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Der Sandmann für Erwachsene

Montag, den 3. August 2020
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FR 31.07.2020 | 22.45 Uhr | rbb

Das Sandmännchen ist eine echt coole Sau. Landet mit einem Gleitflieger im Staub und schaut dann mit den Leuten, die er da besucht, die Mondlandung im Fernsehen an. Dabei berlinert er und hat einen Hang zum Pöbeln. Deshalb wenden sich die Kinder später auch von ihm ab, und der Vater schmeißt ihn raus. “Sie machen meinen Kindern Angst.”

Irgendwie ist das nicht das Sandmännchen, das wir aus dem Vorabendprogramm kennen. Im rbb-Spätprogramm ist daraus ein erstaunlich frecher Rüpel geworden.
Mal begrüßt er seine unehelichen Kinder, um dir er sich sonst nicht wirklich kümmert, oder er kommt mit dem Sandmann-Express – den “Flüsternen Roland” – angefahren und schreit vor Begeisterung die Gegend zusammen. Oder er trifft auf eine Gruppe Schwaben, um sich ein Haus am Wasser anzuschauen.
Das ist irgendwie so gar nicht kindgerecht – und soll es auch gar nicht sein. Es ist der “Sandmann für Erwachsene”, der ja jeden Abend im Spätprogramm des rbb zu sehen ist.
Ursprünglich handelte es sich um eine Idee aus der “Abendshow”, wo die Reihe aus Zeitgründen aber immer wieder wegfiel. Später sind sie auf Youtube veröffentlicht worden, nun haben sie auch wieder den Weg ins Fernsehen gefunden.

Martin Gottschild hat sich aus dem Archiv viele der alten “Sandmännchen”-Folgen geholt und sie neu vertont. So sind kleine, ein- bis zweiminütige wunderbar lustige Comedystücke entstanden, die den Sandmann in einem ganz neuen Licht zeigt. Einfach cool!

-> Die Reihe in der ARD-Mediathek

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Brandenburg aktuell: Chefredakteur zum AfD-Sommerinterview

Samstag, den 11. Juli 2020
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MI 08.07.2020 | 19.30 Uhr | rbb

Beim rbb haben diverse Redaktionen und damit auch Journalisten recherchiert, was es mit dem Rechtsextremismus und mit dem Brandenburger AfD-Vorsitzenden Andreas Kalbitz auf sich hat. Allerdings scheinen das Leute zu sein, die nicht mehr beim rbb sind, die gerade nicht verfügbar sind, die vielleicht gerade im Urlaub sind, dessen Bürotüren leider abgeschlossen sind, deren Telefone alle kaputt sind oder mit denen man schlicht nicht redet, wenn man ein Interview mit Kalbitz plant.
Anders ist nicht zu erklären, was da beim rbb passiert ist.

Am Sonntag gab es in “Brandenburg aktuell” eine neue Folge des Sommerinterviews. Die Sendungen werden immer an einem See aufgezeichnet, der Interviewte kann bestimmen, wo. In Senzig, am Seeufer plaudert die rbb-Frau Stephanie Teistler mit Kalbitz erst mal locker-flockig über Corona und Schlachtbetriebe.
Wie schön, und wie kuschelig.
Aber wäre es nicht erst mal spannender gewesen, Kalbitz zu fragen, warum er überhaupt noch in der AfD ist? Was denn nun mit dem parteiinternen Zoff ist? Das tut sie dann kurz vor Schluss, allerdings will sie von ihm nicht wissen, was Sache ist, sie spricht ihn auch nicht auf das Rechtsextremismus-Problem in der AfD an, sondern will wissen, was das mit dem Parteiarbeit macht. Ach Gottchen. Und sie fragt, ob Kalbitz was merke, dass seine Partei jetzt vom Verfassungsschutz beobachtet werde. Nein, er merke nichts, und er findet es auch doof, dass der Verfassungsschutz tut, was er tut. Ach was.

