RTelenovela

2013

Dienstag, den 31. Dezember 2013
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DIE BESTE PARTY
Neujahrsparty auf dem Binzer Kurplatz

DAS BESTE KONZERT
Karl Hyde in Berlin

DER BESTE SONG
Robin Stjernberg: You
außerdem:
ByeAlex: Kedvesem,
Casper: Im Ascheregen,
Moby: Everything that Rises,
Revolverheld: Das kann uns keiner nehmen,
Woodkid: Run Boy run,
Crystal Fighters: You & I,
Bosse: Schönste Zeit,
Olli Schulz: Rangelsong,
Frida Gold: Liebe ist meine Rebellion,
Tom Odell: Another Love

DAS BESTE ALBUM
Casper: Hinterland

DER BESTE FILM
Gravity
außerdem:
Alles eine Frage der Zeit,
Life of Pi – Schiffbruch mit Tiger,
The Place beyond the Pines,
Sein letztes Rennen

DER SCHLECHTESTE FILM
Les Misérables
außerdem:
Only God forgives,
The Hangover III,
The Bling Ring,
Systemfehler – Wenn Inge tanzt

BESTE TV-SENDUNG
Sowas wie Glück – Eine Reise mit Anke Engelke, Das Erste
außerdem:
Arnes Nachlass, Das Erste;
Nichts mehr wie vorher, Sat.1;
Dance Academy, KiKA;
neoParadise/Circus Halligalli, zdf_neo/ProSieben;
Homeland, Sat.1;
heute show, ZDF
ClubBEATZZ, einsplus

SCHLECHTESTE TV-SENDUNG
20 Jahre RTL II – Die Zukunft ist jetzt, RTL II
außerdem:
“Das!” mit Katja Riemann, NDR fernsehen;
Promi Big Brother, Sat.1;
7 Tage Sex, RTL;
Jungfrau sucht die große Liebe, RTL II

BESTER RADIOSENDER
Gar keine Frage: radioeins.

BESTES BUCH
T.A. Wegberg: Klassenziel

BESTER AUGENBLICK
Fünf Tage Odeceixe – Der abendliche Blick in den Sternenhimmel

SCHLECHTESTER AUGENBLICK
Die Galle

RTelenovela

Nutella: Schweden vs. Deutschland

Freitag, den 31. Mai 2013
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Als wir neulich in einem schwedischen Supermarkt ein Glas Nutella in der Hand hatten, fiel uns nicht nur auf, dass das Glas teurer ist als in Deutschland, sondern das Nutella ein Tick anders aussieht als zu Hause.
Tatsächlich ist es wohl so, dass sich die Zutaten des eigentlich selben Produktes in den einigen Ländern unterscheiden. In der Regel wird vom Nord-Nutella und vom Süd-Nutella gesprochen. In Deutschland gibt’s das Nord-Nutella – aber in Schweden? Ist das dann das Süd-Nutella, obwohl Schweden ja doch recht weit im Norden liegt?

Die Unterschiede: Das schwedische Nutella hat weniger Kalorien, aber mehr Zucker. Außerdem weniger Kakao und Magermilchpulver, dafür aber Süßmolkenpulver.
Das schwedische Nutella ist einen Tick weicher und schmeckt süßer. Das deutsche Nutella ist ein bisschen fester und schmeckt mehr nach Kakao und damit auch einen Tick herber – und eigentlich auch interessanter.

Dass unterschiedliche Zutaten verwendet werden, liegt daran, dass in den verschiedenen Ländern andere Brote bevorzugt werden. in Schweden ist das Brot süßer und oft leicht kuchiger als bei uns.
Bald ist mein schwedisches Nutella alle, das deutsche Glas ist schon aufgebrochen. Der deutsche-schwedische Geschmackstest ist damit schon wieder zu Ende.

RTZapper

Eurovision Song Contest 2013

Sonntag, den 19. Mai 2013
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SA 18.05.2013 | 21.00 Uhr | Das Erste

Der Eurovisionszirkus hat es nicht weit. Er muss nur einmal über die Öresundbrücke fahren, das sind nur wenige Kilometer: von Malmö nach Kopenhagen. Von Schweden nach Dänemark im Mai 2014. Und eigentlich war es fast ein bisschen langweilig, denn Emmelie de Forest aus Dänemark galt schon von Anfang an als die große Favoritin, und auch im Voting stellte sich sehr schnell heraus, dass sich ihr Favoritendasein bestätigen wird.
Ihr Song “Only Teardrops” war durchaus okay, aber es gab viele, viele bessere Songs im 2013er-ESC-Jahrgang.

