KeineWochenShow

#63 – Late Night Oranienburg

Sonntag, den 18. März 2018
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ProSieben hat neuerdings seine “Late Night Berlin” aus Potsdam. Da wollen und können wir natürlich nicht nachstehen. Wir präsentieren: “Late Night Oranienburg”. Und das Tolle ist: Ihr könnt sie euch auch am Morgen, am Mittag oder am Abend ansehen. Ist das nicht großartig?

Außerdem: Habemus Regierung! Nach nur einem knappen halben Jahr nach den Wahlen hat sich die neue Regierung gebildet, und die SPD wirkt die ganze Zeit, als befinde sie sich in einer Schockstarre, kurz bevor sie vom Monster gefressen wird.

Wir sprechen aber auch über den Druck im Proifußball. Durch die Medien, durch die Fans. Per Mertesacker hat das Thema mal wieder aufgerollt, in dem er in einem Interview sehr offen davon erzählte, was er durchgemacht hat und wie sehr manchmal der Druck auf ihn gelastet hat. Haben wir nach dem Freitod von Robert Enke nichts dazu gelernt?

Die Spargelsaison hat übrigens schon begonnen – zumindest in Schwetzingen. Allerdings muss da nachgeholfen werden, und wir fragen uns, ob das nötig ist. Wir gratulieren dem “Mosaik” und den Abrafaxen, dass sie nun erfolgreicher sind als die “Micky Maus”.
Das und noch mehr in KeineWochenShow #63 auf YouTube.

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RTelenovela

Ossis feiern länger

Mittwoch, den 5. Juli 2017
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Es ist nicht das erste Mal, dass wir das festgestellt haben: Ossis feiern länger.
Auf dem Gelände des Schlosses in Schwetzingen fanden am Sonnabend gleich mehrere Hochzeiten statt. Wer am Nachmittag im Schlossgarten unterwegs war, dem sind da diverse Bräute entgegen gekommen.
Am Abend konnte man an den verschiedenen Partys vorbeiwandeln.

Unsere dauerte am längsten – bis 4 Uhr! Wer die Räume dort mietet, mietet sie mehr oder weniger open End. Vermutlich wäre es aber angebracht, dass alles bis 6 Uhr geräumt ist. Aber als bei uns der Kehraus stattfand, da war es in den Nachbarräumen längst dunkel.
Und auch bei unserer Feier waren es überwiegend die Ossis, die durchhielten, und nach 3 Uhr zu “Kling Klang” und “Jugendliebe” tanzten. vermutlich musste sich der örtliche DJs diese Osthits erst mal aus dem Internet suchen. Auch das Eisbären-Lied von den Puhdys schien ihm nicht wirklich geläufig zu sein, und in den Mannheim-nahen Gegend verweigert man sich bei dem Lied ja sowieso ganz gern, aber wir mussten an der Stelle des Tanzabend mit der Jürgen-Drews-Version zufrieden geben.

Aber vermutlich ist der DJ nach diesem Abend nun auch Ost-Musikexperte.

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RTelenovela

Im Schleichtempo am Schloss vorbei

Dienstag, den 27. Juni 2017
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In Oranienburg wird momentan über das großflächige Tempo 30 diskutiert, das in der Innenstadt eingeführt wird. Im badischen Schwetzingen sind sie das schon längst einen Schritt weiter.
Auf dem dortigen Schlossplatz müssen die Autofahrer nämlich durch eine Spielstraße.

Wenn man es genau nimmt, spielt nicht wirklich jemand in dieser Spielstraße. Aber das entsprechendes Schild sorgt dafür, dass sich die Autos mit Tempo 7 über den Platz quälen. Und damit sie das auch wirklich tun, wird auch noch per Zusatzschild eine Radarkontrolle angekündigt.

Der Platz ist eine durchaus vielbefahrene Strecke in Schwetzingen, und so ist das Bild, das sich dort bietet, irgendwie putzig: Der gesamte Verkehr bewegt sich im Schleichtempo. Wie in Zeitlupe. Und als Fußgänger kann man tatsächlich relativ sicher über die Straße lustwandeln. So wie früher – denn die Kutschen waren einst sicherlich nicht schneller als die Autos in der Spielstraße heute.

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RTelenovela

Outdoor-Hochzeitspreview

Freitag, den 9. Juni 2017
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Eine Hochzeit im Schwetzinger Schlossgarten: Das Naturtheater am Apollotempel bietet dafür eine tolle Kulisse. Man sitzt mit Blick auf den Tempel und schaut der Trauung zu.
An diesem Sonnabendmittag herrscht reges Treiben im Naturtheater. Die Stühle sind schon mit Kissen belegt, am Rand werden schon die Sektgläser vorbereitet, und Musik ist auch schon zu hören.

