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buten un binnen: Observiert

Sonntag, den 16. Januar 2022
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SA 15.01.2022 | 19.30 Uhr | radiobremen tv

Bei radiobremen waren sie in dieser Woche einer ganz heißen Sache auf der Spur. Man fühlte sich nämlich beobachtet. Vor dem Sender-Haus in Bremen stand nämlich die ganze Woche ein Auto mit einer, ähm, Person darin.
Wird radiobremen ausspioniert? Selbst in den Redaktionssitzungen fühlte man sich unwohl, weil da draußen dieses Auto stand.

Am Sonnabend berichtete auch das Regionalmagazin “buten un binnen” darüber. Wie im Beitrag zu sehen war, hat man beim Sender sogar die Polizei angeschrieben. Von ihr kam die Antwort, dass man derzeit von deren Seite nicht gegen die öffentlich-rechtliche Senderanstalt ermittele. Man könne es weder bestätigen noch dementieren.
Das klingt, nun ja, verdächtig. Ist da etwa doch was im Busch? Oder sind das etwa, hüstel, Terroristen, die irgendwas, ähm, planen?

Zum Ende der Woche wollten es die investigativen RB-Journalisten endlich genau wissen und gingen einfach mal hin, zum Auto. Und entdeckten darin eine Puppe auf dem Beifahrersitz.
Die Geschichte lautet also: Vor dem Gebäude von radiobremen steht seit ein paar Tagen ein Auto auf einem Parkplatz, in dem eine menschengroße Puppe sitzt.

Da hätte man ja auch mal eher nachschauen können – aber vielleicht hätte das diese, öhm, putzige Geschichte kaputt gemacht.
Echt mal: Das war ein bissl albern.

-> Die Sendung in der ARD-Mediathek (bis 14. Februar 2022; Beitrag ab 26:41 min)

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Total normal

Dienstag, den 13. Juli 2021
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SO 11.07.2021 | 0.45 Uhr (Mo.) | radiobremen tv

Unglaubliche 31 Jahre her: Hape Kerkeling wuselt auf dem SPD-Parteitag herum und fragt Björn Engholm, ob er sich noch zur Wahl um den Vorsitzenden aufstellen lassen kann. Er sei 15 Minuten zu spät, erfährt Kerkeling. Und Johannes Rau sieht keine Chance für ihn. Selbst Hans-Jochen Vogel kann nur mit den Schultern zucken. Gerhard Schröder ist davon überzeugt, dass Kerkeling mit seinem Notabitur schon überqualifiziert für den Posten als SPD-Chef sei.

Es ist einer von mehreren Einspielfilmen der Ausgabe von “Total normal”, die der NDR und radiobremen tv am sehr späten Sonntagabend zeigte.
Wir schreiben das Jahr 1990. Dreimal lief im Dezember am Montagabend in der ARD die gerade mal 25-minütige Sendung, produziert von Radio Bremen – und jede hatte rückblickend betrachtet Kultcharakter.
Allein in dieser Ausgabe vom 17. Dezember 1990: Ganz am Anfang kündigt Kerkeling Miss Germany an, will sie aber mit verbundenen Augen interviewen, damit er von ihrer Schönheit beeinflusst werde. Zwischendurch fragt er seinen Bühnenpartner Achim Hagemann, wer als nächstes komme. Der antwortet: “Thoelke!” Worauf der gleich auf die Bühne gestürmt kommt, Miss Germany von der Bühne schubst und sich stattdessen neben Kerkeling setzt. Der spricht mit ihm, denkt aber, es sei die Miss. Natürlich alles so geplant. Und damals wie heute sehr lustig! Auch weil Moderator Wim Thoelke diesen Spaß so mitgemacht hat.

Der Erfolg und die kultige Erinnerung an “Total normal” ist bemerkenswert. Denn, man mag es kaum glauben: Es gab gerade mal sieben Folgen der Show. Zwei liefen im Abstand von neun Wochen 1989, drei liefen im Dezember 1990 (nach einem Jahr Pause), zwei liefen im Frühjahr und Sommer 1991.
Alle gingen sie live im Studio von Radio Bremen über die Bühne – für so ein kleines Format würde man sich die Mühe wohl heute nicht mehr machen.
Aber Hape Kerkeling hat es mit diesen wenigen Sendungen geschafft, sich ins Gedächtnis der Deutschen einzubrennen: Mit seinem Auftritt als Königin Beatrix in Berlin, mit “Hurz!”, mit seinen Fragen in der Bundespressekonferenz, mit seinem Anruf bei Erika Berger bei RTL plus, mit der Mitropa-Kaffeemaschine, mit seinem Interviews Backstage bei den Bambis 1990.

