RTelenovela

Nur ein Krümelhaufen

Donnerstag, den 3. Dezember 2015
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Manchmal ist es besser, wenn man sich informiert, bevor man etwas kauft. Aber immer auf den Weihnachtsmärkten beäuge ich die Schneeballen, die dort oft verkauft werden.
Vor einigen Jahren war ich sogar schon mal in Rothenburg ob der Tauber, wo diese Schneeballen herstammen. Irgendwie wusste ich aber nie, woraus die bestehen – und habe es, wie gesagt, auch nicht nachgelesen.

Heute, auf dem Weihnachtsmarkt am Potsdamer Platz in Berlin, konnte ich dann noch nicht widerstehen. Immerhin war da von Marzipan-Nougat-Füllungen die Rede und anderes leckeres Zeug. Also kaufte ich so einen Schneeballen für 3,50 Euro.
Zu Hause dann das böse Erwachsen: Das Ding besteht aus Mürbeteig und fällt relativ schnell zu Krümeln auseinander. Und schmeckt irgendwie nach Nichts.
Und jetzt habe ich hier einen Krümelhafen zu liegen, der wohl demnächst leider im Müll landet…

Keine Ahnung, was an diesen Rothenburger Schneeballen so toll sein soll.

Hits: 20

RTelenovela

2005

Samstag, den 31. Dezember 2005
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1. BESTE PARTY
Die Neujahrsparty bei Benny
Toll war aber auch der 70. von meinem Onkel in Hannover, als alte Familiengeschichten ausgepackt wurden.

2. BESTES KONZERT
Sportfreunde Stiller beim Taubertal-Festival
Toll war auch ´das Pitch Pipe Project, Moby, Wir sind Helden, Jazzkomplott, natürlich einige der Greensession/Kimono-Konzerte und – natürlich – Mary Roos.
Flops: Gerhard Schöne, Laith Al-Deen, McLemon

3. BESTER SONG
Gabs viele, vielleicht: Nena – Willst du mit mir gehn
oder: Xavier Naidoo – Dieser Weg, Madonna – Hung Up, Robbie Williams – Tripping, Fettes Brot – An Tagen wie diesen u.v.a.

4. BESTES ALBUM
Moby – Hotel

5. BESTER FILM
Mean Creek
und: Kammerflimmern, Aviator, Die Bluthochzeit, Madagascar, In den Schuhen meiner Schwester, Harry Potter und der Feuerkelch, Kismet – Würfel dein Leben

6. SCHLECHTESTER FILM
Alone In The Dark
und: Basta. Rotwein oder Totsein, Heidi, 2246, Final Call, Robots, My Summer Of Love, Red Eye, Jesus du weißt

7. BESTE TV-SENDUNG
Six Feet Under
und: Zapping, Harald Schmidt, Lindenstraße, Kalkofes Mattscheibe, Rent A Pocher, Die Patricharchin, OC California, Pastewka

