RTelenovela

Raucher unter strenger Beobachtung

Donnerstag, den 13. November 2014
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Raucher haben es immer schwerer in der Gesellschaft, fast möchte man meinen: Man will sich über sie lächerlich machen.
Auf dem Flughafen in Schönefeld zum Beispiel. Da werden Raucher in ein regelrechtes Exil geschickt – allerdings bleiben sie immer unter Beobachtung der Nichtraucher.

An einem der Abfluggates steht eine gläserne Kabine am Rande der großen Wartehalle. Sie ist vielleicht doppelt so groß wie eine Telefonzelle. Wer rauchen will, muss dort rein.
Und irgendwie wirkt das ganz schön zurschaustellend. Vermutlich ist es jedoch gewollt, dass sich die Raucher in ihrem Exil so beobachtet, so unwohl fühlen. Es sieht auch in der Tat ein bisschen, nun ja, jämmerlich aus.
Einer unserer Mitreisenden ist Raucher – ihm war diese ganze Sache tatsächlich ziemlich unangenehm.
Das ist dann wohl eine erzieherische Maßnahme.

RTelenovela

Frag Google (9): Gesucht! Annicas Arsch und Willis Papa

Montag, den 6. Januar 2014
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(8) -> 18.10.2013

Was die Leute so alles im Internet suchen…
Und wieder sind zehn neue interessante Suchanfragen zusammengekommen, mit denen Nutzer dieser Seite über Google hierher gefunden haben. Hier werden sie wieder kommentiert oder beantwortet.

1. “pullern kostenlos”
Ich würde sagen, in der Natur ist das so ziemlich überall möglich.

2. “hat die eislaufbahn in oranienburg wieder offen?”
Die ist ja erst seit ca. 10 Jahren geschlossen.

3. “schönefeld am arsch”
Also wenn, dann: im Arsch.

4. “annica hansen porno”
Echt jetzt?

5. “annica hansen heiß”
Zu heiß gebadet vielleicht.

6. “annica hansen hot ass”
Ob das immer derselbe User war?

7. “silvester in der fontanetherme endet nackt”
Was denn, am Ende ziehen sich da alle aus? Wo war ich denn da? Obwohl: Ist man in der Sauna nicht sowieso immer nackt?

8. “show wie heißt mann der den hamster gehörte willi hamster, mike krüger”
“Vier gegen Willi” hieß in den 80ern eine recht ungewöhnliche Show im Ersten. warum warum will man wissen, wie Willis Herrchen hieß?

9. “geile frau kotzt”
Immer noch geil?

10. “wo gibt es sex parkplätze im kreis oranienburg”
Die Frage gebe ich hiermit gleich mal weiter.

RTelenovela

Wowi und der BER: Einer muss es ja tun

Samstag, den 14. Dezember 2013
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Armer Wowi! Keiner will Aufsichtsratschef vom Flughafendesaster BER in Schönefeld werden.
Wir erinnern uns: Wowi war schon mal Chef des Gremiums. Er musste allerdings zurücktreten, weil die Sache mit dem BER, nun ja, nicht ganz so gut lief, wie man vor 15 Jahren mal erhofft hatte.
Dann kam der Herr Platzeck, Wowis Kollege aus Brandenburg, aber der ist ja inzwischen auch nicht mehr da, und dessen Nachfolger, der Herr Woidke, hatte schon mal gar keine Lust auf diesen doofen BER-Job. Woidke möchte sich eben an Schönefeld nicht die Hände schmutzig machen.
Beim Bund hatte darauf natürlich auch niemand Lust, der Herr Ramsauer poltert lieber rum, anstatt selbst mal einzugreifen.

Nun also wieder Wowi. Berlin, Brandenburg und der Bund sind Gesellschafter, die anderen wollen aber nicht den Aufsichtsratsboss stellen. Da bleibt eben nur Berlin übrig – und eben wieder Klaus Wowereit. Eigentlich kann er einem nur leid tun.

