RTZapper

ZAPPER VOR ORT: PK mit Helge Schneider

Mittwoch, den 18. Oktober 2006
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MI 18.10.2006, Berlin, am Admiralspalast

“Käsebrot ist ein gutes Brot. Sexy, sexy Käsebrot.” Das klingt nach einem Song, den man im Suff auf eine Kassette singt und diese dann vor lauter Peinlichkeit danach verschwinden lässt. Quasi auf den privaten Index setzt.
Nicht so bei Helge Schneider. Bei Helge Schneider wird der Käsebrot-Song bestimmt wieder Kult.
Man könnte es auch als grenzwertig bezeichnen. Das noch um so mehr, wenn man den völlig debil wirkenden Tänzer auf der Bühne beobachtet.
Im Hof des Berliner Admiralspalastes stellte er heute sein neues Programm vor, mit dem er ab Weihnachten in Berlin gastieren wird.
Dabei wirkt Helge Schneider allerdings wesentlich gepflegter als auf den Tourplakaten. Dort macht er eher einen pennerhaften Eindruck. Die Tour trägt den Namen “I Brake Together”. Frei nach Helge übersetzt: Ich breche zusammen. Dass die Übersetzung eigentlich ganz anders lautet – dem Helge ist das schnurz.
Finden ja auch alle total lustig.
Im Interview mit den Radiosendern beantwortet er Fragen, die die Welt bewegen. Ob er mal einen Song über Quark mit Leinöl schreiben wolle (”Nein, ist nicht geplant.”). Ob denn Käsebrot zum Weihnachtsfest passe (”Ja, kann man immer essen.”). Ob er denn selbst Käsebrot mag (”Ja, immer mehr.”). Was er denn zwischen seinen Auftritten in berlin machen werde (”Touristen gucken, spazieren gehen.”). Und so weiter.
Auffallend ist übrigens, dass die Vertreter von Berliner Rundfunk 91!4, rs2, 98.2 Radio Paradiso und Spreeradio 105.5 allesamt aus sehr jungen leuten bestanden. Wie sich später herausstellte: alles Praktikanten. Der Kollege von Antenne Brandenburg war mit Abstand der älteste Radiovertreter.
Was bei den Interviews rausgekommen ist, wird man heute oder bald sicher in den jeweiligen Radiosendern hören dürfen. Oder auch nicht.

RTZapper

Media-Analyse II/2000

Dienstag, den 18. Juli 2000
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Es ging mal wieder ein gewaltiger Ruck durch die Chefetagen der Radiosender in Berlin und Brandenburg. Es wurde nämlich die neueste Media-Analyse veröffentlicht, die besagt, welche der vielen Radio-Stationen bei den Hörern am beliebtesten sind. Wobei das wirklich Interessante dabei ist, wie darauf reagiert wird.
Das beste Beispiel für eine gute Interpretation dieser Analyse lieferte eindeutig „Hundert,6″. Vor einigen Jahren war man noch die unangefochtene Nummer Eins in der Region. Und jetzt? Abgeschlagen auf Platz Sieben. Aber Moment mal! „Hundert,6″ ist ja jetzt ein informationsorientiertes Radioprogramm mit viel Wort und wenig Musik! Da ist man gar nicht überrascht, dass nicht mehr so viele Leute zuhören! Aber solange man immer noch besser als das öffentlich-rechtliche „InfoRadio” ist, ist man zufrieden! So ändern sich die Zeiten, so kann man sich die. Ergebnisse schön reden.
Wenn man sich schon nicht mit den Großen vergleichen kann, tut man es eben mit den Kleinen!
Beim Berliner Rundfunk 91!4″ ist man wenig erfreut über die Media-Analyse. Nach der neuesten Erhebung schubste „94.3 r.s.2″ den Oldiesender vom Nummer-Eins-Thron. Wirklich bedauerlich! Aber andererseits: Erstmals wurde eine neue Umfragetechnik erprobt, da kommen eben andere Zahlen heraus, argumentierte man beim Sender.
Richtig erfreulich ist aber, dass endlich auch „Radio Eins” vom ORB auf dieser ominösen Hitliste vorkommt. Sage und schreibe knapp 40 000 Hörer schalten den Sender regelmäßig ein. Bisher waren die Hörerzahlen des Senders so niedrig, dass sie erst gar nicht ermittelbar waren. Die neuen Zahlen werden Radio Eins hoffentlich einen großen Auftrieb geben, denn die Leute in Potsdam haben es wirklich verdient!

aRTikel

Morgensalat mit viel Humor

Mittwoch, den 26. April 2000
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Neues Radioprogramm sendet auch für den Landkreis Oberhavel

