RTelenovela

Stille Beobachter am Straßenrand

Mittwoch, den 14. September 2016
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Nachts ist auf den Straßen nichts los? Das ist ein Trugschluss – zumindest neben den Straßen ist an einigen Stellen nämlich mächtig was los. Wer mal im Dunkeln zwischen Sommerfeld und Hohenbruch unterwegs ist, weiß Bescheid.

Neulich Nacht, irgendwann nach halb drei: Direkt hinter dem Sommerfelder Ortsausgang sammelte sich gerade eine ganze Herde mit Rehen auf dem Feld. Glücklicherweise hatten die gerade nicht vor, die Straße zu überqueren, das wäre nicht gut ausgegangen.
Nur wenige hundert Meter weiter, kurz vor der Mini-Ortschaft Schleuensches Luch: Noch mehr Tierpark-Impressionen – eine noch größere Reh-Herde. Sah aber ebenfalls ganz friedlich aus. Auf der anderen Straßenseite wartete dafür ein Hirsch mit riesigem Geweih darauf, dass man ihn beachtet.

Hinzu kamen noch ein Fuchs, der über die Straße rannte, ein Dachs in Hohenbruch und eine kleine Katze. Nein, dass man nachts alleine im Straßenverkehr ist – das ist wirklich eine falsche Behauptung.

aRTikel

Jette: Tierschau am Straßenrand

Samstag, den 20. Oktober 2012
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MAZ Oranienburg, 20.10.2012

Also nee, wissense nee, eigentlich hatte ich geplant, mal wieder in den Zoo zu fahren. Aber das ist nicht mehr nötig, denn den Tierpark erlebe ich gerade ständig als Autofahrerin an den Straßenrändern.

Neulich musste ich am frühen Abend von Ludwigsaue über Beetz, Sommerfeld und Hohenbruch nach Oranienburg düsen. Bis zur Brücke über die B96 zwischen Teerofen und Sachsenhausen begegneten mir an sage und schreibe acht Stellen Tiere an oder auf der Straße. Es ist also nicht übertrieben, wenn die Polizei vor Wildwechsel warnt. Und eines ist ja wohl klar: Die Tiere haben echt die Ruhe weg. Ganz gemütlich scharwenzelte gleich hinter Ludwigsaue ein großer Hirsch übers Kopfsteinpflaster. Kurz dachte ich daran, zu hupen, aber das hätte das stolze Tier sicher nicht die Bohne interessiert. Bei Beetz rannte ein Igel über den Asphalt, im Schleuenschen Luch traf ich gleich auf eine ganze Herde mit Rehen, und im Wald bei Teerofen scheint eine Versammlung am Straßenrand stattgefunden zu haben. Ich vermute, die Tiere haben die Autos gezählt. Mit schwitzigen Fingern, aber ohne Zwischenfälle, kam ich zu Hause an. Fahrt bloß vorsichtig, rät euch eure
Jette