verkündet Sky das Aus für “Die Harald Schmidt Show”. Der Aufschrei hält sich in Grenzen.

Weichen Politiker mal vom Langweiler- und Weichspülkurs ab, dann aber ist besagter Aufschrei doch wieder groß. Der Bundestagswahlkampf plätschert eher vor sich hin – bis SPD-Mann Steinbrück für ein wortloses Interview mit dem SZ-Magazin den Stinkefinger zeigt. Nur leider scheinen Journalisten keinen Humor zu haben – oder doch lieber den Skandal herschreiben zu wollen.
Gleiches gilt, wenn ZDF-Frau Marietta Slomka im Interview mit SPD-Chef Sigmar Gabriel eher plan- und hilflos wirkt und Gabriel deutlich macht, dass er ihren pikierten Interviewstil, nun ja, seltsam findet. Slomka wird von vielen Zuschauern als Heldin gefeiert. Warum auch immer.

Die Hörer von radioeins hatten tatsächlich was zu feiern: die Rückkehr der Radiolegenden. Zwei Wochen lang waren sie jeweils drei Stunden auf Sendung: Thomas Gottschalk, Frank Elstner oder Jürgen Kuttner. Noch einmal “Sprechfunk”, so wie früher, nur diesmal eben an einem Vormittag. Herrlich.

Legenden kommen, andere gehen. Es hieß Abschied nehmen. Viele Stars haben uns 2013 verlassen.
Marcel Reich-Ranicki wird keine Bücher mehr verreißen, Paul Kuhn spielt nicht mehr Klavier. Reinhard Lakomy besingt nie mehr den Traumzauberbaum. Der afrikanische Held Nelson Mandela ist verstummt. Außerdem die Schauspieler Dieter Pfaff, Eddie Arent, Hildegard Krekel, Rosemarie Fendel, Heinz Meier, Jörg Pleva, Otto Sander, James Gandolfini, Ulrich Matschoss und Peter O’Toole, die Politiker Lothar Bisky, Manfred Rommel und Margaret Thatcher, Radiolegende Chris Howland, die Musiker Lou Reed und Esther Williams, die Humoristen Dieter Hildebrandt, Peter Ensikat und Günter Willumeit, die Moderatoren Vivi Bach und Elmar Gunsch, Sportmanager Peter Graf, die Schriftsteller Doris Lessing, Otfried Preußler, Walter Jens und Wolfgang Herrndorf sowie Prinz Johan Friso von Oranien.

2013. War sonst noch was?
Ach ja. “Inka” im ZDF, das neue, frische Format am Nachmittag. War dann aber leider doch nicht so frisch, sondern ziemlich altbacken und oberflächlich. Nach einem Vierteljahr zieht das ZDF den Stecker. Damit endet auch die Dailytalk-Ära, denn auch “Britt” auf Sat.1 musste sich veranschieden.
Stefan Raab mischt für ProSieben beim TV-Duell mit Merkel und Steinbrück mit. Und macht seine Sache gut.
Das Erste bricht in der Nacht einen Boxkampf für einen Spielfilm mittendrin ab, weil es so im Programmplan stand.
Hinter den Kulissen der kultigen zdf.kultur-Talkshow “Roche & Böhmermann” kracht es so sehr, dass Schluss ist. Und die Zuschauer das erst für einen Gag halten.
Heino bekommt großartige PR, weil er Ärzte-Songs nachsingt und sich darüber angeblich jemand aufregt.
Die Lotto-Ziehungen gibt’s nicht mehr im Fernsehen, weil das die Zuschauer angeblich langweilt.
phoenix unterbricht sein Programm für einen Asteroiden-Vorbeiflug und zeigt helle Striche.
Waldemar Hartmann blamiert sich bei “Wer wird Millionär?” weil er die deutsche Fußball-WM 1974 vergisst.
Und da ist er schon, der nächste Aufschrei. Einer von vielen, in diesem 2013.

Ach, und fast hätte ich das Wichtigste vergessen: Dieter Moor heißt jetzt Max. Ähm, ja, genau.
Guten Rutsch.

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American Horror Story: Der Sturm

Samstag, den 5. Oktober 2013
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DO 03.10.2013 | 23.50 Uhr | sixx

Gut, dass es sixx gibt. Als im März auf dem Frauensender die erste Staffel der “American Horror Story” startete, wunderte ich mich, dass dieses Highlight auf dem Spartensender verschrottet wird. Inzwischen bin ich ganz dankbar.
Zum Start der zweiten Staffel wollte man bei ProSieben offenbar wissen, ob die Serie auch vor größerem Publikum funktioniert.
Das Ergebnis: nein. Leider.

