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Viel öfter alleine als sonst

Freitag, den 12. Februar 2021
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Senioren müssen sich in der Coronakrise umstellen – Helmut Rätzke lässt sich den Einkauf bringen

MAZ Oranienburg, 12.2.2021

Oberkrämer.
Die Coronakrise ist für die meisten Menschen auch ein Akt der Geduld. Gerade das gesellschaftliche Leben steht still. Das bekommen auch die Senioren zu spüren. Normalerweise gibt es in Oberkrämer fast jeden Tag Veranstaltungen in den einzelnen Ortsteilen, wo sich Senioren treffen, gemeinsam Karten spielen oder einfach nur Kaffee trinken und reden. Das fehlt nun alles – und nicht nur das. Weil die Senioren altersmäßig zur Risikogruppe gehören, müssen sie besonders aufpassen.

Helmut Rätzke aus Schwante ist 91 und momentan viel öfter alleine als sonst. „Ich gehe auch allein zum Spazierengehen“, erzählt er. „Aber auch nur da, wo man eher alleine ist.“ Er möchte ungern Menschen begegnen, größeren Menschenmassen ausweichen. Deshalb geht er auch nicht zum Einkaufen. „Das macht mein Sohn für mich.“ Der darf auch zu ihm rein, aber auch nur mit Maske. Eigentlich aber geht Helmut Rätzke jeden Mittwoch zum Kartenspielen, sonntags trifft er sich mit einer Frauenrunde, auch dort stehen dann Kartenspiele auf dem Programm. „Jetzt habe ich keinen Kontakt. Ich sehe zu, dass ich so wenige Kontakte wie möglich habe, ich bin ja schon 91.“ Das fällt ihm alles nicht immer leicht. „Na ja, das ist alles ein bisschen traurig. Aber was soll man machen?“ Seinen Haushalt macht er selbst, das Essen bekommt er geliefert. „Im Alltag komme ich noch ganz gut zurecht.“ Aber er vermisst die Normalität. „Ich bin ein Mensch, der Kontakte haben muss. Jetzt ist das natürlich schlecht.“ Immerhin telefoniert er jetzt ab und zu mit den anderen.
Seine erste Impfung hat der Schwantener auch schon bekommen. „Das war in Oranienburg“, erzählt er. Eigentlich sollte er dafür nach Potsdam fahren, aber dieser Termin sei abgesagt worden. Im Oranienburger Impfzentrum bekam er dann seinen Piks. „Das war alles sehr gut, ich habe nichts gemerkt.“ Bald bekommt er auch seine zweite Impfung, dann will er noch eine Woche weiter zu Hause bleiben. Wenn er wieder unter die Leute darf, dann freut er sich auf einen Besuch beim Bäcker und auf seine Kartenrunden.

Auch Inge Meier aus Eichstädt muss sich derzeit einschränken. Sie leitet normalerweise die Seniorenaktivitäten in ihrem Dorf und lädt einmal im Monat zu den Kaffeenachmittagen im Gemeindehaus. „Ein bisschen eingeschränkt ist das alles schon“, sagt sie. „Man ist doch schon mehr alleine, weil man auch Angst hat, dass doch irgendwas passiert und das Virus übertragen wird.“ Ab und an telefoniere sie noch mit den anderen Senioren in Eichstädt. „Die bedauern das natürlich alle sehr, dass nichts stattfinden kann und warten darauf, dass es wieder los geht.“ Ganz alleine ist Inge Meier aber nicht, die Familie kümmert sich um sie. „Wir gehen verhältnismäßig gut mit der ganzen Sache um“, sagt sie. „Wir sind alle sehr vorsichtig.“ Aber sie sagt auch: „Wir haben alle unser Alter und lassen es auf uns zukommen.“ Geimpft worden ist die Eichstädterin noch nicht. „Wir haben einige Male versucht, durchzukommen. Aber da war nichts zu machen, wir hatten noch kein Glück. Das geht den anderen ähnlich.“ Wenn sie doch mal rausgeht, dann trägt sie überwiegend eine Maske, erzählt sie.

