RTZapper

Havelland TV: Vier Werbesendungen

Samstag, den 24. August 2013
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FR 23.08.2013 | 23.00 Uhr | havelland TV

Irgendwas läuft schief bei Havelland TV. Die Moderatorin (die leider einen ganz schlechten Klamotten-, Frisuren- und Brillengeschmack hat) sagt einen Beitrag an, ohne zu sagen, worum es darin geht. Stattdessen solle man schauen, sagt sie, was denn die Redaktion da tolles recherchiert habe. Es folgt eine Werbesendung über einen Mercedeshändler, der in Wittenberge in der Prignitz bei einem Stadtfest seine Autos ausgestellt hat. Eine Wahnsinnsrecherche, die Mercedes da bezahlt hat. Als Zuschauer kommt man sich da mehr als verarscht vor.

Warum das Dauerlogo des Senders Ruppin TV auf Havelland TV zu sehen ist, während ein Beitrag von Prignitz TV läuft (mit entsprechendem Logo bei den Bauchbinden/Einblendungen), wissen wahrscheinlich auch nur die Lokalfernsehleute.

Es war übrigens nicht die einzige Werbesendung in der aktuellen Havelland-TV-Sendung. Zuvor gab es eine Werbesendung über eine Wohnungsbaugesellschaft in Rathenow. Gleich danach folgte eine Werbesendung, bezahlt von den Ruppiner Kliniken in Neuruppin, die Ankündigung eines Festes. Gefolgt von einer Werbesendung eines Autohauses aus Rathenow.
Das alles ganz normal angesagt von der Moderatorin von Havelland TV.

Eigene Berichte? Wirkliche Themen aus dem Havelland? Entweder haben die Macher keine Lust auf echte Nachrichten und Berichte oder sie sind finanziell dermaßen klamm, dass nur noch eine Anreihung von Werbesendungen ihr Überleben retten. Ganz schön traurig, das fast komplett firmenfinanzierte Programm aus dem Havelland.

RTelenovela

Es war doch nur ein Knoblauchdöner!

Dienstag, den 3. Januar 2012
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Das ist ja wirklich eine Frechheit: In Stechow im Havelland wurde neulich ein 17-Jähriger aus dem Bus geschmissen. Eine Stunde musste der arme, hilflose Junge in dem Dorf warten, bis der nächste Bus kam. Eine Unverschämtheit!

Dabei hat der arme Junge doch nichts Böses getan. Der Kleine besucht das OSZ in Nauen, musste nach Rathenow zum Arzt und stieg dann in den Bus von Rathenow nach Friesack.
In Stechow dann das Unfassbare. Der Busfahrer bemerkte, dass der Junge einen Döner mit Knoblauchsoße aß. Unverschämterweise fand der Busfahrer das irgendwie doof. Er belästigte den 17-Jährigen mit den Beförderungsregeln, wonach ein Döner im Bus verboten ist. Er sollte den Bus verlassen und erst wieder zusteigen, wenn er wieder vorbeikommt, denn der Bus dreht im Dorf wieder um. Für das Kind war das jedoch unzumutbar, es trug eine Schiene am Bein.
Ach ja, und dass der Schüler eine ungültige Monatskarte dabei hatte, tja, dass das den Busfahrer zusätzlich aufregt – das ist ja wirklich eine bodenlose Unverschämtheit. Und dann dem Jungen auch noch anzubieten, einen Einzelfahrschein zu kaufen – da kann man nur mit dem Kopf schütteln.

Die Mama des 17-jährigen Knoblauchdönerfans war jedenfalls ganz doll böse und rannte zur örtlichen Zeitung. Im “Westhavelländer”, der MAZ in Rathenow, beschwerte sie sich bitterlich über den Havelbus-Fahrer. Die Familie aus Wagenitz ist so erschüttert, dass sie eine Entschädigung haben will.

