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Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! – Das große Finale 2020

Montag, den 27. Januar 2020
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SA 25.01.2020 | 22.15 Uhr | RTL

Da sitzt er nun ganz allein im Fernsehdschungel und kann es nicht fassen: Prince Damien ist am Sonnabend bei RTL Dschungelkönig 2020 geworden. Die Zuschauer haben ihm mehr als 80 Prozent der Stimmen gegeben, da hatten Sven Ottke auf Platz 2 und Danni Büchner auf Platz 3 nicht den Hauch einer Chance. Vollkommen zurecht.

Das war sie also, die 14. Staffel von “Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!”. Ja, man könnte in den Abgesang der Medienkritik mit einstimmen und sagen, dass das ja alles total langweilig gewesen sei und man ja nun langsam mal aufhören könnte.
Ich sage: Nö. Wieso auch?
Auch die 2020er-Auflage des Dschungelcamp war wieder unterhaltsam, und sie verlief natürlich nicht so, wie wir das alle vielleicht erwartet haben.

Mit Prince Damien haben die Zuschauer treffsicher den Kandidaten ausgewählt, der im Camp am positivsten war. Er hatte meistens gute Laune, er stellte sich allen Situationen, er spendete Trost, er lachte, er war für die anderen da, er lästerte fast nicht. Er ging lächelnd in die Prüfungen, und er stellte sich den schlimmsten – aber meist eher ekligsten – Herausforderungen.
Damit ist er zwar nicht derjenige, der im Camp für die große Spannung und Aufregung sorgte. Aber bei der Wahl des Königs oder der Königin gelten dann andere Maßstäbe.

Dass es Danni Büchner ins Finale schaffte, war folgerichtig. Sie nervte. Sie nervte unfassbar. Sie redete und redete, sie nörgelte, und immer wieder sprach sie über ihren Mann und wie schlimm alles sei. Die Prüfungen verkackte sie eine nach der anderen. Die Danni-Show. Scheinbar war sie die Hassperson 2020 im Camp. Aber das Blatt wendete sich in Woche 2. Als ihre Mitcamper in ihren Hasstiraden auch mal übers Ziel hinausschossen, da war Danni bei vielen offenbar die Gute. Und dann beginnt so ein Dschungelcamp spannend zu werden oder zu bleiben. Wenn sich Dinge ereignen, die so nicht absehbar waren.

Das gilt auch für Elena. Im “Sommerhaus” war sie die Unperson, auch ich fand sie furchtbar. Nichts anderes erwartete ich im Dschungelcamp. Aber es kam anders. Klar, sie ist aufbrausend, manchmal unfair, öfter nervig. Aber im Camp zeigte sie auch ihre weiche Seite. Das war spannend. Ein Image drehte sich innerhalb von zwei Wochen.
Sven Ottke war der fröhliche Berliner, manchmal motzend. Marcus, der Schrotthändler, hatte ein wenig die Klugscheißer-Rolle, aber er gehörte eigentlich immer zu den Egal-Campern.
Dann gab es noch Randfiguren wie die Ex vom Wendler, von der man sich natürlich mehr erhofft hatte. Dazu Models und Ex-Bachelor-Leute. Ach ja, und ein Ex-Minister, der aber schon nach einem Tag aus gesundheitlichen Gründen raus musste. Günter Krause hätte sicherlich eine andere Note reingebracht.

Vielleicht hat das Dschungelcamp seinen Zenit überschritten. Dass dessen Zeit aber abgelaufen sein könnte, ist Unsinn. Auch in der 14. Staffel funktionierte die Show. Sie war unterhaltsam, Sonja und Daniel weiter unschlagbar, die Bearbeitung im Schnitt und mit der Musik wieder hervorragend. Trash, aber gut gemachter Trash. Vielleicht hätte man die Spendenaktion für Australien noch ein bisschen mehr in den Fokus rücken können.
Und mit “Die Stunde danach” gab es noch ein echtes Live-Highlight im Programm von RTL und RTLplus. In der kleinen fröhlichen Show herrschte oft Anarchie und Ausgelassenheit und spontane Albernheit, wie man sie nur noch selten erlebt.
Und das alles abschaffen? Das Dschungelcamp muss uns den grauen Januar, die tote Zeit nach Weihnachten und Neujahr weiter versüßen. Ich freue mich auf 2021!

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Alles Nichts Oder?!

Montag, den 4. Februar 2019
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FR 01.02.2019 | 0.15 Uhr (Sa.) | RTLplus

28 Jahre her. Oh. Mein. Gott.
Manchmal muss man sich wirklich kneifen, wenn man sich alte Fernsehshows ansieht und sich bewusst macht, wie alt die schon sind.

Am späten Freitagabend wiederholte RTLplus mehrere Folgen von “Alles Nichts Oder?” – zum 35. RTL-Jubiläum und auch zum 60. Geburtstage von Hella von Sinnen.
Am 11. Mai 1991 war Thommi Piper zu Gast, der zu dieser Zeit durch seine Synchronisation von Alf sehr bekannt war. Diese Folge zeigte RTLplus als Auftakt des Erinnerungsblocks.

