RTelenovela

Wiese in Brand

Dienstag, den 22. Juni 2010
Tags: , ,

Sommeranfang. Und wir sind gespannt, wie ernst es der Sommer mit seinem Dasein in diesem Jahr meint. Angeblich will er in den nächsten Tagen ja so richtig loslegen…

Es ist auf jedenfall spannend, wie hell es momentan tatsächlich am Abend noch ist. 22.35 Uhr, und es ist noch nicht richtig dunkel. Neulich war es bereits 0.15 Uhr als der Himmel am nordwestlichen Horizont immer noch dämmrich war. Als ob es überhaupt nicht richtig dunkel wird.

Ein seltsames Bild zeigte sich heute auf der Fahrt von Falkensee nach Bötzow. Es sah aus wie Qualm. Wie dichter Qualm. Er hing über den Wiesen kurz vor Schönwalde-Siedlung. Wiese in Brand?
Nicht ganz. Die weißen Wände rechts und links der Straße waren Nebelbänke. Und dabei ist doch Sommer und nicht Herbst. In Schönwalde-Dorf dasselbe Spiel, stellenweise sah es so aus, als ob die Straße in einen weißen Märchenwald führt. Im Wald vor Bötzow war der Spuk vorbei. Das Havelland hatte das Phänomen exklusiv.

RTelenovela

Special zum Frühlingsanfang: die Entspannungsstaus

Freitag, den 20. März 2009
Tags: , ,

Eigentlich eine schöne Sache zum heutigen Frühlingsanfang. Autofahrern wird die Gelegenheit gegeben, die Sonne und den blauen Himmel endlich mal ausgiebig zu genießen. Ein bisschen Entspannung ist immer gut.
Auf der Landesstraße 20 zwischen Birkenwerder und Falkensee werden derzeit mehrere Entspannungsphasen geboten. Baustellenampeln bieten ja meist längere Ruhepausen für Autofahrer, die sich so endlich mal von dem ganzen reisestress erholen können. Aber ob sie es auch wollen?
Gleich dreimal war heute die Strecke halbseitig gesperrt. Der erste Stau quälte sich durch Bötzow, eine Ampel regelte den Verkehr wechselseitig an der Baustelle vorbei. Bötzow in der Sonne. Ja, ganz hübsch.
Nur wenige Kilometer weiter folgte der zweite Haltepunkt. Bei Schönwalde-Dorf wird die Straße gerade saniert. Auch dort wieder eine Ampel – und so weiter. Blöderweise steht man dort im Wald, so dass das Genießen der Sonne eher weniger möglich ist.
Und gerade aus der Baustelle raus, kommt schon die nächste: ein Bagger, der irgendwas im Graben neben der Straße ausgräbt. Das Warten sind die Autofahrer an der Stelle schon gewöhnt.
Mal sehen, ob der Entspannungsservice in den kommenden Tagen weiter ausgebaut wird.

RTelenovela

Loch an Loch und hält noch

Mittwoch, den 18. März 2009
Tags: , , , , ,

Als ich vor zwei Wochen im Havelland über die aktuelle Schlaglochsituation auf den Straßen schrieb, war die Lage an einigen Stellen schon dramatisch. Aber eigentlich hätte man mit dem Thema noch warten können. Denn jetzt, wo der Frühling, so langsam richtig loslegt, werden die Straßenschäden erst so richtig offentlichtlich.
Alleine schon auf der Landesstraße zwischen Borgsdorf und Falkensee gibt es einige Brennpunkte. Im Waldstück hinter Pinnow und im nächsten Waldstück hinter dem Autobahnsee gibt es einige schlimme Löcher, die gerade in der Nacht gefährlich sind, wenn man sie unter Umständen nicht mehr rechtzeitig sieht.
Nur noch ganz langsam lässt sich die Berliner Straße in Velten, zwischen Karl- und Lindenstraße, befahren. Mehr Loch als Straße.
Zwischen Bötzow-Ausbau und Schönwalde-Dorf bekommt die Straße glücklicherweise gerade einen neuen Belag, zwischen Schönwalde-Dorf und -Siedlung sieht es aber auch schlimm aus, auch in Schönwalde-Siedlung selbst liegt einiges im Argen.
Das ist nur die Strecke, die ich jeden Tag zur Arbeit fahre. Das zeigt aber, dass die Lage in diesem Jahr besonders dramatisch zu sein scheint. Fazit: Loch an Loch und hält noch. Aber nicht mehr lange.