Man weiß gar nicht, ob man lachen oder weinen will. Da gibt es eine Mama, die ihrem Sohn, immerhin 17, nicht mal die einfachsten Manieren beibringen kann. Dass man seinen stinkenden Döner gefälligst im Imbiss oder an der frischen Luft isst und nicht im Bus, in dem die anderen Leute belästigt werden. Und dass der arme Junge ausgerechnet dann auch noch bescheiß… äh, den Fahrschein nicht aktualisiert hat, na, Mensch, das muss man doch verzeihen können.
Liebe Wagenitzer Familie: Bitte denkt doch mal ein bisschen nach, bevor ihr mit dieser Lächerlichkeit an die Öffentlichkeit geht. So ein Schuss kann auch nach hinten losgehen. Der Busfahrer hat völlig richtig gehandelt.

-> Die Story in der Rathenower MAZ

aRTikel

Schlafende Kühe und Fummeleien an den Uhren

Samstag, den 28. März 2009
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Sommerzeit: Kommende Nacht wird uns eine Stunde geklaut / Die MAZ hörte sich um und fragte nach den Auswirkungen im Havelland

MAZ Falkensee, 28.3.2009

HAVELLAND
Der morgige Sonntag hat nur 23 Stunden. Das bedeutet: eine Stunde weniger Wochenende. Wie ärgerlich! Andererseits bleibt es dann am Abend länger hell. Heute Nacht werden die Uhren um 2 Uhr um eine Stunde auf 3 Uhr vorgestellt.
Aber welche Auswirkungen hat es, wenn uns die Zeit gestohlen wird? Wer stellt die Bahnhofsuhren um? Wird der Mittagsschlaf in den Kindergärten verschoben? Werden die Kühe früher gemolken? Muss der Uhrmacher in seinem Geschäft eine Sonderschicht einlegen? Die MAZ hörte sich im Havelland um.

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Noch sind die Kühe in den Ställen der Agro-Glien-GmbH in Paaren im Glien recht gelassen. Jeden Tag ab 4 Uhr und 15.30 Uhr werden die 220 Tiere gemolken. Ab Sonntag, nach der Zeitumstellung, eine Stunde früher. „Wenn wir dann am Morgen anfangen, sind die Kühe sehr müde und schlafen teilweise noch“, erzählt Jan Tempel, Chef der Agro-Glien-GmbH. Im Herbst, wenn die Uhren wieder zurück gestellt werden, ist das Problem nicht so gravierend. Dann kämpfen die Tiere eher mit zwickenden Eutern.

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Kommende Nacht um 2 Uhr wird es auch bei der Bahn spannend. Bundesweit müssen 120 000 Bahnhofsuhren umgestellt werden, so Pressesprecher Burkhard Ahlert. „Das passiert per Funk.“ Das Signal kommt von der physikalisch-technischen Bundesanstalt in Braunschweig. „Es ist Routine, gängige Praxis und völlig eingespielt“, so Ahlert. Regionalzüge seien vom Beginn der Sommerzeit nicht betroffen, dafür aber deutschlandweit etwa 40 Nachtzüge. „Deren Fahrpläne enthalten jedoch einen so großen Spielraum, dass sie sich am Ende kaum verspäten.“

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In der Nauener Havellandklinik ist die Rechnung einfach: „Die Crew, die in dieser Nacht Dienst hat, ist auch bei der nächsten Umstellung im Oktober dran“, erklärt Silke Monte von der Klinik. Im Spandauer Krankenhaus „Havelhöhe“ ist das Problem, „dass die Mitarbeiter auch wirklich daran denken, eine Stunde früher zur Arbeit zu kommen“, so ein Sprecher des Hauses. Die Ausgabe der Medikamente erfolge problemlos: „Wenn dreimal täglich Medikamente verabreicht werden, ist ohnehin immer eine Stunde plusminus einkalkuliert.

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Montagmorgen. Die Uhr zeigt 7 Uhr, aber zurückgerechnet ist es eigentlich erst 6 Uhr. Die Müdigkeit greift um sich in den ersten Tagen nach der Zeitumstellung. Kindererzieherin Ramona Eckstädt bemerkt dies besonders deutlich bei ihren kleinen Schützlingen in der Falkenseer Kita „Falkennest“. „Die Kinder sind am Morgen müder“, sagt sie. „Wir merken das auch am Mittag, sie sind schon eine Stunde früher als sonst total fertig.“ Das wirkt sich jedoch nicht auf die reguläre Mittagsschlafzeit aus. „Durch Liedersingen und andere Motivationen halten wir sie wach“, erzählt Ramona Eckstädt. Während der etwa einstündigen Mittagsruhe schlafen die Kinder in den ersten Tagen der Sommerzeit besonders gut. „Das pegelt sich nach zwei bis drei Wochen wieder ein“, sagt die Erzieherin.