8. SCHLECHTESTE TV-SENDUNG
Live-Übertragungen von der Moshammer-Beerdigung
und natürlich alles 9live- und Astromäßige

9. BESTER RADIOSENDER
RadioEins
und neuerdings am Abend Klassikradio, MDR Info

10. BESTES BUCH
Jürgen Alberts: Familienfoto
und ein Buch, das hieß: “Radio Gaga”, weiß den Autor nicht mehr

11. DER BESTE AUGENBLICK
Das Wochenende auf Rügen

12. DER SCHLIMMSTE AUGENBLICK
diverse beim Zahnarzt

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RTelenovela

Premieren

Sonntag, den 9. Oktober 2005
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Gleich drei Premieren erlebten heute Nachmittag meine heiligen Hallen zu Hause. Erstens war Felix der erste Gast, der für mein Zimmerchen definitiv zu groß war. Zweitens fand bei mir die Premiere des neuen Kimono-Films über die Tage im Taubertal statt. Und das widerrum war die erste Filmpremiere, die mein Zimmer je erlebt hat.
Vielleicht sollte ich dann an dieser Stelle kurz über die Herstellung des Films erzählen.
Viermal über mehrere Stunden haben Flo und ich an seinem PC an dem Film gearbeitet. Insgesamt etwa 17 Stunden. Plus die Zeit, die der Rechner zum Speichern usw brauchte. Plus die Zeit, die Flo noch zur Nachbearbeitung brauchte.
Zunächst musste das gesamte Material gesichtet werden. Dort wurde bereits eine Liste angelegt mit Szenen, die im Film verwendet werden sollten. Dann mussten wir uns einen Ablauf überlegen – was soll wann im Film vorkommen. An welcher Stelle sollen die Konzertausschnitte gezeigt werden. Sollen noch andere Bands gezeigt werden. Und und und.
Dann ging es Schritt für Schritt, Szene für Szene los. Man kann sagen, dass Flo und ich bei so ziemlich jeder Szene darum gerungen haben, welcher Schnitt hier und da gemacht werden soll (hart oder weich – schwarz oder weiß), ob die ganze Szene nicht lieber wegfallen sollte, wo die Szene geändert und geschnitten werden soll oder welche Hintergrundmusik zu hören sein soll.
Ein konkreter Diskussionspunkt war zum Beispiel, ob während des Abspanns eine Musik zu hören sein soll. Letztlich machten wir es so, wie es jetzt zu sehen ist. Wir fanden, eine Hintergrundmusik würde von der Szene (und dem Gesprochenen) ablenken.
Man kann sagen, und ich bin mir sicher, dass mir Flo da zustimmt, das es eine fruchtbare Arbeit war und dass unsere Diskussionen am Ende was gebracht haben.

Hits: 1535

aRTikel

Die Fünften von 7000

Mittwoch, den 17. August 2005
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Kimono aus Oberhavel beim internationalen Emergenza-Finale im bayerischen Taubertal


MAZ Oranienburg, 17.8.2005

ROTHENBURG

Mit dem fünften Platz im Gepäck sind die Jungs von Kimono am Montag aus Rothenburg ob der Tauber abgereist. In der fränkischen Stadt fand am Wochenende im Rahmen des Taubertal-Festivals das internationale Finale des Emergenza-Bandwettbewerbes statt. Von insgesamt 7000 Gruppen aus Europa und Nordamerika, die an den vielen Vorrunden teilnahmen, kamen 19 nach Nordbayern ins Taubertal.
Die fünf Jungs aus Oranienburg und Umgebung sowie Berlin hatten in diesen Tagen aber auch die Gelegenheit, Bands wie Mando Diao, Silbermond, Juli, Mia oder die Sportfreunde Stiller live zu erleben. Farin Urlaub spielte als Überraschungsgast auf dem Festival.
Die Emergenza-Bühne stand der Hauptbühne gegenüber, so dass die Auftritte aufeinander abgestimmt waren. So kam es auch, dass Kimono am Sonnabend genau vor den Sportfreunden Stiller spielten.
„Wir kommen aus dem frustrierten Berlin“, meinte Sänger Lukas Pizon zum Anfang des Kimono-Auftrittes in Bezug auf die Ost-Aussagen des bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber. Songs wie „Schmetterling“ und „Immer wenn wir träumen“ kamen bei den Zuhörern recht gut an.
Und zum Glück hielt das Wetter. Zumindest am Sonnabend. Denn am Tag zuvor war das Gelände eine einzige schlammige Fläche. Aufgeweicht vom Regen, der über dem Taubertal niederging.
Erstmals richtig voll vor der Hauptbühne wurde es am späten Sonnabendnachmittag. Schnell hatte Silbermond das Publikum in der Hand. Farin Urlaub dagegen schaffte es diesmal nicht ganz, die Massen hinter sich zu bringen.
Am Sonntagnachmittag verkündete die Emergenza-Jury ihre Ergebnisse. Das internationale Finale hat die dänische Band Rock Hard Power Spray vor den US-Amerikanern Natives Of The New Dawn gewonnen. Kimono, die im Juni das Berlin-Finale gewonnen hatten, landeten auf Platz 5.
Für die Band, die zwar seit 1999 existiert, aber erst seit März dieses Jahres Kimono heißt, gab es noch zwei Sonderpreise. Benjamin Steinke wurde als drittbester Bassist geehrt und gewann somit einen Bass. Christoph Hengelhaupt ist drittbester Schlagzeuger. Sein Gewinn ist ein Becken-Set. „Wir wussten gar nicht, dass es diese Einzelpreise gibt“, meint Christoph Hengelhaupt danach überrascht. „Damit habe ich gar nicht gerechnet“, lacht der 20-jährige Hohen Neuendorfer. „Damit hat sich der geplante Neukauf eines Basses für mich erst mal erledigt“, erzählt Benjamin Steinke. „Im Feedback-Gespräch mit der Jury wurde nämlich ausgerechnet das wohl fehlende Zusammenspiel zwischen Bass und Schlagzeug bemängelt“, wundert er sich.
Ein guter fünfter Platz und zwei Sonderpreise. So hat sich die lange Reise in den Süden für Kimono auf jeden Fall gelohnt.

