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Die Harald Schmidt Show: Die große SAT.1-Radionacht

Sonntag, den 28. Oktober 2007
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SA 27.10.2007, 19.25 Uhr, Sat.1 Comedy

Minutenlang nur ein Standbild. Ein altes Radio. Darunter der Schriftzug “Radionacht”. 20 Minuten lang nur Ton. Eine Persiflage auf das Radio. Gruß- und Wunschsendungen. Jingles. Stars, die den “Schmidtmix” hören. Werbung. Verkehrsmeldungen.
Nein, kein nächtliches Testbild. Das war eine Ausgabe der “Harald Schmidt Show”, die einst bei Sat.1 für Furore sorgte. Insbesondere diese Folge. Denn ein 20-Minuten-Standbild auf einem Privatsender ist – sagen wir mal so: ungewöhnlich. Aber damals leiste sich Schmidt diesen Luxus noch. Und wurde dafür gefeiert. Zu recht. Denn es war wirklich extrem lustig. Und hat, gut sieben Jahre nach der Erstausstrahlung bei der heutigen Wiederholung auf Sat.1 Comedy nichts an Witz verloren.
Der Sender zeigte heute, aus Anlass des Starts von “Schmidt & Pocher” sieben Stunden lang die besten Folgen der Late-Night-Show. So zum Beispiel auch die “Show auf Französisch”. Auch an der hatten die Sat.1-Bosse sicherlich ihren Spaß.
Im Anschluss lief dann übrigens noch eine neue Folge der “Niels Ruf Show”. Sie zeigte, dass Rufs Sendung im Vergleich zu Schmidt doch extrem billig ist.

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Die Niels Ruf Show

Mittwoch, den 19. September 2007
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DI 18.09.2007, 23.35 Uhr, Sat.1 Comedy

Ganz still und heimlich, sehr versteckt beim kleinen Spartensender Sat.1 Comedy treibt seit einiger Zeit wieder Niels Ruf sein Unwesen. Er macht das, was Harald schmidt einst bei Sat.1 und der ARD großartig fabrizierte: Late Night.
Oder Late Night light.
Denn die Frage ist: Warum wird so ein Format auf einem Sender verschrottet, den fast niemand sehen kann? Es gibt zwei Antwortmöglichkeiten. Erstens: Ruf muss noch üben. Zweitens: Ruf ist zu schlecht. Die Wiederholung einer Sendung vom Februar 2007 zeigte beides: Der Eröffnungs-Stand-Up von Niels Ruf war unterirdisch. Die Gags wirkten abgelesen. Und selbst wenn Late-Night-Gott Harald Schmidt sie gebracht hätte – sie wären trotzdem unterirdisch.
Auch sonst gibt es wenig, was “Die Niels Ruf Show” sehenswert macht. Kaum spannende Aktionen, noch mehr billige Witzchen und das war’s. Redakteur Peter Ruetten (neuerdings auch in “Krügers Woche”) ist mitunter frischer als Ruf selbst. Ebenso wie Kim Frank, der zu Gast war.
Aber es reicht eben nicht, billige Zoten zu bringen, die niemand lustig findet. Oder kindisches Gesülze auf Unterstufenniveau.
Ich wünsche Niels Ruf, dass er das besser hinbekommt, denn zu “Kamikaze”-Zeiten auf VIVA zwei zeigte er oft (aber nicht immer), was er drauf hat.
Die Devise: üben, üben, üben. Und dann wird’s vielleicht auch was mit einem “richtigen” Sender.