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In den Büros des Landratsamtes sehen die Mitarbeiter der fehlenen Stunde relativ gelassen entgegen. „Die Uhren in den Computern und Servern stellen sich automatisch um“, so Kreissprecher Erik Nagel. „Allerdings funktioniert die automatische Umstellung der Schließanlage in seltenen Fällen nicht richtig und muss per Hand eingestellt werden.“ In der Stadt Falkensee richtet sich der Blick am Sonntag auf die Rathausuhr, dem einzigen städtischen Zeitanzeiger. „Vor zwei Jahren ist sie auf den Funkbetrieb umgestellt worden“, sagt Falkensees Pressesprecherin Manuela Dörnenburg.

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Im Schmuck- und Uhrenhaus Kunze in Elstal ist der Beginn der Sommerzeit vor allem Fummelarbeit. „Etwa 80 Uhren müssen bei uns umgestellt werden“, sagt Firmeninhaber Matthias Kunze und ergänzt: „Zur Freude unserer Azubis.“ Bis zu drei Tage kann es dauern, bis die Zeitumstellung in dem Geschäft komplett vollzogen ist. „Das macht sehr viel Arbeit.“ In der ersten Woche kommen vermehrt Kunden, die Hilfe brauchen: „Hier in Elstal sind es immer 20 bis 30 Leute, denen wir dabei helfen, ihre Uhren umzustellen“, erzählt Matthias Kunze. Die Sommerzeit hält der Uhrmacher für vollkommen unnötig. „Da kommt nicht viel bei raus“, sagt er. Nur dass viele Menschen eine Menge Arbeit deswegen hätten. Und er fügt hinzu: „Außerdem stimmen sieben Monate lang die Sonnenuhren gar nicht mehr.“

aRTikel

Internettrends und Modelsuche

Mittwoch, den 31. Dezember 2008
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Rückblick: 53-mal „Willi“: Die MAZ-Jugendredaktion mit ihrer eigenen Jahresbilanz 2008

MAZ Falkensee, 31.12.2008

Pommes- und Dönertests, Konzerte und Jugendaktionen: Es ist Zeit, Bilanz zu ziehen.

Januar:
Aufstand gegen das StudiVZ. Das Internetportal, in dem sich (nicht nur) Studenten einschreiben, will die Daten für gezielte Werbung verwenden. Viele Nutzer protestieren, wollen aussteigen. Dabei wird das auf anderen Seiten schon lange praktiziert.
Jugendliche aus dem Havelland wollen sich mehr in der Politik engagieren. In Falkensee und Nauen sind entsprechende Interessenvertretungen vorhanden oder im Aufbau.
Einheitliche Kleidungen an den Schulen im Havelland? Bei einer Umfrage am Leonardo-da-Vinci-Campus in Nauen sind die, die es betrifft, geteilter Ansicht.

Februar:
„Willi“ macht in Falkensee den Dönertest. Das Smirna-Grillhaus in Finkenkrug macht das Rennen.
Schülerinnen aus Falkensee drehen einen kurzen Zeichentrickfilm für das Aktionsbündnis Tolerantes Brandenburg. Der „Saftladen“ wird zum Trickfilmstudio.
Das Rauchverbot in öffentlichen Räumen gilt auch im Havelland: „Ich rauche seit dem 1. Januar weniger“, sagt eine junge Ketzinerin. Viele haben Verständnis für die neue Regelung – erstaunlicherweise.
Martyna aus Schönwalde-Glien möchte Model werden. Doch in der ProSieben-Show „Germanys Next Topmodel by Heidi Klum“ scheidet sie frühzeitig aus.

März:
„Die Welle“ startet in den Kinos. Gedreht wurde der Film größtenteils am Marie-Curie-Gymnasium in Dallgow-Döberitz. Bei einer Sondervorführung in Spandau können sich die Dallgower auf der großen Leinwand bewundern.
Schüler aus Nauen und Rathenow präsentieren Zeitzeugeninterviews, die sie geführt haben. Sie wollten klären, was eigentlich während des Zweiten Weltkrieges im Havelland geschehen ist.
Das Redaktionsteam der Schülerzeitung der Dallgow-Döberitzer Grundschule „Am Wasserturm“ bekommt den dritten Preis im landesweiten Wettbewerb.

