KeineWochenShow

#171 – Frohe Corostern!

Sonntag, den 12. April 2020
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Es ist unsere vierte Oster-Ausgabe. Und es ist unsere vierte Corona-Spezial-Sendung, aufzeichnet nicht in unserem Studiokeller, sondern unter dem luftigen Carport.

Auch in dieser Woche versuchen wir auf den Rundum-Blick auf diese Krise. Wir schauen auf die Zahlen. Wir reden über Boris Johnsen, der zwischendurch auf der Intensivstation war. Es geht aber auch um den Stil von Angela Merkel, den Menschen diese Krise und den Fortgang zu erklären.
Wir rätseln über die Folgen und das weitere Verfahren. Was wird aus der Schule? Wie lange können wir es zu Hause nach aushalten? Was wird aus der Wirtschaft? Die Fährlinie zwischen Neu-Mukran auf Rügen und Trelleborg in Schweden wird wohl eingestellt.
Wir schauen uns an, wie die leeren Städte München und Lissabon aussehen. Und wir sprechen mit den Betreibern des Subway-Ladens in Oranienburg, um zu erfahren, wie diese Bistrobetreiber mit der Coronakrise klarkommen.
Auch geht es um den Rheinsberger Bürgermeister, der das Coronavirus hat und dessen Rathaus nun fast lahmliegt.
Ach ja, und wir verkünden das Ende der Grippewelle!

Das und mehr in KeineWochenShow #171! Frohe Corostern!

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aRTikel

Bis zur Premiere ist noch viel zu tun

Mittwoch, den 11. Januar 2017
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“Zwischen/Welten” heißt das neue Musical von Michael Wudick aus Grüneberg

MAZ Oberhavel, 11.1.2017

Grüneberg.
Am Freitagabend ist Premiere, aber bis dahin ist noch viel Arbeit zu erledigen. Im Rheinsberger Schlosstheater wird zum ersten Mal das Musical „Zwischen/Welten“ aufgeführt. Seit vielen Wochen arbeiten Kinder und Jugendliche aus Rheinsberg und Umgebung daran, dass die Aufführungen ein Erfolg werden.
Geschrieben hat das Stück Michael Wudick. Es ist das zweite komplett selbst verfasste Kindermusical des 35-Jährigen aus Grüneberg. „Es geht um eine nahe Zukunft auf der Erde“, erzählt er. „Die Klimakatastrophe steht unmittelbar bevor.“ In dem Musical geht es darum, die Erde vor diesem Kollaps zu retten. Sogar eine Zeitmaschine kommt dabei zum Einsatz.

Einmal im Jahr findet das Musicalprojekt mit Rheinsberger und Neuruppiner Kindern statt, und bei den letztjährigen Proben kam Michael „Wudi“ Wudick auch die Idee zu seinem neuen Werk. „Die Botschaft ist natürlich: Jeder sollte mal über das Klima und die Verschmutzung der Erde nachdenken.“ Aber auch das Verhältnis der Generationen untereinander spielt eine Rolle in dem Stück. „Ich bin beim Schreiben sehr pedantisch, dass wirklich alle Fakten stimmen.“ Deshalb recherchiert er sehr viel, während er an so einem Musical arbeitet.

Ein gutes Jahr hat es gedauert, bis das Stück fertig war. Wobei: Wirklich fertig wird es erst ganz kurz vor der Premiere. Denn in dieser Woche gab es überhaupt erst die richtigen Durchlaufproben. Das ist eine anstrengende Woche für alle Beteiligten, „aber wenn man das fertige Stück am Ende sieht, ist das toll!“, sagt er.

Musik war schon immer das Hobby von Michael Wudick. Bereits am Oranienburger Louise-Henriette-Gymnasium stand er bis zum Abitur 2000 oft bei Konzerten auf der Bühne. Er schrieb danach viele Songs für verschiedene Stücke und Musicals. In Rheinsberg macht er das vierte Mal bei einer Produktion mit. Sein erstes komplett selbst geschriebenes Stück „Lost and Found“, das 2014 Premiere hatte, konnte er an einen Verlag verkaufen.
Für die Produktion ist Michael Wudick nach Grüneberg zurück gekommen – dort lebt auch seine Familie, das ist seine Heimat. Nach dem Abitur studierte er in Potsdam, promovierte in Frankreich und arbeitete als Naturwissenschaftler in Lissabon. Jetzt ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der University of Maryland in College Park, ganz in der Nähe der US-Hauptstadt Washington. Er arbeitet dort als Molekularbiologe in einem Grundlagenforschungslabor und forscht an Pflanzen. Gerade erst hat er seinen Vertrag um ein Jahr verlängert.