Kerstin Laatsch ist die Seniorenbeauftragte in Oberkrämer. „Es melden sich bei mir auch hin und wieder Senioren“, erzählt die Vehlefanzerin. „Viele von den Frauen vermissen das monatliche Frauenfrühstück.“ So lange aufgrund der aktuellen Pandemiebestimmungen eine Person eine andere besuchen darf, würden das einige der älteren Leute auch in Anspruch nehmen, weiß sie. „Da geht es ja auch darum, sich gegenseitig ein wenig zu helfen.“
Kurz vor Weihnachten gab es in Oberkrämer eine besondere Aktion. „Wir haben zu Weihnachten viele Päckchen verteilt“, erzählt Kerstin Laatsch. „Wir haben wesentlich mehr Päckchen gepackt, weil es ja im vergangenen Jahr sonst keine weiteren Aktionen gab.“ Allein in Vehlefanz seien 80 solcher Päckchen zum Fest verteilt worden. Darin waren beispielsweise ein großer Stollen, Honig, eine Packung Tee und was zum Naschen. „Außerdem etwas von mir Gebasteltes“, sagt Kerstin Laatsch. Dazu noch eine Grußkarte. „Da kam eine sehr große Resonanz zurück.“ In der vergangenen Woche habe sich noch ein Ehepaar bei ihr gemeldet. „Es war ihnen ein großes Bedürfnis,. sich zu bedanken“, erzählt Kerstin Laatsch.
Sie ist weiterhin öfter in ihrem Büro im „Haus der Generationen“. Sie telefoniere viel. Auch sie hofft, dass die Senioren im Ort bald wieder zusammenkommen können.

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Chronik Oberkrämer 2020

Montag, den 21. Dezember 2020
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MAZonline Oberhavel, 21.12.2020

Oberkrämer.
Das sind die wichtigsten Ereignisse aus dem Jahr 2020 in Oberkrämer.

Januar:
Tonnenweise illegaler Sondermüll wird am Flugplatzsee bei Vehlefanz gefunden. Immer wieder wird Müll abgeladen. +++ Im Bereich Oberkrämer wird ein Abschnitt der sanierten A10 freigegeben. +++ Der Neujahrsempfang des Heimatvereins Vehlefanz findet bei Schwanteland statt.

Februar:
Die Initiative „Wir für euch“ für das Hospiz in Oranienburg veranstaltet ein Fußballturnier in der Eichstädter Oberkrämerhalle. Ergebnis: 4100 Euro. +++ In Vehlefanz soll eine christliche Kita eröffnet werden. +++ Der Kreistag lehnt einen Prüfungsauftrag für eine Oberschule in Oberkrämer ab. +++ Sieglinde Heymann wird neue Chefin der Sicherheitspartner in Bärenklau. +++ In der Marwitzer Turnhalle wird an mehreren Abenden wieder der Karneval gefeiert. +++ Auf dem Dorfanger in Schwante wird die alte Eiche gefällt. +++ Der Schäferweg in Vehlefanz wird ausgebaut. Das Besondere: Für den Ausbau ist nicht die Gemeinde zuständig, sondern es sind die Mitglieder der Flurneuordnungsverfahrens. +++Peter Matschke verlässtnach 27 Jahren die Gemeindeverwaltung in Oberkrämer. Er war stellvertretender Bürgermeister und der Justiziar der Gemeinde. Neue Justiziarin ist Carolin Schmiel, Nachfolger im Amt des stellvertretenden Bürgermeisters ist Ronny Rücker.

März:
Beim Jahresempfang in Marwitz stehen erstmals Handdesinfektionsspender bereit. +++ Die AfD gründet in Oberkrämer einen Ortsverband. +++ Schulen, Kitas und Gemeindehäuser schließen wegen Corona. +++ An der Bushaltestelle in Bärenklau öffnet eine Ostereierstation. +++ Der ehemalige Vehlefanzer Pfarrer Harry Sallowski verstirbt. +++ Zu Beginn der Coronakrise gibt es in Oberkrämer gleich sechs Fälle. +++ Der Regionalmarkt in Schwante fällt aus. Zuvor gab es darum Wirbel, weil selbst eine geplante abgespeckte Veranstaltung bei einigen für Empörung sorgte.

April:
Bei einem Unfall auf der L 17 bei Marwitz stirbt ein 68-Jähriger. +++ Das Bärenklauer Erntefest wird abgesagt – Corona. +++Die Gemeindevertreter tagen erstmals in der Marwitzer Turnhalle – da ist mehr Platz. +++ Seniorinnen in Bärenklau nähen 1628 Stoffmasken. +++ Die Leute vom Orient-Imbiss in Vehlefanz spenden Speisen für das Krankenhaus in Hennigsdorf. +++ Die alte Feuerwehr in Bärenklau bekommt frische Farbe. +++ In Marwitz beginnt die Sanierung der Kirchenfassade. +++ In der Bötzower Kita müssen die Erwachsenen Masken tragen.

