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Mitreden – Der Brunchtalk (5)

Montag, den 21. Januar 2013
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(4) -> 8.10.2012

Nachdem der Brunchtalk am 2. Dezember leider ausfallen musste, haben wir ihn nun endlich nachgeholt. Schon zwei Wochen vor der Veranstaltung in der “Tiefsten Provinz” in Kremmen waren wir ausverkauft, ein echt toller Erfolg, über den wir uns gefreut haben.
Vielleicht lag es an unseren Gästen, die viele sehr interessant fanden.

Christine Stüber-Errath war Eiskunstlauf-Weltmeisterin und gewann einst Olympia-Bronze. In den 90ern suchte sie mit Hans-Joachim Wolfram “Außenseiter – Spitzenreiter” im MDR-Fernsehen. Bei uns erzählte sie gut gelaunt davon, dass sie vor kurzem mal wieder aufs Eis gegangen ist. Davon, wie sie für die MDR-Sendung Leute überraschte. Eigentlich macht sie keine öffentlichen Auftritte mehr. Sie kam, weil auch Carmen-Maja Antoni bei uns zu Gast war. Was wir nicht wussten: Die beiden kennen sich vom Eislaufen. In ganz jungen Jahren war die Schauspielerin Antoni auch eine Eisläuferin, sie hatten sogar dieselbe Trainerin. Antoni stellte außerdem klar, dass sie keine Brecht-Schauspielerin sei, sie spiele einfach nur sehr oft Brecht-Stücke. Erst am Abend davor stand sie drei Stunden als Mutter Courage auf der Bühne des Berliner Ensembles. Dass ihre Zeit bei “Rosa Roth” nun zu Ende ist, bedauert sie, aber demnächst tritt sie wieder als Schwester von Polizei Horst Krause vor die Kamera.
Es hat großen Spaß gemacht, den beiden zuzuhören. Besonders Carmen-Maja Antoni beeindruckt mit ihrer Lockerheit und Liebenswürdigkeit. Ihre Stimme hat mich als Kind schon durch diverse Hörspiele begleitet.

Das Brot von Volker Apitz aus Rohrlack hat sehr gut geschmeckt. Apitz backt Biobrot und ist in vielen Läden vertreten. Bei uns erzählte er, dass er jedoch nicht zu den Bäckern gehört, die mitten in der Nacht aufstehen müssen.

Für mich der Höhepunkt war der Auftritt der Glienicker Sängerin Julia Paulina. “Only for you” heißt einer ihrer tollen Songs. Sie singt ihn mit einer einprägsamen, sicheren Stimme vor, am Ende bekommt sie einen riesigen Applaus und später viele gute Worte vom Publikum.

Wir waren sehr zufrieden mit der heutigen Show, und ich glaube, die allermeisten im Publikum war es auch. Weiter geht es am 24. März, am Sonntag vor Ostern. Wer dann zu uns kommt, steht noch nicht fest.
Und ich glaube, ich werde bald mal ins Theater gehen – ins Berliner Ensemble.

RTelenovela

Mitreden – Der Countdown: 20. Januar

Dienstag, den 15. Januar 2013
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Diesmal ist Werbung in eigener Sache gar nicht nötig. Am Sonntag, 20. Januar, moderiere ich zum fünften Mal gemeinsam mit Inforadio-Moderator Dietmar Ringel die Talkshow “Mitreden”. Los geht es um 11 Uhr in der “Tiefsten Provinz” im Kremmener Scheunenviertel – und die Show ist bereits ausverkauft. Das hatten wir noch nie.

Für alle, die dabei sind: Diesmal steht bei “Mitreden – Der Brunchtalk” gesunde Ernährung, Eiskunstlauf, Schauspielerei und Musik auf dem Programm.
Christine Stüber-Errath war einst Eislauf-Weltmeisterin und gewann bei Olympia Bronze. Sie mag keine öffentlichen Auftritte. Dass sie doch kommt, liegt am zweiten Gast: Schauspielerin Carmen-Maja Antoni und sie kennen sich. Antoni gehört zu den großen Brecht-Schauspielerinnen unserer Tage, am Berliner Ensemble spielt sie unter anderem die Mutter Courage. Sie ist die Schwester von Dorfpolizist Horst Krause und die Kollegin von ZDF-Kommissarin Rosa Roth. Sie war auch mal Eiskunstläuferin, trainierte sogar bei der gleichen Trainerin wie Stüber-Errath.
Ebenfalls zu Gast ist der Bäcker Volker Apitz. Seit vielen Jahren betreibt er eine Biobäckerei in Rohrlack. Seine Waren gibt#s auch in Berliner Biomärkten.
Die Musik kommt diesmal von Julia Paulina. Die 20-Jährige aus Glienicke schreibt ihre Lieder selbst und war schon erfolgreich beim My-Video-Award auf ProSieben und beim Radiosender Kiss FM.