Diese Show war immer eins ehr lustiger Kindergeburtstag für Erwachsene. Hella von Sinnen und Hugo-Egon Balder luden sich immer einen Gast ein. Sie unterhielten sich mit ihm, aber vor allem: Sie spielten mit dem Gast. Zungenbrecher, Koffer packen, Merkspiele, Quizrunden und vieles mehr. Und am Ende flogen die Torten.
Inoffiziell war “Alles Nichts Oder?!” der Vorläufer von “Zimmer frei!” – nur dass die WDR-Show dann schon ein bisschen biederer war.

Das Besondere, wenn man diese Show 2019 sieht, ist: Sie wirkt immer noch frisch. “Alles Nichts Oder?!” gehört offenbar zu den Sendungen, die auch heute noch nicht angestaubt wirken. Damals war sie fast eine Revolution in ihrer Art und Weise, und auch heute noch ist sie sympathisch, nur selten angestaubt (was dann aber an heute inzwischen unbekannten Gästen liegt) und sehenswert.
Wenn man das 28 Jahre nach der Erstausstrahlung sagen kann, dann muss es eine wirklich gute Sendung gewesen sein.

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35 Jahre RTL plus – Der große Kultabend

Sonntag, den 3. Februar 2019
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FR 01.02.2019 | 20.15 Uhr | RTLplus

War das Fernsehen früher eigentlich besser? Hört man ja immer wieder.
Dabei war das Fernsehen auch früher schon immer mal wieder schlecht – wie man aber erst 30 Jahre später erkennt. Aber man war jung und fand alles noch sehr aufregend, und Jugenderinnerungen sind immer was Neues. So denken wir heute gern, dass das Fernsehen früher hervorragend gewesen sei.

Am Freitagabend feierte RTL seinen 35. Geburtstag mut einer großen Show.
Ähm, nein.
Am Freitagabend feierte RTL seinen 35. Geburtstag mit einer kleinen Show – und nicht bei RTL selbst, sondern beim Minisender RTLplus. Vermutlich hat man bei RTL keinen Bock mehr auf große Feiern – und vor allem darauf zu zeigen, dass ja früher angeblich alles besser war.

“35 Jahre RTL plus – Der große Kultabend” war aber eigentlich eine sehr schöne Sendung. Vier Stunden lang live, in eines Studio, ein paar Zuschauer und Gäste, die von früher plauderten. Mehr Nostalgie geht nicht.
Wir sahen noch mal Ausschnitte aus “Traumhochzeit” und “Glücksritter” – und erfuhren, was aus damaligen Kandidaten wurde. Oder wie phänomenal es damals war, als in der “100.000 Mark Show” plötzlich ein Megabetrag zu gewinnen war. Alte Nachrichten, Serien, Shows.

Auch wenn alles früher nicht besser war: Der Rückblick zeigte, dass sich aber auf jeden Fall auch ein Sender wie RTL sich früher mehr Mühe gegeben hat. Manchmal kam etwas Ramschiges bei raus, aber man hatte sich Gedanken gemacht, man hat sich was getraut, man wollte anders sein. Heute soll es vor allem billig sein – Shows verfolgen oft ein Schema F.
Vielleicht wollte man bei RTL wirklich nicht, dass die Zuschauer das alles vor Augen geführt bekommen.

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Werbung: Schau HD TV

Donnerstag, den 11. Oktober 2018
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SO 07.10.2018 | 2.44 Uhr (Mo.) | RTL

Hach, Fernsehen ist ja so toll. Und bei RTL sind sie ja immer so emotional. In einem Werbespot wird das HD-Fernsehen angepriesen – vor allem, weil die Leute extra dafür zahlen müssen, wenn sie RTL und Co. in HD sehen wollen.
Fußball, Formel 1 und Musikshows – solche Glücksmomente könne man nur in HD genießen.

Nun ja. Vielleicht meint RTL ja die Glücksmomente bei den “25 bizarrsten Alltagssituationen, in denen auch Sie morgen landen könnten”. Das kann man sich ja nur in total scharfem HD antun. Auch Chris Tall und seine Haha-Gags funktionieren nur in HD. Die “Exclusiv”-Klatschnews kann man auch nur ertragen, wenn sie wenigstens in HD gezeigt werden. Das Jugendgericht, Strafgericht und Familiengericht bei RTLplus gehen natürlich auch nur in HD.

Vielleicht könnte RTL ja zur Abwechslung mal besseres Fernsehen machen, dann müsste man nicht mehr so viel über Bild-, sondern könnte über die Programmqualität sprechen. Aber für die wenigen Shows, die man bei RTL noch ohne Brechreiz sehen kann, auch noch extra zahlen, um die Brechmittel noch schärfer sehen zu können?
Och nö.