aRTikel

Mehr Frostschäden als sonst

Dienstag, den 3. März 2009
Tags: , , , , , , ,

Infrastruktur: Die Straßen im Havelland sind nach dem langen Winter löchrig geworden

MAZ Falkensee, 3.3.2009

Die Kommunen im Landkreis beginnen schon mit ersten Aus- besserungsarbeiten, aber erst im April kann Bilanz über die Schäden gezogen werden.

HAVELLAND
Ganz vorsichtig schleichen die Autos die Piste entlang, fahren Schlangenlinien. Die Vorholzstraße in Brieselang ist ein Bild des Jammers. Schlagloch reiht sich an Schlagloch, der Asphaltbelag ist nicht mehr als ein Flickenteppich, der nach dem Winter mehr und mehr aufbricht.
„Die Vorholzstraße ist ein echter Brennpunkt“, gibt Brieselangs Bürgermeister Wilhelm Garn (CDU) zu. Schlimm sieht es nach seinen Angaben auch in der Wustermarker Allee und in der Bahnstraße aus. „In diesem Jahr haben wir mehr Frostschäden als sonst“, erklärt Wilhelm Garn. „An einigen Stellen beobachten wir außerdem Rissbildungen.“
Doch nicht nur in Brieselang entstanden in den zurückliegenden Wochen viele Schlaglöcher. Alle Kommunen im Havelland sind betroffen. „Der ständige Wechsel von Frost und Tauwetter in diesem Winter macht den Straßen zu schaffen“, sagt Lothar Wiegand, Sprecher des Verkehrsministeriums in Potsdam. Die Meistereien würden die Strecken unentwegt kontrollieren. So sind bereits Schlaglöcher auf der Strecke zwischen Schönwalde-Dorf und Falkensee ausgebessert worden. Wie hoch der Schaden auf den Landesstraßen sei, darüber gebe es noch keine Prognosen. Dauerhafte Reparaturen könnten zudem erst im April beginnen, wenn es dauerhaft wärmer sei, so Wiegand.
In Brieselang laufen bereits die Ausschreibungen für die Straßenausbesserungen. „Einige Löcher haben wir aber auch schon auffüllen lassen“, sagt Wilhelm Garn. In der Regel werden die schadhaften Stellen mit einem Kalt- und Heißasphaltgemisch ausgebessert. Etwa 100000 Euro gibt die Gemeinde Brieselang jährlich dafür aus. „Aber ich weiß nicht, ob das nach diesem Winter reichen wird“, sagt Wilhelm Garn.
„Wir haben viele Reparaturen zu erledigen“, erklärte Falkensees Stadtchef Heiko Müller (SPD) in der jüngsten Zusammenkunft der Stadtverordneten. „Es sind weit mehr Schlaglöcher als in den vergangenen Jahren.“ Im Haushalt hat Falkensee in diesem Jahr 550000 Euro für Straßenerneuerungen zur Verfügung. Kritisch sind die Schäden unter anderem im Havelländer Weg und in der Hansastraße. „Die Situation ist verkraftbar, aber es schmerzt“, so Müller.
„Auch wir haben einige Bereiche, in denen es schlimm aussieht“, erklärt Nauens Bürgermeister Detlef Fleischmann (SPD). 200000 Euro gibt die Stadt pro Jahr in einem Sonderprogramm für die Instandhaltungen von Straßen aus.
In Dallgow-Döberitz sind einige Löcher bereits gestopft worden. „In der Wilmsstraße waren wir schon aktiv“, sagt Gemeindechef Jürgen Hemberger (Freie Wähler).
Winterschäden hat auch die Stadt Ketzin zu beklagen. „Besonders akut ist es in der Thälmannstraße im Ortsteil Tremmen“, sagt Bürgermeister Bernd Lück (FDP). Aber diese Strecke werde in diesem Jahr sowieso saniert, kündigt er an. In Ketzin selbst sei der Friedrich-Ludwig-Jahn-Weg besonders betroffen. Den jährlichen Finanzrahmen der Stadt für Ausbesserungen beziffert Lück „auf unter 10000 Euro.“ Mindestens alle vier Wochen kontrolliert ein Mitarbeiter des Tiefbauamtes die Straßen der Stadt.
Der Landkreis nimmt in den nächsten zwei Wochen eine komplette Befahrung aller Kreisstraßen vor, erklärt Pressesprecher Erik Nagel. „Es liegen im Amt allerdings schon einige Meldungen über Frostaufbrüche und andere Schäden vor“, sagt er. Die würden gebündelt und mit den Ergebnissen der Begehung abgeglichen. Die Lage sei aber nirgendwo so ernst, dass der Verkehr nur eingeschränkt fließen könne, so Nagel. Die meisten der Kreisstraßen seien recht neu, so dass sich die Schäden insgesamt in Grenzen hielten.
Nach der Streckenüberprüfung erstellt der Kreis eine Prioritätenliste. Ein Großteil der Reparaturarbeiten werde dann an Straßenbaufirmen vergeben. 120000 Euro pro Jahr sind im Haushaltsplan des Landkreises für solche Maßnahmen eingeplant.