Es sind Fragen, die so tun, als seien sie irgendwie kritisch. Das sind sie aber nicht. Eigentlich gibt ihm die Interviewerin immer wieder nur die Möglichkeit, sich aus allen Problemen rauszureden, und kritische Nachfragen sind schon mal gar nicht drin.
Knappe sieben Minuten dauert diese Interview-Katastrophe. Der rbb raunt hier und da, dass es im Netz auch eine 40-Minuten-Version gäbe, verlinkt aber immer nur die kurze Version, die auch im rbb lief.

Am Mittwoch äußerte sich rbb-Chefredakteur Christoph Singelnstein zu diesem Interview, das für viel Kritik gesorgt habe. Er hat eine bessere Zusammenarbeit der rbb-Redaktionen angemahnt.
Das ist ausweichend und hochgradig peinlich. Erstens sollte doch drauf geachtet werden, wenn der rbb ein Interview mit AfD-Kalbitz plant, dass man das entsprechend vorbereitet. Jeder Redakteur, jede Redakteurin sollte wissen, worum es geht, wer da sitzt und was man da mal kritisch nachfragen sollte.
Und dass Singelnstein jetzt davon faselt, dass Redaktionen nicht zusammenarbeiten, dann muss man sich natürlich fragen, wer für solche Dinge zuständig ist. Ups, vermutlich Christoph Singelnstein.
Das war eine ganz schwache Leistung. Von der Interviewerin, von der Redaktion drumherum und natürlich auch vom Chef selbst.

-> Das Interview auf rbb24.de
-> Die Stellungnahme auf rbb24.de

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Warten auf’n Bus

Samstag, den 2. Mai 2020
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MI 29.04.2020 | 22.30 Uhr | rbb

Eine Bushaltestelle irgendwo in Brandenburg. Zwei Männer, die auf den Bus warten. Oder einfach nur so da rumstehen, denn mitfahren wollen sie nie. Sie reden einfach.
Das klingt erst mal nicht wirklich spannend. Und das auch noch acht Folgen lang, die der rbb momentan jeden Mittwochabend zeigt und schon komplett in die ARD-Mediathek gestellt hat: “Warten auf’n Bus” heißt die Eigenproduktion.

Die zwei Männer sind Hannes (Ronald Zehrfeld) und sein Kumpel Ralle (Felix Kramer). Stundenlang lungern sie an der Bushaltestelle am Rande des Dorfes rum und reden. Und irgendwann kommt dann auch mal der Bus mit der Fahrerin Katrin (Jördis Triebel).

Anfangs, bei Folge 1, weiß man nicht so genau weiß, was man davon halten soll. Warum die beiden Typen die ganze Zeit da rumsitzen, ist unklar. Was sie sich da zu erzählen haben, ist so mittelspannend. Insbesondere Ronald Zehrfeld nuschelt sich die ganze Zeit etwas zusammen, und man sucht schon die Taste für die Untertitel.
Das ändert sich aber, weil die Gesprächsthemen immer spannender werden. In einer Folge philosophieren die beiden über ihr bisherigen Leben, über ihre persönliche DDR-Geschichte. Über das Leben auf dem Brandenburger Land. Sie müssen sich von einer jungen Göre sagen lassen, wie rückständig sie sind – was sie natürlich empört. Es geht später darum, wie man mit Nazis umgehen soll, inklusive eines überraschenden Geständnisses mit anschließendem Streit. Zwischendurch müssen sie sich selbst mit dummen Nazis rumschlagen, und der Hund Maik spielt auch immer wieder eine Rolle.

“Warten auf’n Bus” ist eine kleine, aber sehr feine Produktion. Ronald Zehrfeld und Felix Kramer treffen nicht nur den Brandenburger Slang sehr gut. Es geht im Laufe der acht Folgen durchaus immer wieder um Themen, die die Menschen in der Region in irgendeiner Art und Weise bewegen könnten. Denn die beiden Männer sind keine, die zu den Überfliegern zählen. Sie haben keine aktuellen Erfolge vorzuweisen. Die Kunst ist aber, dass sich dennoch keinen Anlass für Häme bieten. Sie respektieren und mögen sich, und das geht den Zuschauern in der Regel bald auch so.
Nicht alle der acht Folgen sind Knaller, aber es gibt echt gute Momente in dieser Brandenburg-Serie.

