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Fahrt ins Schönerlinder Licht

Montag, den 15. September 2014
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Wer nachts von Berlin kommend auf das Autobahndreieck Pankow zufährt, fährt auf einen rötlich erleuchteten Himmel zu. Seltsam, eigentlich ist das ja ein Stadtphänomen, aber die Stadt liegt ja im Rückspiegel.

Es ist ein diffuses Licht, auf das man da zufährt. Mitten in der Dunkelheit gibt es diese Stelle am Himmel, und wenn dazu noch die Luft ein wenig diesig ist, sieht das noch unheimlicher aus.
Wer dann im Dreieck unterwegs ist, sieht die Ursache. Das Dreieck liegt in der Ortslage Schönerlinde, einem Ortsteil von Wandlitz. Dort befindet sich direkt an der Autobahn ein großes Klärwerk, und das Gelände ist extrem hell beleuchtet, viele Straßenlaternen stehen dort. Sie sorgen auch für die Helligkeit am Himmel.

Wer die A10 in Richtung Mühlenbeck erreicht hat, der sieht eine Mischung aus dunklem Himmel links und rötlichem Himmel rechts. Wie ein Ufoangriff. Oder eine Naturkatastrophe. Oder eben wie eine Klärwerksbeleuchtung.

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Rumpelstraße 109

Donnerstag, den 11. März 2010
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Wer sich in Liebenwalde die Wegweiser an der Hauptstraße mal genauer ansieht, dem wird auffallen: Schon seit einiger Zeit führen zwei Bundesstraßen durch den Ort: die B167 und die B109. Erstere führte schon immer durch Liebenwalde, zweitere erst seit wenigen Jahren.

Früher führte die B109 relativ gerade von Berlin und Schönerlinde nach Prenzlau in der Uckermark. Inzwischen wird sie Bundesstraße zwischen Zerpenschleuse und Mittenwalde umgeleitet und führt über Liebenwalde, Zehdenick und Templin. Aber wie!
Allein der Abschnitt zwischen Zehdenick und Marienthal im Löwenberger Land ist eine einzige Katastrophe.
Schon in Zehdenick wirkt die B109 wie eine Nebenstraße. Außerhalb der Ortschaft ist die Fahrbahn so eng, dass es sich zwei Schwerlaster ins Gehege kommen, wenn sie sich begegnen. Das Pflaster ist mies, huckelig und voller Schlaglöcher.
Gibt es keine Maßgaben für Bundesstraßen? Diese Strecke würde sie ganz gewiss nicht erfüllen.
Zwischen Marienthal und Neuholland macht die B109 einen 150-Grad-Knick und biegt auf die B167. Von dort an bis Zerpenschleuse ist sie Teil der B167.
Ausgeschildert ist die B109 auch nur auf neueren Wegweisern.

Welchen Sinn macht eine Bundesstraße, wenn sie ellenlange Umwege macht? Wenn die Strecke nur ein rumpelweg ist?
Zwischen Zerpenschleuse und Mittenwalde ist die B109 nun die L100, eine Landesstraße. Die kann man natürlich auch weiterhin befahren und die Bundesstraßen-Streckenführung ignorieren. Aber wer denkt, er müsse die B109 befahren, um zum Ziel zu kommen (auf unserer Januar-Rügen-Rückfahrt ging es einem Freund so), erlebt einen Reinfall.

Mal abgesehen davon: Ich war heute das erste Mal so richtig in Zehdenick. Ganz schön schlimm, die Stadt.

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Gruselheimfahrt

Montag, den 18. Mai 2009
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Das Protokoll einer Heimfahrt von Berlin nach Oranienburg. Es ist dunkel, kurz vor halb 12.

Berlin-Pankow, Heinersdorfer Brücke, kurz vor Beginn des Autobahnzubringers. Über der Strecke schwebt ein Flugzeug dahin. Das ist über der Hauptstadt natürlich nichts besonderes. Doch eigentlich schweben die Flieger aus dem Osten über Heinersdorf hinweg Richtung Tegel. Doch diesmal kam das Ding aus dem Norden. Und sah irgendwie seltsam aus, bewegte sich kaum.

An der Abfahrt Bucher Straße tut sich hinter mir plötzlich ein großer Lichtkegel auf. Orange leuchtend. Sehr seltsam. Ein bisschen unheimlich.

Am Dreieck Pankow, bei Schönerlinde, zuckt plötzlich ein helles Licht am Himmel auf, hinter mir, über Berlin ist der Himmel hell, weißlich. Ob das Flugzeug was damit zu tun hat? Oder doch nur der übliche hellere Himmel über der beleuchteten Stadt? Und Gewitter?

Bei Summt: Wieder ein gewaltiges Leuchten. Wohl wirklich ein Gewitter. Nachts, auf der Autobahn, wirken sie dann doch ziemlich unheimlich. Ich erschrecke mich immer wieder, wenn es plötzlich und kurz hell wird.

Auf der Landesstraße in Borgsdorf: Plötzlich ist es windig, Blätter werden aufgewirbelt, es beginnt zu regnen. Es poltert kurz über mir, hinten auf dem Dach. Irgendwas scheint runtergefallen zu sein.
Zum Glück bin ich bald zu Hause.

In Oranienburg weht ein heftiger Wind, grelle Blitze zucken über der Stadt.
Sehr unheimlich das alles. Obwohl wahrscheinlich, nein, ganz sicher, überhaupt nichts Unheimliches passiert ist. Aber man kann sich ja alles einreden, wenn man so allein unterwegs ist…