RTelenovela

Traumtagebuch (79): Ich will kein Autogramm von Stefanie Hertel

Donnerstag, den 21. Juli 2011
Tags: ,

(78) -> 22.6.2011

Ich bin im Schwimmbad. In der Halle nebenan ist das Wellenbecken. Die Wellen schwappen bis in mein Becken rüber, ich habe Probleme, mich über Wasser zu halten. Erst schaffe ich es nicht, durch den schmalen Kanal rüber ins eigentliche Wellenbecken zu schwimmen, dann gelingt es mir aber doch.

Als ich drüben ankomme, ist es jedoch ein ganz normales Schwimmbecken ohne Wellen. Am Beckenrand steht Stefanie Hertel. Sie ruft mir zu, dass ich doch sicher ein Autogramm haben will. Ich schwimme weiter und reagiere nicht auf das Angebot. Ich will kein Autogramm von ihr.
Nun sehe ich Stefan Mross, auch er will mich begrüßen, er wirkt ziemlich überschwänglich. Aber ich schwimme wieder weiter. Ich schwimme an Sabi vorbei. Sie beschwert sich, dass ich sie nicht begrüße. Ich rufe: “Komm rüber!” Ich schwimme an den Beckenrand.

Ich wache in dem Moment auf, in dem eine Wespe auf meinem Kopf herumkrabbelt und ich das Gefühl habe, dass sie auch zugestochen hat. Ich stehe auf, schmeiße den Laptop an und googlele erstmal “Wespenstich im Kopf”.

RTelenovela

München (5): Das schnellste Wasser der Welt

Donnerstag, den 29. Januar 2009
Tags: , ,

(4) -> 26.1.2009

Entspannungsabend an einem ganz besonderen Ort. Im Jahr 1972 gewann Mark Spitz bei den Olympischen Spielen in München siebenmal Gold. Genau hier, im Olympiaschwimmbad, im “schnellsten Wasser der Welt”.
Nun gut, es war nicht zu rechnen, dass auch nur irgendjemand applaudierte, als ich heute Abend in besagtes Schwimmbecken eintauchte.
Die Schwimmhalle im Olympiapark ist gut besucht. Das Publikum ist im Durchschnitt recht jung. Auf den Zuschauerrängen sitzen einige Leute und beobachten das Treiben im Nass. Nebenan stehen die Sprungtürme, von denen auch Stefan Raab und seine Promis schon gesprungen sind.
Die Bahnen sind dann natürlich auch länger als die, die ich aus dem TURM-Schwimmbecken in Oranienburg gewohnt bin. Das schafft. Und ständig irgendwelche Leute, die einem in die Bahn schwimmen.
Also rüber in die Sauna. Aber irgendwie hat die Olympiaschwimmhalle ein seltsames Eintrittssystem: Nach em Bezahlen gibt es eine Chipkarte für den Zutritt. Dann Schrank aussuchen, im Saunabereich gibt es keine. Umziehen und schwimmen gehen. So weit, so gut. Dann rüber in die Sauna. Chipkarte nicht vergessen, die braucht man für den Übergang. Im Saunabereich gibt es erneut kleine Safes. Dort wird die Karte reingeschoben, und man bekommt einen weiteren Schlüssel. Mit dem widerrum kann man so oft man will, zwischen Bad und sauna wechseln. Kompliziert? Ja. Ich habe mich erstmal fix mit der Chipkarte ausgesperrt… Da steigt ein Preuße halt nicht hinter, wenn sich die Bayern so was Umständliches ausdenken…

RTZapper

Das war 2008!

Mittwoch, den 31. Dezember 2008
Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Gespart wird an allen Ecken, auch im Fernsehen. An Finanzen und an Qualität und Intelligenz: Das war 2008.

Da will uns ProSieben weismachen, dass alle Außerirdischen des Universums auf der Erde vorbeischauen, wenn Uri Geller mal wieder eine dusslige TV-Show am Start hat. ProSieben hat das bestimmt gar nicht so ernst gemeint. Oder? Bitte, gebt es doch endlich zu! Wobei die lausigen Promidokus nicht viel besser sind: Eine gewisse Jana Ina und ihr Giovanni (Ex-Bro’Sis-Sänger, muss man nicht kennen) bekommen vor laufenden Kameras ihr Kind. Schauspieler Willi Herren lässt seinen Drogenentzug von RTL-Kameras begleiten. Brigitte Nielsen lässt sich runderneuern, und Sarah Connor macht auf glücklich, in dem sie so tut, als sei mit ihrem Marc noch alles okay. Nun warten wir 2009 auf „Sarah & Marc Full Of Hate“.