Kimono live am 27.August um 15.15Uhr auf dem Postplatz in Hennigsdorf.
Internet: www.kimonoklub.de

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Taubertal

Montag, den 15. August 2005
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Der Freitag war nass. Sehr nass. Und schlammig. Das Festival-Gelände verwandelte sich in eine große Matschfläche, was nicht so sehr angenehm war.
Musikalische Highlights am Freitag: Die Bands Das Pop und The Toy Dolls. Insgesamt waren Freitag nur Bands, die mich nicht so sehr interessiert haben.

Die Band übernachtete in einer Jugendherberge in Rothenburg, wir waren auf einem Zeltplatz in der Nähe des Ortes. Na ja, Zeltplatz kann man nicht sagen. Es war eher ein Feld auf dem jetzt halt mal ein paar Zelte rumstanden. Sanitäre Anlagen waren vorhanden. Vereinzelt.
Übrigens schliefen wir in Baden-Württemberg. Denn wenige Meter vor unserem Zelt verlief die Grenze zwischen Bayern und BaWü.

Der Sonnabend war dagegen trocken und – geil.
Die Sportfreunde Stiller bildeten mein absolutes Festival-Highlight! Farin Urlaub war auch sehr unterhaltsam, ebenso wie Silbermond. Juli spielte danach auf einer anderen Bühne, zu der so ziemlich alle Silbermond-Fans hinwollten. Was zu einem Chaos führte – und dazu, dass wir schnell beschlossen, nach 10 Minuten das Juli-Konzert wieder zu verlassen.
Tele fand ich okay, mit der Zeit ein wenig langweilig. Putzig war VIVA-Moderator Tobi Schlegl mit seiner Band Die Familie. Musikalisch eher durchschnittlich.
In Sachen Emergenza (die Bühne stand gegenüber der Hauptbühne) hat mich Indra aus Manchester fasziniert. Und natürlich Kimono, die vor den Sportfreunden spielten. Was für die Band nicht unbedingt ein Vorteil war. Denn zwischen Farin Urlaub und Sp.Stiller wollte natürlich kaum jemand seinen Platz vor der Hauptbühne verlassen. Trotzdem werden sie die Kimono-Klänge zumindest von weitem gehört haben.
Den Sonnabend zu Ende brachte die Band Madsen, die ganz okay waren – aber natürlich nach Sp.Stiller nix mehr reißen konnten…

Rothenburg ob der Tauber ist übrigens ganz niedlich. Eine Spezialität sind die Schneeballen, die es bei jedem Bäcker gibt. Und die Teilchen. Und Susi und ihre strenge Chefin.

Vom Sonntagsprogramm haben wir nicht allzuviel mitbekommen, bis zum Nachmittag trieben wir uns in der Stadt (Susi hatte frei) und in der Jugendherberge rum.
Nach der Siegerehrung spielte noch Mia. Ging so.

Um 20.30 Uhr ging’s dann am Sonntag wieder zurück in Richtung Heimat.
Ich danke der überaus netten Verkäuferin an der Raststätte Köckern, dass sie mir, obwohl es schon 23.45 Uhr war, doch noch den Milchreis warmgemacht hat. Obwohl ja schon das Nachtmenü galt. Weshalb sie auf meine Nachfrage auch fix das Milchreis-Schild versteckt hat. Danke nochmal. Und an die Kollegin: Lächle doch mal!
“Benjamin Blümchen als Koch” begleitete uns dann auf den Berliner Ring.