Mai:
An der Gemeindeverwaltung in Eichstädt wird illegal eine Regenbogenflagge gehisst. +++ In Schwante bricht eine Wasserbüffel-Herde aus und muss wieder eingefangen werden. +++ Die Beat-Fabrik in Marwitz wird zur „Food-Fabrik“.

Juni:
Der Pavillon am Bötzower Gemeindezentrum wird beschmiert. +++ Der 1. FC Oberkrämer darf in die Fußball-Landesklasse aufsteigen. +++ Die neue Schlossfamilie Würtenberger/Tümpel hat den alten Schlosspark neu gestaltet. Nun wird der Skulpturenpark eröffnet – mit Stücken internationaler Künstler. +++ Am Mühlensee in Vehlefanz gibt es Ärger um Müll und Falschparker. +++ An der Bahnstraße in Bötzow sollen neue Häuser entstehen.

Juli:
Die Schwantener Band Maxi nimmt in Berlin ihr erstes Album auf. +++ Mit 3,35 Promille fährt ein Mann in Bötzow mit seinem Auto mehrere Schilder um. +++ In Karlsruh wird ein illegales Wohnwagengelände geräumt. +++ Das Bistro „Mahlzeit in Bötzow“ schließt. +++ Auf der A10 wird ein saniertes Teilstück freigegeben. +++ Die Freizeit-Buslinie 823 rollt wieder. +++ Die Bötzower Firma Citylean sponsert eine Löschlanze für die Feuerwehr.

August:
An der Vehlefanzer Grundschule laufen die Arbeiten für den Anbau. +++ Dir Bärenklauer Sicherheitspartner helfen bei der Schulwegsicherung. +++ Am Forsthaus Sommerswalde wird für die ZDF-Serie „Blutige Anfänger“ gedreht. +++ Jugendliche in Bötzow kommen zum Arbeitseinsatz am Pavillon zusammen. +++ Im Mühlenweg in Schwante beginnen die Bauarbeiten. +++ In Klein-Ziethen schließt das Lokal „Zu Reckin’s Eiche“. +++ Mit vielen Regeln und Corona-Auflagen wird in Schwante das Dorffest gefeiert.

September:
Warntag – die Sirenen in Vehlefanz und Eichstädt bleiben stumm. +++ Die Marwitzer Firma Dulitz feiert 30. Jubiläum. +++ Eine Picknickpause ist seit dem Sommer in Bärenklau möglich. Das Ehepaar Manuela und Karsten Peter Schröder aus Bärenklau hat auf einem öffentlich zugänglichen Teil ihres Grundstückes eine Sitzmöglichkeit für Spaziergänger geschaffen. +++ An der Lindenallee in Vehlefanz sollen 24 neue Wohnungen entstehen.

Oktober:
Nach einer Veranstaltung beim später positiv auf Corona getesteten Landrat muss sich auch Bürgermeister Leys testen lassen – negativ. +++ Das Atelier von Maler Uwe Müller-Fabian in Vehlefanz wird 25 Jahre alt.

November:
Bötzow wird zum kleinen Corona-Hotspot. Nach Fällen an der Kita muss die Einrichtung vorübergehend schließen. Bis Mitte des Monats gibt es allein in diesem Zusammenhang 44 Fälle. +++ Bürgermeister Leys stellt für 2021 einen Haushalt mit der Rekord-Investitionssumme von 6,42 Millionen Euro vor. +++ Die Brücke im Wendemarker Weg in Bärenklau wird wieder freigegeben. +++ Der Vehlefanzer Ortshistoriker Helmut Schönberg verstirbt. +++ Der Kurzfilm „Hilfe!“ von der Grundschule Bötzow feiert auf Youtube Premiere.

Dezember:
Der Schäferweg in Vehlefanz entwickelt sich mit dem neuen Asphalt zur Rennstrecke. +++ In Bötzow sorgen viele Schmierereien an Wänden und Schildern für Frust.

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KeineWochenShow

#200 – Wo ist der Beat?