Die ARD ist leider immer öfter nicht besser als die Privaten: Quizshows, Schmalzfilmchen und – Flocke. Das Erste sendete live den ersten Ausgang der Nürnberger Eisbärin. Fast verwunderlich, dass am Abend nicht auch noch ein „Brennpunkt“ lief. Von der dummen Stylingshow mit Bruce Darnell wollen wir lieber erst gar nicht reden. Und wie war das noch mal mit der falschen Deutschland-Flagge bei den „Tagesthemen“? Da war Schwarz-Rot-Gold wohl gerade nicht im System enthalten, andere Farben mussten her. Kann ja mal passieren.

Gutes Stichwort: Bildausfall beim Fußball-EM-Halbfinale. Minutenlang musste Bela Rethy Radioreporter spielen. Findige ZDF-Techniker machten es möglich, das Bild vom Schweizer Fernsehen zu übernehmen, sonst hätten wir noch viel länger in die Röhre gesehen.
Sportlich war es auch während der Handball-EM. Deutschland schied im Halbfinale aus, die Zuschauer sahen wieder einmal hochspannende Spiele.
Bewegende Momente boten auch die Olympischen Spiele in China. Eine vor Freude heulende Britta Steffen, ein kraftstrotzender Michael Phelps und so mancher Dopingsünder. Die Eröffnungsshow war zwar atemberaubend, der miliärische Drill aber deutlich anzumerken. Plus Kinderplayback und aufgezeichnete Effekte.

Ekeltrend: Im Fernsehen wird gefressen bis die fette Schwarte kracht. Jumbo Schreiner sucht XXL-Gerichte und schert sich nicht darum, dass sich die Zuschauer beim Anblick der Megaburger, -schnitzel und sonstigem Gedöns übergeben könnten. Absolut überflüssig.

Die Kandidaten in Fernsehshows werden auch immer beknackter. In der Premiere-Big-Brother-Live-Übertragung blökt eine gewisse Rebecca “Sieg heil!”, findet es lustig und wundert sich über ihren sofortigen Rausschmiss. Dummheit muss bestraft werden. Dumm, aber auch sehr lustig wurde es bei “Wer wird Millionär?”, als sich eine Frau aus Versehen auf Günther Jauchs Sitz platzierte. Jauch spielte mit und erspielte für sie die ersten 500 Euro.

Ups! NDR2 gratuliert den Müttern im Norden zum Muttertag. Nur leider einen Sonntag zu früh.
Welch ein Zufall: Beim Telefongewinnspiel von „Deutschland sucht den Superstar“ gewinnt eine gewisse Edith Bohlen. Dieters Mama. Die Bohlens haben aber auch ein Glück!

Wann hat das endlich ein Ende? Paul Potts und seine Arien. Michael Hirte und sein ätzendes Mundharmonika-Getute. Ohren zu!!

Die Wirtschaftskrise erreicht auch die Medien. Der rbb setzt das Magazin “Polylux” ab und schließt zum Jahresende das Radio Multikulti. Comedy Central und Nick verschmelzen zu einem 24-Stunden-Kanal. Sat.1 zieht demnächst nach Unterföhring ins ProSieben-Sat.1-Mutterhaus um. Mehrere Zeitungsverlage kündigen die Streichung diverser Titel an, Redaktionen werden zusammengelegt.

Hoffnungsschimmer: Die Wahl des US-Präsidenten. Schon Monate vorher überschlagen sich nicht nur die US-Medien, sondern auch die in Deutschland. Unzählige Sondersendungen, die Rede in Berlin, und die Nacht der Nächte – zumindest politisch. Sternstunden morgens um 6 Uhr: Barack Obamas Siegesrede. Die Wende.

Das Jahr der Flops: Dirk Bachs Spielshowversuch “Power Of 10″ bei VOX wollte so gut wie niemand sehen. Ebenso das Comeback von Margarethe Schreinemakers. Ihr interaktives Konzept “Schreinemakers 01805-100232″ bei 9live hatte nicht mal messbare Quoten, also unter 10000 Zuschauer. Das Aus nach wenigen Wochen. RTL strich “Die Anwälte” nach nur einer Folge aus dem Programm. Sehr viel mehr Erfolg hatte die Krimireihe im Ersten jedoch auch nicht. Nicht mal zwei Millionen Zuschauer waren montags dabei.
Reihenweise Flops bei Sat.1: “Dr. Molly & Karl” mit nur miesen Quoten. Hugo-Egon Balder versuchte es mit Eventshows a la “Peng! Die Westernshow” – sah düster aus. Ganz bitter auch die Pleite von “Ich Tarzan, du Jane!”. Musicalcasting funktionierte so gar nicht.
Die ARD ging mit der Datingshow “Ich weiß, wer gut für dich ist” ganz tief baden. RTL versuchte es mal wieder mit einer Nachmittagstalkshow. “Natascha Zuraw” hielt nicht lange durch.
Flops waren auch die Neuauflagen der “Traumhochzeit” im ZDF und der “100000 € Show” bei RTL. Nicht nur schlechte Quoten, sondern auch ziemlich langweilig.
Ach ja, langweilig: Der Mann mit den drei Vornamen (nicht lustig!), Ernst Marcus Thomas, machte den “ZDF-Fernsehgarten” zu einer Langweilernummer. 2009 soll die gefeuerte Andrea Kiewel ihr Comeback feiern. Noch sind das jedoch Gerüchte.