Wenn sich Fernsehdeutschland mehr als drei Jahrzehnte danach immer noch an diese Sketche und Auftritte erinnert, dann muss Hape Kerkeling 1989, 1990 und 1991 sehr viel richtig gemacht haben.

-> Die Sendung in der ARD-Mediathek (bis 18. Juli 2021)

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Ferdinand von Schirach: Feinde

Dienstag, den 5. Januar 2021
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SO 03.01.2021 | 20.15 Uhr | Das Erste / one / Dritte Programme

Ein Film, zwei Blickwinkel, elf Sender. Die ARD ist ja eher selten wirklich experimentierfreudig, aber am Sonntagabend hat sie es mal wieder gewagt.

Ein junges Mädchen wird entführt. Der Entführer fordert von der reichen Familien viel Geld für die Freilassung. Kommissar Nadler ermittelt und fokussiert sich auf das Umfeld der Familie. Sicherheitsmann Kelz wird verhört, und Nadler ist sich sicher: Kelz hat das Mädchen entführt. Weil aber Kelz nichts zugibt und auch nicht sagt, wo das Mädchen ist, greift er zu drastischen Mitteln.
Strafverteidiger Biegler muss sich vor seiner Frau rechtfertigen, weil er Kelz verteidigen wird. In der ausführlichen Befragung seines Mandanten bringt er Ungeheuerliches ans Licht.

Das Thema von “Ferdinand von Schirach: Feinde” ist extrem spannend. Denn der Zuschauer war bei der Entführung dabei, und man kann ziemlich sicher sein, dass Kelz ein Täter ist. Ziemlich. Aber nicht hundertprozentig.
Nadler foltert Kelz während des Polizeiverhörs, um ein Geständnis zu erpressen. Ist diese Art der Folter legitim? Sind alle Mittel recht, um ein Mädchen aus ihrer Gefangenschaft zu befreien?
Die Antwort ist sehr eindeutig, denn der Strafverteidiger nimmt Nadler während der Gerichtsverhandlung regelrecht auseinander. Nadler hatte keine Beweise, die Spurensicherung war quasi nicht vorhanden, es war lediglich ein Gefühl, dass Kelz es gewesen sei. Dass Nadler Kelz gefoltert hat, fliegt dem Ermittler um die Ohren.

Bjarne Mädel spielt in “Feinde” den Ermittler Nadler, und das macht er hervorragend. Einmal mehr zeigt er, dass er ein fantastischer Schauspieler ist. Ebenso aber Klaus Maria Brandauer, der den Strafverteidiger spielt.

Es gibt zwei Versionen dieses Films. In Version 1 geht es vor allem um die Sichtweise des Ermittlers. Der Zuschauer ist dabei, wenn Nadler zunächst im Dunkeln tappt und später beim Verhör, das dann eskaliert. Diese Version lief im Ersten.
In Version 2 verfolgen wir, wie Strafverteidiger Biegler arbeitet, wie er hadert und sich dann seiner Aufgabe widmet, wie er schließlich Kelz verhört und auf die Tatsache der Folter stößt. Die erstengut 15 Minuten sind deckungsgleich, die letzten 25 Minuten auch – zumindest fast. Denn im Prozess ist die Kameraführung vor allem auf Biegler fokussiert, und am Ende erfährt der Zuschauer auch mehr über die Urteilsbegründung, während in Version 1 der Zuschauer mit Nadler relativ zügig nach der Urteilsverkündung den Saal verlässt. Version 2 lief bei one und in allen neun Dritten Programmen.