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aRTikel

Eckige Leute, runde Musik

Samstag, den 6. August 2005
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Deutschpop-Aufsteiger aus Oberhavel: Kimono über Chancen, Vorbilder und deutsche Texte

MAZ, Die Märkische, 6.8.2005

Die Popband Kimono, deren Mitglieder aus Oberhavel und Berlin stammen, haben den Einzug ins Weltfinale des Emergenza-Wettbewerbes geschafft. Mit Sänger Lukas Pizon (25, aus Berlin) und Bassist Benjamin Steinke (20, aus Birkenwerder) sprachen Konrad Litschko und Robert Tiesler.

Ende Juni habt ihr das Berlin-Finale von Emergenza, dem größten europäischen Newcomer-Bandwettbewerb, gewonnen. Am 12. August tretet ihr beim internationalen Emergenza-Finale im bayerischen Taubertal auf. Wie bereitet ihr euch vor?
Lukas Pizon: Wir hatten bisher durch Uni und Urlaub fast gar keine Zeit zum Proben. Wir setzen da auf unser Material aus dem Berlin-Finale, das hat ja schon einmal ganz gut geklappt.

Sind die Fans denn auch bereit, bis ins ferne Taubertal zu reisen?
Benjamin Steinke: In den vergangenen Monaten hat sich ein kleiner, fester Fankreis um uns aufgebaut. Da haben sich schon welche fürs Finale angesagt.

Was versprecht ihr euch von dem Auftritt auf dem Festival?
Pizon: Wir versprechen uns nicht so viel davon. Schließlich konnten sich auch Bands aus den USA oder Schweden qualifizieren. Wir wissen nicht, nach welchen Kriterien dort entschieden wird. Dass wir den Hauptpreis, die USA-Tour, gewinnen, halten wir für sehr unwahrscheinlich. Wir machen uns ein schönes Wochenende.

Das Finale ist Teil eines Festivals, auf dem Bands wie Silbermond und Juli spielen, die genau wie Kimono deutschsprachigen Pop präsentieren. Sind sie Vorbilder?
Pizon: Wir haben keine wirklichen Vorbilder. Bei uns hört jeder andere Musik. Ich höre alles von Elektro, Indiepop über Schlager bis hin zu „Sexy Pop“. Ich denke, musikalisch können wir mit Silbermond und Juli locker mithalten. Zudem wirkt bei denen vieles gekünstelt.

Was zeichnet Kimono gegenüber anderen Deutsch-Pop-Bands aus?
Pizon: Wir haben Power und Profil. Bei uns sind die Leute eckiger und die Musik ist runder. Ich finde, wir haben Authentizität.

Warum habt ihr euch eigentlich nach einem traditionellen japanischen Kleidungsstück – dem Kimono – benannt?
Steinke: Seit März haben wir unseren neuen Sänger, Lukas. Vorher hießen wir noch Greensession. Eigentlich wollten wir einen deutschen Namen. Der Name Kimono bedeutet nur etwas für uns persönlich – Lukas ist großer Japan-Fan.

Wie kamt ihr zu den deutschen Texten?
Steinke: Wir wollten uns einfach nicht blamieren, weil wir eigentlich ziemlich schlecht in Englisch sind. Hinter englischen Texten kann man sich auch viel besser verstecken. Wer keine deutschen Texte schreiben kann, schreibt englische.

Und worüber singen Kimono?
Pizon: Liebe, Träume, Gefühle! Wir sind keine politische Band, unsere Musik spielt sich auf der Gefühlsebene ab. Dabei sind unsere Texte durchaus selbstfixiert. Wir versuchen eigene Erfahrungen in sprachlichen Bildern zu verarbeiten. Es kommt oft vor, dass die Texte unseren Hörern etwas ganz anderes bedeuten als uns.

Gibt es auch verkorkste Auftritte?
Steinke: Klar. Wir hatten mal einen Auftritt beim Naturparkfest an der Briese in Birkenwerder. Der Veranstalter hatte von 4000 Besuchern geredet. Vor der Bühne standen dann vielleicht fünf bis sechs. Dazu noch knallende Sonne, sodass unser Pianist Florian Büttner auf der Bühne fast ohnmächtig geworden wäre.