Und noch ein Debakel – aber eines, das vorhersehbar war: Die No Angels gingen beim Eurovision Song Contest hoffnungslos unter. Langweiliges Gejaule funktioniert eben in Europa nicht. Die Deutschen waren trotzdem bockig. Mal wieder. Wie immer. Böser Osten! Böse Punkteverschieberei! Alles ganz böse!! Jetzt macht’s der NDR allein. Zumindest die Auswahl des Kandidaten, der 2009 zum ESC-Finale nach Moskau darf. Das hat ja in den 90ern schon verdammt gut funktioniert…
Subway To Sally gewinnt für Brandenburg den Bundesvision Song Contest. Somit findet die ProSieben-Show 2009 in Potsdam statt.

Oliver Pocher gewinnt in der Promiausgabe von “Wer wird Millionär?” die Million. Das Glück war perfekt. Zum Jahresende der Bruch: Pocher und Schmidt trennen sich. Die Late Night “Schmidt & Pocher” wird im April 2009 das letzte Mal laufen. Dann gehen beide wieder getrennte Wege. Der “Preis der beleidigten Zuschauer” für den Pocher bleibt da glücklicherweise nur eine Randnotiz, die den Stiftern hoffentlich irgendwann mal peinlich ist.
Übrigens: Auch Gottschalk wurde 2008 bei Jauch ebenfalls symbolischer Millionär.

Abschied für immer: Schauspieler Heath Ledger, „Golden Girl“ Estelle Getty, „Derrick“ Horst Tappert und der Drehbuch- und Romanautor Michael Crichton haben uns verlassen. Knuts Papa Thomas Dörflein, die Musiker Ivan Rebroff, Isaac Hayes und Hannelore Jacob, die Schauspieler Roy Scheider, Sydney Pollack, Charlton Heston, Herbert Bötticher, Günter Schubert, Horst Jüssen, Kurt Weinzierl, Erwin Geschonnek, Alexander Mey und Paul Newman, Schauspielerin Marianne Kiefert, Theatermann Peter Steiner, Ruhrpott-Urgestein Tana Schanzara und Moderatorin Sigi Harreis.

Lichtblicke 2008: die witzig-traurige Serie „Doctor’s Diary“. 2009 gibt’s neue Folgen. Die überaus unterhaltsame Ina Müller verzaubert in “Inas Nacht” im NDR Gäste und Zuschauer. Das ist echtes Hamburger Flair. Die Parodie des Jahres: “Switch reloaded”. Die ProSieben-Comedysendung zeigt sich auf immer höherem Level.

Denn Marcel Reich-Ranicki hat einfach mal nicht recht, wenn er alles pauschal verteufelt. Beim “Deutschen Fernsehpreis” lehnte er den Ehrenpreis ab. Rundumschlag. Alles ist mies, selbst das 3sat-Programm.
Na denn.

Also, auf ein Neues!

RTelenovela

Dauerduscher (6): Wieder mal der Jünter

Montag, den 24. November 2008
Tags: ,

(5) -> 13.4.2007

Kommt ja nun leider nicht mehr so oft vor, dass ich meine Bahnen im TURM-Sportbecken drehe. Dennoch scheint einer immer noch öfter dort zu sein: Jünter, der Dauerduscher. Ob er nun wirklich Jünter heißt, habe ich ihn immer noch nicht gefragt, aber der Typ stand mal wieder unter der Dusche mit seinem leicht zerknautschten Gesicht und seinem beringten besten Stück. Glotzte und duschte. Als ich nach dem Schwimmen wiederkam, war er allerdings schon in den Duschfeierabend gegangen (oder in die andere Dusche, ich habe das nicht kontrolliert).
Im Sportbad war übrigens mal wieder Wassergymnastik angesagt. Aber da waren die Zeiten auch schon mal unterhaltsamer. Während die Musik früher aus einem extra aufgestellten Lautsprecher am Beckenrand kam, wird die Truppe nun von einem fest installierten Gerät auf der anderen Beckenseite beschallt. Die Musik scheint nicht mehr zusammengestellt, sondern kommt von einer billigen Party-CD und spielt bei der Gymnastik keine Rolle mehr. Ja, so einfach einfach kann man sich das auch machen. Nur ist der Preis für die Gymnastik sicherlich nicht gefallen.