Das Experiment: Die beiden Filme laufen parallel, und der Zuschauer kann entscheiden, aus welcher Sicht er das Ganze sehen will. Oder er konnte hin- und herschalten, um zwischendurch zu schauen, was der Strafverteidiger ermittelt.
Ich habe das probiert und habe gezappt. Gut ist, dass man tatsächlich nicht nennenswert etwas in den jeweils anderen Versionen verpasst hat. Allerdings verliefen die Handlungen nicht immer wirklich parallel. So gab es in Version 1 ein Zusammentreffen von Nadler und Biegler, das aber da nicht gleichzeitig in Version 2 gab.
Andererseits gab es in Version 1 die Folterszenen, während Kelz in Version 2 die Szenen schilderte und der Anwalt darauf reagierte. Das war ein spannender Gegensatz, der auch nur so unmittelbar funktioniert.
Wer dagegen die beiden Filme hintereinander sah – weil viele den Eindruck hatten, es habe sich um einen zweiten Teil gehandelt – sah dagegen viele Doppelungen, die dann langweilig erschienen.

Version 1 im Ersten. Version 2 auf one, im WDR, NDR, radiobremen tv, BR, SWR, SR. hr, mdr und im rbb. Ein Film auf zehn Sendern. War das wirklich nötig? Die ARD hielt das offenbar für nötig, und sicherlich ist dabei zu bedenken, dass wahrscheinlich nicht jeder Fernsehzuschauer wirklich jedes Dritte Programm und one empfängt. Es heißt, dass über DVB-T nur bestimmte Dritte zu empfangen sind. Um also sicherzustellen, dass wirklich alle Zuschauer am kompletten Experiment teilnehmen können, wurde der Film also durchgeschaltet.
Ob es grundsätzlich den zweiten Film gebracht hätte, ist eine andere Sache. Das Experiment war spannend, aber mit 120 statt 90 Minuten Länge hätte man auch alles erzählen können. Was dann aber vermutlich wieder weniger Aufmerksamkeit bekommen hätte, weil es dann eben nur ein Film im Ersten gewesen wäre.

Der Umgang mit dem Experiment in der ARD war jedoch lausig. Man hat den Zuschauer mit den Filmen leider sehr allein gelassen. Man hat sich darauf verlassen, dass alle vorher informiert waren, was denn da jetzt passiert.
Nicht nur, dass der Film in den meisten Dritten nicht zeitgleich mit dem Film im Ersten startete, sondern schon etwas früher. Er startete ohne Info an die Zuschauer.
Eigentlich hätten alle elf Sender zu Beginn wirklich zusammengeschaltet werden müssen. Ein(e) Ansager(in) (ja, sowas gibt es ja leider nicht mehr) hätte den Zuschauern erklären müssen, was jetzt passiert und was die Zuschauer machen können. Auch während des Films hätte es ab und zu Einblendungen geben müssen. An bestimmten Stellen hätte man “Umschalthilfen” geben können, in dem man sagt, was gerade in der anderen Version passiert. Dazu hätte man während des Films vielleicht zwei oder drei Punkte schaffen müssen, wo sich die Storys kreuzen und man dem Zuschauer das durch entsprechende Einblendungen sagen können.
Aber die Mühe hat man sich dann leider nicht gemacht, so wirkte das ganze wie eine gute Idee, die man aber nicht zu Ende gedacht hat.

Fast elf Millionen Menschen haben am Sonntagabend zur Primetime einen der beiden Filme gesehen. Das ist ein Erfolg, und solche Experimente könnte es gern mal wieder geben. Dann aber bitte noch mehr durchdacht.

-> Die Filme in der ARD-Mediathek (bis 3. April 2021)

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Total normal?! 75 Jahre radiobremen

Mittwoch, den 9. Dezember 2020
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SA 05.12.2020 | 23.30 Uhr | radiobremen tv

Das waren noch Zeiten: Als sich die Jugendlichen beim “Beatclub” die angesagtesten Bands ansehen konnten. Als Loriot auf seinem grünen Sofa saß. Als Hape Kerkeling allen seine Mitropa-Kaffeemaschine andrehen wollte und das “Total normal” war. Es sind die wohl bekanntesten Sendungen aus dem Hause Radio Bremen.

Schon seit 1945 gibt es die eigene Landesrundfunkanstalt der ARD für das kleinste deutsche Bundesland. Weil Bremen ab 1945 im amerikanischen Sektor inmitten des britischen Sektors lag – weil die USA den dortigen Hafen nutzen wollten -, gab es sowohl ein eigenes Bundesland als auch den Sender. Seit 1950 gehört Radio Bremen zur ARD.