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Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! Die Stunde danach: Finale 2018

Dienstag, den 6. Februar 2018
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SA 03.02.2018 | 0.40 Uhr (So.) | RTLplus

Das RTL-Dschungelcamp hat in diesem Jahr so richtig aufgedreht, wenn es eigentlich schon zu Ende war – nämlich bei RTLplus. Nahtlos konnten die Fans erstmals von RTL zum kleinen Ableger schalten. Dort meldeten sich Moderatorin Angela Finger-Erben jeden Tag mit drei Gästen, die allermeistens auch schon im Dschungel waren.
Das ist an sich noch nicht sehr originell, zumal es, anders als vorher versprochen, keine exklusiven Einblicke ins Camp gab – und Live-Schalten ins Camp schon gar nicht.
Dennoch hat sich die Sendung gelohnt und Spaß gemacht.

Denn in “Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! Die Stunde danach” wurde ordentlich gelästert. Da durfte Desiree Nick sagen, dass sie die Camper langweilig findet und dass schlecht zusammengecastet worden sind. Ex-Camper wie Julian F.M. Stöckel oder Ross Antony machten sich über die aktuellen, ähm, Stars im Dschungel lustig – oder nahmen sich wahlweise selbst oder gegenseitig auf die Schippe.
Es war kein anspruchsvolles Fernsehen, für Fans aber allemal kurzweilig. Denn RTLplus lieferte keine Drögen Zusammenfassungen, sondern ergänzte das eigentliche Spektakel. Und sorgte nebenbei übrigens auch für den Beweis, wie schön es ist, solche Sendungen tatsächlich live zu produzieren und einfach mal laufen zu lassen, egal wie abgedreht das ist, was da gerade passiert – egal, welche bitteren Wahrheiten eventuell angesprochen werden. Rausgeschnitten werden konnte nichts, und das war gut so.
Bitte 2019 wieder!

Hits: 36

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stern TV: Dschungelcamp

Samstag, den 27. Januar 2018
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MI 24.01.2018 | 23.25 Uhr | RTL

Da haben ja die RTL-Programmplaner ganze Arbeit geleistet.
Das Dschungelcamp bringt Quoten – immer noch -, und deshalb geht mittwochs auch “stern TV” auf das Fernsehevent ein. Zu Gast waren ehemalige Dschungelstars.
Und weil das Dschungelcamp Quoten bringt, geht auch RTLplus jeden Abend in “Die Stunde danach” auf das Fernsehevent ein. Zu Gast waren ehemalige Dschungelstars.
RTL und RTL plus brachten also inhaltlich dasselbe Programm – was dann besonders grotesk wurde, weil am Ende der letzten Dschungel-Werbepause bei RTL erst auf “stern TV” und dann auf die Sendung bei RTLplus hingewiesen worden ist.

Irgendwas muss da bei der Planung schiefgegangen sein. Am Montag nämlich im umgekehrten Fall. Da berichtet normalerweise “Extra” im Dschungel-Anschluss live aus Australien. Deshalb fiel die RTLplus-Sendung Montag weg. Dann aber verlängerte RTL das Camp bis 0.00 Uhr, und “Extra” fiel aus. Somit fielen beide Sendungen aus.
Aber vielleicht bekommen die das nächste Woche ja besser hin. Obwohl: Nein, ich glaube nicht.

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Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! Die Stunde danach

Dienstag, den 23. Januar 2018
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FR 19.01.2018 | 0.05 Uhr (Sa.) | RTLplus

Respekt, RTL! Manchmal reagieren die Fernsehmacher extrem schnell. Nur 14 Jahre mussten vergehen, bis irgendjemand bei RTL aufgefallen ist, dass man nach der aktuellen Folge des Dschungelcamps ja noch eine Nachbetrachtung hinterher schieben könnte. Eins, fix, drei gibt es nun diese Sendung.
Wenn Sonja Zietlow und Daniel Hartwich live bei RTL verkündet haben, wer in die nächste Dschungelprüfung muss, dann können die Fans nun nahtlos weiter schalten: zu RTLplus. Dort läuft “Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! Die Stunde danach”.

Blöd nur, wenn die Leute beim Muttersender überziehen. Das führte am Freitagabend dazu, dass man sieben Minuten lang bei RTLplus sehen konnte, wie vier Menschen RTL gucken und warten. Und sich nicht bewegen dürfen, weil ja die Kameras schon laufen und weil man live auf Sendung sei. Erst als das Camp bei RTL durch war, konnte die Sendung bei RTLplus beginnen.
Glücklicherweise ist auch den Verantwortlichen aufgefallen, dass das doof ist. Am Tag danach, als RTL wieder überzogen hat, liefen bei RTLplus bis zum Beginn der Sendung Clips aus “Samstag Nacht”.

Was man bei RTLplus aber leider nicht bekommt: Weitere Live-Bilder aus dem Camp. Oder ungesendetes Material. Das ist schade, denn nur so ist diese Nachwäsche sinnvoll. Ex-Dschungelbewohnern beim Plaudern zuzusehen, ist ja an sich noch nicht so aufregend. Aber das kriegen sie ja vielleicht dann in fünf Jahren hin. Sind eben ganz fix, beim RTL.

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