RTelenovela

Im Saunakino

Dienstag, den 23. Dezember 2014
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Ein wirklich interessanter Film: Es ging um den Vergleich zwischen Vögeln und Flugzeugen. Wie funktioniert das, dass Flugzeuge fliegen, und was können sich die konstrukteure bei den Vögeln abgucken?
Die Leuten sahen bei der Doku gebannt zu. Und das, obwohl es recht warm war, im Saal. Nämlich um die 60 Grad. Die Leute waren auch alle recht unbekleidet.
Denn das Kino ist eigentlich eine Sauna.

Heutzutage müssen sich Betreiber von Freizeitbädern etwas einfallen lassen, um die Leute zu sich zu locken. Ein doofes Schwimmbad und eine lumpige Sauna funktionieren da nicht mehr.
Wir waren neulich in der Badewelt in Sinsheim bei Heidelberg. Direkt nebenan ist das Fußballstadion von Hoffenheim. Was sie da geschaffen haben, ist bemerkenswert.
Schon wer ins Foyer kommt, staunt. Alles riesig, fast möchte man sagen: protzig. Der Eintritt ist recht teuer, aber so oft gönnt man sich das ja auch nicht.

Es gibt den großen Palmengarten mit dem großen Schwimmbad. Sehr schön ist die Bar mitten im Wasser. Das Bier und die anderen Getränke bekommt man in Plastikgläsern, die nicht untergehen können. Die Barkeeper auf der anderen Seite stehen jedoch im Trockenen.

Wirklich spannend ist aber die Saunawelt. Da gibt es eben jenen Kinosaal. Sehr nett ist auch das Wiener Kaffeehaus. Der Saunaraum sieht tatsächlich genauso aus wie in Wien, und es riecht auch nach Kaffee.
In einer anderen Sauna schaut man auf einen Tierkäfig mit irgendwelchen Vögeln. Die Koi-Sauna – man starrt auf Kois in einem Aquarium – ist mit 166 Quadratmetern die größte der Welt. Das allerdings ist nicht unbedingt positiv, denn der Aufguss in dieser Megasauna war dann doch eher lasch. Das Riesending lässt sich nicht wirklich aufgusstechnisch bewältigen. Groß ist nicht immer ein Plus.

Die Sauna ist übrigens erst ab 16 Jahren, womit man wohl lärmende Kinder fernhalten will. Auch in die Bäderwelt dürfen Kinder nur am Sonnabend. Also mehr Wellness als Familientrip.

RTelenovela

Also, Hoffenheim geht ja gar nicht mehr!

Montag, den 8. Dezember 2008
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Ausflugssonntag. Wir nutzen den 2. Advent, um ums ein wenig in der Region umzusehen. Zunächst einmal über den Rhein nach Speyer.
Schon von weitem zu sehen: der Dom. Ein beeindruckendes Bauwerk mit einer wahnsinnigen Akustik. Gerade probte ein Orchester für ein Konzert. Begann die Musik, sang der Chor, spürte man förmlich, wie sich die Klänge im gesamten Bauwerk ausbreiteten – und wie der Schall nachhallte.
Dann weiter in die andere Richtung. Zum zweiten Mal nach Freitag düsten wir zum Weihnachtsmarkt nach Bad Wimpfen. Auf der A6 fährt man auf dem Weg dorthin am neuen Stadion von Hoffenheim vorbei, das in Sinsheim liegt. Das alte Stadion ist zu klein geworden, das neue wird der verein 2009 beziehen. Aber Hoffenheim hat zwar inzwischen Erfolg, aber die alten Fans scheinen irgendwie bockig zu sein.
Gleich zweimal belauschte ich in Bad Wimpfen Gruppen, die irgendwie so gar nicht mit dem aktuellen Erfolg der Mannschaft klarkommen: “Hoffenheim geht ja gar nicht mehr!”, hieß es da beispielsweise – natürlich in breitem badenser Dialekt. Ein anderer beschloss, dass er sich für das nächste Jahr wohl keine Dauerkarte kaufen werde. Nun gut, die Hoffenheimer werden darauf nicht mehr angewiesen sein. Vermutlich ist die Zahl der Fans eher steigend, und die, die den kleinen, kuschligen Verein mochten – die müssen sich wohl umgewöhnen…