Aber vorher müssen wir dringend über Cascada sprechen: 21. Platz. Hallo? Sooo schlimm war ihr Song “Glorious” doch nun wirklich nicht! ja, selbst wir Deutschen sind nie wirklich mit dem Lied warmgeworden, aber dennoch war es eine poppige Nummer, die ganz gut abging. Allerdings hätte Cascada nicht so doof und so lange auf dem Podest rumstehen sollen. Nun werden wohl wieder die altbekannten Diskussionen losgehen – was können wir besser machen, warum haben uns die anderen nicht lieb? Blabla.

Blabla ist auch ein gutes Stichwort für Peter Urban, der von allen so für seine Kommentare gelobt wird. Das schöne Intro hat er zugelabert, seine Kommentare zu den Songs glichen mitunter 1:1 denen, die er im Halbfinale schon gesagt hat. Und ging es darum, lange englische Textpassagen zu übersetzen, schwieg er oder er erzählte, was wir sowieso sahen. Liebe ARD, es wird höchste Zeit für eine Originalton-Option beim Eurovision Song Contest. In unserer digitalen Fernsehwelt sollte das gar kein Problem sein!

Die ESC-Show in Malmö war auch nur durchwachsen. Das Intro, in dem alle ESC-Länder in die Halle einliefen, war ganz schön, die Pausenshow dagegen wirkte wie eine Wiederholung aus den 80ern. Eine mäßig lustige Revue über schwedische Vorurteile. zeitlich uferte die Show ziemlich aus, sie ging bis 0.30 Uhr. Deshalb war wohl auch oft nicht mal genügend Zeit, sich die Länderpunkte 1 bis 7 anzusehen, sie flogen oft regelrecht durchs Bild. Auch gab es am Anfang ein paar Pannen mit der Punktevergabe. Dass Dänemark, als der Sieg feststand, dann tatsächlich schon gefeiert wurde, obwohl noch vier Länderwertungen ausstanden, war auch eher schäbig.

Leider haben wir die meisten am Sonnabend präsentierten Songs wohl das letzte Mal gehört, denn die deutschen Radiosender werden wohl höchstens den dänischen Gewinnersong spielen. Ich wünsche mir aber auch, dass die Songs aus Norwegen, Malta, den Niederlanden, Ungarn, Schweden, Großbritannien und Finnland mal irgendwo gespielt werden. Das waren nämlich die großen Lichtblicke. Und dass Deutschland den netten ungarischen Beitrag “Geldwäsche” “Kedvesem” seine zwölf Punkte gegeben hat – Respekt dafür, denn das war ein wirklich sympathisches Lied!

Eurovision Song Contest 2014 – in Kopenhagen. Es heißt, die Vorbereitungen dafür liefen bereits vor der heutigen Show. Die Dänen müssen sich sehr siegessicher gewesen sein…

RTelenovela

Schweden (4): Auf der Fähre

Samstag, den 18. Mai 2013
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(3) -> 17.5.2013

So eine riesige Autofähre, wie sie zum Beispiel zwischen Trelleborg in Südschweden und Neu-Mukran auf Rügen unterwegs ist, ist eine logistische Meisterleistung. Das fängt schon mit den vielen Autos, Wohnmobilen, Lastwagen und Eisenbahnen an, die alle verschifft werden sollen. Es bleiben nur gute 50 Minuten Zeit, dass das Schiff geleert wird und die neuen Passagiere an Bord kommen. Außerdem müssen alle Bestände aufgefüllt und sicherlich auch mal durchgewischt werden.

Als Autofahrer muss man ganz schön aufpassen, dass man nicht gegen irgendwas fährt oder ein anderes Auto rammt. Die Einfahrt ist wie in ein recht enges Parkhaus. Es wird so lange zugestellt, bis alle Spuren voll sind. Das führte sogar dazu, dass ein Schwerlaster abgewiesen werden musste, weil das Parkdeck offenbar voll war (später bei der Ausfahrt sahen wir: Es war rappelvoll). Der Laster musste rückwärts die komplette Rampe zurückfahren.