Wenn er von der Musik leben könnte, wäre das vielleicht auch eine Option. Danach sieht es aber momentan nicht aus, so schätzt der 35-Jährige. Für einen Sänger in Portugal hat „Wudi“ für eine Fado-CD eine Melodie komponiert., und wenn nächstes Jahr das nächste Rheinsberger Projekt ansteht, wird er sicherlich auch wieder dabei sein. Es ist so etwas wie eine Herzensangelegenheit.

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RTelenovela

Die ziemlich spontane Nordbrandenburg-Tour

Dienstag, den 26. Juli 2016
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Es war einer dieser Ausflugstage, der ganz anders verläuft, als man sich das vorher überlegt hat. Der Plan war ganz simpel: Rheinsberg. Spazieren. Schlosspark, Altstadt, was essen.
Doch das Wetter hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Losgefahren sind wir in Oranienburg bei sonnigen 31 Grad. In Lindow waren es nur nur 22 Grad, es war windig, Regen kündigte sich an.
Planänderung.

Um das miese Wetter abwarten – es begann tatsächlich heftig zu regnen – kehrten wir beim Italiener am Lindower Marktplatz ein.
Am Tisch nebenan vertrieb sich eine Familie die Zeit, die offenbar auch den Regen abwartete. Sie machten das mit einer ungewöhnlichen Methode. Sie spielten Karten. Ohne Karten zu haben. Sie machten die entsprechenden Handbewegungen, sagten irgendeine Zahl, und das alles hatte offenbar auch irgendwas zu bedeuten. Was, haben wir nicht rausbekommen.

In Rheinsberg begaben wir uns auf die Suche nach dem ominösen Schlosskater, über den schon so oft berichtet worden ist. Er soll sich auf dem Schlossparkgelände rumtreiben und die Touris erfreuen. Aber das Vieh hat sich nicht blicken lassen.
Danach hatten wir die Auswahl: Neuruppin oder Stechlin. Meine Begleiterinnen stimmten für Neuruppin.
Auf der Fahrt dorthin aber ein weiterer spontaner Zwischenstopp: Boltenmühle.

Boltenmühle ist ein wahnsinnig schönes Fleckchen Erde mitten in der Ruppiner Schweiz. Eine schmale Straße führt in das Tal, in dem sich ein Restaurant und ein kleiner Park, direkt am Tornowsee befinden.
Wer dort entlang spaziert, erlebt: die völlige Ruhe, die pure Entspannung und keinen Handyempfang. Was allerdings vermutlich zu den beiden erstgenannten Punkten führt.
Am Seeufer stehen Strandkörbe, in die man sich setzen kann. Man möchte gar nicht mehr aufstehen, sondern einfach nur über den kleinen Teich davor und auf den See dahinter blicken…

Weiter nach Neuruppin, zum Ruppiner See und zur Seepromenade. Dort kann man nicht nur langschlendern, sondern auch die Leute beobachten. Die sitzen auf den Steinen zusammen, unterhalten sich oder starren einfach nur auf ihre Smartphone, um da etwas Spannendes zu lesen oder anzusehen.

Letzte Station: das Scheunenviertel in Kremmen. Inzwischen war es nach 20 Uhr, und an einem Montagabend ist dort natürlich fast nichts mehr los. Schade ist vor allem, dass die geschlossenen Scheunen oft nicht mal den Eindruck machen, dass sie bewirtschaftet werden. So sieht das Theater “Tiefste Provinz”, das ja eine echte Kulturstätte ist, eher nach nichts aus, wenn die Tore dicht sind. Ein Schild würde da vielleicht weiterhelfen, so unsere nichteinheimische Begleiterin.