April:
Bei der Frühlingsausgabe der „Vier-Jahreszeiten“-Konzerte im Ketziner Jugendklub „BarRock“ treten unter anderem die Bands Pusteblumenzäcken und Subto auf.
Nico Schlott aus Wustermark betreibt ein Internettagebuch für das Havelland. Unter dem Dach der landesweiten „Freisein“-Blogs schreibt er über Neuigkeiten und Trends in der Region.

Mai:
Die DDR-Geschichte kommt im Unterricht zu kurz. Das sagt eine Mehrheit von befragten Schülern im Havelland.
Tomas Morandi (17) aus Argentinien lebt für ein halbes Jahr bei einer Familie in Dallgow-Döberitz. Er lebte sich schnell ein.
In Spandau beginnt das „Citadel Music Festival“. Mehr als 30 Konzerte finden bis September statt. Musikgrößen wie Ich+Ich, Schiller und Juanes stehen auf dem Programm.

Juni:
Eine ganze Staffel „24“ am Stück. „Willi“ wagte das Experiment, alle 24 Folgen der US-Krimiserie (fast) ohne Pause zu sehen. Das schlaucht, und am Ende bekommt man nicht wirklich mehr etwas mit.
Die Havelländer glauben, dass Deutschland Fußball-Europameister wird. Hat irgendwie nicht so ganz funktioniert. Na ja, aber fast.
Die Nauener „Musicarena“ schließt. Der Mietvertrag des Diskobetreibers wurde nicht verlängert.
Nauener Schülerinnen beschäftigen sich mit schwul-lesbischer Literatur. Die Filia-Frauenstiftung stellt für die Bibliothek in Nauen entsprechende neue Bücher zur Verfügung.

Juli:
Rache an der Gesellschaft. So begründet ein 16-jähriger Falkenseer bei „Willi“, warum er Hauswände und Mauern mit Graffiti besprüht.
Großer Pommestest von „Willi“ im Havelpark in Dallgow-Döberitz. Es gewinnt der Kaufmarkt-Imbiss, allerdings erreicht keiner der fünf Testkandidaten eine bessere Note als 2.

August:
Til Schweigers Filmhit „Keinohrhasen“ erscheint auf DVD. Zuvor sahen die Komödie mehr als sechs Millionen Menschen in den Kinos. Der erfolgreichste Streifen des Jahres. Einige Szenen entstanden in Paretz.
„Willi“ übergibt einen Buchgewinn an die Bibliothek in Friesack und hatte ein nicht sehr kleines Paket mit weiteren Büchern und einigen CDs dabei.
Das Musikfestival „Frierock“ in Friesack findet zum neunten Mal statt. Innerhalb von zwei Tagen treten neun Gruppen auf.

September:
Ana van Helsing aus Dallgow-Döberitz ist die Initiatorin der Konzertreihe „Fang mich auf“. Es soll Geld für den Verein Dunkelziffer gesammelt werden, der sich um missbrauchte Kinder kümmert. Das Spandauer Konzert wird allerdings kurzfristig abgesagt.
Falkensee im Internet: Rund 160 Filme haben Nutzer bei Youtube und MyVideo hochgeladen. Zu sehen sind Theateraufführungen und Impressionen.
Fritzi Zachau (18) aus Falkensee reiste für sieben Wochen nach Australien und nahm auch am Weltjugendtag in Sydney teil.

Oktober:
Neuer Trend im Internet: Couchsurfing. Jugendliche, die verreisen, aber wenig Geld ausgeben wollen, melden sich auf einem Internetportal. Dort bieten Fremde ihr Sofa als Übernachtungsmöglichkeit an.
Die Doku „Heimatkunde“ läuft in den Kinos an. „Titanic“-Chef Martin Sonneborn sah sich dafür auch im Havelland um, um Spuren der Wendezeit aufzuspüren.
Nach sechswöchiger Umbaupause eröffnet die Diskothek „Crazy“ in Friesack wieder für das Publikum.