Sonntag, den 1. November 2020
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Da ist sie nun, unsere 200. Sendung! Wir sind zu Gast in der Beat-Fabrik in Marwitz.
In der Disco waren wir mehrfach in den späten 90ern und hatten da ein paar schöne Abende.
Aber auch dieser Tanztempel ist nun seit Ende Februar nicht mehr bespielt und betanzt worden. Denn im Gegensatz zur Gastronomie waren die Clubs im Sommer nicht geöffnet.

Und auch diese Sendung war eigentlich anders geplant.
Wir hatten etwa 20 Leute als Zuschauer eingeladen, außerdem sollten zwei Bands da sein. Zudem hätte es die eine andere Aktion – vielleicht auch mit dem Publikum gegeben.
Vor gut anderthalb Wochen, als die Coronalage sich auch in Oberhavel verschärfte, haben wir beschlossen, die Show ohne Publikum aufzuzeichnen. Es wäre nicht nötig gewesen, zum Zeitpunkt der geplanten Aufzeichnung am 25. Oktober wären wir mit 25 bis 30 Leute absolut im Veranstaltungslimit gewesen, Abstände wären auch einhaltbar gewesen.
Aber dennoch wollten und konnten wir die Verantwortung dafür nicht übernehmen.
So blieben wir zu zweit, plus dem zweiköpfigen Discoteam und unserem Kameramann.

Die Band Maxi habe ich schon vorab im Proberaum in Schwante besucht. Ihre beiden Songs und auch ein Interview haben wir aufgezeichnet. Die zweite Band musste leider den Aufzeichnungstermin absagen.
Und so trafen wir uns am Freitag in Marwitz. Wir schauen uns in der leeren Disco um, sprechen mit “Beat-Fabrik-Urgestein” Susan Beastoch über die momentane Lage im Haus und der Branche.
Und aktuelle Themen besprechen wir auch.

Wir danken Susan und Tom von der “Beat-Fabrik”, dass wir dort zu Gast sein konnten. Und wir danken Matze, der für uns die zweite Kamera gemacht hat.
KeineWochenShow #200 gibt es auf Youtube!

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Überflieger: Dem Traum, Musik zu machen, noch ein Stück näher gerückt

Samstag, den 8. August 2020
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Saskia Pauli (21) aus Schwante studiert Jazz- und Popgesang in Arnheim – sie singt bei The Washboard Girls – erster Videoclip ist auf Youtube erschienen

MAZ Oberhavel, 8.8.2020

Schwante.
Alles für den „Washboard Body“, den Waschbrettbauch. Turnübungen im Park, ein bisschen laufen, ein paar Klimmzüge – und dazu gute Musik. Die liefern The Washboard Girls mit dem Song „Washboard Body“. Die dazu passenden Bilder – im Retrolook der 80er-Jahre – sind im Videoclip zu sehen, der auf Youtube hochgeladen ist. Den Song gibt es auf allen bekannten Streamingplattformen.

Zu sehen und zu hören ist dort Saskia Pauli. Die 21-Jährige aus Schwante hat den Song gemeinsam mit Tim Pokorny (23) aus Herne in Nordrhein-Westfalen geschaffen. Beide studieren sie an der Kunsthochschule „ArtEZ“ in Arnheim in den Niederlanden. „Uns gibt es seit einem Jahr“, erzählt Saskia Pauli. Es begann als Duo an der Uni, „wir haben dann aber beschlossen, auch so weiter zu machen.“ Seit etwas mehr als zwei Monaten arbeiten sie an Songs, und der erste ist nun erschienen. „Mein Traum ist, Musik zu machen“, sagt sie. Dafür ist sie auch in Arnheim, sie studiert dort Jazz- und Popgesang. Dass der sehr eingängige „Washboard Body“-Song wie aus den 80ern wirkt, ist kein Zufall. „Da geht der Trend ja gerade wieder hin.“ Jeder, der den Song bislang gehört habe, gab gute Rückmeldungen, erzählt sie weiter. Für den Videoclip haben sie Mitstudenten gefragt, ob sie bei einem „Eighties-Workout“ mitmachen wollen. Das Ergebnis ist im Clip zu sehen.