Die Trelleborg auf der Hinfahrt war noch in schwedischer Hand, alles war auf Schwedisch. Das Fährschiff “Sassnitz” scheint mehr “Deutsch” zu sein. Das Bordpersonal spricht deutsch, es gibt deutsche Zeitungen. Auf der “Trelleborg” war das anders, vielleicht wurde das irgendwann mal so aufgeteilt.

Die letzte logistische Meisterleistung: Trotz 20-minütiger Verspätung in Trelleborg kamen wir fast pünktlich im Fährhafen Sassnitz/Mukran an.

RTelenovela

Schweden (3): Obacht, sonst fliegst du!

Freitag, den 17. Mai 2013
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(2) -> 16.5.2013

Kleiner Tipp am Rande: Es gibt nicht nur in Malmö sehr, sehr viele Kreisverkehre. Fast erschrickt man sich ein wenig, wenn man an eine Kreuzung gelangt, an der man selbst nach rechts und links sehen muss. Viele dieser Kreisverkehre, aber auch Ampelkreuzungen, werden insbesondere in der Malmöer Innenstadt besonders gesichert. Eine spezielle Pflasterung führt auf die Kreuzung zu. Diese Pflasterung beginnt mit einem Holperer nach oben, und der fällt mal sanft, mal nicht so sanft aus. Die Autofahrer in Malmö wissen das sicher. Ein bisschen unschön ist’s, wenn man diesen Holperer erst kurz vorher sieht, und man dann kurz dahinter wieder zur Landung ansetzt. Macht man nur einmal, und besser: keinmal. Also, Tipp: Obacht!

Der Turning Torso in Malmö gilt wohl als eines der Wahrzeichen, das auch immer wieder beim Eurovision Song Contest auftaucht. Wir haben uns das Haus mal näher angesehen. Es sieht ein wenig in sich gedreht aus, ist 190 Meter hoch und damit das höchste Haus in Südskandinavien, erbaut 2005.
Wenn man davor steht, sieht es allerdings – mal abgesehen von der Bauweise – relativ unspektakulär aus, ansatzweise sogar schon ein wenig, nun ja, dreckig.
Sehr schön ist aber der riesige Park inmitten der Stadt, den wir ja schon mal ansatzweise bewandert hatten. Die Leute nehmen die Grünflächen gut an, überall sitzen sie, feiern, plaudern, essen. Viele Gänse und andere Vögel lassen sich im Park beobachten. Ein einer Stelle gibt es diverse kleine, verschieden gestaltete Gärten zu sehen.

Besuchen sollte man auch den großen Platz mit dem Rathaus von Malmö. Dort herrscht noch ein wenig vom Altstadtflair, das ansonsten nicht so ganz leicht zu finden ist.
Unweit davon ist auch das Eurovision-Village, in dem wir das 2. Halbfinale vom Eurovision Song Contest 2013 verfolgt haben.

Eine Nacht noch. Dann geht’s zurück nach Trelleborg und mit der Fähre zurück nach Deutschland. Dort gibt’s dann eine gute Stunde Binz und am Sonnabend daheim das ESC-Finale.

RTZapper

ZAPPER VOR ORT: Public Viewing “Eurovision Song Contest 2013: 2. Halbfinale”

Freitag, den 17. Mai 2013
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DO 16.05.2013 | Malmö, Eurovision-Village

Das 2. Halbfinale vom Eurovision Song Contest 2013 in Malmö war für uns – mal abgesehen vom Voting – nichts Neues. Wir kannten die Show. Deshalb wollten wir sie diesmal gemeinsam mit anderen Leuten beim Public Viewing im Eurovision-Village in Malmö erleben.
Das Wichtigste vorweg: Den größten Jubel bekamen die Griechen, ihr Folklorepop kam bei den Zuschauern in Malmö sehr gut an. Ebenso natürlich die Finnen und die Norwegerin. Aber auch Cascada aus Deutschland bekam großen Applaus, als ihr Song eingespielt wurde – und natürlich Schweden selbst.