So endete unsere Nordbrandenburg-Tour nach mehr als sechs Stunden. Wir erreichten wieder Oranienburg und stellten fest, dass von Regen dort den ganzen Tag keine Rede war.

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aRTikel

Die schönste Woche des Jahres

Mittwoch, den 31. Dezember 2014
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„Lost & Found“: Michael Wudick aus Grüneberg hat ein neues Musical geschrieben. Premiere ist am 16. Januar in Rheinsberg

MAZ Gransee, 31.12.2014

GRÜNEBERG
Oft kommen ihm die Ideen in der Bahn, wenn Michael Wudick aus Grüneberg zwischen Washington und Maryland unterwegs ist – zur Arbeit. „Ich schreibe meine Ideen ins Handy“, erzählt er. „Kleine Textzeilen oder Dialoge.“ Am 16. Januar feiert im Rheinsberger Schlosstheater das neue Musical „Lost & Found – Das Fundbüro“ seine Premiere.

Es ist das dritte Projekt, das der 33-Jährige in Rheinsberg umsetzt. Das Besondere: Schüler aus der Region führen es auf. Die Vorbereitungen laufen zwar schon seit einem Jahr, die ganz heiße Phase beginnt aber erst im Januar, wenn sich die Schüler eine Woche lang in Workshops intensiv mit dem Stück beschäftigen und am Ende auch auf die Bühne bringen.
In „Lost & Found“ geht es um ein Fundbüro mit lauter Gegenständen, die jede Nacht, wenn die Uhr achtmal schlägt, lebendig werden. Als aber der Laden zwangsvollstreckt werden soll, beschließen die Gegenstände auszubrechen und sich eine neue Bleibe zu suchen.

„Die Zielgruppe sind Kinder ab der 2. Klasse“, erzählt Michael Wudick. „Aber es gibt auch ziemlich viele Anspielungen, die vor allem die Erwachsenen verstehen. Es ist ein Stück für Oma und Enkel.“ Etwa 30 Jugendliche ab Klasse sieben stehen in Rheinsberg auf und weitere 30 arbeiten hinter der Bühne. „Die Kinder sollen einen Einblick in die Theaterwelt bekommen“, sagt der Grüneberger. Zu den Geldgebern zählen der Kinder- und Jugendmusikförderverein Rheinsberg und die DGB-Jugendbildungsstätte Flecken-Zechlin.
Regie führt der Berliner Lehrer Stefan Labenz, mit dem Michael Wudick schon seit längerem befreundet ist. „Er war es auch, der mich nach Rheinsberg zu diesem Projekt geholt hat“, so Wudick. Der Aufwand ist für alle riesig. „Und wir machen das ja nur nebenbei.“

Für einen Monat ist Michael Wudick in die Heimat zurückgekehrt, in Grüneberg verbrachte er bei seinen Eltern das Weihnachtsfest. Nach dem Abi 2000 in Oranienburg studierte er in Potsdam, promovierte in Frankreich und arbeitete als Naturwissenschaftler drei Jahre in Lissabon. Inzwischen lebt er in Washington, gerade ist sein Visum um zwei Jahre verlängert worden. Er ist Molekularbiologe an der University of Maryland und beschäftigt sich mit Zellbiologie und Molekulargenetik.
Schon während der Schulzeit mischte er bei verschiedenen Konzerten mit und spielte Theater. Mit „Musical Hospital“ schrieb er sein erstes Bühnenstück, welches 2007 im Kulturhaus Spandau aufgeführt wurde.
Kurz nach dem Abi überlegte er, ob er die Musik zu seinem Beruf macht, die Sprachen oder die Wissenschaft. „Jetzt habe ich die perfekte Mischung“, sagt er. „Ich brauche im Job jeden Tag drei Fremdsprachen, bin Wissenschaftler und mache jeden Tag Musik.“

Die Zeit in Rheinsberg bezeichnet er als „die schönste Woche des Jahres, aber auch die anstrengendste“. Er habe zwar einen Monat frei bekommen, aber Urlaub habe er in dieser Zeit keinen.
Fünf Aufführungen von „Lost & Found – Das Fundbüro“ sind im Schlosstheater geplant. Die Premiere ist am Freitag, 16. Januar, um 19 Uhr. „Ich bin auch sehr gespannt“, so Michael Wudick.