Schon als sie auf die Neuruppiner Montessori-Schule ging, sang sie im Kinderchor. „Da hat alles angefangen.“ In Schul-Musicals hatte sie mehrere Hauptrollen. „Ich wollte Musicaldarstellerin werden.“ Sie wurde ins Junge Ensemble des Berliner Friedrichstadtpalastes aufgenommen. Vier Jahre hat sie dort getanzt, gesungen und gespielt. Doch das zeitlich umfangreiche Training ließ sich dann nicht mehr mit der Schule vereinbaren. Sie sang in Oranienburg dann im „Orange Voices“-Chor unter der Leitung von Suzy Bartelt. Bei ihr hatte sie auch Gesangsunterricht, und dadurch kam sie auch davon ab, Musicals zu spielen.
Stattdessen ging sie zu den Young Voices Brandenburg, dem Pop- und Jazzchor des Landes. „Dadurch bin ich zum Jazz gekommen. Sie machte Projekt mit dem Landesjugendjazzorchester, hatte Konzerte in der Deutschen Oper in Berlin, in der Gedächtniskirche, spielt mit der NDR-Big-Band – und machte zwischendurch ihr Abi am Oranienburger Georg-Mendheim-Oberstufenzentrum. „Jeder Auftritt mit den Young Voices war cool, man hat sich sehr professionell gefühlt.“

Ihre Gesangslehrerin Suzy Bartelt war es auch, die ihr die Kunsthochschule „ArtEZ“ in Arnheim empfohlen hatte. „Man ist dort recht frei, in dem, was man machen kann.“ Man müsse sich nicht zwingend zwischen Jazz oder Pop entscheiden. „Man probiert Dinge aus, und das finde ich gut.“ In den Niederlanden verständigt sie sich auf Englisch. „Ich kann noch kein Holländisch, obwohl ich da wohne.“ Ein bisschen ärgert sie das, allerdings sprechen die meisten dort eh Englisch, erzählt sie.

Als nächstes wird sie gemeinsam mit Tim Pokorny aber erst mal an weiteren Songs für The Washboard Girls arbeiten, so dass daraus eventuell ein Album entsteht – und dann natürlich mit diesen Songs auch Auftritte.

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Mit eigenen Songs im Studio

Samstag, den 4. Juli 2020
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Die Band Maxi aus Schwante nimmt gerade in Berlin-Charlottenburg erstmals 13 selbst geschriebene Lieder für ein Album auf

MAZ Oberhavel, 4.7.2020

Schwante.
Rastlos. Sorgenfrei. Unendlich Zeit. Pack den Koffer. Bei diesen Stichworten handelt es sich um Lieder. Und gleichzeitig um echte Meilensteine.
Die Band Maxi aus Schwante gibt es bereits seit 2014, und bislang sind es vor allem Coversongs, mit denen Sängerin Maxi Ulrich (31), Schlagzeuger Robert Hörster (32) und Gitarrist Oliver Dolgener (30) auf sich aufmerksam machten. Jetzt aber wollen die Musiker auch mit eigenen Liedern überzeugen. Mit 13 selbst geschriebenen Songs sind sie momentan im „One Pro Music“-Studio in Berlin-Charlottenburg, um diese Lieder aufzunehmen.

Acht Tage lang dauern die Aufnahmen – gerade befindet sich die Band im zweiten Aufnahme-Wochenende. „Wir sind jetzt beim sechsten Song“, sagte Maxi Ulrich am Donnerstagnachmittag. Die Lieder schreiben die drei Bandmitglieder mehr oder weniger zusammen. „Aber das ist ziemlich unterschiedlich“, sagt Oliver Dolgener. „Manchmal habe ich eine Idee, die dann ausgearbeitet wird, dann schreibt Maxi auf diese Melodie einen Text, oder Maxi hat einen Text, und dann schreiben wir die dazu passende Musik.“
In allen ihren 13 Liedern, die sie momentan in Berlin aufnehmen, kommt ein Wort immer wieder vor. „Das ist uns letztens aufgefallen“, sagt der Gitarrist. Es ist das Wort „Zeit“. Deshalb überlegen Maxi, Robert und Oliver auch, dass das Wort auch irgendwie im Namen des Albums auftauchen sollte. „Im Lied ,Rastlos’ geht es darum, dass man nie zur Ruhe kommt, sich selber Druck macht, die Arbeit nicht zu schaffen und man in Richtung Burnout geht“, erzählt Oliver Dolgener. Und Maxi erzählt über das Lied „Briefe an mich“: „Da geht es darum, dass man alte Briefe findet und einen Flashback bekommt, die Briefe rekapituliert und die Gedanken niederschreibt.“

Bei den Liedern handelt es sich um deutschsprachige, handgemachte Musik. „Die Texte kommen wirklich aus dem eigenen Leben“, sagt Maxi Ulrich. „Jeder findet sich darin wieder.“ Die Musiker wollen sich treu bleiben. Wer mal einen Auftritt von Maxi erlebt hat, wird sich an die Lagerfeuer-Stimmung erinnern. Das wollen sie auch bei den jetzigen Aufnahmen rüberbringen. „Wir bleiben uns treu, wir bauen nichts ein, was wir live nicht spielen können“, sagt Oliver Dolgener. „Darauf legen wir großen Wert.“ Die Band verortet sich im Bereich der Singer-Song-Writer.