Welche Zukunftspläne hat Kimono?
Pizon: Langfristig arbeiten wir auf eine Langspielplatte zu. Vor allem durch die Emergenza-Auftritte sind viele neue Kontakte entstanden, die uns definitiv auf den richtigen Weg bringen werden. Aber letztlich geht es uns weniger darum, groß raus zu kommen, mehr um die Musik an sich, um den Spaß daran, Konzerte zu spielen und Leute zu begeistern.

Taubertal Festival, 12.-14. August, Rothenburg ob der Tauber. Informationen im Internet unter: www.taubertal-openair.de. Homepage der Band: www.kimonoklub.de.

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aRTikel

Gelassen ins große Finale

Mittwoch, den 27. Juli 2005
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Am 11.August reisen die Jungs von Kimono zum Emergenza-Auftritt beim Taubertal-Festival


MAZ Oranienburg, 27.7.2005

ORANIENBURG

„Kimono ist eine Popband.“ Eine kurze und prägnante Ansage von Sänger Lukas Pizon auf die Frage, was die Band eigentlich für Musik mache.
Seit der 24-Jährige im März zur Band stieß, hat sich vieles getan. Neue Songs. Erster Platz beim Berlin-Band-Award, ebenso im Emergenza-Halbfinale. Der Höhepunkt steht in gut zwei Wochen an: Kimono spielt im internationalen Finale des Emergenza-Bandwettbewerbes. Dazu reisen die Jungs aus Oranienburg und Umgebung sowie Berlin zum Taubertal-Festival ins bayerische Rothenburg ob der Tauber.
Dem voran ging der Sieg beim Berlin-Finale von Emergenza (MAZ berichtete) am 25. Juni in der Columbiahalle. „Dort auf der großen Bühne zu stehen, das ist definitiv schon mal eine tolle Sache“, erzählt Bissist Benjamin Steinke. Nun also ins Taubertal. Einem Festival, auf dem nicht nur Emergenza-Bands aus den USA, Kanada, Dänemark oder Spanien spielen, sondern auch bekannte Gruppen wie die Sportfreunde Stiller, Juli, Silbermond, Bad Religion und Mando Diao. „Aber da muss man ganz locker rangehen“, meint Benjamin.
„Momentan wissen wir auch noch gar nicht, nach welchen Kriterien die Bands dort bewertet werden“, sagt Lukas. Hana Herrmann von Emergenza Germany gibt auf MAZ-Nachfrage Auskunft. „Beim Finale wird die beste Band, die beste musikalische Qualität und Bühnenshow prämiert. Außerdem unter anderem der beste Sänger, Gitarrist und Bassist.“ Eine Jury wird die Gruppen begutachten. In den Vorrunden zählte bisher die Wertung des Publikums.
Die Gewinner dürfen auf eine kleine Tournee durch die USA. Und das ist noch nicht alles. „Neben der USA-Tour bekommt der Sieger auch eine CD-Produktion in einem schwedischen Studio bezahlt“, erzählt Hana Herrmann. „Dass wir diese Tour gewinnen, ist aber eher unwahrscheinlich“, meint Kimono-Sänger Lukas. „So was bringt uns ja nicht wirklich was.“
Vielmehr erhofft sich die Band durch den Auftritt im Taubertal mehr Aufmerksamkeit. Als die Band, noch unter dem Namen Greensession, den Sonderpreis beim Schooljam-Finale in Frankfurt/Main gewann, „hat das eigentlich niemanden interessiert“, erzählt Benjamin. „Es gab kaum ein Feedback, es war auch wenig Publikum beim Finale in der Messehalle.“ Das war selbst nach dem Berlin-Finale von Emergenza anders. „Ich wurde noch nie so oft auf einen Auftritt angesprochen“, erinnert sich Benjamin.
Die Jungs von Kimono bleiben gelassen: Viel geprobt werden kann vor dem Finale nicht mehr: Job, Uni, Urlaub. Normalerweise proben sie zweimal pro Woche in der „Teestube“ in Berlin-Frohnau.
Am Donnerstag, 11. August, geht’s runter nach Bayern. Wann genau Kimono auf der Emergenza-Bühne spielen wird, steht erst Anfang August fest. Lukas: „Wir sind da vier Tage und machen uns ein schönes Wochenende.“ Und – mal sehen.

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