RTelenovela

Frohnau: Das Ende eines Ost-West-Symbols

Samstag, den 7. Februar 2009
Tags: , , , , ,

Besonders für uns Ossis ein ziemlich emotionales Ereignis: Am morgigen Sonntag um 13 Uhr wird in Berlin-Frohnau ein Stück Ost-West-Geschichte in die Luft gesprengt. Der Funkturm Frohnau hat ausgedient.
Zu DDR-Zeiten sorgte der 358 Meter hohe Turm (das höchste Gebäude in West-Berlin, nun nach dem Fernsehturm auf dem Alex das zweithöchste von Berlin) für die Telefonverbindungen von Berlin in die Bundesrepublik und zurück. Rund die Hälfte aller Telefonverbindungen nach Westdeutschland gingen über diesen Turm.
Aber der Turm hat noch eine ganze andere Bedeutung. Er war das sichtbare Tor in den Westen, von ganz Oberhavel aus. Stand ich als Kind zu Hause in Oranienburg auf der Straße vor unserem Haus, konnte ich im Dunkeln den Turm blinken sehen. Und ich wusste: Da ist der Westen. Unweit des Turms, in Hermsdorf, haben Verwandte von uns gewohnt.
Das Blinken des hohen Turms war noch von weitem sehr gut zu sehen. Selbst von Neuholland aus, noch einmal eine halbe Stunde von Oranienburg entfernt, ist der Turm zu sehen. Donnerstag kam ich auf der Landstraße aus Schönwalde-Dorf im Havelland – und habe den Turm blinken sehen.
Noch heute ist dieses Bauwerk eine Erinnerung an die Zeit vor dem Mauerfall im Jahr 1989.
Vielen Menschen geht das so. Mal abgesehen davon, dass es auch so ein Ereignis ist, wenn ein so hoher Turm gesprengt wird, viele der 10000 erwarteten Schlustigen in Frohnau und Hohen Neuendorf werden sicherlich viele Erinnerungen im Kopf haben, wenn der Turm morgen fällt.