Die Aufnahmetage im Studio in Berlin-Charlottenburg beginnen immer gegen 10 Uhr. „Dann besprechen wir, welche Songs wir aufnehmen. Wir überlegen aber eigentlich schon am Vorabend, welche zwei Songs wir am nächsten Tag aufnehmen wollen“, erzählt Maxi Ulrich. Zwei- bis dreimal werde der Song in der eigentlichen Besetzung durchgespielt. Wirklich eingespielt für die Aufnahme werden die Elemente aber einzeln, zur Hilfe kommt am Anfang ein Metronom, das den Takt vorgibt. „Wir stehen nicht zusammen im Studio“, sagt Maxi Ulrich. „Wir sind ja eigentlich eine Live-Band, aber zum Beispiel der Gesang sollte schon so sauber wie möglich rüberkommen.“ Auch gebe es bei einer Live-Aufnahme immer mal Nebengeräusche. „Das ist schon komplett anders“, erzählt Oliver Dolgener. „Hier haben wir ja vor der Gitarre drei Mikros zu stehen, da hört man jedes Geräusch und auch jeden lauten Atmer.“ Das sei durchaus anstrengend, mache aber auch Spaß.
Die Aufnahmen laufen noch bis zum Sonntag. „Montag haben wir dann noch mal Zeit, alles durchzuhören“, sagt Maxi Ulrich. „Da haben wir keine Hektik.“ Danach beginnt Tonmeister Domenico Utpadel, die Musik abzumischen.
„Der Plan ist dann, unsere Songs bei allen gängigen Plattformen kostenfrei zur Verfügung zu stellen“, sagt Oliver Dolgener. Auch CDs würden produziert, vor allem, um bei Konzerten etwas verkaufen zu können. „Uns geht es ja nicht ums große Geld. Es ist auch für uns, dass Material da ist und überhaupt, um das mal festzuhalten, was wir so machen.“ Ob zu einzelnen Songs auch Musikvideos geplant sind, ist noch offen.

Die Coronakrise hat der Band eigentlich eher in die Karten gespielt. Zwar sind alle geplanten Auftritte abgesagt worden, so war aber immerhin schon früher Zeit, ins Studio zu gehen. Eigentlich war das erst für Oktober geplant. Ob, wie und wann eine Record-Release-Party stattfindet, steht auch noch nicht fest. „Es ist schon cool, mit Freunden zusammenzusitzen und zu spielen, aber erst mal müssen wir alles einspielen“, sagt Maxi Ulrich.

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Heilen bei minus 110 Grad

Dienstag, den 30. Juni 2020
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Im Physiowerk in Schwante gibt es neuerdings eine Kältekammer – sie hilft bei verschiedenen Krankheiten – drei Minuten muss der Patient darin ausharren

MAZ Oberhavel, 30.6.2020

Schwante.
Schon in der Vorkammer herrscht eine Temperatur von minus 30 Grad. Das ist aber tatsächlich nur das Vorspiel für das, was dann kommt: Denn in der eigentlichen Kältekammer sind es dann minus 110 Grad – und das gute drei Minuten lang. So lange muss der Patient darin aushalten. Aber er wird belohnt.

Die Kältekammer ist die neueste Errungenschaft im „Physiowerk“ in Schwante. Sie soll am 13. Juli offiziell in Betrieb gehen. „2015 gab es bei uns in der Familie immer wieder das Gespräch über Kältekammern, weil das bei Leistungssportlern immer geholfen hat“, erzählt Physiotherapeut Phillip Blumberg. „Natürlich muss man dafür auch die räumlichen Voraussetzungen haben.“ Die sind im Gebäude an der Dorfstraße vorhanden.