RTelenovela

80, aber nur ganz vorsichtig!

Sonntag, den 17. August 2008
Tags: , , ,

Die Schilder fallen selbst dem unaufmerksamsten Autofahrer auf: Seit einigen Tagen gilt auf dem Berliner Autobahnzubringer vom Dreieck Pankow bis zur Prenzlauer Promenade nur noch Tempo 80, für Lkws sogar nur noch Tempo 60. Wegen Straßenschäden.
Ja, spinnen die denn? So dramatisch mies ist die Straße nun wirklich nicht, als das man da nun so lahm drübertuckern muss. Da gab es früher schlechtere Autobahnabschnitte mit höherem Tempolimit.
Hoffentlich wird die Autobahn an der Stelle wenigstens in absehbarer Zeit mal saniert. Nicht, dass demnächst da noch Tempo 60 gilt. Und dann Tempo 50. Und dann 30. Und dann …

PS: Gerade hat Michael Phelps sein achtes Olympia-Gold im Schwimmen geholt. Ich bin so müde.

RTZapper

Schwimmen live: Olympische Spiele

Freitag, den 15. August 2008
Tags: , , ,

DO 14.08.2008 | 4.00 Uhr (Fr.) | Eurosport

Was für eine Nacht! Was für Emotionen im deutschen Morgengrauen! Da kämpft sich die Schwimmerin Britta Steffen vom letzten Platz auf den ersten hervor. Goldmedaille! Und dabei haben wir sie anfangs fast schon wieder abgeschrieben, als sie den anderen hinterher schwamm.
Und hier ist dann auch schon der Nachteil von Eurosport deutlich zu merken: Der Höhepunkt nach dem Höhepunkt blieb den Zuschauern des Sportsenders verwehrt. Das hochemotionale Interview mit der ARD. Die Tränen, die Umarmungen mit Franziska van Almsick. Eurosport überträgt nur das internationale TV-Signal, die ARD dagegen ist wirklich vor Ort, sorgt für die deutsche Berichterstattung. Und wenn dann so etwas wie heute passiert, dann sind alle olympischen Tiefschläge auch wieder vergessen.
Leider haben die Zuschauer von Eurosport übrigens auch die Siegerehrung für Britta Steffen verpasst. Jeder, der meint Eurosport sei viel besser als ARD und ZDF wurde heute Morgen eines Besseren belehrt.

Und dann wieder Michael Phelps. Der US-Schwimmer sorgte mal wieder für einen Weltrekord und für seine x-te Goldmedaille in Peking. Freut der sich überhaupt noch? Ist das noch schon Routine?
Man kann sagen, was man will: Die Jubelstürme, das Aufbäumen, die Siegerfäuste – nein, so richtig sympathisch ist Michael Phelps nicht. Mehr und mehr wirkt der Mann wie eine Maschine, wie ein Bündel Hormone, die ab und zu mal ausbrechen.
Kaum gewinnt er die 200 Meter Lagen, holt er sich ganz lässig seine Medaille ab, um nur Minuten später wieder beim Vorlauf 100 Meter Schmetterling auf dem Startpodest zu stehen. Und natürlich wieder zu gewinnen, was sonst?! Schön für ihn, irgendwie aber auch… ein bisschen langweilig.

RTZapper

Olympia live: George W. Bush

Montag, den 11. August 2008
Tags: , , ,

SO 10.08.2008 | 3.55 Uhr (Mo.) | Das Erste

Er ist wahrscheinlich der größte Olympia-Fan. Jeden Tag sitzt er in der Halle bei den olympischen Schwimmwettbewerben, winkt voller Begeisterung und schwenkt Fahnen. George W. Bush fühlt sich wohl in Peking. Hier kann der US-Präsident kann entspannt sein und die Seele baumeln lassen. Wahlkampf hat er auch keinen vor sich, seine Amtszeit neigt sich dem Ende zu. Was will man also mehr?
Ein deutscher Politiker hat sich jedenfalls auf diese Weise noch nicht in Peking vor die Kamera gesetzt – wenn man mal von Ex-Kanzler Schröder absieht. Vielleicht haben Angela und Co. ja Angst, dass die Leute sehen könnten, dass sie in China total gut drauf sind und gerade mal nicht an die Menschenrechte und die Diktatur denken. Man mag ja von Schorsch Dabbeljuh halten, was man will: Diese Lockerheit macht was her, finde ich.