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Mario Barth deckt auf

Donnerstag, den 10. Oktober 2013
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MI 09.10.2013 | 20.15 Uhr | RTL

Mario Barth deckt auf! Da wird einem fast schwindelig, denn das haben wir noch nicht gewusst! Der Flughafen in Schönefeld zum Beispiel – der ist noch nicht fertig, obwohl er schon längst eröffnet sein sollte. Da gibt es leere Parkplätze, S-Bahnen, die wegen der Belüftung leer durch den Tunnel fahren müssen – und überhaupt!!
“Mario Barth deckt auf” hieß das neue Enthüllungsformat von RTL. Was der Herr Barth allerdings aufdeckte, war, dass er in den vergangenen Jahren hinterm Mond gelebt haben muss. Was der Comedian am BER aufdeckte, war schon lange bekannt.

Das Anliegen ist ja ein Gutes. Auch die RTL-Zuschauer sollen mal auf der Empörungswelle reiten und sich ein paar der schlimmsten Steuerverschwendungen ansehen – aufgedeckt hat sie allerdings weder RTL und schon gar nicht Mario Barth.
Mal ganz davon abgesehen, dass so ziemlich alle alle gezeigten Steuerverschwendungen zwar extrem ärgerlich, aber nun wirklich nicht unbekannt sind: Der Titel “Mario Barth deckt auf” war reiner Etikettenschwindel.

Am BER war Mario noch selbst, aber alle anderen Beiträge ließ er sich von Reportern wie Comedian Florian Schroeder zuliefern. Barth sagte sie nur an. Vermutlich setzte RTL einfach nur auf den Barth-Effekt, und vielleicht sind ja durch die heitere Schiene der Show am Mittwochabend ein paar Leute mehr auf Steuerverschwendungen wie eine Wildkatzenbrücke, eine überteure Gartenschau, die Kölner Keller-Philharmonie oder nicht funktionierende Cityklos aufmerksam geworden.

PS: Mario Barth trug gestern ein T-Shirt mit der Aufschrift “Nicht quatschen, machen!”. Ja, genau, Mario.

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BER: Papa Stolpe träumt von Sperenberg

Freitag, den 26. April 2013
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Vielleicht wird der Flughafen Berlin-Brandenburg in Schönefeld ja 2014 fertig. Vermutlich aber erst 2015. Oder 2016. Eventuell auch 2017. Wann auch immer.
Das Ding ist noch nicht mal offen, schon wird spekuliert, dass er schon wieder zu klein sein könnte. Wird natürlich von den BER-Leuten dementiert. Jetzt aber hat Papa Manfred Stolpe das Wort ergriffen. Unser ehemaliger Ministerpräsident glaubt auch, dass der BER zu klein sein könnte. Sein Vorschlag: Man könnte ja vielleicht auch noch Sperenberg als Ersatzfläche in Betracht ziehen.

Ich glaub’, es hackt! Da hat man sich jahrelang gestritten, wo der BER (Ex-BBI) denn nun gebaut werden soll (Oranienburg war für zwei Tage auch mal im Gespräch), dann entschied man sich glücklicherweise für Schönefeld. Sperenberg ist für Berliner Verhältnisse (und erst recht für Oberhavel-Verhältnisse) am hinterletzten Arsch der Welt. Und jetzt kommt Stolpe und faselt, man könne ja in Sperenberg auch noch was Schickes hinbauen, wenn der BER voll ist.
Ja, natürlich, baut doch noch einen Flughafen! Und wenn Sperenberg nicht ausreicht, vielleicht ist ja in Treuenbrietzen auch noch Platz für die Erweiterung der Erweiterung.

Dabei haben wir mit Berlin-Tegel einen momentan zwar überfüllten, aber dennoch recht gut funktionierenden Flughafen. Wenn der BER nicht ausreicht, dann muss eben Tegel weitergenutzt werden. Alles andere wäre ein finanzieller Wahnsinn.