aRTikel

1855 Euro für die Rohrlacker Kirche

Dienstag, den 1. September 2009
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-> 31.8.2009

Benefiz: 54 Teilnehmer waren beim ersten Temnitztallauf dabei / Auch ein MAZ-Mitarbeiter rannte mit

MAZ Neuruppin, 1.9.2009

ROHRLACK
Acht rote Punkte kleben schon auf meinem T-Shirt. Acht Runden bin ich also beim Temnitztallauf schon gerannt. Von der Rohrlacker Packhalle zum Gewächshaus und zurück. Und die Strecke hat es in sich. Auf einem mit kleinen Steinchen gespickten Sandweg geht es ganz leicht einen Berg hinauf. Doch jeder noch so kleine Anstieg ist zu spüren nach acht Runden. Aber es ist ja für einen guten Zweck. Für jede gelaufene Runde kommt mehr Geld für die Kirche in Rohrlack zusammen. Dort soll die Turmspitze wieder errichtet werden. Eigentlich hatte ich meinen Sponsoren, meinen Neuruppiner MAZ-Kollegen, angekündigt, vielleicht fünf, sechs oder sieben zu laufen. Zehn sind es am Ende. Zehn ist eine schöne runde Zahl. Das macht bei einem Rundenpreis von 6,50 Euro dann 65 Euro.

Insgesamt sind beim Temnitztallauf durch die 54 Teilnehmer 1855 Euro zusammengekommen. Jeder hatte mindestens einen Sponsor, der einen frei wählbaren Betrag auf den Läufer setzen konnte. Er lag zwischen zehn Cent und zehn Euro pro Runde. „Wir sind sehr zufrieden mit der Resonanz“, sagte Annegret Koch im Kulturverein Temnitztal. „Es hat allen gut gefallen. Und dass es so viel Geld wird, damit haben wir nicht gerechnet.“ Im Zieleinlauf standen Dutzende Leute und klatschten den Läufern Beifall und reichten Wasser und Bananenstückchen.

Vor dem Start war noch völlig unklar, wie viel auf der Strecke zu schaffen ist: „Fünf Runden“, waren das Ziel von Till Nuesken (25). Letztlich schaffte er sogar das Doppelte. Der Garzer Jens Thierock hatte auch keine Vorstellung, wie lange seine Kondition halten würde. Am Ende klebten 13 Pünktchen auf seinem Trikot. „Ein bisschen Sport ist immer gut“, sagte er vor dem Start. „Außerdem möchte ich die Kirche unterstützen.“ Das war auch der Grund, warum die Neuruppinerin Heidrun Kaesche mit ihrer Nichte Anna Zietz dabei war: „Ich finde das Konzept des Laufes gut“, so Heidrun Kaesche. Der 15-jährige Felix Gaetke aus Manker schaffte 22 der etwa 500 Meter langen Runden. „Ich hatte mir vorher kein Ziel gesetzt“, sagte er. „Ich laufe aber viel nebenbei und spiele Fußball.“ Der Temnitzer Amtsdirektor Mathias Wittmoser nahm ebenfalls am Benefizlauf teil und rannte 30 Runden. Selbst einige der Kinder joggten 20-mal durch den Zieleinlauf, was die Zuschauer sehr begeisterte. Der absolute Laufkönig war am Sonntag jedoch Olaf Gaetke. Er schaffte in den etwa 90 Minuten Laufzeit 45 Runden, das waren mehr als 20 Kilometer.

Der Kirchturm von Rohrlack stand in Sichtweite zum Zieleinlauf. Der Kulturverein Temnitztal sammelt seit Jahren Geld dafür, die Turmspitze wieder aufzubauen, die seit 1988 auf dem Gotteshaus fehlt. Die fast 2000 Euro bringen den Verein wieder ein Stück näher ans Ziel.

Der erste Temnitztallauf könnte der Auftakt für ein jährliches Spektakel sein. „Vielleicht richtet ihn nächstes Jahr ein anderer Ort der Gemeinde aus“, sagte Annegret Koch vom Kulturverein. „Und wenn nicht, findet er wieder in Rohrlack statt.“

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Lauf, Forrest, lauf! (7): Von der Packhalle zum Gewächshaus und zurück

Montag, den 31. August 2009
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(6) -> 29.8.2009

Ich als ich meinen Kollegen in Neuruppin sagte, ich würde am Temnitztallauf teilnehmen, fanden sie das lobenswert. Als ich dann aber meinte, dass das ja ein Spenenlauf sei und ich noch Spender bräuchte, war… na ja, sie ahnten schon, jetzt seien sie und ihr jeweiliger Geldbeutel gefragt.
In Rohrlack wird momentan für eine neue Kirchturmspitze gesammelt. Mit dem lauf sollte Geld in die Kasse kommen.
Ich schlug meinen Kollegen vor, je 50 Cent pro Runde zu zahlen. Eine Runde hatte wohl um die 600 Meter, und ich würde dann vielleicht fünf, sechs oder sieben Runden laufen. Viele machten mit, und ich zahlte auch was drauf. So lief ich zu einem Preis von 6,50 Euro pro Runde.