Der mehrmalige Besuch der Kältekammer soll gegen Krankheiten wie Neurodermitis helfen, bei Morbus Bechterew oder Schuppenflechten. Auch bei Depressionen oder Migräne kann ein Gang in die Kältekammer helfen. „Weil die Kühlung die Nervenzellen beruhigt“, so Phillip Blumberg. Die Kammer hilft aber auch, wenn es um Leistungssteigerung geht. So will das Physiowerk-Team beispielsweise auch Sportler, insbesondere Fußballmannschaften, ansprechen. „Als Regeneration vor einem Wettkampf, man kann dadurch 20 Prozent Leistungssteigerung bei Amateursportlern erreichen“, sagt Oliver Dölling, fachlicher Leiter im Schwantener „Physiowerk“. Aber auch die Fettreduzierung könne eine Rolle spielen, 900 bis 1000 Kilokalorien könne man verlieren.

Wer in die Kältekammer will, muss einen Mund- und Nasenschutz und Handschuhe sowie unter Umständen auch einen Schutz für die Ohren tragen. Dazu Latschen, eine Bade- oder Unterhose und Frauen auch ein Bikini-Oberteil.
Insgesamt vier Minuten dauert der Vorgang. Bis zum offiziellen Start wird es noch einen kleinen Vorraum an der Kammer geben, wo sich jeder umziehen kann. Erst geht es für etwa 30 Sekunden in die Vorkammer, dann für drei Minuten in die echte Kältekammer, zum Abschluss noch mal für 30 Sekunden in die Vorkammer.
„Vier Minuten sind schon brutal, daran muss man sich erst mal gewöhnen“, sagt Oliver Dölling. „Aber es ist eine schöne Erfahrung.“ Man müsse sich in der Kammer bewegen, um die Körperwärme zu halten. „Man ist danach ziemlich euphorisiert.“ Phillip Blumberg stimmt ihm zu. „Das ist mega, ein richtiger Kick.“ Es sei auch etwas anderes, als wenn man nur kurz in eiskaltes Wasser steige. Die Kältekammer sei sehr viel nachhaltiger.
Nicht in die Kammer darf, wer beispielsweise einen Herzschrittmacher trägt. „Weil der einfriert“, sagt Philipp Blumberg. Grundsätzlich ist bei dem Vorgang immer medizinisches Personal dabei. „Das alles passiert unter Aufsicht.“

Das Physiowerk ist seit seiner Eröffnung im Januar 2019 stetig weiter gewachsen. Inzwischen arbeiten dort sieben Leute – vier physiotherapeutische Kräfte, eine Mitarbeiterin an der Rezeption plus zwei weitere Arbeitskräfte im Hintergrund. „Und wir wollen weiter wachsen“, sagt Phillip Blumberg. „Wir brauchen noch zwei Physiotherapeuten und jemanden an der Rezeption.“ Es sei grundsätzlich aber wichtig, langsam, nach und nach zu wachsen. „Wird man zu schnell groß, dann leidet die Qualität.“
Auch in Schwante mache sich der Fachkräftemangel in der Gesundheitsbranche bemerkbar. Es sei schwierig, weitere Physiotherapeuten zu finden. „Weil die Berufe bislang nicht attraktiv gemacht wurden“, so Philipp Blumberg. Allerdings könnte sich das ändern, weil die Ausbildung inzwischen vergütet werde.
Der Standort an der Dorfstraße in Schwante habe sich bewährt. Der Terminkalender sei voll, bei kurzfristigen Absagen versuche man, den Termin neu zu vergeben. Auch durch die Coronakrise sei das Physiowerk bislang gut durchgekommen.

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ORA aktuell

Coronavirus: Bus 823 fährt 2020 nicht

Freitag, den 5. Juni 2020
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Die Tourismusbuslinie 823 fährt 2020 nicht. Das teilte Peter Leys (BfO), der Bürgermeister von Oberkrämer, am Donnerstag der Märkischen Allgemeinen mit.
Der Bus verbindet Oranienburg mit Sommerswalde, Schwante und Kremmen. Wegen der unklaren Finanzlage als Folge des Coronavirus könne der Bus in diesem Jahr nicht bezahlt werden, so Leys. Die Kommunen Oberkrämer, Kremmen und Oranienburg sowie Gewerbetreibende an der Strecke gaben Geld für den Betrieb der Linie, die am Wochenende und an Feiertagen unterwegs war.
2021 soll die Linie wieder eingesetzt werden.

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