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Sprechfunk: Eine Ära ist zu Ende

Mittwoch, den 26. September 2007
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DI 25.09.2007, 22.00 Uhr, Fritz

Mit Superlativen sollte man ja immer vorsichtig sein: Aber die letzte Sendung von Jürgen Kuttners “Sprechfunk” berechtigt durchaus dazu.
Heute lief die letzte Sendung. Nach 15 Jahren. 1992 lief der erste “Sprechfunk” beim Fritz-Vorgänger Rockradio B. Jetzt ist Schluss, und Fritz verliert damit eine seiner nur noch wenigen Identifikationsfiguren. Mit 49 Jahren wechselt Kuttner im November zu radioeins, wird dort mit Tochter Sarah sonntagabends die neue Sendung “Kuttner und Kuttner” moderieren.
Was wir am “Sprechfunk” vermissen werden? Den Vorspann. “Käpt’n Kirk Kuttner”. Kuttners Kodderschnauze. Seine abgedrehten Anrufer. Den halbautomatischen Anrufbeantworter. Die Pionierlieder. Marianne. Der Zusammenschnitt. Die Waldtelefonzentrale. Schubert. Fremd bin ich eingezogen, fremd zieh ich wieder aus.
Ich kenne den “Sprechfunk” seit 1993, er war einer der Gründe, warum ich damals zu Fritz wechselte. Viele Erinnerungen: Ein Freund zeichnete Kuttners Sendungen auf, die wir dann später nochmal hörten. Bei einer Freundin trafen wir uns und tauschten Kassetten aus. Auch den “Videoschnipselvortrag” in der Volksbühne taten wir uns mehrmals an.
Lang, lang ist’s her. Wahnsinn.
Für eine Radiosendung sind 15 Jahre sehr viel, noch dazu auf einem Jugendradiosender. Mit 49 ist Kuttner zu alt dafür und geht zum Radio “Nur für Erwachsene”. Wir dürfen darauf gespannt sein.
“Sacht, sacht, die Türe zu! Schreib im Vorübergehen ans Tor dir: Gute Nacht!”