Am Rand von Rohrlack trafen sich 54 Teilnehmer am Temnitztallauf. 90 Minuten hatten wir Zeit, man konnte auch spazieren gehen oder Rollstuhl fahren. Egal wie, hauptsache Runden ansammeln.
Und dann ging es los. Von der Packhalle zum Gewächshaus und zurück. Der Hinweg hatte es in sich. Über einen Sandweg mit Steinen gespickt ging es leicht bergauf. Wirklich leicht, aber doch spürbar – von Runde zu Runde mehr. Der Rückweg erfolgte über einen Plattenweg, ganz leicht bergab.
War einmal der Kreis geschafft, gab es einen roten Punkt aufs T-Shirt.

Sonst renne ich ja eher am Abend nach der Arbeit und nicht zwei Stunden nach dem Aufstehen in der Mittagssonne. Und so war ich auch ziemlich schnell am Ende.
Runde fünf war geschafft. Und da wird der Miniberg zur Herausforderung. Auf einer kleinen Bank saßen mehrere Frauen und machten Mut. Zählten die Punkte und staunten – je nach Punktzahl.
Ich musste ein paar Schritte laufen. Bis zur Wende auf den Plattenweg, dann ging es weiter. Auch weil hinter mir ein kleiner Junge lief – und von dem wollte ich mich zumindest bis zum Zieldurchlauf nicht überholen lassen.
Habe ich auch nicht.
Im Ziel standen die meisten Leute und klatschten. Eine schöne Sache, das macht Freude und Mut.

Runde sieben war geschafft. Aber ich wollte mehr. Ich beschloss, zehn Runden zu laufen. Das konnte ich meinen Kollegen gerade noch zumuten. Fünf Euro sind ein runder Betrag, ist ein kleiner Schein und tut gerade so noch nicht weh.
Und so lief ich weiter.
Runde acht. Auf dem Sandstück lief ich ein paar Meter. Am Zieleinlauf wollte ich mir diese Blöße jedoch nicht geben. Dort rannte ich immer durch.
Runde neun. Noch einmal rumlaufen. Die Sonne brannte.

Als mir der zehnte Punkt aufgeklebt wurde, war mein Rennen gelaufen. Ich hätte weitermachen können, zumal ich ja auch den Rest der Zeit hätte spazieren gehen können. Aber dann hätten meine Kollegen mich geköpft. Und lieber zehn Runden (meistens) gerannt, als 20 geschlendert.

Der ausdauernste lief übrigens 45 Runden, mehr als 20 Kilometer. Und selbst einige Kinder brachten es auf 22 Runden. Ich gebe zu, das machte mich ein wenig nachdenklich. Mit meinen zehn Runden lag ich eher im unteren Mittelfeld.
Dafür hatten wir mit 6,50 Euro pro Runde den zweithöchsten Spendeneinsatz. Immerhin etwas! Und die Urkunde hängt nun über meinem Schreibtisch.

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Lauf, Forrest, lauf! (6): Schutt, Dreck und Dunkelheit

Samstag, den 29. August 2009
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(5) -> 19.8.2009

Ich fürchte, langsam wird es Zeit, dass ich mir eine neue Laufstrecke suchen muss. Wenn ich gegen 20 Uhr von der Arbeit in Havelhausen ankomme, dämmert es bereits. Und im Dunkeln ist die Strecke leider nicht machbar, denn sie ist komplett ohne Licht. Dafür aber voller Unebenheiten und in den Waldstücken mit Steinen und Hölzchen gespickt. Tageslicht ist da durchaus sinnvoll.
Mal sehen, wo man sonst noch so laufen kann. Vielleicht versuche ich es dann einfach mal in meinem Viertel. Wenn es dunkel ist, steht man ja auch nicht so unter Beobachtung…

Außerdem nerven Teile der Strecke langsam. Im zweiten Waldstück zwischen Havelhausen und den Lehnitzer Bungalows hat irgendjemand Schutt in die Kuhlen geschüttet. Mal ganz abgesehen davon, dass es nicht fein ist, wenn jemand seinen Dreck auf diese Weise entsorgt – die vielen losen Steine machen das Laufen dort ziemlich gefährlich.

Sonntag geht es dann weiter – beim Temnitztallauf in Rohrlack. Das ist übrigens ein Spendenlauf für den Neubau der Rohrlacker Kirchturmspitze. Spender sind also durchaus erwünscht. Gespendet wird für jede gelaufene Runde. Eine hat eine Länge von etwa 600 Metern. Wer etwas dazugeben will – darfs gern in den Kommentar schreiben.