aRTikel

Räumfahrzeuge im Dauereinsatz

Dienstag, den 22. Dezember 2009
Tags: , , , , , ,

Wetter: Unfälle auf der Autobahn und den Nebenstrecken / Ärger über Winterdienst / Problem bei der Bahn

MAZ Neuruppin, 22.12.2009

Glatte Straßen und eine schlechte Sicht führten zu mehreren Unfällen und zu einem Zwischenfall beim Prignitzexpress. Ein Zug stoppte erst 100 Meter hinter Wustrau- Radensleben.

NEURUPPIN
Der Schnee hatte Ostprignitz-Ruppin gestern weiter voll im Griff. Glatte Straßen machten Autofahrern und Fußgängern zu schaffen. Bis zum Nachmittag ereigneten sich im Bereich der Autobahnmeisterei Walsleben 14 Unfälle mit drei Verletzten. Einen Schwerpunkt bildete dabei der nördliche Teil der A 24. Immer wieder musste die Strecke an einigen Stellen gesperrt werden, es entstanden Staus.

In der Nähe der Raststätte Linum lag am Vormittag der Lkw eines Paketdienstes im Straßengraben. Der Fahrer hatte die Kontrolle über seinen Laster verloren. Zwischen Linum und Kremmen in Richtung Berlin rutschte ein weiterer Lkw in die Mittelleitplanke.
Auf der eisglatten Landesstraße zwischen Neuruppin und Dammkrug verlor am Sonntagabend ein 48-jähriger Ford-Fahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug. In der Nähe des Autobahnanschlusses Neuruppin Süd stieß der Mann mit seinem Wagen seitlich mit dem von vorn gekommenen Toyota zusammen und landete schließlich in einer Böschung. Bei dem Unfall verletzte sich ein zwölfjähriger Junge. Er musste zur Behandlung ins Krankenhaus. Beim Ford-Fahrer stellte die Polizei einen Atemalkoholwert von 2,28 Promille fest. Der Schaden beträgt 10 000 Euro.

In der Nacht zu gestern schneite es dann erneut. Ab 3 Uhr waren 15 Mitarbeiter des Neuruppiner Bauhofes im Einsatz, teilte Mitarbeiter Uwe Steffen auf MAZ-Nachfrage mit. „Wir haben zweimal geräumt.“ Karl-Heinz Dürr vom Landesbetrieb Straßenwesen in Kyritz bezeichnete den gestrigen Tag als „ganz normalen Winterbetrieb.“ Nördlich des Landkreises sei die Schneesituation sehr viel kritischer gewesen. „Wir arbeiten derzeit in drei Schichten“, so Dürr. Seit Sonntag sind seine Mitarbeiter im Dauereinsatz. Größere Probleme konnte er jedoch nicht benennen.
Dennoch häuften sich gestern bei der MAZ Beschwerden über zu spät geräumte Straßen. Die Neuruppiner Steinstraße sei gegen 9 Uhr noch nicht frei gewesen. Viele Wege in der Innenstadt waren den ganzen Tag rutschig. „Vor allem in den Nebenstraßen ist es noch sehr glatt“, sagte der derzeitige Rathaussprecher Jan-Pieter Rau. „Dort sollte weiterhin sehr vorsichtig gefahren und gelaufen werden.“

Das Winterwetter führte gestern aber auch im Bahnverkehr zu Problemen. Am Vormittag verpasste der Prig-nitzexpress aus Neuruppin in Richtung Berlin den Bahnhof Wustrau-Radensleben. Dort hält der Zug nur nach Bedarf. Wegen der schlechten Sicht hat der Triebwagenfahrer offenbar die wartenden Menschen auf dem Bahnsteig zu spät gesehen, so eine Sprecherin. Der Zug stoppte etwa 100 Meter hinter dem Bahnhof auf freier Strecke und rollte erst nach einigen Minuten zurück.

RTelenovela

Irgendwo im Nirgendwo

Dienstag, den 1. Dezember 2009
Tags: ,

Das “Weihnachtsparadies” ist heute angelaufen. Darin geht es um ein Seniorenheim im Ostseebad Binz auf Rügen. Ein toller Ort.
Auch in Radensleben gibt es ein Seniorenheim. Ob der Ort so toll ist, weiß ich allerdings nicht.

Als wir Sonntag auf dem Weg zur Neuruppiner Therme waren, kamen wir auch durch Radensleben. Das kleine Dorf liegt zwischen Herzberg, Lichtenberg und Altfriesack. Auch nicht gerade die Hammerorte. Bis zur nächsten Stadt fährt man also eine Weile, am nächsten liegt da noch Neuruppin, dessen Ortsteil Radensleben auch ist.
So ziemlich das einzige, was Radensleben ausmacht, ist ein Seniorenheim.
Wir wissen zwar nicht, was dieses Haus seinen Bewohnern Großartiges zu bieten hat, klar war uns aber: Wer am Lebensende in Radensleben angekommen ist, kann wohl einpacken. Mehr als die Dorfstraße bekommt man dort nicht wirklich zu sehen. Und wer nicht mehr allzu mobil ist, hat es sehr, sehr, sehr ruhig. Und ich bin mir nicht sicher, ob ich das toll finden würde.
Binz dagegen würde ich mir durchaus gefallen lassen…