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Bilderwelten

Mittwoch, den 29. Oktober 2014
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DI 28.10.2014 | 0.10 Uhr (Mi.) | Servus TV

Herrliche Bilder. In Slomotion sehen wir, wie Wasser auf den Kopf eines Mannes trifft. Außerdem noch ein Flug über einen See. Und dazu träumerische Musik. Das sind die “Bilderwelten” bei Servus TV.

Das ist an sich nicht bemerkenswert. Interessant ist viel mehr, der Grund, warum die Sendung überhaupt gezeigt wurde. Die “Bilderwelten” waren ein nicht angekündigter Pausenfüller, ein sogar zehn Minuten langer.
Früher, bis Ende der 80er-Jahre, gab es auf den Fernsehsendern hin und wieder Pausenfilme, weil eine Sendung früher zu Ende war als geplant, oder weil schlicht noch Zeit bis zum Beginn der nächsten Sendung war. Diese Sendungsgattung gilt eigentlich als ausgestorben.
Nicht so bei Servus TV.

Eigentlich sollte der Spielfilm “Comedian Harmonists” laut Fernsehzeitung bis 0.25 Uhr dauern, laut Videotext bis 0.22 Uhr. Er endete aber schon um 0.12 Uhr.
Daraufhin zeigte Servus TV die “Bilderwelten”.
Was war da los? Sind kurzfristig 20 Werbekunden abgesprungen? War der Film deshalb so kurz? Kann irgendjemand in der Programmplanung nicht rechnen?
Es handelt sich nämlich nicht um einen Einzelfall, schon einmal habe ich bei Servus TV einen Film gesehen, der sogar 20 Minuten früher zu Ende war als angekündigt.

Nach zehn Minuten einlullenden Bildern begann schließlich der nachfolgende Film.
Aber es wird noch wunderlicher: Die “Comedian Harmonists” sind 126 Minuten lang. Für die Nachtwiederholung des Films plant man bei Servus TV allerdings nur 108 Minuten ein. Lässt man den Film dann schneller durchlaufen? Oder verspäten sich die für 3.33 Uhr tatsächlich geplanten “Bilderwelten” da etwa? Die sind schon seltsam, da bei Servus TV.

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YPD-Challenge – Der Karrierestart deines Lebens

Samstag, den 29. März 2014
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DO 27.03.2014 | 20.15 Uhr | Servus TV

Beim Casting kann man auch ganz schön ins Schwitzen kommen. Und in schiere Verzweiflung verfallen. Denn bei der “YPD-Challenge” auf dem österreichischen Sender Servus TV müssen die Teilnehmer mal so richtig ihren Grips einsetzen. Da gibt es keine Pillepalle-Fragen oder Scherzantworten.

YPD steht für Young, Powerful, Dynamic. Gesucht werden laut Ptressemitteilung junge, dynamische und motivierte Schüler, Studenten oder Berufseinsteiger aus Österreich und Deutschland. Sie können sich einen von rund 120 Praktikumsplätze beiinternational agierenden Firmen sichern.
So sitzen in einem großen Raum 50 Jugendliche und verfolgen die Fragen, die man ihnen nacheinander stellt.

Allein in der Sendung von diesem Donnerstag waren harte Nüsse zu knacken. Es ging beispielsweise darum Zusammenhänge zu erfassen. Auf einem Bild sind bunte Klötzchen gezeigt worden – ohne den Teilnehmern zu sagen, worums es geht. Dann aber die Frage: Genannt wurden vier Comicfiguren, und anhand der Klötzchen, die man nun abe rnicht mehr sah, sollte man erkennen, welche Comicfamilie fehlte. Wahnsinn.
An anderer Stelle redete der Sprecher scheinbar ewig belangloses Zeug – dann aber wollte er einen ganz bestimmten Fakt wissen. Später mussten Vornamen von Schauspieler den Vornamen von Serienfiguren zugeordnet werden.

Das sind harte Brocken gewesen, und das unterscheidet sich ganz erheblich von herkömmlichen Spielshows. Zumal der Zuschauer zu Hause mitmachen kann – auf dem Second Screen läuft das Spiel parallel.
Es kommt nur noch selten vor, dass man beim fernsehen durchaus gefordert ist: Bei der “YPD-Challenge” ist das definitiv der Fall. Und das macht Spaß.