November:
Das illegale Runterladen von Musik im Internet wird immer gefährlicher. Fahnder begeben sich nicht nur virtuell auf die Suche nach den Tätern.
Sven Pichowsky (21) aus Brieselang organisiert im Falkenseer „Capitol“ eine Rapparty. Für diverse Musiker aus dem Havelland produziert er ganze Alben.
Eine Schulklasse aus Nauen erstellt Berufspodcasts. Die kurzen Hörstücke mit Interviews zu verschiedenen Berufen können im Internet runtergeladen werden.
Die Friesacker Band Harmoana schaffen es bis ins Deutschlandfinale des „Local Heroes“-Wettbewerbes. Für einen Sieg reicht es dort allerdings nicht.

Dezember:
Bei so vielen Internetthemen im Jahr 2008: „Willi“ machte den Selbsttest. Eine Woche ganz ohne das virtuelle, weltweite Netz. Keine Mails, kein StudiVZ, keine Blogs. Zu vermelden sind leichte bis mittlere Entzugserscheinungen und Kommunikationshürden. Aber auch neue Gespräche – ganz reale, wohlbemerkt.
Nauener Schüler feiern den „Tag der Menschenrechte“. Sie erstellen ein kleines Programm und gestalten Plakate, auf denen die Menschenrechte vermerkt sind.

RT im Kino

Mondkalb

Samstag, den 23. Februar 2008
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Warum denn eine Frau wie sie ausgerechnet in diese Gegend ziehe, wird Alex (Juliane Köhler) gefragt.
Hierher kehrt sie zurück, in die ostdeutsche Provinz, in das Haus ihrer verstorbenen Oma. Gerade wurde Alex aus dem Gefängnis entlassen. Der Kontakt zu ihrer Familie ist weiterhin unerwünscht, ihre Tochter macht ihr das am Telefon unmissverständlich klar. Auch wenn sie eventuelle Hintergründe gar nicht kennt.
Lange bleibt Alex in der Einöde nicht allein: Tom (Leonard Carow) taucht in ihrem Leben auf. Der 12-Jährige ist ein stiller Junge, und auch sein Vater Piet (Axel Prahl) scheint herzensgut, aber doch nicht einfach zu sein.
Die drei nähern sich an. Aber auch irgendwie nicht. Zu viele Dinge sind und bleiben unausgesprochen.
Lange ist man unschlüssig, wie man diesen Film von Sylke Enders (”Kroko”) nehmen soll. Am Anfang wirkt alles noch ein wenig hölzern und behäbig. Aber genauso wie Alex aufzutauen scheint, tut es der Film auch. Erneut ein wunderbares Schauspiel zeigt Axel Prahl, der den innerlich verwundeten, aufgewühlten Piet darstellt.
“Mondkalb” erzählt von der Liebe und dem Schmerz. Vom Alleinsein und dem Nichtzusammenseinkönnen. Und ganz nebenher von einer ausblutenden deutschen Provinz. Gedreht wurde rund um das havellänische Rathenow.

7/10

RTZapper

Weihnachten im Februar

Donnerstag, den 8. März 2007
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DO 08.03.2007, Märkische Allgemeine

Ach, was für ein rühriges Foto. Weihnachten in einer Rathenower Familie. Drei Kinder stehen rechts auf dem Bild, daneben die Mama (oder die Oma, kann man nicht eindeutig sagen), im Türrahmen hat sich Papa (Opa) aufgebaut. Ihnen gegenüber steht ein Weihnachtsmann mit seinem bunten Sack.
Kein besonderes Foto, hat jeder irgendwie schon mal gemacht, höchstwahrscheinlich sogar besser.
Und doch ist es kein normales Foto: Es gewann den Fotowettbewerb “Augenblicke” in der Märkischen Allgemeinen aus Potsdam – und löste eine große Kontroverse aus. So groß, dass sich die Redakteure wohl entschlossen, einen großen Artikel dazu in ihrem “MAZ spezial” zu veröffentlichen ( http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/10885011/63529/ ) .
Eine Flut von Leserbriefen erreichte nämlich die Redaktion.
Und, ja, die Verwunderung ist groß. Was bitte ist an diesem wirklich nicht besonderen Foto so herausragend? Die Familieneinigkeit? Die gibts hoffentlich nicht nur in Rathenow! Das Motiv? Auch das ist nicht wirklich schmeichelhaft. Der Weihnachtsmann mit Maske und Milka-Sack ist auch nicht das Wahre. Was also hat die Jury bewogen, dieses Foto zur Nummer 1 zu machen?
Wir werden es wohl nie wirklich verstehen. Ich schicke demnächst auch mal ein paar pupsige Familienfotos hin – wenn man echt so ne Chance hat, zu gewinnen…