Heute leistet der RB gerade mal 1 Prozent zum ARD-Programm. Ein eigenes Drittes hat der RB auch nicht, auch wenn es in Bremen das radiobremen tv gibt. Es ist aber in Wirklichkeit das NDR-Programm, und nur zwischen 18 und 18.15 Uhr und 19.30 und 20 Uhr gibt es überhaupt ein eigenes Programm. Also nicht mehr viel los.
Am bekanntesten ist heute sicherlich noch “3 nach 9”, die Radio-Bremen-Talkshow, die immer noch regelmäßig zu sehen ist.

Nun also das 75. Jubiläum – eigentlich eine große Sache. Aber wird das auch gefeiert? Auch dafür hat man beim RB vermutlich kein Geld und auch nicht wirklich einen Sendeplatz. Am späten Sonnabendabend lief stattdessen im NDR – nach einer drei Stunden langen Quiz-Wiederholung – eine Doku zum 75. RB-Geburtstag.
Da wurden nostalgischerweise nochmal Ausschnitte von Loriot, Kerkeling und von Maren Kroymann, deren Comedyshow damals und heute von Radio Bremen produziert wurde und wird.
Heute macht der RB noch die Regionalsendungen, ein bisschen Jugendprogramm, Talk und Comedy und erstaunlich viel Radio. Besonders viel zu feiern gibt es da wohl tatsächlich nicht.

-> Die Sendung in der ARD-Mediathek (bis 12. Dezember 2020)

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3 nach 9 Classics: Am Tag, als die Mauer fiel

Samstag, den 9. November 2019
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FR 08.11.2019 | 0.25 Uhr (Sa.) | rbb

Es war am 10. November 1989, und schon damals gab es in den Dritten Programmen die Freitagabend-Talkshows. Am Abend nach dem Mauerfall lief auf N3 die Radio-Bremen-Talkshow “3 nach 9”, und sie stand ganz im Zeichen dieses historischen Ereignisses. Aus Anlass des 30. Mauerfall-Jubiläums zeigte der rbb in der Nacht zum Sonnabend in der Reihe “3 nach 9 Classics” Ausschnitte.

Und sie waren interessant und aus heutiger Sicht erstaunlich. Denn fast alle in dieser Sendung reden auf Gerhard Löwenthal ein. Löwenthal moderierte lange das “ZDF-Magazin”, trat dort antikommunistische Positionen und galt als Konservativ.
Und bei “3 nach 9” am 10. November 1989 war er ein Prophet, und er hatte recht. Schon an diesem Tag in dieser Sendung sagte er voraus, dass die deutsche Einheit kommen würde. Der Sozialismus würde sich nicht halten, er würde nicht funktionieren, und die Leute wollen Freiheit. Und Freiheit bedeute: ein deutsches Land.
Fast alle anderen waren empört. Man müsse das doch die Leute entscheiden lassen, und von einer deutschen Einheit sei doch noch nie die Rede gewesen. Man wolle doch mal sehen, wie ein anderer Sozialismus funktioniere.
Löwenthal sagte, die Wahlen würden das entscheiden, und er prophezeite, dass eine Partei wie die SED, die damals noch in der DDR herrschte unter freien Wahlbedingungen um die 15 Prozent erreichen würde – und auch das traf im März 1990 ungefähr so ein.

Am 10. November 1989 wurde Löwenthal dafür ausgelacht, verhöhnt hat man ihn. 30 Jahre später wissen wir: Der Mann sollte Recht behalten, und auch deshalb ist es 2019 hochinteressant, sich diese 1989er-Sendung noch mal anzusehen.

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Markus Lanz: Hinrich Lührssen

Freitag, den 7. September 2018
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DI 04.09.2018 | 22.45 Uhr | ZDF