Ein Problem aber gibt es: der Himmel über dem Schlossgarten. Ein Gewitter droht, schwere Wolken hängen über der Kulisse, und in einer guten halben Stunde soll es losgehen. Während das Hochzeitspaar im Garten unterwegs ist, um erste Fotos machen zu lassen, sind die Organisatoren der Hochzeit noch ein bisschen ratlos. Ziehen sie die Outdoor-Hochzeit durch oder wird das ganze doch noch in eine der Räume im Schloss verlegt?
Noch hält das Wetter, noch geben sich alle zuversichtlich.

Wir sind dort nicht ganz zufällig, denn in vier Wochen sind wir auch wieder dort, Freunde von mir werden heiraten, und wir haben uns schon mal die Location angesehen.
Die Stühle gibt es übrigens ohne Sitzkissen, aber ein junger Mann aus der heutigen Hochzeitsgesellschaft bietet schon mal die Sitzkissen an, die wohl ziemlich teuer gewesen sein sollen.

Wir verlassen unterdessen das Naturtheater, lustwandeln weiter durch den Schlossgarten in Richtung Ausgang – als der Regen einsetzt. Was aus der Hochzeit draußen geworden ist, haben wir leider nicht mehr mitbekommen. Aber sie könnte feuchter ausgefallen sein als geplant.

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RTZapper

ADAC-Fliederball 2015

Samstag, den 13. Februar 2016
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MO 08.02.2016 | 22.45 Uhr | RIK-tv

Ach, war das aber schön beim ADAC-Fliederball. Die High Society aus Schwetzingen kam zusammen. Alles war schick. Der erste Bürgermeister hatte auch was zu sagen. Und der Oberbürgermeister ebenfalls. Die Leute hatten Spaß, viele haben getanzt.
Das klingt ja… also, nun ja.

Normalerweise geht ein Kamerateam zu einem Event, filmt alles ab, und dann gibt es einen mehrminütigen Beitrag. Beim Lokalsender RIK tv aus Ketsch in Baden-Württemberg ist das ein wenig anders: Da geht jemand mit der Kamera zu einem Event – und zu sehen ist dann: alles. Das komplette Material. Ohne Rücksicht auf eventuelle (nein: ganz sichere) Langeweile.
So lief am Montagabend ein Film über den “ADAC-Fliederball 2015” in Schwetzingen. In epischer Breite ist gezeigt worden, wie die Leute im Saal ankommen und begrüßt werden. Wie sie tanzen. Wie sie essen. Und wie sie wieder tanzen. Und wie noch ein paar Leute ankommen. Und was die verschiedenen Bürgermeister sagen.

Das alles wirkt wie ein ungeschnittenes Homevideo, und das Bittere daran ist: Vermutlich ist es auch genau das. Und die Frage ist: Wer möchte sich das in epischer Breite ansehen?
Das hat ja jeder schon mal erlebt: Man ist bei Freunden und bekommt dort ein Video von einer Familienfeier gezeigt – und der Film will einfach nicht aufhören, und eigentlich möchte man sagen: Lass mal gut sein.
So sitzt man als Zuschauer auch fassungslos da, wenn auf RIK tv eine halbe Ewigkeit diese Feier breitgetreten wird. Jeder, der nicht beim ADAC-Fliederball dabei war, wird sich dafür kaum interessieren.

Direkt im Anschluss gab es bei RIK tv eine Sendung, in der ein Seniorenchor sang. Volkslieder. Popsongs. Mindestens eine halbe Stunde, ohne jede Gnade, dass es mal vorbei sein könnte. Komplett ohne Schnitt, ab und zu ein Schwenk, weil leider nicht alle Chormitglieder ins Bild passten.
Das alles live ist ja sicherlich ganz nett – aber mal im Ernst: Wer schaut sich so was an? Wer ist die Zielgruppe dieses Lokalsenders?

Anderntags gab es einen ewig langen Bericht darüber, wie irgendwelche Frauen einen Ausflug in den Spreewald machen. Wir sehen die Kahnfahrt. Und viel Wasser. Und den Kahn. Dann steigen mal alle aus, gucken sich was an, und weiter geht die Kahnfahrt. Sehr, sehr spannend.

Das Schlimme ist ja: Es ist nicht mal die Faszination des Grauens. Das Grauen wäre ja noch irgendwie interessant. Aber es ist einfach nur: langweilig und nichtssagend.

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RTelenovela

Meningitisschock

Montag, den 1. Juni 2015
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Das war erst mal ein Schock: eine Nachricht per WhatsApp. Jemand aus meinem Umfeld sei schwer erkrankt, und die Person könne uns angesteckt haben. Wir müssten sehr bald telefonieren, dann könne ich Näheres erfahren.
BÄM!

Um welche Krankheit es geht, und wie gefährlich das alles nun auch für mich sein könne – ich stand erst mal im Dunkeln. Und bin zur Ablenkung erst mal in den Supermarkt gelaufen. Eine Stunde sollte ich warten.
Inzwischen machte ich mir – wieder bei meinen Freunden angekommen – mit ihnen Gedanken, was es denn sein könne. Und wie groß die Gefahr sein könne. Wenn ich betroffen bin, dann müsste ich ja wiederum auch alle Leute informieren, mit denen ich seitdem in Kontakt war.
Und wie sieht es überhaupt mit der Inkubationszeit aus? Ich war vor sieben Tagen das letzte Mal mit der nun kranken Person in Kontakt.