-> Die komplette Serie in der ARD-Mediathek (bis 15. Oktober 2020)

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Carmen

Sonntag, den 15. März 2020
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SA 14.03.2020 | 20.15 Uhr | rbb

Wenn die Leute nicht mehr in die Oper gehen können, dann muss die Oper eben zu den Leuten kommen. Und der rbb macht’s möglich.
Die Krise rund um den Coronavirus sorgt für ungewöhnliche Programmideen und -änderungen. Schon seit Mitte der Mitte dürfen die großen Theaterhäuser in Berlin keine Programme mehr spielen. Seit Sonnabendabend steht das Kulturleben komplett still.

Die Staatsoper in Berlin steht natürlich somit auch still. Am Donnerstagabend aber, da ging die Oper “Carmen” trotzdem über die Bühne. Zwar ohne Zuschauer im Saal, dafür aber mit Zuschauer im Internet. Die Oper wurde gestreamt. Der rbb übertrug sie auf Youtube und auf der eigenen Seite. Am Sonnabendabend lief die Aufzeichnung zur besten Sendezeit im rbb.

Das ist eine tolle Aktion: In dem Fall hieß sie “rbb macht Oper”. Wenn die Menschen nun wochenlang zu Hause sitzen müssen, weil nichts mehr geöffnet ist, dann sorgt eben der rbb dafür, dass Berliner Events in die Wohnzimmer kommen. So wird “Carmen” zudem auch einem größeren Publikum zugänglich gemacht.
Ob die Aktion fortgesetzt werden kann, ist jedoch ungewiss. Da keine Veranstaltungen mit mehr als 50 Leuten stattfinden dürfen, könnte es selbst für solche Aktionen unmöglich sein, sie durchzuziehen. Aber vielleicht überrascht uns der rbb ja noch.

-> Die Sendung auf Youtube

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extra 3: Ohne Zuschauer wegen Coronavirus

Donnerstag, den 12. März 2020
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MI 11.03.2020 | 22.50 Uhr | NDR

Keiner lacht. Keiner klatscht.
Ist nämlich keiner da.
Es war am Mittwochabend ungewöhnlich still im “extra 3”-Studio. Normalerweise ist das Studio der NDR-Satiresendung voller Leute. Aber wegen des Coronavirus und den Sicherheitsmaßnahmen müssen auch die Fernsehsender reagieren. So muss das Publikum erst mal draußen bleiben – und im Idealfall vor dem Fernseher sitzen.

Die Epidemie sorgt auch beim Fernsehen für einen Ausnahmezustand. Beim rbb wurde der Publikumsverkehr eingestellt. Auch beim NDR und beim ZDF. Sendungen wie “Das aktuelle Sportstudio” im ZDF bleiben ebenfalls frei von Zuschauern um Studio. Auch “Maybrit Illner” und “Anne Will” betrifft das.
Galas und Shows werden reihenweise abgesagt. die Verleihung des Grimme-Preises – 3sat wollte übertragen – fällt aus. Ob und wann sie nachgeholt wird: ungewiss. Die (letzte!) “Goldene Kamera” im ZDF – verschoben auf November. Die Liebes-Schlagershow mit Silbereisen im Ersten – verschoben. Der “ZDF-Fernsehgarten on Tour” – abgesagt. Der ORF1 hat sein “Let’s Dance”-Pendant “Dancing Stars” komplett gestoppt – wie es weiter geht: unklar. Nickelodeon wird seine “Kids Choice Awards” nur in kleinem Rahmen vergeben.

Aber es geht auch anders. Weil in Berlin die großen Theater dicht sind, springt der rbb ein und überträgt Opern und andere Ereignisse stattdessen im Livestream und später im normalen Programm – als Ersatz.
Es wird spannend, wie sich das alles noch weiterentwickelt.