aRTikel

Mit Flugzeugen im Bauch

Freitag, den 25. Februar 2000
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Fans aus ganz Brandenburg bei umjubelten Konzert von Oli.P

MAZ Rathenow, 25.2.2000

NEUSTADT (DOSSE)
Rund 1500 Besucher, davon mindestens 700 MAZ-Leser, zählte der Auftritt von Oli.P am Sonntag Abend in der Graf-von-Lindenau-Halle in Neustadt (Dosse). Viele von den Fans sind mit ihren Eltern aus weiten Teilen des Landes Brandenburg angereist. Sogar aus dem drei Stunden entfernten Beizig kommen sie nach Neustadt. Zwei zehnjährige Mädchen aus Rathenow konnten ihren Onkel dazu überreden, mit ihnen nach Neustadt zu fahren. Befragt nach ihrem absoluten Lieblingslied von Oli.P antworteten sie „So bist Du”. Natürlich haben sie auch fast jede Folge von „Gute Zeiten, schlechte Zeiten” gesehen, wo er allerdings vor kurzem ausgestiegen ist.
Doch vor dem eigentlichen Spektakel finden noch zwei Vorprogramme statt. Beim Auftritt von Denise, die ihre neue Single „Tief in meiner Seele” vorstellt, fliegen bereits die ersten Kuscheltiere aus dem Publikum auf die Bühne. Während sich auf den Randtribünen die Eltern eher langweilen, werden direkt vor der Bühne die ersten Wunderkerzen angezündet.
In der folgenden Umbaupause wird die Halle mit Klängen aus der Konserve beschallt. Doch das stört die Fans eher wenig. Mit Songs von den „Backstreet Boys” oder „S Club 7″ werden schon mal die Kehlen geölt.
Die Mädchengruppe Yarnboo eröffnet ihr gut halbstündiges Programm mit ihrem Sommerhit „Fiesta de la Noche”. Das Gehopse und Getanze der drei leichtbekleideten Mädels kommt anfangs nicht sehr gut an, zumal offensichtlich nicht live gesungen wird. Beim Konfetti-Werfen vergessen die Yamboo-Girls schon mal, die Lippen mit zu bewegen.
Geradezu ekstatische Schreie erklingen, als schließlich der Star des Abends, Oli.P persönlich, auf der Bühne erscheint. Er verspricht „einen ganz langen Abend”, auch wenn er gesundheitlich angeschlagen ist: „Wenn meine Stimme wegbricht, tut’s nur voll leid.”
Doch auch für einige der Fans ist der Abend schon früh zu Ende. Bis kurz vor Schluss mussten 52 Menschen behandelt werden, zwei kamen nach Kreislaufzusammenbrüchen ins Krankenhaus.
„Flugzeuge im Bauch”, „So bist du” – Olis Stimme halten allen seinen Hits, sowie den Songs seines neuesten Albums „o.Ton” stand. In seiner Zugabe am Ende der Show gibt es sogar eine richtige Rockeinlage: „Born to be wild”. Trotz einer Erkältung bringt Oli.P eine perfekte Show.
Auf der anschließenden Pressekonferenz äußert er sich auch zu den Gerüchten, dass es in seiner Ehe eine Krise gäbe. Angeblich hätte Oli.P eine Affäre mit der A-Teens-Sängerin Marie Serneholt (16) gehabt. Dies sei aber nie der Fall gewesen, „bestimmte Sachen wurden einfach falsch interpretiert”, erzählt Oli. Im Augenblick mache ihm die Musik mehr Spaß als die Schauspielerei, dennoch möchte er sein Schaffen in dieser Hinsicht weiter entwickeln. Wir werden also auch in der nächsten Zeit viel von Oli.P hören.