Die Zeit verging. Nach einer Stunde immer noch kein Anruf. Nach 90 Minuten auch noch nicht. Zwei Stunden musste ich warten. Und rätseln.

Die Person liegt mit einer Hirnhautentzündung im Krankenhaus. Alle Leute, mit denen sie Kontakt hatte, müssen benachrichtigt werden – so also auch ich.
In Falkensee fand am Sonntag eine Aktion statt, bei der Prophylaxe-Tabletten verteilt worden sind. Da war ich auch angemeldet.
Nun bin ich aber gerade nicht im Lande. Von Altlußheim aus musste ich mir nun überlegen, was ich mache. Melde ich mich in der Klinik in Schwetzingen? Bekomme ich dort das Vorsorgemittel, das die Meningitis-Gefahr auf ein Minimum reduzieren soll?
Die Gefahr, dass ich betroffen bin, ist fast Null. Sieben Tage sind schon vergangen, die Inkubationszeit liegt bei drei bis vier Tagen, und so nah sind wir uns bei dem Treffen nicht gekommen, dass eine Tröpfcheninfektion möglich gewesen wäre. Die Leute, die bei dem Treffen auch dabei waren, sind vorsichtshalber bei der Falkenseer Aktion dabei gewesen.
Ich belasse es dabei. So ist jedenfalls der Stand in dem Moment, wo ich das schreibe.

Und was ja im Moment viel wichtiger ist: Daumen drücken, dass es der eigentlich betroffenen Person bald wieder gut geht.

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RTelenovela

Zeitungen gibt’s, die gibt’s gar nicht

Dienstag, den 4. Mai 2010
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Wenn ich in Deutschland unterwegs bin, will ich natürlich immer auch wissen, was denn die Zeitungskollegen so alles fabrizieren. Deshalb kaufe ich mir immer die Tageszeitung, die an dem jeweiligen Ort zu haben ist. Bin ich auf Rügen kaufe ich mir die Ostsee-Zeitung. Bin ich in München habe ich meist die Abendzeitung oder den Münchner Merkur.

In Neulußheim in der Nähe von Mannheim gibt es die Hockenheimer Tageszeitung. Das Besondere: Eigentlich gibt es das Blatt nicht mehr. Bloß noch den Titelschriftzug auf Seite 1. Denn die Hockenheimer Tageszeitung ist in Wirklichkeit die Schwetzinger Zeitung. Beide liegen auch in den Geschäften nebeneinander. Und beide sind komplett identisch. Erst kommt der Mantelteil, dann der Lokalteil aus Schwetzingen, dann der aus Hockenheim.
Wer weiß, vielleicht waren das früher mal unterschiedliche Zeitungen. Und ich kann mich auch noch an Zeiten erinnern, da lag in der Hockenheimer Tageszeitung auch zuerst der Hockenheimer Lokalteil, dann der Schwetzinger. Und in der Schwetzinger Zeitung war es andersrum. Selbst diese Mühe macht sich heute niemand mehr, was den einzigen Vorteil hat, dass die Zeitung durchgängige Seitenzahlen hat.
E-Mails schicken die Leser ausschließlich an die Schwetzinger Zeitung, digital existiert das Hockenheim-Pendent schon gar nicht mehr. Ich kann mir gut vorstellen, dass der Verlag abwartet, bis sich die Leute dran gewöhnt haben, um dann den Titel “Hockenheimer Tageszeitung” komplett sterben lässt.

Auf meiner Reise gen Norden stoppte ich an der A7 in Hessen. Dort kaufte ich mir die Fritzlar-Homberger Allgemeine. Nun gut, ein nicht sehr eingängiger Titel. Dabei handelt es sich um eines der Lokalblätter der Hessische/Niedersächsischen Allgemeinen Zeitung (HNA) aus Kassel. Das Konzept ist einfach: Lokales steht vorn, der Rest kommt danach. Macht der Oranienburger Generalanzeiger, der auch aus der Ippen-Gruppe Verlag kommt, auch so.
Die HNA startete gerade ein neues, spannendes Projekt: HNAwatch. Auf dem Blog wird Kritik an der Zeitung geübt. Leser können sagen, was ihnen gefallen hat und was nicht. Aber vor allem: Die Blattkritik der Redaktion bleibt nicht mehr intern, sondern wird veröffentlicht und kann wiederum kommentiert werden. Eine tolle, wenn auch mutige Sache. Redakteure sind ja durchaus empfindlich, was Kritik angeht – und da kann ich mich nicht immer ausschließen. Vorbild ist der BILDblog, mit dem Unterschied, dass dort andere über BILD und Co. schreiben.
Und es geht zur Sache bei HNAwatch. So wird ein Pizzatest scharf kritisiert, der Chefredakteur muss Stellung beziehen.
Da könnte man sich ein Beispiel dran nehmen. Auch wenn es manchmal wehtut.

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