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Waltersdorfer Parkplatzwanderung

Mittwoch, den 6. März 2013
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Mein Auto parkte während meiner Lissabon-Tour in Waltersdorf, unweit vom Flughafen in Schönefeld. Auf der Hintour klappte das auch ganz gut, der Busfahrer zeigte mir, auf welchem Parkplatz er am Airport auf mich warten würde.

Ich warte gerade am Gepäckband in Schönefeld und erblicke mein Doch-nicht-Handgepäck-Köfferchen, als mein Handy klingelt. Eine unbekannte Nummer, die ich erst mal wegdrücke. Später habe ich die Idee, dass es der Mann vom Shutleservice sein könnte. Da ich aber inzwischen sowieso auf dem Weg nach draußen bin, halte ich den Anruf für überflüssig.
Und tatsächlich, auf dem Parkplatz steht bereits ein Shutleservice. “Sind Sie der Mann, der mich nach Waltersdorf fährt?”, frage ich, und der Mann nickt. Er fragt mich noch, woher ich komme. Ich antworte Lissabon, und alles ist klar, wir müssen aber noch auf andere Heimkehrer warten. Doch das geht schnell, und so begeben wir uns auf die Fahrt nach Waltersdorf.

Dann klingelt mein Handy erneut. Es ist der Mann vom Shutleservice. Ich bin irritiert, ich sitze doch schon im Wagen, sage ich. Nein, er stehe noch am Flughafen und wolle wissen, wo ich sei, sagt er.
Und dann ist es klar: Ich sitze im falschen Shutleservice. Dass die Aussage, ob jemand nach Waltersdorf nicht ausreicht, weil es dort gleich mehrere Airport-Parkplätze gibt, war mir nicht bekannt. Der Fahrer, der eigentlich gar nicht zuständig ist, hat allerdings auch nicht näher nachgefragt oder auch nicht feststellt, dass ich gar nicht in seinen Unterlagen vorkomme. Er sagt, das komme ab und zu vor, dass er die Kunden seiner Nachbarfirma mitnehme. Aber er setze mich dort ab, das sei kein Problem.

Nun ja. Es stellt sich raus, dass ich nicht Kunde seiner Nachbarfirma bin. An meinem Parkplatz düsen wir vorbei, und er setzt mich bei der Nachbarfirma ab. Und so kommt es, dass ich eine Waltersdorfer Parkplatzwanderung unternehme – von Parkplatz Nr. 3 nicht zu Parkplatz Nr. 2, sondern zu Parkplatz Nr. 1. Dort angekommen muss ich dennoch warten – bis mein Fahrer kommt, um mir aufzuschließen.

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Portugal (9): Den Caipirinha kann der Barmann nicht empfehlen

Dienstag, den 5. März 2013
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(8) -> 4.3.2013

Zum Abschluss des zweiten Lissabon-Ausfluges gab’s einen Caipirinha. Allerdings war es wohl keine so gute Idee, den zu bestellen. Mit 3,50 Euro war er in der kleinen Bar in der Alfama zwar recht preiswert – gut aber leider auch nicht. Keine gecrashtes Eis, dann Eiswürfel, auch kaum Zucker. Das Interessante: Der Barmann weiß das auch selbst. Man solle doch lieber einen Mochito bestellen, den kann er besser.
Das habe ich dann lieber nicht mehr ausprobieren wollen, denn ansonsten hätte mich meine Begleitung den riesigen Berg zum höher gelegenen Teil der Altstadt tragen müssen.

Und dann war auch schon der Morgen der Abreise gekommen. Wieder ging mein kleines Köfferchen bei EasyJet als Handgepäck durch – dachte ich jedenfalls.
Während ich in Schönefeld gefragt wurde, ob es mir was ausmacht, wenn ich meinen Koffer doch als Gepäck aufgebe, hat man mich in Lissabon nur darauf hingewiesen, dass ich das so zu tun habe. Das ist umso erfreulicher, wenn man dann im Flugzeug dann feststellt, dass die Gepäckfächer recht leer waren. Dafür aber das Menschenpulk am Schönefelder Gepäckband umso dichter.