“extra 3” lebt natürlich von seinen satirischen Beiträgen, da fällt die andere Atmosphäre nicht auf. Aber die Stille im Studio, wenn Christian Ehring spricht, die war schon sehr gewöhnungsbedürftig.4
Aber besser so, als wenn man die Sendung ganz absagen würde. Das wäre der falsche Weg.

-> Die Sendung in der ARD-Mediathek

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Chez Krömer: Erika Steinbach

Mittwoch, den 11. März 2020
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DI 10.03.2020 | 22.00 Uhr | rbb

Kurt, da war nix. Gar nix.
Kurt Krömer sagt, dass er sich in seine Sendung Freunde und Arschlöcher holt. Diesmal muss es Letzteres gewesen sein. Obwohl die Arschloch-Gespräche in der Regel weitaus gelungener sind.
Diesmal war Erika Steinbach in “Chez Krömer” zu Gast. Zu sehen war am Dienstagabend im rbb das grandiose Scheitern des Kurt Krömer.
Erika Steinbach war lange Präsentin des Bundes der Vertriebenen, nach langen Jahren ist sie aus der CDU ausgetreten, sagt offen, dass sie AfD wählt, und sie leitet eine AfD-nahe Stiftung. Bekannt ist sie für ihre rechtskonservativen Ansichten.

Normalerweise funktioniert die Sendung so, dass Krömer in seinem Verhörraum seinen Gast befragt. Er hakt nach, wenn irgendwas unklar ist, und er ist gut vorbereitet, hat Fakten auf seinem Tisch zu liegen.

Diesmal hatte Kurt Krömer: Emotionen. Abneigung. Er knallte Erika Steinbach lauter Platitüden an den Kopf. Mehrfach warf er ihr war, verbittert zu sein. Dabei lächelte sie ihn an, und es war klar: Die Frau ist einiges, aber nicht verbittert. Diese Frau ruht in sich, sie ist mit sich im Reinen, und Krömers Angriffe prallten an ihr ab, sie fand sie sogar amüsant.
Was sie sagt, widere ihn an, sagte Kurt Krömer. Zwischendurch ist er rausgegangen, um eine zu rauchen – und um sich zu beruhigen.
Zwischendurch wollte er sie in Sachen Thüringen festnageln, aber das war blödsinnig – denn was genau hätte sie dazu sagen sollen. Dass sie es gut findet, dass Ramelow bei der ersten Wahl nicht gewählt worden ist, ist nicht überraschend. Sie nannte Ramelow ein Kommunist. Genau da hätte Krömer einhaken können, aber statt Fakten zu bringen, eine Gegenrede, war er einfach nur empört.
Dass Erika Steinbach findet, dass die Ehe für alle keine gute Sache sei, fand er auch empörend und hielt ihr vor, welche AfDler oder Rechtspopulisten schwul oder lesbisch seien. Was nett ist, aber auch an Steinbach abprallte, denn sie sagte auch, dass die Leute privat machen könnten was sie wollen, nur die Ehe wolle sie ihnen nicht geben.

Es war quasi nicht auszuhalten. Kurt Krömer wirkte schlecht bis nicht vorbereitet, oder er ließ sich von seinen Ekelgefühlen übermannen. Er hatte der Frau nichts entgegenzusetzen, und Beschimpfungen helfen niemandem weiter. Das Schlimme ist: Erika Steinbach ging als Siegerin vom Platz. Sie konnte alles weglächeln, sie blieb ganz gelassen, sie lachte Krömer eigentlich sogar aus. Weil der ihr nichts vorhielt, was faktenbasiert war, musste sie sich auch nicht wirklich für etwas verteidigen.
Vielleicht ging es Kurt Krömer aber auch darum, die Hilflosigkeit aufzuzeigen, die wir an den Tag legen, wenn es darum geht, Leuten wie Erika Steinbach zu zeigen, wie die Gesellschaft heute ticken kann.
Wie auch immer Kurt Krömer an diese Sendung rangehen wollte – er ist grandios und auf schlimme Weise gescheitert.