Ob Journalisten wirklich Mitglied in einer Partei sein müssen, das muss jeder mit sich selbst ausmachen. Dass ein Journalist aber im Vorstand einer Partei sitzt – das ist schwierig.
Hinrich Lührssen kennt man von vielen “Stern TV”-Reportagen, zuletzt war er für das Magazin “Buten un Binnen” von Radio Bremen unterwegs.
Lührssen ist nun im Vorstand der Bremer AfD, und das ist mit der aktiven Arbeit eines Journalisten nicht vereinbar. Dass man da beim RB kurz oder länger mal drüber nachdenkt, wie man damit umgeht, ist selbstverständlich.
AfD-Freunde mögen nun motzen, dass ja ganz sicher auch Mitglieder von SPD oder Grüne in den Sendern sitzen. Und dass da keiner drüber berichtet. Aber vermutlich wäre das anders, wenn eine Fernsehnase plötzlich im Vorstand eines SPD-Landesvorstandes sitzen würde. Und was ist mit Steffen Seibert, wird dann auch gerne mal gefragt. Dabei ist die Frage einfach: Seibert hat einen neuen Job und arbeitet derzeit nicht mehr als Journalist.

Am Dienstagabend war Hinrich Lührssen zu Gast bei Markus Lanz im ZDF. Lanz und Lührssen kennen sich lange, und Lanz wollte wissen, was seinen Kollegen zur AfD getrieben habe. Immerhin sei das doch die Partei, die gern mal von der
Lügenpresse reden, bei der Lührssen (und dann noch für einen öffentlich-rechtlichen Sender) ja arbeitet.
Von Lührssen kommt dazu nicht wirklich Stichhaltiges. Er sage ja so was nicht, meint er. Deshalb habe das gar keine Bedeutung.
Er finde die Flüchtlingspolitik von Merkel furchtbar. Viele hätten Angst, und dass jeder seine Familie beschützen will, erwarte er auch von der Regierung. Der Druck werde auf alle immer größer, Stichwort Digitalisierung. Ob man noch Diesel fahren dürfe, sei unklar, und Elektroautos könne sich keiner leisten.

Warum er nun aber der AfD beigetreten sei, was denn die AfD zu diesen Themen sage – Diesel und auch Wohnungsnot -, wollte Lanz von Lührssen wissen.
Mehr als Gestotter und Inhaltsleere kam da allerdings nicht, und für einen gestandenen Journalisten war es durchaus peinlich, wie wenig Gehaltvolles außer das übliche Geblubber Lührssen zu sagen hatte.
Natürlich kann sich jeder die Partei aussuchen, der er beitreten möchte (oder auch nicht), dass Lührssens Begründungen aber so schlicht ausfielen, das war dann schon mehr als bemerkenswert. Da war nicht nur Markus Lanz verwundert.

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3 nach 9 wird 40!

Montag, den 17. November 2014
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FR 14.11.2014 | 22.00 Uhr | radiobremen tv

Du, Uschi, könntest du bitte für mehr Gerechtigkeit sorgen? Das wäre ja so schön!
Die Interview in der Radio-Bremen-Talkshow “3 nach 9” waren auch schon mal bissiger. Aber am Freitag durfte Schauspielerin Maria Furtwängler Moderatorin spielen und unter anderen die Bundesverteidigungsministerin Ursula von den Leyen interviewen. Und offensichtlich kannten sich die beiden näher, denn Furtwängler und Leyen dutzten sich – was sehr seltsam wirkte, weil man sich natürlich schon fragen musste: Was soll bei so einem Schmuseinterview eigentlich herauskommen? Oder wollte man mal das ganz intime Gespräch, und will das irgendjemand wirklich?

“3 nach 9” gilt als die älteste Fernsehquasselbude Deutschlands, am Freitag feierte sie ihren 40. Geburtstag. Alle vier Wochen läuft sie im radiobremen tv, im NDR, beim rbb und beim hr.
Diesmal aber war einiges anders, denn man verzichtete auf eine große Runde, in der nach und nach alle befragt werden. Stattdessen gab es in den zweieinhalb Stunden Themen- und Interviewblöcke. Die Gesprächspartner Spaß an kleinen Tischen, das Ganze fand in vielen Ecken des Studios statt.
Offenbar funktionierte die Sendung in den Anfangsjahren auch so, und der Test am Freitag zeigte, dass “3 nach 9” auch wieder dorthin zurückkehren sollte. Denn bislang hebt sich die Sendung nciht aus dem Freitagstalkeinierlei hervor. Bis auf Moderatoren und Studio ist das Konzept von “3 nach 9”, dem “Riverboat”, der “NDR Talk Show” und den anderen Sendungen gleich. Dabei würde ein bisschen frischer Wind ganz gut tun.

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