Nach dem Serienhit “Under the Dome” liefen an zwei Mittwochen auf ProSieben Previews der “American Horror Story”. Die Quoten waren mies. Offenbar können die Deutschen mit Horror wenig anfangen, obwohl die Serie gut gemacht und unglaublich spannend ist. Bei ProSieben wäre sie ganz sicher nach Folge 2 abgesetzt worden. Aber – und das kann man nun nicht anders sagen – gibt es ja noch sixx, wo die Quotenvorgabe tiefer ist als bei ProSieben.

Allerdings machten es ProSieben und sixx den potenziellen Fans nicht gerade einfach. Nach den 2 Folgen auf ProSieben, laufen die restlichen nun also exclusiv bei sixx. Die Programmierung war allerdings alles andere als clever: Ausgerechnet am “Übergabetag” zeigte sixx eine Doppelfolge. Am Donnerstagabend lief noch einmal die schon bei ProSieben gelaufene. Fans, die Folge 2 schon kannten, mussten also warten, die Premiere von Folge 3, “Der Sturm”, lief erst später, in diesem Fall um 23.50 Uhr. Wer plant so etwas? Zumal nur an diesem Donnerstag eine Doppelfolge zu sehen war.
Die “American Horror Story” hat diesen, sagen wir mal komplizierten Umgang mit den Sendezeiten nicht verdient.

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Senderlaunch ProSieben MAXX

Mittwoch, den 4. September 2013
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DI 03.09.2013 | 20.12 Uhr | Sat.1

Mit der ProSiebenSat.1-Gruppe geht es bergab. Das merkt man nicht nur an den schwinden Marktanteilen von ProSieben und Sat.1, sondern auch daran, dass die noch nicht einmal in der Lage sind, einen neuen Sender vernünftig und pannenfrei zu starten. Der Start von ProSieben MAXX ging gründlich in die Hose.
Dabei sollte alles so toll werden.

Der Programmstart, äh, Verzeihung: Der Senderlaunch sollte das ganz große Ding werden, live übertragen aus Berlin – und nicht nur auf ProSieben MAXX selbst, sondern auch auf Sat.1, ProSieben, kabeleins, sixx und Sat.1 Gold.
Eine aufgekratzte Moderatorin freute sich wie Gräfin koks über den Programmstart. Sogar ein paar Promis latschten über den roten Teppich, um dieses Topvent nicht zu verpassen. Sogar ein paar Zuschauer standen rum, und natürlich waren auch die total crazy drauf (ob sie eingekauft waren?). Im Hintergrund lief der Countdown.

Aber ach: Als der Countdown die 4-Sekunden-Marke erreichte, endete ganz abrupt die Übertragung des Programmstarts. Ob irgendein wichtiges rotes Knöpfchen gedrückt worden ist – wir wissen es nicht. Mittendrin war Sense, und auf allen sechs Sendern begann das jeweilige Primetime-Programm. Auf Sat.1 gab es einen Programmtrailer, und auf ProSieben MAXX startete das Programm, ohne dass es einen Programmstart gab.
Das ist wirklich eine Leistung, ein solches sendereigenes Event derart in die Tonne zu kloppen. Respekt!

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American Horror Story

Samstag, den 9. März 2013
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DO 07.03.2013 | 22.30 Uhr | sixx

Es ist ein Jammer! Da gibt es nach längerer Zeit endlich mal wieder eine gute Horror-Thriller-Serie, und dann wird sie auf einem kleinen Spartensender verschrottet.
Am Donnerstagabend feierte die “American Horror Story” die Deutschlandpremiere bei sixx. Darin geht es um eine Familie, die in ein Haus zieht, das sich mehr und mehr als gruselig erweist.

Folge 1 zeigte, dass es nach “Akte X” Mitte der 90er endlich mal wieder guten Thrill in einer Serie gibt. Unheimliche Geschichte, undurchschaubare Personen, an den Nerven zehrende Augenblicke.
Nur ein paar hunderttausend Menschen haben sich das angesehen. Warum die ProSiebenSat.1 für die “American Horror Story” keinen Sendeplatz in den Hauptprogrammen gefunden hat, ist ein Rätsel. Warum sie stattdessen auf einem Frauensender läuft, auch.
Ein Gutes hat diese blödsinnige Programmierung aber: Es gibt kaum oder gar keine Reklame. Man muss eben auch das Positive sehen.