-> Die Sendung in der ARD-Mediathek (bis 9. März 2021)

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Chez Krömer: Raed Saleh

Donnerstag, den 20. Februar 2020
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DI 18.02.2020 | 22.00 Uhr | rbb

Hat da gerade jemand wieder über das anhebliche Regierungsfernsehen gemosert? Über ARD und ZDF, das nur den Regierenden zum Munde spricht? Und die man am besten abschalten sollte?
Der hat ziemlich sicher am Dienstagabend nicht den rbb gesehen. Da hat nämlich Kurt Krömer die Berliner SPD zerlegt.

Ich habe den Namen Raed Saleh schon mal gehört. Wer das sein soll, wusste ich nicht, ein Gesicht hatte ich erst recht nicht vor Augen.
Raed Saleh ist schon seit 2011 Fraktionschef der SPD im Berliner Abgeordnetenhaus. Er ist also eine große Nummer, und man hört, er wolle gern nach dem Rückzug von Michael Müller neuer SPD-Chef werden – also, nicht allein, sondern gemeinsam mit Franziska Giffey.
Ob daraus was wird, weiß man nicht. Vor allem nicht, seit er zu Gast war bei Kurt Krömer. Denn selten ist ein Politiker dermaßen entblößt worden wie in “Chez Krömer”.

Mit einer dicken Akte kam Kurti wieder in sein Verhörzimmer, in dem Raed Saleh schon wartete – und Geschenke dabei hatte: SPD-Fan-Kram – den Krömer aber vom Tisch wegfegte, und was am Boden liege, dürfe man nicht aufheben und annehmen.
Am Boden liegen war da auch eine spannende Metapher für seinen Gesprächsgast. Saleh wand sich.
Krömer wollte wissen, warum er eigentlich gemeinsam mit Franziska Giffey SPD-Chef werden wolle. Weil sie so toll sei. Ob sie denn besser sei, wollte Krömer wissen. Und wie denn die SPD erfolgreich werden wolle. “Ich glaube, dass die SPD gebraucht wird“, sagte Saleh. Und er „möchte gemeinsam mit Franziska Giffey Verantwortung übernehmen.“
Immer und immer wieder kramte Saleh seine abgedroschenen Phrasen hervor, da konnte Krömer noch so sehr fragen.

Irgendwas darüber, warum eigentlich dieser Saleh gut sei? Saleh wusste es nicht, konnte es nicht sagen, wollte es nicht sagen, was auch immer.
Eigentlich scheint Raed Saleh gar nichts zu sagen zu haben. Er lachte und giggelte alles weg, schien den Auftritt nicht ernst zu nehmen, unterschätzte vollkommen, was eigentlich in der Sendung abgeht. Dass das gar kein Spaß sein soll.

Selten ist ein Politiker so demontiert worden. Aber andererseits steht man als Zuschauer auch da, sieht sich das an, und man fragt sich sehr ernsthaft: Das soll ein hochrangiger Politiker in Berlin sein? Raed Saleh, der sagt, seine Zeit bei Burger King sei die schönste seines Lebens gewesen. Man will ihm nicht zu nahe treten, aber immer wieder denkt man: Ist das Ihr ernst? Sagen Sie das echt? Denken Sie wirklich so schlicht? Sind Sie so schlicht?
Und man kann nur beten, dass Raed Saleh nicht für die komplette SPD in Berlin steht. Denn das wäre das Ende, und wenn Saleh davon spricht, dass er bei den nächsten Wahlen 30 Prozent holen will, dann möchte man ihm am liebsten liebevoll auf die Schaltern fassen: Ach, komm, lass mal gut sein.

Einmal mehr hat sich “Chez Krömer” als ein tolles Format herausgestellt. Auch wenn die eigentliche Überraschung ist, wie leicht es Raed Saleh seinem Gastgeber gemacht hat.

-> Die Sendung in der ARD-Mediathek (bis 17. Februar 2021)

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