Richtig voll war das Zelt, als vor der eigentlichen Show die Sängerin Siw Malmkvist mit einer Band auftrat. Sie ist in Schweden sehr beliebt – aber auch in Deutschland (”Liebeskummer lohnt sich nicht”).
Zwischenzeitlich leerte sich die kleine Arena bedenklich, aber als es auf 21 Uhr zuging, kamen die Menschen dann doch wieder zusammen, um zu gucken.
Selbst ein kleines Fernsehteam von N24 war vor Ort, um über die Stimmung in Malmö zu berichten.

Nur wenige Dinge waren anders als in der Show einen Tag zuvor. So wurde beispielsweise ein zweiteiliger Gag komplett gestrichen. So kündigte noch am Mittwoch im Jury-Halbfinale 2 die Moderatorin den “Final Countdown” an, worauf eine Band die Bühne stürmte und das gleichnamige Lied ansetzte und die Moderatorin sie wieder von der Bühne schrie. Später das Gleiche unter dem Stichwort “Europe”, denn so hieß die Band, die den Song einst spielte. Muss wohl Mittwoch nicht funktioniert haben, heute fehlte diese Sache völlig.

Und inhaltlich?
Ralph Siegel hat’s mal wieder nicht geschafft, sein Song aus San Marino ist raus. Auch die Schweiz hat das Finale verpasst, der Song war einfach zu harmlos, in jeglicher Hinsicht.
Ansonsten ist’s eine schöne Mischung aus tollen Lieder, netten Songs und Trash geworden. Meine Favoriten aus Malta, Finnland, Ungarn und Aserbaidschan sind dabei. Aber auch der hochträllernde Herr aus Rumänien, die blonde Mähne aus Island, das Nebelpärchen aus Georgien, die Folkloreleute aus Griechenland sowie Armenien und Norwegen.
Es könnte also am Sonnabend ein schönes Finale mit vielen wirklich guten Songs werden.

Wer übrigens einmal in Schweden war, wird verstehen, wie die Skandinavien-Connection funktioniert. Norwegen, Finnland, Dänemark – alle werden hier groß bejubelt, aber alle diese Songs sind hier auch bekannt, sie werden im Radio gespielt, die Interpreten haben Fernsehauftritte. Kein Wunder, dass die Schweden dann auch gern für ihre Nachbarn abstimmen. Das hat es Deutschland mit seinen nicht wirklich vorhandenen verbündeten Nachbarn schwer.

RTelenovela

Schweden (2): Vorsicht, Blitzer!

Donnerstag, den 16. Mai 2013
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(1) -> 14.5.2013

Zwei Dinge machen unser kleines Ferienhäuschen in Veberöd zu etwas Besonderem: Der Kühlschrank, der ähnliche Geräusche macht, meiner zu Zuhause, und der Geschirrspüler, der scheinbar zig Stunden braucht, um was abzuwaschen, aber dann doch kein warmes Wasser verwendet, was dazu führt, dass der Kram da drinnen immer noch dreckig ist. Es gibt hier immer wieder was Neues zu entdecken.

Nicht nur in Deutschland ist es warm, auch hier in Schweden lässt es die Sonne nun krachen. Deshalb fuhren wir an einen See namens Vombsjön in der Nähe von Sjöbö. Der Wind pfiff allerdings gewaltig, so dass es auf der Decke liegend mit geschlossenen Augen den Eindruck machte, dass man an der Ostsee liegt.

Autofahrer sind in Schweden recht priviligiert. Zwar dürfen sie nicht wirklich ordentlich Gas geben außerhalb der Ortschaften – mehr als 110 km/h sind eigentlich nie drin – dafür wird vor jedem Blitzer gewarnt. Etwa 300 Meter vor jedem Blitzer – und davon gibt es hier gar nicht so wenige – steht ein entsprechendes Hinweisschild. Nicht, dass sich hinterher jemand beschwert…
Die Gegend rund um die Malmö-Arena, in der der Eurovision Song Contest stattfindet, ist für unser Navi eine echte Herausforderung. Denn das Gebiet scheint in den vergangenen Jahren erst aus dem Boden gestampft worden zu sein, viele der Straßen kennt unser Reiseführer gar nicht. Wir sind aber trotzdem rechtzeitig zur großen Show gekommen, und der Bericht dazu steht hier.