MAZ Oranienburg, 26.4.2000

ANGERMÜNDE/OBERHAVEL
„Power Radio 4″, ein neuer Hörfunksender für den Nordosten Brandenburgs ist seit Donnerstag, 20. April, auf Sendung.
Das 24-Stunden-Programm sendet aus dem Angerzentrum in Angermünde für die Landkreise Uckermark, Barnim, Märkisch Oderland und Oberhavel. Für unseren Landkreis wird vom Standort Zehlendorf aus auf der Hörfunkfrequenz 104,9 MHz gesendet. Damit wird der gesamte Landkreis Oberhavel erreicht. Eine gute Empfangsqualität wurde bis nach Berlin-Pankow und Reinickendorf beobachtet. Insgesamt können theoretisch etwa eine Million Hörer erreicht werden.
„Wir hatten wider Erwarten einen recht guten Sendestart”, freut sich die Geschäftsführerin Gabriele Rausch. „Im Augenblick haben wir nur ein paar interne Schwierigkeiten. ” Die Moderatoren sind noch ein wenig nervös und unsicher. Und auch mit den Telefonleitungen gibt
es noch Probleme. Aber die sollen so schnell wie möglich behoben werden. Die Resonanz der Hörer auf den neuen Sender war in den ersten Tagen sehr groß. „Zeitweise hat der Ansturm unsere Telefonanlage gesprengt”, erzählt Gabriele Rausch, „die Hörer waren begeistert”.
Gabriele Rausch ist die Erste Geschäftsführerin des Senders. Sie wohnt in Berlin, ist aber schon seit mehreren Jahren in Angermünde tätig. Programmchef und Zweiter Geschäftsführer ist der Schwedter Ingo Fuhrmann. Er ist überzeugt: „Wenn man die richtigen Leute findet, kann man auch in unserer Region eine Idee umsetzen.”
Getreu dem Slogan „Hier spielt Ihre Musik” finden auf „Power Radio 4″ fast alle Musikrichtungen statt. Man hat aber auch den Mut, einzelne Sparten zu bedienen. Am Wochenende gibt es in der Zeit von
19 bis 1 Uhr eine Jugendsendung mit dem Namen „Seraphir”. Ivonne Epp und Marcel Ehrenreich spielen in dieser Show die Musik, die Jugendliche gern hören: Techno, House, Trance und vieles mehr. Mit dem „Morgensalat” sollen die Hörer in den neuen Tag geschickt werden, wobei der Humor nicht fehlen darf.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der regionalen Berichterstattung. Nachrichten aus den vier Landkreisen sollen den wichtigsten Teil der Informationen ausmachen. Auch Verkehrsnachrichten aus der Region gibt es bei „Power Radio 4″.
Der Radiomarkt in Berlin und Brandenburg gilt das der am härtesten umkämpfte in ganz Deutschland, die Konkurrenz ist groß. Auch andere Privatsender wie „BB Radio” und „94.3 r. s. 2″ senden Regionalprogramme aus Brandenburg und auch der ORB mit der „Antenne Brandenburg” ist recht stark vertreten. Trotzdem wollen die Angermünder Radiomacher die Spitzenposition anstreben und sehen voller Zuversicht in die Zukunft.

RTZapper

Radio in Berlin/Brandenburg

Montag, den 22. Juni 1998
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Wenn ich nicht gerade „Lindenstraße” sehe, höre ich auch hin und wieder Radio. Und besonders in der Wacht neige ich dazu, mich durch die vielen Radioprogramme zu zappen. Paßt mir irgendein Hit nicht, wie z.B. Modern Talkings „You’re My Heart, You’re My Soul”, wechsele ich unerbittlich den Sender.
Aber besonders bei den größeren Musiksendern ist ja kaum noch ein Unterschied zu erkennen. Der eine Sender spielt „das Beste aus drei Jahrzehnten”, während ein anderer doch lieber „die größten Hits der 70er, 80er und 90er Jahre” spielt. Ein weiterer Konkurrent setzt dagegen auf den „Fifty-Fifty-Mix – Super-Oldies und das Beste von heute”. Andere energische Sender spielen einfach „die meiste Musik” (wie geht das?). Tja, unsere Radiolandschaft ist eben vielfältig! Da ist es aber doch sehr löblich, daß uns meistens nach jedem Song mitgeteilt wird, daß wir gerade „94,3 r. s. 2″ oder „Energy 103,4″ hören. Geradezu brillant sind diese kleinen Jingles, in denen der Name der Sender geträllert wird. Na ja, vielleicht werden „104.6 RTL” oder „Berliner Rundfunk 91,4″ so (noch) berühmter. Trotzdem kann einem
das irgendwann doch auf die Nerven gehen…
Toll sind auch die Durchsagen der DJ’s. Das erste, was zur vollen Stunde den geneigten Hörern mitgeteilt wird, ist, was denn übermorgen von sieben bis acht gewonnen werden kann.
Also, wenn es sonst nix zu erzählen gibt …