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RTelenovela

Mitreden – Der Brunchtalk (7)

Montag, den 5. August 2013
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(6) -> 25.3.2013

So langsam kommt der Wahlkampf in die heiße Phase. Sieben Wochen vor der Bundestagswahl war unser Brunchtalk im Kremmener Theater “Tiefste Provinz” ein Politikspecial.
Und weil wir Gregor Gysi, den Fraktionsvorsitzenden der Linken im Bundestag, bei uns zu Gast hatten, war das Ganze auch schon lange ausverkauft. Allerdings kam Gysi ein paar Minuten zu spät. Er war im Stau auf der A10 steckengeblieben, die Polizei musste ihn erst da raus holen. Man habe ihn mit einer Drohne da raus geholt, sagte er scherzhaft. Interessant und unterhaltsam berichtete er über seine politische Arbeit.

Ihm zur Seite saßen zwei Herren, die erst noch in den Bundestag wollen. Max Koziolek (23) aus Falkensee tritt für die FDP im Havelland an.Zu den Liberalen sei er gekommen, weil die am ehesten seine Standpunkte vertreten würden. Er ist für die Abschaffung des Solidaritätsbeitrages und findet es nicht schlimm, wenn er nur einen zeitlich gebundenen Arbeitsvertrag hätte – was die Kremmen mit Buh-Rufen quittierten.
Hans-Georg Rieger sitzt im Stadtparlament von Rheinsberg und will als Unabhängiger in den Bundestag. Er kommt aus Schwaben, und das hört man. Er ist gegen das Berufsbeamtentum und will, dass man sich endlich um die Langzeitarbeitslosen kümmern solle.

Harald Baumer arbeitet für die “Nürnberger Nachrichten” als Berlin-Korrespondent. Die Arbeit der Politiker sei schwieriger geworden, findet er. Sie müssten sich mit immer komplizierteren Dingen beschäftigen.
Musik im Programm hatten wir diesmal auch wieder: Die Kreisstadthelden aus Oranienburg brachten zwei ihrer Songs.

Es war eine muntere, spannende und manchmal erhellende Runde. Gysi und Koziolek debattierten auf eine interessante Weise, Rieger brachte die etwas andere Note ins Spiel, Baumer sorgte für den Blick von der anderen Seite.
Gut 20 Minuten haben wir wieder überzogen, aber das war es wert. Weiter geht es am 6. Oktober.

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aRTikel

Diaz plant bereits sein zweites Album

Mittwoch, den 13. April 2011
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Musik: Tobias Wojczewski (24) aus Zehdenick war Kandidat bei RTL-Castingshow

MAZ Gransee, 13.4.2011

Auch wenn er bei „Deutschland sucht den Superstar“ ausschied – Diaz macht weiter Musik und plant seine Zukunft.

ZEHDENICK
Wenn am 7. Mai bei RTL das Finale von „Deutschland sucht den Superstar“ läuft, werden sich wohl nur wenige an Diaz erinnern. Dabei schaffte es der 24-jährige Tobias Wojczewski aus Zehdenick bis ins Recall auf den sonnigen Malediven. Er war einer von 35.000 Teilnehmern der aktuellen Staffel der RTL-Castingshow.

„Ich wurde von Freunden angesprochen, dass ich dort mal mitmachen soll“, erzählt er. Mit einem selbstgeschriebenen Song und seiner Gitarre stellte er sich vor die Jury in Berlin. „Klar ist man aufgeregt“, sagt Diaz, „das sind ja nicht irgendwelche Leute.“ Dennoch hat er das Ganze locker gesehen und schaffte es eine Runde weiter. „Man steht dann ganz schön unter Zeitdruck, man muss Interviews geben, ständig sind da Kameras. Am Abend hatten wir dann Zeit, das Lied für unseren Auftritt beim Recall zu lernen.“

Im November flogen er und 34 weitere Kandidaten auf die Malediven. „Da habe ich mir dann allerdings nicht mehr richtig Mühe gegeben“, gibt er zu. Er wollte nicht in die Top-15-Shows, sagt er. Verträge mit RTL und der Plattenfirma waren für ihn tabu. Sie hätten ihm für einen Zeitraum von acht Monaten untersagt, eigene Titel zu veröffentlichen und Konzerte zu geben. Das wäre für ihn unmöglich gewesen, schließlich ist er in zwei Bands und auch solo musikalisch unterwegs.