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n-tv live: Projekt Stratos

Montag, den 15. Oktober 2012
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SO 14.10.2012 | 16.15 Uhr | n-tv

14 Uhr geht’s los.
15 Uhr geht’s los. Zu viel Wind.
16.15 Uhr geht’s los. Immer noch zu viel Wind.
16.30 Uhr geht’s los. Wenn der Wind ruhig bleibt.
18 Uhr geht’s los.
Na, wenn da nicht mal die Leute von n-tv kräftig mitgepustet haben, um den Weltrekord-Sprung von Felix Baumgartner nach hinten zu verschieben. Denn der Showdown passierte nun genau vor der Primetime. Rechtzeitig vor dem “Tatort” stürzte sich Baumgartner aus 39 Kilometern Höhe in die Tiefe. Maximale Aufmerksamkeit.

Das “Projekt Stratos” bewegte schon tagelang davor die Gemüter. Immer wieder musste das Projekt verschoben werden, am Sonntag war es dann endlich so weit.
Für n-tv unglaubliche fast 7 Millionen Menschen sahen sich die “Rekordshow” an: der Mensch, der mit Schallgeschwindigkeit fliegt – aus einer Höhe, aus der noch nie ein Mensch gesprungen ist. Auch der österreichische Sender ServusTV hatte nie dagewesene Einschaltquoten.
Auch wenn die n-tv-Leute das Ereignis gern mit der Mondlandung verglichen haben (hallo, geht’s noch?): Wirklich wichtig war das Ganze nicht. Spannend aber auf jeden Fall. Stundenlang konnte man zusehen, wie der Ballon vorbereitet wird, wie Baumgartner mit dem Ballon in die unfassbare Höhe steigt. In der Hinsicht gehört das Projekt durchaus zu den Fernsehereignissen des Jahres.

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Sport und Talk aus dem Hangar-7

Donnerstag, den 18. November 2010
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MO 15.11.2010 | 21.05 Uhr | ServusTV

Red Bull ist toll. Das wollen wir hier mal festhalten. Red Bull ist nämlich nicht nur das süße Gesöff, sondern betreibt auch einen Fernsehsender in Österreich und ein Formel-1-Rennteam. Und das alles ist total toll. Ganz sauber. Ganz seriös. Dafür wollen wir jetzt mal kurz aufstehen und applaudieren. Und jubeln.
Sagte ich kurz? Nein, gern auch länger.

In der Sendung “Sport und Talk aus dem Hangar-7″ bei ServusTV war am Montagabend der neue Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel zu Gast. Ein Coup für den kleinen Sender.
Auf den ersten Blick.
Auf den zweiten Blick hatte Vettel wahrscheinlich keine Wahl.
ServusTV gehört nämlich zu 100 Prozent der Red Bull Media House GmbH, einer Tochterfirma der Red Bull GmbH. Und auch das Team, für das Vettel fährt, gehört zu Red Bull.
Toll: Das Red-Bull-Team auf dem Red-Bull-Sender. Da bleibt eine Prise Eigenlob natürlich nicht aus.

Aber es wäre plump, das selbst zu tun. Also hebt Rennsport-As Niki Lauda zu einer Lobrede an.
ServusTV sei toll, besser als der öffentlich-rechtliche ORF. Applaus des Publikums. Jubel. Standing Ovations.
Das Rennsportteam sei toll. Und ganz sauber, das sei ja mal ganz anders gewesen. Aber jetzt nicht mehr. Das Red-Bull-Team habe den saubersten Sieg jemals eingefangen. Applaus des Publikums. Jubel. Standing Ovations.
Ach ja, und dem Zweiten im Team, Mark Webber, will man natürlich auch danken. Ganz toller Mann. Applaus des Publikums. Jubel. Standing Ovations. Und war da nicht gerade ein Anheizer kurz im Bild?

Sebastian Vettel fallen unterdessen fast die Augen zu. Nach seinem Sieg in Abu Dhabi bekam der WM-Fahrer nur wenig Schlaf. Mit schweren Lidern verfolgt er Lauda Laudatio. Aber um die Werbe- und PR-Sause kam er wohl nicht herum. So ein Titel hat eben nicht nur Vorteile.