Als Mitglied der Gruppe Aura spielt er Rock, Pop und Raggae. In der Liedermacherband „Die Bier-Tenöre“ präsentiert er auch seine eigenen Songs. „Über Liebe, über Menschen, die allein sind, über Sex oder auch einfach nur Sauflieder.“ Die Bier-Tenöre geben bald ihr zweites Album heraus, Aura demnächst eine EP, Diaz selbst plant ebenfalls seine zweite Platte.
„Mit der Musik kann ich mich ausleben und Spaß haben“, erzählt er. Gelernt hat er auf der Exin-Gesamtschule in Zehdenick, danach lebte er mehrere Jahre in Rheinsberg, ging in die Lehre als Schuhfertiger und später als Mediengestalter. Seinen Zivildienst leistete er in der Seeklinik in Dorf Zechlin (Ostprignitz-Ruppin) ab. Dann jedoch zog er nach Berlin.

„DSDS“ bezeichnet er als echtes Sprungbrett. Er macht weiter Musik, vielleicht moderiert er demnächst bei MTV oder Viva eine Show. Mit Jurymitglied Patrick Nuo steht er auch in Kontakt. Um Diaz muss sich also niemand Sorgen machen.

Hits: 53

aRTikel

Erst Aquaporine, jetzt das Zwiebelchen

Donnerstag, den 20. Januar 2011
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Kultur: Michael Wudick aus Grüneberg hat die Lieder für ein Musical geschrieben, das morgen Premiere hat

MAZ Gransee, 20.1.2011

GRÜNEBERG
Normalerweise lassen Zwiebeln oft die Tränen kullern. Nicht so das „Zwiebelchen“, das morgen im Rheinsberger Schlosstheater Premiere feiert. Kinder und Jugendliche der Heinrich-Rau-Oberschule haben die ganze Woche in einem Projekt für die Aufführung geübt: Texte, Tänze und Lieder.
Es sind genau 20 Lieder. Geschrieben hat sie der Grüneberger Michael Wudick. „Die Liedtexte und die Musik sind von mir“, sagt der 29-Jährige. Die Idee für das Musical entstand im Herbst 2009. „Da fing ich schon an, die ersten Lieder zu schreiben“, erzählt Wudick. Die Sprechtexte schrieb sein Freund Stefan Labenz, mit dem er schon mehrere Jahre in einer Theatergruppe zusammenarbeitet.

„Zwiebelchen“ spielt in einer Gemüsewelt. Der Hauptdarsteller – eben jenes Zwiebelchen – setzt sich für seine Gemüsefreunde ein und steht ihnen in der Welt der Angeber- und Herrschergemüse zur Seite. Mehr als 70 Kinder und Jugendliche sind an dem Stück beteiligt. „Das macht super Spaß“, sagt Michael Wudick. „Auch wenn es stressig ist. Aber die Kinder haben die Eltern mit den Liedern schon angesteckt.“ Kinder seien sehr dankbare Mitarbeiter, findet der Grüneberger. Viermal wird „Zwiebelchen“ in den nächsten Tagen in Rheinsberg aufgeführt. „Mal sehen, was dann ist“, sagt Michael Wudick.

Der weitere Lebensweg wird ihn aus dem Löwenberger Land nach Lissabon, in die Hauptstadt Portugals führen. Er übernimmt dort eine sogenannte Nachdoktorandenstelle. Seit Frühjahr ist er Doktor der Naturwissenschaften und darf sich „Dr. rer. nat.“ nennen. Seine Doktorarbeit schrieb er über Aquaporine – über Wasserkanäle, also Proteine, die den Transport von Wasser über Zellmembranen erleichtern. Dafür lebte er drei Jahre im französischen Montpellier. In Lissabon möchte er nun weiterforschen. Jetzt aber steht zunächst das „Zwiebelchen“ an erster Stelle.

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